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Sonntag, 24. September 2017

Kurzrezension: "Herzfischen" von Britta Sabbag & Maite Kelly

In ihrem Leben läuft es nicht so und nun möchte sie auch noch das Café ihres Onkels retten. Dafür sucht sie sich die perfekten Männer auf einer Partnerschaftsseite. Dumm nur, dass sie dabei selbst jemandem ins Netz geht...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Herzfischen
Erscheinungsdatum: 08.10.2015
Seitenzahl: 285
ISBN: 9783732505203


Klappentext:
Der ehemalige Kinderstar Josy kommt im Alltag nur schwer zurecht. Als dann das Café ihres geliebten Patenonkels Hugo vor dem Ruin steht, hat sie eine nicht ganz so legale Idee: Sie fischt flirtwillige Männer aus dem Meer der Partnerschaftsseiten im Internet, deren Herzen und Geldbeutel weit offenstehen. Doch einer ihrer ausgenommenen Fische engagiert eine Online-Security-Agentur, und so ist ihr bald der ehrgeizige Simon auf der Spur. Simon und Josefine werfen nun beide ihre Köder aus - doch was passiert, wenn gleich zwei Herzen im Netz landen?

Meine Meinung:
Der Klappentext verspricht ein lustiges Buch mit Liebe drin. Und genau das hält diese Geschichte auch für uns bereit.
Wir lernen Josy kennen, die es im Leben gerade nicht so leicht hat, denn arbeitslos wie sie ist, kann sie nicht so richtig Fuß fassen. Als dann auch noch ihrem Onkel die Pleite droht, möchte sie etwas unternehmen. Schon länger ist sie immerhin auf der Partnerschaftsseite unterwegs und warum nicht einfach mal deren Geld holen?
Simon lernen wir ebenfalls recht zu Anfang kennen, denn sie erzählen immer abwechselnd ihre Geschichte. Lustig wird es, als sie auch im wahren Leben zum ersten Mal aufeinander treffen und sich eigentlich gar nicht ausstehen können.
Durch die beiden Perspektiven bekommen wir ein ganz gutes Bild von Simon und Josy und natürlich auch, wie sie sich kennen lernen und wie sie über den anderen denken. Das hat mir echt gut gefallen und vor allem den Chat der Beiden fand ich schön. Sie waren in diesen Momenten beide einfach so offen und ehrlich.
Gerade zum Ende hin ist die Geschichte nochmal etwas ernster geworden, was ich so anfangs nicht vermutet hätte. Ein guter Abschluss der (Liebes-)Geschichte, wie ich ihn so nicht unbedingt erwartet hätte.

Insgesamt ist es eine lustige Liebesgeschichte, die doch stellenweise mehr Hintergrund hatte, als ich anfangs dachte. Dennoch war es für mich ein eher kurzweiliger, aber unterhaltsamer Lesespaß.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine lustige, leichte Liebesgeschichte sucht.

Sonntag, 26. Juli 2015

Rezension: "Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen" von Petra Hülsmann

Wenn du ein neues Leben anfängt und alles plötzlich anders kommt, als du es geplant hast. Doch es gibt einen Lichtblick am Horizont und Platz für die große Liebe...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen
Erscheinungsdatum: 18.06.2015
Seitenzahl: 414
ISBN: 9783404172726


Klappentext:
Na, das kann ja heiter werden! Als Karo ihre neue Stelle bei einem großen Hamburger Fußballverein antritt, muss sie feststellen, dass sie nicht wie geplant im gehobenen Management anfangen wird, sondern sich ausschließlich um den Spitzenspieler des Vereins kümmern soll – als Chauffeurin und Anstandsdame. Denn Patrick ist zwar ein Riesentalent, steckt seine Energie aber momentan lieber ins ausschweifende Nachtleben als ins Training. Von der ersten Begegnung an ist klar, dass Patrick und Karo sich nicht ausstehen können. Doch irgendwann riskieren die beiden einen zweiten Blick – und das Gefühlschaos geht erst richtig los …

"Meine Mundwinkel verformten sich zu einem Lächeln, und die Schmetterlinge in meinem Bauch seufzten verzückt. Es waren ganz eindeutig Mädchen. So albern benahmen sich nur Mädchen, und Schmetterlingsmädchen schienen ganz besonders schwärmerisch veranlagt zu sein. Blöde Verräterinnen. Auf wessen Seite steht ihr eigentlich?" (Seite 139)

Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich richtig niedlich und es passt so schön zum Debütroman der Autorin. Auch der Titel ist wieder richtig schön gewählt und der Klappentext macht neugierig auf eine turbulente Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem der letzten Tage Caros in Bochum. Denn für sie geht es nach ihrem abgeschlossenen Studium nach Hamburg. Doch dort kommt gleich der erste Rückschlag und sie landet in einem ganz anderen Job, als sie anfangs dachte. Und dann soll sie auch noch einen arroganten Fußballspieler betreuen, der alles andere als freundlich zu ihr ist. Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen in der Geschichte drin und wollte unbedingt wissen, wie es noch zwischen Caro und Weidi weiter geht.
Die Idee war eigentlich ganz niedlich und irgendwie aus dem richtigen Leben gegriffen. Es kommt einfach immer alles anders, als man es eigentlich geplant hat. Auch wenn dabei mal das ein oder andere Klischee bedient wurde, war es doch sehr schön.
Das Erzähltempo war eigentlich genau passend, auch wenn es viel Hin und Her gab und es doch etwas brauchte, bis die Liebe sich entwickelt hat, aber das geht im normalen Leben ja auch nicht unbedingt von heute auf morgen und dann kommt doch wieder was dazwischen.
Das Ende war natürlich irgendwie absehbar, aber trotzdem wunderschön und genau passend.

...Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil von Petra Hülsmann irgendwie ganz gerne. Man fühlt sich einfach innerhalb von wenigen Seiten total wohl in der Geschichte und kann sie einfach so weg lesen. Dabei kann man lachen und schwärmen, aber trotzdem hat die Geschichte ein Niveau, so dass es nicht zu platt wirkt.


Fazit:
Mal wieder eine tolle Unterhaltung! Genau die richtige Mischung aus Liebe, Humor, dem Leben und dem nötigen Ernst und Realismus. Dazu kommt der schöne Schreibstil, mit dem man sich einfach wohlfühlen muss. Außerdem der leichte Einstieg in die Geschichte und die Idee mit der 'Normalen' und dem berühmten Fußballspieler, die sich erst auf den Tod nicht leiden können, sich dann aber doch anfreunden. Klar ist es immer etwas vorhersehbar, aber trotzdem sehr schön und unterhaltsam.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon "Hummeln im Herzen" gelesen hat, und dem es gefallen hat. Ansonsten jedem, der einen schönen Liebes-/Frauenroman ließt, der nicht allzu niveaulos ist, aber trotzdem gut unterhält.

Montag, 6. April 2015

Rezension: "Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück" von Angelika Schwarzhuber

Hannah hat geerbt, aber nur unter einer Bedingung: Sie muss innerhalb der nächsten drei Monaten einen Mann zum Heiraten finden...


Allgemeine Infos:
Verlag: Blanvalet
Reihe: nein
Originaltitel: Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück
Erscheinungsdatum: 15.04.2013
Seitenzahl: 409
ISBN: 9783442380749


Klappentext:
Eine herrlich witzige Komödie um einen Bauernhof, ein stattliches Vermögen und eine Liebe wider Willen.

