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Montag, 7. August 2017

Rezension: "Ewig und eins" von Adriana Popescu

Damals waren sie die besten Freunde, Ella, Jasper und Ben. Ben und Ella waren das Traumpaar. Jetzt zum Klassentreffen werden sie nach Jahren der Funkstille wieder aufeinander treffen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Piper
Reihe: nein
Originaltitel: Ewig und eins
Erscheinungsdatum: 11.05.2015
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783492306560


Klappentext:
Sie dachten, ihre Freundschaft wäre für immer. Doch dann kam das Leben. Nach sieben Jahren Funkstille sehen sich Ben, Jasper und Ella auf einem Klassentreffen wieder. Als die Feierlichkeiten zu Ende gehen, beschließen die drei, noch weiter zusammen um die Häuser zu ziehen. Wie damals. Nur für eine Nacht. Doch noch immer sind viele Fragen offen, und je später es wird, desto schneller schlägt Ellas Herz – bis ein paar über die Jahre hinweg gerettete Worte es brechen lassen. Vielleicht für immer.


"Es sind die Menschen, mit denen man sich umgibt, die das Leben mit Farbe und Musik füllen. Wie grau und still mein Leben in letzter Zeit war, das merke ich erst wieder in dieser Umarmung so richtig." (Seite 100)

Mein Lesegrund:
Von Adriana Popescu habe ich schon viel positives gehört und lange nicht von ihr zu Hause gehabt. Damals in der Wühlkiste habe ich dieses Werk von ihr entdeckt, es direkt mitgenommen und es nun im Laufe der SuB-den-Sommer-Challenge gelesen, da leider immer andere Bücher vorher dran waren. Warum lag es nur so lange ungelesen hier rum?


Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Wir lernen Ella kennen, wie sie mit einer sehr dubiosen Mitfahrgelegenheit Richtung Stuttgart zu ihrem Klassentreffen fährt und wie ihr immer mulmiger wird. Welche Gedanken ihr dabei durch den Kopf gehen, was sie sich ausmalt und befürchtet. Gerade der Anfang war sehr ruhig und hat etwas gebraucht, bis es zum Klassentreffen kam. Das hätte ich mir im Nachhinein etwas anders gewünscht, weil ich den Sog der Geschichte erst später gemerkt habe und dann auch erst wirklich drin war.
Die Grundidee der Geschichte finde ich ziemlich gut und ich konnte mich einfach gut in die Situation und besonders auch in Ella hineinversetzen. Sie ist einem direkt zugänglich, macht sich ziemlich viele Gedanken und malt sich Szenen aus, erinnert sich zurück. Das alles hat sie zu einer tollen Protagonistin gemacht, mit der ich mich auch identifizieren konnte.
Dann tauchen Jasper und Ben auf und auch von denen bekommt man als Leser ziemlich rasch ein gutes Bild. Sie waren mir beide ebenfalls sympatisch und ich konnte gut nachvollziehen, was Ella an ihnen findet und warum sie sich so wünscht, dass alles gut geht.
Aber was wäre diese Geschichte natürlich ohne Gefühle, Geständnisse und einer Menge Erinnerungen. Denn genau davon lebt dieser Abend der Drei: Erinnerungen an früher, eine Tour durch ihren Abend, den sie nie hatten. Es geht um Träume, Wünsche, Hoffnungen, Entschuldigungen und um die Liebe.
Diese Geschichte hat mich beim Lesen einfach glücklich gemacht. Hat mich abgeholt, mich mitgenommen für eine Nacht nach Stuttgart zu drei tollen Freunden und der Liebe und der Gewissheit, dass Freundschaft auch über Jahre hält und verzeiht! Manchmal kommt alles anders als gedacht, aber es findet seinen Weg.

...Schreibstil:
Die Autorin hat einen angenehmen, leichten Schreibstil. Der trotzdem aber nicht platt oder zu leicht rüber kommt, sondern für eine Liebesgeschichte genau perfekt ist. Außerdem beschreibt sie Gefühle und Schauplätze sehr lebhaft, so dass ich mich gut hineinversetzen konnte. 

Fazit:
Eine schöne Geschichte über die Freundschaft und die Liebe und was beides aushalten und verzeihen kann. Erlebt diesen Abend mit Ella, Jasper und Ben und lasst euch nach Stuttgart entführen.
Einen kleinen Abzug von mir gibt es eben am Anfang, weil ich mir da rückblickend etwas mehr gewünscht hätte. Aber ansonsten ein tolles Buch, das mir schöne Lesestunden bereitet und mich nicht nur gut unterhalten hat, sondern mir auch etwas mitgegeben hat.
Wenn ihr es noch nicht kennt, lest es an einem schönen Sommerabend oder an einem kalten Wintertag. Es wird euch für ein paar Stunden hoffentlich auch glücklich machen!

Mittwoch, 28. Juni 2017

Kurzrezensionen: "Caraval" von Stephanie Garber & "Gläsernes Schwert" von Victoria Aveyard

Lange wartet Scarlett auf eine Einladung nach Caraval, ein geheimnisvolles Spiel. Nach vielen Jahren klappt es endlich und dann entwickelt sich alles ganz anders und ihre Schwester verschwindet... 

