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Dienstag, 4. Dezember 2018

Rezension: "Schmerzmacher" von Veit Etzold

"Ein neuer Fall wartet auf Clara Vidalis und vielleicht ist es der Schlimmste ihres ganzen Lebens..."

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: Teil 7 von bisher 7
Originaltitel: Schmerzmacher
Erscheinungsdatum: 01.10.2018
Seitenzahl: 372
ISBN: 978-3-426-52112-0


Klappentext:
Hauptkommissarin Clara Vidalis findet sich in einem Albtraum wieder, als mehrere Tötungsdelikte, die als Suizide getarnt sind auftauchen, in denen die DNS von Ingo M. sichergestellt wird – desselben Ingo M., der vor über zwanzig Jahren ihre kleine Schwester missbraucht und ermordet hat. Und dessen sterbliche Überreste in der Berliner Rechtsmedizin seziert wurden. Wie kann es sein, dass ein Toter mordet, wieder und wieder? Und warum hat sich sein Modus Operandi, die Handschrift jedes Mörders, so verändert? Die Wahrheit ist handfester und zugleich entsetzlicher, als Clara es sich in ihren dunkelsten Nächten ausgemalt hat.

An dieser Stelle vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

Meine Meinung:
Vorweg möchte ich sagen, dass ihr die vorherigen Bände der Clara Vidalis Reihe nicht unbedingt gelesen haben müsst, da die Fälle mit Ende des Buches ebenfalls abgeschlossen sind. Somit könnt ihr auch "Schmerzmacher" eigenständig lesen. Dennoch macht die Geschichte und ihre Entwicklung nochmal mehr Spaß, wenn man "Final Cut" schon kennt.

Die Idee hat mir echt gut gefallen. Ich war erst ein bisschen skeptisch, als ich noch nicht wusste, was mich erwartet bzw wie es letztendlich umgesetzt sein würde. Aber schon nach wenigen Kapiteln und einem Brief wollte ich mehr wissen.

Teilweise war mir die Geschichte jedoch zu politisch. Es hat zwar vom Inhalt her richtig gut gepasst, aber leider hat der Autor mich zwischendurch für ein paar Seiten einfach thematisch verloren.

Davon abgesehen war es stellenweise auch einfach zu krass, zu perfide. Leider habe ich das Gefühl, das der Autor versucht, dem Vorgänger noch eine Schippe drauf zu setzen. Vielleicht mag es aber auch an mir liegen, dass ich das einfach nicht mehr unbedingt in Büchern brauche, zumindest nicht in dem Ausmaß. Hingegen hat es grundsätzlich gut zur Geschichte und zum Setting gepasst.

Die Auflösung hat mir wiederum gut gefallen. Es war rund und zumindest für mich auch nicht vorhersehbar. Ganz im Gegenteil ich war wirklich überrascht. Besonders nach der scheinbar ausweglosen, weitreichenden Situation, an der Clara und ihr Team zu rätseln hatten.

Fazit:
Insgesamt habe ich den neuen Fall von Clara Vidalis gerne gelesen. Ich fand es interessant, auf welche Weise Bezug zu "Final Cut" genommen wurde, der für mich der beste Teil der Reihe war. Wie dennoch eine vollkommen eigenständige Geschichte geschaffen wurde, die mich jedoch teilweise durch ihren politischen Schwerpunkt nicht ganz abholen konnte. Außerdem war es mir an machen Stellen zu perfide von der Thematik her.
Dennoch gab es eine Menge Spannung und gerade die Auflösung hat für mich nochmal wieder viel raus geholt.
Somit kann ich euch "Schmerzmacher" empfehlen, wenn ihr vielleicht schon "Final Cut" kennt. Aber selbst wenn nicht, werdet ihr mit der Geschichte hoffentlich spannende Lesestunden haben.

Montag, 10. September 2018

"DOORS" von Markus Heitz - eine völlig neue Idee

Vor einer Woche hatte ich eine Mail im E-Mailpostfach mit einem Buch, von dem ich noch nichts vorher gehört hatte "DOORS - Der Beginn" von Markus Heitz.
Tatsächlich habe ich bis zu dem Zeitpunkt noch nie etwas vom Heitz gelesen, aber wollte es ändern, denn "DOORS" klang interessant. Denn hier gehen Markus Heitz und Droemer Knaur einen neuen Weg, wie man ihn bisher im Buchhandel noch nicht kennt.

"DOORS - Der Beginn" ist genau das, was der Name sagt: Ein Beginn. Ein kleiner Vorgeschmack, ein langer Prolog, wenn man so möchte. Das Beste dabei ist, dass es vollkommen kostenlos ist. Jeder kann es auf der Seite von Droemer Knaur downloaden.
Wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr in meiner Kurzrezension. 

Ein etwas anderer Reihenauftakt, eher wie ein Prolog

Allgemeine Infos:
Verlag: Knaur
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: Doors - Der Beginn
Erscheinungsdatum: 20.08.2018
Seitenzahl: 80
ISBN: 978-3-426-45481-7


Klappentext:
Der schwerreiche Vater der vermissten Anna-Lena van Dam schickt ein sechsköpfiges Team aus, um seine Tochter zu finden – darunter einen Ex-Militär, eine Höhlenkletterin und einen Parapsychologen. Jeder der sechs ist ein Experte auf seinem Gebiet, jeder von ihnen hat etwas zu verbergen. Und keiner von ihnen wird das gigantische Höhlensystem unter dem Anwesen der van Dams unverändert verlassen.

Denn in der Dunkelheit entdeckt das Team geheimnisvolle Türen, und muss sich dahinter auf Pfade jenseits aller Wissenschaft und Vernunft einlassen, um Anna-Lena zu retten.

Meine Meinung:
Mit gemischten Erwartungen bin ich an dieses Buch gegangen, was mit 80 Seiten eher einer Kurzgeschichte gleich kommt. Aber es ist eben, wie der Titel sagt, ein Beginn.
Wir lernen das Expeditions-Team kennen, sind dabei, wie sie sich alle das erste Mal begegnen. Wir lernen mit ihnen den Auftraggeber und die Aufgabe kennen, die vor ihnen liegt.
Direkt merkt man, dass da mehr ist, als es zu sein scheint. Denn als Leser haben wir noch zwei andere Perspektiven, die mehr Fragen aufwerfen als beantworten, aber auch ordentlich Spannung rein bringen. Die ganze Atmosphäre ist düster und geheimnisvoll.
Fragen ist das Stichwort, denn davon habe ich während und nach dem Lesen eine ganze Menge im Kopf. Um so besser, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Denn es endet vor drei Türen.

"DOORS - Der Beginn" ist mit 80 Seiten eine sehr kurze Geschichte. Trotzdem schafft Markus Heitz es, so viele Fragen aufzuwerfen, Spannung aufzubauen und meine Gedanken anzuregen, wie es alles weiter geht. Aber dafür muss ich mich leider noch etwas gedulden.

Kommen wir jetzt zum springenden Punkt: Die Geschichte geht hinter den drei Türen weiter. Nicht nur hinter einer bestimmten, sondern gleich hinter allen drei.
Denn jede Tür hält eine andere Geschichte bereit. Und wir als Leser entscheiden uns, durch welche Tür wir gemeinsam mit dem Expeditions-Team gehen möchten. 
"DOORS ! - Blutfeld" bringt uns ins frühe Mittelalter genauer ins 9. Jahrhundert. Allerdings haben hier die Frauen die Macht in der Hand.
"DOORS ? - Kolonie" führt uns in die 40er Jahre. Hier hat Nazideutschland früh kapituliert und Russland und die USA führen einen Kampf um Europa. 
"DOORS X - Dämmerung" offenbart uns unsere eigenen Albträume. Der einzige Weg führt in eine gefährliche Zukunfsvision. 

