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Freitag, 21. Oktober 2016

Hörbuchrezension: "Die Hüter der Rose" von Rebecca Gablé

John möchte Ritter des Königs werden und nicht dem Weg folgen, den sein Vater für ihn vorsieht. Und sein Wunsch geht in Erfüllung und ihm steht eine turbulente und gefährliche Zeit bevor, die für ihn und England nicht leicht wird...

Allgemeine Infos:
Verlag:
Bastei Lübbe
Sprecher: Martin May
Reihe: Teil 2 von 5
Originaltitel: Die Hüter der Rose
Erscheinungsdatum: 10.10.2015
Laufzeit: 748 Minuten
ISBN: 9783785730508


Klappentext:
England 1413: Als der 13jährige John of Waringham fürchten muss, von seinem Vater in eine kirchliche Laufbahn gedrängt zu werden, reißt er aus und macht sich auf den Weg nach Westminster. Dort begegnet er König Harry und wird an dessen Seite schon jung zum Ritter und Kriegshelden. Doch Harrys plötzlicher Tod stürzt England in eine tiefe Krise, denn sein Sohn und Thronfolger ist gerade 8 Monate alt.


Meinung zu...

...Klappentext & Lesegrund:
Der Klappentext klingt wirklich interessant und ähnelt natürlich irgendwie dem Verlauf des ersten Teils, aber trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Familie Waringham weiter geht. Da mir der erste Teil schon so gut gefallen hatte als Hörbuch, stand direkt fest, dass ich den zweiten Teil auch hören möchte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt auf dem Gut der Waringhams mit alten bekannten Personen, nämlich mit Robin und seinem Sohn John. Ich brauchte gar nicht allzu lange, bis ich wieder in der Geschichte drin war. Klar sind es ziemlich viele Personen, die man schon wieder vergessen hatte, aber nach und nach habe ich mich wieder an sie und ihre Zusammenhänge untereinander erinnern können.
Mir gefällt einfach die Geschichte rund um die Familie Waringham. Man kann es einfach gut beschreiben mit den Worten, immer im Zentrum der Macht, aber nie selbst auf dem Königsthron.
Dieses Mal geht es jedoch nicht um Robin, den wir ausführlich in "Das Lächeln der Fortuna" kennen gelernt haben, sondern um seinen jüngsten Sohn John und sein Leben.
Ich finde es total interessant, ihn beim Erwachsen werden und seinen Entscheidungen und Erlebnissen zu begleiten und nebenher noch seine Entwicklung mitzumachen. Vor allem wie sich seine Sicht auf die Dinge verändert und seine Meinungen, wie er an seinen Aufgaben wächst und vor Herausforderungen gestellt wird. Das Alles vor dem politischen Hintergrund Englands, denn die Geschichte verläuft sehr nah an der des Königs. Da durch bekommt die Geschichte einfach noch mehr Tiefe und realen Bezug.
Es sind zwar unglaublich viele Personen, die wir kennen lernen und die auch teilweise eine wichtige Rolle spielen, aber erstaunlicherweise bekommt man es hin, sie alle zuzuordnen und nur selten wirft man mal welche durcheinander. Es ist erstaunlich, wie schnell einem manche einfach ans Herz wachsen und man so mit ihnen bangt und hofft, obwohl man sie vielleicht noch gar nicht so häufig getroffen hat, einfach weil sie so liebenswürdig sind.

...Schreibstil & Sprecherin:
Martin May kannte ich ja schon vom ersten Teil und war super froh, dass er auch wieder den zweiten Teil gelesen hat. Denn ich habe mich einfach so an ihn und seine Aussprache und alles gewöhnt gehabt, für mich passt er super zur Geschichte mit seiner Stimme.
Auch mit dem Schreibstil der Autorin kam ich wieder sehr gut klar. Als Buch wäre es mir zu langatmig, aber als Hörbuch ist es richtig gut gemacht und trotzdem interessant geschrieben, auch die Kampfszenen und politischen Diskussionen, die mich ja normalerweise nicht so reizen. 

