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Donnerstag, 26. Oktober 2017

Rezension: "Jackaby" von William Ritter

Abigail sucht einen Job und trifft dabei auf Jackaby, der das Ungewöhnliche und Übernatürliche sieht und vor dem sie alle warnen. Doch sie steckt schnell in ihrem ersten Fall drin...

Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: Teil 1 von 4(?)
Originaltitel: Jackaby
Erscheinungsdatum: 11.07.2011
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783570310885


Klappentext:
New Fiddleham 1892: Neu in der Stadt und auf der Suche nach einem Job trifft die junge Abigail Rook auf R. F. Jackaby, einen Detektiv für Ungeklärtes mit einem scharfen Auge für das Ungewöhnliche, einschließlich der Fähigkeit, übernatürliche Wesen zu sehen. Abigails Talent, gewöhnliche, aber dafür wichtige Details aufzuspüren, macht sie zur perfekten Assistentin für Jackaby. Bereits an ihrem ersten Arbeitstag steckt Abigail mitten in einem schweren Fall: ein Serienkiller ist unterwegs. Die Polizei glaubt, es mit einem gewöhnlichen Verbrecher zu tun zu haben, aber Jackaby ist überzeugt, dass es sich um kein menschliches Wesen handelt ...


Mein Lesegrund:
Zum einen finde ich das Cover ziemlich genial. Aber davon abgesehen hat mich die Geschichte einfach angesprochen und durch viele positive Meinungen besonders von Federecke, war das Buch recht fix gekauft und jetzt auch endlich gelesen!

Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Grundsätzlich hat mir die Geschichte gut gefallen. Ich war recht schnell drin und war so gefesselt, dass ich sie innerhalb weniger Tage beendet hatte. Wir treffen auf einen Mord, der normal wirkt, aber zugleich auch eben nicht. Und dieser Spur geht Jackaby nach, denn er sieht das Übernatürliche und das war wiederum für mich sehr faszinierend. Diese kurzen Einblicke zu bekommen, was er wahrgenommen hat und was er daraus für Rückschlüsse zieht, was Abigail im Gegensatz dazu wahrnimmt und was der Kommissar.
Mit Jackaby haben wir einen eher ungewöhnlichen Protagonisten. Auch wenn die Geschichte eigentlich aus Abigails Sicht erzählt wird, ist er selbstverständlich ein wesentlicher Bestandteil und macht das Erzählte zu etwas einmaligem. Irgendwie kann ich seinen Charakter nur schwer beschreiben, er ist eher etwas wortkarg, nachdenklich und still. Aber eigentlich tief drin ein herzensguter Mensch, der einem trotzdem sympathisch ist. Seine Art war neben der Atmosphäre das Besondere und alleine deswegen bin ich schon sehr gespannt auf den zweiten Teil. Denn insgesamt erfahren wir doch eher wenig über Jackaby, vielleicht ändert sich das noch.
Abigail hingegen lernen wir relativ gut kennen und auch sie mochte ich gern. Sie bildet einen tollen Kontrast zum Detektiv und vertritt ihre eigene Ansicht und setzt diese auch durch. Vor dem Hintergrund der Zeit macht sie das sehr mutig.
Der Fall war an sich gut durch dacht und hat mich mit seiner Wendung überraschen können, immerhin hatte auch ich den falschen Verdacht. Mit den Protagonisten zusammen und der Atmosphäre war es echt spannend, alleine wäre der Mord vielleicht eher nüchtern gewesen.
Das Ende war ein runder Abschluss der Geschichte. Der Fall und die Geschichte an sich sind abgeschlossen. Aber trotzdem bleiben Dinge ungeklärt, vor allem viel rund um Jackaby und das Übernatürliche. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass im Frühjahr 2018 der zweite Teil erscheinen wird.

...Schreibstil:
Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Ich war nach wenigen Kapiteln in der Geschichte drin und mochte einfach dieses Atmosphärische. Man merkt einfach beim Lesen, dass wir uns im 19. Jahrhundert befinden und auch, dass irgendwas an den Morden nicht normal sein kann. Das bringt er einfach ziemlich gut rüber. 

Fazit:
Eine spannende, interessante Geschichte, die verschiedene Aspekte gekonnt miteinander verknüpft. Wir haben die typische Ermittlungs-/Detektivarbeit, dazu Übernatürliches und zwei Protagonisten, die sehr unterschiedlich sind, sich aber super ergänzen. Besonders gefallen hat mir Jackaby als Charakter und die Atmosphäre.

Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein spannendes Buch mit Übernatürlichem und Detektivarbeit sucht, dass auch noch im 19. Jahrhundert spielt und durch seine tollen, gegensätzlichen Protagonisten lebt und überzeugt!

Mittwoch, 9. August 2017

Kurzrezension: "Der Bilderwächter" von Monika Feth

Die Geschichte um Jette und ihre Freunde geht weiter: Nach dem Tod von Ilkas Bruder vor zwei Jahren, muss sie sich plötzlich mit seinem Erbe befassen. Aber dabei überschlagen sich die Ereignisse...

Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: Teil 6 von 7(?)
Originaltitel: Der Bilderwächter
Erscheinungsdatum: 11.11.2013
Seitenzahl: 480
ISBN: 9783570308523


Klappentext:
Zwei Jahre lang hat Jettes Freundin Ilka den Nachlass ihres berühmten Bruders nicht angerührt. Als sie nun das erste Mal die Bilder von Ruben in Augenschein nimmt, ist es, als hätte sie die Büchse der Pandora geöffnet. Ein Mitarbeiter von Rubens Nachlassverwalter wird tot aufgefunden und ein unglaublicher Medienrummel bricht über Ilka herein. Jette und Merle ermitteln im Wettlauf gegen die Zeit, denn auch Ilka scheint in großer Gefahr zu sein ...

