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Dienstag, 4. Dezember 2018

Rezension: "Schmerzmacher" von Veit Etzold

"Ein neuer Fall wartet auf Clara Vidalis und vielleicht ist es der Schlimmste ihres ganzen Lebens..."

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: Teil 7 von bisher 7
Originaltitel: Schmerzmacher
Erscheinungsdatum: 01.10.2018
Seitenzahl: 372
ISBN: 978-3-426-52112-0


Klappentext:
Hauptkommissarin Clara Vidalis findet sich in einem Albtraum wieder, als mehrere Tötungsdelikte, die als Suizide getarnt sind auftauchen, in denen die DNS von Ingo M. sichergestellt wird – desselben Ingo M., der vor über zwanzig Jahren ihre kleine Schwester missbraucht und ermordet hat. Und dessen sterbliche Überreste in der Berliner Rechtsmedizin seziert wurden. Wie kann es sein, dass ein Toter mordet, wieder und wieder? Und warum hat sich sein Modus Operandi, die Handschrift jedes Mörders, so verändert? Die Wahrheit ist handfester und zugleich entsetzlicher, als Clara es sich in ihren dunkelsten Nächten ausgemalt hat.

An dieser Stelle vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

Meine Meinung:
Vorweg möchte ich sagen, dass ihr die vorherigen Bände der Clara Vidalis Reihe nicht unbedingt gelesen haben müsst, da die Fälle mit Ende des Buches ebenfalls abgeschlossen sind. Somit könnt ihr auch "Schmerzmacher" eigenständig lesen. Dennoch macht die Geschichte und ihre Entwicklung nochmal mehr Spaß, wenn man "Final Cut" schon kennt.

Die Idee hat mir echt gut gefallen. Ich war erst ein bisschen skeptisch, als ich noch nicht wusste, was mich erwartet bzw wie es letztendlich umgesetzt sein würde. Aber schon nach wenigen Kapiteln und einem Brief wollte ich mehr wissen.

Teilweise war mir die Geschichte jedoch zu politisch. Es hat zwar vom Inhalt her richtig gut gepasst, aber leider hat der Autor mich zwischendurch für ein paar Seiten einfach thematisch verloren.

Davon abgesehen war es stellenweise auch einfach zu krass, zu perfide. Leider habe ich das Gefühl, das der Autor versucht, dem Vorgänger noch eine Schippe drauf zu setzen. Vielleicht mag es aber auch an mir liegen, dass ich das einfach nicht mehr unbedingt in Büchern brauche, zumindest nicht in dem Ausmaß. Hingegen hat es grundsätzlich gut zur Geschichte und zum Setting gepasst.

Die Auflösung hat mir wiederum gut gefallen. Es war rund und zumindest für mich auch nicht vorhersehbar. Ganz im Gegenteil ich war wirklich überrascht. Besonders nach der scheinbar ausweglosen, weitreichenden Situation, an der Clara und ihr Team zu rätseln hatten.

Fazit:
Insgesamt habe ich den neuen Fall von Clara Vidalis gerne gelesen. Ich fand es interessant, auf welche Weise Bezug zu "Final Cut" genommen wurde, der für mich der beste Teil der Reihe war. Wie dennoch eine vollkommen eigenständige Geschichte geschaffen wurde, die mich jedoch teilweise durch ihren politischen Schwerpunkt nicht ganz abholen konnte. Außerdem war es mir an machen Stellen zu perfide von der Thematik her.
Dennoch gab es eine Menge Spannung und gerade die Auflösung hat für mich nochmal wieder viel raus geholt.
Somit kann ich euch "Schmerzmacher" empfehlen, wenn ihr vielleicht schon "Final Cut" kennt. Aber selbst wenn nicht, werdet ihr mit der Geschichte hoffentlich spannende Lesestunden haben.

Montag, 10. September 2018

"DOORS" von Markus Heitz - eine völlig neue Idee

Vor einer Woche hatte ich eine Mail im E-Mailpostfach mit einem Buch, von dem ich noch nichts vorher gehört hatte "DOORS - Der Beginn" von Markus Heitz.
Tatsächlich habe ich bis zu dem Zeitpunkt noch nie etwas vom Heitz gelesen, aber wollte es ändern, denn "DOORS" klang interessant. Denn hier gehen Markus Heitz und Droemer Knaur einen neuen Weg, wie man ihn bisher im Buchhandel noch nicht kennt.

"DOORS - Der Beginn" ist genau das, was der Name sagt: Ein Beginn. Ein kleiner Vorgeschmack, ein langer Prolog, wenn man so möchte. Das Beste dabei ist, dass es vollkommen kostenlos ist. Jeder kann es auf der Seite von Droemer Knaur downloaden.
Wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr in meiner Kurzrezension. 

Ein etwas anderer Reihenauftakt, eher wie ein Prolog

Allgemeine Infos:
Verlag: Knaur
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: Doors - Der Beginn
Erscheinungsdatum: 20.08.2018
Seitenzahl: 80
ISBN: 978-3-426-45481-7


Klappentext:
Der schwerreiche Vater der vermissten Anna-Lena van Dam schickt ein sechsköpfiges Team aus, um seine Tochter zu finden – darunter einen Ex-Militär, eine Höhlenkletterin und einen Parapsychologen. Jeder der sechs ist ein Experte auf seinem Gebiet, jeder von ihnen hat etwas zu verbergen. Und keiner von ihnen wird das gigantische Höhlensystem unter dem Anwesen der van Dams unverändert verlassen.

Denn in der Dunkelheit entdeckt das Team geheimnisvolle Türen, und muss sich dahinter auf Pfade jenseits aller Wissenschaft und Vernunft einlassen, um Anna-Lena zu retten.