Ab dem 1.Oktober können wir genau diese Wahl im Buchhandel treffen. Denn es wird jedes der drei Bücher geben.
Ich bin sehr angetan von !, aber auch X könnte echt interessant sein. ? scheint auf den ersten Blick politisch, was eigentlich nicht so meins ist.
Glücklicherweise ist noch ein bisschen Zeit, bis ich mich entscheiden muss. Vielleicht werde ich  letztendlich auch alle drei lesen werde.

Für welche Tür entscheidet ihr euch bzw was haltet ihr überhaupt vom Konzept der "DOORS"-Reihe?

Sonntag, 15. April 2018

Kurzrezensionen: "Das Nebelhaus" von Eric Berg & "Under Ground" von S.L Grey

Niemand weiß so genau, was damals vor zwei Jahren auf Hiddensee passierte. Deshalb macht Doro sich auf die Suche...

Allgemeine Infos:
Verlag: Blanvalet
Reihe: nein
Originaltitel: Das Nebelhaus
Erscheinungsdatum: 15.12.2014
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3-442-38403-7


Klappentext:
Seit Jahren haben die Studienfreunde Timo, Philipp, Yasmin und Leonie sich aus den Augen verloren. Als sie sich im Internet wiederbegegnen, verabreden sie sich für ein Wiedersehen auf Hiddensee. Doch das Treffen endet in einem grauenvollen Verbrechen: In einer stürmischen Septembernacht werden drei Menschen erschossen, eine Frau wird schwer verletzt und fällt ins Koma.
Zwei Jahre nach dem Massaker beginnt die Journalistin Doro Kagel, den Fall neu aufzurollen. Nach und nach kommt sie den tatsächlichen Geschehnissen jener Nacht auf die Spur und bald keimt in ihr ein schrecklicher Verdacht auf …

Meine Meinung:
Wer einen nervenaufreibenden, blutigen Thriller/Krimi sucht, ist hier falsch. Diese Geschichte hält eher ruhige Spannung bereit, die sich dafür konstant hält.
Zunächst lernen wir Doro kennen, die sozusagen die Hauptperson der aktuellen Erzählung ist. Denn sie ist Journalistin und möchte einen Artikel über das Geschehen schreiben und dabei mal eine andere Sichtweise beleuchten.
Parallel dazu sind wir hautnah dabei, was sich vor zwei Jahren auf Hiddensee abspielt. Aber nicht nur durch die Geschichte selbst, sondern auch durch Briefe der Personen oder Tagebucheinträge.
Dieses Zusammenspiel hat mir echt gut gefallen und hat mir nach und nach ein gutes Bild vermittelt. Zwischendurch rätselt man natürlich auch selbst mit, was wohl wirklich passiert ist und wer irgendwie Schuld hat. Und dann wieder folgen wir Doros Spuren und Vermutungen.
Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen. Es war eine spannende Atmosphäre und generell hat mir Hiddensee als Schauplatz gut gefallen. Der Spannungsbogen und die Auflösung waren ebenfalls stimmig. Generell eher aber ein ruhiger, atmosphärischer Krimi der sich zwar um die Blutnacht dreht, aber sonst selbst eher mit wenig Blut auskommt. Er baut eher auf Geheimnissen und Geschichten auf.
Vielleicht ein Lesetipp für die kommenden warmen Tage oder den Urlaub, wenn man eher was leichtes spannendes sucht.

Um vor dem Virus in Sicherheit zu sein, haben sie sich in einem Luxusbunker einschließen lassen. Doch plötzlich ist jemand tot und der Türcode zum Öffnen damit verloren...

Allgemeine Infos:
Verlag: Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: Under Ground
Erscheinungsdatum: 14.11.2016
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-453-43810-1


Klappentext:
Ein tödliches Grippevirus grassiert in den USA. Während Chaos um sich greift, flieht eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen in einen unterirdischen Luxusbunker – das Sanctum –, ihre eigene, sich selbst versorgende Welt. Doch schon bald befeuern Abschottung und Enge erste Spannungen unter den Bewohnern. Als der Erbauer des Bunkers tot aufgefunden wird, bricht Panik aus. Mit ihm ist der Code zum Öffnen der Türen verloren. Der Sauerstoff wird knapp. Die Wasservorräte schwinden. Der Kampf ums Überleben beginnt.


Meine Meinung:
Das Setting fand ich sehr interessant und für mich ein Grund, zu diesem Buch zu greifen. Immerhin hat mir "Silo" damals echt gut gefallen. Doch damit war es nur in der Grundidee zu vergleichen.
Wir lernen die verschiedenen Parteien kennen, die später im Under Ground wohnen wollen. Vorweg genommen, sie sind super unterschiedlich und da waren die Spannungen und Konflikte eigentlich schon vorprogrammiert.
Genau wegen der Vielzahl der Personen brauchte ich zunächst ein paar Kapitel, um jeden kennen zu lernen und ihnen ihre Eigenschaften zuordnen zu können.
Insgesamt war es eher ein kurzweiliger Thriller. Wobei ich Thriller irgendwie den falschen Begriff finde. Zumindest nicht im klassischen Sinne mit der Ermittlung und allem. Denn wir sind jederzeit hautnah dabei und wissen fast alles, was passiert und die anderen Charaktere wissen das auch.
Besonders zum Ende hin ist viel passiert. Aber es war spannend und überschlug sich ein bisschen. Die Situation hat sich immer weiter zugespitzt, es passieren Dinge, auf die alles hinauslaufen musste und Unvorhergesehenes.
Aber vor allem ging es mir am Ende irgendwie zu glatt oder zu schnell. Ich kann es gar nicht genau erklären, aber irgendwas hat mir da gefehlt.
Trotzdem habe ich "Under Ground" gerne gelesen und für die paar Stunden war es auch spannend und ich konnte mitfiebern. Aber für mich war es eher etwas kurzweiliges für ein oder zwei Nachmittage.

Wer "Under Ground" schon kennt und mehr in diesem Bunker Szenario lesen möchte, dem lege ich an dieser Stelle "Silo" sehr ans Herz!

Samstag, 3. Februar 2018

Kurzrezension: "Die Vermissten" von Caroline Eriksson

Was wie ein harmloser Familienurlaub klingt, entwickelt sich ganz schnell zu einem Grauen. Die Suche nach der Wahrheit beginnt, denn hier stimmt gar nichts...

Allgemeine Infos:
Verlag: Penguin
Reihe: nein
Originaltitel: De Försvunna
Erscheinungsdatum: 08.08.2016
Seitenzahl: 272
ISBN: 978-3-328-10038-6


Klappentext:
Das grünschwarze Wasser leuchtet geheimnisvoll in der untergehenden Sommersonne. Der Abend könnte nicht schöner sein, als Greta, Alex und Tochter Smilla mit dem Boot zur kleinen Insel in der Mitte des Sees fahren. Greta bleibt am Ufer, während die anderen beiden neugierig auf Entdeckungstour gehen. Aber sie kommen nicht mehr zurück. Beunruhigt macht sich Greta auf die Suche – doch von Alex und Smilla fehlt jede Spur … In ihrer wachsenden Verzweiflung wendet sie sich an die Polizei. Schnell wird klar, dass Gretas eigene Geschichte ebenso große Rätsel aufwirft wie das Verschwinden ihrer Lieben. Und die Frage: Hat sie etwas damit zu tun?