Meine Meinung:
Schon beim fünften Band der Reihe habe ich gemerkt, dass ich langsam zu alt für die Jette-Thriller werde. Dennoch hatte ich diesen noch auf dem SuB und wollte ihn auch gerne lesen.
An sich war der Fall gut und hat sich natürlich mal wieder im nahen Umfeld er Mädchen und ihrer WG abgespielt. Dieses Mal war Ilka persönlich betroffen bzw ging es um das Erbe ihres verstorbenen Bruders. Der Fall und das Ende waren ebenfalls schlüssig und nachvollziehbar.
Leider war die Spannung nicht so packend, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber hier setzt eben mein Alter ein, weil ich die Reihe damals vor 9 Jahren begonnen hatte, sie ganz großartig und super spannend fand. Aber mittlerweile finde ich die Geschichte zwar gut, weil ich Jette und ihre Freunde mag und kenne. Aber die Spannung reicht für mich nicht mehr, es ist mir zu einfach gestrickt.
Dennoch ist das Buch nicht schlecht, sondern eine gute, weitere Fortsetzung der Jette-Thriller. Monika Feth hat mit ihnen eine tolle Reihe für Jugendliche Thriller-Leser geschaffen!

Samstag, 12. November 2016

Rezension: "Teufelsengel" von Monika Feth

Als Volontärin beim KölnJournal muss Romy eine gute Story bringen und recherchiert in einem Mordfall. Die Polizei tappt im Dunkeln, doch Romy scheint eine Spur zu haben, die sie tiefer reinführt, als ihr lieb wäre... 

Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: Teufelsengel
Erscheinungsdatum: 18.07.2011
Seitenzahl: 416
ISBN: 9783570307526


Klappentext:
Mona Fries. Alice Kaufmann. Ingmar Berentz. Thomas Dorau. Vier Tote. Vier Morde. Vier Geheimnisse. Niemand glaubt an einen Zusammenhang. Niemand, außer Romy Berner, der jungen Volontärin beim KölnJournal. Sie beginnt, auf eigene Faust zu recherchieren – und kommt einer gefährlichen Bruderschaft auf die Spur…


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist recht stilistisch gehalten, was ich aber nicht unbedingt schlimm finde, aber auch nicht super ansprechend. Der Titel ist dafür Programm und den finde ich echt gut gewählt. Der Klappentext klingt interessant und da ich schon viele Teile der "Jette und Merle"-Reihe der Autorin gelesen habe, wollte ich gerne mal andere Charaktere kennen lernen. Außerdem lag das Buch echt ewig schon auf meinem SUB, deshalb wollte ich es endlich mal erlösen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt in der Redaktion des KölnJournal. Man lernt Romy kurz kennen und ihren Chef. Er möchte ihr eigentlich die Geschichte ausreden, aber Romy möchte sich unbedingt beweisen und bleibt dabei, bis er ihr das Okay gibt und sie stürzt sich in die Recherchen. Wie hängen die verschiedenen Fälle zusammen? Ich war gespannt auf die Lösung und fand es einen schönen Einstieg, recht ruhig aber gut gemacht.
Die Idee gefällt mir eigentlich ganz gut, sie klingt nach einer interessanten und spannenden Geschichte und es ist mal was anderes als bei den Jette-Büchern, wo Jette immer direkt in die Fälle verwickelt ist.
Durch die verschiedenen Perspektiven bekam man einen guten Einblick in die Geschichte und natürlich auch den unterschiedlichen Personen. Außerdem war es ganz gut, gemeinsam mit Romy den Zusammenhängen zwischen den Morden auf die Spur zu kommen, aber gleichzeitig auch schon einen Funken mehr zu wissen, die man aber nicht unbedingt direkt gut einordnen kann. So ist es spannend gemacht und man kann miträtseln bzw sich irgendwann überraschen lassen, wie Romy wohl auf den Zusammenhang kommt und was noch so passieren wird. Parallel zu Romy ermittelt natürlich noch die Polizei, was ich echt gut gemacht fand, auch wie es später zueinander führt.
Allerdings muss ich leider sagen, dass ich die Bücher früher besser fand, also als ich noch jünger war. Sie sind gut geschrieben und auch spannend, aber mir mittlerweile nicht mehr fesseln genug, ich sehe mich einfach als zu alt dafür bzw habe ich andere Ansprüche an einen Thriller und nein es geht nicht darum, dass es immer blutig und grausam sein muss, denn da kann ich auch mal gut ohne.
Dennoch war es insgesamt eine spannende Geschichte, bei der man von Anfang bis Ende dabei ist und miträtseln kann. Das Ende konnte mich überraschen und konnte mich zufrieden stellen. Insgesamt also doch lesenswert, für die Älteren unter uns eben etwas für Zwischendurch!

...Schreibstil:
Die Autorin kannte ich wie gesagt schon von mehreren Büchern her und mag ihren Schreibstil eigentlich ganz gerne. Sie schreibt spannend und interessant, aber eben ohne übermäßig blutig oder grausam zu sein. Meistens hat sie dabei auch noch mehrere Perspektiven, in diesem Buch ist das auch wieder der Fall. So weiß man als Leser immer etwas mehr als Romy in dem Moment, und genau das macht den Reiz und auch die Spannung aus.


Fazit:
Eine gute Idee, die spannend umgesetzt wurde! Durch verschiedene Perspektiven kann man super miträtseln und stellt recht bald seine eigenen Vermutungen an. Insgesamt war es für mich eher was für Zwischendurch, weil es zwar spannend war, mich aber nicht so fesseln konnte, wie andere Bücher dieser Art. Trotzdem war das Ende ein toller Abschluss, der einen immer noch etwas überraschen konnte.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen spannenden, aber nicht brutalen Jugendthriller sucht und nicht direkt mit einer Reihe starten möchte, die endlos viele Teile hat. Außerdem ist es nach jedem Band abschlossen und man muss nicht unbedingt weiter lesen. Ein spannender Lesetipp für Jugendliche ab 14 oder für jeden, der was spannendes für Zwischendurch sucht!

Sonntag, 5. Juni 2016

Rezension: "Schattengrund" von Elisabeth Herrmann

Nicola soll das Haus ihrer Tante erben - Schattengrund. Doch ihre Eltern sind dagegen und irgendwas scheint damals dort passiert zu sein. Um sich zu erinnern, macht sie sich auf den Weg...

Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: nein
Originaltitel: Schattengrund
Erscheinungsdatum: 12.11.2012
Seitenzahl: 416
ISBN: 9783570161265


Klappentext:
Schattengrund. Als die 17-jährige Nicola das Haus ihrer verstorbenen Tante erbt, ahnt sie nicht, wie bedeutsam dieser Name für sie wird. Es ist ein einsames Haus in einem abgelegenen Dorf, in dem sie als Kind oft zu Gast war. Ein Haus, in dem die Vergangenheit schlummert. Und ein Haus, das Nicos Eltern auf keinen Fall annehmen wollen. Als die Eltern das Erbe stellvertretend für ihre Tochter ausschlagen, reißt Nico heimlich aus, um Schattengrund wiederzufinden. Und kaum hat sie die Schwelle übertreten, da scheint eine lange verdrängte Wahrheit nach ihr zu greifen. Wie konnte sie das alles bloß vergessen? Die knarrenden Treppen, den staubigen Dachboden – und das Mädchen, mit dem sie hier immer gespielt hat? Fili, ihre allerbeste Freundin. Ihre Seelenschwester. Ihre tote Freundin. Ein grauenhaftes Verbrechen hat die Mädchen damals auseinander gerissen. Aber Nico kann ihren eigenen Erinnerungen nicht trauen. Und der Täter von damals ist noch immer im Dorf.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover finde ich für einen Thriller echt gut gemacht, weil es so mysteriös und gruselig wirkt mit der einsamen Schaukel und dem Schriftzug drunter. Der Titel ist super, kurz und präzise. Auch den Klappentext finde ich richtig interessant und spannend, wenn auch vielleicht etwas lang.
Irgendwie wollte ich dieses Buch immer mal lesen und "Lilienblut" von ihr hat mir damals auch wahnsinnig gut gefallen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt direkt mit der Testamentseröffnung, zu der Nico und ihre Eltern fahren. Nico weiß gar nicht, was sie zu dem Haus sagen soll, in dem sie viele Jahre ihrer Kindheit verbracht hat. Doch ihre Eltern sind strikt dagegen und lehnen das Erbe ab. Doch natürlich lässt es Nico keine Ruhe, denn ihre Tante hat ihr drei Rätsel hinterlassen und die strikte Ablehnung ihrer Eltern, bringen sie schließlich dazu, doch das Haus aufzusuchen. Den Einstieg fand ich großartig. Ein altes Haus wird vererbt, die Elten wollen es nicht und ein Rätsel und Geheimnisse stecken dahinter. Das fand ich einfach super spannend und musste einfach mehr über das alles erfahren und schnell weiter lesen.
Die Idee ist ebenso wie der Einstieg einfach genau mein Fall. Eine geheimnisvolle Geschichte, die viel Potential und Spannung verspricht. Und genau das habe ich auch bekommen.
Mitten im Harz, nahe des Brocken, liegt Schattengrund. Das kleine Dorf ist eingeschneit und abgeschnitten von der Außenwelt, kurz nachdem Nico dort ankommt. Das war einfach das ideale Setting für diese Geschichte. Jetzt haben wir neben dem Geheimnis, noch ablehnende Dorfbewohner, mysteriöse Vorkommnisse und eine Abgeschiedenheit vom Rest der Welt. Nur Nico, Schattengrund und das Dorf.
Die Spannung steigt immer weiter, als man dann verschiedene Dorfbewohner und ihre Einstellungen und Gedanken kennen lernt, mit dem sie es dem Mädchen echt schwer machen. Aber es gibt auch einen kleinen Hoffnungschimmer, aber ob man dem wirklich trauen kann? Immer mehr Dinge von damals gelangen ans Tageslicht und die Situation spitzt sich zu. Die Seiten flogen nur so dahin und ich musste einfach immer weiter lesen und hatte keine Ahnung, wo das ganze hinführt. Denn meine Vermutung hatte sich schnell wiederlegt und ich tappte weiter mit Nico im Dunkeln.
Das Ende war so ein guter Abschluss für das Ganze. Noch einmal total spannend mit einer tollen und erschreckenden Auflösung, die ich erst ganz zum Ende erahnt hatte.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir so super gefallen. Er hat mich einfach von der ersten bis zur letzten Seite gepackt und nicht mehr los gelassen. So lange am Stück habe ich schon ewig nicht mehr gelesen und wäre ich nicht müde gewesen, hätte Frau Herrmann mich auch die ganze Nacht problemlos an ihre Geschichte fesseln können.


Fazit:
Dieses Buch kam für mich genau zur richtigen Zeit! So einen packenden Jugendthriller habe ich wirklich schon lange nicht mehr gelesen. Es hat mich sowohl vom Schreibstil als auch von der Idee her direkt von der ersten Seiten an gepackt und mich tatsächlich nicht mehr losgelassen. Die Spannung wuchs einfach immer weiter und blieb bis zum Ende. Einfach rund um gelungen und spannend.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal wieder einen super spannenden Jugendthriller lesen möchte.

Mittwoch, 30. März 2016

Rezension: "Die Bestimmung - Letzte Entscheidung" von Veronica Roth

Was ist, wenn dein ganzes Leben eine Lüge war? Wenn alles, was du bisher als gegeben angesehen hast, gar nicht die Wahrheit ist? Tris und Four machen sich auf in die Welt hinter dem Zaun...

Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: Teil 3 von 3
Originaltitel: Allegiant
Erscheinungsdatum: 24.03.2014
Seitenzahl: 512
ISBN: 9783570161579