Aufs Land ziehen und heiraten! Der letzte Wille von Oma Berta hört sich für Hanna wie ein schlechter Witz an. Zunächst will sie das Erbe erbost ausschlagen, doch ihrem Cousin Max mag sie es auch nicht so einfach überlassen. Hanna beschließt: Ein Ehemann muss her, und zwar schnell. Doch die Suche nach dem geeigneten Kandidaten gestaltet sich turbulenter als sie es sich je hätte träumen lassen – und dann gibt es da noch jemanden, der Hannas Pläne unbedingt vereiteln will …


"Und dann gab es Küsse, die waren wie eine Fußmassage in einer Achterbahn mit einem Glas prickelndem Champagner. Genauso fühlte sich der Kuss mit Alex an. Absolutes Wohlgefühl traf auf Adrenalienexplosion. Ich hätte am liebsten nie wieder aufgehört." (Seite 189)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das pink-lilane Cover mit der weißen Schrift fällt natürlich sofort ins Auge. Schön und passend ist was anderes, aber es fällt immerhin auf. Den Titel finde ich gut gewählt mit dem Wortdreher drin und zeigt eigentlich schon, worum es in dem Buch geht. Der Klappentext verspricht eine lustige Geschichte und macht neugierig auf das Buch.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer Art Prolog über einen jungen Mann, der Klettern geht und von einem Unwetter überrascht wird und es bitterlich bereut, niemandem erzählt zu haben, wo es hingeht. Im nächsten Kapitel geht es auch schon in Hannahs normalen Alltag weiter, wie sie auf dem Weg zu ihrem Geschäftstermin ist und mal wieder zu spät kommt. Eigentlich war ich schon nach wenigen Seiten in der Geschichte drin und war gespannt, was mich noch so erwarten würde.
Die Idee war irgendwie mal was anderes mit dieser seltsamen Testamentsbedingung für Hannah: Sie muss innerhalb der nächsten drei Monate einen Landwirt heiraten und muss bis dahin jede Nacht auf dem Hof schlafen. Dabei führt sie doch eigentlich eine Firma in München und ist Single. Da muss man sich erst mal zurecht finden.
Wer jetzt denkt, alles ist heiterer Sonnenschein, Hannah findet sofort den Richtigen und alles ist gut, der irrt sich. Die Geschichte hält einige Schwierigkeiten und Überraschungen bereit. Irgendwer scheint Hannahs Glück verhindern zu wollen und die Suche nach dem Landwirt gestaltet sich schwieriger als erwartet. Nebenher muss Hannah sich natürlich noch um ihre Firma kümmern und dabei treten auch allerlei Schwierigkeiten auf.
Das Ende fand ich super! Da hat die Geschichte noch einmal etwas Tempo bekommen, offenes wurde geklärt und alles ist gut gegangen. Meine Vermutung hat sich bestätigt und ich konnte das Buch zufrieden zuklappen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist locker leicht und passt einfach super zur Geschichte. Die Seiten lassen sich so einfach weg lesen und trotzdem ist man irgendwie an die Geschichte gefesselt. Man muss einfach wissen, was passiert und inhaliert ein Kapitel nach dem anderen.

...Charaktere:
Hannah steht eigentlich mit beiden Beinen fest im Leben. Ihre Firma läuft gut und plötzlich hat sie einen riesigen Auftrag am Haken, den sie unbedingt perfekt meistern möchte. Und dann erfährt sie von dem Erbe und der Bedingung, in den nächsten drei Monaten zu heiraten. Am liebsten würde sie alles hinschmeißen, aber die Genugtuung möchte sie ihrem Cousin Max nicht geben. Also kämpft sie. Hannah war mir gleich zu Anfang sympathisch und eigentlich konnte ich mich super in sie hineinversetzen. In manchen Punkten hatten wir unterschiedliche Meinungen, aber das ist ok. Sie hat sich im Laufe der Geschichte toll entwickelt.
Max war für mich schwer einzuschätzen. Auf der einen Seite möchte er Hannah helfen und auf der anderen sagt er ihr immer wieder, dass sie sowieso scheitern wird und dass sie doch gleich aufgeben soll. Anfangs war er mir etwas suspekt, aber irgendwann habe ich ihn doch verstanden und fand ihn wirklich liebenswürdig, auch wenn er das nicht so zeigen kann.
Aber auch die restlichen Personen waren gut dargestellt, nicht unbedingt total ausführlich, aber man hatte ein Bild von ihnen im Kopf und sie haben zur Geschichte gepasst.


Fazit:
Ein schönes, leichtes, unterhaltsames Buch für Zwischendurch! Es hält Überraschungen, Schwierigkeiten und eine Liebesgeschichte bereit. Außerdem eine seltsame und witzige Idee dazu authentische Charaktere und der bayerische Charme. Mich konnte es gut unterhalten und für die kommenden Frühlingstage oder den Sommer bestimmt genau das Richtige!
Ich empfehle es daher jedem, der eine leichte, unterhaltsame Lektüre für Zwischendurch sucht, die mehr bereit hält, als man anfangs denkt, aber die so weg gelesen werden kann!

Freitag, 31. Oktober 2014

Rezension: "Die Eheprobe" von Melanie Gideon

Allgemeine Infos:
Verlag:
btb
Reihe: nein
Originaltitel: Wife 22
Erscheinungsdatum: 19.08.2013
Seitenzahl: 505
ISBN: 9783442753444


Klappentext:
»Habe ich das tatsächlich getan? Ikea-Fleischbällchen als meine eigenen ausgegeben? Und vor unseren Freunden zugegeben, dass wir nur einmal im Monat Sex haben?«

Vielleicht lag es daran, dass ich die zusätzlichen Kilos nicht mehr loswurde. Oder daran, dass ich das Alter erreicht hatte, in dem meine Mutter starb. Vielleicht aber auch daran, dass mein Mann und ich uns irgendwie nichts mehr zu sagen hatten. Als die Online-Studie ›Die Ehe im 21. Jahrhundert‹ in meiner Inbox landete, ahnte ich nicht, wie sehr sie mein Leben verändern sollte. Plötzlich vertraute ich unter dem Pseudonym ›Ehefrau 22‹ irgendeinem ›Forscher 101‹ intimste Geheimnisse über meine Ehe an. Vor der Studie war ich schlicht Alice Buckle: Ehefrau, Mutter, begeisterte Facebook-Userin, bekennender Internetjunkie. Jetzt bin ich auch noch ›Ehefrau 22‹. Und mein E-Mail-Austausch mit ›Forscher 101‹ hat sich irgendwie verselbständigt. Wir sind uns ziemlich nahe gekommen. Ich muss eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung, die meine Familie, meine Ehe, mein ganzes Leben verändern wird. Gerade bin ich allerdings zu sehr damit beschäftigt, Fragen zu beantworten. So ein Geheimnis kann ein ziemlich gutes Aphrodisiakum sein ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich eigentlich ziemlich süß gemacht, genau so wie den Titel. Wobei ich sagen muss, dass der englische Titel besser zum Inhalt passt. Den Klappentext finde ich persönlich viel zu lang und verrät leider auch zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mitten in Alice Leben. Oder besser gesagt, in einer Krise. Zunächst gibt es Googleeinträge und dann beginnt die eigentliche Geschichte. Warum die Einträge? Ich las interessiert weiter. Später wurde es dann erklärt und man war mitten drin in Alice Geschichte oder besser gesagt ihrem Leben mit sämtlichen Höhen und Tiefen.
Die Idee fand ich eigentlich ziemlich originell. Die Studie klang interessant und ich an ihrer Stelle, hätte auch daran teilgenommen. Man konnte immer Alice Antworten lesen, aber die Fragen nicht. Aber dennoch fand ich es wahnsinnig interessant ihre Antworten zu lesen. Sie schreibt teilweise nämlich wirklich Dialoge dazu und man bekommt alleine da durch ein sehr detailiertes Bild von ihr und ihrem Leben.
Leider hat mir manchmal der Zusammenhang zwischen den einzelnen Kapiteln gefehlt, da es häufig Googleeinträge, Facebook-Postings oder Mails gibt. Und manchmal schien es mir einfach irgendwie aneinander gehangen. Später hat es dann Sinn gemacht, aber im Moment des Lesens nicht.
Vieles im Buch konnte man erahnen, aber dennoch wurde ich beim Lesen des öfteren überrascht, ganz besonders zum Ende hin, auch wenn ich es irgendwie geahnt hatte. Aber trotzdem hat es Lesespaß geboten.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Zwar ist er eigentlich sehr leicht und locker gehalten und insgesamt lässt sich die Geschichte auch sehr schnell lesen. Aber gelegentlich fand ich das Lesen irgendwie anstrengend, auch wenn ich nicht genau sagen kann, warum. Alice Antworten oder Erzählungen generell fand ich wahnsinnig toll geschrieben. Sie haben sich richtig vom restlichen Buch abgehoben.

...Charaktere:
Alice schien mir anfangs die typische Frau in ihrer Midlife-Crises zu sein, und ich dachte mir, hoffentlich jammert sie nicht so viel. Ganz im Gegenteil das tat sie nämlich nicht. Klar ab und zu mal, aber sehr schnell hat sie mich in ihre Gedanken und Gefühle blicken lassen, nicht zuletzt durch den Fragebogen, und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen.
Auch die anderen wie William, Peter, Zoe und Nedra konnte ich mir sehr gut vorstellen. Entweder waren sie gut dargestellt, oder wurden es spätestens durch Alice Erzählungen.


