Dienstag, 5. Februar 2019

Jahrresrückblick 2018

 
Das war mein Lesejahr 2018! Insgesamt blicke ich auf ein durchwachsenes Lesejahr zurück mit Monate voller Büchern und Monate, wo ich kaum zum Buch gegriffen habe. Das lag vor allem an vielen persönlichen Veränderungen dieses Jahr wie Umzug und Gedankenchaos sowie die Uni an sich. Darunter hat auch der Blog gelitten, weil ich nicht dazu gekommen bin, die DSGVO zeitig umzusetzen bzw momentan die Beiträge etwas auf der Strecke bleiben. Aber nach Phasen mit wenig Input, kommen auch wieder bessere Phasen.
2018 haben mich wieder die Hörbücher begleitet. Hier gibt es bei mir einfach Momente, wo ich gerne beim Autofahren und Haushaltsdingen oder zwischendurch dazu greife, oder wo ich wochenlang keins höre.
Was mich rückblickend wirklich überrascht ist die Anzahl der eBooks. Ca 30% meiner gelesenen Bücher habe ich auf dem Tolino gelesen. Es ist einfach super praktisch, weil er nicht so viel Platz in der Tasche wegnimmt. Tatsächlich ist es mir übers Jahr selbst vom Anteil her gar nicht so aufgefallen. Dennoch werde ich nach wie vor das gedruckte Buch bevorzugen, weil es einfach ein so viel schöneres Lesegefühl ist.
Unten seht ihr wieder meine Highlights und auch Enttäuschungen. Es gab einige Bücher, von denen ich nicht viel erwartet hatte, die mich aber dennoch überraschen konnten. Umgekehrt war es auch der Fall.

Kommen wir nun zu den Zahlen:
gelesene Bücher insgesamt: 68
gelesene Seiten insgesamt: 28.204 
davon eBooks: 20
davon Hörbücher: 10

davon Jugendbuch:41  24
davon Kinderbuch:10  5
davon Thriller: 16  16
davon Romane: 11  8
davon Liebesromane: 10  8
davon Sachbücher:1  2
davon Fantasy & SciFi: 3  5

Generell habe ich dieses Jahr deutlich weniger gelesen als im Vorjahr. Mein liebstes Genre waren nach wie vor die Jugendbücher, aber ich habe auch echt viele Krimis & Thriller gelesen und ein bisschen mehr Fantasy als letztes Jahr. Der Rest blieb im Verhältnis ähnlich.
Ich finde es echt interessant, meinen Lesegeschmack und auch dessen Veränderungen über die Zeit zu dokumentieren und zu beobachten.
Ich habe mehr Interesse an Sachbüchern gefunden und ein paar auf dem SUB und viele auf der Wunschliste. Die lese ich aber immer recht langsam, weil ich so für mich mehr daraus mitnehmen kann.
Wie sich mein Leseverhalten 2019 entwickeln wird, werde ich gespannt beobachten. Vorgenommen habe ich mir zumindest nichts spezielles.

SUB Anfang 2018: 80 (davon 16 eBooks)
SUB Ende 2018: 91 (davon 8 eBooks)
davon abgebrochen: 4
Neuzugänge 2018: 75

Mit dem lieben SUB ist es ja immer so einen Sache. Ich hätte ihn schon gerne im Verhältnis Richtung 70 bekommen, aber dafür gab es dieses Jahr einfach zu viele unverhoffte Neuzugänge und zu lange Phasen, in denen ich nicht gelesen habe. Aber das ist vollkommen ok und so wartet dieses Jahr auf mich ein bunt gemischter Stapel ungelesener Bücher, auf den ich schon sehr gespannt bin.
Klar nehme ich mir mal wieder SUB-Abbau vor, aber wie das genau aussehen wird, lege ich nicht fest. Ein Buchkaufverbot gibt es nicht, vielleicht eher der Versuch, nichts neues zu kaufen.
Positiv aufgefallen ist mir, dass ich 2018 nur vier Bücher abgebrochen und keines ungelesen aussortiert hat. Das spricht eindeutig dafür, dass ich langsam meine Vorlieben finde bzw es gleich von vorne herein besser einschätzen kann.
Ein kleines Sorgenkind sind nach wie vor die Reihe, bei denen man aber auch mal leicht den Überblick verlieren kann. Viele wurden angefangen und viele davon möchte ich auch 2018 weiter verfolgen. Ich habe aber auch ein paar zumindest beenden können und ein paar auch einfach abgebrochen. Das tat super gut!

Kommen wir nun zum spannenden Teil: Meine Highlights im vergangen Lesejahr 2018
Jahreshighlights
   