Die Reihe:



Fazit:
Einfach eine sehr komplexe Geschichte, die aber echt viel Spaß macht, wenn man sich darauf einlässt. Denn sie bringt viel Spannung und Unterhaltung und versetzt einen über Stunden ins Mittelalter nach England und Frankreich und den Krieg zwischen den Beiden. Dabei begleiten wir einen unglaublich tollen Protagonisten, der sich von einem eher trotzigen Kind zu einem super verantwortungsbewussten, mutigen Erwachsenen entwickelt.
Ich empfehle dieses Hörbuch jedem, der schon "Das Lächeln der Fortuna" kennt. Denn man sollte unbedingt die Reihenfolge einhalten, weil man einfach auf alte Bekannte trifft und es dann vom zeitlichen Verlauf her auch logisch ist. Einfach eine tolle Reihe für Fans von historischen Romanen, die im Mittelalter spielen. Oder einfach für England- & Frankreich-Fans.

Montag, 20. Juni 2016

Hörbuchrezension: "Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé

Sein Vater ist tot und Robin steht mit seinem 12 Jahren vor dem Nichts, doch er wird Stallknecht und arbeitet sich langsam hoch. Wenn da nicht Mortimer wäre, der ihm als Feind das Leben schwer macht....

Allgemeine Infos:
Verlag:
Bastei Lübbe
Sprecher: Martin May
Reihe: Teil 1 von 5
Originaltitel: Das Lächeln der Fortuna
Erscheinungsdatum: 25.09.2013
Laufzeit: 748 Minuten
ISBN: 9783785714294


Klappentext:
England 1360. Nach dem Tod seines Vaters, des ehemaligen Earl of Waringham, reißt der zwölfjährige Robin aus der Klosterschule aus und verdingt sich als Stallknecht auf dem Gut, das einst seiner Familie gehörte. Als Sohn eines angeblichen Hochverräters zählt er zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earl, schikaniert Robin, wo er nur kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft.
Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancester erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - und er begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind.
Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das ist relativ neutral gehalten und man sieht nur das Rad der Fortuna, was super zum Inhalt passt, denn es ist immer mal wieder Thema in der Geschichte. Deshalb passt der Titel auch gut. Der Klappentext klingt auch ganz interessant und hat mich schon längere Zeit angesprochen, aber als 1200 Seiten-Buch habe ich es mir nie zugetraut mit den dünnen Seiten und der kleinen Schrift. Deshalb habe ich es als Hörbuch versucht und es war eine tolle Entscheidung.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt an dem Tag, als Robin erfährt, dass sein Vater erhängt wurde und er somit eigentlich vor dem Nichts steht. Er verlässt das Kloster und kehrt nach Waringham zurück, den ehemaligen Besitz seines Vaters. Dort verdingt er sich als Stallknecht und bekommt zugleich einen Dämpfer verpasst. Aber er verliert nicht den Mut und bleibt stark.
Die Idee hat mir total gut gefallen. Die Autorin schafft es, eine fiktive Familie Waringham mit tatsächlichen Personen der englischen Geschichte zu verknüpfen, als hätte es die Waringhams selbst damals exakt so gegeben. Zumindest erscheint es alles so super recherchiert mit den Rittern und Lords und Earls und der ganzen Struktur des Mittelalters.
Es wurde weit weniger gekämpft, als ich zuerst angenommen habe, aber das war auch gut so. Dennoch war es durchweg spannend und ich wollte einfach immer wissen, wie es weiter geht, denn irgendwas ist immer passiert.
Anfangs fand ich es etwas schwierig die ganzen Personen auseinander zu halten, und auch später hatte ich noch einige Probleme, aber man gewöhnt sich tatsächlich dran. Es gibt zwar viele wichtige Hauptpersonen, aber nach einigen Kapiteln hat man die im Kopf und kann sie auch einander zuordnen. Auch wenn es im Mittelalter so war und deshalb auch gut umgesetzt war, war es stellenweise etwas ungünstig, wenn die Kinder genauso heißen mit Vornamen wie die Eltern und sie auf verschiedenen Seiten stehen und man anfangs erst mal überlegen muss, auf welcher Seite sie stehen.
Das Ende fand ich wirklich gut und kurz vorher ist es noch einmal richtig spannend geworden. Ein super Abschluss für die Geschichte rund um Robin und seine Familie. An sich ist die Geschichte nun abgeschlossen. In "Die Hüter der Rose" geht es nun weiter mit dem Nachkommen von Robin und somit wird eine neue Geschichte beginnen mit alten Mustern.