Klappentext:
Die Lüge hinter dem Zaun holt Tris und Four ein
Die Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was sie sich vorstellen konnten, und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen muss, kommt alles ganz anders als gedacht ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Zum Cover und Titel muss ich ja eigentlich nicht viel sagen, außer dass es jeweils gut in die Reihe und zum Inhalt passt. Der Klappentext klingt zudem total spannend, weshalb ich unbedingt weiter lesen wollte, nachdem ich die anderen beiden Teil direkt vorher gelesen hatte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt auch wieder genau dort, wo der zweite Teil auf gehört hat. Die Fraktionen sind zerfallen oder zumindest so gut wie davor, so fern es noch nicht geschehen ist und die Stadt ist dabei, sich neu zu ordnen unter einer neuen Führung. Dieses Mal bin ich besser in die Geschichte reingekommen. Der Übergang war irgendwie runder und glatter, nicht so holperig und bruchstückartig.
Von der Idee bin ich nach wie vor sehr überzeugt, jetzt sogar wieder mehr als im zweiten Teil. Die Revolution ist fast vorbei, zumindest ein Teil, der andere Teil steht unmittelbar bevor. Und man steht wieder an dem Punkt, eine komplett neue Welt zu erkunden.
Genau das hat es dieses Mal für mich wieder so spannend gemacht. Man hat einen neuen Schauplatz und neue Gepflogenheiten, an die man sich zusammen mit den Charakteren gewöhnen muss. Damit einher geht natürlich einiges an Spannung und Dramatik, denn auch hier werden wieder Opfer gebracht. Doch man lernt auch neue Leute kennen, an die man sich ein paar Seiten gewöhnen muss, aber es fiel mir leichter als im zweiten Teil.
Die Liebesgeschichichte nimmt so wie die eigentliche Geschichte, neue Wendungen und Wege, die spannend und gefühlvoll und ziemlich interessant aber auch sehr erschreckend sind.
Zum Ende hin wird es noch einmal richtig spannend und es kommt sozusagen zu einem Showdown. Das Ende selbst war ein runder, wenn auch dramatischer Abschluss der Reihe. Was ich davon genau halten soll, weiß ich immer noch nicht so recht. Auf jeden Fall war es ziemlich gut gemacht und irgendwie muss es so kommen. Aber schade ist es dennoch.

...Schreibstil:
Dieses Mal war der Schreibstil wieder viel spannender und emotionaler als im zweiten Teil. Fast reicht er an das Niveau von Band 1. Veronica Roth kann einfach richtig gut neue, ungewohnte Orte beschreiben und genau das hat für mich in diesem Band den Reiz ausgemacht.

Die Reihe:



Fazit:
Ein guter Abschluss für die Trilogie! Dieser Teil war wieder spannender als sein Vorgänger, reicht aber nicht ganz an den ersten Teil heran. Trotzdem konnte mich die Reihe insgesamt überzeugen, eben eine gute Dystopie.
Der Schreibstil und die Geschichte waren wieder spannend und ziemlich emotional und dramatisch. Die Idee gefällt mir nach wie vor ziemlich gut und die Personen machen die Geschichte einfach zu etwas besonderem, was man gut und gerne liest. Über das Ende kann man streiten, aber ich fand es dennoch gut. Eben ein runder Abschluss, auch wenn ich ihn mir natürlich anders gewünscht hätte. Aber immerhin blieben keinen Fragen offen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon "Die Bestimmung" von "Die Bestimmung - tödliche Wahrheit" gelesen hat. Ansonsten ist "Die Bestimmung" eine tolle Empfehlung für jeden, der eine spannende Dystopie in Kombination mit einer tollen Liebesgeschichte sucht, die jedoch nicht im Vordergrund steht. 
 

Dienstag, 29. März 2016

Rezension: "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit" von Veronica Roth

Sie sind auf der Flucht zu den Amite, nachdem Tris mit ansehen musste, wie viele Menschen, die sie kannte, gestorben sind. Doch sind sie dort wirklich sicher?

Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Insurgent
Erscheinungsdatum: 10.12.2012
Seitenzahl: 512
ISBN: 9783570161562


Klappentext:
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris' Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist einfach die perfekte Fortsetzung zum ersten Teil genauso wie der Titel einfach passt. Der Klappentext verspricht wieder eine spannende Geschichte und nachdem mich Teil 1 so absolut begeistern konnte, musste ich natürlich sofort im Anschluss Band 2 lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt eigentlich unmittelbar dort, wo der erste Teil aufgehört hat, nämlich nach dem Anschlag. Nun machen sie sich auf den Weg zu den Amite, um dort eventuell etwas Sicherheit zu finden. Obwohl ich sozusagen nahtlos weiter lese, brauchte ich doch ein paar Seiten, bis ich mich vollkommen in die Geschichte gefunden hatte. Mir waren zwar die Ereignisse vollkommen präsent, aber trotzdem war ich etwas verwirrt am Anfang.
Zu der Idee muss ich ja eigentlich nicht viel sagen. Noch immer fasziniert mich die Aufteilung in die fünf verschiedenen Fraktionen und die jeweiligen Lebensumstände. Dass es nun zu Unruhen und Aufständen kommt, ist für eine Dystopie irgendwie typisch, aber dennoch gut gemacht und glaubwürdig.
Leider zog sich meine anfängliche Verwirrung über die Geschichte wie ein roter Faden durch die Geschichte. Auf einmal tauchten so viele neue Personen auf und gefühlt auch alle auf einmal, dass ich sie so schnell gar nicht richtig zuordnen konnte und mich auch noch gegen Ende ab und an gefragt habe, wer das denn nun wieder war.
So wie mit den Personen ging es mir manchmal auch leider mit den Ereignissen. So an sich konnte ich der Handlung komplett folgen und es war auch echt spannend gemacht, aber zwischendurch ist die Handlung irgendwie so verworren gesprungen oder ich habe die Übergänge einfach nicht erkannt, dass ich noch mal zwei drei Seiten zurück blättern musste, weil ich das Gefühl hatte, dass ich was überlesen habe. Dennoch war es insgesamt wieder richtig spannend und es kamen Sachen ans Licht, mit denen ich wirklich nicht gerechnet hätte.
Das Ende war natürlich wieder ein Cliffhanger, wie ich es aber auch nicht anders erwartet habe. Und so war ich gespannt auf den letzten Band, denn dieser hier hat mich eher enttäuscht im Gegensatz zum Vorgänger.

...Schreibstil:
Der ursprünglich super Schreibstil, ist dieses Mal leider etwas verwirrend gewesen. Wobei ich nicht genau sagen kann, ob das wirklich am Schreibstil lag oder eher an der Geschichte selbst. Jedenfalls konnte ich es nicht mehr so locker leicht lesen wie Band 1.

Die Reihe:



Fazit:
Nach dem super tollen Auftakt folgt leider ein ernüchternder Zwischenteil. Irgendwie war ich von der Handlung und den vielen Menschen verwirrt, so dass nicht die Spannung und Sogkraft wie im ersten Teil aufkam. Dennoch war es spannend und voller neuer Erkenntnisse und Wirrungen, sodass ich auch den dritten Teil lesen werde.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon den ersten Teil "Die Bestimmung" gelesen hat, auch wenn man Abstriche machen muss. Dennoch will man natürlich wissen, wie die Geschichte weiter geht.

