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Montag, 10. September 2018

"DOORS" von Markus Heitz - eine völlig neue Idee

Vor einer Woche hatte ich eine Mail im E-Mailpostfach mit einem Buch, von dem ich noch nichts vorher gehört hatte "DOORS - Der Beginn" von Markus Heitz.
Tatsächlich habe ich bis zu dem Zeitpunkt noch nie etwas vom Heitz gelesen, aber wollte es ändern, denn "DOORS" klang interessant. Denn hier gehen Markus Heitz und Droemer Knaur einen neuen Weg, wie man ihn bisher im Buchhandel noch nicht kennt.

"DOORS - Der Beginn" ist genau das, was der Name sagt: Ein Beginn. Ein kleiner Vorgeschmack, ein langer Prolog, wenn man so möchte. Das Beste dabei ist, dass es vollkommen kostenlos ist. Jeder kann es auf der Seite von Droemer Knaur downloaden.
Wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr in meiner Kurzrezension. 

Ein etwas anderer Reihenauftakt, eher wie ein Prolog

Allgemeine Infos:
Verlag: Knaur
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: Doors - Der Beginn
Erscheinungsdatum: 20.08.2018
Seitenzahl: 80
ISBN: 978-3-426-45481-7


Klappentext:
Der schwerreiche Vater der vermissten Anna-Lena van Dam schickt ein sechsköpfiges Team aus, um seine Tochter zu finden – darunter einen Ex-Militär, eine Höhlenkletterin und einen Parapsychologen. Jeder der sechs ist ein Experte auf seinem Gebiet, jeder von ihnen hat etwas zu verbergen. Und keiner von ihnen wird das gigantische Höhlensystem unter dem Anwesen der van Dams unverändert verlassen.

Denn in der Dunkelheit entdeckt das Team geheimnisvolle Türen, und muss sich dahinter auf Pfade jenseits aller Wissenschaft und Vernunft einlassen, um Anna-Lena zu retten.

Meine Meinung:
Mit gemischten Erwartungen bin ich an dieses Buch gegangen, was mit 80 Seiten eher einer Kurzgeschichte gleich kommt. Aber es ist eben, wie der Titel sagt, ein Beginn.
Wir lernen das Expeditions-Team kennen, sind dabei, wie sie sich alle das erste Mal begegnen. Wir lernen mit ihnen den Auftraggeber und die Aufgabe kennen, die vor ihnen liegt.
Direkt merkt man, dass da mehr ist, als es zu sein scheint. Denn als Leser haben wir noch zwei andere Perspektiven, die mehr Fragen aufwerfen als beantworten, aber auch ordentlich Spannung rein bringen. Die ganze Atmosphäre ist düster und geheimnisvoll.
Fragen ist das Stichwort, denn davon habe ich während und nach dem Lesen eine ganze Menge im Kopf. Um so besser, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Denn es endet vor drei Türen.

"DOORS - Der Beginn" ist mit 80 Seiten eine sehr kurze Geschichte. Trotzdem schafft Markus Heitz es, so viele Fragen aufzuwerfen, Spannung aufzubauen und meine Gedanken anzuregen, wie es alles weiter geht. Aber dafür muss ich mich leider noch etwas gedulden.

Kommen wir jetzt zum springenden Punkt: Die Geschichte geht hinter den drei Türen weiter. Nicht nur hinter einer bestimmten, sondern gleich hinter allen drei.
Denn jede Tür hält eine andere Geschichte bereit. Und wir als Leser entscheiden uns, durch welche Tür wir gemeinsam mit dem Expeditions-Team gehen möchten. 
"DOORS ! - Blutfeld" bringt uns ins frühe Mittelalter genauer ins 9. Jahrhundert. Allerdings haben hier die Frauen die Macht in der Hand.
"DOORS ? - Kolonie" führt uns in die 40er Jahre. Hier hat Nazideutschland früh kapituliert und Russland und die USA führen einen Kampf um Europa. 
"DOORS X - Dämmerung" offenbart uns unsere eigenen Albträume. Der einzige Weg führt in eine gefährliche Zukunfsvision. 

Ab dem 1.Oktober können wir genau diese Wahl im Buchhandel treffen. Denn es wird jedes der drei Bücher geben.
Ich bin sehr angetan von !, aber auch X könnte echt interessant sein. ? scheint auf den ersten Blick politisch, was eigentlich nicht so meins ist.
Glücklicherweise ist noch ein bisschen Zeit, bis ich mich entscheiden muss. Vielleicht werde ich  letztendlich auch alle drei lesen werde.

Für welche Tür entscheidet ihr euch bzw was haltet ihr überhaupt vom Konzept der "DOORS"-Reihe?

Sonntag, 25. Dezember 2016

Kurzrezensionen: "Auf den ersten Blick" von Stephanie Perkins & "Briefe vom Weihnachtsmann" von J.R.R. Tolkien

In diesem Buch finden sich die verschiedensten Kurzgeschichten rund um Liebe zum Jahreswechsel von sehr bekannten Jugendbuchautoren. Hier ist garantiert für jeden was dabei!

