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Freitag, 12. April 2019

Rezension: "Der Tod auf dem Nil" von Agatha Christie

"Eine Leiche auf einer Kreuzfahrt, und alle scheinen ein Motiv zu haben..."

Allgemeine Infos:
Verlag: Atlantik
Reihe: nein
Originaltitel: Death on the Nile
Erscheinungsdatum: 08.09.2014
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783455650020


Klappentext:
Hercule Poirot freut sich auf eine erholsame Kreuzfahrt auf dem Nil. Doch dazu kommt es nicht. Auch Linnet Ridgeway hat sich den Verlauf ihrer Flitterwochen wohl anders vorgestellt. Die junge, bildschöne Millionenerbin wird tot aufgefunden, und Poirots Ermittlungskünste sind gefragt. Fast jeder der Mitreisenden hat ein Motiv.

Meine Meinung:
Anfangs fühlte ich mich etwas erschlagen. Auf den ersten 60 Seiten habe ich so unglaublich viele verschiedene Personen kennen gelernt, die nur teilweise etwas miteinander zu tun hatten. Waren sie alle wichtig? Ich hatte wirklich die Befürchtung, dass ich nicht in die Geschichte rein kommen würde.
Wie es der Zufall so will, fahren so ziemlich alle nach Ägypten und finden sich bei einer Kreuzfahrt auf dem Nil wieder. Man merkt bereits Spannungen zwischen den Gästen, Sympatien aber auch Abneigungen nimmt man schnell wahr. Doch wo bleibt der Mord?
Es dauerte für meinen Geschmack ein bisschen, bis die Geschichte wirklich in Fahrt kam. Dann waren auch plötzlich mehr Spannung und die Greifbarkeit der Personen für mich da. Doch wer war der Täter?
Gefühlt hatte plötzlich jeder ein Motiv, alle Vermutungen könnten richtig sein. Zwar muss ich sagen, dass ich bereits zu Beginn der Geschichte eine Vermutung hatte, mit der ich richtig liegen sollte, aber trotzdem wurde ich gut hinters Licht geführt. Es werden viele falsche Fährten gelegt, Andeutungen gemacht und Verdächtige in den Raum gestellt. Über jede Äußerung habe ich nachgedacht und hielt sie plötzlich auch für plausibel. Dieses Knäuel löst sich tatsächlich auch erst sehr zum Ende der Geschichte und hält dadurch einen konstanten Spannungsbogen aufrecht.
Lediglich das Ende war mir dann doch etwas zu dramatisch. Die Erklärungen der Tat und des Motivs fand ich insgesamt schlüssig und nachvollziehbar und auch die falschen Fährten konnten sich gut aufklären. Trotzdem hätte ich die letzten zwei drei Seiten so nicht gebraucht.

Fazit:
Mein erstes Buch von Agatha Christie und ich bin froh, dass noch zwei weitere auf meinem SUB liegen. Ich mochte die Atmosphäre der Geschichte sehr gerne und insgesamt den Schreibstil der Autorin.
Auch wenn der Anfang etwas zäh war, gab es ab dem Mord sehr viel Spannung und durch die falschen Fährten wurde das Lesen nicht langweilig, auch wenn ich eine richtige Vermutung am Anfang hatte.
Zwischendurch war es mir stellenweise zwar ein bisschen zu dramatisch, aber alles in allem war es ein richtig guter Krimi! Spannend, zum Miträtseln dank Details und falscher Fährten.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Kurzrezension: "Für immer tot" von Bernhard Aichner

Sie wurde entführt und lebendig begraben mit einem Handy. Sie kannte den Täter. Doch alles spricht dagegen, vor allem die Zeit...

Allgemeine Infos:
Verlag: btb
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Für immer tot
Erscheinungsdatum: 09.05.2016
Seitenzahl: 240
ISBN: 9783442713677


Klappentext:
Um sie herum ist alles dunkel. Sie hat keine Ahnung, wo sie sich befindet. Neben ihr nur zwei Flaschen Saft und ein Handy – ihre einzige Verbindung zur Außenwelt, zur Polizei und zu ihrem Stiefsohn, dem Totengräber Max Broll. Ihre letzte Erinnerung: Ein Mann ist in ihre Wohnung eingedrungen, hat sie überwältigt, in eine Kiste gepfercht und irgendwo im Wald vergraben. Und sie erinnert sich auch, wer der Mann war: Leopold Wagner, der „Kindermacher“. Das Problem ist nur: Wagner kann es nicht gewesen sein, denn er sitzt seit achtzehn Jahren hinter Gittern.