Meine Meinung:
Ein sehr verworrener und düsterer Anfang, zumindest von der Atmosphäre her. Denn eigentlich begleiten wir nur einen kleinen Familienausflug. Doch dann ist Gretas Familie verschwunden, ohne jede Spur. Und irgendwie erscheint es alles merkwürdig, nicht nur das Verschwinden sondern auch Greta selbst. Das erste Drittel der Geschichte war insgesamt verworren und seltsam, man tappte vollkommen im Dunkeln.
Das zweite Drittel wurde langsam etwas konkreter und wir haben mehr von Greta und Alex erfahren. Wussten plötzlich, was so merkwürdig an Greta war und vor allem haben wir Alex kennen gelernt. Da durch konnte man Greta plötzlich viel besser verstehen und damit einher ging die erste Überraschung.
Die zweite Überraschung folgte dann im letzten Drittel. Wir haben Alex von einer ganz anderen Seite kennen gelernt und er war mir so unsympathisch durch alles.
Leider hatte ich mir etwas mehr versprochen. Es steht Psychothriller drauf und es ist auch Psycho drin, aber eben ganz anders als erwartet. Die Geschichte blieb eher mittelmäßig und man hätte meiner Meinung nach mehr raus holen können.

Insgesamt hat mir die Geschichte zwar gefallen, aber sie konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Das letzte Drittel war recht spannend, aber schon vorher hätte man mehr aus der Geschichte rausholen können. Ich wurde unterhalten, aber hätte auch nichts verpasst, wenn ich sie nicht gelesen hätte.
Aber dennoch ein Tipp für Leser, die einen Psychothriller ohne Blut und Massenmörder suchen, sondern nur mit Atmosphäre und verwirrender Spannung.

Sonntag, 5. November 2017

Blitzlicht-Rezensionen: Dschihad Calling & Magisterium 3 & Die Spur & We all looked up & City of Bones

Heute möchte ich auf dem Blog ein neues Rezensionsformat einführen, die Blitzlicht-Rezensionen. Keinen Klappentext, nur das Cover, eine kurze Meinung dazu und natürlich eine Bewertung. Übrigens sind alle Cover direkt mit der Verlagsseite zum Buch verlinkt.
Warum das Ganze: Momentan herrscht hier durchs Studium etwas Zeitmangel, aber ich möchte trotzdem meine Meinung nicht ungesagt lassen und ein paar Worte über diese Bücher verlieren.
Ich werde selbst mal schauen, wie häufig es Beiträge dieser Art in Zukunft geben wird, da ich versuchen möchte, dass sich nicht mehr so viele Rezensionen ansammeln wie momentan.

"Dschihad Calling" von Christian Linker
Immer noch ein aktuelles Thema wurde bereits vor zwei Jahren in diesem Jugendbuch verpackt und das auf eine sehr eingängige Art und Weise. Ich war direkt in der Geschichte drin und zunächst genauso skeptisch wie Jakob. Doch dann habe ich seinen Wandel hautnah miterlebt, wie er sich Gedanken macht, den Koran entdeckt, seine eigene Verhaltens- & Denkweise ändert und zu sich findet. Irgendwo war es für mich nachvollziehbar und auf der anderen Seite auch unfassbar erschreckend, einen Einblick in diesen Wandel zu bekommen. Vor allem wenn es wie bei Adil so radikal umschlägt. Dabei waren die zwei Perspektiven wirklich großartig umgesetzt!
Ein sehr eingängiges, schockierendes und wichtiges Buch, nicht nur für Jugendliche. Eine Leseempfehlung für jeden, der sich mal mit dem Thema IS und Salafisten aus dessen Sicht befassen möchte und vor allem den Wandel, den man dabei durchmacht.


"Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze" von Cassandra Clare & Holly Black
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir irgendwie gar nicht so leicht, wie gedacht, weil ich schon wieder Dinge aus Band 2 vergessen hatte. Doch dann nahm die Geschichte an Spannung auf, denn jemand scheint hinter Callum her zu sein. Zurück in der Schule lässt auch diese Gefahr nicht nach und so dreht sich dieser Teil um die Suche nach dem Spion. Eine interessante Spurensuche beginnt, bei der Call wieder mal etwas über sich selbst und seine Vergangenheit lernt. Trotz Spannung blieb die Geschichte für mich leider eher etwas mittelmäßig. Zwar fand ich den Verlauf und die Ereignisse gut, aber so ganz konnte es mich einfach nicht überzeugen. Irgendwie verläuft immer alles zu glatt und endet dann so abrupt, wie es auch begonnen hat.


"Die Spur" von Richard Laymon
Dieses Buch lässt mich etwas unentschlossen zurück. Die beiden Handlungsstränge für sich waren eigentlich gut, wobei mir der von Gillian etwas besser gefallen hat einfach von der Geschichte her. Doch warum heißt das Buch "Die Spur", wo es doch noch nicht mal so einen richtigen roten Faden gab. Zwei Drittel lang habe ich zwei komplett voneinander getrennte Geschichten gelesen und hatte eine leichte Ahnung, wie sie sich vielleicht zufällig treffen. Genauso kam es auch, und das hat mich etwas enttäuscht.
Zwar an sich insgesamt spannend, aber zu konstruiert, vorhersehbar und ohne roten Faden bis zum Ende.


"We all looked up" von Tommy Wallach
Dieses Endzeitszenario war eine interessante Ausgangslage für die Konstellation an Jugendlichen, die wir hier antreffen. Sehr unterschiedliche Charaktere mit dementsprechend unterschiedlichen Gedanken, Wünschen und Vorstellungen, wie sie damit umgehen, was sie vielleicht in zehn Wochen erwarten wird. Der Autor hat tolle Protagonisten konstruiert und bei manchen wirklich tolle Wandlungen entwickelt. Ich fand es einfach super interessant und habe selbst überlegt, wie ich mich wohl verhalten würde und wem ich wohl am ähnlichsten wäre.
Insgesamt ein gutes Jugendbuch rund um die Fragen, was wichtig im Leben ist, wovon wir träumen und was wir erreichen wollen.


Hörbuch: "City of Bones" von Cassandra Clare
Vor einigen Jahre habe ich diese Geschichte bereits gelesen und fand sie richtig großartig. Entdeckt auf Spotify, wollte ich die ganze Reihe als Hörbücher hören und war direkt vom ersten Teil wieder sehr begeistert. Nicht nur die Geschichte fand ich immer noch total super und spannend. Ich mag einfach die ganze Idee dahinter und den Verlauf, zumindest vom dem was ich noch weiß.
Auch Andrea Sawatzki hat als Sprecherin hier ganze Arbeit geleistet. Zugegeben die ersten Minuten musste ich mich an ihre Stimme gewöhnen, aber dann hat sie für mich perfekt gepasst und die Geschichte lebendig werden lassen.
Ich bin ganz gespannt auf die weiteren Hörbücher und möchte endlich auch mit der Netflix-Serie anfangen.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Kurzrezension: "Für immer tot" von Bernhard Aichner

Sie wurde entführt und lebendig begraben mit einem Handy. Sie kannte den Täter. Doch alles spricht dagegen, vor allem die Zeit...

Allgemeine Infos:
Verlag: btb
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Für immer tot
Erscheinungsdatum: 09.05.2016
Seitenzahl: 240
ISBN: 9783442713677


Klappentext:
Um sie herum ist alles dunkel. Sie hat keine Ahnung, wo sie sich befindet. Neben ihr nur zwei Flaschen Saft und ein Handy – ihre einzige Verbindung zur Außenwelt, zur Polizei und zu ihrem Stiefsohn, dem Totengräber Max Broll. Ihre letzte Erinnerung: Ein Mann ist in ihre Wohnung eingedrungen, hat sie überwältigt, in eine Kiste gepfercht und irgendwo im Wald vergraben. Und sie erinnert sich auch, wer der Mann war: Leopold Wagner, der „Kindermacher“. Das Problem ist nur: Wagner kann es nicht gewesen sein, denn er sitzt seit achtzehn Jahren hinter Gittern.

