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Sonntag, 8. April 2018

Kurzrezensionen: "Digby #1" von Stephanie Tromly & "Thabo - Die Krokodil-Spur" von Kirsten Boie

Zoe trifft auf Digby und hätte nicht gedacht, auf was sie sich alles gefasst machen muss... 

Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: Trouble is a Friend of mine
Erscheinungsdatum: 15.02.2016
Seitenzahl: 368
ISBN: 9783789148095


Klappentext:
Beschossen. Inhaftiert. Gekidnappt. Ein ganz normaler Tag mit Digby: Bei Digby muss man auf alles gefasst sein. Das war Zoe in dem Moment klar, als sie seine Bekanntschaft machte. Nicht klar war ihr allerdings, dass sie mit ihm auch gleich von einer gefährlichen Situation in die nächste geraten würde. Denn Digby setzt alles daran, den Fall seiner kleinen Schwester, die vor acht Jahren entführt wurde, aufzuklären.Wie er es aber anstellt, dass Zoe mit ihm bei einem Gynäkologen einbricht,kurzzeitig auf der Polizeiwache landet und an einen Drogenhändlerring gerät? Keine Ahnung. Nur eines weiß sie genau: Ein Plan B wäre jetzt gerade sicher nicht verkehrt.

Meine Meinung:
Mit Digby haben wir einen sehr interessanten Protagonisten, den man auf den ersten Blick nicht richtig einschätzen kann. Der Klappentext verrät schon mal Chaotisches und Ungewöhnliches - genau das hält die Geschichte auch bereit.
Zoe hingegen ist eher der ruhige Typ, lässt sich jedoch von Digby mitreißen, nach seiner vor vielen Jahren verschwundenen Schwester zu suchen.
Dementsprechend viel Spannung findet sich im Abenteuer von Zoe und Digby. Gerade kurz vor Ende, als es konkrete Spuren gab, wurde es sehr chaotisch und die Ereignisse überschlugen sich förmlich. Irgendwie hat es mich auch etwas gestört und auf der anderen Seite hat es wiederum gut zur gesamten Geschichte und Digbys Charakter gepasst.
Der Verlauf und das Ende waren rund und ließen nicht allzu viele Fragen offen. Außer natürlich Digby selbst, der uns bzw mich interessiert auf Teil zwei warten lässt.
Immerhin ist mit Digby kein Tag normal und wie der andere, sodass wir mit Sicherheit gespannt sein dürfen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der etwas spannendes sucht, jedoch nicht direkt einen Thriller oder ähnliches möchte. Eine Geschichte, die von ihrem ungewöhnlichen Protagonisten und dessen detektivischer Suche lebt.


Ein neuer Fall wartet auf Thabo und seine Freunde. Und dieses Mal scheint es deutlich kniffliger, überhaupt einen Anfang zu finden. 

Allgemeine Infos:
Verlag: dtv
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Thabo - Die Krokodil Spur
Erscheinungsdatum: 15.08.2016
Seitenzahl: 288
ISBN: 9783789103957


Klappentext:
Der zweite spannende Fall für Kirsten Boies liebenswerten Detektiv und Gentleman Thabo: Die kleine Delighty ist spurlos verschwunden. Ist sie etwa den Krokodilen zum Opfer gefallen? Thabo und seine Freunde stehen vor einem großen Rätsel. Zudem stellt sich bald heraus, dass noch drei weitere Kinder vermisst werden. Ob Thabo den Fall lösen kann?


Meine Meinung:
Den ersten Teil von Thabo konnte mich ziemlich begeistern. Auch dieses Mal bin ich wieder großer Fan vom kleinen Thabo, der gerne Detektiv und Gentleman werden möchte. Ich mag einfach seine Art und seinen gewitzten Verstand. Außerdem gefällt mir der Schauplatz der Geschichte: Denn Südafrika ist einfach mal was anderes, nicht nur für ein Kinderbuch.
Auch dieses Mal schafft es Kirsten Boie wieder, mich gut zu unterhalten. Der Fall ist gut durch dacht und spannend. Dennoch muss ich sagen, dass er mir nicht ganz so gut gefallen hat, wie der Erste. Dieses Mal verlief es vielleicht einfach etwas schleppender gerade zu Beginn.
Jedoch war es toll, dass gewisse Sachen aus dem ersten Teil nochmals aufgegriffen wurden, sodass man leicht wieder in der Geschichte drin war. Gerade für Kinder, also die Zielgruppe, eine super Sache.
Insgesamt konnte mich auch Thabos zweiter Teil wieder verzaubern, jedoch war es mir am Anfang etwas zu langsam.
Dennoch bekommt die Reihe rund um Thabo, den Detektiv und Gentleman, von mir eine Leseempfehlung. Sie überzeugt einfach durch einen tollen jungen Protagonisten und einen ungewöhnlichen Schauplatz.

Samstag, 17. Februar 2018

Kurzrezension: "Thabo - Der Nashorn Fall" von Kirsten Boie

Thabo weiß noch nicht genau, ob er lieber Gentleman oder Detektiv werden möchte. Oder kann man auch beides sein? 
Doch dann hat er seinen ersten Fall und muss seinen Onkel retten...

Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Thabo - Der Nashorn Fall
Erscheinungsdatum: 01.02.2016
Seitenzahl: 304
ISBN: 9783789120336


Klappentext:
Der wahre Gentleman ist immer ein Junge der Tat: Thabo will eines Tages ein echter Gentleman werden. Oder noch besser: ein Privatdetektiv wie im Film. Dumm nur, dass es im afrikanischen Örtchen Hlatikulu noch nie einen Kriminalfall gab. Doch dann wird im angrenzenden Safaripark ein Nashorn wegen seines kostbaren Horns ermordet. Und ausgerechnet Vusi, Thabos Onkel, gerät in Verdacht. Und weil Onkel Vusi nicht gerade ein schnelles Gehirn besitzt, liegt es an Thabo und seinen Freunden, den wahren Nashorn-Mörder aufzuspüren.

Meine Meinung:
Die ganze Geschichte wird aus Thabos Sicht erzählt, der sich direkt zu Anfang vorstellt, wie es sich für einen wahren Gentleman gehört. Denn genau das möchte er eines Tages gerne sein. Oder aber Detektiv, da ist er sich noch nicht so ganz sicher. Damit hatte mich das Buch eigentlich schon, denn mit Thabo hat Kirsten Boie einen liebenswürdigen Protagonisten geschaffen. Genau davon und von seinen Freunden lebt die Geschichte. Trotzdem ist und bleibt Thabo ein Kind, mit Fehlern und Naivität, so dass sich Kinder gut mit ihm identifizieren können.
Generell war es toll, mal ein Kinderbuch zu lesen, das in Afrika spielt und so auch mal das dortige Leben näher bringt. Dazu trägt natürlich auch der Nashorn Fall dabei, da es nach wie vor ein aktuelles Thema ist. Und darum wurde ein schöner Kinderkrimi gebaut, der logisch aufgebaut war und auch die Auflösung fand ich plausibel.
Ich fand es total schön, dass die Autorin auch ein paar afrikanische Wörter mit eingebunden hat, um den Schauplatz Afrika nochmal authentischer rüber zu bringen. Im Anhang gibt es natürlich eine kleine Übersicht mit Übersetzungen, so dass auch Kinder gut folgen können.
Ganz lustig war, dass die Autorin ein bisschen mit den Klischees spielt. Immerhin befinden wir uns in Afrika in einem Nationalpark, wo Safaris stattfinden. Dementsprechend werden die Touristen und ihre Angewohnheiten etwas aufs Korn genommen. Es war nicht überspitzt, sondern genau auf den Punkt.
Das Ende hat mir gut gefallen. Thabo und seine Freunde konnten den Fall mit einigen Hindernissen lösen und sind jetzt bereit für ihren nächsten Einsatz, der sicher bald kommen wird.

Ein wirklich schöner Kinderkrimi! Mit dem Schauplatz in Afrika was vollkommen anderes und dazu Thabo als absolut liebenswürdiger Protagonist. Das Verhältnis von Spannung und Unterhaltung passt genau und so möchte man einfach direkt weiter lesen und mit Thabo ermitteln.
Ein Lesetipp für alle Kinder ab 10, die etwas spannendes suchen, oder für die Kinderbuchliebhaber unter uns, die einen kleinen Gentleman und Detektiv bei seinem ersten Fall begleiten möchten.

Sonntag, 26. Juni 2016

Rezension: "Monday Club - Der zweite Verrat" von Krystyna Kuhn

Die Geheimnisse und Ereignisse um den Monday Club verdichten sich. Was verschweigen sie Faye? Was hatte ihre Tante zu verbergen? Sagt wenigstens Luke ihr die Wahrheit? Immer mehr Fragen, und die Situation spitzt sich zu...

Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Monday Club - Der zweite Verrat
Erscheinungsdatum: 15.05.2016
Seitenzahl: 352
ISBN: 9783789140624


Klappentext:
Du wirst die Nächste sein!“ Faye bekommt die letzten Worte von Virginia Donnelly, die Liz‘ rechte Hand war, einfach nicht mehr aus dem Kopf. Schwebt sie wirklich in solcher Gefahr? Alles deutet darauf hin, denn plötzlich behauptet ihre Tante Liz, Faye leide unter Epilepsie . Epilepsie – wie Zoey Fuller und Fabiane Nuñez. Und beide sind tot. Aber steckt tatsächlich der mächtige Monday Club hinter allem? Die Menschen, die sie seit ihrer Geburt kennt? Das behauptet jedenfalls der gutaussehende Luke, dem sie sich in ihrer Verzweiflung anvertraut. Und Faye wird auf einmal klar, dass sie unbedingt alles daran setzen muss, um hinter die Machenschaften des Monday Clubs zu kommen.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist ganz schön, sie haben die Farben des ersten Teils verändert, sodass es den tollen Wiedererkennungswert hat. Titel und Klappentext finde ich auch gelungen. Nachdem ich den ersten Teil gelesen hatte, stand für mich sofort fest, dass ich auch die Fortsetzung lesen muss, um so mehr habe ich mich darauf gefreut, als es kam.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung, was in Teil 1 passiert ist. Das sollte man wirklich bei allen Reihen einführen, denn so ganz weiß man es nicht mehr sondern nur noch ein paar Bruchstücke, und so bin ich einfach direkt super mit dem ersten Kapitel in die Geschichte rein gekommen. Ansonsten fing die Geschichte direkt an und ging im Prinzip nahtlos nach den Geschehnissen im ersten Teil weiter.
Die Idee gefiel mir damals ja schon gut und an sich ist es in sofern immer noch das Gleiche. Faye hat manchmal Träume bzw Visionen, doch mittlerweile wurde Epilepsie diagnostiziert. Doch es muss noch mehr dahinter stecken. Es wird tiefgehender, verstrickter und spannender als im ersten Teil.
Man kommt der Geschichte und den Geschehnissen immer mehr auf den Grund und die Situation spitzt sich zu, wird spannender. Es gibt neue Informationen, die es allerdings noch zu untersuchen gilt. Dafür holt Faye sich dieses Mal andere Hilfe, denn sie weiß auch nicht so wirklich, wem man trauen kann. Es hat mir gut gefallen, dass man etwas mehr hinter den Monday Club geblickt hat und es viele neue Informationen bekam, die natürlich gleich mit Faye und ihren Freunden untersucht wurden. Dieses Mal steckte einfach mehr Tiefgang in der Geschichte und auch mehr Spannung. Eine tolle Steigerung zum ersten Teil und das Ende lässt mich mit einem fiesen Cliffhanger zurück, weshalb ich mich schon ganz doll auf den dritten und letzten Teil freue.

...Schreibstil:
Ich fand es schon beim ersten Teil richtig super, wie sie Traum und Realität miteinander verwoben hat. Aber nicht nur davon lebt die Geschichte, sondern auch von den Charakteren, vor allem von Faye selbst, aber auch von ihren Freunden, die man dieses Mal besser kennen lernt. Gut gefallen haben mir auch die Kapitel zwischendurch, die es aus einer besonderen Sicht gab, die das Ganze noch mal spannender gemacht hat.

Die Reihe:



Fazit:
Der erste Teil hatte mich schon begeistert, aber der zweite Teil legt noch einen drauf und hat mich gefesselt und in seinen Bann gezogen. Er war spannender und tiefer gehender als sein Vorgänger. Es ist von Anfang bis Ende spannend, man erfährt mehr über Faye, über ihre Freunde und über den Monday Club und die ganzen Geheimnisse und Geschehnisse, die mit ihm einher gehen. Die ganze Geschichte endet dann in einem fiesen Cliffhanger.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der schon den ersten Teil vom "Monday Club" gelesen habt, denn das dürft ihr euch echt nicht entgehen lassen. Wer den ersten Teil noch nicht kennt, sollte den echt unbedingt lesen, denn euch entgeht ein sehr spannendes Jugendbuch.

Sonntag, 19. Juni 2016

Rezension: "Es wird keine Helden geben" von Anna Seidl

Miriam hört einen Schuss. Ein Mitschüler, Matias, schießt um sich, läuft Amok. Ihr Freund Tobi wird tödlich verletzt und sie kann nichts tun. Wie wird ihr Leben nach diesem Ereignis weiter gehen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: nein
Originaltitel: Es wird keine Helden geben
Erscheinungsdatum: 15.01.2014
Seitenzahl: 256
ISBN: 9783789147463


Klappentext:
Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist sehr neutral und deshalb kann ich weder sagen, dass es mir gefällt noch das nicht. Den Titel hingegen finde ich wirklich interessant gewählt und er bekommt im Buch auch eine schöne Bedeutung. Der Klappentext klingt eigentlich auch ganz ansprechend.
Damals habe ich das Buch als Rezensionsexemplar auf der Buchmesse bekommen und seit fast zwei Jahren lag es nun auf meinem SUB und ich dachte, ich lese es endlich mal.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt direkt in der Schule mitten in der im Klappentext geschilderten Situation. Gerade war noch alles normal und dann hören sie Schüsse. Miriam und ihre beste Freundin bringen sich in Sicherheit, doch Miriam geht nachgucken und sieht Mathias wild um sich schießen. Ihr Freund liegt tot am Boden und dann erschießt Mathias sich selbst. Auf jeden Fall ein krasser Einstieg. Jetzt geht das Leben weiter. Doch wie? Wie verändert so ein Ereignis das eigene Leben und wie kann man überhaupt damit leben?
Die Idee hat mir eigentlich gut gefallen. Amoklauf ist ja nicht so das alltägliche Thema und deshalb war ich neugierig, wie die Autorin dieses Thema umgesetzt hat und natürlich wie Miriam und ihre Freunde mit genau diesem Ereignis umgehen und wie es sie und ihr Leben verändert.
Ich fand es echt gut, wie das Thema dargestellt wurde und auch sehr authentisch, wie so ein Ereignis das Leben verändern und beeinflussen kann. Das merkt man nicht nur bei der Hauptperson Miriam, sondern auch bei ihren Freunden und Mitschülern. Alle gehen sehr unterschiedlich damit um und wollen drüber reden oder eben auch nicht. Ziehen sich zurück, ziehen um oder bleiben und stellen sich dem Geschehen. Versuchen ihr Leben weiter zu leben, und mit dem Geschehenen und dem Verlust umzugehen. Genau damit beschäftigt sich dieses Buch und das macht es auch gut.
Das Ende hat mir gut gefallen. Ein schöner Abschluss der Geschichte, der zeigt, dass Freud und Leid nah beieinander liegen und dass das Leben weiter geht, egal was passiert ist.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Es ließ sich gut und einfach lesen und hat auch von Sprache und Wortwahl gut zu Miriam und ihrem Alter gepasst, immerhin wird die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Das hat mir eigentlich echt gut gefallen, weil man so eben auch viele ihrer Gedanken und Gefühle erfahren hat.


Fazit:
Ein starkes Thema für ein Buch, was nicht so oft behandelt wird. Alleine deswegen sticht das Buch schon aus der Masse raus. Aber auch die Umsetzung hat mir gut gefallen. Es ist ein kurzer Abriss, wie ein Amoklauf das Leben und die Person selbst verändern kann. Der Schreibstil und die Charaktere haben das gut dargestellt. Das Ende bildete einen guten Abschluss für die Geschichte, wie man sie selten liest. Dennoch ist es ein recht kurzweiliges Buch, das aber dennoch überzeugen kann.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein Buch über Amoklauf lesen möchte und wie so ein Ereignis das Leben verändern kann, wie man danach weiter leben kann. Vielleicht ist es auch eine super Idee als Schullektüre.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Rezension: "Night School - Und Gewissheit wirst du haben" von C.J. Daugherty

Lucinda ist tot doch noch gibt es Hoffnung für die Night School und Cimmeria. Doch kann Allie dem allen gerecht werden? Der Abschluss der Night School-Reihe

Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: Teil 5 von 5
Originaltitel: Night School - Endgame
Erscheinungsdatum: 15.07.2015
Seitenzahl: 400
ISBN: 9783789133374