Zitate:
"Egal wohin ich gehe, egal wie weit ich vom Weg abkomme, egal wie lange ich bereits weg bin, du würdest immer nach mir suchen und mich nach Hause bringen." (S. 322)


Fazit:
Ein toller Roman über das Leben und die Ehe! Ich wurde sehr gut unterhalten, auch wenn ich manchmal etwas verwirrt war oder mit dem Schreibstil nicht ganz klar kam. Die Charaktere werden unglaublich gut dargestellt und die Idee ist einfach genial! Es gibt überraschende Wendungen und einen Höhenpunkt, der sich gewaschen hat.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der etwas aus dem wahren Leben lesen möchte, in dem es um Ehe, Familie, Freunde und einfach das Leben geht. Einfach ein unterhaltsames Buch!

Dienstag, 21. Oktober 2014

Rezension: "Halb drei bei den Elefanten" von Kyra Groh

Allgemeine Infos:
Verlag: Blanvalet
Reihe: nein
Originaltitel: Halb drei bei den Elefanten
Erscheinungsdatum: 18.08.2014
Seitenzahl: 477
ISBN9783442380763


Klappentext:
Lieber Schmetterlinge im Bauch als Hummeln im Hintern

Die Zwillingsschwestern Max und Jo sind sich gar nicht ähnlich. Max hat nur die Gene abbekommen, die keinen interessieren … Sie ist rothaarig, klein – und ihre BHs sind von der Marke Zauberflöte: Zieht man sie aus, geht der ganze Zauber flöten. Sie ist auch klug und musikalisch – aber wen interessiert's? Auch Moritz hat sein Päckchen zu tragen. Er ist klug, aber ohne Ausbildung, wäre gerne Fotograf, versauert aber als Fahrradkurier. Und er ist für jemanden verantwortlich – seinen vierjährigen Sohn ... Doch als sich Max und Moritz um halb drei bei den Elefanten im Opel Zoo treffen, ändert sich ihr Leben für immer ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich eigentlich ganz süß, ohne dass es zu kitschig wirkt. Der Titel hat mich sofort angesprochen und hat definitiv auch Bezug zum Buch. Den Klapptext finde ich wirklich süß gemacht und erweckt genau den richtigen Eindruck und hebt die Vorfreude.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem Einblick in Max Lebenssituation, das Zusammenwohnen mit ihrer Schwester Jo, deren Wohnung, ihre Beziehung zu den Eltern und die Vorbereitungen für ein Treffen mit ihrem besten Kumpel Jonas.
Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Einfach, dass jeder der Beiden sein Päckchen zu tragen hat, und nicht nur einer. Das hat die ganze Geschichte für mich so sympathisch und authentisch gemacht. Vor allem sind so irgendwie auch die Probleme vorprogrammiert und es gab etwas Spannung bzw unerwartete Wendungen.
Da es sich um einen Frauen- bzw Liebesroman handelt, darf bzw muss es auch ein wenig klischeehaft sein und das war es auch. Es war ein angenehmes Maß an Klischees, sowohl von den Personen als auch vom Verlauf her. Aber irgendwie gab es immer noch diesen etwas anderen Touch, den Kyra Groh für mich hat.
Von den Themen her geht es auch nicht so behaglich zu, immerhin hat Moritz bereits einen Sohn und ist dabei, sein Hobby zum Beruf zu machen. Also es geht auch durchaus um ernsthafte Themen.
Besonders zum letzten Drittel gab es noch einmal einige unerwartete Momente und Wendungen. Dass es solche Momente geben wird, war klar, aber ich konnte mir nicht ganz vorstellen, in welche Richtung sie gehen würden. Deshalb konnte es mich überraschen.
Aber natürlich wird am Ende alles gut, auch wenn es mir ehrlich gesagt etwas zu glatt lief. Aber niedlich und schön war es trotzdem.

...Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil von Kyra Groh eigentlich ziemlich gern und deshalb musste ich doch etwas stutzen, als er mich anfangs sogar genervt hat. Ab und zu gab es mal so Bezeichnungen wie beispielsweise xy Slash yz. Das hat mich beim Lesen immer sehr verwirrt und mich sogar teilweise wahnsinnig gemacht. Aber glücklicherweise hatte sich das nach wenigen Seiten wieder gelegt und ich konnte den locker,  leichten Schreibstil einfach nur genießen.

...Charaktere:
Max, die eigentlich Maxime heißt, ist eine junge Frau, die mit ihrer Schwester Jo zusammen wohnt, und seit ewigen Zeiten in ihren besten Kumpel verliebt ist. Der merkt das natürlich überhaupt nicht. Ich mochte Max recht gern. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen. Doch manchmal fand ich sie leicht anstrengend bzw naiv, aber das gehörte zu ihr.
Moritz, der wirklich so heißt, hat einen vierjährigen Sohn und versucht endlich seinen Hobby zum Beruf zu machen. Anfangs fand ich ihn etwas seltsam, immerhin fotografiert er fremde Menschen. Im Laufe der Geschichte jedoch wurde er mir sympathischer und ich konnte mich gut mit ihm anfreunden. Eigentlich doch ein netter Typ.
Insgesamt fand ich die Charaktere sehr gut ausgearbeitet und etwas klischeehaft, aber irgendwie auch so eigenständig. Ich fand sie jedenfalls gut gelungen.


Fazit:
Ein tollerer Lesespaß für kalte Herbsttage oder einfach für jede Lebenslage. Die Idee fand ich wunderschön, dass einfach jeder sein Päckchen zu tragen hat. Die Liebesgeschichte war wirklich niedlich und die Charaktere sehr liebenswürdig. Ich mag ihren Schreibstil einfach unheimlich gern, auch wenn mich eine Formulierung am Anfang doch stark genervt hat. Sie hat einfach so viel Humor, ohne dass es gestellt wirkt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der Kyra Groh schon von ihrem bisherigen Buch kennt, und ihren Schreibstil einfach mag. Ansonsten jedem, der einen tollen Frauen-/ Liebesroman mit Witz, Humor, einer Portion Kitsch und Klischee aber auch Ernsthaftigkeit sucht!


Vielen Dank an den Blanvalet Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Dienstag, 23. September 2014

Rezension: "Hummeln im Herzen" von Petra Hülsmann

Allgemeine Infos:
Verlag:
Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Hummeln im Herzen
Erscheinungsdatum: 16.09.2014
Seitenzahl: 394
ISBN9783404171682


Klappentext:
Von der Liebe darfste dich nich feddich machen lassen – diesen weisen Rat hört Lena gleich mehrmals von Taxifahrer Knut. Aber leichter gesagt als getan, wenn der Verlobte eine Niete und der Job wegen eines äußerst peinlichen Fehlers plötzlich ein Ex-Job ist. Für Selbstmitleid bleibt Lena aber sowieso kaum Zeit. Ihr Leben muss dringend generalüberholt werden, und außerdem zieht ausgerechnet sie als Ordnungsfanatikerin in die chaotische WG ihrer besten Freundin. Vor allem Mitbewohner Ben nervt! Der ist nämlich nicht nur unglaublich arrogant, sondern auch ein elender Womanizer. Umso irritierter ist Lena, als ihr Herz beim Gedanken an ihn immer öfter auffällige Aussetzer hat …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover, übrigens mit einer pelzigen Hummel, finde ich unheimlich süß und sehr passend zum Titel gewählt, der wiederum gut zur Geschichte passt und am Ende eine Bedeutung bekommt. Auch der Klappentext gefällt mir sehr gut, vor allem der Einleitungssatz.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt recht unmittelbar mit Lenas Hochzeitsvorbereitungen, die nicht ganz nach ihren Wünschen verlaufen, aber sie freut sich unheimlich auf die Hochzeit an sich, also lässt sie es so geschehen. Doch dann kommt das böse Erwachen und sie steht alleine da und zieht kurzerhand bei ihrer besten Freundin, ihrem Bruder und seinem besten Freund ein - ein WG-Leben, in dem sie versucht, ihr Leben wieder zu ordnen. Und so beginnt eine recht turbolente Geschichte, mit viel Humor, aber auch den ersten Seiten des Lebens.
Die Idee ist jetzt nicht unbedingt einmalig, Frau wird vor dem Altar sitzen gelassen und sie muss ihr Leben neu organisieren und möchte natürlich alles besser machen. Wenn man das mal so betrachtet, ist es eigentlich eine ziemlich klischeehafte Geschichte, auch mit den Wendungen und so. Dennoch muss ich sagen, dass mich das Buch trotzdem manchmal überraschen konnte, es gab einfach Momente, mit denen ich zu keiner Zeit gerechnet hatte und die es dann wieder so besonders gemacht haben.
Besonders gefallen hat mir ihr beruflicher Werdegang, weil ich mich einfach so gut in sie hineinversetzen konnte und auch Otto ist mir, genauso wie ihr, unheimlich ans Herz gewachsen. Da hat wirklich einfach alles gepasst - wirklich gelungen.
Das Ende hatte ich mir zum Teil schon so gedacht, eben so schön klischeehaft. Aber trotzdem konnte es mich überraschen und überzeugen. Es hat mich einfach mit einem guten Gefühl zurück gelassen, wie ich das auch erwartet habe.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat super zum Buch gepasst. Er war relativ leicht gehalten, hatte aber zwischendrin auch seine wohlformulierten Momente, die mir dann besonders gut gefallen haben. Ansonsten ließ es sich einfach unheimlich gut und flüssig weglesen, was perfekt gepasst hat. Dazu dann noch ein wunderbarer Situationshumor, der nicht gestellt wirkte, sondern einfach gepasst hat.