Allgemeine Infos:
Verlag: Piper
Reihe: Teil 1 von ?
Originaltitel: Caraval
Erscheinungsdatum: 20.03.2017
Seitenzahl: 400
ISBN: 9783492704168


Klappentext:
Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...

Meine Meinung:
Der Anfang war zunächst etwas ungewohnt, einen Fuß in der Welt von Scarlett, ihrer Schwester Donnatella und deren herrischen Vater zu fassen. Es wirkt alles irgendwie altmodisch und dann auch wieder nicht, einfach anders als wir es kennen.
Doch dann beginnt das Spiel und wir tauchen ein in die vollkommen surreale, magische, ungewöhnliche Welt von Caraval. Die Reise dahin ist schon mal ein spannendes Erlebnis für sich und im Spiel angekommen, wartet direkt die erste Herausforderung.
Ab dem Zeitpunkt war ich vollkommen an die Geschichte gefesselt. ich wollte mehr von Caraval erfahren, verstehen, was es damit auf sich hat und wie das Spiel sozusagen abläuft. Ich musste einfach weiter lesen und mich von Caraval fesseln lassen. Die Spannung bleibt auch noch lange erhalten und hat mich eigentlich bis zum Ende des Buchs begleitet. Denn es gilt anhand von vier oder fünf Hinweisen das Spiel nur wenigen Nächten zu gewinnen.
Es ist alles anders, als es scheint. Das wurde mir nicht nur während des Spiels immer wieder klar, sondern vor allem am Ende. Da ist wirklich nochmal viel passiert und meine Gedanken und Ideen wurden über den Haufen geworfen. Ok nicht ganz alle, aber doch gab es dem Ganzen nochmal eine ganz andere Wendung und lässt viel Entwicklungsspielraum für den Folgeband.
Insgesamt lässt der Klappentext nur erahnen, was uns für eine Geschichte zwischen den Buchdeckeln von Caraval erwartet, irgendwie eine sehr interessante Mischung aus allem: Magie, Herausforderungen, Familie, Freunde, Liebe, Fantasie, Illusionen, Legenden. Ich finde es ganz schwierig, das zusammen zu fassen. Aber definitiv lesenswert und eine Empfehlung von mir! Lasst euch von Caraval entführen!


Rettung in letzter Minute, doch jetzt geht der Kampf weiter und Mare und ihre Verbündeten stehen vor einer neuen großen Aufgabe...

Allgemeine Infos:
Verlag: Carlsen
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Glass Sword
Erscheinungsdatum: 01.07.2016
Seitenzahl: 576
ISBN: 9783551583277


Klappentext:
In letzter Sekunde wurden Mare und Prinz Cal von der Scharlachroten Garde aus der Todesarena gerettet. Die Rebellen hoffen, mit Hilfe der beiden den Kampf gegen die Silber-Herrschaft zu gewinnen. Doch Mare hat eigene Pläne. Gemeinsam mit Cal will sie diejenigen aufspüren, die sind wie sie: Rote mit besonderen Silber-Fähigkeiten. Denn auch der neue König der Silbernen, ihr einstiger Verlobter, hat es auf diese Menschen abgesehen. Aber schnell wird klar, dass er eigentlich nur eins will – und zwar um jeden Preis: Mare.


Meine Meinung:
Anfangs wusste ich irgendwie gar nicht mehr so richtig und genau, wie Band 1 endete. Nach 50 Seiten konnte ich es irgendwann langsam wieder rekonstruieren, aber es gab keinen richtigen Rückblick. Immer nur so mal ein Nebensatz, aber etwas ausführlicher hätte ich ganz hilfreich gefunden. Dafür beginnt die Geschichte wirklich genau da, wo Teil 1 aufhört, so dass die Geschichte nahtlos weiter geht.
Grundsätzlich war es eine gute Fortsetzung der Geschichte, Mare und ihre Verbündeten machen sich auf die Suche nach weiteren Roten, wie Mare eine ist. Das war eine ganz spannende Sache, denn diese vielen verschiedenen Fähigkeiten haben mich einfach total fasziniert. Außerdem gab es währenddessen einige spannende Momente, die ich so nicht erwartet hätte.
Doch insgesamt fand ich es einfach zu gestreckt. 570 Seiten waren doch etwas zu ausführlich, das hätte man stellenweise etwas komprimieren können, da gerade auf den letzten 150 Seiten mal wieder sehr viel passiert ist. Das hätte ich ausführlicher besser gefunden und den Teil vorher etwas kürzer.
Das Ende war dann wieder der typische Cliffhanger, den ich so ähnlich irgendwie erwartet hatte. Also nicht unbedingt schlecht, aber auch nicht unbedingt super überraschend.
Insgesamt eine solide, lesenswerte Fortsetzung, aber auch irgendwie der typische zweite Teil einer Dystopie. Ein bisschen zu ausführlich, um diese Lücke zu füllen, aber dennoch interessant.

