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Montag, 10. Juni 2019

Rezension: "Die Stille zwischen den Sekunden" von Tania Witte

"Wäre sie nicht gestolpert, hätte sie die U-Bahn noch erreicht. Die U-Bahn, in der eine Bombe explodierte..."

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: nein
Originaltitel: Die Stille zwischen den Sekunden
Erscheinungsdatum: 08.03.2019
Seitenzahl: 296
ISBN: 978-3-401-60474-9


Klappentext:
Nur knapp ist Mara einem Bombenattentat in der U-Bahn entgangen. Ihre Mitschüler nennen sie seither „Das Mädchen, das überlebt hat“ und erwarten Betroffenheit von ihr. Aber Mara hat ganz andere Sorgen. Ihre Freundin Sirîn meldet sich immer seltener und scheint plötzlich komplett unerreichbar. Je mehr Mara ihr zu helfen versucht, desto mehr Unverständnis und Ablehnung erntet sie. Was verheimlichen alle vor ihr? Erst als sich ihr Schwarm Chriso in die Suche einschaltet, kommt die erschütternde Wahrheit ans Licht.

An dieser Stelle vielen Dank an den Arena Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt mit einer scheinbar ganz harmlosen Situation, doch bereits wenige Seiten später passiert etwas furchtbares: Ein Bombenattentat in einer U-Bahn, die Mara nur knapp verpasst hat.
Mara als Protagonistin fand ich ganz gut gelungen, quasi das normale Mädchen aus der Schule, über das plötzlich alle reden - immerhin hat sie überlebt. Wie sie mit dem Erlebten umgeht, fand ich ebenfalls sehr authentisch dargestellt. Sie schwankt zwischen Unglaube, Verdrängung, Nachforschungen, eben der ganzen Bandbreite der Gefühle und Empfindungen.
Chriso hingegen ist eher so der Coole, der Youtuber, ebenfalls gut ausgearbeitet. Vielleicht teilweise etwas stereotypisch, aber durch seine Entwicklung in der Geschichte wurde er mir dann doch sympathisch.
Zusammen versuchen die Beiden herauszufinden, warum sich Maras beste Freundin Sirin nicht mehr meldet. Gerade wo sie sie so dringend braucht. Dazu hatte ich mir während des Lesens auch so meine Gedanken gemacht, wobei es mir schwer fiel, eine plausible Erklärung zu finden.
Ein kleiner Minuspunkt für mich am Buch war leider die jugendliche Sprache. Ich fand es zwar zur Geschichte und den Charakteren vollkommen passend, aber mich hat es manchmal im Lesefluss gestört. Auf der anderen Seite hat die Autorin so ein gutes Umfeld geschaffen, in dem sich die Zielgruppe direkt mit identifizieren kann.
Gerade das Ende der Geschichte hat mich richtig geschockt, überrascht und zum Nachdenken gebracht. Damit hatte ich tatsächlich nicht gerechnet. Gefühlt gab es keinerlei Andeutungen vorher oder ich habe sie sehr gekonnt überlesen. Wirklich gut gelungen, aber gleichzeitig sehr erschreckend. Aber gerade durch dieses Ende fühlt man sich Mara noch einmal sehr viel näher.

Fazit:
Insgesamt bin ich mit wenig Erwartungen an das Buch ran gegangen und wurde sehr positiv überrascht. Eine starke Geschichte, die sich besonders in der zweiten Hälfte entwickelt. Hier hat die Autorin es sehr feinfühlig und spannend geschafft, das Thema Traumata in eine Geschichte zu packen.
Empfehlen würde ich das Buch jedem, der ein Jugendbuch zum sensiblen Thema Bombenattentat und Traumataverarbeitung sucht.

Mittwoch, 7. März 2018

Rezension: "Der Schein" von Ella Brix

Alina hat keine Lust aufs Internat, doch dann entdeckt sie ein geheimnisvolles Schiff und ein Mädchen, das mehr zu wissen scheint und das ihr irgendwie bekannt vorkommt..

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: nein
Originaltitel: Der Schein
Erscheinungsdatum: 10.01.2018
Seitenzahl: 472
ISBN: 978-3-401-60413-8


Klappentext:
Alina ist neu auf dem Internat Hoge Zand auf der kleinen Ostseeinsel Griffiun. Eines Nachts sieht Alina aus einem der Turmzimmer ein dunkles Schiff am Horizont, das seltsame Blitze über das angrenzende Naturschutzgebiet schießt. Auf der Suche nach Antworten trifft sie in den Dünen auf Tinka, der sie sich sofort auf unheimliche Weise verbunden fühlt. Das Mädchen mit der seltsamen Ausrüstung weiß viel mehr, als sie wissen dürfte und verschwindet immer wieder spurlos. Als Alina mit Hilfe der Lonelies, ihrer neuen Freundes-Clique, versucht, den Rätseln der kleinen Insel auf die Spur zu kommen, macht sie eine Entdeckung, die alles in Frage stellt, was sie jemals für wahr gehalten hat …


Mein Lesegrund:
Zu den Anfangszeiten meines Blogs habe ich zwei Bücher von Antje Wagner gelesen und fand sie großartig. Kurz vor Erscheinen von "Der Schein" bekam ich von ihr eine super nette Mail, ob ich wieder Interesse hätte. Dieses Mal jedoch nicht von ihr Alleine, sondern in Zusammenarbeit mit Tania Witte. Da mich der Inhalt sofort angesprochen hat, habe ich direkt zu gesagt.

An dieser Stelle vielen Dank an den Arena Verlag für das Rezensionsexemplar!

Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Wir lernen Alina und ihren Vater kennen, der für ein wichtiges Forschungsprojekt in die USA muss, weshalb Alina nach Hoge Zand auf Griffiun kommt. Ihre Unlust darüber merkt man ihr direkt an, immerhin muss sie ihre Freunde zurück lassen. Doch recht bald findet sie in der neuen Schule Anschluss bei den Loneliness. Eine Truppe sehr verschiedener aber wunderbarer Mitschüler, die Alina sehr herzlich aufnehmen.
Doch natürlich verläuft nicht alles so harmonisch, denn es gibt Regeln auf Hoge Zand. Das Naturschutzgebiet ist absolut tabu. Und was reizt natürlich mehr als das Verbotene. Besonders wenn dort plötzlich nachts ein geheimnisvolles schwarzes Schiff auftaucht.

Die Grundidee der Geschichte hat mir echt gut gefallen. Das schwarze Schiff klang geheimnisvoll und auch so hat die Insel merkwürdige Bewohner, die bestimmt etwas verbergen. So war ich ziemlich schnell in der Geschichte drin und war auf Alinas erste Tage sehr gespannt.
Außerdem fand ich es toll, wie auch Alinas Vergangenheit mit in der Geschichte verarbeitet war, denn die macht für Alina immer noch einen großen Teil aus. Besonders als sie anfängt die Sachen damals zu hinterfragen. Wir erkunden sozusagen zwei Geheimnisse, was das Buch zu keiner Zeit langatmig machte, weil immer was passiert ist. Selbst Kleinigkeiten wurden irgendwie wichtig.
Atmosphärisch hat das Buch bei mir wirklich gepunktet. Ich liebe das Meer und Internate. Tja da war eine kleine Ostseeinsel samt Naturschutzgebiet und einem alten Internat genau das Richtige, weshalb ich mich nochmal wohler mit der Geschichte gefühlt habe.

Die Charaktere fand ich ganz gut beschrieben. Stellenweise wirken sie vielleicht etwas klischeehaft, aber auch wiederum nicht übertrieben. Man hat gerade über die Loneliness überraschend viel erfahren, dafür dass sie eigentlich nur Nebenfiguren waren. Aber das hat mir gut gefallen. In der Truppe wird eindeutig jeder seinen Liebling finden.
Alina selbst lernen wir alleine schon durch ihre Tagebucheinträge sehr viel besser kennen. Denn diese machen auch später einen wichtigen Punkt in der Geschichte aus. Es hat mir gefallen, wie sie nicht nur mehr über ihre eigene Geschichte sondern auch über die der Insel herausfindet.

Die große Auflösung kam erst im letzten Viertel. Auf der einen Seite fand ich das Ende spannend, gut und vor allem auch rund. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet, dass das hinter allem steckt. Ich hatte zwar so meine Theorien, aber so weit ging es dann doch nicht.
Aber auf der anderen Seite war es mir einfach zu abrupt. Wir haben diese große Wendung, wissen endlich was Sache ist, was die Wahrheit ist. Und dann ist die Geschichte vorbei. Deshalb stehe ich ihm etwas zwiegespalten gegenüber. Es hat mir gefallen, aber vielleicht hätte man da ein bisschen mehr raus holen können.