Klappentext:
Nicht nur, dass sie ihre Großmutter schmerzlich vermisst, auch die NIGHT SCHOOL droht ohne Lucindas führende Hand nun gänzlich auseinanderzubrechen. Allie ist mehr denn je davon überzeugt, dass jeder, den sie liebt, sterben muss. Da wendet sich das Blatt: Studenten aus allen Teilen der Welt reisen an, um sich dem Kampf gegen Nathaniel anzuschließen. Sogar Allies Bruder Christopher will die Seiten wechseln und Nathaniel verlassen. Aber Allie weiß nicht, ob sie ihm trauen kann.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover passt ganz genau zu den vorherigen Bänden der Reihe, ebenso wie der Titel. Der Klappentext klingt vielversprechend und lässt auf ein spannendes Ende hoffen. Natürlich musste ich auch den Abschlussband der Reihe lesen, immerhin konnte mich die Reihe anfangs absolut begeistern, auch wenn es etwas schwächer wurde.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit den Erinnerungen an die Nacht in London, als Allie und ihre Leute in einen Hinterhalt von Nathaniel geraten sind. Ich brauchte allerdings ein paar Kapitel, bis ich wieder vollkommen in der Geschichte drin war. Danach ging es dann allerdings und das allermeiste war mir wieder präsent, aber ehrlich gesagt nicht alles.
Die Idee ist ganz gut gemacht, aber wird irgendwie immer verworrener. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich mich nicht mehr ganz an alles erinnern kann, weil es schon zu lange her ist. Eigentlich ziemlich schade.
Leider muss ich sagen, dass mir dieser Teil nicht mehr so gut gefallen hat. Der erste Teil hat mich damals richtig überwältigt, doch mit den Fortsetzungen, wurde das leider etwas weniger. Irgendwie hat sich vieles immer wiederholt und manche Zusammenhänge waren verworren.
Das Ende hingegen war gut gemacht und es kam  noch mal richtig Spannung auf. Auch wenn es vielleicht etwas zu glatt lief, aber das war zu erwarten, dass es so enden wird.

...Schreibstil:
Der Schreibstil gefällt immer noch wie vorher recht gut. Allies Sicht auf die Geschichte ist ziemlich gut gewählt. Vielleicht hätte man dieses Mal auch ein oder zwei Kapitel von Carter einfügen können, das hätte auch interessant sein können.


Fazit:
Die Reihe hat damals so gut angefangen, doch leider ist sie mit den Teilen schwächer geworden. Vieles wurde wiederholt und manches blieb unklar. Der Schreibstil ist allerdings nach wie vor großartig und Spannung kommt auch immer noch auf. Dennoch konnte es mich nicht mehr so fesseln wie vorher.
Ich empfehle dieses Buch jedem, den das Ende der Night School - Reihe interessiert. Ansonsten empfehle ich den ersten Teil jedem, der eine super spannende Geschichte sucht, die in einem Internat spielt, das ein Geheimnis birgt.

Dienstag, 10. November 2015

Hörbuchrezension: "Rain - Das tödliche Element" von Virginia Bergin

Von jetzt auf gleich fällt giftiger Regen vom Himmel und die Wenigsten erkennen die Gefahr. Wie überleben, wenn man das Haus nur schwer verlassen kann? Wer überlebt von denen, die du liebst?

Allgemeine Infos:
Verlag:
Oetinger Audio
Reihe: Teil 1 von ?
Originaltitel: The Rain
Erscheinungsdatum: 19.02.2015
Laufzeit: 539 Minuten
ISBN: 9783837308648


Klappentext:
Der Tod lauert in den Wolken.
Als Ruby ausgelassen mit ihren Freunden feiert, ahnt sie noch nicht, dass dies ihr letzter gemeinsamer Abend sein wird. Das Grauen erscheint aus dem Nichts: Giftiger Regen lässt die Menschheit von einem auf den anderen Tag dem Untergang entgegenrasen. Jeder Schritt vor die Tür kann tödlich sein. Wer nicht stirbt, kämpft mit allen Mitteln ums Überleben. Und inmitten dieses Chaos sucht Ruby verzweifelt nach Überlebenden aus ihrer Familie.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover finde ich eigentlich ganz schön und zeigt die düstere Atmosphäre. Den Titel finde ich sehr passend gewählt und der Klappentext gefällt mir auch ganz gut. Meine Kollegin hatte mir von diesem Buch erzählt und da ich das Szenario ziemlich beängstigend fand, wollte ich es gerne lese und habe es mir letztendlich als Hörbuch auf der Buchmesse gekauft.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer kurzen Einleitung von Ruby, bevor sie von ihrer eigentlichen Geschichte berichtet, von dem, was damals passiert ist und was ihr Leben verändert hat. Ich war gespannt, wie es weiter gehen würde und was Ruby ihren Lesern mitteilen möchte.
Die Idee fand ich ziemlich interessant. Ein Gift im Regen ganz plötzlich und unerwartet. Jeder, der mit dem Regen in Berührung kommt, wird schwer krank und stirbt nach kurzer Zeit. Ein ziemlich erschreckendes Szenario und gar nicht so unwahrscheinlich.
Die Geschichte war sozusagen als Rückblende aufgebaut. Ruby erzählt uns, was damals passiert ist und was sie erlebt hat und streut dabei immer wieder Dinge ein, die ihr in der Situation geholfen hätten, ihr aber erst jetzt im Nachhinein klar werden. Hat an dieser Stelle wirklich gut gepasst.
Leider fand ich Ruby etwas naiv. Die Welt geht unter und ihr ist wichtig, wie sie aussieht, wie sie geschminkt ist, das ihr Handy aufgeladen ist und das ihr Pulli zu ihren Schuhen passt. Eben ein typischer Teenanger, aber gab es in der Situation nicht wichtigere Dinge, wie Wasser und Überleben? Klar muss sie alleine zurecht kommen und irgendwo wird sie es auch versucht haben, zu verdrängen, aber manchmal hätte ich sie einfach nur gerne geschüttelt und gesagt, scheiß auf deine Haare, es geht ums Überleben.
Ansonsten fand ich die Geschichte ziemlich gut gemacht. Leider war mir das Ende zu offen, weil es scheinbar der Auftakt einer Reihe ist. Bisher habe ich jedoch noch keine weiteren Infos dazu gefunden.

...Schreibstil & Sprecherin:
Bisher habe ich einige Filme mit Josefine Preuß gesehen und mag ihre Art gerne. Deshalb wollte ich sie gerne als Hörbuchsprecherin testen und war schon nach den ersten Sätze ziemlich begeistert. Ich mag ihre Stimme einfach ziemlich gerne und sie hat auch gut zur Geschichte gepasst. Es war einfach großartig, diese Geschichte von ihr vorgelesen zu bekommen. Und es wird auch nicht mein letztes Hörbuch von ihr gewesen sein.
Generell hat mir der Schreibstil ganz gut gefallen. Er war zwar etwas jugendlich gehalten, an manchen Stellen vielleicht etwas zu viel, aber es hat zu Ruby und ihrer Art gepasst, so dass es eben ins Gesamtbild passte.  


Fazit:
Eine Dystopie, wie sie theoretisch jeder Zeit passieren kann! Die Idee konnte mich wirklich begeistern und der Schreibstil war sehr angenehm, wenn auch recht jugendlich gehalten, aber das passte zum Gesamtkonzept. Ruby war mir leider etwas naiv, sie hat den Ernst der Situation häufiger vergessen und Wert auf andere Dinge gelegt. Verständlich, aber eben auch naiv und nervig. Das Ende bleibt offen, weil es mindestens einen weiteren Teil geben wird. Aber der ganz große Pluspunkt war die Sprecherin. Ich mag Josefine Preuß sehr gerne und vor allem auch ihre Stimme. Sie hat damit und mit ihrer Art super in die Geschichte gepasst und mir das Hörbuch sehr nahe gebracht.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine interessante Dystopie sucht, in der die Welt unter geht, wie es jeden Tag passieren könnte. Ein Jugendbuch nicht nur für Jugendliche. Als Hörbuch großartig, wenn man Josefine Preuß mag.

Donnerstag, 17. September 2015

Rezension: "Der Galimat und ich" von Paul Maar

Jims größter Wunsch ist es, erwachsen zu sein, dann wäre sein Leben um einiges leichter. Bis plötzlich der Galimat auftaucht und sein Wunsch in greifbare Nähe rückt...

Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: nein
Originaltitel: Der Galimat und ich
Erscheinungsdatum: 20.02.2015
Seitenzahl: 256
ISBN: 9783789142963


Klappentext:
Der zehnjährige Jim hat nur einen Wunsch: Er möchte auf der Stelle erwachsen sein. Da taucht eines Abends plötzlich der Galimat, ein kugelförmiges Wesen, in Jims Zimmer auf. Gali bringt alle Haushaltsgeräte durcheinander und materialisiert für Jim eine Pille, durch die er für kurze Zeit erwachsen wird. Jetzt kann Jim es den fiesen Mitschülern und seinem blöden Lehrer zeigen! Doch erstens macht das weniger Spaß, als er dachte, und zweitens freundet er sich genau jetzt mit Rebekka aus seiner Klasse an. Eigentlich will Jim nie wieder eine Erwachsenwerden-Pille nehmen. Aber dann braucht Rebekka seine Hilfe.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist schön bunt gehalten, wie es sich für ein Kinderbuch gehört. Außerdem sagt der Titel direkt aus, worum es geht und auch der Klappentext ist so gestaltet. Jedoch finde ich, dass er etwas viel verrät.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit der Nacht, in der Gali in Jims Zimmer auftaucht und die Beiden sich kennen lernen. Genau wie Jim ist man als Leser total unwissend und deshalb erwartet einen eine interessante Geschichte.
Die Idee mit dem Galimat fand ich eigentlich richtig niedlich. Vor allem dass er Sachen materialisieren kann und so Jims Wunsch erfüllen könnte, klang vielversprechend und hat mich neugierig gemacht.
Leider erfährt man ziemlich wenig über den Galimat an sich. Klar bekommt man eine kurze Beschreibung, was es mit ihm auf sich hat und was es kann, aber er bleibt einfach ziemlich oberflächlich. Vielleicht reicht Kindern das aber auch, wobei sie ja eigentlich relativ neugierig sind und alles ganz genau wissen möchten. Oder sie denken sich den Rest selbst.
Außerdem braucht es recht lange, bis die Geschichte in Fahrt kommt. Die ersten fünfzig bis hundert Seiten lernt man erst einmal den Galimat, Jim, seine Familie und die Probleme und Sorgen kennen. Das finde ich bei einem Kinderbuch von 250 Seiten schon lange.
Danach geht es allerdings lustig und turbulent weiter. Gali kann Dinge materialisieren und tut es auch. Außerdem bekommt Jim die Chance darauf, dass ihm sein Wunsch erfüllt wird.
Das Ende war ein guter, runder Abschluss der Geschichte und hat mir gefallen. Auch wenn ich hätte noch länger über Gali und Jim lesen können.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten mit kurzen Sätzen, so dass man sie eben auch mit 8 Jahren versteht und seinen Spaß an der Geschichte hat. Das ganze wird durch liebevolle Zeichnungen unterstützt, die die Geschichte noch einmal veranschaulichen.


Fazit:
Ein schönes Kinderbuch vom Sams-Schöpfer! Die Idee ist sehr liebevoll und altersgerecht. Bei der Umsetzung gibt es ein paar kleine Kritikpunkte, aber das liegt vielleicht einfach daran, dass ich nicht mehr im Zielgruppenalter bin und da deswegen andere Anforderungen habe. Trotzdem eine schöne Geschichte für Kinder ab 8 mit einem gut verständlichen Schreibstil.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein Kinderbuch ab 8 Jahren sucht, dass sich mit den Themen, Freundschaft und Familie, aber auch Wünschen, Reue und Verantwortung beschäftigt und das ganze liebevoll aufgearbeitet in einer verständlichen Sprache und eingängigen Zeichnungen.

Dienstag, 11. August 2015

Rezension: "Monday Club. Das erste Opfer" von Krystyna Kuhn

Ihre beste Freundin stirbt bei einem Autounfall, doch wenig später meint sie, sie auf der Straße gesehen zu haben. Doch niemand glaubt ihr, denn sie leidet an einer seltenen Schlafkrankheit. Und was hat der Monday Club damit zu tun? 

Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Monday Club. Das erste Opfer
Erscheinungsdatum: 17.07.2015
Seitenzahl: 384
ISBN: 9783789140617


Klappentext:
Bei der sechzehnjährigen Faye Mason wurde bereits in früher Kindheit idiopathische Insomnie diagnostiziert, eine seltene Schlafkrankheit. Die schlaflosen Nächte hinterlassen Spuren: Oft kann sie Wirklichkeit und Fantasie nicht unterscheiden. Da geschieht etwas Entsetzliches: Fayes beste Freundin Amy kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch wenig später begegnet sie der totgeglaubten Amy auf der Straße. Halluziniert sie? Oder ist Amy noch am Leben? Faye sollte besser nicht zu viele Fragen stellen, auch nicht zum Monday Club, in dem alle wichtigen Leute der Stadt Mitglied sind.

"Du läufst durch die Straßen, du fragst: Bist du das - Leben? Nur Zeit, die vergeht... Dieser Tag, diese Nacht. Als wäre ein einziges Wort genug zu beschreiben, was in deiner Seele lebt." 
(Seite 59)

Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover sieht irgendwie geheimnisvoll aus und der Titel klingt sehr vielversprechend. Der Klappentext hat mich total neugierig auf die Geschichte gemacht. Außerdem habe ich von Krystyna Kuhn schon das Tal gelesen, zumindest die erste Staffel, und die konnte mich damals wirklich begeistern.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog über eine Versammlung. Die Bedeutung hinter dieser Szene wird erst im späteren Verlauf der Geschichte klar, aber hat mich schon so sehr neugierig auf das Buch gemacht. Die erste Begegnung mit dem Monday Club, von dem man ansonsten noch nichts erfahren hat. Dann kommt Fayes erster Schultag, an dem sie endlich ihre beste Freundin Amy wiedersehen wird, von der sie einen ganzen Sommer getrennt war. Doch irgendwie ist sie ganz verändert und komisch...
Die Idee rund um den Monday Club klang total interessant. Dazu Amys Tod und Fayes Krankheit machten es mal zu etwas außergewöhnlichen.
Faye kann aufgrund ihrer Krankheit nicht unterscheiden, was Traum und was Realität ist, und dann sieht sie Amy nach ihrem Tod auf der Straße, wie sie mit ihr spricht. Doch niemandem kann sie es erzählen, denn ihr würde niemand glauben. Die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen bei ihr einfach immer wieder. Dazu scheint ihr noch jeder etwas zu verheimlichen und was wollte Amy ihr unbedingt sagen? Was hat es mit dem Monday Club auf sich und warum beantwortet ihr niemand ihre Fragen?
Zusammen mit Faye versucht man immer mehr dem Geheimnis und allen Unklarheiten auf die Schliche zu kommen, doch das dauert und hält viele Überraschungen und schockierende Erkenntnisse bereit. Und doch bleibt soviel bis zum Ende unklar.
Das Ende hat mich wirklich erschüttert zurück gelassen. Der letzte Satz war ein einziger Cliffhanger und da stand spätestens fest, dass ich den nächsten Teil auch unbedingt lesen muss. Dazu bleiben einfach zu viele Fragen offen, als dass ich jetzt abschließen könnte.

...Schreibstil:
Der Schreibstil von Krystyna Kuhn hat mich total gefesselt. Wie sie Traum und Realität miteinander verwoben hat, fand ich ziemlich gut gelungen und sehr interessant. Auch welchen Teil Fayes Krankheit dabei spielt, auch wenn das etwas überbetont wurde.


Fazit:
Mal wieder ein spannendes Jugendbuch, dass sich gut als Thriller/Mystery bezeichnen lässt. Die Spannung war ziemlich schnell da und blieb auch bis zum Ende. Viele Fragen blieben offen, weshalb ich unbedingt auch den zweiten Teil lesen möchte. Besonders das Ende war total spannend und erschreckend, ein richtig fieser Cliffhanger.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen spannenden Jugendthriller sucht, in dem Traum und Realität miteinander verschwimmen und man der Wahrheit nach und nach auf die Spur kommt.

Mittwoch, 22. April 2015

Rezension: "Funklerwald" von Stefanie Taschinski

Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Akzeptanz mit liebevollen Zeichnungen und einer Moral aus der Geschichte.


Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: nein
Originaltitel: Funklerwald
Erscheinungsdatum: 20.01.2015
Seitenzahl: 255
ISBN: 9783789148071


Klappentext:
Du kannst alles schaffen, wenn ein Freund dir die Pfote reicht!