Montag, 12. Juni 2017

Kurzrezensionen: "Apfelkuchen am Meer" von Anne Barns & "Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg" von Jenny Colgan

Ein Familienrezept einer speziellen Apfeltorte, bringt Merle nach Juist und damit zu ihrer Vergangenheit und dem perfekten Sommer...

Allgemeine Infos:
Verlag: HarperCollins
Reihe: nein
Originaltitel: Apfelkuchen am Meer
Erscheinungsdatum: 08.05.2017
Seitenzahl: 356
ISBN: 9783956497100


Klappentext:
Der süße Duft des warmen Kuchens, der sich mit dem salzigen des Meeres vermischt, das ist für Merle das Aroma der Ferien ihrer Kindheit – das Aroma der Apfelrosentorte. Seit Generationen wird das geheime Rezept in Merles Familie weitergereicht. Als eine Freundin ihr erzählt, dass sie genau diese Torte in einem Café auf Juist gegessen hat, macht Merle sich spontan auf die Suche nach der Bäckerin. Unweigerlich führt ihr Weg sie zurück auf die Insel, wo noch mehr Geheimnisse verborgen liegen als nur ein Familienrezept.

Meine Meinung:
Der Klappentext klang einfach irgendwie schön und hat mich direkt angesprochen. Vielleicht, weil ich auch gerne so eine Apfelrosentorte möchte und die Geschichte dazu noch am Meer spielt, genauer auf Juist. Sommer, Sonne, Meer und Kuchen - eine perfekte Mischung!
Nach nur wenigen Seiten war ich schon mitten in der Geschichte und konnte mich voll und ganz drauf einlassen. Von Merle bekommt man direkt einen guten Eindruck und auch den Rest der Familie und deren Probleme kennt man rasch, man fühlt sich einfach wohl. Und schon bald geht es auch nach Juist zu Merles neuem Job und damit auch auf die Suche nach dem Rezept. Irgendwann konnte man sich den wahren Grund zwar denken, aber dennoch war die Auflösung am Ende schlüssig und die Geschichte durch dacht. 
Die Suche gestaltet sich zunächst etwas schwierig, doch schon bald gibt es die ersten Anhaltspunkte, während Merle auch langsam auf der Insel ankommt und erste Kontakte knüpft.
Die Geschichte lässt sich super leicht lesen und erinnnert stellenweise an ein Jugendbuch für Ältere, da die Protagonistin Mitte 20 ist. Keinesfalls ein Kritikpunkt, eher locker und erfrischend da durch.
Insgesamt ein gutes Sommerbuch: Leicht zu lesen; ein Schauplatz am Meer, der liebevoll beschrieben wurde; guter Einstieg, spannende Suche und eine runde Aufklärung. Obendrauf gibt es noch eine schöne Liebesgeschichte und ab geht es mit diesem Buch an den Strand.
Einfach schön für leichte Lesestunden im Urlaub oder Daheim!





Könnt ihr euch noch an Polly und ihre kleine Bäckerei am Strandweg erinnern? Nun geht ihre Geschichte weiter...

Allgemeine Infos:
Verlag: Piper
Reihe: Teil 2 von 2
Originaltitel: Summer at Little Beach Street Bakery
Erscheinungsdatum: 02.06.2017
Seitenzahl: 480
ISBN: 9783492311298


Klappentext:
Endlich hat der Sommer an Cornwalls Küste Einzug gehalten, und Polly Waterford könnte nicht glücklicher sein: Ihre kleine Bäckerei läuft blendend, und zusammen mit Huckle, der Liebe ihres Lebens, genießt sie die lauen Abende in dem Hafenstädtchen Mount Polbearne, das inzwischen zu ihrer Heimat geworden ist. Doch plötzlich ist die Bäckerei in Gefahr, denn die alte Besitzerin stirbt. Außerdem fällt es Huckle schwer, seine Vergangenheit in Amerika gänzlich hinter sich lassen, zu oft holt sie ihn ein. Und während Polly Mehl siebt, Teig knetet und Brot backt, bangt sie um ihre Zukunft …


Meine Meinung:
Letzten Sommer am Meer habe ich Polly und ihre kleine Bäckerei am Strandweg kennen gelernt und sie bei ihrem Weg dorthin begleitet. Diesen Sommer geht ihre Geschichte weiter, doch dieses Mal kommt alles anders als erwartet.
Eigentlich ist Polly glücklich und endlich auf der kleinen Insel angekommen. Die Bäckerei läuft und die Bewohner haben sie akzeptiert. Neil und Huckle sind ebenfalls in ihrem Leben und alles ist soweit gut. Doch dann kommt die Nachricht: Die alte Besitzerin der Bäckerei ist gestorben und Polly soll sie nicht erben.
Ein harter Schlag für sie, da sie lange drum kämpfen musste. Doch nach vielen Schicksalsschlägen scheint am Ende auch wieder die Sonne und sie fasst mit einer neuen Idee erneut Hoffnung.
Man bangt schon mit Polly mit, wo man ja noch ziemlich genau weiß, wie schwer sie es anfangs auf der Insel hatte und jetzt ist sie wieder an so einem ähnlichen Punkt. Nur dieses Mal legt ihr das Leben wirklich viele Steine in den Weg.
Dennoch ist Polly eine starke Person und kämpft sich da durch, lebt ihren Traum und versucht, das Beste daraus zu machen.
Zugegeben, auch wenn ich den ersten Teil rund um Polly und die kleine Bäckerei am Strandweg irgendiwe magischer fand, ist die Fortsetzung durchaus gelungen. Die Autorin entführt uns wieder auf die kleine Gezeiteninsel und lässt uns mit Polly die leckersten Dinge backen.
Also insgesamt eine gute Fortsetzung, für alle, die Polly, Neil und Huckle in ihr Herz geschlossen haben!
Nehmt es mit an den Strand oder in die Sonne, da liest es sich am Besten. Und später könnt ihr dann eines der tollen Rezepte nachbacken.

