Dienstag, 6. November 2018

Hörbuchrezension: "Mängelexemplar" von Sarah Kuttner

Spontan zum Hörbuch gegriffen. Keine Ahnung gehabt, was mich erwartet und direkt begeistert.
Allgemeine Infos:
Verlag: Argon
Sprecher: Sarah Kuttner
Reihe: nein
Originaltitel: Mängelexemplar
Erscheinungsdatum: 11.03.2009
Laufzeit: 317 Minuten
ISBN: 978-3-86610-762-5


Klappentext:
Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, liebenswert und aggressiv, überdreht und traurig. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den Füßen. Plötzlich ist die Angst da. Lustig und tieftraurig, radikal und leidenschaftlich erzählt Sarah Kuttner von dem Riss, der sich plötzlich durch das Leben ziehen kann.


Meine Meinung:
Manchmal ist es wirklich gut, ohne große Erwartungen, an Geschichten ran zu gehen. Zumindest erging es mir hier so. Ich wusste, dass es teilweise um Depressionen geht. Aber schon nach wenigen Minuten war ich so geflasht von Sarah Kuttner: Von ihrer Stimme, ihrem Schreibstil, ihrer Art. Sie bringt die Dinge auf den Punkt, ist dabei witzig, spitzfindig und ehrlich zugleich.
Hier schildert die Autorin nicht ihr eigenes Schicksal, wie ich erst dachte, sondern was sie so aus ihrem Umfeld mitbekam und begann sich Gedanken zu machen. Und das gelingt ihr wirklich gut.
Ich persönlich mochte es ganz gerne, dass sie dabei auch mit ein paar Klischees und Vorurteilen spielt. Auf der anderen Seite könnte ich mir auch vorstellen, dass sich der ein oder andere Betroffene da durch auch angegriffen bzw nicht ernst genommen fühlen könnte.
Da die Autorin ihr eigenes Buch liest, kam es mir irgendwie persönlicher vor und auch mehr auf den Punkt gebracht. Immerhin weiß sie, was sie mit ihren Worten aussagen möchte und wie sie Dynamik und Betonungen bestens einbaut.
Das Ende war rund und offen. Der letzte Satz bzw die letzte Szene hat mir echt gut gefallen und hat so schön zur Geschichte gepasst. Karos Reise ist längst nicht vorbei, aber der Teil, bei dem wir sie direkt begleitet haben schon. Und dafür gab es einen tollen runden Abschluss und für jeden von uns ein bisschen was zum Nachdenken.

Als Hörbuch von mir auf jeden Fall ein toller Tipp! Depression, Angststörung, Therapie, Liebe und Freundschaft in einem Buch verpackt - nicht als Ratgeber sondern als Roman. Mit Witz, Humor, ein paar Klischees und ehrlichen, direkten Worten.
Für mich war es vor allem durch Sarah Kuttner als Sprecherin perfekt zum Zuhören. Insgesamt hat die Geschichte in Kombination mit dem Titel einfach eine tolle, positive Botschaft vermittelt in Bezug auf Angst und Depression.

Donnerstag, 1. November 2018

Lesestatistik Oktober 2018

Lange schon gab keine Lesestatistik mehr, aber jetzt wo der Blog und ich wieder zurück sind, möchte ich sie wieder regelmäßig für den Überblick schreiben. Auch wenn es extrem wenig bis keine Rezensionen zu den Büchern gibt. Aber das wird sich mit der Zeit auch wieder ändern.

gelesene Bücher:
1.)"Thalamus" von Ursula Poznanski448 Seiten4 von 5 Wolken
2.)"Anonym" von Ursula Poznanski & Arno Strobel379 Seiten4 von 5 Wolken
3.)"Wie Monde so silbern" von Marissa Meyer380 Seiten4 von 5 Wolken
4.)"Soul Mates - Ruf der Dunkelheit" von Bianca Iosivoni392 Seiten4 von 5 Wolken

Damit habe ich im vergangenen Monat 4 Bücher (davon 0 Hörbucher) mit insgesamt 1599 Seiten gelesen. Das macht in diesem Jahr 59 Bücher mit insgesamt 24.188 Seiten.