Meine Meinung:
Ein Seniorenhandy liegt plötzlich in seiner Wohnung. Unter einer Nummer spricht plötzlich seine Stiefmutter mit ihm, sie wurde entführt und lebendig begraben. Das Handy ist ihre einzige Verbindung zur Außenwelt und damit ihre Rettung. Damit beginnt eine große Suchaktion, wie die Stecknadel im Heuhaufen. Außerdem weiß Tilda, wer sie entführt hat. Max und sein bester Freund machen sich an die Ermittlungen, denn die Polizei glaubt ihr nicht.
Die Geschichte hat relativ plötzlich ohne große Einleitung begonnen und wurde auch recht bald spannend. Die ganze Situation ist angespannt und die begleitet uns auch bis zum Ende.
Man lernt die Charaktere erst im Laufe der Zeit kennen, aber insgesamt bleiben sie auch eher blass. Wahrscheinlich wäre das interessanter gewesen, wenn man den ersten Fall von Max Broll schon gekannt hätte. So konnte ich über die wenigen Kapitel nur eine geringe Bindung zu den Personen aufbauen.
Für einen kurzen Krimi war es gut, die Spannungskurve ausreichend und die Ermittlung mit Überraschungen und Hindernissen gespickt.
Das Ende und vor allem die Lösung des Falls fand ich für die Länge gut gemacht und plausibel.

Insgesamt ein eher kurzweiliger aber spannender Krimi. Mir hat er ein paar spannende Lesestunden bereitet, aber ich hätte auch nichts verpasst, wenn ich ihn nicht gelesen hätte. Vielleicht ist es interessanter, wenn man Max Broll bereits durch den ersten Fall kannte. Dennoch fand ich die Idee interessant! Insgesamt also ein spannender Fall mit einer guten Ausgangssituation.
Ich empfehle diesen Krimi jedem, der einen kurzen spannenden Krimi sucht. Ansonsten ein Tipp für alle, die Max Broll bereits schon von seinem vorherigen Fall kennen.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Rezension: "Tränenbringer" von Veit Etzold

Der fünfte Fall für Clara Vidalis. Er bringt nicht nur sie, sondern auch mich an meine Grenzen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Knaur
Reihe: Teil 5 von 5
Originaltitel: Tränenbringer
Erscheinungsdatum: 01.09.2017
Seitenzahl: 480
ISBN: 9783426520697


Klappentext:
Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!


Mein Lesegrund:
Anfangen mit seinen Jugendbüchern, habe ich recht schnell auch die Clara-Vidalis-Reihe für mich entdeckt und bisher alle vier Teile gerne gelesen. So habe ich mich umso mehr gefreut, als der Verlag mir den fünften Teil zur Rezension angeboten hat.

An dieser Stelle, vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar!

Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, bei dem ich schon mal kurz schlucken musste. Aber das kennt man so eigentlich von seinen Büchern. Sie sind nie ganz ohne, nichts für schwache Nerven und Zartbesaitete.
Dennoch war dieses Buch krasser als seine Vorherigen. Etzold wählt als Täter immer die 'richtigen' Psychopathen, mit diversen Fetischen und Grausamkeiten. Das ist soweit auch vollkommen ok, weil man ja weiß, auf was man sich einlässt. Aber in diesem Buch übertrifft er sich selbst, und beschreibt viel detaillierter, als es gut ist. Das ist wirklich mein großer Kritikpunkt an diesem Buch: Es ist unnötig detailliert und damit selbst für mich, die gerne auch von den 'krassen' Tätern liest und nicht so zartbesaitet ist, einfach zu viel. Manche Passagen vor allem aus der Täterperspektive waren einfach nur übertrieben grausam und widerlich. Das wurde glücklicherweise zum Ende des Buches besser.
Zu dem kam mir dieser Fall irgendwie zu glatt vor. Anfangs hatten sie so überhaupt keine Spur vom Täter und auch keine Ahnung und plötzlich von jetzt auf gleich können sie sich alles zusammen reimen. An vielen Stellen war es schon plausibel, aber einfach zum Ende hin zu schnell und zu problemlos von der Lösung her.
Von den Charakteren her mochte ich die Geschichte sehr gerne, weil ich Clara und ihre Truppe echt sympathisch finde und wie sie untereinander sind und agieren. Da gab es auch dieses Mal nichts auszusetzen.

...Schreibstil:
Der Autor hat eine gute Art, Spannung aufzubauen und seine Figuren währenddessen weiter zu entwickeln. Damit konnte er mich bisher immer ganz gut packen, mit den unterschiedlichen Perspektiven von Clara und dem Täter. So hat er auch dieses Mal wieder eine gute Spannung aufgebaut, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. 

Fazit:
Deshalb lässt mich der fünfte Teil etwas zwie gespalten zurück. Normalerweise lese ich die Bücher von Veit Etzold ganz gern und mag auch manchmal diese Grausamkeit und das Perfide. Aber das war mir hier eindeutig zu viel des Guten und stellenweise einfach nur ekelig. Dennoch war die Geschichte an sich gut, auch wenn der Fall insgesamt zum Ende hin zu glatt ablief. Grundsätzlich fand ich ihn und gerade auch den Täter aber nicht schlecht konstruiert.
Würde ich die Protagonistin und ihr Team nicht so sympathisch finden, hätte das Buch auch keine 3 von 5 Wolken mehr bekommen.

Ich empfehle dieses Buch denen, die wirklich keine schwachen Nerven haben, denn es ist grausam und ekelig. Aber dennoch spannend und somit ein Psychothriller mit einem sehr grausamen, krassen Täter.
Wer jedoch noch nie einen Veit Etzold gelesen hat, sollte wohl eher zu "Final Cut" von ihm greifen.

Samstag, 23. September 2017

Hörbuchrezension: "Der Sarg" von Arno Strobel

Lebendig begraben - ein Albtraum einer jungen Frau. 
Gleichzeitig werden Frauen genauso ermordet...

Allgemeine Infos:
Verlag: Argon Verlag
Sprecher: Nicole Engeln
Reihe: nein
Originaltitel: Der Sarg
Erscheinungsdatum: 27.11.2014
Laufzeit: 464 Minuten
ISBN: 9783839892275


Klappentext:
Stell dir vor, du liegst in einem Sarg. Und niemand hört dich schreien.
Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch sobald ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat eine junge Frau einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf, sie ist gefangen, hilflos, panisch. Sie kämpft, will sich befreien und liegt irgendwann einfach wieder in ihrem Bett. Als sei nichts geschehen. Doch da sind Blutergüsse und Kratzspuren an ihren Händen, Armen und Beinen ...


Meine Meinung:
Nicole Engeln hat ja schon mein letztes Hörbuch "Totenzeichner" gelesen, doch dieses Mal fand ich sie viel besser als Sprecherin. Dieses Mal konnte ich die Dialoge gut unterscheiden und sie hat einfach so unglaublich spannend und fesselnd erzählt, dass ich einfach weiter hören musste.
Aber auch die Geschichte konnte mich durch ihre Grundidee und durch Spannung von sich überzeugen.
Dieses Mal gab es für mein Empfinden relativ viele Personen, zu denen man aber recht bald einen Bezug hatte und sie auch auseinander halten konnte. Stark im Gedächtnis bleiben einem dabei Eva, die Frau mit den Albträumen, und der Ermittler Bernd. Beide fand ich gut ausgearbeitet und haben mir in ihrer Rolle gefallen.
Gerade hinter Eva steckt viel Detail, denn sie ist die Hauptperson des Ganzen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe ihre Albtraume auch mitverfolgen können. Und die kamen einem echt real vor.
Besonders zum Ende hin zieht die Geschichte nochmal richtig an mit viel Dynamik und Spannung. Es bildet einen guten, runden Abschluss für die Geschichte und eine echt gelungene Auflösung. Einen klitzekleinen Verdacht in diese Richtung hatte ich schon, aber trotzdem hat es mich überraschen können.