Sonntag, 10. April 2016

Rezension: "Silo" von Hugh Howey

Sie leben in einem Silo unter der Erde. Es gibt strenge Regeln, doch wozu das Ganze? Warum wurde das Silo gebaut und was wollen sie vor den Bewohnern verheimlichen?

Allgemeine Infos:
Verlag: Piper
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Wool
Erscheinungsdatum: 10.06.2014
Seitenzahl: 560
ISBN: 9783492305037


Klappentext:
In einer feindlichen, zerstörten Umwelt gibt es nicht mehr viele Menschen. Sie haben sich in ein riesiges Silo unter der Erde geflüchtet. Um zu überleben, müssen sie die strengen Regeln des Silos befolgen. Aber einige Wenige tun das nicht. Sie sind gefährlich. Sie wagen es zu hoffen und zu träumen und stecken andere mit ihrer Hoffnung an. Ihre Strafe ist einfach und tödlich. Sie müssen nach draußen. Raus aus dem Silo. Juliette ist eine von ihnen. Vielleicht ist sie die Letzte.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover zeit die Treppen vom Silo und ist sonst düster, aber irgendwie gefällt es mir. Der Titel ist schlicht und trifft einfach genau zu. Der Klappentext klingt echt interessant und das war auch schon vor ein paar Jahren so, bis ich es vor zwei Jahren auf der Leipziger Buchmesse bekommen habe. Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, es zu lesen und ich weiß echt nicht, warum ich so lange gewartet habe.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit Holston, der das Ganze System hinterfragt. Bzw begonnen hat seine Frau, die dafür zur Reinigung geschickt wurde und nie wieder kam. Nun möchte er herausfinden, was sie herausgefunden hat und auch er wird zur Reinigung geschickt und muss das Silo verlassen. Da war ich eigentlich gleich von der Geschichte gefesselt, denn ich habe noch nicht erfahren, was Holston bzw seine Frau herausgefunden hat, weswegen ich unbedingt weiter lesen musste und wollte.
Die Idee mit dem Leben im Silo war total interessant und natürlich einfach mal etwas vollkommen anderes. Weswegen es überhaupt das Silo gibt und was das Geheimnis ist, dass sozusagen bewahrt werden soll, steht im Mittelpunkt und hat mich total neugierig gemacht. Einfach mal eine Dystopie für Erwachsene, aber irgendwie auch mit Thriller-Elementen.
Wie gesagt, ich war einfach sofort in der Geschichte drin und musste einfach immer weiter lesen, weil es so spannend und interessant war. Es war einfach eine total andere Welt in dem Silo und alles war so organisiert und teilweise auch so neuartig. Eben eine ganz andere Lebensweise, die aber richtig gut beschrieben war. Vor allem am Anfang hatte man ziemlich viele Intrigen und Dramatik, da erinnerte es schon sehr an einen Verschwörungs-Thriller, aber das fand ich toll. Auch so insgesamt war es nicht so abgehobene Science Fiction sondern irgendwie real und bodenständig.
Immer wieder kam Juliette langsam hinter kleinere Infos, die sich langsam aber sich zu einem großen Ganzen zusammenfügten, das ziemlich erschreckend und auch gleichzeitig ziemlich interessant war.
Aber neben dem Schauplatz und den Umständen fand ich die Personen richtig toll. Ich fand Juliette eine richtig interessante Person, mit ihrem Ehrgeiz und der Intelligenz war sie einfach eine sehr starke Protagonistin. Aber auch die anderen Personen sind auch nicht zu verachten.
Das Ende war richtig spannend und irgendwie fand ich es total schade, dass die Geschichte schon vorbei war. Ich hätte noch viel mehr vom Silo erfahren können. Aber glücklicherweise wurde vieles geklärt, entdeckt und gelöst, so dass man nicht zwingend die Nachfolger lesen muss, aber natürlich kann. Da habe ich mich jedoch noch nicht konkret entschieden.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war einfach richtig spannend. Außerdem hat der Autor es super geschafft das Umfeld und die Personen darzustellen. Besonders gefallen haben mir die verschiedenen Perspektiven besonders ab der Mitte, wo man teilweise vier oder fünf unterschiedliche hatte und so ein vielfältiges und gutes Bild aus allen Schichten des Silos bekommen hat und von allen Vorgängen. Das in Kombination mit den Personen generell und dem Umfeld war schon klasse gemacht.