Sonntag, 27. März 2016

Rezension: "Die Bestimmung" von Veronica Roth

Sie muss zwischen fünf Fraktionen wählen, doch der Test sagt, sie ist unbestimmt und damit gefährlich für die Gesellschaft...
Eine spannende Trilogie

Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Divergent
Erscheinungsdatum: 19.03.2012
Seitenzahl: 480
ISBN: 9783570161319


Klappentext:
Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover finde ich richtig gut gemacht mit dem Fraktionslogo und der Skyline drauf. Der Titel ist natürlich Programm und passt total gut. Der Klappentext klingt interessant, aber vielleicht etwas lang. Das zusammen hat mich schon lange angesprochen und lag mittlerweile zwei Jahre auf dem SUB. Jetzt habe ich mir vorgenommen, endlich alle drei Teile hintereinander weg zu lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mitten in Tris Leben. Sie steht kurz vor ihrem Test, der ihr einen Aufschluss darüber geben soll, welcher Fraktion sie angehört. Damit soll ihr später ihre Entscheidung erleichtert werden, für welche Fraktion sie sich entscheidet. Denn auch diese Entscheidung steht kurz bevor. Ich war sofort mitten in der Geschichte drin und wollte wissen, wie es weiter geht und war absolut gespannt, wie Tris sich entscheiden würde.
Die Idee klang total interessant und mal nach einer anderen Dystopie bedingt durch die unterschiedlichen Fraktionen und dem Test, der Tris als Unbestimmte outet, und der Entscheidung, die sie nun treffen muss.
Der Einstieg hat mir schon ziemlich gut gefallen und es ging genau so gut weiter. Einfach die ganze Beschreibung des Lebens und der Fraktionen fand ich total interessant, weil es so anders als unser Leben ist und mich deshalb irgendwie fasziniert hat. Zudem ist die Geschichte so spannend gestaltet, dass es bis zum Ende interessant und lesenswert blieb und ich einfach die ganze Zeit wissen wollte, wie es weiter geht.
Auch die Personen fand ich ganz großartig. Nicht nur Tris ist eine unglaublich interessante und vor allem mutige Person, sondern auch Four fand ich toll. Die Liebesgeschichte zwischen den Beiden war so toll. Das hätte ich so gar nicht erwartet, dass es so gefühlvoll und natürlich auch dramatisch wird. Aber auch die anderen Charaktere wurden super interessant beschrieben und haben die Geschichte total lesenswert gemacht.
Das Ende war so ein fieser Cliffhanger aber gleichzeitig auch so spannend und dramatisch, dass sofort feststand, dass ich den zweiten Teil direkt hinter her lesen würde.

...Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich total klasse. Es war so unglaublich spannend und die Autorin hat es hervorragend geschafft, die Umgebung und die Fraktionen so detailliert zu beschreiben, dass ich es mir ziemlich gut vorstellen konnte.

Die Reihe:



Fazit:
Ein wahnsinnig spannender und interessanter Auftakt einer Dystopie, wie ich sie so noch nicht gelesen habe. Die Grundidee war mal etwas Neues und ich war so von der Geschichte gefesselt, dass ich einfach weiter lesen musste. Das Ende hatte einen fiesen Cliffhanger, so dass ich unbedingt weiter lesen muss.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine spannende und interessante Dystopie sucht, die mal etwas anderes ist.

Freitag, 25. Dezember 2015

Rezension: "Dash & Lilys Winterwunder" von Rachel Cohn & David Levithan

Dash findet in einer Buchhandlung ein Notizbuch mit Anweisungen und Rätsel. Er geht dem geheimnisvollen Spiel nach quer durch Manhattan und lernt dabei immer mehr Lily kennen. Wann werden sie sich treffen?

Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: nein
Originaltitel: Dash and Lily's book of Dares
Erscheinungsdatum: 03.10.2011
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783570161166


Klappentext:
Kurz vor Weihnachten entdeckt Dash in einer Buchhandlung ein rotes Notizbuch, in dem ein Mädchen namens Lily den Finder zu einem geheimnisvollen Spiel auffordert. Bald schicken sich die beiden gegenseitig quer durch Manhattan. Über das Notizbuch tauschen sie ihre Gedanken und Träume aus und kommen sich dadurch näher – ohne sich jedoch zu begegnen. Immer größer wird der Wunsch, den anderen endlich kennenzulernen, und doch macht ihnen der Gedanke daran auch Angst. Und so zögern sie das erste Treffen hinaus, bis es fast zu spät ist …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist eigentlich ganz niedlich und passt zur Geschichte ebenso wie der Titel. Der Klappentext hat mich angesprochen und verspricht eine interessante Geschichte. Irgendwie wollte ich dieses Buch schon seit Jahren lesen, aber bin nie dazu gekommen. Dieses Jahr habe ich es dann endlich geschafft.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit Dashs Besuch in seiner Lieblingsbuchhandlung. Bei seinem Stöbern durch die Regale entdeckt er das rote Notizbuch und ist sofort neugierig und geht den Rätseln nach. Damit beginnt sozusagen die Schnitzeljagd und ich war gespannt, was noch alles passieren würde und ob die Beiden sich jemals treffen und was sie sich einfallen lassen.
Die Idee finde ich eigentlich ziemlich niedlich und interessant. Sozusagen eine Schnitzeljagd durch das winterliche Manhattan, von zwei Menschen, die sich eigentlich gar nicht kennen, sich dadurch aber vielleicht näher kommen.
Viel zum Selbst miträtseln gab es leider nicht, weil es eher so Aufgaben waren, irgendwas irgendwohin zu bringen, aber trotzdem fand ich es ganz süß gemacht. Dennoch hat es sich zwischenzeitlich etwas gezogen bzw kam nicht mehr so viel Neues. Das habe ich mir etwas anders vorgestellt.
Das Ende war anders, als ich es mir vorgestellt hatte, aber passend zur vorherigen Geschichte. Insgesamt eigentlich ganz niedlich gemacht.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war eigentlich ganz gut. Es ließ sich ziemlich gut lesen und war durch die Aufgaben spannend gestaltet. Außerdem waren die Kapitel immer abwechseln von Dash und von Lily geschrieben, was es ziemlich interessant gemacht, weil man als Leser beide Seiten kannte, aber die Beiden nicht.