...Charaktere:
Lena ist anfangs auch so richtig zu bemitleiden, aber auch später war sie relativ sympathisch, wenn auch manchmal etwas naiv und dämlich, weil sie es einfach nicht wahrhaben wollte, was ziemlich offensichtlich war. Aber vielleicht hat genau das sie so realistisch gemacht, weil ich bestimmt genau so gedacht und gehandelt hätte. Wobei manchmal hatte sie wirklich ein ordentliches Brett vorm Kopf und ich hätte sie gern geschüttelt.
Ben ist relativ klischeehaft gehalten mit seinen Frauengeschichten und der beste Freund des Bruders und seiner Beziehung zu Lena. Doch auch er hat auf den zweiten Blick seine netten Seiten, kann aber auch genau so gut wieder ziemlich gemein sein.
Besonders angetan haben es mir die Nebencharaktere, die einfach mit so viel Liebe gestaltet waren, wie beispielsweise Knut mit seinen Ratschlägen oder auch Otto, die mir im Laufe der Geschichte unheimlich ans Herz gewachsen sind.

Fazit:
Ein toller, lustiger Frauenroman, wie ihn das Leben schreibt, mit einem guten Maß an Ernsthaftigkeit und Moral! Auch wenn die Idee etwas klischeehaft war, gab es trotzdem überraschende Wendungen, bis ganz zum Schluss. Tolle Charaktere, ganz besonder die Nebencharaktere, und der Schreibstil, machen das Buch zu etwas besonderem. Dennoch hätte ich die Personen manchmal schütteln können, für ihr teilweise dämliches Verhalten!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen leichten Roman für Zwischendurch sucht, mit einer Liebesgeschichte und einem bunten Mix des Lebens! Vielleicht etwas für jeden, der Britta Sabbag mag!

Samstag, 21. Juni 2014

Rezension: "Das Leben ist (k)ein Ponyhof" von Britta Sabbag

Allgemeine Infos:
Verlag:
Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Das Leben ist (k)ein Ponyhof
Erscheinungsdatum: 15.04.2014
Seitenzahl: 221
ISBN9783404169771


Klappentext:
WENN DU DEN ROTEN FADEN VERLOREN HAST, HALT NACH EINEM ANDEREN AUSSCHAU – VIELLEICHT IST DEINER BUNT!

Antonias Leben ist perfekt. Bis ihre Mutter sie dazu verdonnert, auf ihren leicht senilen Stiefvater aufzupassen, während sie selbst sich in einem indischen Ashram vergnügt. Dabei hat die Karrierefrau Antonia für so etwas nun wirklich keine Zeit. Schließlich steigt sie gerade zur Partnerin in einer Unternehmensberatung auf und will ihren langjährigen Freund und Kollegen heiraten.
Zurück im Heimatkaff stellen Walters Schrullen Antonia gehörig auf die Probe. Bald steht ihr ganzes Leben Kopf. Oder lernt sie vielleicht gerade erst zu leben?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover fällt einem sofort ist Auge und hat diesen typischen Wiedererkennungswert von Britta Sabbag. Mir gefällt es sehr gut, auch wenn es irgendwie ziemlich schlicht ist, aber so in Kombination mit dem Titel und dem Zebra wirklich super. Auch der Titel ist wieder mal perfekt gewählt und hat eine Bedeutung, was ich immer ganz gern mag. Ich liebe diese Klappentexte von der Autorin, vor allem immer den ersten Satz! Aber auch der restliche Klappentext gefällt mir wirklich gut und zeigt einem genau, was einen erwartet, ohne zu viel zu verraten.
Sehr niedlich finde ich wie immer das Daumenkino an der Seite, dieses Mal mit dem Zebra.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee an sich ist vielleicht nicht unbedingt einzigartig oder einmalig, aber es hat mir trotzdem gefallen.
Der Einstieg in die Geschichte begann ziemlich direkt mit dem Alltag der Protagonistin und ihrem Freund, wo durch ich einen sehr guten Eindruck von ihrem Leben hatte. Kurz darauf kam auch schon der Anruf von Antonias Mutter und sie macht sich auf den Weg in ihr Heimatdorf. Nun lernt man ihre Mutter und den Stiefvater kennen. Das war so ein Moment, wo es für mich etwas überstürzt und absurd wurde, aber das hatte sich schon recht bald wieder geändert.
Das Tempo der Geschichte fand ich ziemlich gut, also weder zu schnell noch zu langatmig. Auch wenn mal nichts passiert ist, waren es trotzdem die Kleinigkeiten, die Spaß gemacht haben.
Bei Frauenromanen kann man sich den Verlauf eigentlich immer denken, was hier nur teilweise der Fall ist. Ich hatte so meine Vermutungen, die sich teilweise bestätigt hatten, aber vor allem zum letzten Drittel hin konnte es mich doch noch einmal wirklich überraschen und mich fesseln.
Das Ende hatte, wie gerade erwähnt, noch einige Wendungen, die an sich aber wirklich gut gepasst haben. Evtl waren sie etwas weit hergeholt, aber das hat mich überhaupt nicht gestört, weil es einfach so schön passend war. Schließlich heißt es ja schon so schön, dass man vielleicht einen bunten statt einen roten Faden im Leben findet.

...Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil der Autorin wirklich gern - genau passend für einen Frauenroman. Das Buch lässt sich leicht zwischendurch lesen, ist aber auch nicht zu platt. Es gibt viele lustige Szenen, aber dennoch bietet die Geschichte einen passenden Tiefgang an und genau das gefällt mir so gut an Britta Sabbag!

...Charaktere:
Antonia ist ganz die Businessfrau mit einem festen Ziel vor Augen und einem passenden Mann an ihrer Seite. Doch dann der Anruf, der alles durcheinander bringt. Erst da durch fängt sie an, wirklich über ihr Leben nachzudenken. Ich finde ihre Entwicklung wirklich toll und muss sagen, dass es auch gut so war. Anfangs fand ich sie zwar nicht wirklich unsympathisch, aber sympathisch ist auch was anderes.
Ganz schrecklich anstrengend fand ich ihren Freund, aber der war ja zum Glück irgendwie nur Nebencharakter. Aber er hat eben sehr gut in die Geschichte gepasst und hätte auch nicht fehlen dürfen.
Antonias Stiefvater war mir gleich zu Anfang total sympathisch. Er hat so eine freundliche und herzliche Art, dass man ihn einfach mögen muss und ihm nicht böse sein kann, was auch Antonia feststellt. Ich fand seine Sicht der Dinge toll. Antonia und er haben einfach perfekt zusammen gepasst!


Fazit:
Ein weiteres tolles Buch von Britta Sabbag, dass mich super unterhalten hat und gleichzeitig Niveau hatte. Auch wenn es nicht zu ihrer vorherigen Reihe gehört, hat es mir wirklich gut gefallen und ist ziemlich ähnlich aufgebaut. Dieses Mal werden jedoch etwas mehr Klischees eingebaut, aber das wird so super verpackt mit dem Schreibstil und den tollen Charakteren, dass es gar nicht auffällt. Dennoch fand ich die beiden vorherigen Bücher von ihr etwas besser.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen tollen Frauenroman sucht, der einen nicht nur unterhält, sondern einem auch etwas fürs Leben mit auf den Weg gibt. Der sich außerdem gut lesen lässt, lustig ist und trotzdem noch Niveau hat. Für alle, die auch schon "Pinguinwetter" und "Pandablues" gelesen haben und denen es gefallen hat, lest auch dieses Buch von ihr, auch wenn es nicht zur Reihe gehört ist es trotzdem lesenswert und mal was anderes!