Meine Meinung:
Mit gemischten Erwartungen bin ich an dieses Buch gegangen, was mit 80 Seiten eher einer Kurzgeschichte gleich kommt. Aber es ist eben, wie der Titel sagt, ein Beginn.
Wir lernen das Expeditions-Team kennen, sind dabei, wie sie sich alle das erste Mal begegnen. Wir lernen mit ihnen den Auftraggeber und die Aufgabe kennen, die vor ihnen liegt.
Direkt merkt man, dass da mehr ist, als es zu sein scheint. Denn als Leser haben wir noch zwei andere Perspektiven, die mehr Fragen aufwerfen als beantworten, aber auch ordentlich Spannung rein bringen. Die ganze Atmosphäre ist düster und geheimnisvoll.
Fragen ist das Stichwort, denn davon habe ich während und nach dem Lesen eine ganze Menge im Kopf. Um so besser, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Denn es endet vor drei Türen.

"DOORS - Der Beginn" ist mit 80 Seiten eine sehr kurze Geschichte. Trotzdem schafft Markus Heitz es, so viele Fragen aufzuwerfen, Spannung aufzubauen und meine Gedanken anzuregen, wie es alles weiter geht. Aber dafür muss ich mich leider noch etwas gedulden.

Kommen wir jetzt zum springenden Punkt: Die Geschichte geht hinter den drei Türen weiter. Nicht nur hinter einer bestimmten, sondern gleich hinter allen drei.
Denn jede Tür hält eine andere Geschichte bereit. Und wir als Leser entscheiden uns, durch welche Tür wir gemeinsam mit dem Expeditions-Team gehen möchten. 
"DOORS ! - Blutfeld" bringt uns ins frühe Mittelalter genauer ins 9. Jahrhundert. Allerdings haben hier die Frauen die Macht in der Hand.
"DOORS ? - Kolonie" führt uns in die 40er Jahre. Hier hat Nazideutschland früh kapituliert und Russland und die USA führen einen Kampf um Europa. 
"DOORS X - Dämmerung" offenbart uns unsere eigenen Albträume. Der einzige Weg führt in eine gefährliche Zukunfsvision. 

Ab dem 1.Oktober können wir genau diese Wahl im Buchhandel treffen. Denn es wird jedes der drei Bücher geben.
Ich bin sehr angetan von !, aber auch X könnte echt interessant sein. ? scheint auf den ersten Blick politisch, was eigentlich nicht so meins ist.
Glücklicherweise ist noch ein bisschen Zeit, bis ich mich entscheiden muss. Vielleicht werde ich  letztendlich auch alle drei lesen werde.

Für welche Tür entscheidet ihr euch bzw was haltet ihr überhaupt vom Konzept der "DOORS"-Reihe?

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Rezension: "Tränenbringer" von Veit Etzold

Der fünfte Fall für Clara Vidalis. Er bringt nicht nur sie, sondern auch mich an meine Grenzen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Knaur
Reihe: Teil 5 von 5
Originaltitel: Tränenbringer
Erscheinungsdatum: 01.09.2017
Seitenzahl: 480
ISBN: 9783426520697


Klappentext:
Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!


Mein Lesegrund:
Anfangen mit seinen Jugendbüchern, habe ich recht schnell auch die Clara-Vidalis-Reihe für mich entdeckt und bisher alle vier Teile gerne gelesen. So habe ich mich umso mehr gefreut, als der Verlag mir den fünften Teil zur Rezension angeboten hat.

An dieser Stelle, vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar!

Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, bei dem ich schon mal kurz schlucken musste. Aber das kennt man so eigentlich von seinen Büchern. Sie sind nie ganz ohne, nichts für schwache Nerven und Zartbesaitete.
Dennoch war dieses Buch krasser als seine Vorherigen. Etzold wählt als Täter immer die 'richtigen' Psychopathen, mit diversen Fetischen und Grausamkeiten. Das ist soweit auch vollkommen ok, weil man ja weiß, auf was man sich einlässt. Aber in diesem Buch übertrifft er sich selbst, und beschreibt viel detaillierter, als es gut ist. Das ist wirklich mein großer Kritikpunkt an diesem Buch: Es ist unnötig detailliert und damit selbst für mich, die gerne auch von den 'krassen' Tätern liest und nicht so zartbesaitet ist, einfach zu viel. Manche Passagen vor allem aus der Täterperspektive waren einfach nur übertrieben grausam und widerlich. Das wurde glücklicherweise zum Ende des Buches besser.
Zu dem kam mir dieser Fall irgendwie zu glatt vor. Anfangs hatten sie so überhaupt keine Spur vom Täter und auch keine Ahnung und plötzlich von jetzt auf gleich können sie sich alles zusammen reimen. An vielen Stellen war es schon plausibel, aber einfach zum Ende hin zu schnell und zu problemlos von der Lösung her.
Von den Charakteren her mochte ich die Geschichte sehr gerne, weil ich Clara und ihre Truppe echt sympathisch finde und wie sie untereinander sind und agieren. Da gab es auch dieses Mal nichts auszusetzen.

...Schreibstil:
Der Autor hat eine gute Art, Spannung aufzubauen und seine Figuren währenddessen weiter zu entwickeln. Damit konnte er mich bisher immer ganz gut packen, mit den unterschiedlichen Perspektiven von Clara und dem Täter. So hat er auch dieses Mal wieder eine gute Spannung aufgebaut, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. 

Fazit:
Deshalb lässt mich der fünfte Teil etwas zwie gespalten zurück. Normalerweise lese ich die Bücher von Veit Etzold ganz gern und mag auch manchmal diese Grausamkeit und das Perfide. Aber das war mir hier eindeutig zu viel des Guten und stellenweise einfach nur ekelig. Dennoch war die Geschichte an sich gut, auch wenn der Fall insgesamt zum Ende hin zu glatt ablief. Grundsätzlich fand ich ihn und gerade auch den Täter aber nicht schlecht konstruiert.
Würde ich die Protagonistin und ihr Team nicht so sympathisch finden, hätte das Buch auch keine 3 von 5 Wolken mehr bekommen.