...Schreibstil:
Die beiden Autorinnen konnte mich gut fesseln. Ich wollte einfach weiter lesen und musste mich regelrecht bremsen, es nicht an einem Stück zu lesen. Ihre Idee war gut durchdacht und man merkt auch nicht, dass zwei Leute am Werk waren. Stattdessen lässt es sich einfach nur gut, flüssig und spannend lesen. Außerdem haben sie die Atmosphäre perfekt rüber gebracht. 

Fazit:
Auch dieses Mal konnte mich Antje Wagner bzw auch Tania Witte von ihrer Geschichte überzeugen. Eine tolle mysteriöse und spannende Geschichte rund um Griffiun und das Internat Hoge Zand. Vergangenheit und Gegenwart werden hier mit Hinweisen verknüpft und ein spannendes Rätselraten entsteht, neben neuen Freundschaften und ihrem Wert. 
Das Ende lässt mich etwas zwiegespalten zurück: Es war spannend und definitiv ein toller Abschluss. Trotzdem kam es zu abrupt und lässt noch ein paar Fragen offen. Vielleicht hätte man an da etwas mehr rausholen können.

Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine mysteriöse, spannende Geschichte sucht, die auf einer kleinen Ostseeinsel spielt, die von der Atmosphäre her einfach toll beschrieben wird. Außerdem ein Lesetipp für jeden, der Internat-Geschichten mag, bei der es noch Rätsel zu lösen gibt.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Kurzrezensionen: "Zirkel" von Sara B. Elfgren & "Camp 21- Grenzenlos gefangen" von Rainer Wekwerth

Sie haben absolut nichts gemeinsam, doch plötzlich finden sie sich zusammen im Zirkel wieder. Denn sie sind auserwählt und sollen das Böse besiegen. Denn es hat schon um sich gegriffen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Dressler
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Cirkeln
Erscheinungsdatum: 15.06.2012
Seitenzahl: 605
ISBN: 9783841502773


Klappentext:
Die sechs Mädchen könnten nicht verschiedener sein. Abgesehen davon, dass sie in der schwedischen Kleinstadt Engelsfors leben, auf dieselbe Schule gehen und sich nicht mögen, haben sie nichts gemeinsam. Glauben sie. Doch eines Nachts werden sie im Wald zusammengeführt. Sie sind auserwählt, das Böse, das in der Stadt lauert, zu bekämpfen. Schaffen sie es, miteinander auszukommen? Denn nur mit vereinten Kräften können sie die dunklen Mächte besiegen. Ein erstes Opfer gibt es bereits – Elias, der vermeintlich Suizid begangen hat, wird mit aufgeschlitzten Pulsadern auf der Schultoilette gefunden …

Meine Meinung:
Der Anfang war schon mal spektakulär, denn Elias wird von einer Stimme in den Suizid getrieben. Doch war es wirklich Selbstmord oder steckt doch mehr dahinter? Und woher kam diese Stimme? Alles recht geheimnisvoll und genauso geht es auch weiter und zwar die ganze Geschichte über.
Zunächst lernt man erstmal die einzelnen zukünftigen Mitglieder des Zirkels kennen und wie sie zueinander stehen und was sie voneinander halten. Eindeutig alle sehr unterschiedlich, was sich auch nochmal durch die unterschiedlichen Perspektiven gezeigt hat. Aber gleichzeitig auch ganz interessant, es auch mehreren Sichten zu erfahren.
Der rote Faden hat mir auch insgesamt ganz gut gefallen. Insgesamt war es aber eher eine ruhige Spannung außer wirklich zum Ende hin. Zu dem ist das Ende relativ offen, aber es kommen ja auch noch zwei Fortsetzungen, um auch die offenen Fragen zu beantworten.
Insgesamt ist Zirkel ein interessanter, eher ruhiger, solider Reihenauftakt mit einer guten Grundidee. Ich bin gespannt, wie es weiter geht, muss aber auch jetzt nicht direkt zur Fortsetzung greifen.


Fesseln, die Schmerzimpulse senden, wenn sie sich zu weit voneinander entfernen. Das ist Alltag für Mike und Kayla in Camp 21

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: nein
Originaltitel: Camp 21- Grenzenlos gefangen
Erscheinungsdatum: 02.01.2017
Seitenzahl: 352
ISBN: 9783401601779


Klappentext:
Mike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaum und mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander gefesselt, ist es ihnen unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla versucht mit der Situation zurechtzukommen, ahnt Mike, dass im Camp etwas nicht stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall gelingt den beiden die Flucht. Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.


Meine Meinung:
Anfangs lernt man Mike und seinen Bruder kennen, die in eine Polizeikontrolle geraten. Das Ganze verläuft ziemlich unglücklich und eskaliert, sodass sie in ein Erziehungscamp kommen. Noch ist es nicht das Camp 21. Ebenso erfahren wir auch, wie Kayla ins Erziehungscamp kommt. Bei Mike war es von der Situation und der Elternreaktion her für mich nachvollziehbarer als bei Kayla. Da war es schon etwas überzogen, aber solche Eltern soll es auch geben.
Ein blödes Ereignis, bei dem Kayla mehr oder weniger mit rein gezogen wurde, bringt die beiden ins Camp 21, was sich schon deutlich vom vorherigen unterscheidet. Nun gibt es diese Fesseln und Kayla und Mike müssen sich absprechen, dürfen sich nicht zu weit voneinander entfernen und sind auch sonst harter, körperlicher Arbeit ausgesetzt.
Doch irgendwie scheint mehr dahinter zu stecken und die Spannung wächst. Aber es bleibt eher etwas oberflächlich. Zwar wollte ich gerne wissen, was Sache ist und wieso, aber die Geschichte hat mich einfach nicht so sehr gefesselt, wie ich mir erhofft hatte. Da bin ich vom Autor schon anderes gewöhnt. Lediglich das letzte Drittel kam eher an meine Erwartungen ran.
Die Auflösung war zwar an sich plausibel, aber mir dann zu wenig ausgearbeitet. Da hätte ich mir doch mehr erwartet als dann nur die letzten zehn bis 15 Seiten. Meiner Meinung nach hätte man das mehr ausarbeitet können, vor allem in der letzten Szene vielleicht noch.
Dafür war die Liebesgeschichte ganz schön, eher ruhig im Hintergrund gehalten. Damit hat sie sich gut eingefügt und war eine nette Abwechslung im eher harten Geschehen.
Insgesamt konnte das Buch meine Erwartungen nicht ganz erfüllen, vor allem hat es mir an Spannung und der Ausarbeitung der Auflösung gefehlt. Dennoch war es durchaus eine gute, interessante Idee, die ganz lesenswert ist. Für jeder, den die Thematik Erziehungscamps, interessiert oder der Rainer Wekwerths Schreibstil mag.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Kurzrezensionen: "Auf den ersten Blick" von Stephanie Perkins & "Briefe vom Weihnachtsmann" von J.R.R. Tolkien

In diesem Buch finden sich die verschiedensten Kurzgeschichten rund um Liebe zum Jahreswechsel von sehr bekannten Jugendbuchautoren. Hier ist garantiert für jeden was dabei!

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: nein
Originaltitel: Auf den ersten Blick
Erscheinungsdatum: 15.09.2016
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783401601830


Klappentext:
Immer an Silvester sieht Mags ihrem besten Freund Noel dabei zu, wie er ein anderes Mädchen um Mitternacht küsst – doch dieses Jahr soll es anders ablaufen, beschließt sie. Der Junge Shy dagegen wird bei einem Schneesturm eingeschneit und findet unverhofft seine große Liebe hinter der nächsten Wohnungstür. Nachdenklich, verspielt, lustig und überraschend anders: Die zwölf Kurzgeschichten bestechen durch die verschiedenen, humorvollen Schreibstile und bieten eine bunte Mischung aus realistischen und fantastischen Geschichten.

Meine Meinung:
Obwohl ich gar nicht so der Kurzgeschichten-Fan bin, hat mich diese Sammlung einfach angesprochen, denn ich mag Liebesgeschichte und viele der Autoren, die daran beteiligt waren. Also habe ich mich regelmäßig abends damit zurück gezogen und mal die ein oder andere Geschichte gelesen.
Es ist eine tolle Mischung von romantisch-realistisch bis verträumt fantastisch, eben nach den Genre, in dem die jeweiligen Autoren auch zu Hause sind. So ist wirklich für jeden was dabei.
Die meisten haben mir gut bis ziemlich gut gefallen, ich hatte nur so zwei drei, in die ich mich so gar nicht einfinden konnte, aber das ist vollkommen ok. Insgesamt spielen sie alle in der Weihnachtszeit bzw zum Jahreswechsel, weshalb sie mich ganz gut in Stimmung versetzen konnten.
Ich empfehle diese Sammlung jedem, der gerne Kurzgeschichte liest, der die namhaften Autoren mag oder der sich auf die Weihnachtszeit bzw den Jahreswechsel einstimmen möchte.