Das Luchsmädchen Lumi lebt schon immer im Funklerwald und kennt jeden Baum und jedes Tier rund um ihren Bau. Der Waschbärenjunge Rus kommt ganz neu in den Wald und sucht dort mit seiner Familie eine Heimat. Als Lumi in eine Felsspalte fällt, hilft Rus ihr aus der Patsche. Aber die anderen Funklerwald-Tiere mögen keine Neulinge. Und sie beschließen: Die Waschbären sollen verschwinden! Lumi und Rus müssen ganz schnell einen Weg finden, damit die Waschbären bleiben dürfen. Und dieser Weg führt sie in die gefährlichsten Regionen des Waldes, zu der weisen Fledermaus Maushardt und dem geheimen Wandelbaum …


"Ich hab mir gedacht, eine Gans, die zwei linke Füße hat, muss zwei rechte Flügel haben." (Seite 60)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich wunderschön und spricht mich total an, so mit dem Wald und Lumi und Rus. Der Titel passt auch ziemlich gut, immerhin geht es um den Funklerwald. Der Klappentext macht neugierig auf eine niedliche und spannende Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem normalen Alltag von Lumi, wie sie mit ihren Freunden spielt und ihre Tante ihr Jagen und Fährten lesen beibringt. Alles scheint wie immer, bis sie plötzlich Rus begegnet..
Die Idee fand ich wunderschön. Wie Lumi sich Rus und seiner Familie annimmt und versucht, dass er im Funklerwald bleiben darf, obwohl alle anderen dagegen sind.
Das ganze Buch ist einfach wie ein modernes Märchen und lässt sich super auf unsere heutige Gesellschaft übertragen. Auch bei uns kommen immer wieder 'Andere' in unseren Lebensraum und wollen dort Fuß fassen, doch die wenigsten von uns akzeptieren das. Dabei sollte man doch eigentlich jedem die gleiche Chance geben, und genau das zeigt dieses Buch.
Die Geschichte hatte stellenweise eine überraschende Spannung. Man musste einfach weiter lesen und hat mit Lumi und Rus gehofft und gebangt, aber auch viele schöne Momente erlebt.
Besonders aufgefallen sind mir die liebevollen Zeichnungen, die es fast auf jeder Seite gibt. Mal sind es kleine Blätter oder auch Teile der aktuellen Szene. Das war total passend und echt schön.
Am Ende ist natürlich alles gut ausgegangen, immerhin ist es ja für Kinder geschrieben. Aber man bleibt schon irgendwie etwas nachdenklich zurück und man denkt über die Intention der Autorin nach.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat super zum Buch gepasst. Die Sätze waren nicht allzu lang, so dass man sie auch mit acht Jahren gut verstehen kann. Außerdem war die Geschichte aus Sicht des allwissenden Erzählers geschrieben, so dass man auch einen Einblick in die anderen Charaktere bekommen hat. Aber hauptsächlich ging es um Lumi und Rus.

...Charaktere:
Lumi ist ein sehr aufgewecktes Luchsmädchen, das wahnsinnig gerne mit ihren Freunden Borste und Rissa spielt. Dabei sollte sie doch endlich mal lernen, wie man Fährten liest und Fische fängt. Doch sie hat andere Sachen im Kopf, vor allem als sie dann Rus entdeckt beweist sie eine Menge Mut und widersetzt sich den anderen.
Rus hat hingegen nicht so ein leichtes und unbeschwertes Leben. Er muss sich um seine Familie kümmern, die allerdings im Funklerwald nicht willkommen ist. Doch Lumi steht ihm zur Seite, auch wenn sie anfangs skeptisch war.
Die ganzen Charaktere waren wundervoll dargestellt. Man konnte sie gut in sie hineinversetzen und hatte ein genaues Bild vor Augen. Auch wenn man nicht mit jedem einverstanden war.

Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte, fast schon wie ein modernes Märchen. Es geht um Freundschaft, Akzeptanz und Anderssein. Liebevolle Charaktere, wunderschöne Zeichnungen und eine tolle Geschichte machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem! Dabei gibt es natürlich auch eine Moral, wie es sich für ein ordentliches Märchen gehört^^
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne ein modernes Märchen lesen möchte, in dem es um Freundschaft, Akzeptanz und Anderssein geht. Oder jedem, der gerne eine Tiergeschichte liest, die wunderschön gestaltet ist. Nicht nur ein tolles Leseerlebnis für Kinder ab 8 Jahre sondern auch für Erwachsene!

Donnerstag, 5. März 2015

Rezension: "Endgame. Die Auserwählten" von James Frey

Mehrere Meteoriten schlafen auf der Erde ein und die 12 Spieler wissen genau, dass das Ende gekommen ist und nur einer von ihnen überleben kann...


Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Endgame - The Calling
Erscheinungsdatum: 10.2014
Seitenzahl: 522
ISBN: 9783789135224


Klappentext:
ENDGAME. Zwölf Meteoriten. Zwölf Spieler. Nur einer kommt durch.

Als zwölf Meteoriten nahezu gleichzeitig an unterschiedlichen Orten der Erde einschlagen, gibt es keinen Zweifel mehr: Die Zeit ist gekommen. ENDGAME hat begonnen! Jeder der Meteoriten überbringt eine Nachricht, die die zwölf Auserwählten entschlüsseln müssen und die sie schließlich an einem geheimnisvollen Ort zusammenführt. Dort stehen sie ihren Gegnern zum ersten Mal gegenüber. Ein Wettkampf auf Leben und Tod beginnt und eine rücksichtslose Jagd um den gesamten Globus. Die Spieler müssen zu allem bereit sein. Wird Arroganz Bescheidenheit schlagen? Klugheit Stärke übertreffen? Wird Gnadenlosigkeit am Ende siegen? Schönheit von Nutzen sein? Muss man ein guter Mensch sein, um zu überleben? ENDGAME wird es zeigen. Aber nur wer die Hinweise richtig deutet und die drei Schlüssel findet, geht als Gewinner hervor. Und nur seine Linie wird überleben, wenn die gesamte Menschheit vernichtet wird.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das goldene Cover mit dem Symbol in der Mitte sticht wirklich mal hervor. Zu dem ist es beprägt, wenn man drüber fühlt.  Auch der Titel ist wirklich gut gewählt. Den Klappentext finde ich allerdings etwas lang, auch wenn er nichts verrät.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt zunächst einmal mit einem Aufruf an den Leser. Die Geschichte enthält ein Rätsel und wer es löst und sich zum genannten Ort begibt, wird Gold gewinnen.
Dann geht es genau so geheimnisvoll weiter mit allgemeinen Infos über Endgame, in denen man sich als Leser erst mal zurecht finden muss. Es ist recht viel Information auf einmal, ehe die eigentliche Geschichte beginnt, nämlich mit dem erste Spieler und wo er sich gerade befindet und was er tut, als der Meteorit einschlägt.
Grob wusste man schon mal Bescheid, was einen erwartet, aber so richtig greifbar fand ich die Geschichte zu dem Zeitpunkt noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Die Idee, das die Welt untergeht ist nicht wirklich neu und eigentlich die Grundlage aller Dystopien. Doch dieses Mal schlägt ein Meteorit oder besser gesagt mehrere ein, und die sogenannten Spieler wissen, dass jetzt ihre Zeit gekommen ist, um drei Schlüssel zu finden und ihr Geschlecht zu retten. Also mal ein neuartiger Ansatz, der mich neugierig gemacht hat.
Leider fehlte mir irgendwie die Spannung und die Erklärungen. Viel passierte einfach so und aus heiterem Himmel heraus, ohne dass großartig was erklärt wurde, wie der Spieler jetzt auf die Lösung gekommen ist oder warum er jetzt gerade da hin fährt. Manches erschien mir einfach etwas willkürlich und ich bin nicht wirklich mitgekommen. Außerdem war die Spannung nach wirklich spannenden Stellen sehr schnell wieder abgeflaut.
Es ist zwar ein Spiel auf Leben und Tod und nur wer überlebt, kann am Ende gewinnen. Dennoch fand ich es manchmal etwas eintönig und brutal. Da wurde einfach so getötet, um ans Ziel zu kommen, und nicht mal irgendwie nachgedacht, was einem der eigene Hinweis sagen soll.
Das Ende hatte ich so oder so ähnlich erwartet, also zumindest dass es irgendwie so enden würde, damit es in den folgenden Bänden weiter gehen kann. Leider fand ich es nicht so unglaublich spannend gestaltet und ich bin mir auch noch nicht ganz sicher, ob die anderen Teile lesen werde.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir nicht so gut gefallen. Irgendwie war die Geschichte nicht sehr fesselnd geschrieben. Zwar gab es einige spannende Stellen, aber danach war die Spannung auch erst mal wieder weg. Das Problem lag an den Perspektivwechseln. Zu Beginn eines jeden Kapitels wurde die Namen der vorkommenden Personen sowie eine Ortsangabe genannt, was an sich recht positiv war. Aber plötzlich war man mitten im Geschehen drin und dann ging es im nächsten Kapitel wieder um jemanden, den man vollkommen vergessen hatte und wo in dem Moment auch nicht wirklich was Spannendes passiert ist.
An sich fand ich die unterschiedlichen Perspektiven super, aber manchmal wurden sie einfach so zerstückelt, das man eher verwirrt als gespannt war.