Ich empfehle dieses Buch denen, die wirklich keine schwachen Nerven haben, denn es ist grausam und ekelig. Aber dennoch spannend und somit ein Psychothriller mit einem sehr grausamen, krassen Täter.
Wer jedoch noch nie einen Veit Etzold gelesen hat, sollte wohl eher zu "Final Cut" von ihm greifen.

Mittwoch, 23. August 2017

Kurzrezension: "Regenbogentänzer" von Nicole Walter

Was ist wichtig im Leben, wenn man plötzlich nicht mehr seinen Traum leben kann? Das zeigen Milena ganz besondere Menschen im Regenbogenhaus... 

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Nicole Walter
Erscheinungsdatum: 02.11.2015
Seitenzahl: 352
ISBN: 9783426515501


Klappentext:
Was ist es, das das Leben lebenswert macht? Für den alten Alfons sind es seine Saalflugzeuge, so zart und zerbrechlich, dass sie eigentlich nur in geschlossenen Räumen fliegen können. Milena kann ihn gerade noch daran hindern, sich von einer Brücke in die Isar zu stürzen, als sein Flugzeug eine Bruchlandung erleidet und im Fluss unterzugehen droht. Dabei würde sie selbst gern springen, jetzt, wo ihre Karriere als Tänzerin vorbei ist. Stattdessen bringt sie Alfons zurück in das Regenbogenhaus. Und lernt dort wundervolle Menschen kennen: Menschen, die allein nicht in der Welt zurechtkommen und die doch wissen, was das Leben lebenswert macht.

Meine Meinung:
Anfangs lernen wir Milena ziemlich schnell kennen, denn sie ist auf der Suche nach einem neuen Job, da sie das Tanzen leider aufgeben musste. So liegt eine bedrückte Stimmung auf dem Buch, bis sie ihre Nachbarin Anna kennen lernt und damit endlich mal Kontakte knüpft. Genau das steht im Mittelpunkt: Milena fasst Fuß im richtigen, normalen Leben, lernt besondere Menschen im Regenbogenhaus kennen und erkennt. was in ihrem Leben lohnenswert ist.
Insgesamt war es eine schöne Geschichte, eher etwas für zwischendurch. Es ließ sich schnell lesen, und hat mich für ein paar Stunden in die Welt des Regenbogenhauses entführt. Dort wohnen besondere Menschen, die die Welt etwas anders sehen und ein paar Ecken und Kanten haben. Diese machen das Leben mit ihnen und ihr eigenes nicht immer ganz einfach. Wir lernen ein paar von ihnen kennen und gerade Christoph habe ich sehr ins Herz geschlossen. Aber auch die anderen waren sehr liebenswürdig. Es war ein bisschen zauberhaft, wie Milena mit ihnen in Kontakt gekommen ist und dabei merkt, was für sie wichtig ist und wie es in ihrem Leben weiter gehen soll.
Ich hätte mir dabei vielleicht auch mehr Fokus auf den einzelnen Bewohnern gewünscht, vor allem auf Christoph. Ich kann den Verlauf nachvollziehen, aber so kam das Ende einfach zu abrupt und zu konstruiert. Nicht nur in Bezug auf Christoph, sondern leider in jeder Hinsicht.

So hat mich das Buch insgesamt gut unterhalten, es war eine schöne Geschichte, hatte interessante Charaktere, aber einfach ein zu konstruiertes Ende. Mir hat dann wohl einfach der tiefere Tiefgang gefehlt, denn Ansätze waren dafür da.
Wer ein paar Stunden vom Alltag abschalten möchte, ist mit diesem Buch aber dennoch ganz gut beraten.

Mittwoch, 22. März 2017

Kurzrezensionen: "Sie" von Stephen King & "Zerschunden" von Michael Tsokos

Paul Sheldon hat einen schweren Unfall, doch Annie kümmert sich liebevoll um ihn, bis es ihm wieder besser geht. Jedoch ist sie sein größter Fan und hält ihn gefangen und zwingt ihn zu schreiben... 

Allgemeine Infos:
Verlag: Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: Misery
Erscheinungsdatum: 08.02.2011
Seitenzahl: 528
ISBN: 9783453435834


Klappentext:
Schriftsteller Paul hat seine Serienheldin Misery sterben lassen. Nach einem Autounfall hält die Krankenschwester Annie - Pauls "größter Fan" - den verletzten Autor gefangen und zwingt ihn weiterzuschreiben.

Meine Meinung:
Lange wollte ich mal einen Stephen King lesen und dann wurde mir dieser hier ans Herz gelegt und ich war ganz gespannt.
Der Einstieg war etwas verwirrend, wie in einem Delirium und genau so sah es zu dem Zeitpunkt in Pauls Kopf aus. Danach wurde es klarer und man hat mit herausgefunden, dass er sich bei Annie befindet und einen ziemlich schweren Unfall hat. Und schon nach wenigen Stunden merkt man, dass mit Annie etwas nicht stimmt und was einen erwartet: Er soll für sie ein Buch schreiben, in dem Misery wieder lebt. Und solange ist er ihr Opfer.
Sie ist schon ziemlich krank im Kopf und das merkt man bereits nach kurzer Zeit. Mal sehen, was da noch so alles passieren wird. Paul versucht irgendwie, das Beste aus der Situation zu machen und fängt an zu schreiben, nachdem er einiges erdulden musste.
Es war ziemlich gut gemacht, dass dann direkt das neue Werk von Paul abgedruckt war und man es direkt lesen kann. Leider bin ich in die Geschichte um Misery weder vom Inhalt noch vom Schreibstil her rein gekommen. Das war mir einfach zu konfus und fern und hat leider meinen Lesefluss etwas gedämpft. Auch einfach vom Verlauf her, fand ich es eher abstrakt.
Ansonsten zog mich die Geschichte mehr und mehr in ihren Sog und ich war immer wieder erschreckt, wie krank Annie eigentlich ist und zu was sie fähig ist.
Insgesamt war es sehr spannend gemacht, King hat einen super fesselnden Schreibstil, doch leider hat es sich für mich trotz Spannung und so einfach etwas gezogen. Ich kann es gar nicht so genau erklären. Denn eigentlich ist immer wieder was passiert und ich wollte auch mehr erfahren. Aber irgendwie fehlte mir dann doch was.
Dennoch freue ich mich auf den nächsten King, den ich lesen werde. Auch wenn ich noch nicht so genau weiß, zu welchem Werk ich greifen werde. Vielleicht war dieses hier einfach nicht so meins, wie ich es erhofft hatte.