Wer hätte als Kind nicht gerne jedes Jahr einen Brief vom Weihnachtsmann bekommen mit tollen Geschichten und Bildern vom Nordpol?

Allgemeine Infos:
Verlag: Klett Cotta
Reihe: nein
Originaltitel: Letters from Father Christmas
Erscheinungsdatum: 15.10.2016
Seitenzahl: 192
ISBN: 9783608960365


Klappentext:
Die Briefe vom Weihnachtsmann zeigen den Autor J.R.R. Tolkien von seiner gemütvollsten Seite. Der Familienvater hat diese heiteren, atmosphärisch dichten Geschichten eigens für seine Kinder erfunden. Illustrationen und Briefe sind für Leser jeden Alters und ebenso zum Vorlesen geeignet.
Jedes Jahr im Dezember traf für Tolkiens Kinder ein Umschlag mit einer Briefmarke vom Nordpol ein. Er enthielt einen handgeschriebenen Brief und eine schöne farbig ausgestaltete Zeichnung oder Skizzen.
Die Briefe kamen vom Weihnachtsmann und erzählten wunderbare Geschichten vom Leben am Nordpol: davon, wie sich auf einmal alle Rentiere losgerissen hatten und wild herumsprangen, wie der Polarbär auf die Spitze des Nordpols kletterte, um die Zipfelmütze des Weihnachtsmannes zu holen und schließlich durch das Hausdach vom Weihnachtsmann mitten ins Eßzimmer fiel ...


Meine Meinung:
Das hätte ich mir als Kind auch gewünscht: Briefe und Zeichnungen vom Weihnachtsmann, vom Nordpol und seinen Bewohnern und allem, was da so passiert, die mir mein Vater jedes Jahr in liebevoller Kleinarbeit gestaltet und verschickt hat.
Genau das Tolkien für seine vier Kinder gemacht und in diesem Buch finden sich alle Briefe übersetzt und mit den dazugehörigen Zeichnungen.
Teilweise waren auch die Originalbriefe abgedruckt oder Teile davon, die man jedoch sehr schlecht lesen konnte aufgrund der kleinen Schrift. Das fand ich schon etwas schade, aber dafür waren die Bilder umso schöner und man hatte ja die deutschen Übersetzungen der kompletten Briefe.
Da hat Tolkien sich wirklich was einfallen lassen, wie der Weihnachtsmann am Nordpol wohnt und wer ihm alles hilft und was sie alles so erleben.
Es war einfach schön zu sehen, dass man den Briefen auch angemerkt hat, dass die Kinder älter werden. Denn auch die Briefe werden komplexer, die Geschichten länger und gehen auf die aktuelle politische Situation des zweiten Weltkriegs ein. Das fand ich echt schön gemacht und auch wie er immer noch an die älteren Kinder denkt und sie lieb grüßen lässt.
Ich muss zugeben, dass ich manche Situationen etwas zu überladen fand, da ist mir einfach zu viel auf einmal passiert und ich hatte das Gefühl, dass es ausgedacht war und dass Tolkien wollte, dass was tolles am Nordpol passiert ist. Aber ich denke, dass es für Kinder einfach total klasse ist!
Es war dann schon etwas traurig, als ich den letzten Brief gelesen habe und der Weihnachtsmann sozusagen Abschied von Priscilla genommen hat und meinte, er wartet auf sie, wenn sie selbst mal Kinder hat. Das war so ein schöner magischer Satz!
Insgesamt lohnt sich das Buch für jeden, der sich auf diesen Zauber einlassen möchte und auch einmal Briefe vom Weihnachtsmann lesen möchte, um hautnah beim Weihnachtsmann und am Nordpol sein zu können. Auch ein toller Tipp zum Vorlesen!

Samstag, 22. Oktober 2016

Rezension: "Blink of Time" von Rainer Wekwerth

Sie durchlebt immer wieder die gleiche Situation, um die Realität zu ändern. Doch nie weiß sie, was sie in der Neuen erwartet und was noch so ist, wie sie es kennt. Wovor flieht sie und was sucht sie?

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: nein
Originaltitel: Blink of Time
Erscheinungsdatum: 01.05.2015
Seitenzahl: 360
ISBN: 9783401600949


Klappentext:
Sarah Layken flieht vor der Realität – doch vor welcher?
Ein Junge will ihr helfen – doch woher weiß er von ihrem Problem?
Kein Leben ist wie das andere – doch welches ist das richtige?
Um das richtige Leben zu finden, um ihre Liebe wiederzutreffen, um ihren Bruder vor einem Unglück zu bewahren, muss Sarah Layken die gleiche Situation wieder und wieder durchleben. Sie kann sich immer wieder für ein neues Leben entscheiden, aber sie kennt vorher niemals den Preis, den sie dafür bezahlen muss.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist eigentlich recht schlicht, aber ich finde die Farben echt toll und einfach so insgesamt mag ich es echt gerne. Den Titel finde ich ganz ok, aber eigentlich mag ich lieber deutsche Titel, trotzdem passt er zum Inhalt. Der Klappentext klingt total interessant. Da ich bisher alle Bücher von Rainer Wekwerth gelesen habe und mir besonders seine Labyrinth-Trilogie super gefallen hat, musste ich natürlich auch sein neues Buch lesen. Doch dann lag es doch noch ein Jahr auf dem SUB, und jetzt bin ich endlich dazu gekommen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt an einem normalen Morgen in Sarahs Leben. Sie wacht auf und der Duft von Frühstück wabert in ihr Zimmer, und sie ist prompt genervt von ihrer Familie und ihrem kleinen Bruder. Eine ziemlich normale Situation, wie sie jeder schon mal erlebt hat, weshalb man sich super in die Geschichte einfinden kann.
Ich war einfach gespannt, was genau mich in diesem Buch erwartet. Wie flieht Sarah vor der Realität, vor welcher Realität und wie funktioniert das alles? Ich hatte gar nicht so genaue Vorstellungen, sondern habe mich eher überraschen lassen.
Die Spannung war eigentlich ab dem Moment da, an dem Sarah auf den Jungen auf der Brücke trifft bzw als sie die Geschichte des ersten Zusammentreffens erzählt, denn er ist ein neuer Mitschüler von ihr, von dem sie aber nur sehr wenig weiß. Aber irgendwas hat er zu verbergen und deshalb möchte nicht nur Sarah herausfinden, was es mit ihm auf sich hat, sondern ich war auch ziemlich neugierig.
Die Thematik ist natürlich schon ziemlich cool und absolut interessant und basiert tatsächlich auf wissenschaftlichen Fakten. Aber die hat der Autor der Einfachheit halber eher gering gehalten und nur das Allernötigste angedeutet, aber nicht wissenschaftlich sondern wirklich nur allgemein. Vielleicht hätte ich mir stellenweise in der Hinsicht etwas mehr Tiefgang gewünscht. Trotzdem war alles sehr logisch aufgebaut und man konnte der Geschichte folgen und hat alles verstanden.
Trotz viel Spannung ging es mir am Ende dann einfach irgendwie zu schnell. Da wurde solange drauf hingearbeitet und diskutiert und die Gefühle besprochen und was man verlieren könnte und riskieren muss, aber eben auch gewinnen kann und die ganze Ungewissheit. Das war auch echt gut gemacht alles. Aber dann kam das Ende und fertig. Ich weiß nicht, was ich mir erwartet hatte genau, nur einfach irgendwie mehr. Ansonsten war es ein gutes Ende und ein schöner Abschluss.

...Schreibstil:
Ich mag seinen Schreibstil einfach recht gerne. Einfach angenehm zu lesen, spannend, interessant, gefühlvoll und fesselnd, aber auf einem schönen Niveau. Eben das perfekte Jugendbuch, ohne zu platt und anspruchslos zu sein.


Fazit:
Eine super Idee, auch wenn man anfangs gar nicht so viel erwartet. Spannend gemacht, eine schöne Liebesgeschichte, ein angenehmer Schreibstil und ein toller Verlauf. Einfach eine gut gemachte Geschichte, die stellenweise etwas mehr Tiefgang vertragen hätte und ein besser ausgebautes Ende. Aber ansonsten eine tolle Geschichte über verschiedenen Realitäten!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein spannendes Jugendbuch sucht, das nicht unbedingt einer typischen Fantasy- oder Teeniegeschichte entspricht, sondern einfach viel interessanter gemacht ist, auf die man sich einfach einlassen muss und sollte, auch wenn es leider nicht so bekannt ist wie manch andere.