Mein zweiter Thriller von Arno Strobel und wieder konnte er mich mit seiner Geschichte und der Spannung begeistern. Ein ungewöhnlicher Fall mit einer echt guten Auflösung und einigen Stolpersteinen. Vor allem die Sprecherin hat für mich das Hörbuch ausgemacht und die Geschichte damit nochmal verbessert.
Ein Tipp für jeden Thriller-Fan!

Dienstag, 5. September 2017

Hörbuchrezension: "Der Totenzeichner" von Veit Etzold

Dieses Mal ist es ein spezieller Killer, der in Berlin sein Unwesen treibt. Denn evtl kommt er direkt aus den USA nach zehn Jahren Pause...

Allgemeine Infos:
Verlag: Lübbe Audio
Sprecher: Nicole Engeln
Reihe: Teil 4 von 5
Originaltitel: Der Totenzeichner
Erscheinungsdatum: 16.07.2015
Laufzeit: 420 Minuten
ISBN: 9783785750759


Klappentext:
Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It’s not over, till it’s over«.
Ist der Totenzeichner zurückgekehrt?


Meine Meinung:
Es ist nicht mein erstes Buch aus der Clara Vidalis- Reihe, aber das erste von ihnen, was ich als Hörbuch höre. Also für mich nochmal wieder eine neue Erfahrung trotz der bekannten Figuren und Konstellationen.
Nicole Engeln fand ich als Sprecherin ganz gut geeignet. So kam es mir vor, als würde Clara selbst uns die Geschichte erzählen. Jedoch hatte sie bei den anderen Charakteren ein paar Schwächen und so konnte ich bei Dialogen nicht so leicht folgen, wie ich es normalerweise gewöhnt bin. Aber Spannung konnte sie hingegen wieder recht gut aufbauen mit ihrer Stimme.
Der Fall als solcher war direkt zu Beginn etwas Neues, denn ein Teil der Geschichte spielt in den USA und zwar aus Ermittlersicht vor 10 Jahren.
Doch dann geht es gewohnt weiter und die Morde selbst ereignen sich wieder in Berlin und das bekannte Team rund um Clara nimmt die Spur auf.
Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Fall halten soll. Er war gut durch dacht, spannend, aber mit dem Ende bin ich nicht so ganz glücklich. Es passt zwar, ich kann es auch nachvollziehen und es ist schlüssig. Aber ich kann es persönlich einfach nicht gut fassen, dass es sowas geben soll oder geben kann.

Demnächst werde ich wohl eher wieder zum gedruckten Wort greifen, um den Dialogen etwas besser folgen zu können, auch wenn die Sprecherin grundsätzlich gut war. Aber vielleicht lag es auch einfach am Fall selbst, vor allem am Ende, das mich diese Geschichte nicht so spannend und fesselnd unterhalten hat, wie bereits die Teile vorher. Dennoch eine gute Fortsetzung und ein würdiger, interessanter Fall.

Mittwoch, 9. August 2017

Kurzrezension: "Der Bilderwächter" von Monika Feth

Die Geschichte um Jette und ihre Freunde geht weiter: Nach dem Tod von Ilkas Bruder vor zwei Jahren, muss sie sich plötzlich mit seinem Erbe befassen. Aber dabei überschlagen sich die Ereignisse...

Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: Teil 6 von 7(?)
Originaltitel: Der Bilderwächter
Erscheinungsdatum: 11.11.2013
Seitenzahl: 480
ISBN: 9783570308523


Klappentext:
Zwei Jahre lang hat Jettes Freundin Ilka den Nachlass ihres berühmten Bruders nicht angerührt. Als sie nun das erste Mal die Bilder von Ruben in Augenschein nimmt, ist es, als hätte sie die Büchse der Pandora geöffnet. Ein Mitarbeiter von Rubens Nachlassverwalter wird tot aufgefunden und ein unglaublicher Medienrummel bricht über Ilka herein. Jette und Merle ermitteln im Wettlauf gegen die Zeit, denn auch Ilka scheint in großer Gefahr zu sein ...

Meine Meinung:
Schon beim fünften Band der Reihe habe ich gemerkt, dass ich langsam zu alt für die Jette-Thriller werde. Dennoch hatte ich diesen noch auf dem SuB und wollte ihn auch gerne lesen.
An sich war der Fall gut und hat sich natürlich mal wieder im nahen Umfeld er Mädchen und ihrer WG abgespielt. Dieses Mal war Ilka persönlich betroffen bzw ging es um das Erbe ihres verstorbenen Bruders. Der Fall und das Ende waren ebenfalls schlüssig und nachvollziehbar.
Leider war die Spannung nicht so packend, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber hier setzt eben mein Alter ein, weil ich die Reihe damals vor 9 Jahren begonnen hatte, sie ganz großartig und super spannend fand. Aber mittlerweile finde ich die Geschichte zwar gut, weil ich Jette und ihre Freunde mag und kenne. Aber die Spannung reicht für mich nicht mehr, es ist mir zu einfach gestrickt.
Dennoch ist das Buch nicht schlecht, sondern eine gute, weitere Fortsetzung der Jette-Thriller. Monika Feth hat mit ihnen eine tolle Reihe für Jugendliche Thriller-Leser geschaffen!

Montag, 31. Juli 2017

Hörbuchrezension: "Der Hypnotiseur" von Lars Kepler

Ein Familienmord, bei dem es nur zwei Überlebende gibt. Und Erik Maria Bark soll den Jungen, einen der Überlebenden, hypnotisieren. Doch dabei erfährt er grausame Dinge...

Allgemeine Infos:
Verlag: Lübbe Audio
Sprecher: Wolfram Koch
Reihe: Teil 1 von 6
Originaltitel: Hypnotisören
Erscheinungsdatum: 17.12.2010
Laufzeit: 454 Minuten
ISBN: 9783838766461


Klappentext:
Vor den Toren Stockholms wird an einem Sportplatz die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden Frau und Tochter ebenso bestialisch getötet aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weiteres Familienmitglied gibt, eine Schwester, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss.

Er setzt sich mit dem Arzt und Hypnotiseur Erik Maria Bark in Verbindung. Er will, dass Bark den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhört. Bark hatte sich jedoch wegen eines traumatischen Erlebnisses geschworen, niemals mehr zu hypnotisieren. Aber es geht hier um ein Menschenleben. Es gelingt ihm schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren ...


Meine Meinung:
Lars Kepler gibt es ja nun auch schon einige Jahre und irgendwie bin ich immer drum herum geschlichen, und jetzt endlich habe ich den ersten Band gehört/gelesen.
Das Thema der Hypnose finde ich ja super spannend, weil es diesen unbekannten Reiz hat und man damit so unglaublich viele Möglichkeiten hat und ich in der Geschichte auch wieder viel zum Thema erfahren habe. Denn Erik Maria Bark ist die Hauptperson. Zunächst soll er den Jungen nur hypnotisieren, was er eigentlich seit Jahren nicht mehr macht. Denn etwas ist damals passiert. Doch dann befindet er sich selbst plötzlich im Mittelpunkt des Geschehens und wir erfahren ganz viel über ihn und das, was damals passiert ist.
Da kommen wir auch zu meinem großen Kritikpunkt an der Reihe: Die Reihe dreht sich um den Kommissar Joona Linna, doch der bleibt recht blass im Hintergrund. Klar hat er auch seine Perspektive, aber man erfährt zu wenig über ihn, als dass ich ihn wirklich als Protagonisten wahrgenommen habe und nur wegen ihm an der Reihe dran bleiben werden. Vielleicht war das auch nur im ersten Band so und wird in den Folgebänden besser. Deshalb könnte ich mir durchaus vorstellen, mal in den zweiten Teil reinzuhören. Denn immerhin der Schreibstil von Lars Kepler hat mir ganz gut gefallen.
Lediglich der Sprecher erschien mir an manchen Stellen nicht so passend. Denn wenn es richtig spannend wurde, hat er genauso monoton weiter gelesen wie auch vorher. Keine Spur von Spannung, Tempo oder besonderer Betonung der Situation. Das hat mir schon gefehlt und hätte das Hörbuch für mich noch einmal aufgewertet. Denn irgendwie steht und fällt alles mit der Stimme der Sprechers.
Dafür hat mir die Geschichte und der Fall als solches ganz gut gefallen. Es war echt spannend und durchdacht. Anfangs hätte ich wirklich nicht geahnt, dass es sich in diese Richtung entwickelt und dass es dabei eher ein bisschen vom aktuellen Fall abdriftet. Denn hier geht es um Eriks Vergangenheit, die durch Rückblenden lebendig und greifbar wurde.
Insgesamt ein guter Thriller, der mir allerdings als Buch besser gefallen hätte, als als Hörbuch. Deshalb gibt es für das Hörbuch auch nur 3 von 5 Wolken, weil mir die Spannung beim Sprecher fehlte. Rein von der Geschichte her, wären es 4 von 5 und damit eine gute Leseempfehlung!