Meine Meinung:
Ein Seniorenhandy liegt plötzlich in seiner Wohnung. Unter einer Nummer spricht plötzlich seine Stiefmutter mit ihm, sie wurde entführt und lebendig begraben. Das Handy ist ihre einzige Verbindung zur Außenwelt und damit ihre Rettung. Damit beginnt eine große Suchaktion, wie die Stecknadel im Heuhaufen. Außerdem weiß Tilda, wer sie entführt hat. Max und sein bester Freund machen sich an die Ermittlungen, denn die Polizei glaubt ihr nicht.
Die Geschichte hat relativ plötzlich ohne große Einleitung begonnen und wurde auch recht bald spannend. Die ganze Situation ist angespannt und die begleitet uns auch bis zum Ende.
Man lernt die Charaktere erst im Laufe der Zeit kennen, aber insgesamt bleiben sie auch eher blass. Wahrscheinlich wäre das interessanter gewesen, wenn man den ersten Fall von Max Broll schon gekannt hätte. So konnte ich über die wenigen Kapitel nur eine geringe Bindung zu den Personen aufbauen.
Für einen kurzen Krimi war es gut, die Spannungskurve ausreichend und die Ermittlung mit Überraschungen und Hindernissen gespickt.
Das Ende und vor allem die Lösung des Falls fand ich für die Länge gut gemacht und plausibel.

Insgesamt ein eher kurzweiliger aber spannender Krimi. Mir hat er ein paar spannende Lesestunden bereitet, aber ich hätte auch nichts verpasst, wenn ich ihn nicht gelesen hätte. Vielleicht ist es interessanter, wenn man Max Broll bereits durch den ersten Fall kannte. Dennoch fand ich die Idee interessant! Insgesamt also ein spannender Fall mit einer guten Ausgangssituation.
Ich empfehle diesen Krimi jedem, der einen kurzen spannenden Krimi sucht. Ansonsten ein Tipp für alle, die Max Broll bereits schon von seinem vorherigen Fall kennen.

Sonntag, 12. Juni 2016

Rezension: "Es scheint die Sonne noch so schön" von Barbara Vine

Eine Gruppe Jugendliche, die ausgelassen feiern und in den Tag hinein leben. Doch zehn Jahre später werden an diesem Ort zwei Skelette gefunden...

Allgemeine Infos:
Verlag: Diogenes
Reihe: nein
Originaltitel: A Fatal Inversion
Erscheinungsdatum: 28.10.2015
Seitenzahl: 467
ISBN: 9783257224177