Montag, 3. Oktober 2016

Rezension: "GoodDreams - Wir kaufen deine Träume" von Claudia Pietschmann

Leah will nicht mehr träumen. Doch dann erhält ihr Bruder eine Einladung zu einem Spiel und die Chance auf 250.000 Dollar, doch dafür muss Leah träumen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: nein
Originaltitel: GoodDreams - Wir kaufen deine Träume
Erscheinungsdatum: 01.07.2016
Seitenzahl: 360
ISBN: 9783401601519


Klappentext:
Leah will nicht mehr träumen. Zu sehr treibt sie die Angst um, nicht in die Realität zurückkehren zu können. Ihr Zwillingsbruder Mika versteht Leah nicht. Er ist Profiträumer und verdiente lange mit seinen Träumen Geld. Geld, das die Geschwister dringend für ihren kranken Vater brauchen. Eines Tages erhält Mika eine anonyme E-Mail und damit die Chance auf 250.000 Dollar: Er soll bei einem geheimen Spiel mitmachen und gegen drei andere Jugendliche antreten.
Das Ziel des Spiels? Ungewiss.
Der Startpunkt? Im Traum.
Das Problem: Seit Mika an Schlafstörungen leidet, ist für ihn ans Träumen nicht mehr zu denken. Ihre einzige Chance ist Leah. Sie muss ihre Angst überwinden und in den Traum eines Unbekannten aufbrechen. In einen Traum, der zum Albtraum wird – und der etwas enthüllt, das Leah und die gesamte Menschheit erschüttern wird …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover sieht irgendwie ganz interessant aus, ich mag es einfach von den Farben her. Der Titel klingt total klasse und hat mich zusammen mit dem interessanten Klappentext überhaupt auf das Buch aufmerksam gemacht. Ich mag einfach Träume und luzides Träumen und deshalb hat mich die Geschichte thematisch total angesprochen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit verschiedenen Szenen, bei denen ich richtig mitgefiebert habe. Recht schnell war man plötzlich in einer anderen Szene drin und ich wusste gar nicht so wirklich, was es damit auf sich hat und wer die Personen sind. Aber es war total spannend und ich wollte mehr erfahren.
Die Idee von GoodDreams klang so cool, dass man seine Träume aufnimmt, sie in einem Netzwerk hochlädt und so Likes sammelt, und damit Geld verdienen kann. Einfach so mit seinen Träumen und der Methode des luziden Träumens. Das fand ich einfach richtig interessant und genau das war auch der Einstieg der Geschichte, Träume.
Nach einem rasanten Einstieg ging es etwas ruhiger weiter, denn jetzt lernt man die einzelnen Personen etwas näher kennen. Leah, Mika, Ben, Yuna und Tayo. Alles Profiträumer außer Leah, die Angst davor hat, sich in den Träumen zu verlieren. Doch dann kommt die Einladung zu diesem Spiel und Leah muss sich ihren Ängsten stellen, denn Mika kann nicht mehr so träumen wie früher. Vor ihr liegt ein schwieriger Weg, aber sie ist willensstark und muss es für ihre Familie versuchen. Sie macht im Laufe der Geschichte eine tolle Veränderung durch, womit sie mich echt beeindruckt hat. Auch die anderen Personen fand ich interessante Charaktere, weil wieder mal jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat und sie sich zunächst aufeinander einspielen müssen, was natürlich nicht ganz ohne Reibereien passiert. Genau das fand ich so authentisch dabei. Dazu kommt der spezielle Traum als Schauplatz, über den man genauso wenig weiß, wie die Träumer selbst und man erkundet die Geschehnisse und Hintergründe gemeinsam mit ihnen und fiebert mit, denkt nach, was dahinter stecken könnte.
Das Ende brachte dann endlich Licht ins Dunkel und zwar etwas, mit dem ich vorher tatsächlich gar nicht wirklich gerechnet habe. Aber irgendwas fehlte mir. Da wurde so lange drauf hingearbeitet auf diese Auflösung und dann kommt es endlich ans Licht, die Welt erfährt davon, und dann war mehr oder weniger Ende. Keine Infos darüber, was die Welt daraus macht, was es für Konsequenzen und Folgen hat auf GoodDreams und die Welt. Einfach Schluss. Ich weiß nicht, ob es vielleicht eine Fortsetzung gibt. Dann wäre es ok, aber eigentlich bedarf die Geschichte keiner Fortsetzung, nur vielleicht ein ausführlicheres Ende.

...Schreibstil:
Die Autorin schafft es auf eine spannende und interessant Art und Weise eine Welt zu erschaffen, in der Träume eine zentrale Rolle spielen und ganz besondern ein Traum, der ein echt tolles Setting für die Geschichte darstellt. Toll fand ich die paar Szenen aus der anderen Sicht, sozusagen die Hintergründe, die aber trotzdem total kryptisch blieben. Man wusste also nur, dass da wer ist, aber sonst war man genauso ahnungslos wie die Protagonisten selbst.


Fazit:
Insgesamt war die Idee einfach großartig und der Einstieg super interessant und rasant. Einfach die ganze Spannungskurve in der Geschichte hat mir gefallen, von Anfang bis Ende wollte ich mehr erfahren und wissen, was hinter diesem Traum und dem Gewinn steckt. Zusätzlich wurden tolle Charaktere erschaffen, die über die Geschichte hinweg sehr interessant entwickeln und einiges zusammen durch machen. Trotz aller Begeisterung muss ich am Ende eine Wolke abziehen, weil mir beim Ende einfach die Ausführlichkeit fehlte bzw zusätzliche Informationen. Dennoch war es eine super spannende Geschichte mit einem guten Ende, das möchte ich gar nicht so schlecht reden, wie es jetzt vielleicht klingt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine spannende, fesselnde Fantasygeschichte sucht, die sich rund um Träume und luzides Träumen dreht, aber auch um Mut, Zusammenhalt und Freundschaft. Einfach ein toller Lesetipp!

Mittwoch, 17. August 2016

Rezension: "Aquamarin" von Andreas Eschbach

Saha hat seltsame Verletzungen, die ihr jeglichen Kontakt mit dem Meer untersagen. Und damit ist sie eine Außenseiterin. Doch dann passiert ein Unfall und sie entdeckt, dass sie eine Fähigkeit hat, die nicht sein darf...

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: Teil 1 von ?
Originaltitel: Aquamarin
Erscheinungsdatum: 01.06.2015
Seitenzahl: 408
ISBN: 9783401600222


Klappentext:
Hüte dich vor dem Meer! Das hat man Saha beigebracht. Eine seltsame Verletzung verbietet der Sechzehnjährigen jede Wasserberührung. In Seahaven ist Saha deshalb eine Außenseiterin. Die Stadt an der Küste Australiens vergöttert das Meer. Wer hier nicht taucht oder schwimmt, gehört nicht dazu. So wie Saha. Doch ein schrecklicher Vorfall stellt alles in Frage. Zum ersten Mal wagt sich Saha in den Ozean. Dort entdeckt sie Unglaubliches. Sie besitzt eine Gabe, die nicht sein darf – nicht sein kann. Nicht in Seahaven, nicht im Rest der Welt. Wer oder was ist sie? Die Suche nach Antworten führt Saha in die dunkelsten Abgründe einer blauschimmernden Welt …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover finde ich echt gut gemacht und passt richtig gut mit dem Titel zusammen. Den Klappentext fand ich recht interessant und das war eigentlich auch der Grund, warum ich das Buch gerne lesen wollte. Doch dafür lag es ziemlich lange auf meinem SUB.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt an einem normalen Schultag von Saha. Man merkt schnell, dass sie keine Freunde hat und durch ihre Verletzungen eine absolute Außenseiterin ist. Bis dieser Unfall passiert und sich alles nochmal verschlimmert. Doch irgendwas scheint dabei auch passiert zu sein. Da war meine Aufmerksamkeit voll und ganz bei der Geschichte und ich wollte unbedingt wissen, was genau es mit Sahas Verletzungen auf sich hat und warum sie das Meer meiden muss.
Die Idee fand ich echt interessant. Es erinnerte mich im ersten Moment ein bisschen an "H2O - Plötzlich Meerjungfrau", aber da ich die Serie eigentlich mochte, war ich vielleicht so interessiert von der Geschichte. Und einfach, weil es generell eine gute Idee war und mal was anderes im Fantasybereich.
Die Geschichte brauchte ein wenig, bis sie ans Laufen kam. Also nicht, dass sie sich gezogen hat, aber ich hatte einfach relativ schnell eine Vermutung, die aber erst nach vielen Kapiteln ans Licht kam. Ab dann wurde die Handlung wirklich interessant. Einfach der Schauplatz, die Eindrücke und die Gefühle und Empfindungen waren gut gewählt und machten die Geschichte zu was Besonderem, wie man es eben nicht oft liest.
Meine Vermutung hatte sich bestätigt, aber der Autor setzte noch was obendrauf, wo ich nicht mit gerechnet hatte und überraschte mich damit wirklich. Es wurde noch mal interessanter und spannender, aber das Potential wurde nicht vollständig ausgenutzt. Ich finde einfach, dass man hätte mehr aus der Geschichte rausholen können, gerade ab der Hälfte bis zum Ende.
Das Ende ist zwar irgendwo abgeschlossen, aber es bleiben offene Frage zurück, die dann hoffentlich im nächsten Teil geklärt werden. Vielleicht wird da das Potential vollständig ausgeschöpft.

...Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich eigentlich recht angenehm, aber er war auch nichts total besonderes. An den passenden Stellen spannend, und sonst relativ unspektakulär und vielleicht auch etwas jugendlich, passend zu Saha.


Fazit:
Eine gute, interessante Idee mit einer weitestgehend tollen Umsetzung. Wir haben ein schönes Setting, eine interessante Protagonistin, die typischen Antagonisten und Spannung sowie eine Menge offener Fragen. Alles zusammen endet spannend und ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte etwas schneller in Gang das Potential mehr ausgeschöpft worden wäre. Es war keineswegs eine schlechte Geschichte, aber eben mit Potential nach oben, weswegen ich gespannt auf die Fortsetzung warte.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal ein anderes, leichtes Jugend-Fantasybuch sucht, in dem man in unbekannte Welten eintaucht. Vielleicht ein Tipp für jeden, der damals gerne "H20 - Plötzlich Meerjungfrau" gesehen hat. Es ist allerdings keinesfalls nur ein doofer Abklatsch, sondern eine interessante Geschichte mit Potential und Spannung!


Montag, 27. Juni 2016

Rezension: "Die längste Nacht" von Isabel Abedi

Sie findet ein Manuskript bei ihrem Vater, dass irgendetwas mit ihr macht. Wenig später findet sie sich genau in diesem Dorf wieder, dem Ort des Manuskripts. Und auch dieser Ort verändert sie, ruft Erinnerungen in ihr wach...

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: nein
Originaltitel: Die längste Nacht
Erscheinungsdatum: 15.03.2016
Seitenzahl: 408
ISBN: 9783401061894


Klappentext:
Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet – aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah – in jener längsten Nacht ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover gefällt mir eigentlich ganz gut, auch wenn es nichts mit dem Inhalt zu tun hat. Der Titel hingegen passt zum Inhalt und der Klappentext ist evtl etwas zu lang, aber macht auf jeden Fall neugierig.
Ich habe bisher alle Jugendbücher von Isabel Abedi verschlungen und fand sie auch alle großartig. Um so größer war natürlich meine Freude, als ich gesehen habe, dass ein neues Jugendbuch von ihr erscheint.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt zu der Zeit von Vitas Schulabschluss. Ihre beiden Freunde und sie stehen kurz vor ihrer Europareise, auf die sich Vita schon ganz besonders freut, schließlich entkommt sie so einfach mal ihrem Alltag und ihrer Familie. Denn seit dem Unfall damals reden sie nicht mehr wirklich miteinander. Kurz bevor es losgeht, findet Vita das Manuskript, aber weiß nicht wirklich, warum sie dabei so ein seltsames Gefühl hat.
Damit war ich eigentlich ziemlich schnell in der Geschichte drin und wollte natürlich auch wissen, was es mit dem Manuskript auf sich hat.
Die Idee fand ich ziemlich interessant. Die Sache mit dem Manuskript klang interessant, vor allem dass sie nachher an genau dem kleinen Dorf landet, um das es dort auch geht. Dort trifft sie auf Luca, mit dem sie sich dann auch auf Anhieb gut versteht. Das hat mir so als Einstieg und Idee erst mal gut gefallen, zu mal ich als Leser ja auch schon weiß, dass noch was spannendes passiert, zumindest prophezeit es der Klappentext und darauf war ich noch gespannter.
Ich konnte mich super in dieses Gefühl des Schulabschlusses hineinversetzen, die Freiheit, die Vita und ihre Freunde auf einmal haben und die Reise, die sie planen.
Dennoch hat es irgendwie lange gebraucht, bis wirklich was passiert ist. Klar sie hatten einen tollen Reiseabschnitt im Dorf und haben Luca kennen gelernt, aber bis man sozusagen das erste über die längste Nacht erfahren hat, hat etwas die Hälfte des Buchs gedauert.
Dann war es allerdings recht spannend gemacht. Was ist damals in der längsten Nacht passiert? Jeder scheint die Wahrheit zu kennen, aber niemand möchte drüber reden oder erzählen nur Halbwahrheiten. Doch Vita lässt keine Ruhe und kommt den Geschehnissen Schritt für Schritt auf die Spur, was nicht nur sie sondern auch Luca verändert. Der spannende Teil war eigentlich ziemlich gut gemacht, aber es hat eben einfach so lange gedauert, bis es so spannend wurde, wie im Klappentext angekündigt.
Das Ende war gut. Es war ein schöner Abschluss der Geschichte, alles war geklärt und sie konnten mit dem Damals abschließen und damit leben, das Geschehene akzeptieren. Einfach ein schöner, runder Abschluss.

...Schreibstil:
Isabel Abedi konnte Vitas Gedanken und Gefühle gut einfangen. Ich war mitten drin in der Nach-dem-Abi-Freizeit und der Vorfreude vor der Europareise. Das hat sie echt schön dargestellt. Sehr gelungen fand ich auch immer wieder die Kapitel vom Verfasser des Manuskriptes, der immer mal wieder Situation dargestellt hat. Und jedes Mal habe ich drüber nachgedacht, wer es ist und wer sozusagen das Meiste zu verbergen hat.


Fazit:
Bisher waren alle Abedi-Jugendbücher großartig, aber dieses hier konnte für mich definitiv nicht mithalten. Die Idee klang vielversprechend, der Einstieg war gut und die Charaktere interessant. Auch der Schreibstil hat mir gefallen, aber die Geschichte hat einfach zu lange gebraucht, um in Schwung zu kommen bzw um das zu erfüllen, was im Klappentext versprochen wurde. Ich hätte mir die Spannung einfach nur schon zu einem früheren Zeitpunkt gewünscht. Denn der zweite Teil war echt spannend und gut gemacht.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen atmosphärischen Jugendbuch sucht, der Sommerfeeling und Italien und einen kleinen Roadtrip verspricht. Obendrauf gibt es noch eine Liebesgeschichte und sozusagen ein spannendes Familiengeheimnis.

Sonntag, 15. Mai 2016

Kurzrezensionen: "Ein Teil von uns" & "Zeitenzauber - Das verborgene Tor"

Sie treffen sich im Krankenhaus unter seltsamen Umständen und erleben die Reise ihres Leben...

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: nein
Originaltitel: Ein Teil von uns
Erscheinungsdatum: 03.03.2016
Seitenzahl: 328
ISBN: 9783401602288


Klappentext:
Ein Draufgänger, der sich von einem Risiko ins andere stürzt – das wäre der 19-jährige Aaron gerne. Stattdessen sitzt er seit seinem Nierenversagen fünfzehn Stunden pro Woche im Krankenhaus und erlebt Abenteuer nur im Kopf. Nia hingegen kann auf Abenteuer gut verzichten. Vor lauter Angst, ihre strengen Eltern zu enttäuschen, geht sie lieber gar keine Risiken mehr ein. Klar, dass es nicht gerade Liebe auf den ersten Blick ist. Aber keiner von beiden hätte sich je träumen lassen, dass ein Streit im Krankenhaus sie zum Abenteuer ihres Lebens führen könnte – und bis ans andere Ende der Welt ...

Meine Meinung:
Da mir damals das erste Buch der Autorin so super gefallen hat, war für mich klar, dass ich unbedingt auch ihr zweites lesen möchte. Meine Erwartungen wurde jedoch nicht ganz erfüllt.
Die Geschichte lebt durch ihr besonderes Thema, die Organspende. Außerdem hat die Autorin wieder zwei besondere Charaktere geschaffen mit sehr individuellen Problemen. Wer denkt, dass es durch Aaron so eine Krankengeschichte wird, der täuscht sich. Viel mehr ist es eine Begegnung zweier Personen, die sich im Krankenhaus mehr oder weniger kennenlernen, aus völlig unterschiedlichen Gründen. Keiner der Beiden hätte zuvor gedacht, wie diese Begegnung ihr Leben verändern wird, denn sie machen sich auf zu einer Reise, die sie beide verändert.
Dieses Buch hält ein interessantes Thema, zwei tolle Charaktere und eine schöne Liebesgeschichte, aber auch einige spannende Momente bereit. Dennoch waren die Gefühle nicht so stark und intensiv beim Lesen wie im ersten Buch der Autorin. Außerdem hat mir manchmal vielleicht etwas der Tiefgang gefehlt.
Insgesamt kann man jedoch sagen, dass es eine schöne Liebesgeschichte ist. Ich empfehle dieses Buch jedem, der noch etwas von Kira Gembri lesen möchte oder damit anfangen möchte. Ein Lesetipp mit Herz für den Sommer.