Ein Killer, der quer durch Europa reist. Im Verdacht steht ein alter Freund von Fred Abel, dem Rechtsmediziner. Mit allen Mitteln möchte er seine Unschuld beweisen, denn es geht um Zeit...

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knauar
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Zerschunden
Erscheinungsdatum: 01.10.2015
Seitenzahl: 432
ISBN: 9783426517895


Klappentext:
Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Seine Opfer: Alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.


Meine Meinung:
Es war einfach mal irgendwie was anderes und irgendwie auch nicht. Dass nicht immer nur die Polizei ermittelt oder ein Kommissar, ist ja nicht unbedingt so neu. Aber dieses Mal kam es mir einfach mal vor, wie etwas anderes, denn der Rechtsmediziner ermittelt selbst, weil ein alter Freund von ihm unter Verdacht steht und er seine Unschuld beweisen möchte. Doch so ganz sicher, ist er sich da auch nicht.
Diese Situation war schon mal ziemlich knifflig, doch da war auch noch die Zeit, die Fred Abel im Nacken saß, denn die Tochter seines Freundes liegt im Sterben und er muss ihn aus der U-Haft holen.
Den Fall selbst fand ich ziemlich interessant gemacht. Gar nicht mal so grausam, wie in vielen anderen Thrillern dieser Art. Grausam war eher die Parallelgeschichte, denn auch hier gab es wieder unterschiedliche Perspektiven, die ich ganz spannend gemacht fand.
Ich mochte Fred Abel einfach gerne! Ein Rechtsmediziner, der mir eigentlich auf Anhieb sympathisch war und mit dem ich gerne auf Verbrecherjagd war und versucht habe, die Spur zu erkennen und dem Täter einen Schritt voraus zu sein.
Währenddessen erfährt man auch ein paar Hintergrundinfos über Rechtsmedizin und Profiler. Da merkt man einfach, dass der Autor vom Fach ist und es ganz anders nochmal beschreiben kann.
Die Auflösung der Geschichte war schlüssig, plausibel und spannend! Insgesamt ein guter Thriller, der für mich einfach mal ein bisschen anders war und aus der Masse hervor sticht. Ich habe ihn gerne gelesen.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Kurzrezensionen: "Das Paket" von Sebastian Fitzek & "Fremd" von Ursula Poznanski & Arno Strobel

Emma verlässt das Haus nicht mehr, seitdem sie damals vom 'Friseur' vergewaltigt wurde. Doch dann nimmt sie ein Päckchen für ihren Nachbarn an, von dem sie noch nie zuvor gehört hat...

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Das Paket
Erscheinungsdatum: 26.10.2016
Seitenzahl: 368
ISBN: 9783426199206


Klappentext:
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ...

Meine Meinung:
Der Einstieg war etwas verwirrend und spannend zugleich, denn wir springen in der Zeit und erleben Emmas Begegnung mit dem 'Friseur' und was er damals mit ihr angestellt hat. Dann finden wir uns in ihrem jetzigen Leben wieder, in dem sie nicht das Haus verlässt aus Angst vor dem Friseur.
Die Idee hat mich ziemlich neugierig gemacht, denn wer hat noch nie ein harmloses Päckchen für einen Nachbarn angenommen, ohne sich so richtig Gedanken über diese Person zu machen, geschweige denn um den Inhalt des Päckchens. Außerdem war es ein neuer Fitzek und das bedeutet einfach, dass ich es lesen muss!
Am Anfang war es etwas schwierig, sich in die verschiedenen Handlungsstränge einzufinden, also einfach im Kopf den zeitlichen Verlauf festzumachen und auch zu behalten. Doch dann hatte ich mich eingefunden und fand es ziemlich spannend gemacht mit den beiden Zeitebenen sozusagen vorher und nachher. Man erfährt viel über die Geschichte sozusagen aus zwei Perspektiven und ist die ganze Zeit gespannt, was denn nun wirklich passiert ist.
Dann entwickelt sich die Geschichte irgendwie anders als erwartet. Das war erstmal nicht unbedingt negativ, denn es wurde echt spannend und ich musste einfach weiter lesen, so dass ich das Buch beinahe an einem Stück gelesen habe.
Lange Zeit wusste man irgendwie nicht wirklich, wen man im Verdacht haben sollte. Irgendwie hatte man erst keinen wirklichen Anhaltspunkt und dann mehrere zur Auswahl und beim Lesen wusste ich dann auch nicht so genau.
Das Ende war recht speziell. Auf einmal passierte total viel auf einmal, es wurde rasant und ich konnte teilweise gar nicht richtig folgen, weil es mich irgendwie verwirrt und überfordert hat. Doch dann die allerletzten 30 Seiten waren gut. Das war ein Ende, mit dem ich zufrieden sein kann. Alles wurde aufgeklärt und hat Sinn ergeben und alle meine Fragen beantwortet.
Insgesamt hat es mir gefallen. Es war spannend gemacht, es konnte mich fesseln und die Grundidee fand ich sehr interessant. Doch dann hat es sich anders entwickelt als erwartet und das Ende war etwas merkwürdig, wobei die letzten Seiten wirklich gut waren.



Plötzlich steht ein fremder Mann in ihrem Haus und behauptet, mit ihr verheiratet zu sein. Eines Abends kommst du nach Hause und deine Frau erkennt dich nicht, hält dich für einen Fremden.
Wer hat Recht und wem kannst du trauen?