Klappentext:
Ein langer, heißer Sommer im Jahr 1976. Eine zufällig zusammengewürfelte Gruppe junger Leute sammelt sich um Adam, der ein altes Haus in Suffolk geerbt hat. Sorglos leben sie in den Tag hinein, lieben, stehlen, existieren. Zehn Jahre später werden auf dem bizarren Tierfriedhof des Ortes zwei Skelette gefunden – das einer jungen Frau und das eines Säuglings...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover finde ich schon etwas seltsam und auch der Titel klingt nicht unbedingt nach einem Krimi/Thriller, der Klappentext dafür schon. Damals habe ich das Buch von einem lieben Kollegen zum Wichteln bekommen, weil es ein absolutes Herzensbuch von ihm ist. Aus diesem Grund habe ich mich drauf eingelassen und es gelesen, um ihm gerecht zu werden und mal was Neues auszuprobieren.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt eigentlich am Flughafen. Adam möchte mit seiner Frau verreisen und sieht aus dem Augenwinkel einen Inder. Doch er kann nicht genau sagen, ob es der von früher war oder nicht. Doch er erinnert sich an Troremmos und dass er seiner Frau noch nie von früher erzählt hat.
Zuvor haben wir jedoch von einem Leichenfund auf einem alten Tierfriedhof lesen, irgendwo in Suffolk. Eigentlich war ich gespannt auf die Geschichte, was damals in dem Haus passiert ist und was der Leichenfund damit zu tun hat.
Die Idee an sich gut angehört und mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Denn natürlich wollte ich auch wissen, was damals dort passiert ist.
Doch irgendwie bin ich mit der Geschichte nicht richtig warm geworden, was wohl am Schreibstil lag. Außerdem zog sich das Ganze, was früher passiert ist und was heute bei den einzelnen Personen, die damals dabei waren, passiert. Die verschiedenen Perspektiven fand ich gut und interessant, aber leider bin ich mit dem Schreibstil nicht klar gekommen.
Das Ende wurde dann etwas spannender, aber im Großen und Ganzen blieb es wie der Rest, eher ruhig und nüchtern erzählt.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war speziell. Also nicht unbedingt so außergewöhnlich, aber einfach so ungewohnt für einen Krimi. Es kam einfach nicht so richtig die Spannung auf. Es war nicht so packend. Eher ruhig und nüchtern im Erzählen. Denn das Meiste wurde einfach in der Gegenwart oder rückblickend erzählt. Da liegt auch das nächste Problem, die Übergänge zwischen Hier und Damals waren nahtlos und manchmal wusste ich nicht, wo ich war.
Dennoch konnte die Autorin die damalige Zeit der 70er gut einfangen und darstellen, mit dem Leben in Kommunen und ihren Charakteren aus unterschiedlichen Lebensbereichen und Hintergründen.


Fazit:
Es ist kein schlechtes Buch, denn die Idee hat mir gut gefallen und generell auch der Verlauf. Doch ich bin einfach nicht mit dem Schreibstil warm geworden und habe mich deshalb nicht so in die Geschichte einfinden können. Wahrscheinlich bin ich einfach zu jung dafür, denn die Geschichte spielt in den 70er und meine Kollegen, aus der Generation fanden das Buch genial.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal einen anderen Krimi lesen möchte und vielleicht auch die 70er miterlebt hat, denn dann ist es ein tolles Portrait der damaligen Zeit, verpackt in einer interessanten Geschichte.

Samstag, 5. Dezember 2015

Rezension: "Der Tod steckt im Detail" von Martin Krist

Kriminelle Kurzgeschichten und mit dabei ein neuer Kalkbrenner-Fall!

Allgemeine Infos:
Verlag: Luzifer
Reihe: nein
Originaltitel: Der Tod steckt im Detail
Erscheinungsdatum: 30.09.2015
Seitenzahl: 200
ISBN: 9783958350977


Klappentext:
Ein Polizist mit einer Knarre am Kopf. Ein Kronzeuge auf der Flucht. Ein Weichei als Killer. Und ein Hausdrachen, der endlich Urlaub macht. - Dreizehn Mal Hochspannung vom Berliner Thriller-Autor Martin Krist.
Exklusiv: der brandneue Kommissar Kalkbrenner-Fall »Der Tod steckt im Detail«.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover sieht düster und etwas geheimnisvoll aus und ist neutral gehalten zu dem Mix an Kurzgeschichten. Der Titel klingt interessant und der Klappentext ist ziemlich kurz gehalten. Dennoch musste ich dieses Buch unbedingt lesen, denn es ist von Martin Krist und mit seinen Thrillern habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht, außerdem gab es ja einen Kalkbrenner-Fall. Da entscheidet man sich auch mal gegen seine Vorlieben und liest Kurzgeschichten.

...Grundidee & Verlauf:
Das Buch besteht aus 13 Kurzgeschichten, die ziemlich unterschiedlich sind, sowohl vom Thema als auch von der Länge her. Das Ganze beginnt mit dem neuen Kalkbrenner-Fall, der ziemlich gut gemacht war und mich irgendwie gleich glücklich gemacht hat. Immerhin kennt man den Kommissar schon aus vorherigen Fällen und hat ihn lieb gewonnen.
Anschließend geht es mit verschiedenen anderen Geschichten weiter, in denen auch immer wieder uns bekannte Personen vorkamen, aus den vorherigen Fällen. Dennoch waren sie eigenständig und in sich abgeschlossen. Ich denke, dass dieses Buch für jeden Geschmack etwas bereithält, das auf spannende Art kurz vom Alltag ablenkt.
Manche konnten mich auch nicht so überzeugen, aber das ist ok, die meisten konnten mich unterhalten. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Kurzgeschichten, aber so jeden Abend mal ein oder zwei fand ich doch ganz interessant. Einfach mal etwas anderes.