Mein SUB hat einen Stand von 74 Büchern und 11 eBooks. Ich habe zwar nicht so viel gelesen wie ich wollte, aber dafür sind einige tolle Bücher bei mir eingezogen. Unter anderem auch Rezensionsexemplare, zu denen ihr hoffentlich schon bald meine Meinung lesen könnt.

1.)"Die Bibliothek der flüsternden Schatten- Bücherstadt" von Akram El-Bahaygeschenkt
2.)"Das Lied der Dunkelheit" von Peter v. Brettgekauft
3.)"Schmerzmacher" von Veit EtzoldRezensionsexemplar
4.)"DOORS! - Blutfeld" von Markus Heitzgekauft
5.)"Unverfrorene Freunde" von Klemens PützRezensionsexemplar
6.)"Nach Seepferdchen tauchen" von Hilde & Ylva ØstbyRezensionsexemplar

Mein Monatshighlight ist für den Oktober nicht wirklich auszumachen. Ich habe alle Bücher gleich gut bewertet und jedes konnte mich begeistern, aber hatte auch so diesen einen Punkt, meistens am Ende, der mich dann doch gestört hat.

Was war im Oktober so los?
Die erste Woche habe ich noch auf den Seychellen verbracht und die letzten Tage dort genossen, noch mal ordentlich Sonne getankt, am Strand gelegen und ganz viel geschnorchelt. Es war einfach traumhaft und am liebsten würde ich sofort wieder zurück!
Nach einer Woche zu Hause und Ruhe ist auch direkt die Uni wieder gestartet. Ich bin echt motiviert und freue mich, wieder einen relativ geregelten Tagesplan zu haben und vor allem auch wieder was zu tun. Klar ich liebe es, frei zu haben. Aber irgendwie finde ich Abwechslung gerade auch mal ganz schön. Da kommt dieses Semester auch einiges Neues auf mich zu. Unter anderem fange ich nämlich an, Spanisch zu lernen. In der Schule standen Sprachen und ich eher auf Kriegsfuß, aber ich bin ganz motiviert, das zu ändern und so neben Englisch vielleicht noch eine weitere Sprache zu beherrschen.
Natürlich war ich auch auf der Frankfurter Buchmesse, wenn auch nur für einen Tag. Aber trotzdem war es toll, mich durch die Bücher zu stöbern und meine Wunschliste zu füllen.
Zwei Wochen später ging es direkt zur nächsten Messe nämlich zur Spiel in Essen, wo ich dieses Jahr zum ersten Mal war. Brettspiele und somit Spieleabende sind ein weiteres Hobby von mir und so bot sich die Messe dieses Jahr einfach an und es hat echt Spaß gemacht. Nächstes Jahr wird es also wohl wieder zu Beiden gehen. 

Was plane ich für den November?
So wie es momentan aussieht, wird die Uni einiges an Zeit fressen. Die Abende wechseln sich dann mit Arbeit und Freizeit ab.
Aber auf jeden Fall ist diesen Monat was ganz großartiges geplant: Ein Harry Potter Marathon bei Chrissi zu Hause. Ich freue mich schon riesig!
Danach das Wochenende ist auch schon verplant: Wir gucken nämlich Phantasische Tierwesen und für den nächsten Tag wird es einen Spielenachmittag bzw ganzen Tag geben.
Mal schauen, wie ich so zum Bloggen kommen werde. Ein paar Ideen sind im Kopf und natürlich habe ich noch das ein oder andere Buch, das ich euch vorstellen möchte.
Ansonsten habe ich passend für die kalte Jahreszeit ein neues Häkelprojekt in Planung. Ich möchte nämlich Stulpen haben und bin schon fleißig dabei.

Freitag, 26. Oktober 2018

Rezension: "Das große Los" von Meike Winnemuth

Sie gewinnt bei 'Wer wird Millionär' und lebt das Leben, von dem sie die ganze Zeit geträumt hat. Eine Reise um die Welt und zu sich selbst.