Fazit:
Endlich habe ich dieses Buch gelesen! Die Idee hat mir ziemlich gut gefallen und auch der Schreibstil war toll. Das Ende war dann jedoch anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Es hat zwar zur Geschichte gepasst, aber war eben nicht das, was ich dachte. Generell war es zwar eine ganz niedliche Geschichte, aber nicht so ganz das, was ich gedacht hatte. Die Liebesgeschichte war zwar da, aber nicht so schön und intensiv, sondern eher oberflächig. Vielleicht bin ich für das Buch einfach zu alt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine niedliche Liebesgeschichte und eine Weihnachtsgeschichte sucht, die in Manhattan spielt. Eine schöne Unterhaltung für Zwischendurch in der stressigen Weihnachtszeit.

Sonntag, 1. März 2015

Rezension: "Love Letters to the Dead" von Ava Dellaira

Über ein Mädchen, das einen schweren Verlust erlitten hat, und dank Briefen an tote Persönlichkeiten wieder zu sich selbst findet und lernt, den Schmerz und das Geschehen zu verarbeiten.


Allgemeine Infos:
Verlag: cbt
Reihe: nein
Originaltitel: Love Letters to the Dead
Erscheinungsdatum: 23.02.2015
Seitenzahl: 231
ISBN: 9783570163146


Klappentext:
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …


"Ich glaube, wenn man etwas verliert, das einem wirklich viel bedeutet, ist das so, als würde man ein Stück von sich selbst verlieren." (Seite 11)

"Man muss sich im Leben auch mal selbst ans Steuer wagen, statt immer nur Passagier zu bleiben." (Seite 15)

"Warum glaubst du, ist die Liebe das tiefste Gefühl, das Menschen empfinden? Weil sie beides zugleich ist. Solange wir lieben, fühlen wir uns beschützt und haben dabei doch trotzdem ständig Angst." (Seite 108)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich unglaublich schön gemacht und es hat mich sofort angesprochen. Der Titel passt ziemlich gut zum Inhalt und der Klappentext gibt einen guten Eindruck vom Buch und zeigt, worauf das Buch hinaus läuft.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt direkt mit einem Brief an Kurt Cobain, in dem Laurel erklärt, warum sie ihm schreibt. Sie fängt dann auch direkt an zu erzählen, von der Highschool und ihrem Leben. Doch es bleibt nicht bei diesem einen Brief. Den Einstieg in die Geschichte fand ich sehr gut, einfach direkt mit der Tür ins Haus sozusagen, aber ich hätte es mir nicht anders gewünscht. Ich war sofort in der Geschichte drin und wollte mehr über Laurels Leben erfahren.
Die Idee war echt toll und konnte mich irgendwie von Anfang an begeistern: Laurel schreibt Briefe an tote Persönlichkeiten, und erzählt diesen von ihrem Leben und ihren Problemen. Und wir dürfen das Ganze ebenfalls lesen.
Die komplette Geschichte ist in Briefform geschrieben, aber das vergisst man zwischendrin einfach komplett. Die Briefe sind so toll geschrieben, als wäre es einfach eine ganz normale Geschichte. Außerdem gibt es erstaunlich viele Dialoge und nicht nur indirekte Rede.
Ich muss gestehen, dass ich viele der Persönlichkeiten, an die Laurel geschrieben hat, nicht wirklich kannte. Aber Laurel hat in ihren Briefen immer zu dem jeweiligen Leben etwas geschrieben und so hatte man eine ungefähre Ahnung und konnte das alles besser nachvollziehen. Auch die Lieder, die genannt wurden, kannte ich nicht, aber sie hatten sicherlich immer zur Situation gepasst, wenn man sie dazu gehört hätte.
Die Entwicklung und das Tempo haben mir sehr gut gefallen. Man merkt, dass Laurel anfangs ihre Probleme hat und sehr zu kämpfen hat mit dem Tod ihrer Schwester und dem Verlustgefühl. Doch es ist wunderschön zu sehen, wie die Briefe ihr dabei helfen, das Geschehene zu verarbeiten und wieder zu sich selbst zu finden. Bis sie irgendwann so weit ist, die Nacht noch einmal Revue passieren zu lassen und darüber zu reden, was passiert ist.
Das Ende war wirklich gut gelungen und genau darauf hatte ich die ganze Zeit gehofft. Es war richtig passend und hat sehr gut zum Rest der Geschichte gepasst, damit Laurel und auch wir als Leser damit abschließen können.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war trotz des ernsten Themas wirklich angenehm zu lesen. Wie schon geschrieben, hat man gar nicht gemerkt, dass das ganze Buch nur aus Briefen bestand. Außerdem gab es viele tolle Gespräche, die auch wirklich als Dialoge und nicht in indirekter Rede geschrieben waren, was ich sehr positiv fand.

...Charaktere:
Laurel hat einen sehr schweren Verlust erlitten und versucht anfangs, wie ihre tote Schwester zu sein, um besser in ihrem Leben klar zu kommen und das Geschehene zu vergessen. Doch dabei verdrängt sie eigentlich nur alles und irgendwie wird es nicht besser. Das fand ich anfangs etwas schwierig, dass sie in sich immer ihre Schwester sieht und genau so sein möchte, wie diese. Irgendwo fand ich das zwar nachvollziehbar und wahrscheinlich würden viele an ihrer Stelle genau so handeln, aber da durch wirkte sie auf mich nur noch verzweifelter und trauriger.
Hannah und Nathalie waren mir anfangs etwas unsympathisch. Ich dachte, sie seien arrogant und würden sich über Laurel lustig machen. Aber letztendlich haben sie sich als wirklich tolle Freunde entpuppt, mit denen sie viel Spaß haben konnte, was sie abgelenkt hat, aber auch einiges Problematisches erlebt hat.
Generell habe ich viele der Personen, also die Nebencharaktere, anfangs falsch eingeschätzt. Irgendwie wirkten sie alle am Anfang einfach anders und klischeehaft. Aber das waren sie nicht. Die Autorin hat sich wirklich tolle Personen ausgedacht, die viel mehr in sich bergen, als man denkt. Jeder hat irgendwie sein eigenes Problem und seine eigene Art, damit umzugehen. Das war wirklich interessant und hat auch mal etwas von Laurel abgelenkt und die Geschichte vielfältiger gemacht.