Die Reihe:



Fazit:
Ein Buch, was mich wirklich begeistern konnte. Eine interessante, neuartige Idee, ein super spannender Schreibstil, interessante Protagonisten und viel Spannung und Intrigen machen diese Geschichte komplett.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine spannende Dystopie für Erwachsene sucht, bzw ein Science Fiction Roman mit Thriller-Elementen, der durch eine neuartige, einmalige Idee und einen super Schreibstil überzeugen kann.

Dienstag, 9. Februar 2016

Rezension: "Nachricht von dir" von Guillaume Musso

Sie stoßen am Flughafen zusammen und vertauschen versehentlich ihre Handys und merken es erst daheim, sie in Frankreich er in den USA. Wer ist die Person hinter dem Handy und was verbergen sie für Geheimnisse?

Allgemeine Infos:
Verlag: Piper
Reihe: nein
Originaltitel: L'appel de l'ange
Erscheinungsdatum: 11.06.2013
Seitenzahl: 480
ISBN: 9783492302944


Klappentext:
Als Madeline und Jonathan am Flughafen zusammenstoßen, denken sie nicht im Traum an ein Wiedersehen. Doch zuhause angekommen stellen sie fest, dass sie ihre Handys vertauscht haben. Sie beginnen, das Telefon des anderen zu durchstöbern, und entdecken, dass ihre Leben schon seit langem miteinander verknüpft sind – genau wie tiefe Wunden aus der Vergangenheit, die sie nun mit aller Macht einholen …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist irgendwie ziemlich malerisch und gefällt mir echt gut, weil es zum Inhalt passt. Der Titel klingt auch echt schön und der Klappentext wahnsinnig interessant. Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch eine liebe Arbeitskollegin, die es immer mit Herzblut unseren Kunden empfiehlt und es auch mir ans Herz gelegt hat.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt zunächst mit einem interessanten Prolog über unsere Handynutzung, den ich genau so unterschreiben kann. Dann beginnt die eigentliche Geschichte am Flughafen, wo Madeline und Jonathan aufeinander treffen und versehentlich ihre Handys vertauschen. Nach dem ersten Kapitel war ich einfach sofort von der Geschichte gefesselt und war total gespannt drauf.
Die Idee hat mich eigentlich ziemlich schnell begeistert. Sowohl vom Klappentext her als auch vom vermuteten Verlauf nach dem ersten Kapitel. Es ist einfach mal etwas komplett anderes. Man weiß, dass es eine Liebesgeschichte gibt, aber alles andere kommt einfach total überrascht.
Wer jetzt bei Liebesgeschichte sofort zurückschreckt, sollte das nicht tun. Es ist nicht die typische Liebesgeschichte. Sie steht nicht nervig im Vordergrund und alles dreht sich nur darum, egal was nebenbei noch ist. Sie hält sich eher dezent im Hintergrund und entwickelt sich langsam und realistisch. Ja sie braucht einfach ihre Zeit, aber nebenbei passiert einfach so viel anderes, dass es auch so nicht langweilig wird.
Vielmehr stehen die Vergangenheiten und Geheimnisse der Beiden im Vordergrund, von denen man absolut nichts gedacht hat. Mittlerweile kann man Geschichten ja irgendwie vorhersehen oder hat zumindest Vermutungen, aber dieses Buch hat es einfach geschafft, mich absolut zu überraschen.
Das Ende war immer noch ziemlich gut, aber hat mir einen kleinen Dämpfer verpasst. Es schien irgendwie auf einmal alles zu perfekt, dafür wie es vorher war. Aber das soll jetzt nicht heißen, dass es nicht gepasst hätte oder das es doof gewesen wäre. Es war gut, aber irgendwie etwas zu flott.

...Schreibstil:
Dieser Schreibstil hat mich einfach schon nach den ersten Seiten, spätestens nach dem ersten Kapitel total gefesselt. Es wird immer abwechseln von Madeline oder Jonathan berichtet und dann plötzlich zusammen, also im ersten Kapitel. Das hatte ich noch nie und es war so genial gemacht und ich war einfach mitten in der Geschichte drin. Außerdem kann er einfach ziemlich spannend, aber auch sehr gefühlvoll schreiben. Ich habe fast das ganze Buch an einem Abend gelesen, weil ich einfach so gefesselt war und gar nicht mitbekommen habe, dass ich so viel gelesen hatte.


Fazit:
Eine ganz grandiose Idee, wie ich sie so noch nie gelesen habe. Ein super toller Schreibstil, der mich einfach sofort gefesselt hat und wo man einfach weiter lesen muss. Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte sondern ganz viel mehr, was man einfach nicht erwartet und was einen so fesselt. Das Ende war ein super Abschluss, aber hat mir irgendwie nicht ganz so gut gefallen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal etwas anderes sucht. Etwas fernab der typischen Liebesgeschichte, mit einigem Unerwartetem. Eine absolute Leseempfehlung von mir!