...Schreibstil & Sprecherin:
Martin May war mir bisher zwar noch kein Begriff, aber jetzt bin ich großer Fan von ihm. Er hat mir "Das Lächeln der Fortuna" so unglaublich nah gebracht, dass ich mich nur schon wegen der Stimme aufs Weiterhören gefreut habe.
Bisher hatte ich auch noch nichts von Rebecca Gablé gelesen, aber ihre Wortwahl hat mir gefallen. Sie hat das Mittelalter super eingefangen und nicht nur mit ihrer Wortwahl als solche sondern auch mit ihren Beschreibungen eine Welt von früher projeziert, in die ich mich super hineinversetzen konnte und mich wohlgefühlt habe.    


Fazit:
Eine der besten Entscheidungen, die ich in letzter Zeit hatte, nämlich dieses Hörbuch anzufangen. Dieser historische Roman rund um Robin und die Waringhams konnte mich begeistern, fesseln und unterhalten, weit über zehn Stunden lang und ich habe mich jede einzelne Stunde darauf gefreut, weiter zu hören und mehr aus der Welt von Robin zu erfahren. Mit 'Schuld' daran war auch die tolle Stimme von Martin May, der hoffentlich auch die anderen Teile sprechen wird.
Ich empfehle dieses Hörbuch jedem, der einen tollen historischen Roman sucht, der im Mittelalter spielt und es ganz wunderbar darstellt. Außerdem ist dieses Hörbuch eine Möglichkeit, mal in neue Gefilde aufzubrechen, auch wenn euch historische Romane bisher noch nicht so angesprochen haben oder euch die Seitenzahl des Buches abschreckt. Das merkt man beim Hörbuch so absolut gar nicht.

Donnerstag, 11. April 2013

Rezension: Der verborgene Kreis von Jenni Mills

Inhalt:
Nach einem Hubschrauberabsturz, bei dem India Luftaufnahmen filmen sollte, zieht sie zurück zu ihrer Oma nach Avebury und dem alten Steinkreis.
Vor vielen Jahren hat Alexander Keiller, ein erfolgreicher Archäologe, diesen Kreis rekonstruiert. Bei seiner Arbeit vor dem zweiten Weltkrieg lernte er Frannie und ihren Freund Davey kennen.
Nun ist India dabei die Wahrheit über ihre Familie herauszufinden. Denn es scheint etwas zu geben, über das ihre Oma, Frannie, nicht reden möchte...

Meinung:
Das Buch war als "archäologischer Thriller und englische Familiengeschichte" beschrieben. Das machte mich natürlich neugierig, da ich sehr gerne Familiengeschichten lesen :)
Deshalb hatte ich doch schon gewisse Erwartungen, die nicht unbedingt erfüllt wurden.

Die Idee der Geschichte hat mir eigentlich gut gefallen und auch der Schauplatz, ein alter mysteriöser Steinkreis. Es ging viel um Archäologie, wie angekündingt, aber auch um Geschichte und das Heidentum.
Diese Passagen waren manchmal sehr langatmig und zu ausführlich.

Das Geschehen spielte einmal in der Vergangenheit kurz vom dem zweiten Weltkrieg, als Frannie ihre Geschichte erzählt und einmal aus Indias Sicht in der Gegenwart. Das fand ich eigentlich auch ganz gut, wobei die beide Erzählstränge sehr langatmige Szenen hatten und insgesamt nur sehr wenig Spannung aufgebaut wurde. Schade, da hätte man an vielen Stellen mehr rausholen können.

Mit India bin ich auch nicht so richtig warm geworden. Einerseits hatte ich schon Mitleid mit ihr, aber andererseits fand ich sie einfach unsympathisch. Ich kann noch nicht einmal wirklich sagen, warum.
Frannie war sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart eine sehr nette Person, die mir sofort sympathisch war.
Davey war für mich einfach nur doof. Er hat total offensichtliche Dinge einfach nicht wahrgenommen, aber vielleicht war das auch zu der Zeit damals so.
John, ein guter Freund von Indias Familie, erschien auch sympathisch und geheimnisvoll, vielleicht weil er so stark im Heidentum verwurzelt war.