...Charaktere:
Da kann ich dieses Mal gar nicht so viel sagen. Es gab insgesamt 12 Spieler, von denen man die meisten anfangs kennen gelernt hat, sozusagen in ihrem alten Leben bevor oder als der Meteorit einschlug. So hat man einen ersten Eindruck von ihnen bekommen. Aber dann gab es auch die, von denen man gar nichts wusste, die zwar bei der Eröffnung kurz genannt wurden und irgendwann auch mal wieder aufgetaucht sind, über die man aber sonst nichts wusste. Das fand ich ziemlich seltsam. Andere 'unwichtige' Personen hingegen hatten eine eigene Perspektive, was sich mir nicht so ganz erschließt.
Ansonsten fand ich es einfach zu viel. Ich habe teilweise viel zu viel Information bekommen und konnte es mir einfach nicht merken und war dann verwirrt, wenn darauf zurück gegriffen wurde.
Jago und Sarah fand ich beispielsweise sehr gut dargestellt und die hat man auch die meiste Zeit begleitet, so dass ich mir da auch Infos merken konnte. Beide sind recht unterschiedlich und doch irgendwie gleich. Auf der einen Seite haben sie mich fasziniert, aber auf der andere Seite auch sehr erschreckt, wie skrupellos sie sein konnten.

Fazit:
Ich weiß nicht ganz, was ich davon halten soll. Die Idee ist eigentlich richtig gut, spannend und einfach mal etwas anderes, dazu die Idee mit der realen Verknüpfung. Leider ist die Spannung immer sehr schnell abgeflaut und manche Handlungen waren mit nicht ersichtlich. Über die wenigsten Charaktere hat man etwas erfahren und meistens hat man es einfach wieder vergessen, weil es so viele Infos gab oder die Person nicht wieder auftauchte oder nur ganz kurz.
Insgesamt ist es kein schlechtes Buch, da ich die Idee, wie schon gesagt, wirklich gut fand. Aber leider sind mir zu viele Fragen offen geblieben oder es gab keine Infos oder aber einfach viel zu viele.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal eine etwas andere Dystopie mit einer tollen Grundidee sucht, der sich nicht von vielen Infos abschrecken und verwirren lässt. Oder jedem, der selbst gerne knifflige Rätsel lösen möchte und sich dabei selbst auf die Suche nach dem Schlüssel macht.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Reihen-Rezension: "Die sagenhafte Saubande" von Nina Weger

Heute möchte ich euch eine ganz zauberhafte Kinderbuchreihe vorstellen. Den ersten Teil habe ich als Leseexemplar auf der FBM bekommen und war sofort verzaubert. Den zweiten Teil habe ich dann direkt im Anschluss gelesen.

Klappentext:
Matheo hat eine besondere Gabe: Der Neunjährige kann mit Tieren sprechen. Dabei mag er Tiere noch nicht mal besonders gern! Doch bei einem Ausflug in den Safaripark freundet er sich mit den Pudeln Toffy und Nero an. Und braucht schon bald ihre Hilfe: Im Park ist ein Känguru auf mysteriöse Weise verschwunden. Gemeinsam nehmen Matheo, das freche Mädchen Polly, die beiden Pudel sowie Spürschwein Max und Krähe Dr. Black die Spur auf.
Klappentext:
Polly unter Verdacht! Sofort ist die ganze sagenhafte Saubande zur Stelle, um Matheos bester Freundin zu helfen. Sie hat zwar etwas übertrieben, aber trotzdem muss das Saubanden-Sextett beweisen, dass Polly nichts mit dem gemeinen Tollkirschen-Anschlag zu tun hat. Dabei hat jeder seine eigenen Ideen: Max, das verfressene Spürschwein, Toffy und Nero, die streitsüchtigen Pudel, und natürlich die Krähe Dr. Black, die ganz verrückt nach Obstschnaps ist. Gar nicht so einfach für Matheo!

Allgemeine Infos:
Verlag:
Oetinger
Originaltitel: Die sagenhafte Saubande
Erscheinungsdatum: 01.2014 / 08.2014
Seitenzahl: 224 / 194
ISBN: 9783789151309 / 9783789151316


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Die Cover finde ich recht niedlich gestaltet und passen gut zum Inhalt. Die Titel, also die Untertitel, sind ebenfalls toll gewählt. Die Klappentexte machen neugierig und verraten auch nicht zu viel. Gelegentlich findet man niedliche Zeichnungen zur Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee der Saubande hat mir unglaublich gut gefallen. Eine Gruppe von zwei Kindern, zwei Pudeln, einem Spürschwein und einer Rabenkrähe
Im ersten Teil lernen sich die sechs erst einmal kennen, und schon haben sie ihren ersten Fall. Sie machen sich auf die Suche nach dem entführten Känguru. Die Spurensuche beginnt und ich hatte wirklich anfangs keine Ahnung, wer der Täter ist. Es gab ein paar überraschende Wendungen, aber natürlich konnte die Saubande den Fall erfolgreich lösen.
Im zweiten Teil steht Polly plötzlich im Verdacht, ihre Mitschülerin mit einer Tollkirsche vergiftet zu haben. Die restliche Saubande macht sich auf den Weg, die Unschuld ihrer Freundin zu vergleichen. Auch hier hatte ich wieder meine Vermutungen, aber trotzdem wurde ich überrascht.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war toll. Das Buch ließ sich unglaublich gut und leicht lesen. Man war sofort in der Geschichte drin und hat mit geraten, wurde aber auf falsche Fährten gelockt, und die Spannung stieg.

...Charaktere:
Die Charaktere sind liebevoll dargestellt. Matheo, der mit Tieren sprechen kann, aber nicht wirklich Anschluss findet, weil alle ihn komisch finden. Die beiden Pudel Toffy und Nero, die sich über alles mögen und sich super mit Matheo verstehen. Polly, die leider nicht alles mit ihren Freunden unternehmen kann, und deshalb ganz froh um Matheo und die Tiere ist. Zu guter Letzt das Spürschwein Max, was den anderen bei den Ermittlungen hilft. Nicht zu vergessen natürlich auch Dr. Black, die Rabenkrähe, der perfekte Späher.


Fazit:
Eine wirklich tolle Kinderbuchreihe! Die Idee der Saubande finde ich wirklich toll. Dazu gibt es in jedem Buch einen spannenden Fall, den Matheo, Polly und die Tiere lösen. Liebevolle Charaktere und ein sehr angenehmer Schreibstil.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine spannende tierische Geschichte, rund um Freundschaft und kleine Verbrechen sucht. Ansonsten eine absolute Leseempfehlung für Kinder ab 8 Jahren.

Sonntag, 14. September 2014

Rezension: "Gebannt - Unter fremdem Himmel" von Veronica Rossi

Allgemeine Infos:
Verlag:
Oetinger
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Under the never sky
Erscheinungsdatum: 03.2012
Seitenzahl: 429
ISBN9783789146206


Klappentext:
Getrennt durch zwei Welten, geeint im Überlebenskampf, verbunden in unendlicher Liebe.

Die siebzehnjährige Aria lebt in einer Welt, die perfekter ist als die Realität. Perry kommt aus einer Wildnis, die realer ist als jede Perfektion und in der wilde Stürme das Leben bedrohen. Als Aria in seine Welt verstoßen wird, rettet Perry ihr das Leben. Trotz ihrer Fremdheit verbindet die beiden die Verzweiflung und Sorge um die, die sie lieben. Aria will ihre verschollene Mutter wiederfinden, Perry ist auf der Suche nach seinem Neffen, an dessen Entführung er sich die Schuld gibt. Aria versucht, vor Perry zu verbergen, dass ihre Gefühle ihm gegenüber sich wandeln. Doch Perry hat dies längst schon entdeckt, aber nicht nur bei Aria, auch bei sich selbst.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich eigentlich ganz schön, zu mal es auch genau so unter dem Schutzumschlag ist. Der Titel ist ebenfalls toll gewählt und schildert die Anfangssituation ziemlich gut. Auch der Klappentext ist gut gelungen, verrät aber evtl etwas viel bzw gibt dem ganzen einen falschen Schwerpunkt.

...Grundidee & Verlauf:
Man wird förmlich in die Geschichte rein geworfen, mit fünf Personen konfrontiert und einem gänzlich neuen Sachzusammenhang bzgl der Umgebung. Dieses vollkommen Neue am Anfang hat mich ziemlich neugierig gemacht und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und was es mit allem auf sich hat.
Doch dann wechselte die Perspektive und eine ziemlich gegenteilige Situation und Umgebung wurde geschildert, was mich auch total fesseln konnte.
Die Idee einer dystopischen Gesellschaft, die ziemlich modern lebt, und der bösen Außenwelt ist nicht wirklich neu, aber konnte mich in diesem Fall vollkommen überzeugen. Es wurde ziemlich plausibel dargestellt, bis auf die Hintergründe, wie es genau dazu kam. Aber vielleicht wird das noch in den weiteren Teilen geklärt werden. Ich fand die Idee der Gesellschaft, also der Lebensumstände auf beiden Seiten sehr genial und gut dargestellt, so dass ich es mir sehr gut vorstellen konnte.
Die Spannung war wirklich schon zu Anfang irgendwie da, also ich war gefesselt, weil alles neu und unbekannt war. Als ich dann wusste bzw ahnte, wie die Geschichte verlaufen wird, habe ich mich auf etwas langatmige Szenen eingestellt, aber ich wurde positiv überrascht, die blieben nahezu aus.
Teilweise hatte ich recht schnell eine Vermutung, wie sich das ein oder andere entwickeln wird, aber dennoch wurde ich manchmal noch überrascht und alles kam ganz anders. Dennoch waren bestimmte Aspekte vorhersehbar, aber das hielt sich im überschaubaren Maß und der Weg dahin war sehr interessant.
Das Ende konnte mich noch einmal ziemlich fesseln und lässt mich sehr sehr neugierig auf den nächsten Teil zurück. Auch hier habe ich wieder so meine Vermutungen und Befürchtungen, aber was aus ihnen wird, werde ich sehen.