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Rezension: "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel

Die Grippe löscht fast die komplette Menschheit aus, doch ein paar wenige überleben und stellen sich dabei ihrem neuen Leben. Immer mit dabei die Erinnerungen an damals...

Allgemeine Infos:
Verlag: Piper
Reihe: nein
Originaltitel: Station Eleven
Erscheinungsdatum: 14.09.2015
Seitenzahl: 416
ISBN: 9783492060226


Klappentext:
Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist richtig schön und hat mich zusammen mit dem tollen Titel überhaupt erst auf die Geschichte aufmerksam gemacht. Dann kommt der Klappentext, der ganz anders ist als erwartet, aber dennoch sehr interessant. Eine Dystopie? Als Roman? Das könnte interessant werden.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt in einem Theater und einer Aufführung aus Sicht des Publikums. Plötzlich bricht jemand auf der Bühne zusammen und der Trubel geht los. Spannung kommt auf. Ich wollte wissen, wie es weiter geht. Dann geht es weiter und ein Anruf, der alles verändert. Was mich anfangs verwirrt hat, war vergessen, und ich war mittendrin in der Geschichte - im Ausbruch der Georgischen Grippe. Und natürlich wollte ich wissen, wie es weiter geht.
Die Idee fand ich ziemlich gut. Eine Dystopie, wie man sie sonst nur von Jugendbüchern kennt, als Roman. Ich war ziemlich gespannt drauf und musste unbedingt weiter lesen.
Es gab einige verschiedene Perspektive, in die man sich immer erst mal einfinden musste. Nicht mit allen bin ich so gut zurecht gekommen und die Wechsel dazwischen fand ich teilweise etwas verwirrend. Doch irgendwann liefen tatsächlich die Fäden zusammen und alles wurde klarer. Hauptsächlich geht es um die Zeit vor der Grippe und nicht so wahnsinnig viel um die Zeit danach, was ich aber viel interessanter gefunden hätte. Sie hingen alle sehr viel an ihrer Vergangenheit und so nebenbei wurde mal erwähnt, wie ihr Leben jetzt aussieht. So ein bisschen Vergangenheit war auch gut und sinnvoll mir persönlich aber etwas zu viel.
Das Ende war ein angemessener Abschluss der Geschichte. Nichts großartiges aber ganz solide.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war gut und man hat alleine vom Stil her etwas gemerkt, wenn die Perspektive gewechselt hat. Dennoch fand ich die Wechsel immer etwas verwirrend und brauchte einen Moment, um mich einzufinden und mich daran zu erinnern, wer diese Person ist und was vorher passiert ist. Insgesamt ließ es sich aber gut lesen.


Fazit:
Eine Dystopie als Roman. Kann das funktionieren? Die Grundidee war gut, der Schreibstil auch. Die Perspektiven der verschiedenen Personen waren generell gut gewählt, so dass man verschiedene Sichtweisen hatten. Trotzdem haben mich die Wechsel und die Vielzahl der Personen an sich verwirrt. Leider ging es mehr um die Zeit vor der Grippe als danach. Allerdings war die Zeit danach, als das Jetzt, viel spannender und interessanter als teilweise die Vergangenheit. Am Ende liefen alle Fäden zusammen und man konnte die Geschichte gut beenden. Ich hätte mir eindeutig mehr Zukunft gewünscht.
Trotzdem empfehle ich dieses Buch jedem, der einen guten Roman sucht, der das Leben vor und nach einer Katastrophe aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und das alltägliche Leben darstellt. So die klassische Dystopie ist es nicht, aber auch irgendwie nicht so richtig ein normaler Roman.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Rezension: "Der erste Tag vom Rest meines Lebens" von Lorenzo Marone

Am Ende seines Lebens versucht er noch mal sein Leben zu ändern und macht damit nicht nur sich selbst sondern auch seine Mitmenschen glücklich...

Allgemeine Infos:
Verlag: Piper
Reihe: nein
Originaltitel: La tentazione di essere felici
Erscheinungsdatum: 14.09.2015
Seitenzahl: 288
ISBN: 9783866123960