Das Ende war seltsam und ungenügend: Es gab zwar irgendwie eine Auflösung des Geheimnisses, aber irgendwie auch nicht. Ich möchte da jetzt auch nicht drauf eingehen, weil das zu sehr spoilern würde. Teilweise war es auch sehr verworren, sodass ich fast nicht mehr mitgekommen bin.

Fazit:
Das Buch hat meine Erwartungen absoulut nicht erfüllt, was ich sehr bedauere: Die Spannung war kurz am Ende mal da, aber da war die Geschichte auch gleichzeitig sehr verworren. Die Charaktere waren in Ordnung, aber nicht wirklich super. Insgesamt sehr langatmige Phasen, die über mehrere Kapitel gingen.
Die Idee war im Grunde sehr gut, aber hätte viel besser umgesetzt sein können.
Vielleicht für Leute mit Interesse an Archäologie oder Heidentum sehr interessant, aber für mich nicht so sehr.

Vielen Dank an den Dumont Verlag zur Bereitstellung :)

Übrigens verlose ich dieses Buch zum Welttag des Buches! 
Ich hoffe, dass es euch besser gefallen wird als mir :)

Sonntag, 24. Februar 2013

Rezension: Auge des Mondes von Brigitte Riebe

Inhalt:
Als Mina eines Abends im Teich badet, wird sie um ein Haar von einer Schlange getötet. Allerdings rettet ihr eine Katze das Leben. Sie nennt sie Bastet, wie die große Katzengöttin.
Eines Tages, als sie wieder ihre Geschichten auf dem Markt erzählt, ist der Perser Numi plötzlich in ihrem Publikum. Eigentlich ist er ein Feind der Familie, aber das ändert sich bald.
Und nicht nur das: Normalerweise wimmelt es in Per-Bastet nur so von Katzen und auf einmal sind sie alle weg, und mit ihnen auch Minas Bastet. Ruft die Göttin nach neuen Opfergaben?


Meinung:
Eigentlich bin ich kein großer Fan von historischen Romanen, weil ich da irgendwie keinen Zugang zu finde.
Hier war es jedoch anders.

Die Geschichte spielt in Ägypten, genau in Per-Bastet einer Stadt am Nil. Mina verdient ihren Lebensunterhalt damit, dass sie auf dem Markt Geschichten erzählt. Das finde ich ja schon interessant, sein Geld damit zu verdienen, Geschichten mündlich zu erzählen.
Kurz drauf wird sie von einer Katze gerettet. Das ganze mit den Katzen hat mir gut gefallen.

Was mich allerdings gestört und verwirrt hat, waren die Namen der Personen. Okay, Mina kannte ich und habe sie auch nicht mit anderen verwechselt. Aber wenn mehrere fremndländische Namen, in diesem Fall ägyptische, mit dem gleichen Buchstaben anfangen, bin ich immer sehr verwirrt, weil ich mir den genauen Namen nicht gut merken kann. Deshalb habe ich immer Probleme, die Personen dem Geschehen zuzuordnen.

Ansonsten waren manche Charaktere nett und andere echt seltsam und unsympathisch, für mich zumindest.

Etwa ab der Hälfte spürte man, wie sich Spannung aufbaute, die sogar bis zur letzten Seite blieb. Das hat mir sehr gut gefallen und ehrlich gesagt, hatte ich das auch nicht erwartet.


Zitat:
"Man spürt doch, ob man zusammengehört. Da gibt es so ein Summen im ganzen Körper, eine Art inneres Vibrieren. Als ob alles, was man hat und was man ist, dem anderen antworten würde."


Fazit:
Die Idee war okay, mal etwas anderes. Spannung gab es auch und das sogar bis zur letzten Seite. Die Charaktere waren teilweise gut und teilweise mochte ich sie nicht, außerdem war Verwirrung wegen den Anfangsbuchstaben inklusive.
Insgesamt ein nettes Buch für zwischendurch.