Fazit:
Diese Buch nimmt einen einfach mit und beschäftigt einen, weil man sich dem ganzen Ausmaß gar nicht bewusst ist. Es ist ganz sicher kein leichtes Buch und auch kein leichtes Thema, sonders sehr ernst und tiefgründig. Ich hatte anfangs nicht gedacht, dass so viel hinter diesem Buch steckt. Die Charaktere sind sehr vielfältig und wurden von mir alle am Anfang falsch eingeschätzt, aber ich habe sie schätzen gelernt. Der Schreibstil ist sehr toll und man merkt gar nicht, dass man eigentlich nur Briefe liest. Außerdem ist das Ende unglaublich toll und genau, wie ich es mir vorgestellt habe.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein mitreißendes, ernsthaftes Buch lesen möchte, über ein Mädchen, das ihre Schwester verloren hat und lange braucht, um mit diesem Verlust und dem, was damals passiert ist, klar zu kommen. Jeder, der sie bei diesem Weg begleiten möchte, sollte das tun, denn es ist wirklich empfehlenswert!

Dienstag, 11. November 2014

Rezension: "Mein böses Herz" von Wulf Dorn

Allgemeine Infos:
Verlag:
cbt
Reihe: nein
Originaltitel: Mein böses Herz
Erscheinungsdatum: 27.02.2012
Seitenzahl: 410
ISBN: 9783570160954


Klappentext:
Ein abgründiges Verwirrspiel um dunkle Geheimnisse – und die Angst vor dem »Bösen« in der eigenen Seele Was tust du, wenn du nicht mehr weißt, was Realität ist und was Fantasie?

Seit dem Tod ihres Bruders wurde Doro von Halluzinationen verfolgt, aber eigentlich dachte sie, das in den Griff gekriegt zu haben. Doch als sie mit ihrer Mutter aufs Land zieht, scheint die neue Umgebung erneut etwas in ihr auszulösen. Stimmen verfolgen sie. Und eines Nachts sieht Doro in ihrem Garten einen Jungen: verstört, abgemagert, verzweifelt. Der Junge bittet sie um Hilfe – und ist dann verschwunden. Wenig später erfährt Doro, dass er schon vor ihrer Begegnung Selbstmord begangen hat. Doro kann nicht glauben, dass sie sich den Jungen nur eingebildet hat. Doch die Suche nach der Wahrheit wird schnell zum Albtraum. Und tief in Doros Seele lauert ein dunkles Geheimnis ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist zwar eigentlich recht schlicht gehalten, aber dennoch zieht es mich in seinen Bann und ich finde es irgendwie unheimlich, zu mal es im Buch vorkommt. Auch der Titel ist perfekt gewählt und kommt im Buch vor. Den Klappentext finde ich ziemlich interessant gestaltet und er spricht mich sehr an, ohne zu viel zu verraten.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem Tag, an dem Doro ihren kleinen Bruder tot in seinem Kinderbettchen findet. Seit dem Tag in sie traumatisiert und ihr Bewusstsein hält irgendetwas vor ihr verborgen, nur was? Sie zieht zu ihrer Mutter und hofft, dass nach den Jahren und mit dem Abstand einiges besser wird. Aber schon nach kurzer Zeit kann sie sich selbst nicht mehr trauen...
Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe Geschichten rund um das Unterbewusstsein, das Gehirn und irgendwelche Störungen oder Psychosen. Das finde ich einfach immer mega spannend und hier war es sehr gut mit der Geschichte verknüpft und ich konnte ziemlich gut folgen. Vielleicht ist es jetzt nicht unbedingt wahnsinnig originell, aber auf jeden Fall gut umgesetzt. Diese kurzen Passagen, in denen Doro immer wieder zweifelt und nicht mehr weiß, ob sie es sich eingebildet hat oder ob es doch real war. Teilweise wirklich sehr gruselig.
Es gab einige unverhoffte und spannende Wendungen, die man nur teilweise erahnen konnte. Alles hat sich zum Ende hin zugespitzt und ich war mir selbst nicht mehr sicher, was nun Realität und was Einbildung war.
Das Ende war gut und spannend, auch wenn ich doch so eine klitzekleine Vorahnung hatte, war es bis zu den letzten Seiten spannend zu lesen. Alles hat einen Sinn gemacht und keine Fragen blieben offen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, auch wenn ich ihn jetzt nicht so unheimlich besonders fand. Dennoch konnte mich die Spannung packen und besonders gelungen fand ich immer wieder diese Erinnerungen von Doro, die kursiv hervorgehoben waren und mich ziemlich fasziniert aber auch schockiert haben.

...Charaktere:
Doro lernt man direkt zu Anfang kennen und sie tut einem auch direkt leid. So eine Entdeckung und so einen Schock möchte wirklich niemand haben und ich konnte sofort mit ihr fühlen. Besonders als dazu noch ihre Verzweifelung kam, dass ihr niemand glaubte. Einerseits habe ich sie für ihre Hartnäckigkeit bewundert und teilweise habe ich ihr selbst nicht geglaubt.
Ich fand die restlichen Charaktere auch sehr gut dargestellt, nicht zu blass aber auch nicht zu ausführlich. Gut gefallen hat mir, wie sie sich alle im Laufe der Geschichte entwickelt haben und dass ich damit einfach überhaupt nicht gerechnet hatte.


Fazit:
Ein spannender Jugendthriller! Die Idee fand ich ziemlich gut, da mich das Thema rund um Bewusstsein, Traumata und Psychosen einfach unheimlich interessiert. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und es gab eine ausreichende Spannung. Mir fehlte noch so der letzte kleine Rest zum perfekten Buch, aber dennoch ein sehr spannendes Buch!u
Ich empfehle dieses Buch jedem, der etwas Spannendes lesen möchte, oder sich für Traumata, Bewusstsein und Psychosen interessiert. Einfach ein Buch, das mit Realität und Bewusstsein spielt und beides gekonnt und spannend verknüpft.