Eigentlich sollten sie nur kurz nach London ins Jahr 1813, doch plötzlich kommt alles anders als geplant und sie sitzen vorerst in der Vergangenheit fest, mit einem Auftrag, über den niemand so richtig was weiß...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Teil 3 von 3
Originaltitel: Zeitenzauber - Das verborgene Tor
Erscheinungsdatum: 13.03.2014
Seitenzahl: 349
ISBN: 9783833902734


Klappentext:
Anna und Sebastiano sollten eigentlich nur einen Ingenieur nach London in das Jahr 1813 begleiten. Doch dort angekommen, erwartet sie eine weitaus gefährlichere Mission: Jemand versucht, sämtliche Zeitreise-Tore zu zerstören, und nur Anna und Sebastiano können es verhindern. Getarnt als Geschwister tauchen sie in die High Society des Londoner Adels ein. Auf Kutschfahrten und Tanzfesten müssen sie sich nicht nur gegen aufdringliche Verehrer wehren, sondern kommen auch möglichen Verdächtigen auf die Spur. Doch wer spielt tatsächlich ein falsches Spiel?

Meine Meinung:
Dieses Mal befinden wir uns weder in Venedig, noch in Paris sondern in London. Um genau zu sein im Jahr 1813 in London. Ich liebe diese Atmosphäre, die die Autorin mit ihren Worten schafft. Man fühlt sich jedes Mal genau so, als würde man selbst durch die Stadt und die Zeit wandern, weil sie es so toll und eindrucksvoll beschreibt.
Dieses Mal ist es allerdings etwas anders als Teil 1 und 2, denn alles liegt irgendwie im Ungewissen und Anna und Sebastiano haben ziemlich wenige Infos zu ihrem jetzigen Auftrag. Das macht es natürlich spannender. Hinzu kommen seltsame Träume, die Anna hat, die auch irgendwie mit dem Auftrag im Zusammenhang stehen. Irgendwie geht es um das große Ganze und man blickt sozusagen hinter die Kulissen von dem, was man vorher über zwei Bücher hinweg erfahren hat. Und gleichzeitig wird auch irgendwie alles in Frage gestellt und neu aufgerollt. Einerseits total spannend und andererseits auch etwas verwirrend. Trotzdem oder gerade deswegen ist es ein tolles Ende, das eigentlich auch keine Fragen offen lässt.
Der Abschluss der Zeitenzauber-Trilogie konnte mich auf jeden Fall begeistern, auch wenn es anders als die Bände vorher war. Dennoch ein toller Abschluss für eine super Zeitreise-Reihe.
Ich empfehle diese Reihe jedem, der gerne eine Zeitreisegeschichte lesen möchte, die einfach mal anders ist.

Donnerstag, 5. November 2015

Rezension: "Wenn du dich traust" von Kira Gembri

Sie zählt alles und muss alles kontrollieren. Und dann trifft sie auf Jay, der das komplette Gegenteil ist, aber ihr einziger Ausweg zu sein scheint. Und vielleicht hilft es beiden...

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: nein
Originaltitel: Wenn du dich traust
Erscheinungsdatum: 01.06.2015
Seitenzahl: 336
ISBN: 9783401601496


Klappentext:
Lea zählt - ihre Schritte, die Erbsen auf ihrem Teller, die Blätter des Gummibaums. Sie ist zwanghaft ordentlich und meistert ihren Alltag mit Hilfe von Listen und Zahlen. Jay dagegen lebt das Chaos, tanzt auf jeder Party und hat mit festen Beziehungen absolut nichts am Hut. Niemals würde er freiwillig mit einem Mädchen zusammenziehen, schon gar nicht mit einem, das ihn so auf die Palme bringt wie Lea. Und Lea käme nie auf die Idee, mit Jungs zusammen zwischen Pizzakartons und Schmutzwäsche zu hausen. Sonnenklar, dass es zwischen den beiden heftig kracht, als sie aus der Not heraus eine WG gründen ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover spricht mich total an, immerhin sind es Blümchen und Scherenschnitt und die Farben, gefällt mir insgesamt echt. Der Titel klingt auch gut und hat eine wunderschöne Bedeutung. Der Klappentext klingt gut und verspricht eine interessante Geschichte, die mich gereizt hat, vor allem als meine Kollegin mir gesagt hat, dass es wirklich ganz lesenswert ist.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem Abend, an dem Lea und Jay das erste Mal aufeinander treffen, ohne eigentlich zu wissen, wer der Andere ist und dass sich ihre Wege noch einmal kreuzen werden. Man bekommt aus beiden Leben auch nur einen kurzen Abriss und gerne wollte ich mehr wissen, viel mehr.
Die Idee mit zwei sehr unterschiedlichen Charakteren an sich ist ja nicht unbedingt neu, aber die Beiden sind einfach großartig und vor allem Lea eine sehr interessante Protagonistin. Deshalb einen Pluspunkt für die Idee.
Die Geschichte lebt einfach von den beiden Protagonisten. Lea leidet unter zwanghaftem Zähl- & Kontrollzwang. Was sie auf der einen Seiten etwas abstoßend macht, ist auf der anderen Seite ihre verletztliche und sympathische Seite. Und genau so geht es auch Jay mit ihr. Jay ist auch erst mal etwas befremdlich und unsympathisch, aber wird im Laufe der Geschichte doch wirklich zauberhaft und wächst nicht nur mir ans Herz. Einfach das Zusammenspiel zwischen den Beiden hat es mir wirklich angetan.
Trotz allem geht es nicht nur um die Liebesgeschichte sondern auch um das Leben der Beiden und all seinen Problemen. Und die geben der Geschichte gute Wendepunkte und Spannung, so dass es nicht langweilig wird zwischen den Beiden und uns beim Lesen.
Das Ende war so schön. Zwar irgendwie offen, aber auf eine sehr schöne Art und Weise und einfach ein echt schöner Abschluss für diese Geschichte.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war sehr angenehm und hat gut zur Geschichte gepasst. Es ließ sich sehr gut lesen und hat zudem echt Spaß gemacht. Die Autorin bringt die Symbiose zwischen Jay und Lea einfach so toll rüber. Es ist sehr schön, wie immer abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt wird, das macht die Geschichte sehr greifbar und man kommt Lea und Jay noch mal näher.


Fazit:
Eine sehr schöne Liebesgeschichte! Die Idee von zwei vollkommen unterschiedlichen Personen, die sich ineinander verlieben. Klingt irgendwie klischeehaft, aber kann überzeugen. Die Geschichte lebt einfach von Lea und Jay, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber ganz toll dargestellt sind und durch den Schreibstil kann man sich auch sehr gut in sie hineinversetzen. Aber wer glaubt, nur eine Liebesgeschichte zu lesen, der wird auch tiefgreifende Probleme bekommen, Konflikte und Streit. Damit es auch wirklich nicht langweilig wird. Alles wird durch ein schönes Ende abgerundet, was noch Platz für die eigene Fantasie lässt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine schöne Liebesgeschichte sucht, die durch ihre ungewöhnlichen und sehr liebenswürdigen Charaktere überzeugt, aber eben nicht nur Friede, Freude und Eierkuchen bereithält, sondern auch das echt Leben mit ernsthaften Problemen.

Freitag, 14. November 2014

Rezension: "Das Labyrinth ist ohne Gnade" von Rainer Wekwerth

Allgemeine Infos:
Verlag:
Arena
Reihe: Teil 3 von 3
Originaltitel: Das Labyrinth ist ohne Gnade
Erscheinungsdatum: 07.2014
Seitenzahl: 339
ISBN: 9783401067902