...Schreibstil:
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, der von Aria und der von Perry, was ich ziemlich gelungen finde, auch noch im späteren Verlauf, wo es sich nicht mehr kapitelweise abwechselt. Die Autorin schafft es schon gleich zu Anfang, eine tolle Spannung zu erzeugen, die auch an eher unspektakulären Stellen erhalten bleibt. So ließ sich die Geschichte ziemlich gut lesen, weil ich so in ihrem Bann war - genau perfekt!
Besonders gefallen haben mir die Kampfszenen, die mich besonders gefesselt haben, wobei das eigentlich gar nicht so meins ist.

...Charaktere:
Aria war mir direkt zu Anfang recht sympathisch und ich habe ab dem ersten Moment mit ihr fühlen können und konnte sie super verstehen. Sie wurde sehr tapfer dargestellt, auch wenn es schwierig war. Dennoch hatte sie ihre schwachen Momente und genau das hat sie für mich so authentisch gemacht.
Perry fand ich unheimlich faszinierend, alleine schon seine Lebensweise und seine Einstellung fand ich bewundernswert. Auch er kämpft um das, was ihm lieb ist, auch wenn es ausweglos scheint.
Auch die anderen Charaktere konnten mich überzeugen und waren allesamt vielfältig und authentisch gehalten.

Fazit:
Eine tolle Dystopie, die mich überzeugen und vor allem fesseln konnte! Die Idee war nicht ganz einmalig, aber in ihrer Umsetzung sehr interessant und von der Umgebung her super dargestellt! Ich konnte mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen, habe mitgefiebert und mich in Aria und Perry hineinversetzen können und bin mit ihnen gewandert. Vor allem die Kampfszenen waren unglaublich interessant!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine spannende Dystopie sucht, die durch taffe Protagonisten, Spannung und eine tolle Umgebung überzeugt, bei der aber auch die Liebesgeschichte fehlen darf, die aber definitiv nicht im Vordergrund steht!

Montag, 11. August 2014

Rezension: "Night School - Um der Hoffnung Willen" von C.J. Daugherty

Allgemeine Infos:
Verlag:
Oetinger
Reihe: Teil 4 von 5
Originaltitel: Night School. Resistance
Erscheinungsdatum: 15.05.2014
Seitenzahl: 414
ISBN9783789133367


Klappentext:
Auf Cimmeria herrscht der Ausnahmezustand! Hilflos müssen Allie und ihre Freunde mit ansehen, wie die Machtkämpfe die Internatsschüler zermürben und Nathaniels Einfluss immer stärker wird. Halt gibt Allie in dieser Zeit vor allem Sylvain, der seine Gefühle ihr gegenüber nicht länger verbergen kann. Nur was empfindet Allie wirklich? Bevor sie sich jedoch darüber klar werden kann, holt Nathaniel bereits zum ersten vernichtenden Schlag aus. Und Allie wird bewusst: Wenn Nathaniel nicht bekommt, was er will, ist niemand in ihrer Umgebung mehr sicher …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover hat einfach diesen Wiedererkennungswert, was mir immer noch sehr gut gefällt, da es einfach was konstantes ist. Auch den Titel finde ich wieder gelungen gewählt, ebenso wie den Klappentext.

...Grundidee & Verlauf:
Auch dieses Mal beginnt die Geschichte relativ unmittelbar und nur wenige Zeit ist seit dem letzten Teil vergangen. Nach wenigen Seiten war ich wieder in der Geschichte drin und konnte mich an das vergangene Geschehen mehr oder weniger gut erinnern. Die Erinnerung wurde mit der Zeit besser.
Die Lage auf Cimmeria spitzt sich zu und es wird noch spannender als in bisher: Wem kann man trauen, ist die Frage, die sich durch das ganze Buch zieht. Die Antwort darauf ist überraschend und schockierend!
Natürlich darf auch hier die Liebesgeschichte nicht fehlen, die sich mal wieder weiter entwickelt und zurück entwickelt. Sagen wir mal, es war irgendwie etwas klischeehaft, aber auch irgendwie ganz süß.
Der Verlauf der Geschichte ist meistens unerwartet, konnte mich fesseln und überzeugen. Also so, wie man es schon aus den vorherigen Bänden kennt.
Das Ende lässt mich auf einen grandiosen Abschluss hoffen, der hoffentlich genauso spannend weitergeht!

...Schreibstil:
Wie auch vorher, wird die Geschichte wieder aus Allies Sicht geschrieben, was einfach perfekt passt. Außerdem schafft es die Autorin, mich von Anfang an zu fesseln und Spannung zu erzeugen, die sie bis zum Ende und eigentlich noch darüber hinaus hält.

...Charaktere:
Was soll ich dazu sagen? Mittlerweile habe ich einfach so meine Lieblingscharaktere, vor allem natürlich Allie. Bei allen anderen ist es immer ein leichtes auf und ab, wer ist nett und wer hat doch etwas zu verbergen. Aber genau das gefällt mir an dieser Geschichte einfach so gut!


Fazit:
Genau so spannend wie die Vorgänger! Die Geschichte rund um die Night School und Allie wird immer verworrener und auch hier fragt man sich wieder, wem kann man überhaupt trauen! Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und mich wieder mit offenen Fragen und Erwartungen zurück gelassen. Die Liebesgeschichte ist zwar etwas klischeehaft, aber durchaus eine schöne Abwechslung zum Rest der Geschichte.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon die vorherigen Teile gelesen hat, es geht genau so spannend weiter! Ansonsten jedem, der eine spannende Reihe sucht, rund um ein rätselhaftes Internat, wo man niemals weiß, wem man eigentlich trauen kann!

Vielen Dank an den Oetinger Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Samstag, 19. Juli 2014

Rezension: "Ewiglich die Liebe" von Brodi Ashton

Allgemeine Infos:
Verlag:
Oetinger
Reihe: Teil 3 von 3
Originaltitel: Evertrue
Erscheinungsdatum: 01.05.2014
Seitenzahl: 348
ISBN9783789130427


Klappentext:
Nikki hat einen hohen Preis zahlen müssen, um Jack zu retten: der Ewigliche Cole hat sich durch eine List ihres Herzens bemächtigt. Noch immer sieht er in ihr seine Persephone, die Herrscherin der Unterwelt. Während Nikki und Jack alles daran setzen, das Herz zurückzugewinnen, bereiten Cole und seine Freunde sich darauf vor, den Kampf um die Herrschaft des Ewigseits zu gewinnen. Nikki erkennt, dass sie nur eine Chance hat, die Ewiglichen zu vernichten: Sie muss Coles Persephone werden.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover mag ich immer noch ziemlich gern, obwohl es dem von Band 1 und 2 sehr ähnlich ist. Vielleicht aber auch genau deswegen. Der Titel hätte nicht besser gewählt sein können und passt wie Faust aufs Auge. Der Klappentext ist gut gewählt, verrät aber evtl einen Tucken zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Nach wenigen Seiten war ich schon wieder in der Geschichte rund um die Ewiglichen drin, aber es war nicht ganz rund. Zwar wurde so am Rande mal kurz erwähnt, was so zuvor passiert ist, aber nicht einmal der Hauptwendepunkt des zweiten Bandes wurde erwähnt, was ich ziemlich schade finde. Da durch blieb für mich immer noch so ein bisschen die Unklarheit, obwohl es nahtlos an die Handlung von Band 2 anschließt.
Den Verlauf an sich fand ich recht gut gemacht, nach einigen Kapitel wusste man, wo die Reise hingeht, aber dennoch gab es einige Überraschungen, Hinterhalte und eine Menge Spannung. Die mythologischen Aspekte sind sehr gut in der Geschichte eingebaut und ich fand es wieder mal recht spannend, mehr davon zu erfahren.

...Schreibstil:
Wie auch schon in den beiden vorherigen Teilen gefällt mir der Schreibstil nach wie vor. Es lässt sich gut lesen, auch wenn es um die Mythologie geht. Was mir immer noch sehr gut gefällt ist, dass jedes Kapitel mit Ort und Zeitangabe überschrieben ist. So wusste ich immer sofort, was Sache war.