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: nein
Originaltitel: Auf den ersten Blick
Erscheinungsdatum: 15.09.2016
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783401601830


Klappentext:
Immer an Silvester sieht Mags ihrem besten Freund Noel dabei zu, wie er ein anderes Mädchen um Mitternacht küsst – doch dieses Jahr soll es anders ablaufen, beschließt sie. Der Junge Shy dagegen wird bei einem Schneesturm eingeschneit und findet unverhofft seine große Liebe hinter der nächsten Wohnungstür. Nachdenklich, verspielt, lustig und überraschend anders: Die zwölf Kurzgeschichten bestechen durch die verschiedenen, humorvollen Schreibstile und bieten eine bunte Mischung aus realistischen und fantastischen Geschichten.

Meine Meinung:
Obwohl ich gar nicht so der Kurzgeschichten-Fan bin, hat mich diese Sammlung einfach angesprochen, denn ich mag Liebesgeschichte und viele der Autoren, die daran beteiligt waren. Also habe ich mich regelmäßig abends damit zurück gezogen und mal die ein oder andere Geschichte gelesen.
Es ist eine tolle Mischung von romantisch-realistisch bis verträumt fantastisch, eben nach den Genre, in dem die jeweiligen Autoren auch zu Hause sind. So ist wirklich für jeden was dabei.
Die meisten haben mir gut bis ziemlich gut gefallen, ich hatte nur so zwei drei, in die ich mich so gar nicht einfinden konnte, aber das ist vollkommen ok. Insgesamt spielen sie alle in der Weihnachtszeit bzw zum Jahreswechsel, weshalb sie mich ganz gut in Stimmung versetzen konnten.
Ich empfehle diese Sammlung jedem, der gerne Kurzgeschichte liest, der die namhaften Autoren mag oder der sich auf die Weihnachtszeit bzw den Jahreswechsel einstimmen möchte.



Wer hätte als Kind nicht gerne jedes Jahr einen Brief vom Weihnachtsmann bekommen mit tollen Geschichten und Bildern vom Nordpol?

Allgemeine Infos:
Verlag: Klett Cotta
Reihe: nein
Originaltitel: Letters from Father Christmas
Erscheinungsdatum: 15.10.2016
Seitenzahl: 192
ISBN: 9783608960365


Klappentext:
Die Briefe vom Weihnachtsmann zeigen den Autor J.R.R. Tolkien von seiner gemütvollsten Seite. Der Familienvater hat diese heiteren, atmosphärisch dichten Geschichten eigens für seine Kinder erfunden. Illustrationen und Briefe sind für Leser jeden Alters und ebenso zum Vorlesen geeignet.
Jedes Jahr im Dezember traf für Tolkiens Kinder ein Umschlag mit einer Briefmarke vom Nordpol ein. Er enthielt einen handgeschriebenen Brief und eine schöne farbig ausgestaltete Zeichnung oder Skizzen.
Die Briefe kamen vom Weihnachtsmann und erzählten wunderbare Geschichten vom Leben am Nordpol: davon, wie sich auf einmal alle Rentiere losgerissen hatten und wild herumsprangen, wie der Polarbär auf die Spitze des Nordpols kletterte, um die Zipfelmütze des Weihnachtsmannes zu holen und schließlich durch das Hausdach vom Weihnachtsmann mitten ins Eßzimmer fiel ...


Meine Meinung:
Das hätte ich mir als Kind auch gewünscht: Briefe und Zeichnungen vom Weihnachtsmann, vom Nordpol und seinen Bewohnern und allem, was da so passiert, die mir mein Vater jedes Jahr in liebevoller Kleinarbeit gestaltet und verschickt hat.
Genau das Tolkien für seine vier Kinder gemacht und in diesem Buch finden sich alle Briefe übersetzt und mit den dazugehörigen Zeichnungen.
Teilweise waren auch die Originalbriefe abgedruckt oder Teile davon, die man jedoch sehr schlecht lesen konnte aufgrund der kleinen Schrift. Das fand ich schon etwas schade, aber dafür waren die Bilder umso schöner und man hatte ja die deutschen Übersetzungen der kompletten Briefe.
Da hat Tolkien sich wirklich was einfallen lassen, wie der Weihnachtsmann am Nordpol wohnt und wer ihm alles hilft und was sie alles so erleben.
Es war einfach schön zu sehen, dass man den Briefen auch angemerkt hat, dass die Kinder älter werden. Denn auch die Briefe werden komplexer, die Geschichten länger und gehen auf die aktuelle politische Situation des zweiten Weltkriegs ein. Das fand ich echt schön gemacht und auch wie er immer noch an die älteren Kinder denkt und sie lieb grüßen lässt.
Ich muss zugeben, dass ich manche Situationen etwas zu überladen fand, da ist mir einfach zu viel auf einmal passiert und ich hatte das Gefühl, dass es ausgedacht war und dass Tolkien wollte, dass was tolles am Nordpol passiert ist. Aber ich denke, dass es für Kinder einfach total klasse ist!
Es war dann schon etwas traurig, als ich den letzten Brief gelesen habe und der Weihnachtsmann sozusagen Abschied von Priscilla genommen hat und meinte, er wartet auf sie, wenn sie selbst mal Kinder hat. Das war so ein schöner magischer Satz!
Insgesamt lohnt sich das Buch für jeden, der sich auf diesen Zauber einlassen möchte und auch einmal Briefe vom Weihnachtsmann lesen möchte, um hautnah beim Weihnachtsmann und am Nordpol sein zu können. Auch ein toller Tipp zum Vorlesen!