Klappentext:
Sie sind nur noch zu dritt und sie sind geschwächt. Aber sie wollen überleben – um jeden Preis. Zweifel überschatten den Kampf gegen das Labyrinth, das mit immer neuen Mysterien für die Jugendlichen aufwartet. Ihr mühsam erworbener Teamgeist scheint nicht zu brechen, doch lohnt sich für Jeb, Jenna und Mary der gemeinsame Kampf, wenn nur einer von ihnen überleben kann? Die entscheidende Frage aber wagt niemand zu stellen: Was erwartet den letzten Überlebenden hinter dem sechsten Tor?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Meine Meinung zum Cover hat sich immer noch nicht geändert, es passt einfach perfekt zu den vorherigen Teilen und so zum Gesamteindruck. Dennoch finde ich die Farben dieses Mal etwas krass. Dafür ist der Titel wieder super gewählt, wie auch schon bei den Vorgängern. Der Klappentext ist sehr gut gelungen und macht Lust, das Buch zu lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit der fünften und letzten Welt, wie die drei Überlebenden auf dem offenen Meer treiben und um sie herum das große Nichts ist.
Die Idee gefällt mir nach wie vor immer noch sehr gut. Die Jugendliche müssen eine Welt durchqueren, an deren Ende Tore warten, aber immer nur eins weniger, als es Überlebende gibt. Einer der Drei wird also nicht weiter kommen und später nur noch einer. Dabei werden sie immer wieder mit ihrer Vergangenheit und ihren Ängsten konfrontiert. Aber wozu das Ganze?
Die Spannung war von Anfang an wieder da und ich war sofort wieder in der Geschichte drin und musste wissen, was diese Welt für sie bereithält und vor allem, wer es schaffen wird. Außerdem natürlich auch, was hinter dem letzten Tor wartet und was das Labyrinth für einen Zweck hat. Ich war also sehr gespannt und gebannt von der Geschichte. Es war wirklich durchweg spannend, mit nur kurzen Verschnaufpausen, nach denen es dann wieder rasant weiter ging. Besonders gefallen hat mir, dass die Drei häufiger mal getrennt waren, und was ihre Wahrnehmung mit ihnen gemacht hat.
Auf das Ende war ich ganz besonders gespannt, da es sich ja irgendwie alles aufklären musste. Anfangs war ich nicht ganz so überzeugt davon, weil es mir zu wenig war. Doch ein zwei Kapitel später, wurde es wieder sehr interessant und hinterhältig. Damit hätte ich wirklich nie gerechnet. Es erschien alles sehr plausibel. Wirklich gut gelöst. Ein bisschen traurig bin ich um das Ende schon, weil es jetzt endgültig zu Ende ist, aber irgendwie auch nicht. Es lässt mich etwas zwiegespalten zurück, aber lasst es einfach überraschen!

...Schreibstil:
Rainer Wekwerth hat einfach einen unheimlich spannenden und interessanten Schreibstil. Die Welten konnte ich mir so gut vorstellen, weil sie ziemlich gut beschrieben waren. Die Spannung war sofort da und alles erschien so real. Auch die Aufklärung am Ende fand ich sehr gut geschrieben und eigentlich blieben auch keine wesentlichen Fragen offen.

...Charaktere:
Ich bin immer noch ganz begeistert von den Charakteren. Nicht nur von den Drei sondern auch von den Vorherigen. Ich habe sie alle so furchtbar lieb gewonnen und sie waren alle so toll mit ihrer eigenen Geschichte, ihren Ängsten und ihrer Vergangenheit. Besonders toll fand ich einfach, die Entwicklung über die ganze Geschichte hinweg!


Fazit:
Ein spannender Trilogie-Abschluss! Die Spannung war einfach sofort wieder da, die Charaktere liebe ich einfach und die Idee finde ich immer noch grandios! Die Wendungen fand ich super und auch das Ende konnte mich begeistern. Damit hätte ich niemals gerechnet! Dennoch ist es mir vielleicht etwas zu offen geblieben. So einen klitzekleinen Epilog hätte ich mir noch gewünscht. Ansonsten einfach ein super Buch und eine super Reihe!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon die anderen beiden Teile gelesen hat. Ansonsten fangt wirklich beim ersten Teil an. Diese Reihe ist etwas für jeden, der eine spannende etwas andere Geschichte rund um sieben Jugendliche sucht, die etwas erleben, was noch keiner von uns je erlebt hat!

Sonntag, 29. Juni 2014

Rezension: "Damian - Die Wiederkehr des gefallenen Engels" von Rainer Wekwerth

Allgemeine Infos:
Verlag:
Arena
Reihe: Teil 2 von 2
Originaltitel: Damian - Die Wiederkehr des gefallenen Engels
Erscheinungsdatum: Januar 2012
Seitenzahl: 394
ISBN9783401065915


Klappentext:
Eine düstere Prophezeiung und ein altes Geheimnis.
Der Kampf dunkler Mächte um unsere Welt.
Und eine Liebe, größer als der Tod.
Damian ist auf die Erde zurückgekehrt. Aus Liebe zu Lara, die er beschützen möchte, hat er sich dem Himmel widersetzt. Lara erkennt ihn jedoch nicht. Während er gegen den Verfall kämpft, den er auf der Erde erleiden muss, versucht sie, ihren Exfreund Ben zurückzugewinnen. Doch über allem schwebt eine finstere Prophezeiung, die Lara erfüllen muss, denn sie ist mehr als ein Mensch. Damian und Lara stellen sich der dämonischen Gefahr, aber sie ahnt nicht, welchen Preis Damian für seine Liebe bezahlt hat.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich wirklich gut gelungen und hat definitiv den Wiedererkennungswert vom ersten Teil, was ich bei Reihen ziemlich wichtig finde. Auch der Titel ist darauf ausgelegt und gut gewählt. Der Klappentext ist sehr gut gelungen und verrät nicht zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee schließt nahtlos an den ersten Teil an und bringt es zu einem angemessenen Ende.
Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit Laras normalem Alltag, der Schule, und dann wird erwähnt, dass sie letztens in Berlin war, sich aber nicht daran erinnern kann, was sie dort gemacht hat. Das fand ich an sich ziemlich gut, aber leider auch sehr schade, da so auch der Leser nicht erfahren hat, was damals noch mal passiert ist. Bei mir lag leider schon  eine gewisse Zeit zwischen den beiden Büchern und ich konnte mich nur noch ganz wage an den ersten Band erinnern.
Kurz darauf taucht Damian zum ersten Mal auf, aber Lara erkennt ihn einfach nicht, weil sie sich ja nicht mehr erinnern kann.
An sich ist die Geschichte in einem wirklich guten Tempo geschrieben. Ich kam gut in die Geschichte rein und hatte Spaß am Lesen. Irgendwann baut sich dann auch langsam wieder die Spannung auf und man fiebert so zu sagen dem Ende entgegen. Leider wusste ich immer noch nicht genau, was damals noch mal passiert war.
Das Ende fand ich eigentlich ganz gut gelungen, es war rund und für die vorherigen Ereignisse angemessen. Jedoch lief mir der eigentliche Drehpunkt am Ende zu glatt ab. Lara hat ihre Bedingungen gestellt und die wurden einfach so hingenommen. Ich hätte mir an der Stelle etwas mehr Dramatik gewünscht.

...Schreibstil:
Ich mag den Schreibstil von Rainer Wekwerth sehr gern, weil es sich einfach super lesen lässt und trotzdem spannend ist. Wenn man nichts passiert, ist es dennoch nicht langweilig.
Die Geschichte wird immer aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, meist von Damian oder Lara, aber auch von anderen Nebenfiguren. Das fand ich immer ziemlich passend gewählt und eine tolle Umsetzung. Jedoch hätte ich mir gewünscht, dass zumindests in Damians Perspektive die Ereignisse aus dem ersten Teil hätten noch mal aufgerollt werden können.

...Charaktere:
Die Charaktere fand ich gut gewählt, auf der einen Seite die Bösen und auf der anderen Seite die Guten - zwar etwas klischeehaft, aber das muss so.
Lara ist an sich ein ganz normales Mädchen, wäre da nicht sozusagen ihr Vater, den sich nicht kennt aber irgendwie auch doch. Ich mochte sie sehr gern, da sie trotz ihrer Situation meistens einen kühlen Kopf bewahrt hat und mit Verstand und Mut gehandelt hat.
Damian der gefallene Engel, der versucht, Lara um jeden Preis zu beschützen. Natürlich war auch er mir sympathisch. Er war für mich einfach super mutig, was er auf sich genommen hat, nur um Lara zu beschützen, fand ich wirklich toll!
Aber auch die Nebencharaktere waren gut ausgearbeitet und hatten alle so ihre Besonderheit!