...Schreibstil:
Darüber muss ich ja nicht viel sagen. Ich mag Martin Krist einfach ziemlich gerne und lese jedes neue Buch von ihm, weil mir der Schreibstil und die Art einfach so gut gefallen.


Fazit:
Eine gute Kurzgeschichtensammlung, die sehr vielfältig gehalten ist. Ganz besonders gefallen hat mir natürlich der Kalkbrenner-Fall, aber auch die anderen waren gut gemacht. Martin Krist kann es eben!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der Krimi-/Thrillerkurzgeschichten sucht oder jedem, der schon andere Bücher von Martin Krist gelesen hat und dem seine Bücher gefallen haben.

Montag, 14. September 2015

Rezension: "Im Auge des Leuchtturms" von Antonia Michaelis

Sie bekommt eine Postkarte mit einem Leuchtturm mit einer mysteriösen Botschaft und fährt dorthin. Sie war schon einmal hier, aber was ist damals passiert...

Allgemeine Infos:
Verlag: Emons
Reihe: nein
Originaltitel: Im Auge des Leuchtturms
Erscheinungsdatum: 16.07.2015
Seitenzahl: 312
ISBN: 9783954516759


Klappentext:
Nada Schwarz ist jung und erfolgreich. Sie hat keine Zeit, nett zu sein, keine Zeit für Freunde – und keine Zeit, sich zu erinnern. Als sie eine mysteriöse Postkarte mit einem Leuchtturmmotiv erhält, macht sie sich auf den Weg zu der winzigen Insel, die auf der Karte zu sehen ist. Und stellt fest, dass sie schon einmal hier gewesen sein muss. Was ist damals geschehen? Als sie der rätselhafte Hilferuf eines Kindes erreicht, beginnen Traum und Realität zu verschwimmen...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich wunderschön gestaltet mit den Regentropfen und so schön geheimnisvoll und düster, eben genau wie die Postkarte. Der Titel passt total gut, eben weil alles von diesem Leuchtturm ausgeht. Der Klappentext macht total Lust auf das Buch.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit der Ankunft der Postkarte mitten in Nadas geordnetem Leben. Alles ist perfekt, sie ist etwas überarbeitet, aber recht erfolgreich. Und dann bringt diese Postkarte alles durcheinander, sie macht sich auf den Weg und jeder scheint etwas darüber zu wissen, nur Nada selbst nicht. Ein vielversprechender Einstieg.
Die Idee mit der Postkarte und dieser einsamen Insel mit den seltsamen Bewohnern fand ich richtig interessant und bot natürlich auch den perfekten Schauplatz. Dazu der Leuchtturm und das Wissen darüber, dass irgendwas in der Vergangenheit passiert sein muss auf dieser Insel und in Nadas Leben.
Auf der Insel angekommen baute sich eigentlich recht schnell Spannung auf aber auch eine gewisse Verwirrung. Es gab keinen richtigen Anhaltspunkt, niemand hat was gesagt, und man wusste nicht so richtig, wann irgendwas passieren wird. Aber dann kam der erste Traum und es wurde etwas konfus, aber durchaus interessant. Man merkte schon ein leichtes Verschwimmen der Grenzen, was sich bis zum Ende immer mehr gesteigert hat und optimal für Spannung gesorgt hat. Anfangs vielleicht etwas verwirrend, aber nach ein paar Seiten erschließt es sich wirklich. Zumindest denkt man das und kommt damit klar.
Es steht Kriminalroman auf dem Buch, deshalb hat man gewisse Erwartungen. Aber die werden nicht im herkömmlichen Sinne erfüllt. Es gibt keinen Ermittler und auch nicht einen richtigen Fall, wie man es gewohnt ist. Der Fall ist eher die Vergangenheit und Nada die Ermittlerin.
Das Ende hat mich richtig geflasht und mich wirklich noch einmal beschäftigt. Klar irgendwann hatte man so seine Vermutungen, aber das hat sie eindeutig übertroffen. Unglaublich spannend und raffiniert gemacht. Traum und Realität verschwammen eben doch.