Dienstag, 22. Januar 2013

Rezension: Wir beide, irgendwann von Jay Asher und Carolyn Mackler

vom cbt Verlag
Inhalt:
Es ist das Jahr 1996 als Emma ihren ersten Computer geschenkt bekommt. Zusammen mit ihrem Freund Josh begibt sie sich das erste Mal ins Internet und gelangt auf eine seltsame Seite: "Facebook". Dem ist aber nicht genug. Dort steht auch noch ihr Name uns sie sieht, dass sie in 15 Jahren unglücklich verheiratet und arbeitslos ist. Auch Josh hat so eine Seite, aber seine Zukunft sieht deutlich besser aus.
Emma möchte nicht mit so einer Zukunft enden und führt bewusste Veränderungen in der Gegenwart herbei. Jedoch ahnt sie nicht, was das für Folgen haben kann...

Meinung:
Emma und Josh entdecken den neuen Computer und nutzen sogleich das Internet und stoßen automatisch auf Facebook. Was sie dort sehen raubt ihnen den Atem: Ihre Zukunft. Zunächst dauert es etwas, bis sie verstehen, was diese Seite macht. Doch schon bald bemerken sie, dass sie sich verändert. Nämlich genau in dem Moment, wo etwas in der Gegenwart passiert ist. Jedoch ahnen sie nicht, was eine kleine Veränderung in der Zukunft für Folgen haben kann.

Josh ist ein sehr netter Junge, der von Anfang an sympathisch erscheint. Er geht die ganze Facebook-Sache eher vorsichtiger an und zweifelt mehr.
Emma hingegen wirkte auf mich auch erst sympathisch, später wurde sie allerdings extrem naiv. Sie handelte, ohne wirklich nachzudenken, was mich sehr gestört hat. Ich hätte sie am liebsten wirklich mehrmals geschüttelt.
Die Geschichte wird immer abwechselnd aus Emmas und Joshs Sicht erzählt, dann jeweils aus der Ich-Perspektive.

Die ganze Situation kommt einem im ersten Moment vielleicht komisch vor, wenn man bedenkt, dass mittlerweile wirklich fast jeder einen Computer besitzt und bei Facebook unterwegs ist. Aber trotzdem hat mich dieses Buch begeistern können und mich in eine andere Zeit mitgenommen.
Ich habe mit Josh und Emma gelitten und mich gefreut, aber auch gewundert. Nämlich über die Folgen, die kleine Veränderungen in der Gegenwart später in der Zukunft bewirken können.

Der Titel passt nicht so richtig zu dieser Geschichte. Ja klar schon, weil es um die Zukunft geht, die Emma und Josh durch Facebook gezeigt bekommen.
Aber trotzdem finde ich, dass es vor dem Lesen falsche Erwartungen wecken könnte, was die Handlung angeht.
Der englische Titel "The Future of us" passt da schon besser. Allerdings finde ich auch, dass der deutsche Titel mehr zum Träumen einlädt und ich lieber dieses Buch lese, als das mit dem englischen Titel.

Insgesamt fand ich diese Geschichte wirklich schön. Ich wurde sehr gut unterhalten und auf eine tolle Reise in die unsere Vergangenheit und deren Zukunft mitgenommen.

Zitate:
"Und vielleicht musst du manchmal gegen den Strom schwimmen, um deine Ziele zu erreichen. Um das zu bekommen, was dich wirklich glücklich macht."

Fazit:

Donnerstag, 7. Juni 2012

Rezension: Mottentanz von Lynn Weingarten

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch das Buch "Mottentanz" vorstellen.

Inhalt:
Ellie's Schwester Nina ist seit zwei Jahren verschwunden. Aber es scheint niemanden außer ihr noch so richtig zu interessieren. Die Polizei hat die Suche damals recht bald aufgegeben, weil sie dachte, sie sei weggelaufen und würde schon irgendwann wieder kommen.
Doch Ellie weiß ganz genau, dass Nina nicht einfach so weggelaufen ist. Ihr muss irgendetwas passiert sein. Ihre beste Freundin Amanda glaubt ihr nicht so recht und versucht Ellie davon zu überzeugen, dass sie sich da in etwas verrennen würde. Aber Ellie ist sich ganz sicher und plötzlich trifft sie den attraktiven Sean und gleich spürt sie eine tiefe Verbindung zwischen ihnen, da auch er jemanden verloren hat: Seinen Bruder.
Aus diesem Grund machen die beiden sich gemeinsam mit dem Auto auf die Suche nach Nina. Doch kurz vor dem Ziel erfährt sie die Wahrheit...

Meinung:
Zunächst einmal ist mir das wunderschöne Cover damals ins Auge gesprungen und dann auch noch der Titel, da war ich ja schon mal hin und weg.
Die ganze Geschichte wird aus Ellie's Sicht erzählt, was sehr passend gewählt ist. Immer wieder findet Ellie Hinweise, die auf ihre Schwester hindeuten. Eben diese Hinweise sind auch im Buch abgedruckt; eine sehr schöne Idee.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen: Man konnte das Buch recht gut lesen, ohne dass man das Gefühl hatte, dass es langatmig oder zu kurz ist.
Was ich allerdings am Anfang etwas komisch fand war Folgendes: Die Suche nach Nina stand im Vordergrund, das wusste ich auch. Aber warum sollte das ganze ein Thriller sein? Ich fand, am Anfang war es eine wunderschöne Liebesgeschichte, bei der die Suche nach Nina nur so eine 'Nebenbei-Sache' war. Erst später wird einem klar, warum es ein Thriller ist. In anderen Büchern ist es immer schon direkt zu Anfang klar.
Jedoch war es durchaus mal eine sehr schöne Abwechslung.

Zitate:
"Alles, einfach alles kann sich jederzeit verändern, und die größten Veränderungen passieren oft viel schneller, als man denkt."
"Ich glaube, wenn man endlich jemanden findet, den man wirklich liebt, dann musst du alles Mögliche tun, damit ihr beide eine Chance habt."

Fazit:
Insgesamt bekommt dieses Buch von mir 5 von 5 Punkten, weil es ein sehr einzigartiger Thriller ist.