Allgemeine Infos:
Verlag: Rowohlt
Reihe: nein
Originaltitel: Fremd
Erscheinungsdatum: 29.10.2015
Seitenzahl: 400
ISBN: 9783805250849


Klappentext:
Stell dir vor, du bist allein zu Haus. Plötzlich steht ein Mann vor dir. Er behauptet, dein Lebensgefährte zu sein. Aber du hast keine Ahnung, wer er ist. Und nichts in deinem Zuhause deutet darauf hin, dass jemand bei dir wohnt. Er redet auf dich ein, dass du doch bitte zur Vernunft kommen sollst. Du hast Angst. Und du verspürst diesen unwiderstehlichen Drang, dich zu wehren. Ein Messer zu nehmen. Bist du verrückt geworden?
Stell dir vor, du kommst nach Hause, und deine Frau erkennt dich nicht. Sie hält dich für einen Einbrecher. Schlimmer noch, für einen Vergewaltiger. Dabei willst du sie doch nur beschützen. Aber sie wehrt sich, sie verbarrikadiert sich. Behauptet, dich niemals zuvor gesehen zu haben. Sie hält dich offensichtlich für verrückt. Bist du es womöglich? Eine Frau. Ein Mann. Je mehr sie die Situation zu verstehen versuchen, desto verwirrender wird sie. Bald müssen sie erkennen, dass sie in Gefahr sind. In tödlicher Gefahr. Und es gibt nur eine Rettung: Sie müssen einander vertrauen...


Meine Meinung:
Den Einstieg und die Idee fand ich ziemlich gut und echt spannend gemacht. Man erlebt die Situation zunächst aus Joannas Sicht, ihre Angst, ihre Unsicherheit. Anschließend erleben wir die gleiche Situation nochmal aus Eriks Sicht, seine Verzweifelung und seine Sorge um Joanna, dass sie ihn nicht erkennt und so eine Angst vor ihm hat. Als Leser kennt man beide Perspektiven, die sich in jedem Kapitel abwechseln, und man weiß nicht genau, wem man nun glauben soll und wer die Wahrheit sagt. Warum erkennt Joanna ihren Ehemann nicht und ist Erik überhaupt ihr Ehemann oder erzählt er ihr das nur?
Es war etwas gewöhnungsbedürftig, dass beide Perspektiven auch aus der Ich-Perspektive waren, das war nicht immer ganz einfach nachzuvollziehen, aber so gewollt und eigentlich auch gut gemacht so.
Natürlich fragt man sich, warum Joanna alle Erinnerungen fehlen, die Erik betreffen, und auch bei Eriks Schilderungen vieles nicht passt. Anfangs sollte es verwirren, doch schon bald merkt man, dass irgendwas nicht stimmen kann und fängt an, sich Fragen zu stellen, die sich auch Erik und Joanna stellen.
Doch was echt spannend, psychologisch und verwirrend angefangen hat, wurde dann irgendwie schnell etwas enttäuschend. Also es war immer noch interessant und spannend, aber ich hatte es mir einfach anders vorgestellt. Gerade auch die Erklärung für alles fand ich eher etwas ernüchternd als super grandios und herausragend wie den Anfang der Geschichte.
Nach einem spannenden, genialen Einstieg und einer super Grundidee wurde die Erklärung und das Ende leider etwas enttäuschend und nicht mehr so psychologisch und verwirrend wie der Anfang. Ich hatte mir einfach irgendwie was anderes von der Geschichte versprochen. Dennoch war es lesenswert, spannend und interessant!

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Gedanken zu "Splitterfasernackt" von Lilly Lindner

Eine erschreckende und zugleich beeindruckende Geschichte über das Leben von Lilly Linder...

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Splitterfasernackt
Erscheinungsdatum: 01.07.2013
Seitenzahl: 400
ISBN: 9783426784884


Klappentext:
Lilly Lindner ist sechs, als der Nachbar beginnt, sie regelmäßig zu vergewaltigen. Er droht ihr mit dem Schlimmsten, falls sie etwas ihren Eltern erzählen sollte. Und so schweigt das kleine Mädchen. Schließlich zieht der Mann weg – doch Lillys Leben ist längst aus dem Lot. Mit 13 Jahren fängt sie an zu hungern – damit von ihrem geschundenen Körper möglichst wenig übrig bleibt. Doch die Schande macht sie damit nicht ungeschehen. Und so beschließt Lilly als junge Frau, ihren Körper, der ihr schon lange nicht mehr gehört, in einem Edel- Bordell zu verkaufen. Und ausgerechnet hier beginnt sie, ihre ungeheuerliche Geschichte aufzuschreiben – und verfasst ein beeindruckendes, provozierendes Buch von großer Sprachgewalt.