Mittwoch, 28. Mai 2014

Rezension: "Göttin in Gummistiefeln" von Sophie Kinsella

Allgemeine Infos:
Verlag:
Goldmann
Reihe: nein
Originaltitel: The Undomestic Goddess
Erscheinungsdatum: 20.03.2006
Seitenzahl: 448
ISBN9783442460878


Klappentext:
Samantha, eine junge, höchst erfolgreiche Londoner Anwältin, geht völlig in ihrer Arbeit auf. Bis sie eines Tages entdeckt, dass ihr ein folgenschwerer Fehler unterlaufen ist. In Panik verlässt sie das Büro und steigt in den nächstbesten Zug, der sie auf das platte englische Land bringt. Als sie nach dem Weg fragen will, kommt es zu einer folgenschweren Verwechslung: Man hält Samantha für die Bewerberin um einen Job als Haushaltshilfe. Völlig überrumpelt lässt Samantha sich einstellen, obwohl sie von Hausarbeit nicht die geringste Ahnung hat. Ein Glück, dass ein junger Gärtner bereit ist, ihr hilfreich zur Seite zu stehen …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover gefällt mir jetzt nicht ganz so gut, ist aber für das Genre Chick-Lit ziemlich üblich. Dennoch passt es zum Inhalt. Der Titel erschließt sich mit nicht so ganz und passt auch irgendwie nicht zum Cover. Der Klappentext widerum gefällt mir ganz gut, da er Lust auf das Buch macht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee an sich hat mir wirklich gut gefallen, war aber eben typisch Chick-Lit, also etwas übertrieben. Aus der erfolgreichen Londoner Anwältin wird über Nacht eine Haushälterin, auch wenn sie keine Ahnung davon hat.
Ich habe wirklich gut in die Geschichte rein gefunden und mich nach dem ersten Kapitel schon recht wohl gefühlt. Samanthas Leben, ihr Denken und Handeln wird eben innerhalb weniger Seiten klar und damit beginnt sozusagen die Geschichte - ein wirklich angenehmer Einstieg.
Dann bemerkt sie ihren Fehler und es beginnt, leicht unrealistisch zu werden - typisch Chick-Lit.
Es gab einige interessante Wendungen, aber auch manche gestellte oder vorhersehbare. Insgesamt war es vom Tempo der Geschichte aber schon recht gut, keine Längen im Mittelteil und keine sich überschlagenden Ereignisse am Ende, bzw nur wenig.
Das Ende konnte mich auch überzeugen, wobei ich sagen muss, dass mir so der Knackpunkt der Geschichte, also die überraschende Wendung, etwas unklar blieb. Das wurde so gegen Ende mal gesagt, aber letztendlich nicht noch einmal abschließend aufgezählt, was mir etwas gefehlt hat. 

...Schreibstil:
Die Geschichte konnte man wirklich so in einem Rutsch lesen, ohne viel nachdenken zu müssen oder sich zu langweilen. Sophie Kinsella hat einfach für dieses Genre genau den richtigen Schreibstil, sodass es einfach passt. An manchen Stellen hatte sie wirklich den passenden Humor, wo ich mir jedoch ein paar mehr von gewünscht hätte.

...Charaktere:
Die Charaktere in diesem Buch konnten mich wirklich überzeugen, vom liebevollen Nebencharakter bis zum Bösen war einfach alles dabei.
Samantha, die ich anfangs schon etwas unsympathisch und nervig fand, ist mir zum Ende hin doch irgendwie ans Herz gewachsen. Ich fand es einfach ziemlich schön zu sehen, wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt hat und darauf hin dann auch ihre Entscheidungen trifft.
Die anderen Charaktere fand ich auch sehr gut ausgearbeitet und teilweise einfach so herrlich stereotypisch, dass es wirklich lustig war. 


Zitate:
"Ein Fehler ist dann ein Fehler, wenn er sich nicht mehr wieder gutmachen lässt." (S. 24)

"Ich habe noch nie versucht, einen Mann zu erobern. Aber bis gestern habe ich ja auch noch nie ein Brathähnchen gemacht. Wenn ich das kann, kann ich doch wohl auch einen Mann bitten, mit mir auszugehen, oder?" (S. 151)

"Man muss nicht immer wissen, wer man ist. Man muss nicht immer die großen Zusammenhänge erkennen können oder wissen, wo es mit einem hingeht. Manchmal genügt es zu wissen, was man als Nächstes tun will." (S. 199)

"Man kann nie sagen, wie die Dinge ausgehen, egal wie sehr man auch zu planen versucht." (S. 201)


Fazit:
Ein recht niveauvoller Chick-Lit, bei dem man wirklich mal ins Grübeln kommt über den Sinn des Lebens! Die Charaktere und ihre Entwicklung war wirklich schön anzusehen und der Schreibstil ziemlich passend. Einzig zum Ende hin hat mir noch etwas Erklärung gefehlt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gern Frauenromane mit leicht unrealistischer Handlung liest und sich einfach nur unterhalten lassen möchte, dabei aber trotzdem noch etwas Niveau hat!

Sonntag, 18. Mai 2014

Rezension: "Urlaub mit Papa" von Dora Heldt

Allgemeine Infos:
Verlag:
dtv
Reihe: Teil 3 von ?
Originaltitel: Urlaub mit Papa
Erscheinungsdatum: 03.2008
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783423246415


Klappentext:
»Es sind doch nur zwei Wochen.«
Die Stimme meiner Mutter klang sehr entschlossen.
»Und er ist dein Vater. Andere Kinder würden sich freuen.«
»Mama, was heißt hier andere Kinder? Ich bin 45.«

Es sollte ein entspannter Arbeitsurlaub werden: Christine (45) und Dorothea (40) wollen für ein paar Tage nach Norderney, um ihrer Freundin Marleen bei der Renovierung ihrer Kneipe zu helfen. Doch dann wird Christine von ihrer Mutter dazu verdonnert, ihren Vater mit in den Urlaub zu nehmen.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich gut gewählt und zeigt eine Szene aus dem Buch. Der Titel passt natürlich zum Cover und ist Programm. Der Klappentext ist gut gelungen und alleine schon den Dialog finde ich super.

...Grundidee & Verlauf:
Wie viel Zeit zum vorherigen Teil vergangen ist, wird nicht ganz klar, aber dennoch habe ich mich nach den ersten Sätzen sofort wieder in der Geschichte befunden und mich heimisch gefühlt.
Die Idee finde ich so klasse und genial, dass ich das Buch definitiv auch noch einmal lesen werde.
Da durch, dass ich das Buch vor Jahren schon mal gelesen hatte und den Film gesehen habe, wusste ich in etwa, was auf mich zu kommt. Aber es war einfach herrlich und konnte mich dennoch mit Witz und Charme überraschen.
Der Aspekt, an den ich mich gar nicht mehr erinnern konnte, hat mich wirklich überrascht und die Geschichte nochmal einmaliger gemacht. Jedoch fand ich die Erklärung am Ende nicht so ganz rund, aber irgendwie doch plausibel.

...Schreibstil:
Wie auch in den beiden Teilen zu vor wird man von einem sehr angenehmen, leichten Schreibstil empfangen, der wirklich nicht anspruchsvoll ist und sich so perfekt für den Urlaub eignet! Außerdem schafft es die Autorin sehr gut, so viel Witz und Humor rüber zu bringen, was mich wirklich ziemlich begeistert hat.

...Charaktere:
Wie aus den anderen Teilen schon gewohnt, gibt es wieder recht viele Personen, die dieses Mal jedoch erst so nach und nach dazu kommen, was ganz angenehm war.
Neben Christine wird dieses mal auch ihr Papa ziemlich detailiert dargestellt, was ich unheimlich toll fand, weil er so eine interessante, wenn auch anstrengende, Person ist, bei der man viel zu lachen hat, ob nun mit oder über ihn.