...Schreibstil:
Bisher kannte ich nur Jugendbücher von Antonia Michaelis und da habe ich ihren Schreibstil geliebt, weil sie es so perfekt schafft, Realität und Fantasie miteinander zu verknüpfen, sodass man nachher nicht mehr weiß, was man glauben soll. Deshalb war ich umso gespannter auf dieses Buch und hier war es wieder exakt das Gleiche. Die Frau schafft es einfach in Perfektion, dass man nicht mehr weiß, was man glauben kann und soll. Dazu kann sie durch dieses Spielerei richtig gut Spannung erzeugen.


Fazit:
Das hätte ich nicht erwartet! Die Idee ist vielversprechend und der Schreibstil einfach großartig. Realität und Traum verschwimmen auf unglaubliche Art und Weise und dabei kommt es zu einer Menge Spannung. Kriminalroman steht drauf, aber es ist was ganz anderes drin, mit mehr Spannung, mehr Dynamik, einfach mal eine ganz andere Richtung an Krimi, wie man ihn eigentlich nicht auffasst. Das Ende war grandios und die Wendungen und die Spannung hatte eine unglaubliche Sogkraft beim Lesen. Lasst euch einfach drauf ein, ihr werdet es nicht bereuen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal ein ganz anderes spannendes Buch sucht, das nicht wirklich Krimi ist aber auch nicht Roman. Was einfach unglaublich viel Spannung auf eine ungeahnte Art und Weise bereit hält. Vielleicht ein Tipp für Fans von "Der Märchenerzähler", die auch Krimis/Romane lesen. Lasst euch drauf ein!

Freitag, 11. September 2015

Rezension: "Lauras letzte Party" von J. K. Johansson

Eigentlich hat sie der Polizeiarbeit den Rücken gekehrt, doch auf ihrer neuen Arbeit ereignet sich ein Drama: Eine Schülerin verschwindet spurlos und ihr Bruder wird verdächtigt...

Allgemeine Infos:
Verlag: Suhrkamp
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Laura
Erscheinungsdatum: 06.07.2015
Seitenzahl: 266
ISBN: 9783518465905


Klappentext:
Mia ging auf das weiße f auf blauem Grund. Keine Fotos. Keine neuen Kommentare oder Likes. Aber eine Nachricht. Und im selben Moment wusste sie, dass sie keine Sekunde mehr schlafen würde. Die Nachricht kam von Johanna und war kurz: Laura ist tot. »Mia Pohjavirta musste ihren Polizei-Job für Ermittlung in sozialen Netzwerken wegen ihrer Internet-Sucht an den Nagel hängen. Als Sonderpädagogin ist sie jetzt an ihre alte Schule und damit in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Es soll endlich Ruhe in ihr Leben einkehren. Aber am ersten Schultag nach den Ferien macht es schnell die Runde: die 16jährige Schülerin Laura Anderson ist verschwunden. Ihre Eltern richten in ihrer Verzweiflung auf der Suche nach ihrer Tochter eine Facebook Seite ein und lösen damit einen wahren Shitstorm aus. Von Satanskult, Drogen und Sadomaso-Spielen ist die Rede, jemand will Laura in Amsterdam gesichtet haben. Jeder hat seine eigene Theorie, wo Laura steckt, aber am meisten scheint Mias Bruder Niklas zu wissen, der als Psychologe an der Schule arbeitet. Der Sommer, der für Mia so strahlend und hoffnungsvoll begann, wird zum düsteren Albtraum.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover passt gut zur Geschichte und wirkt etwas düster. Der Titel passt gut zum Inhalt und der Klappentext verspricht eine interessante Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit Mias erstem Arbeitstag an der Schule, nachdem sie leider bei der Polizei aufhören musste. Und direkt bekommt sie die Nachricht, Laura, eine Schülerin, ist verschwunden und es fehlt jegliche Spur. Damit beginnt die Geschichte eigentlich schon mal ganz vielversprechend.
Die Idee fand ich irgendwie interessant, mit der ehemaligen Polizistin, die in ihrem neuen Job direkt wieder ins Ermitteln gerät und dann wird auch noch ihr Bruder verdächtigt.
Wenn man den Verlauf der Geschichte mal ganz nüchtern betrachtet, ist irgendwie nichts wirklich passiert. Auf der anderen Seite macht genau das dieses Buch aus. Es ist gespickt mit spannenden Momenten und Entdeckungen und alles spitzt sich natürlich zum Ende hin zu.
Und das Ende ist dann wirklich fies. Wie kann es denn irgendwie aufgelöst werden, aber irgendwie auch nicht und dann so einen Cliffhanger geben? Da muss man ja wirklich die anderen beiden Teile auch lesen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war relativ einfach gehalten, was nicht unbedingt negativ klingen soll. Es ließ sich einfach nur sehr gut und zügig lesen. Aber Spannung kam auch erst später auf, da jedoch nicht so intensiv sondern eher etwas oberflächlich.