Gedanken zu...
Das wird keine normale Rezension zu diesem Buch, denn es käme mir bei dem Thema und der Geschichte einfach falsch vor, sondern viel mehr ein paar meiner Gedanken und Eindrücke, die ich allerdings auch nicht bewerten werde. Denn auch das finde ich unpassend.
In diesem Buch geht es um Lilly Lindner und ihre ganz persönliche Geschichte ab ihrem Siebten Lebensjahr und den Erfahrungen, die sie seitdem gemacht hat. Denn Lilly wurde als Kind von ihrem Nachbarn vergewaltigt, versucht dem zu entkommen, gerät in die Magersucht und arbeitet später in einem Edel-Bordell.
Das klingt nach einer ziemlich krassen Geschichte und das war sie auch. Ich war schockiert, viele Seiten über eigentlich bis zum Ende. Wie kann man einem kleinen Mädchen sowas an tun? wie kann man so ein Leben führen, ohne den Verstand gänzlich zu verlieren und sich einfach das Leben zu nehmen? Wie konnten ihre Eltern einfach wegsehen? Diese und noch viele mehr solcher Fragen gehen mir durch den Kopf. Ich war fassungslos, schockiert und erschreckt über diese Lebensgeschichte, die Lilly so unverblümt niedergeschrieben hat und von allem erzählt, was ihr dabei auch durch den Kopf gegangen ist.
Doch irgendwie hat mich diese Geschichte auch angezogen. Ich wollte sie schon viele Jahre lesen und bin nun endlich dazu gekommen. Einmal angefangen, konnte ich es so schnell wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Dabei habe ich mich schuldig gefühlt, weil man sich wie ein Beobachter vorkommt, der etwas verbotenes tut. Der vorm Fenster sitzt und Lilly beobachtet, bei allem, wirklich allem, was sie tut.
Aber ich war auch fasziniert. Unvorstellbar bei so einer Geschichte und vielleicht auch wieder nicht. Denn es geht um Lilly Lindner in all ihren Facetten. Man lernt sie kennen, wie man einfach keine 'normale' Protagonistin kennen gelernt hätte, denn sie nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt unverblümt ihre persönliche Geschichte. Fasziniert hat mich daran ihre Offenheit auf der einen Seite und einfach sie selbst. Trotz allem, was sie erlebt hat, lebt sie weiter, will sich nicht umbringen, sondern kämpft sich auf eine gewisse Art und Weise wieder ins Leben zurück, versucht für sich selbst ein schönes Leben zu finden, etwas das sie glücklich macht, das sie auch ein Stück weit vergessen lässt.
Sie wächst einem mit jeder Seite mehr ans Herz und man möchte sie die ganze Zeit nur trösten und beschützen. Ich habe einen Teil, wenn auch nur einen geringen, ihrer Schmerzen und Gedanken gespürt. Aber dafür nochmal umso mehr Momente ihrer Freude. Denn auch die gibt es in ihrem Leben und die sind so unfassbar viel wert.
Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen. Bildet euch ein eigenes Bild über ihre Geschichte, die auf jeden Fall super lesenswert ist. Denn Lilly Lindner ist eine sehr mutige und super starke Frau!

Freitag, 1. Juli 2016

Rezension: "Abgeschnitten" von Sebastian Fitzek & Michael Tsokos

Er findet im Kopf der Leiche die Handynummer seiner Tochter. Er ahnt schreckliches und wird auf eine perfide Schnitzeljagd geschickt, die er jedoch nicht alleine bewältigen kann...

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Abgeschnitten
Erscheinungsdatum: 01.10.2013
Seitenzahl: 400
ISBN: 9783426510919


Klappentext:
Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert.
Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist neutral, aber passt irgendwie gut zum Titel und zum Inhalt. Auch den Titel finde ich super gewählt und der Klappentext klingt auch echt interessant. Ich habe schon einige Bücher vom Fitzek gelesen, von sehr gut bis gut, und jetzt habe ich mir vorgenommen, auch seine ganzen alten Werke zu lesen, da ich bisher nur die Neuen kenne.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit der Obduktion der ersten Leiche. Und ziemlich bald folgt auch der Fund der Handynummer und die Spannung steigt. Denn das kann kein Zufall sein. Ein ziemlich guter und zügiger Einstieg.
Die Idee einer ungewöhnlich, perfiden Schnitzeljagd hat mir gefallen. Ich mag ja psychopatische Täter und Blut in Thrillern und genau so klang die Geschichte.
Ich wurde nicht enttäuscht. Blut und Details gab es eine Menge. Denn Linda musste eine Obduktion durchführen, mithilfe einer Anleitung übers Telefon von einem Menschen, den sie eigentlich gar nicht kennt. Aber ihre eigene Angst und die Abgeschiedenheit der Insel durch das Unwetter schalten ihr rationales Denken aus und sie folgt den Anweisungen. In erster Linie, um sich selbst zu helfen, denn noch weiß sie nicht, dass sie damit den Mord an einem Mädchen zu verhindern, wenn es noch nicht zu spät ist. Und genau die Kulisse der abgeschiedenen Insel und dem heftigen Unwetter tragen noch zusätzlich zur Spannung bei.
Es hat erst mal ein paar Kapitel gedauert, bis Paul überhaupt einen Verdacht hatte und konkret angefangen hat, der Spur zu folgen. Ich muss sagen, zunächst habe ich nicht ganz die Zusammenhänge verstanden, aber nach ein paar mehr Seiten, wusste ich dann auch etwas wie der Hase läuft und war auf Pauls Höhe. Doch es gab Irrungen und falsche Fährten. Und ich habe tatsächlich nicht damit gerechnet, dass es so endet wie es endet. Dennoch war es zwischenzeitlich nicht so spannend, wie es hätte sein können. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag, aber irgendwie fehlte mich noch was.
Alles hat zum Ende noch mal eine komplette Wendung genommen und wurde echt spannend. Da waren mir dann auch gänzlich alle Zusammenhänge klar und ich habe noch einmal das Ausmaß des Ganzen begriffen.

...Schreibstil:
Den Schreibstil war mal was anderes, denn dieses Mal hat nicht nur Sebastian Fitzek geschrieben, sondern auch Michael Tsokos. Fitzeks Schreibstil kannte ich ja bereits aus vorherigen Büchern und daran habe ich gemerkt, dass Tsokos stellenweise mitgeschrieben hat. Denn da war es anders. Nicht schlecht anders, einfach nur nicht gewohnt anders. Dennoch war es stellenweise wieder super spannend und ich wollte die ganze Zeit weiter lesen und wissen, was passiert. Das kam auch durch die gekonnten Perspektivwechsel, die super eingesetzt waren.  Außerdem war es zwischenzeitlich auch sehr detailreich und somit nichts für schwache, zartbesaitete Nerven.