Allgemeine Infos:
Verlag: Penguin
Reihe: nein
Originaltitel: Das große Los
Erscheinungsdatum: 11.06.2018
Seitenzahl: 336
ISBN: 978-3-328-10268-7


Klappentext:
Wie ist es, wenn man das Leben führt, von dem alle träumen? Meike Winnemuth berichtet von einer unglaublichen Reise um die Welt: ein Jahr und zwölf Städte über alle Kontinente hinweg. Mit Tempo, Humor und viel Gespür für die Besonderheiten der Menschen erzählt sie von ihren Erfahrungen und zahllosen Aha-Erlebnissen. Ein inspirierendes Buch über den Rausch der Freiheit, das Glück des Zufalls und die Überraschungen, die man nicht zuletzt mit sich selbst erlebt.


Mein Lesegrund:
Irgendwie hatte ich dieses Buch schon unglaublich lange im Auge, weil es mich irgendwie fasziniert hat. Wer stellt sich schließlich nicht vor, im Lotto oder bei 'Wer wird Millionär' zu gewinnen, und was man mit dem Geld machen würde.


Meine Meinung:
Wir begleiten Meike Winnemuth auf ihrer Reise um die Welt und auch zu sich selbst. Denn mit dem Geld erfüllt sie sich den Wunsch, zu reisen. 12 Monate lang verbringt sie jeden Monat in einer anderen Stadt und lernt dabei viel über die Menschen und die Kultur. Denn sie lässt sich einfach treiben, macht touristisches Sightseeing, aber trifft sich auch viel mit Einheimischen, kommt ins Gespräch und entdeckt eben auf diese Weise unglaublich viel.

Vor allem wird sie sich bei dieser Reise immer mehr über sich selbst klar. Was sie möchte, was sie sucht und was sie glücklich macht. Denn sie hat im Prinzip Zeit und probiert Sachen aus, die sie immer schon mal machen wollte, aber angeblich nie Zeit hatte. Doch nach diesem Jahr stellt sie fest, dass Zeit und Geld nie das Problem waren. Denn ihre Arbeit kann sie problemlos von unterwegs erledigen.
Man muss sich die Zeit einfach bewusst nehmen, sich seine Träume erfüllen.

Dieses Buch ist somit nicht nur ein einfacher Reisebericht, sondern auch eine Reise zu unseren Wünschen. Denn ganz viel, das Meike feststellt, konnte ich so oder ähnlich nachvollziehen bzw konnte mich darin wieder finden. So gibt es also nicht nur den ein oder anderen Reisetipp, sondern auch Idee fürs Leben.

Der Aufbau des Buchs hat mir sehr gut gefallen. Aus jeder Stadt schreibt die Autorin einen Brief an jemand bestimmten. Jedes Mal an wen anders. Darin erzählt sie von ihren Erfahrungen und Erlebnissen. Aber sie lässt uns auch an ihren Gedanken teilhaben, ihre Ängste und Sorgen spielen auch häufig eine Rolle. Oder einfach ihr Glücklichsein, das man förmlich in den Zeilen spüren kann.
Am Ende jedes Briefes gibt es noch ein paar Fotos und eine 10 Punkte-Liste, welche Erkenntnisse sie aus der Stadt und dem Erlebten für sich mitnimmt.
Durch die Briefe hatte ich irgendwie das Gefühl, als würde sie mir persönlich ihr Erlebtes erzählen, was es nochmal greifbarer macht.

Fazit:
Ich habe es einfach so unglaublich gerne gelesen! Es war mir eine Freude, Meike auf ihrer Reise zu begleiten und ihre Erfahrungen und Gedanken zu lesen. Ich habe mir Markierungen für Reisetipps gemacht, aber auch interessante Gedanken zum Leben und zu unseren Träumen. Denn manchmal sollten wir einfach was wagen und die Zeit jetzt nutzen.
Genau das konnte Meike mir mit diesem Buch vermitteln.

Lest dieses Buch! Ihr werdet eure Freude daran haben, wenn ihr gerne reist. Oder wenn ihr einfach gerne Erlebnisse lesen möchtet. Wie jemand seinen Traum lebt, der nicht immer rosarot ist.