Weitere Teile:
1.) Ausgeliebt
2.) Unzertrennlich
3.) Urlaub mit Papa
4.) Tante Inge haut ab
5.) Kein Wort zu Papa
6.) Bei Hitze ist es wenigstens nicht zu kalt
7.) Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!


Fazit:
So ein lustiges Buch hatte ich schon lange nicht mehr! Ein sehr entspannter Roman mit einer tollen Grundidee und grandiosen Charakteren, die mir tolle Lesestunden beschert haben. Leider war mir die Erklärung am Ende nicht ganz rund, deshalb eine Wolke Abzug, trotz super Unterhaltung.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen leichten Frauenroman für den Urlaub oder Zwischendurch sucht, der mit viel Witz und Humor aber auch mit etwas Niveau überzeugen kann.. Aber auch all denjenigen, die schon "Ausgeliebt" und "Unzertrennlich" gut fanden, werden an diesem Buch ihren Spaß haben!

Donnerstag, 15. Mai 2014

Rezension: "Auf den ersten Blick" von Danny Wallace

Allgemeine Infos:
Verlag:
Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: Charlotte Street
Erscheinungsdatum: 27.08.2012
Seitenzahl: 495
ISBN9783453409736


Klappentext:
Und es hat klick gemacht

Gibt es Liebe auf den ersten Blick? Jason glaubt nicht daran. Ganz im Gegenteil, seitdem ihn seine letzte Freundin verlassen hat, sieht er in Sachen Liebe schwarz. Bis er eines Tages einer jungen Frau beim Einsteigen in ein Taxi hilft. Sie schaut ihn an, und bei Jason macht es klick. Doch bevor er auch nur ein Wort herausbringt, ist das Taxi weg. Zurück bleibt eine Einwegkamera mit zwölf Fotos. Jason zögert, doch dann lässt er die Bilder entwickeln und macht sich mithilfe seines Kumpels Dev auf die Suche nach der Unbekannten. Eine witzige und hinreißend romantische Odyssee durch London beginnt.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Cover, Titel und Klappentext gefallen mir an sich ganz gut und sind ineinander stimmig. Leider passen sie nicht sonderlich gut zur Geschichte bzw wecken falsche Erwartungen, die nicht erfüllt werden. Was mir jedoch am Cover besonders gut gefällt ist, dass es sozusagen aus einzelnen Fotos besteht, was sehr gut zum Inhalt passt.

...Grundidee & Verlauf:
Zunächst einmal habe ich mir was ganz anderes unter der Geschichte vorgestellt. Irgendwie habe ich mir mehr Liebesgeschichte gewünscht, doch stattdessen gab es nur Jason, dessen Leben ziemlich blöd war, was er dann versucht hat, besser zu machen, wofür er ziemlich das ganze Buch über gebraucht hat.
Die Geschichte fing an mit einem Prolog in der Schule und einem vermeintlichen Amoklauf, was ziemlich lange absolut keinen Zusammenhang zum Rest hatte. Kurz drauf hat Jason auch schon die Frau getroffen und versehentlich ihre Kamera behalten. Damit beginnt für ihn die Suche nach dieser Unbekannten, die sich allerdings ziemlich zieht und teilweise komplett in den Hintergrund rückt. Stattdessen regelt er sein entgleistes Leben und macht sich so nebenher auf die Suche nach der Frau.
Zum Ende hin ging mir alles dann irgendwie zu schnell von den Ereignissen her. Innerhalb weniger Seiten das, was in dem ganzen Buch hätte passieren sollen.
Die Idee mit der Einwegkamera fand ich allerdings ziemlich schön und dem bewussten Festhalten der besonderen Momente. Aber ganz viel mehr schönes gab es auch nicht.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war für mich anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig und seltsam. Das Ganze wird aus der Sicht von Jason geschildert, der jedoch ziemlich verworrene Gedankensprünge hat, die man als Leser nicht gut nachvollziehen kann. Außerdem erzählt er sozusagen seine Geschichte und spricht dabei den Leser direkt an, was mich persönlich immer etwas stört, da es nicht unbedingt notwendig ist.
Toll fand ich allerdings die Blogeinträge der unbekannten Frau, weil sie einfach etwas Abwechslung brachten, auch wenn sie nicht sonderlich informativ waren. Zu dem braucht man erst mal etwas um zu verstehen, dass sie von ihr waren.

...Charaktere:
Ich brauchte wirklich lange, um richtig mit ihnen warm zu werden, aber am Ende waren sie mir doch irgendwie ans Herz gewachsen. Insgesamt waren sie aber alle etwas idiotisch oder nerdig, so vom Verhalten her, womit ich anfangs auch nicht gut klar kam.
Allen vor an natürlich Jason und Dev, um die sich die ganze Geschichte dreht. Meist zocken sie, versinken in Selbstmitleid und trinken nebenbei Bier. Aber auch die anderen Personen wie Matt oder Abbey konnten mich nicht so recht überzeugen, obwohl sie mir zum Ende hin doch irgendwie sympathisch waren.


Zitate:
"Weil die Furcht an einem nagt, dass diese Momente nur in der eigenen Vorstellung existieren. Blicke treffen sich nicht in überfüllten Räumen, zwei Leute denken nie genau dasselbe, und wenn nur einer diesen Moment erlebt, ist es dann überhaupt ein Moment?" (S. 120)

"Manchmal ist das Leben nur das Leben. Hier passiert was, da passiert was, und oft genug hat das eine mit dem anderen nichts zu tun." (S. 144)

"Manchmal geht man im Leben getrennte Wege. Das ist natürlich. Aber einen wahren Freund kann man nicht löschen." (S. 222)

"Ja, aber wenn du nicht mit dem Herzen bei der Sache bist, musst du dahin gehen, wo dein Herz ist." (S. 270)

"Die Menschen, die dich umgeben, sind ein Teil von dir. Ihr habt eine gemeinsame Geschichte. Sie können sie sogar gemeinsam mit dir schreiben. Und wenn du einen verlierst, verlierst du damit ein Stück von dir, egal wie du ihn verloren hast."


Fazit:
Ich weiß nicht so recht, wie ich das Buch bewerten soll... Es ist wirklich komplett anders, als ich es erwartet hatte und konnte meine Erwartungen einer schönen Liebesgeschichte eigentlich überhaupt nicht erfüllen. Stattdessen kam ich mit dem Schreibstil lange nicht klar, die Charaktere waren auch irgendwie seltsame Idioten, die mir aber am Ende irgendwie sympathisch waren, und vom Verlauf her war es auch nicht wirklich super, weil entweder nichts passiert ist oder zu viel auf einmal oder das Wichtige im Hintergrund stand.
Aber irgendwie habe ich mich trotzdem wohlgefühlt mit dem Buch und dem Hintergedanken mit den Fotos, und auch irgendwie damit, wie Jason versucht sein Leben zu ordnen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der keine große Liebesgeschichte mit vielen Gefühlen sucht, sondern eher die Geschichte eines Mannes, der seinen Weg im Leben sucht und dabei von seinen seltsamen Freunden begleitet wird.

Sonntag, 4. Mai 2014

Rezension: "Morgen kommt ein neuer Himmel" von Lori Nelson Spielman

Allgemeine Infos:
Verlag:
Fischer
Reihe: nein
Originaltitel: The Life List
Erscheinungsdatum: 24.03.2014
Seitenzahl: 363
ISBN9783810513304


Klappentext:
Können Träume glücklich machen? Eine Mutter zeigt ihrer Tochter den Weg, ihre wahren Träume zu verwirklichen. Ein berührender Roman über die eine Liebe, die uns ein Leben lang nicht verlässt.

Wer verscheucht die Monster aus unseren Albträumen?
Wer tröstet uns bei Liebeskummer?
Und wer kennt uns besser, als wir uns selber kennen?