Fazit:
Kein Fitzek sondern ein Fitkos! Man merkt, dass dieses Mal noch jemand anders beteiligt war und sich eingebracht hat, aber das tut der Spannung keinerlei Abbruch sondern bringt einfach eine andere Note und Richtung mit. Die Geschichte lebt hauptsächlich von ihrem Setting und den Charakteren, die ich gut gemacht fand. Außerdem auch vom Schreibstil und den unterschiedlichen Perspektiven.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal einen Thriller lesen möchte, der sein Hauptaugenmerk auf der Rechtsmedizin und der Obduktion hat, der in dieser Hinsicht einfach deutlich mehr ins Detail geht und somit nichts für schwache Nerven ist. Ansonsten ein Tipp für jeden, dem der 'normale' Fitzek nicht gefällt oder mal etwas anderes ausprobieren möchte.

Sonntag, 19. Juni 2016

Rezension: "Es wird keine Helden geben" von Anna Seidl

Miriam hört einen Schuss. Ein Mitschüler, Matias, schießt um sich, läuft Amok. Ihr Freund Tobi wird tödlich verletzt und sie kann nichts tun. Wie wird ihr Leben nach diesem Ereignis weiter gehen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: nein
Originaltitel: Es wird keine Helden geben
Erscheinungsdatum: 15.01.2014
Seitenzahl: 256
ISBN: 9783789147463


Klappentext:
Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist sehr neutral und deshalb kann ich weder sagen, dass es mir gefällt noch das nicht. Den Titel hingegen finde ich wirklich interessant gewählt und er bekommt im Buch auch eine schöne Bedeutung. Der Klappentext klingt eigentlich auch ganz ansprechend.
Damals habe ich das Buch als Rezensionsexemplar auf der Buchmesse bekommen und seit fast zwei Jahren lag es nun auf meinem SUB und ich dachte, ich lese es endlich mal.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt direkt in der Schule mitten in der im Klappentext geschilderten Situation. Gerade war noch alles normal und dann hören sie Schüsse. Miriam und ihre beste Freundin bringen sich in Sicherheit, doch Miriam geht nachgucken und sieht Mathias wild um sich schießen. Ihr Freund liegt tot am Boden und dann erschießt Mathias sich selbst. Auf jeden Fall ein krasser Einstieg. Jetzt geht das Leben weiter. Doch wie? Wie verändert so ein Ereignis das eigene Leben und wie kann man überhaupt damit leben?
Die Idee hat mir eigentlich gut gefallen. Amoklauf ist ja nicht so das alltägliche Thema und deshalb war ich neugierig, wie die Autorin dieses Thema umgesetzt hat und natürlich wie Miriam und ihre Freunde mit genau diesem Ereignis umgehen und wie es sie und ihr Leben verändert.
Ich fand es echt gut, wie das Thema dargestellt wurde und auch sehr authentisch, wie so ein Ereignis das Leben verändern und beeinflussen kann. Das merkt man nicht nur bei der Hauptperson Miriam, sondern auch bei ihren Freunden und Mitschülern. Alle gehen sehr unterschiedlich damit um und wollen drüber reden oder eben auch nicht. Ziehen sich zurück, ziehen um oder bleiben und stellen sich dem Geschehen. Versuchen ihr Leben weiter zu leben, und mit dem Geschehenen und dem Verlust umzugehen. Genau damit beschäftigt sich dieses Buch und das macht es auch gut.
Das Ende hat mir gut gefallen. Ein schöner Abschluss der Geschichte, der zeigt, dass Freud und Leid nah beieinander liegen und dass das Leben weiter geht, egal was passiert ist.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Es ließ sich gut und einfach lesen und hat auch von Sprache und Wortwahl gut zu Miriam und ihrem Alter gepasst, immerhin wird die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Das hat mir eigentlich echt gut gefallen, weil man so eben auch viele ihrer Gedanken und Gefühle erfahren hat.


Fazit:
Ein starkes Thema für ein Buch, was nicht so oft behandelt wird. Alleine deswegen sticht das Buch schon aus der Masse raus. Aber auch die Umsetzung hat mir gut gefallen. Es ist ein kurzer Abriss, wie ein Amoklauf das Leben und die Person selbst verändern kann. Der Schreibstil und die Charaktere haben das gut dargestellt. Das Ende bildete einen guten Abschluss für die Geschichte, wie man sie selten liest. Dennoch ist es ein recht kurzweiliges Buch, das aber dennoch überzeugen kann.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein Buch über Amoklauf lesen möchte und wie so ein Ereignis das Leben verändern kann, wie man danach weiter leben kann. Vielleicht ist es auch eine super Idee als Schullektüre.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Rezension: "Die Therapie" von Sebastian Fitzek

Seine Tochter ist für Jahren verschwunden. Jahre später zieht er sich auf eine Insel zurück und begegnet dort einer Frau, die Wahnvorstellungen hat, von einem kleinen Mädchen das verschwindet....

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer
Reihe: nein
Originaltitel: Die Therapie
Erscheinungsdatum: 01.07.2006
Seitenzahl: 336
ISBN: 9783426633090


Klappentext:
Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist relativ neutral gehalten, aber wirkt trotzdem geheimnisvoll so mit dem Menschen und der Hand. Der Titel klingt zusammen mit dem Klappentext wahnsinnig interessant. Da ich die neueren Bücher von Fitzek gelesen habe, wollte ich nun mit seinem Debütroman anfangen und mich zu seinen neueren Werken vorarbeiten, damit ich mal alle gelesen habe.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem weiteren Arztbesuch von Viktor und seiner Tochter. Sie haben schon unzählige hinter sich und niemand weiß wirklich, woran Josy erkrankt ist. Doch dann geht sie ins Behandlungszimmer und kommt einfach nicht wieder. Doch der Arzt hatte nie einen Termin mit ihr. Nach dieser Szene war ich total gespannt auf die weitere Geschichte. Wer entführt ein Mädchen aus einer Praxis und wo ist sie? Vier Jahre später geht es weiter.
Die Idee von der Insel und der Frau, aber auch einfach von dem Verschwinden der Tochter konnte mich begeistern. Es klang mal nach etwas neuem und macht der Bezeichnung Psychothriller mal alle Ehre. Genau das, was ich besonders gerne lese.
Das Setting der Insel fand ich ja schon mal genial gemacht für einen Thriller, ganz besonders als dann noch das Unwetter dazu kam und niemand von der Insel konnte, aber die Frau schon drauf war und auch bleiben musste.
Vom Verlauf her fand ich es auch echt gut gestaltet. Von den Wahnvorstellungen, die immer präziser und erschreckender werden und wie sich so alles entwickelt. Man liest es und hat dabei einfach keine Vermutung, was genau Sache ist und was als nächstes kommt.
Das Ende war an sich auch gut, aber ich bin damit ehrlich gesagt etwas unzufrieden. Das kann man so doch nicht machen. Nicht auf den Autor bezogen sondern auf die handelnden Personen. Wie kann man denn sowas machen?