Sonntag, 16. Juli 2017

Rezension: "Der Fluss - Deine letzte Hoffnung" von Josh Malerman

Schließt eure Augen, hat Malorie ihren Kindern von Anfang an eingebläut. Denn draußen lauert etwas Schreckliches, dass einen in den Wahnsinn und in den Tod treibt...

Allgemeine Infos:
Verlag: Blanvalet
Reihe: nein
Originaltitel: Bird Box
Erscheinungsdatum: 18.07.2016
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783734103162


Klappentext:
Ich sehe was, das du nicht siehst – und es ist tödlich ...
Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen auf der Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von Hausmauern und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Ich habe das Buch noch in der alten Ausgabe mit dem Titel "Bird Box - Schließe deine Augen" mit einem anderen Cover, was mir persönlich in der Kombination besser gefällt. Trotzdem ist der neue Titel inklusive Cover nicht gänzlich schlecht, sondern auch inhaltlich passend. Der Klappentext ist immerhin gleich geblieben und der gefällt mir echt gut und macht einfach Lust auf die Geschichte.
Über zwei Jahren lag es jetzt auf meinem SuB, aber endlich habe ich es gelesen, nach vielen positiven Meinungen dazu.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt an einem scheinbar normalen Tag in Malories Leben. Sie denkt über ihr Leben nach und über die Umstände, in denen ihre Kinder Tag für Tag aufwachsen, und ob sie es heute endlich wagen soll. Aber man merkt ihr auch ihre Angst und die Unsicherheit an, ob sie es wirklich schaffen können. Denn sie möchte mit ihren Kindern fliehen.
Zudem gibt es eine weitere Zeitebene, nämlich als Malorie vor ca 5 Jahren mit ihrer Schwester zusammen zog und die ersten Berichte über seltsame Morde und Wahnsinn in den Medien kamen. Zunächst belächelt und skeptisch betrachtet, wurde die Situation immer ernster und die Angst und Unsicherheit greifbarer.
Das hat mir super gefallen, dass wir direkt zu den Anfängen dabei sind und Malories Geschichte von damals bis jetzt erfahren und zusätzlich auch ihre jetzige Flucht. Damit hat sich der Kreis geschlossen, der Leser erfährt die kompletten Umstände und dazu noch, wie viel einfach hinter dem Ganzen steckt.
Malorie ist eine super starke Protagonistin. Man merkt wie die äußeren Umstände sie verändert haben, sie stärker gemacht haben. Zunächst denkt man, dass sie gefühlskalt zu ihren Kindern sei, aber wenn man sie besser kennt, merkt man, dass es nötig ist. Dass sie sie mit aller Macht beschützen möchte, was man in Anbetracht ihrer Erfahrungen nur zu gut verstehen kann. Ich habe großen Respekt vor ihr und fand sie als Person auch sehr faszinierend.
Das Ende war stark. Sehr intensiv, irgendwie auch beängstigend und erleichtern zugleich. Ein toller Abschluss für diese ungewöhnliche, düstere Geschichte. Trotzdem haben mir ein paar Seiten an Erklärung gefehlt, denn es ist zudem auch ein offenes Ende.

...Schreibstil:
Der Autor schafft es auf eine ganz besondere Art und Weise, die Atmosphäre perfekt rüber zu bringen. Wie es ist, nicht zu wissen, was außerhalb des Hauses auf einen wartet, was einen genau tötet und nicht zu wissen, ob man es schafft und wie lange noch. Damit baut er eine ganz besondere Spannung auf, die sich das ganze Buch über hält und immer intensiver wird. 

Fazit:
Dieses Buch bekommt einfach direkt eine Leseempfehlung von mir! Die Atmosphäre war der Wahnsinn und ist super rüber gekommen. Auch wenn mir am Ende noch ein paar Seiten Erklärung gefehlt haben, war es einfach nur spannend, düster, geheimnisvoll und einmalig.

Samstag, 1. Juli 2017

Kurzrezension: "Todeswächter" von Veit Etzold

Ein neuer Fall für Clara Vidalis, doch dieses Mal scheint es mehr als einen Täter zu geben...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Teil 3 von ?
Originaltitel: Todeswächter
Erscheinungsdatum: 15.08.2014
Seitenzahl: 445
ISBN: 9783404169917


Klappentext:
Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, steht vor dem bislang rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Eine Serie grausamer Morde erschüttert die Hauptstadt. Zwischen den Opfern gibt es keine Verbindung – außer der Handschrift des Täters: Die Leichen wurden nach ihrem Tod auffällig in Szene gesetzt, in ihren Mundhöhlen findet die Polizei antike Münzen. Doch das Merkwürdigste: Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass der Täter sich über einen längeren Zeitraum bei seinen Opfern aufgehalten hat. Allerdings ist die an den Tatorten sichergestellte DNA jedes Mal eine andere. Sind hier womöglich mehrere Mörder am Werk?

Meine Meinung:
Dieser Fall ist wirklich mal ganz anders aufgebaut, als die vorherigen Fälle von Clara und ihrem Team, bei denen ich sie schon begleitet habe. Denn ihnen fehlt zunächst eine eindeutige Spur, doch dann beginnt eine rasante, interessante Jagd.
Dieses Mal tauchen wir etwas tiefer ein in die griechische Mythologie, genauer in die Sage rund um den Totenfluss und den Fährmann und andere Geschichte, die sich um dieses Thema ranken. Das fand ich schon ziemlich interessant, vom Thema her und wie es mit dem aktuellen Fall zusammenhängt.
Die zwei Perspektiven haben mir gut gefallen, einmal aus Claras Sicht und einmal von einem kleinen Jungen, den wir zunächst nicht genauer kennen. Seine Geschichte schreitet zeitlich viel schneller voran und hat mich berührt. Einfach keine leichte Kindheit und ein schweres Schicksal, was jemanden lange prägt.
Irgendwann hatte ich auch schon meine erste Vermutung, aber glaubt mir, die war nicht ganz richtig und das Buch konnte mich noch einmal richtig überraschen. Ich hatte den entscheidenden Einfall nur wenige Seiten vor Clara selbst und dann ging hatte die Geschichte nochmal ein rasantes Tempo.
Das Ende war mal definitiv anders, berührender und irgendwie trotzdem grausam, aber vor allem rund und schlüssig! Aber auch vom Fall her war es schon recht raffiniert, aber nichts für schwache Nerven.
Insgesamt tanzt dieser Fall von Clara Vidalis etwas aus der Reihe der zwei vorherigen Fälle. Dennoch hat er mir spannende, rasante Lesestunden beschert. Gut gemacht, interessant und irgendwie anders.

Sonntag, 18. Juni 2017

Hörbuchrezension: "Der Geist" von Richard Laymon

Ein paar Studenten finden ein altes Ouija-Brett und probieren es direkt aus. Dabei lassen sie sich auf der Suche nach einem Schatz in die Berge führen...