Als Brett 14 Jahre alt war, hatte sie noch große Pläne für ihr Leben, festgehalten auf einer Liste mit Lebenszielen. Heute, mit 34 Jahren, ist die Liste vergessen und Brett mit dem zufrieden, was sie hat: einen Freund, einen Job, eine schicke Wohnung.
Doch als ihre Mutter Elizabeth stirbt, taucht die Liste wieder auf: Aus dem Mülleimer gefischt, hat ihre Mutter die Liste aufgehoben, und deren Erfüllung zur Bedingung gemacht, damit Brett ihr Erbe erhält – und zwar innerhalb von 12 Monaten.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist irgendwie wirklich süß gemacht, so mit dem Scherenschnitt und dem Baum, in dem sich manche von Bretts Wünschen wiederspiegeln. Der Titel ist ein Traum, weil er eine so berührende Bedeutung hat. Auch der Klappentext gefällt mir und verrät eigentlich auch nicht zu viel.
Im Umschlag ist Bretts Liste abgedruckt, sodass man sie während des Lesens immer noch mal anschauen kann.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee war für mich leider nichts neues, sondern erinnerte mich stark an "Die Liste der vergessenen Wünsche" von Robin Gold. Jedoch war hierbei die Idee, dass ihre Mutter ihr die Liste hinterlässt, damit Brett ihr Erbe nach Erfüllung antreten kann. Also der Schwerpunkt lag etwas anders und die Umsetzung fand ich teilweise ein kleines bisschen besser in manchen Punkten, so beispielsweise mit den Briefen.
Auch der Verlauf war an sich recht ähnlich.
Die Geschichte beginnt mit dem Leichenschmaus von Bretts Mutter, was jedoch auch rückblickend auf ihren Tod, nicht gerade emotional oder berührend geschrieben war. Anschließend folgt die Testamentsverlesung und die Liste wird bekannt.
Das Ende fand ich richtig schön, vor allem der Epilog hat mich zufrieden zurück gelassen. Vielleicht war die Geschichte im Mittelteil etwas konstruiert, aber ich konnte mich darauf einlassen und habe es nicht als störend empfunden.

...Schreibstil:
Lori Nelson Spielman hat einen schönen Schreibstil, so dass man wirklich gern weiter liest und die Geschichte erfahren möchte. Jedoch waren mir die emotionalen Stellen einfach nicht berührend genug, wie leider auch schon bei "Die Liste der vergessenen Wünsche", bis auf eine Ausnahme ist es leider einfach so an mir vorbei gegangen.

...Charaktere:
Es wären dieses Mal zu viele Personen, um sie alle aufzuzählen. Ich fand sie fast alle toll, sie waren so schön dargestellt und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, allen voran natürlich Brett, aber auch ihre Geschwister und die Kinder. Es gab viele Nebencharaktere, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind.


Fazit:
Ein schönes Buch, wenn auch nicht unbedingt einzigartig. Die Charaktere waren so toll, aber leider waren mir die emotionalen Stellen, bis auf eine Ausnahme, einfach nicht berührend genug.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon an "Die Liste der vergessenen Wünsche" seinen Spaß hatte oder generell solche Bücher mag. Aber auch jedem, der eine schöne Geschichte über das Leben und die Träume sucht.

Vielen Dank an den Fischer Verlag zur Bereitstellung des Leseexemplares!

Dienstag, 15. April 2014

Rezension: "Für immer? Von wegen!" von Elli Minz

Allgemeine Infos:
Verlag:
selbstverlegt
Reihe: nein
Originaltitel: Für immer? Von wegen!
Erscheinungsdatum: 12.01.2013
Seitenzahl: 225
ASIN: B00HTNVC4O


Klappentext:
Eigentlich wäre alles ganz einfach gewesen. Emily Winter, die Spätzünderin, die erst kurz vor ihrem dreißigsten Lebensjahr beschließt, endlich zu heiraten, hat ihren Traumprinzen gefunden und die beiden befinden sich gerade auf dem Weg zum Altar.

Jan Verhuis, ihr Verlobter, glänzt jedoch an jenem “schönsten Tag ihres Lebens” durch Abwesenheit.

Es beginnt eine Reise um die Welt, auf der Suche nach Jan, aber auch nach sich selbst.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich ganz ansprechend gestaltet und passt sogar zum Inhalt. Den Titel mag ich ganz gern, weil es mal etwas anderes ist. Auch der Klappentext ist gelungen, verrät nur etwas zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee war wirklich mal etwas anderes, aber leider nicht so ganz meins.
Emily und Jan wollen heiraten doch kurz vorher verschwindet Jan spurlos. Doch Emily macht sich auf eine rasante Suche nach ihm...
Klingt an sich wirklich gut und spannend, aber mir war es einfach zu unrealistisch und abgedreht. Plötzlich hat Jan doch eine andere Identität und das Ganze bekommt schon fast Krimicharakter. Mir persönlich war das einfach zu viel und ich kam nicht gut mit, zu mal es mir nicht ganz rund erklärt wurde.
Dennoch gibt es viele überraschende Wendungen und Spannung, doch recht ungewöhnlich für einen Frauenroman.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist locker leicht, so dass man es gut nebenher lesen kann, ohne viel nachdenken zu müssen. Für einen leichten Frauenroman genau das Richtige!
Trotz des leichten Schreibstils schafft die Autorin es, an den passenden Stellen Spannung aufzubauen.

...Charaktere:
Leider konnten mich die Charaktere in diesem Buch alle nicht so wirklich überzeugen. Ich bin nicht wirklich mit ihnen warm geworden, obwohl sie gut dargestellt waren. Aber sie waren mir einfach zu unsympathisch oder hatten seltsame Angewohnheiten oder einfach schlichtweg naiv oder nervig.


Fazit:
Leider konnte mich dieses Buch nicht wirklich überzeugen, weil ich es mir einfach anders vorgestellt hatte. Die Idee fand ich wirklich gut, ebenso wie den Schreibstil, aber es ist mir persönlich einfach zu unrealistisch und abgedreht gewesen. Hinzu kam, dass ich einfach mit den Personen nicht warm geworden bin und sie mich eher genervt haben.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne einen Frauenroman lesen möchte, der durch ungewöhnliche Handlungen und Spannung überzeugt, aber dennoch die leichte Unterhaltung bleibt!

Vielen Dank an Elli Minz zur Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Dienstag, 25. März 2014

Rezension: "Unzertrennlich" von Dora Heldt

Allgemeine Infos:
Verlag:
dtv
Reihe: Teil 2 von ?
Originaltitel: Unzertrennlich
Erscheinungsdatum: 09.2008
Seitenzahl: 304
ISBN: 9783423211338


Klappentext:
Die beste Freundin: Sie ist Beraterin, Trösterin und hat einen schon vor manchem Fehler bewahrt. Ob Sorgen, Ängste, Freud oder Leid, alles kann man ihr anvertrauen. Die beste Freundin ist der Mensch für alle Fälle. Ihr verzeiht man alles, mit ihr kann man alles teilen … nun ja, fast alles. Männer nicht. Und erst recht nicht über Jahre hinweg. Ihre ehemals beste Freundin Antje ist für die geschiedene Verlagsfrau Christine deshalb ein knallrotes Tuch. Und auch sonst trägt sie seither Frauen gegenüber nicht das Herz auf der Zunge. Wen wundert es da, dass sie bei einem Treffen mit einigen befreundeten Kolleginnen das Weite sucht, als eine von ihnen ein Lob auf die Herzensfreundin jeder Frau anstimmt?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich ganz nett und zeigt eine Situation aus dem Buch. Man hätte aber auch etwas anderes nehmen können. Der Titel passt natürlich zum Cover, aber auch irgendwie zur Geschichte, ist also sehr passend und treffend. Der Klappentext ist nett, aber gibt keinerlei Hinweis auf das Hauptmerk im Buch.

...Grundidee & Verlauf:
Seit dem vorherigen Teil sind einige Jahre vergangen, dennoch ist man recht schnell wieder mitten drin, da alles Vergangene irgendwie mal im Nebensatz erwähnt wird.
Die Idee finde ich wirklich schön und teilweise wünsche ich mir so eine Aktion.
Dieses Mal ist man von Anfang an im Bann der Geschichte, da man durch den Prolog schon eine Ahnung hat, worauf es hinaus läuft und genau das machte für mich den Reiz des Weiterlesens aus.
Es gab dieses Mal außerdem mehr überraschende Wendungen, was aber auch einfach an der Grundidee liegt.

...Schreibstil:
Auch hier wieder der angenehm leichte Schreibstil, den ich im ersten Teil schon so toll fand. Dieses Mal hatte ich allerdings das Gefühlt, dass es etwas mehr Humor gab, was mir sehr gut gefallen hat.
Außerdem gibt es zum ersten Mal Perspektivwechsel zwischen den verschiedenen Wohnorten. Das hat mich zwar im ersten Moment verwirrt, aber nachher fand ich es toll.