...Charaktere:
Nikki mochte ich auch schon immer gern. Sie ist einfach eine taffe Person trotz der Umstände. Ihre Kraft zerrt sie aus der Liebe zu Jack.
Jack fand ich in diesem Teil ehrlich gesagt etwas anstrengend. Sein Verhalten und dieses ewige eifersüchtig sein haben mich doch manchmal genervt. Das wurde einfach zu übertrieben dargestellt.
Cole dagegen fand ich ziemlich super, auch wenn er der Gegenspieler ist. Er ist mir ziemlich ans Herz gewachsen und ich weiß aber immer noch nicht, ob man ihm so ganz trauen kann.
Und natürlich darf auch der ein oder andere liebenswürdige Nebencharakter nicht fehlen.

Fazit:
Ein guter Abschluss der Trilogie! Auch wenn die Geschichte einige Schwächen aufweist, habe ich sie trotzdem gern gelesen.
Am meisten gestört hat mich, dass es keine richtige Rückblende zum vergangenen Geschehen gab, obwohl es zeitnah anschließt. Außerdem fand ich Jack manchmal etwas nervig.
Auf der anderen Seite konnte mich die Geschichte mit ihrer Spannung und den Wendungen doch überzeugen und unterhalten. Dazu beigetragen haben vor allem die anderen tollen Charaktere und der Schreibstil.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon Teil 1 und 2 gelesen hat. Ansonsten kann ich jedem, der gerne eine tolle Liebesgeschichte mit mythologischem Hintergrund sucht, Band 1 ans Herz legen.

Vielen Dank an den Oetinger Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Dienstag, 19. November 2013

Rezension: "Ewiglich die Hoffnung" von Brodi Ashton

Dies ist der zweite Teil der Ewiglich-Trilogie! Spoilergefahr!
Die Zitate und das Fazit können gefahrlos gelesen werden :)
Zur Rezension vom 1. Teil *klick*

Klappentext:
Sehnsucht, stärker ist als jede Vernunft. Liebe, ewig und für alle Zeiten.
Nichts wünscht sich Nikki sehnlicher zurück als Jack, der sich für sie geopfert hat und den Weg ins Ewigseits angetreten war. Nun versucht Nikki alles, um ihn zu retten. Doch die Träume, in denen Jack ihr erscheint, werden immer schwächer und sie weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Da macht der undurchschaubare Cole ihr ein unglaubliches Angebot und verspricht, Jack zu finden. Doch kann Nikki ihm wirklich trauen?


Meinung:
Das Cover ist ganz schön, vor allem die Schnörkel, und es hat definitiv den Wiedererkennungswert der Reihe. Den Titel finde ich unfassbar schön und super passend zum Inhalt. Auch der Klappentext gefällt mir gut und verrät auch nicht zu viel.

Die Idee gefällt mir richtig gut und ist eine sinnvolle Fortsetzung und Hinleitung. Perfekt als Mittelteil!

Von der Umsetzung bin ich einfach nur begeistert. Die Geschichte setzt nur wenige Zeit nach dem ersten Teil ein und man kommt super in die Geschichte rein. Alles wichtige wird noch einmal wiederholt und mir war Teil 1 wieder richtig präsent im Kopf. Dann vergeht etwas Zeit und die Geschichte beginnt.
Nach kurzer Zeit war schon die Spannung da, flaute wieder etwas ab und kam wieder. Es gab einige Passagen, die mir den Atem geraubt haben, aber auch zum Verschnaufen war zwischendrin Zeit. Und natürlich wieder am Ende der große Cliffhanger, also auch die Spannung für den letzten Teil garantiert.
Insgesamt hat sich die Geschichte gut lesen lassen, weil Brodi Ashtons Schreibstil einfach sehr angenehm ist. Sie beschreibt ausreichend, sodass man sich alles gut vorstellen kann, aber auch nicht zu umfangreich.
Selbstverständlich spielt auch wieder die griechische Mythologie, wie schon im ersten Band, eine entscheidende Rolle, was ich noch immer wirklich interessant finde. Es wird einfach super mit der eigentlichen Geschichte verknüpft und Parallelen werden geschaffen.
Ich bewundere Nikkis Ehrgeiz und ihren Erfolg, aber dennoch war sie mir an einem Punkt der Geschichte extrem überschwänglich und naiv. Aber sonst ist sie, wie auch Cole und Jack, ein super toller Charakter.


Zitate:
"Nur wenn wir den Abgrund hinabsteigen, finden wir die Schätze des Lebens. Dort, wo du stolperst, liegt dein Schatz. - Joseph Campbell" (S. 7)

"Im Leben sah es anders aus. Jedes falsche Abbiegen wirkte sich auf den Rest des Lebens aus. Jeder Fehler beeinflusste den Lebensweg, oder?" (S. 73)


Fazit:
Eine sehr gelungene Fortsetzung, die sich nur in der Klarheit am Anfang gesteigert hat, weil man sofort in die Geschichte findet. Sonst ist alles super, die Charaktere, die Idee, der Schreibstil...
Dennoch fehlt mir eine Kleinigkeit, für die vollen fünf Wolken, aber auch so ist es eine Leseempfehlung für jeden, der gerne etwas mit griechischer Mythologie lesen möchte, oder mit etwas Fantasy oder einfach ein schönes Jugendbuch!

Sonntag, 10. November 2013

Rezension: "Solange die Nachtigall singt" von Antonia Michaelis

Klappentext:
Ein Wald, der im Nebel ein Rätsel verbirgt. Ein Wanderer, der sich verirrt. Eine Geschichte, die dem Leser den Atem raubt.

Nach Abschluss seiner Tischlerlehre begibt sich Jari auf Wanderschaft, um Freiheit und Natur zu genießen. Dabei trifft er auf Jascha, das bezauberndste Mädchen, dem er je begegnet ist, und folgt ihr zu ihrer Enklave mitten im Wald. Gefangen zwischen märchenhafter Schönheit und menschlichen Abgründen wird der harmlose Tischler zum unerbittlichen Jäger. Poetisch und fesselnd erzählt Erfolgsautorin Antonia Michaelis die Geschichte einer Liebe, der kein Geheimnis zu düster und kein Opfer zu groß ist. Das Meisterwerk einer Märchenerzählerin.


Meinung:
Den Titel finde ich richtig schön und er bekommt sogar eine bedeutende Rolle im Buch, was ich ja immer klasse finde. Auch das Cover passt sehr gut zum Buch, was sich übrigens unter dem Schutzumschlag etwas verändert und einfach nur perfekt zur Geschichte passt. Außerdem ist es total geheimnisvoll, genau wie der Klappentext.

Die Idee ist einfach nur genial, spannend und einzigartig.

Von der Umsetzung bin ich noch immer richtig begeistert und genauso hatte ich es auch erwartet.
Ich liebe diesen Schreibstil einfach. Antonia Michaelis schafft es die Ebenen von Realität und Fiktion erst zu trennen und dann gekonnt miteinander verschmelzen zu lassen, dass man nachher selbst als Leser nicht mehr weiß, was wahr ist und was nicht, was man glauben kann oder lieber bezweifeln sollte. Man durchlebt die gleiche Verwirrung wie Jari und es ist so realistisch.
Da durch wird die Geschichte etwas ganz besonderes und es baut sich eine enorme Spannung auf, die mir manchmal den Atem geraubt hat.
Aber nicht nur der Schreibstil sondern auch die Geschichte an sich hat mir super gefallen. Sie war gut durchdacht, realistisch und total spannend. Anfangs dachte man, dass alles irgendwie total komisch ist und keinen Sinn macht, aber am Ende denkt man das komplette Gegenteil. Zwischenzeitlich wird man so in die Irre geleitet und fühlt sich, wie Jari, total unsicher, um dann wieder neu überrascht und bedroht zu werden.
Jari ist für mich ein ganz toller Charakter, einfach so einzigartig und irgendwie auch zu bemitleiden, aber auch total tapfer und mutig. Ich gehe da jetzt mal nicht weiter drauf ein. Aber auch Jascha hat mir gefallen, wo ich aber auch nicht mehr drauf eingehen kann.


Fazit:
Ein wunderbarer Schreibstil, bei dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwinden. Die Geschichte an sich ist super spannend, einzigartig, durchdacht, ehrlich, grausam..
Ich bin total begeistert von diesem Buch, liegt vor allem an dem super Schreibstil, aber mir fehlen etwas die Worte. Jedes Wort ist irgendwie zu viel, könnte etwas verraten, was Jari auch erst raus finden musste.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine spannende Geschichte lesen möchte, bei der man sich, wie Jari, nicht sicher ist, was wahr ist und was nicht.
Lest dieses Buch!