Allgemeine Infos:
Verlag: abod
Sprecher: Stefan Lehnen
Reihe: nein
Originaltitel: Darkness, Tell us
Erscheinungsdatum: 11.08.2014
Laufzeit: 429 Minuten
ISBN: 9783954713080


Klappentext:
Blutet für mich!
Eine Gruppe von Studenten probiert auf einer Party ein altes Ouija-Brett aus. Tatsächlich können sie Kontakt mit einem Geist aus dem Jenseits aufnehmen, der ihnen verrät, dass auf dem Calamity Peak, einer unzugänglichen Bergregion in Kalifornien, ein Schatz versteckt sein soll. Ein Riesenspaß – so denken die jungen Leute. Doch die Reise, die sie beginnen, führt alle in ein unaussprechliches Grauen.


Meine Meinung:
Das Thema Ouija-Brett finde ich irgendwie total interessant. Und da ich ja auch Laymon mag, habe ich mich für das Hörbuch entschieden und war ganz gespannt.
Der Einstieg war recht langsam und man hat zunächst die Studenten kennen gelernt und ist hautnah dabei, wie sie das Brett entdecken und es auch direkt ausprobieren wollen, trotz einzelnen Zweifeln. Währenddessen versucht die Stimme der Vernunft, ihnen diesen Unsinn auszureden. Leider bei dem Großteil jedoch ohne Erfolg und sie machen sich auf den Weg in die Berge.
Es braucht trotzdem anfangs etwas, bis die Spannung sich aufbaut und auch zwischendrin gab es Momente, die spannender hätten sein können. Insgesamt war es aber stimmig und Laymon lebt seinen bekannten Horror aus und entführt uns in eine gruselige Geschichte, in diesem Fall mit einem übernatürlichen Bezug.
Besonders gefallen hat mir einfach dann irgendwie das Ende. Bzw nicht unbedingt das Ende als solches, sondern viel mehr einfach der runde Abschluss der Geschichte. Es gab einen übergeordneten Sinn und es war stimmig. Grausam, aber gut gemacht.
Den Sprecher kannte ich bisher nicht, aber insgesamt war seine Stimme ganz angenehm. Zwar nicht unbedingt die perfekte Stimme, die ich mir dafür vorgestellt hätte, aber ganz annehmbar. Manchmal hätte sie einfach packender und spannender sein können, das hat mir etwas gefehlt.
So ist es ein guter, lohnenswerter Laymon für jeden, der sich für Ouija und Übernatürliches interessiert und sich mit diesem Zusammenhang eine Horrorgeschichte vorstellen kann. Wahrscheinlich würde ich es beim nächsten Mal jedoch wieder selbst lesen und nicht unbedingt zum Hörbuch greifen.

Sonntag, 14. Mai 2017

Kurzrezensionen: "Nacht" von Richard Laymon & "Die Terranauten" von T.C. Boyle

Nie hätte Alice gedacht, dass aus einer harmlosen Nacht so ein Albtraum wird...

Allgemeine Infos:
Verlag: Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: After Midnight
Erscheinungsdatum: 06.08.2007
Seitenzahl: 544
ISBN: 9783453675360


Klappentext:
Als Alice den Job als Babysitterin annimmt, ahnt sie nicht, dass ihr die schrecklichste Nacht ihres Lebens bevorsteht. Denn kaum ist sie allein im Haus, wird sie von einem geheimnisvollen Anrufer terrorisiert. Als der dann auch noch versucht, in das Haus einzudringen, weiß sie sich nicht anders zu helfen, als ihn mit einem alten Säbel niederzustrecken. Doch damit beginnen die Probleme erst: Denn der Eindringling ist überhaupt nicht der Anrufer – und er wird auch nicht die letzte Leiche in dieser Nacht bleiben…

Meine Meinung:
Ich habe bereits ein paar Bücher von Richard Laymon gelesen und war recht gespannt, auf dieses hier, was echt schon wieder ewig auf meinem SUB lag.
Der Einstieg war zunächst etwas ruhiger, denn Alice hatte einfach einen schönen Tag. Bis sie plötzlich einen fremden im Garten sieht und plötzlich einen Anruf bekommt. Damit beginnt der Albtraum und die Ereignisse kommen ins Rollen.
Ich würde sagen, es ist wieder ein typischer Laymon: Ein sehr guter Spannungsbogen, merkwürdige Ereignisse und irgendwie ziemlich bizarr leicht perverse Situationen, wie man sie einfach von diesem Autor kennt. Einfach eben nichts für schwache Nerven, denn der Schauplatz ist super gewählt, düster und unübersichtlich, so dass eine Menge passieren kann.
Dennoch fand ich es an manchen Stellen etwas zu viel. Es kam zu viel ins Rollen, und ging immer weiter und weiter. Manchmal hätte ich mir einfach lieber ein Ende gewünscht und nicht noch was und nochmal irgendwie was ähnliches vom Ablauf her und das hat dann wieder die Konsequenz.
Insgesamt dennoch ein spannender Laymon, der seinem Schema treu bleibt und für ordentlich Spannung sorgt. Auch wenn es manchmal etwas viel des Guten war. Einfach nichts für schwache Nerven und Zartbesaitete.





Ein Experiment in Amerika: 4 Männer und 4 Frauen, für zwei Jahre eingeschlossen in einer Glaskuppel, der Ecosphere 2. Dort wollen sie das Leben nachbilden. Doch was wird in dieser Zeit passieren?

Allgemeine Infos:
Verlag: Hanser
Reihe: nein
Originaltitel: The Terranauts
Erscheinungsdatum: 09.01.2017
Seitenzahl: 608
ISBN: 9783446253865


Klappentext:
In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit.


Meine Meinung:
Die Idee hat mich irgendwie direkt neugierig gemacht, also habe ich mir mal das Leseexemplar auf der Arbeit geschnappt und mich von T.C. Boyle entführen lassen.
Anfangs kam es mir ein wenig schleppend vor, weil da die ganzen spannenden und nicht so spannenden Vorbereitungen waren und ich endlich in die Kuppel wollte. Klar es war schon interessant und ein guter Einstieg, aber dauerte für meinen Geschmack etwas lange.
Wir erleben die Geschichte aus drei Perspektiven: Dawn und Ramsay sind drin und Linda ist draußen. An sich eine sehr interessante Kombination, da mich vor allem natürlich das Leben drinnen unheimlich interessiert hat. Wir erfahren deshalb auch ziemlich viel über eben diese drei Personen, wohin gegen alle anderen Charaktere eher blass bleiben. Insgesamt hätte ich mir einfach ein paar mehr Dialoge gewünscht, gerade in der Kuppel. So war es zwar interessant, aber auch für mich etwas zäh und bzw nicht so spannend und dynamisch wie erhofft.
Das Ende hat mich dann etwas bedrückt und überrascht zurück gelassen. Es ist doch recht offen, aber für mich auch ein Stück weit nachvollziehbar und vielleicht gar nicht so falsch.
Insgesamt ein guter und durchaus interessanter Roman!

Mittwoch, 22. März 2017

Kurzrezensionen: "Sie" von Stephen King & "Zerschunden" von Michael Tsokos

Paul Sheldon hat einen schweren Unfall, doch Annie kümmert sich liebevoll um ihn, bis es ihm wieder besser geht. Jedoch ist sie sein größter Fan und hält ihn gefangen und zwingt ihn zu schreiben... 

Allgemeine Infos:
Verlag: Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: Misery
Erscheinungsdatum: 08.02.2011
Seitenzahl: 528
ISBN: 9783453435834


Klappentext:
Schriftsteller Paul hat seine Serienheldin Misery sterben lassen. Nach einem Autounfall hält die Krankenschwester Annie - Pauls "größter Fan" - den verletzten Autor gefangen und zwingt ihn weiterzuschreiben.