...Charaktere:
Im ersten Teil gab es ja ziemlich viele Personen, von denen ich mich erschlagen gefühlt habe. In diesem Band kommen noch ein paar hinzu, aber das hat seine Richtigkeit/Notwendigkeit und man erfährt auch einfach etwas mehr über sie.
Am detailiertesten bleibt natürlich Christiane, aber auch noch zwei Männer, deren Namen mir einfach nicht einfallen möchten, sind mir teilweise sehr sympathisch und zugänglich geworden.


Weitere Teile:
1.) Ausgeliebt
2.) Unzertrennlich
3.) Urlaub mit Papa
4.) Tante Inge haut ab
5.) Kein Wort zu Papa
6.) Bei Hitze ist es wenigstens nicht zu kalt
7.) Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!


Fazit:
Ein sehr unterhaltsames, aber auch lesenswertes Buch mit einer tollen Grundidee und einer super Struktur! Insgesamt fand ich es besser als den Vorgänger "Ausgeliebt", wegen der besseren Grundidee und weil es mehr Witz und Humor gab.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen leichten Frauenroman für den Urlaub oder Zwischendurch sucht, der aber auch irgendwie etwas ernsthaft bzw mit Anspruch ist. Aber auch all denjenigen, die schon "Ausgeliebt" gut fanden, werden an diesem Buch ihren Spaß haben!

Mittwoch, 19. März 2014

Rezension: "Ausgeliebt" von Dora Heldt

Allgemeine Infos:
Verlag:
dtv
Reihe: Teil 1 von ?
Originaltitel: Ausgeliebt
Erscheinungsdatum: 01.2006
Seitenzahl: 220
ISBN: 9783423245074


Klappentext:
Wenn man mit fast vierzig und nach zehn Jahre Ehe plötzlich von seinem Mann verlassen wird, dann ist das ein Schock. Wenn man mit fast vierzig und nach zehn Jahren Ehe aber plötzlich per Telefon von seinem Mann verlassen wird, während man gerade ganz gemütlich Hugh Grant dabei zusieht, wie er der Liebe seines Lebens hinterherhechtet, dann ist das eine Katastrophe. Klingt unglaublich? Gar nicht, denn genau das passiert Christine, der vielreisenden Verlagsvertreterin, eines schönen Abends auf dem schwesterlichen Sofa in Hamburg. Was nun?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich eigentlich ganz süß, es passt grob zum Buch, aber hat nicht die große Bedeutung. Den Titel finde ich sehr treffend gewählt und zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch. Auch der Klappentext ist gut, aber nicht besonders originell.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee ist nicht unbedingt einmalig, aber dennoch schön zu lesen.
Christianes Mann macht mit ihr Schluss, woraufhin sie nach Hamburg zu ihren Freunden und Geschwistern zieht. Nach anfänglicher Trauer über das Ende der Beziehung fängt sie jedoch an, sich mit ihrem neuen Leben wohl zu fühlen.
Manche Ereignisse konnten mich wirklich überraschen, aber im Großen und Ganzen war es doch vorhersehbar, aber dennoch unterhaltsam.

...Schreibstil:
Dora Heldt hat einen wirklich angenehm, leichten Schreibstil, weshalb sich das Buch unglaublich gut und schnell lesen lässt. Manchmal gibt es wirklich lustige Passagen und Schlagabtausche, von denen ich mir jedoch mehr gewünscht hätte.

...Charaktere:
Anfangs habe ich mich wirklich erschlagen gefühlt von den vielen Namen und wer jetzt wie zu wem gehört und wer wo wohnt. Das wurde im Laufe des Buchs zwar besser, blieb aber minimal noch bis zum Ende.
Durch die Vielzahl der Personen blieben mir manche doch etwas blass, was sonst aber auch zu umfangreich gewesen wäre.
Einzig Christiane und Luise waren mir wirklich komplett präsent mit vielen Facetten.


Weitere Teile:
1.) Ausgeliebt
2.) Unzertrennlich
3.) Urlaub mit Papa
4.) Tante Inge haut ab
5.) Kein Wort zu Papa
6.) Bei Hitze ist es wenigstens nicht zu kalt
7.) Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!


Fazit:
Ein kurzer, unterhaltsamer Lesespaß, dem ein paar weniger Personen gut getan hätten. Es gab lustige und ernsthafte Passagen, war jedoch insgesamt ziemlich vorhersehbar und nur manchmal überraschend.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine kurze, stellenweise sehr lustige Unterhaltung sucht, die sich dem Genre Frauenroman zuordnen lässt.

Dienstag, 18. März 2014

Rezension: "Die Dienstagsfrauen" von Monika Peetz

Allgemeine Infos:
Verlag:
KiWi
Reihe: Teil 1 von 4
Originaltitel: Die Dienstagsfrauen
Erscheinungsdatum: 18.11.2010
Seitenzahl: 319
ISBN: 9783462042559


Klappentext:
Fünf Freundinnen auf dem Jakobsweg. Ein hinreißend komischer Roman über eine Reise, die alles verändert.

Fünf Freundinnen. Seit über 15 Jahren treffen sie sich regelmäßig am ersten Dienstag im Monat. In ihrem Stammlokal nennt man sie die Dienstagsfrauen. Einmal im Jahr unternehmen die fünf Frauen etwas gemeinsam. Dieses Jahr haben sie etwas ganz Besonderes vor: Pilgern auf dem Jakobsweg. Am Ende dieser Reise ist nichts mehr, wie es war.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist ganz in Ordnung, aber nicht so unglaublich besonders. Der Titel ist eher nüchtern aber treffend formuliert. Den Klappentext finde ich ganz gelungen, er macht neugierig auf das Buch und verrät nicht zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee fand ich wirklich toll. Der ganz normale "Alltags"- Wahnsinn zwar, aber so toll dargestellt und erzählt. Zwar fehlte der Geschichte anfangs etwas an Schwung, aber das hat inhaltlich ganz gut gepasst, da die Frauen ja pilgern und auch erst etwas brauchen, bis es ihnen gefällt.
Es gab doch einige wirklich überraschende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Das ist aber auch wieder wie im normalen Leben. Zudem hat mich das Buch teilweise nachdenklich gemacht und es gab einige weise Worte, die ich mir definitiv zu Herzen nehmen werde!

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist leicht, wo durch sich das Buch wirklich schnell lesen lässt, auch wenn anfangs der Schwung etwas gefehlt hat. Die Geschichte wird aus Sicht der fünf Dienstagsfrauen erzählt. Die Idee fand ich ja toll, aber mich hat es gestört, dass man nicht erkannt hat, wessen Sicht es ist.

...Charaktere:
Caroline, Kiki, Eva, Estelle und Judith. Fünf Frauen, die kaum unterschiedlicher sein könnten aber schon seit 15 Jahren durch dick und dünn gehen. Alle sind wirklich tolle Charaktere, die unglaublich detailiert dargestellt waren, was auch das Hauptmerkmal des Buchs ist.
Jeder hat seine ganz eigenen Probleme und Vorstellungen vom Leben. Außerdem entwickelt sich jeder weiter und es macht Spaß, sie auf diesem Weg zu begleiten.


Zitate:
"Lügen waren wie Bumerangs. Sie kamen zurück und trafen den, der sie in die Welt gesetzt hatte, um Schlimmeres abzuwenden. Manchmal kam der Bumerang sofort zurück, manchmal brauchte er länger." (S. 233)

"Man sollte sich bei der Partnerwahl nicht auf eine Eigenschaft festlegen. Wenn man einen Engel sucht und nur auf Flügel achtet, kann man ein Suppenhuhn nach Hause bringen." (S. 238)

"Es hat keinen Sinn, von jemand anderem zu verlangen, dass er einen glücklich macht." (S. 284)

"Die Wahrheit, die man in sich findet, ist nicht immer angenehm." (S. 293)


Weitere Teile:
1.) Die Dienstagsfrauen
2.) Sieben Tage ohne
3.) Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben
4.) ??


Fazit:
Ein toller Roman über Freundschaft und was es überhaupt bedeutet, Freunde zu haben, aber auch über den normalen Alltagswahnsinn. Es hat mich nachdenklich gemacht, aber auch manchmal zum Lachen und Weinen gebracht.
Ein leichter Schreibstil und tolle sehr ausgefeilte Charaktere runden die Geschichte sehr schön ab. Obwohl es mich überzeugen konnte, bekommt es nur 4 von 5 Wolken und eine Leseempfehlung!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne einen Roman über Freundschaft lesen möchte, die selbst schwere Zeiten übersteht!

Vielen Dank an Lena für dieses Buch!