Klappentext:
Die Erfindung des Glücks
Cesare ist 77 und zieht Bilanz. Von seinen einst hochfliegenden Träumen ist wenig aufgegangen. Seine Methode, mit den Enttäuschungen des Lebens umzugehen: Ironie und Sarkasmus. Das kommt bei seinen Mitmenschen nicht immer gut an. Bis Emma in die Nachbarwohnung zieht. Irgendetwas stimmt nicht mit ihr und ihrem Mann. Das sieht Cesare an Emmas traurigen Augen. Und plötzlich mischt sich Cesare ein. Er hat wieder Mut zu kämpfen. Für seine junge Nachbarin. Für die Liebe. Für das Glück, am Leben zu sein ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist irgendwie ganz schön und soll wahrscheinlich Cesare darstellen, was relativ gelungen ist. Der Titel klingt irgendwie schön und hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Dazu der Klappentext, der irgendwie eine schöne Geschichte verspricht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt eigentlich mitten in Cesares Alltag und man lernt diesen und ihn als Person kennen. Schon nach wenigen Seiten hat man davon einen relativ guten Eindruck bekommen und merkt, dass er ziemlich einsam ist und er selbst merkt das langsam auch, dass er was ändern sollte. Ich war gespannt, wie das vonstatten geht und was später dabei raus kommt, ob es ihn wirklich glücklich macht.
Man lernt Cesare ziemlich schnell kennen, muss sich vielleicht ein paar Seiten an ihn gewöhnen, aber dann schließt man ihn definitiv in sein Herz. Auch wenn er etwas verbohrt und seltsam sein mag, hat er doch ein großes Herz und ist auf dem rechten Weg. Ich glaube, ihr werdet ihn mögen.
Wenn man die Geschichte an sich jetzt mal nüchtern betrachtet, passiert nicht so viel. Es ist eher eine ruhige Erzählung über Cesares Leben, seine Veränderungen, seine Gedanken und Gefühle, aber trotzdem ist es wirklich schön gemacht.
Das Ende hatte es noch mal wirklich in sich und konnte mich begeistern. Ein guter Abschluss für diese Geschichte.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Er war auch recht ruhig gehalten, wie die Geschichte selbst, und deshalb hat es ziemlich gut gepasst. Es lässt sich einfach nur gut weg lesen und ist somit genau die richtige Unterhaltung für einen schönen Nachmittag.


Fazit:
Für Zwischendurch genau das Richtige! Eigentlich ist es eine ruhige Geschichte über einen alten Mann, der noch einmal etwas in seinem Leben verändern möchte, weil er merkt, dass er so nicht weiter machen möchte. Und genau dieser alte Mann wächst einem ziemlich schnell ans Herz und macht die Geschichte einfach aus. Man lebt mit ihm einige Tage und erlebt interessante, schockierende und traurige, aber auch wunderschöne Momente. Begleitet wird das ganze durch einen ebenfalls ruhigen, leichten Schreibstil.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen schönen Roman über das Leben und die Schönheit daran sucht. Über zweite Chancen und Veränderungen.

Montag, 30. März 2015

Rezension: "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers

Ein absolutes Muss für Bücher- & Fantasyliebhaber! Lasst euch entführen nach Buchhaim, wo Literatur nicht nur begeistert, sondern auch gefährlich werden kann.


Allgemeine Infos:
Verlag: Piper
Reihe: Teil 1 von 3 / Teil 4 von 8
Originaltitel: Die Stadt der träumenden Bücher
Erscheinungsdatum: 01.04.2006
Seitenzahl: 476
ISBN: 9783492246880


Klappentext:
Können Bücher wirklich träumen? Bücher können alles, sogar töten!

Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz erbt ein makelloses Manuskript, dessen Geheimnis er ergründen möchte. Die Spur weist nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher … Walter Moers entführt uns in das Zauberreich der Literatur, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Nur wer bereit ist, derartige Risiken in Kauf zu nehmen, möge dem Autor folgen. Allen anderen wünschen wir ein gesundes, aber todlangweiliges Leben!


"Es ist wie beim Schreiben eines Romans: Am Anfang ist alles ganz leicht, die ersten Kapitel schreiben sich mit dem größten Schwung. Aber dann wirst du irgendwann müde, du blickst zurück und siehst, dass du erst die Hälfte hinter dir hast. Du blickst nach vorn und siehst, dass die andere Hälfte noch vor dir liegt. Wenn du dann den Mut verlierst, bist du verloren. Es ist leicht, etwas zu beginnen. Es ist schwer, etwas zu Ende zu bringen." (Seite 436)

"Von den Sternen kommen wir, zu den Sternen gehen wir. Das Leben ist nur eine Reise in die Ferne." (Seite 465)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Die ganzen Bücher und in der Mitte der Buchling mit dem Buch gefallen mir wahnsinnig gut, weil es auch einfach total gut zur Geschichte passt. Ebenso der Titel ist richtig gelungen. Der Klappentext klingt richtig spannend und hat mich schon seit Jahren angesprochen, bis ich es mir endlich gekauft habe.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer Warnung von Hildegunst von Mythenmetz selbst, dieses Buch, seine Geschichte, nicht weiter zu lesen. Er empfiehlt es jedem und freut sich später über jeden, der sich doch traut, seiner Geschichte zu lauschen. Ich war natürlich total gespannt und wollte unbedingt diese Geschichte erfahren, und sehen, was mich da erwartet.
Die Idee ist einfach der Hammer! Bücher, die nicht einfach nur Bücher sind, sondern auch gefährlich sein können. Auf der Suche nach dem Autor, der das perfekte Manuskript geschrieben hat, macht Hildegunst von Mythenmetzt sich auf nach Buchhaim, der Stadt der Bücher.
Das mag für den ein oder anderen jetzt vielleicht nicht so spannend klingen, aber da irrt ihr euch. Die Geschichte braucht zwar so 30-40 Seiten, bis es so richtig los geht, aber dann lässt einen die Geschichte auch nicht mehr los. Ich habe die ganze Zeit nur gedacht, ich möchte weiter lesen, wieder nach Buchhaim und mit Hildegunst die Welt der Literatur entdecken.
Die Geschichte hat einfach so einen Sog und so eine Faszination auf mich ausgeübt. Es ist so viel passiert und immer wieder gab es etwas neues zu entdecken, in dieser Welt voller Literatur und ungewöhnlichen Dingen. Es gab so viel Spannung und irgendwie ist es nie langweilig geworden. Außerdem waren immer mal wieder Zeichnungen von Walter Moers, die die Geschichte einfach noch mal greifbarer gemacht haben.
Das Ende hat mich mitgenommen. Es war total spannend und berührend, ich habe mitgefiebert und geweint. Einfach ein total gelungenes Ende für diese Geschichte. Ich bin gespannt, wie es im zweiten Teil weiter gehen wird und was dort alles tolles passiert.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach der Hammer! Diese ganzen Bilder, die Walter Moers mir in den Kopf gezaubert hat, diese völlig andere Welt, die Bücher, die Wesen, einfach alles. Eine sehr bildhafte und fesselnde Sprache hat mich in diesem Buch erwartet. Man musste einfach weiter lesen, wollte mehr neue Bilder in seinem Kopf.