Meine Meinung:
Lange wollte ich mal einen Stephen King lesen und dann wurde mir dieser hier ans Herz gelegt und ich war ganz gespannt.
Der Einstieg war etwas verwirrend, wie in einem Delirium und genau so sah es zu dem Zeitpunkt in Pauls Kopf aus. Danach wurde es klarer und man hat mit herausgefunden, dass er sich bei Annie befindet und einen ziemlich schweren Unfall hat. Und schon nach wenigen Stunden merkt man, dass mit Annie etwas nicht stimmt und was einen erwartet: Er soll für sie ein Buch schreiben, in dem Misery wieder lebt. Und solange ist er ihr Opfer.
Sie ist schon ziemlich krank im Kopf und das merkt man bereits nach kurzer Zeit. Mal sehen, was da noch so alles passieren wird. Paul versucht irgendwie, das Beste aus der Situation zu machen und fängt an zu schreiben, nachdem er einiges erdulden musste.
Es war ziemlich gut gemacht, dass dann direkt das neue Werk von Paul abgedruckt war und man es direkt lesen kann. Leider bin ich in die Geschichte um Misery weder vom Inhalt noch vom Schreibstil her rein gekommen. Das war mir einfach zu konfus und fern und hat leider meinen Lesefluss etwas gedämpft. Auch einfach vom Verlauf her, fand ich es eher abstrakt.
Ansonsten zog mich die Geschichte mehr und mehr in ihren Sog und ich war immer wieder erschreckt, wie krank Annie eigentlich ist und zu was sie fähig ist.
Insgesamt war es sehr spannend gemacht, King hat einen super fesselnden Schreibstil, doch leider hat es sich für mich trotz Spannung und so einfach etwas gezogen. Ich kann es gar nicht so genau erklären. Denn eigentlich ist immer wieder was passiert und ich wollte auch mehr erfahren. Aber irgendwie fehlte mir dann doch was.
Dennoch freue ich mich auf den nächsten King, den ich lesen werde. Auch wenn ich noch nicht so genau weiß, zu welchem Werk ich greifen werde. Vielleicht war dieses hier einfach nicht so meins, wie ich es erhofft hatte.



Ein Killer, der quer durch Europa reist. Im Verdacht steht ein alter Freund von Fred Abel, dem Rechtsmediziner. Mit allen Mitteln möchte er seine Unschuld beweisen, denn es geht um Zeit...

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knauar
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Zerschunden
Erscheinungsdatum: 01.10.2015
Seitenzahl: 432
ISBN: 9783426517895


Klappentext:
Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Seine Opfer: Alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.


Meine Meinung:
Es war einfach mal irgendwie was anderes und irgendwie auch nicht. Dass nicht immer nur die Polizei ermittelt oder ein Kommissar, ist ja nicht unbedingt so neu. Aber dieses Mal kam es mir einfach mal vor, wie etwas anderes, denn der Rechtsmediziner ermittelt selbst, weil ein alter Freund von ihm unter Verdacht steht und er seine Unschuld beweisen möchte. Doch so ganz sicher, ist er sich da auch nicht.
Diese Situation war schon mal ziemlich knifflig, doch da war auch noch die Zeit, die Fred Abel im Nacken saß, denn die Tochter seines Freundes liegt im Sterben und er muss ihn aus der U-Haft holen.
Den Fall selbst fand ich ziemlich interessant gemacht. Gar nicht mal so grausam, wie in vielen anderen Thrillern dieser Art. Grausam war eher die Parallelgeschichte, denn auch hier gab es wieder unterschiedliche Perspektiven, die ich ganz spannend gemacht fand.
Ich mochte Fred Abel einfach gerne! Ein Rechtsmediziner, der mir eigentlich auf Anhieb sympathisch war und mit dem ich gerne auf Verbrecherjagd war und versucht habe, die Spur zu erkennen und dem Täter einen Schritt voraus zu sein.
Währenddessen erfährt man auch ein paar Hintergrundinfos über Rechtsmedizin und Profiler. Da merkt man einfach, dass der Autor vom Fach ist und es ganz anders nochmal beschreiben kann.
Die Auflösung der Geschichte war schlüssig, plausibel und spannend! Insgesamt ein guter Thriller, der für mich einfach mal ein bisschen anders war und aus der Masse hervor sticht. Ich habe ihn gerne gelesen.

Freitag, 20. Januar 2017

Rezension: "Liebe verrät" von Rebecca Donovan

Sie lässt alles hinter sich und versucht, ein neues Leben zu beginnen. Doch kann das wirklich funktionieren?

Allgemeine Infos:
Verlag: Fischer
Reihe: Teil 3 von 3
Originaltitel: Out of Breath
Erscheinungsdatum: 19.02.2015
Seitenzahl: 512
ISBN: 9783733500337


Klappentext:
Endlich! Der furiose Abschluss der Liebe-Trilogie!
Verraten, betrogen, belogen – und das ausgerechnet von den Menschen, denen sie am meisten vertraut. Nur die Liebe kann Emma heilen. Doch wie soll sie jemals wieder vertrauen?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover gefällt mir wieder echt gut und hat natürlich den Wiedererkennungswert der gesamten Reihe, ebenso wie der kurze prägnante Titel. Der Klappentext ist wenig aussagekräftig, aber natürlich wollte ich schon gerne wissen, wie es mit Emma weiter geht. Immerhin habe ich zwei Teile lang mit ihr gelitten und mich mit ihr gefreut.

...Grundidee & Verlauf:
Zugegeben fiel mir der Einstieg relativ schwer. Ich weiß nicht, ob es am Buch selbst oder an mir lag. Immerhin lag der zweite Teil schon ein paar Monate zurück. Eigentlich wusste ich noch grob, was passiert war, aber tatsächlich nur grob und irgendwie auch ohne Namen.
An sich habe ich mich nach ein paar Kapiteln einigermaßen eingefunden, aber der richtige Funke und das Aha kamen erst nach dem ersten Drittel oder so. Dennoch fand ich den Einstieg bzw den Anfang insgesamt nicht schlecht, auch wenn der Funke ein wenig länger gebraucht hat als in den anderen beiden Teilen.
Generell fand ich den dritten Teil der Reihe nicht so interessant und fesselnd wie die beiden vorherigen. Ich wusste nicht so recht, worauf es hinaus laufen würde und was Emma überhaupt im Leben möchte. Sie war mir stellenweise auch eher unsympathisch und verschlossen, was ich teilweise einfach nicht nachvollziehen konnte.
Doch dann kam das letzte Drittel und ich fand es wieder richtig gut. Es ließ sich klasse lesen, Emma wurde mir wieder sympathisch und generell war einfach die Stimmung nicht mehr so düster. Da durch fand ich den Teil vorher dann doch nochmal etwas besser, weil es sich alles geklärt hat und Emmas Verhalten machte auch Sinn und ich konnte sie zumindest etwas besser verstehen.
Das Ende fand ich dann wiederum richtig gut und lässt die Reihe mit einem guten Leseerlebnis zurück. Trotzdem haben mir Teil eins und zwei deutlich besser gefallen.

Die Reihe:


Fazit:
Dieses Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Ich hatte mir mehr erwartet gerade zu Beginn. Erst das letzte Drittel konnte die Begeisterung in mir hervorrufen, wie schon Teil eins und zwei. Ein Reihenabschluss, der eher mittelmäßig war und nicht mit den anderen mithalten kann. Dennoch lohnt es sich, Emma weiter zu begleiten.
Ich empfehle diese Reihe jedem, der mal etwas anderes sucht, nicht den typischen Jugendthriller! Es geht ums Tabuthema Gewalt und natürlich auch um die große Liebe und um eine sehr starke Protagonistin, vor der man seinen Hut zieht.