Fazit:
Ein netter Krimi für Zwischendurch. Eigentlich ist die Geschichte nichts besonders, aber immer mal wieder gibt es kleine Hinweise und spannende Stellen, die einen doch am Lesen halten. Besonders das Ende ist sehr spannend, mit einem fiesen Cliffhanger, sodass man auch die anderen beiden Teile lesen möchte. Durch den Schreibstil, war das Ganze sehr gut zu lesen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen kurzweiligen, aber nicht unbedingt langweiligen Krimi für Nebenbei sucht. Vielleicht auch etwas für jeden, der mal mit dem Genre einsteigen möchte, wo es aber nicht gleich so brutal oder komplex sein soll.

Donnerstag, 29. August 2013

Rezension: Der Schnüffler von J.F. Englert

Klappentext:
Manchmal muss ein Hund tun, was ein Hund tun muss...

Randolph ist ein ausgesprochen wacher Geist, vielleicht etwas altklug, aber durch und durch ein guter Kerl - und mit Haut und Haar ein New Yorker Stadtneurotiker. Randolph hat nur ein Problem: Er kann nicht sprechen. Denn Randolph ist ein Hund, ein Labradorrüde in den besten Jahren. Normalerweise bekümmert es ihn wenig, dass er mit seinem Herrchen Harry nicht vernünftig kommunizieren kann. Doch dann wird Harry Zeuge eines Mordes. Und da Harry - typisch menschlich - ständig den falschen Fährten folgt, wird es Zeit für Randolph zu handeln...


Meinung:
Das Cover finde ich persönlich jetzt nicht so schön, es passt zwar zum Buch, aber ansonsten hat es nicht Besonderes an sich. Der Titel ist auch nicht unbedingt mein Fall, weil er so nichtssagend ist, aber dennoch passt er perfekt zum Buch.
Der Klappentext sagt eigentlich genug über das Buch aus, macht aber nur wenig neugierig, verrät aber auch nicht zu viel.

Die Idee des Buches ist an sich eigentlich in Ordnung, ein bisschen verworren und seltsam vielleicht.

Bei der Umsetzung kommt dann die Kritik: Es ist aus Sicht des Hundes geschrieben, aber irgendwie manchmal auch nicht so eindeutig. Dann gibt es dauernd Wiederholungen über Gerüche und Hundeverhalten, was zwar zum Buch passte, mich persönlich aber genervt hat.

Die Geschichte war jetzt nicht mega spannend. Meiner Meinung nach hätte man die spannenden Stellen fiel besser gestalten können. Wobei die Geschichte dennoch aber irgendwie verworren und seltsam bleibt.
Es hat sich oft auch gezogen, weil es nicht so richtig voran gegangen ist, sondern mehr so vor sich hin plätscherte.

Die Hauptperson war der Hund Randolph und sein Besitzer Harry. Letzteren fand ich total merkwürdig vom Verhalten her und auch irgendwie unsympathisch. Randolph war jetzt auch nicht so sympathisch. Er war relativ arrogant und besserwisserisch.


Fazit:
Dafür, dass das Buch eigentlich ein Krimi ist, wenn auch ein Hundekrimi, fand ich es schlecht. Kaum Spannung, keine eindeutige Perspektive, verworrene und seltsame Geschichte und unsympathische Personen.
Das einzig etwas interessante war vielleicht noch, das Denken des Hundes und seine Wahrnehmung. Aber das wurde so oft wiederholt, dass es auch nicht mehr positiv war.