Anfangs dachte ich, es sei überhaupt nicht mein Genre und würde mich überfordern. Aber ich fand es großartig, diese Art der Schnitzeljagd verpackt in einer Virtuellen Realität und einem großen Spiel. Dieses Buch konnte mit einer Menge Spannung und Nerdigkeit überzeugen!
Mein erstes Kinderbuch in Afrika und direkt erwartet einen ein unglaublich liebenswürdiger Protagonist, den ich prompt ins Herz geschlossen habe. Eine tolle, andere Detektivgeschichte, bei der mich auch der zweite Fall überzeugen konnte.  
Zwar wieder ein Re-Read aber dennoch mag ich die Reihe unglaublich gerne und bin nach wie vor begeistert von der Geschichte, ihrer Spannung und den Wendungen. 
Normalerweise schrecke ich vor High Fantasy immer etwas zurück und auch dieses Buch hatte es eindeutig in sich. Nach ein paar Kapiteln war ich drin und dann hat es mich auch nicht los gelassen sondern konnte mich mit fast allen Aspekten fesseln. Um so gespannter bin ich auf Teil zwei. 
Warum lag es so ewig auf meinem SUB? Diese Geschichte hat sich in mein Herz geschlichen, Emotionen ausgelöst und am Ende ein paar Tränen zurück gelassen.
Lilly Lindner konnte mich mit ihrem Jugendbuch mehr als begeistern. Anfangs brauchte ich meinen Moment, aber dann war ich verzaubert, schockiert und gerührt zu gleich. Kein einfaches Buch, aber für mich ein Highlight.
Mein erstes Sachbuch bzw erzählender Roman zum Thema Reisen und ich fand es so super spannend, Meike Winnemuth ein Jahr lang zu begleiten. Dabei mit ihr neue Orte zu entdecken und neue Erfahrungen zu machen, erste Male und letzte Male zu erleben. Wirklich unterhaltsam, einfühlsam und irgendwie lehrreich.  
Mein erstes Sachbuch zum Thema Natur und Tiere im Speziellen Oktopoden. Ich bin unglaublich lange drum herum geschlichen. Es war so ein großartiges, wundervolles Buch. Es hat mich wirklich verzaubert und fasziniert und hat mir ganz viel über das Meer, seine Bewohner und vor allem Oktopoden näher gebracht. Es ist eher erzählend geschrieben, weil wir der Autorin direkt folgen. Deshalb kommt man echt gut in die Geschichte rein. 

Diese Bücher haben mich 2018 am meisten begeistert und sind mir auch fast immer noch im Gedächtnis geblieben. Wenn ich mich für eins entscheiden müsste, wäre es eindeutig "Rendevous mit einem Oktopus" von Sy Montgomery als absolutes Highlight, weil es mich am meisten überrascht und begeistert hat!

Dienstag, 4. Dezember 2018

Rezension: "Schmerzmacher" von Veit Etzold

"Ein neuer Fall wartet auf Clara Vidalis und vielleicht ist es der Schlimmste ihres ganzen Lebens..."

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: Teil 7 von bisher 7
Originaltitel: Schmerzmacher
Erscheinungsdatum: 01.10.2018
Seitenzahl: 372
ISBN: 978-3-426-52112-0


Klappentext:
Hauptkommissarin Clara Vidalis findet sich in einem Albtraum wieder, als mehrere Tötungsdelikte, die als Suizide getarnt sind auftauchen, in denen die DNS von Ingo M. sichergestellt wird – desselben Ingo M., der vor über zwanzig Jahren ihre kleine Schwester missbraucht und ermordet hat. Und dessen sterbliche Überreste in der Berliner Rechtsmedizin seziert wurden. Wie kann es sein, dass ein Toter mordet, wieder und wieder? Und warum hat sich sein Modus Operandi, die Handschrift jedes Mörders, so verändert? Die Wahrheit ist handfester und zugleich entsetzlicher, als Clara es sich in ihren dunkelsten Nächten ausgemalt hat.

An dieser Stelle vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

Meine Meinung:
Vorweg möchte ich sagen, dass ihr die vorherigen Bände der Clara Vidalis Reihe nicht unbedingt gelesen haben müsst, da die Fälle mit Ende des Buches ebenfalls abgeschlossen sind. Somit könnt ihr auch "Schmerzmacher" eigenständig lesen. Dennoch macht die Geschichte und ihre Entwicklung nochmal mehr Spaß, wenn man "Final Cut" schon kennt.

Die Idee hat mir echt gut gefallen. Ich war erst ein bisschen skeptisch, als ich noch nicht wusste, was mich erwartet bzw wie es letztendlich umgesetzt sein würde. Aber schon nach wenigen Kapiteln und einem Brief wollte ich mehr wissen.

Teilweise war mir die Geschichte jedoch zu politisch. Es hat zwar vom Inhalt her richtig gut gepasst, aber leider hat der Autor mich zwischendurch für ein paar Seiten einfach thematisch verloren.

Davon abgesehen war es stellenweise auch einfach zu krass, zu perfide. Leider habe ich das Gefühl, das der Autor versucht, dem Vorgänger noch eine Schippe drauf zu setzen. Vielleicht mag es aber auch an mir liegen, dass ich das einfach nicht mehr unbedingt in Büchern brauche, zumindest nicht in dem Ausmaß. Hingegen hat es grundsätzlich gut zur Geschichte und zum Setting gepasst.

Die Auflösung hat mir wiederum gut gefallen. Es war rund und zumindest für mich auch nicht vorhersehbar. Ganz im Gegenteil ich war wirklich überrascht. Besonders nach der scheinbar ausweglosen, weitreichenden Situation, an der Clara und ihr Team zu rätseln hatten.

Fazit:
Insgesamt habe ich den neuen Fall von Clara Vidalis gerne gelesen. Ich fand es interessant, auf welche Weise Bezug zu "Final Cut" genommen wurde, der für mich der beste Teil der Reihe war. Wie dennoch eine vollkommen eigenständige Geschichte geschaffen wurde, die mich jedoch teilweise durch ihren politischen Schwerpunkt nicht ganz abholen konnte. Außerdem war es mir an machen Stellen zu perfide von der Thematik her.
Dennoch gab es eine Menge Spannung und gerade die Auflösung hat für mich nochmal wieder viel raus geholt.
Somit kann ich euch "Schmerzmacher" empfehlen, wenn ihr vielleicht schon "Final Cut" kennt. Aber selbst wenn nicht, werdet ihr mit der Geschichte hoffentlich spannende Lesestunden haben.