...Charaktere:
Die Charaktere wurden dank des tollen Schreibstils ganz wunderbar beschrieben. Da man eh tolle Bilder im Kopf hatte von der Umgebung, galt das selbe auch für die Charaktere. Ab und an gab es ja auch mal eine Skizze von Walter Moers und die Gestalt war endgültig in meinem Kopf verankert.
Hildegunst von Mythenmetz macht sich auf, einen grandiosen Autor zu finden, und begibt sich nach Buchhaim. Fasziniert von der völlig anderen Welt voller Literatur, lässt er sich treiben und versucht dem Manuskript Stück für Stück auf die Spur zu kommen. Dabei zeigt er viel Mut und macht einiges durch, aber erlebt auch sehr schöne Situationen.


Fazit:
Ein Hammerbuch! Eigentlich bin ich nicht der Fantasy-Leser, aber dieses Buch konnte mich einfach nur begeistern. Ein sehr bildhafter und fesselnder Schreibstil, eine völlig andere Welt, eine Geschichte, die sich um die Liebe zur Literatur dreht und eine unglaubliche Spannung.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne High-Fantasy liest oder damit anfangen möchte. Hier überwiegt zwar die Fantasy, aber es geht um die Liebe zur Literatur und generell um eine sehr spannende Geschichte, die ich einfach jedem empfehlen kann, der sich irgendwie mit Fantasy anfreunden kann!

Mittwoch, 30. Mai 2012

Rezension: Beim Leben meiner Schwester von Jodi Picoult

Hallo ihr Lieben,

das wird nun also meine erste Rezension sein zu dem Buch, das ich als letztes gelesen habe: Beim Leben meiner Schwester von Jodi Picoult.
Viele kennen wahrscheinlich den Film, der vor zwei Wochen oder so im Fernsehen kam. Ich habe ihn als DVD von meiner Freundin zu Weihnachten bekommen. Allerdings lese ich lieber erst das Buch und gucke dann den Film.

Inhalt:
In dem Buch geht es um die Familie Fitzgerald, deren älteste Tochter Kate eine unheilbare Form von Leukämie hat. Ihre jüngere Schwester Anna erhält Kate am Leben, indem sie ihr immer wieder Knochenmark spendet.
Sie sieht sich mittlerweile nur noch als "Ersatzteillager" für ihre tot kranke Schwester.
Doch eines Tages stellt sie sich gegen ihre Familie mit der Entscheidung, nie wieder etwas für Kate zu spenden. Um diese folgenschwere Entscheidung, die ihr selbst nicht sehr leicht fiel, durchzusetzen, besorgt sie sich einen Anwalt....

Meine Meinung:
Wie der Titel schon erahnen lässt, ist es ein sehr tiefgründiges Buch, das einen noch lange nach dem Beenden beschäftigt. Das Thema Leukämie oder Krebs allgemein ist ein sehr schwieriges Thema, das die Autor in diesem Buch sehr schön verarbeitet hat.
Sie schildert das zerrissene Leben der Familie aus verschiedenen Perspektiven, sodass jede Figur lebendig erscheint, da Szenen oft mehrmals von verschiedenen Facetten beleuchtet werden.
Die ganze Zeit herrschte eine riesige Spannung in dem Buch, die mich von der ersten bis zur letzten Seite fesselte.
Zwischendurch musste ich das Buch beiseite legen, weil ich vor Tränen in den Augen nichts mehr lesen konnte.
Auch das Ende des Buches, das ich nicht verraten werde, hat mich doch sehr überrascht. Man denkt erst beim Lesen, dass man das Ende ja eigentlich schon kennt, jedoch wird man (un-)angenehm überrascht.

Zitate:
Hier habe ich noch zwei Zitate für euch aus dem Buch:

"Aber leider gibt es auch einen Punkt, an dem man zurück treten und sagen muss, dass der Zeitpunkt gekommen ist loszulassen"

"Es gibt für nichts eine Garantie, am allerwenigsten für die Zukunft"

Fazit:
Insgesamt würde ich dem Buch 5 von 5 Punkten geben.