Zitate:
"Auch wenn es banal klingt, das Leben geht weiter. Im wahrsten Sinne des Wortes. Menschen werden geboren, in diesem Augenblick. Andere sterben, in diesem Augenblick. Für manche ist heute der schönste Tag ihres Lebens, für andere der traurigste, aber die Erkenntnis aus alldem ist, das Leben hält nicht an. Nicht einen Atemzug. Solange man atmet, will es gelebt werden, auch wenn das nicht stets die reine Freude ist." (S. 20)


Fazit:
Ein gelungener Abschluss, der jedoch leider ein paar Schwächen hatte! Den Verlauf und die Idee waren super, dieses ganze Engelthema war gut dargestellt, ebenso wie der Schreibstil und die Erzählperspektiven. Leider gab es jedoch keinen wirklichen Rückblick auf die vergangenen Geschehnisse, zumindest war mir das bisschen nicht ausreichend genug.
Außerdem lief es mir zum Ende hin etwas zu glatt ab.
Dennoch ist es ein runder, guter Abschluss der Geschichte!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon den ersten Teil gelesen hat und ihn gut fand! Wenn ihr Interesse an Engelgeschichten habt, lest erst den ersten Teil und dann diesen hier.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Rezension: "Das Labyrinth jagt dich" von Rainer Wekwerth

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: Teil 2 von 3 der "Labyrinth"-Trilogie
Seitenzahl: 344
ISBN: 9783401067896


Klappentext:
Fünf Jugendliche. Sie haben gekämpft, sich gequält und zwei Welten durchquert, um die rettenden Tore zu erreichen. Und wieder stellt sie das Labyrinth vor unmenschliche Herausforderungen, denn auch in der neuen Welt ist nichts, wie sie es kannten. Sie sind allein mit ihrer Vergangenheit, ihren Ängsten, ihren Albträumen. Neue Gefahren erwarten sie, aber letztendlich entpuppt sich etwas Unerwartetes als ihr größtes Hindernis: die Liebe. Jeder von ihnen mag bereit sein, durch die Hölle zu gehen, doch wer würde das eigene Leben für seine Liebe opfern?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext:
Das Cover finde ich wirklich gelungen, auch wenn es nicht unbedingt wunderschön ist. Es passt zum Inhalt und hat vor allem auch den Wiedererkennungswert zum 1. Teil. Auch der Titel passt perfekt zum Inhalt und zur gesamten Thematik. Der Klappentext klingt wieder richtig spannend und macht Lust, das Buch sofort zu lesen, ohne zu viel zu verraten.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee mit dem Labyrinth finde ich nach wie vor immer noch total genial. Die Jugendlichen müssen eine Welt nach der anderen durchqueren, wo sie mit ihren Ängsten und ihrer Vergangenheit konfrontiert werden. Am Ende jeder Welt gibt es aber immer ein rettendes Tor weniger als Jugendliche. Das baut natürlich direkt eine gewisse Stimmung im Buch auf und eine unglaubliche Spannung.
Man kommt sofort in das Buch hinein, auch wenn der erste Teil schon etwas zurück liegt. Direkt zu Anfang gibt es sozusagen eine Übersicht über die aktuelle Situation und das Vergangene.
Den Verlauf der Geschichte fand ich total super und richtig spannend.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist wirklich super gelungen und das Buch lässt sich zügig lesen. Von Anfang bis Ende hat man Spannung, mal mehr mal weniger. Sehr oft hat es mir den Atem geraubt und es gab Wendungen, mit denen ich nie gerechnet hätte. Die ganze Zeit fiebert man mit den Jugendlichen mit und stellt selbst Vermutungen über den Fortgang der Geschichte an, mit denen ich selten richtig lag.
Die ganze Geschichte wird aus den Perspektiven der einzelnen Jugendlichen geschrieben, was einfach perfekt ist. Manchmal fand ich es jedoch etwas verwirrend, wenn anfangs nicht der Name desjenigen stand, wusste man erst etwas später, wessen Perspektive es war.
Das allerbeste war aber das Setting, in dem die Geschichte spielt. Die Welten sind mit so viel Liebe erschaffen und werden super beschrieben, dass man sie sich ganz genau vorstellen kann. Es kam mir wirklich so vor, als würde ich mit den Jugendlichen durch das Labyrinth laufen.

...Charaktere:
Die Charaktere in dieser Trilogie sind etwas ganz besonderes. Jeder hat seine ganz eigene Geschichte, also Vergangenheit, seine ganze eigenen Ängste und Verhaltensweisen. Das finde ich richtig super, weil sie total authentisch sind. Außerdem gefällt mir die Entwicklung jedes einzelnen wirklich gut. Man merkt, dass das Labyrinth sie reifer und stärker macht und jeden von ihnen anders beeinflusst.


Zitate:
"Warum fallen wir? Damit wir lernen können, wieder aufzustehen." (S. 84)


Fazit:
Eine wirklich gelungene Fortsetzung, die kaum schlechter als der Vorgänger war, höchstens anders. Dieses Buch überzeugt mit tollen Charakteren, einer super Grundidee, atemberaubender Spannung und einem einmaligen Setting.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der schon den ersten Teil "Das Labyrinth erwacht" super fand. Jeder, der den Vorgänger noch nicht kennt, sollte den zuerst lesen, weil einem sonst doch etwas fehlt, vor allem diese Spannung.

Dienstag, 11. Juni 2013

Rezension: Das Labyrinth erwacht von Rainer Wekwerth

Inhalt:
Sieben Jugendliche erwachen inmitten einer Steppe. Sie sind nackt. Sie können sich an nichts erinnern. Neben ihnen ein Rucksack mit Anziehsachen drin, die so gut passen, als wären es ihre.
Sie wissen nur eines: Sie haben 72 Stunden Zeit, um die Tore zu erreichen. Das Labyrinth kennt und jagt sie. Das Problem ist, es gibt nur sechs Tore für sieben Leute...


Meinung:
Das Buch war damals ein ziemlicher Spontankauf, da ich nur eine Rezi dazu gelesen hatte. Aber der Klappentext klang schon so super spannend, dass ich es mir einfach kaufen musste.

Die Idee der Geschichte gefällt mir richtig gut, auch wenn sie mich ein bisschen an "Vakuum" von Antje Wagner erinnert hat, auch wenn es eigentlich ganz anders ist und man es nicht vergleichen kann.
Die Geschichte ist unterteilt in 1.Buch und 2. Buch. Das 1. Buch hat sich in ganz kleinen Teilen ein ganz kleines bisschen gezogen, aber das ist nicht sonderlich schlimm.

Der Schreibstil ist so klasse, dass man die Seiten sehr schnell lesen kann und sich langsam aber sicher eine intensive Spannung aufbaut, die immer deutlicher wird.

Die sieben Jugendlichen sind alle ganz unterschiedlich, vom Denken, vom Handeln, vom Aussehen und von ihrer Vergangenheit. Immer wieder blitzen Bilder in ihrem Kopf auf, die von damals erzählen.
Ganz besonders begeistert hat mich die Entwicklung jedes Einzelnen. Total selbstständig und unabhängig von den anderen und vor allem auch unerwartet.
Man kann keinen von ihnen wirklich einschätzen, auch wenn man das zunächst denkt.


Weitere Teile:
Das Labyrinth erwacht
Das Labyrinth jagt dich  erscheint im Juli 2013


Fazit:
Ein sehr spannendes Buch mit echt tollen einzigartigen Charakteren, die man nur schlecht einschätzen kann. Auch wenn die Grundidee zunächst an "Vakuum" von Antje Wagner erinnert, ist es doch ganz anders.
Durch den Epilog ein sehr guter Spannungsaufbau für den zweiten Teil!

Sonntag, 9. Juni 2013

Rezension: Rain Song von Antje Babendererde

Inhalt:
Nach fünf Jahren kehrt Hanna zum Cap Flattery zurück, um ihre große Liebe Jim zu finden, den sie hier damals traf.
Bei dem Sturz von der Klippe wird sie in letzter Minuten noch vom Makah-Indianer Greg gerettet, der sich nett um sie kümmert.
Er hilft ihr auf der Suche nach Jim. Aber was hat es mit der Frau im Wald auf sich und kann wirklich alles Zufall sein?


Meinung:
Mein zweites Buch dieser Autorin, nachdem mich das erste so begeistert hat, obwohl es um Indianer geht.

Auch in diesem Buch geht es wieder um Indianer und Hanna, eine Deutsche, die in diesem Reservat ist. Irgendwie glaube ich, dass es in allen Geschichten dieser Autorin darum geht.

Aber dennoch war dieses Buch eine Überraschung. Auch wenn ich es am Anfang nicht gedacht hätte, hat sich irgendwann wirklich Spannung entwickelt und man hat mitgefiebert. Immer wieder fragt man sich, ob diese ganzen Vorfälle wirklich noch Zufall sind. Und was haben alle gegen Hanna? Und wo ist Jim?

Man lernt etwas über die Tradition der Indianer vor allem im Schnitzen und Malen. Das war meist ganz interessant, weil es etwas anderes ist.

Die Personen waren wirklich in Ordnung. Mit Hanna bin ich relativ schnell warm geworden und ich habe ihre Situation gut verstanden. Sie war realistisch dargestellt und hat sich auch dementsprechend entwickelt.
Greg hingegen war mir zunächst sympathisch, dann wieder nicht, aber später habe ich auch ihn ins Herz geschlossen.


Zitate:
"Manchmal ist es das Beste nichts zu tun und die richtige Zeit abzuwarten."


Fazit:
Ein unerwartet spannendes Buch über Indianer und Teile ihrer Kultur, sowie die Suche nach der großen Liebe von damals, mit äußerst sympathischen Charakteren, Spannung und Mythen.