...Schreibstil:
Muss ich da so viel zu sagen? Ich mag Fitzeks Schreibstil einfach ziemlich gerne, weil er ziemlich spannend schreiben kann und mich damit total in seinen Bann zieht. Da muss man einfach weiter lesen und ist irgendwie immer auf der falschen Fährte ohne eine richtige Spur.


Fazit:
Ein echt guter Psychothriller, der seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Die Idee klingt ziemlich vielversprechend, das Setting ist großartig und düster, da kann einfach nur Spannung auf. Und davon gibt es wirklich jede Menge, bei dem tollen Schreibstil. Lediglich für das Ende gibt es den kleinen Punkteabzug. Es war zwar gut und schlüssig, aber irgendwie kann ich damit trotzdem nicht gut leben.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen tollen Psychothriller sucht, der einen fesselt und bei dem man einfach nicht die richtige Spur findet. Genau der richtige Einstieg für einen Fitzek.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Rezension: "Die Nacht schreibt uns neu" von Dani Atkins

Sie erinnert sich an damals: An den Unfall, den Tod ihrer besten Freundin, ihren Retter und an ihren zukünftigen Ehemann. Was hat diese Nacht verändert?

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer
Reihe: nein
Originaltitel: The story of us
Erscheinungsdatum: 10.12.2015
Seitenzahl: 448
ISBN: 9783426517697


Klappentext:
Emma macht sich bereit für ihren großen Tag. Die Wimperntusche in ihrer Hand zittert ein wenig, aber ein bisschen Nervosität ist ganz normal, oder? Beim Blick in den Spiegel tasten Emmas Finger automatisch nach der alten Narbe dicht unter ihrem Haaransatz. Das sichtbare Andenken an die Nacht, die ihr Leben verändert hat. Und nicht nur ihres. Emma erinnert sich: an den furchtbaren Unfall auf dem Heimweg von ihrem Junggesellinnenabschied, an den Tod ihrer besten Freundin Amy, an ihren Retter Jack, an Richards liebevolle Reaktion, als sie ihn gebeten hat, die Hochzeit zu verschieben. Und an alles, was danach kam. Schließlich klopft es an der Tür. Jemand ist gekommen, um Emma nach unten zu führen. Wer? Lassen Sie sich überraschen!


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover gefällt mir richtig gut mit den beiden Personen und dem Mond, irgendwie passt es ziemlich gut auch zusammen mit dem Titel. Der Klappentext klingt interessant, aber verrät vielleicht etwas zu viel. Damals hat mir "Die Achse meiner Welt" von ihr schon sehr gut gefallen und deshalb wollte ich ihr neues Buch auch unbedingt lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Das Buch beginnt damit, dass Emma an ihrem Hochzeitstag vor dem Spiegel steht, sich fertig macht und beim Anblick ihrer Narbe an damals denkt. Damit beginnt die eigentliche Geschichte und man ist hautnah dabei, wie sie ihren Junggeselinnenabschied feiert und sich später auf dem Weg der schreckliche Unfall ereignet. Ich war einfach sofort in der Geschichte drin und wollte unbedingt weiter lesen und wissen, was passiert ist. Ich war richtig gefesselt und geschockt von der Geschichte.
Die Idee hat mir sofort gefallen und ich wusste, dass diese Geschichte genauso besonders sein würde, wie damals bei "Die Achse meiner Welt". Es würde nicht einfach eine normale Liebesgeschichte werden, sondern etwas besonderes.
Der Anfang hat mich ja schon mal in ihren Bann gezogen und auch die Verknüpfung aus damals und dem jetzt, als dem Tag ihrer Hochzeit war unglaublich gut gemacht. Wer würde vor ihrer Tür stehen? Jack, ihr Retter, oder Richard, ihr Verlobter? Man erlebt zusammen mit Emma noch mal die Zeit seit dem Unfall bis jetzt zur Hochzeit und durchlebt die ganzen Hochs und Tiefs, die Freude, die Trauer und die Unentschlossenheit. Doch leider hatte ich einfach ziemlich schnell die Vermutung, wer von beiden es später werden würde, aber dennoch war die Geschichte einfach großartig.
Das Ende hat mich zwar dann nicht mehr so überrascht, aber dennoch war es ein wunderschönes Ende und ein ganz toller Abschluss für diese besondere Liebesgeschichte.

...Schreibstil:
Mir gefällt ihr Schreibstil ziemlich gut. Sehr gefühlvoll, aber auch unglaublich spannend, wenn es darauf ankommt. Das war in ihrem ersten Roman schon so und dieses Mal auch wieder. Man kann sich einfach in die Geschichte fallen lassen und wird direkt mitgerissen. Außerdem kann man viel lachen und weinen.


Fazit:
Eine großartige Liebesgeschichte, aber nicht nur das. Man ist von Anfang an vollkommen gefesselt von der Geschichte, muss einfach weiterlesen und durchlebt einfach alles, die Hochs und Tiefs der Gefühle von Emma. Dazu immer die Frage im Vordergrund, wen wird sie heiraten? Leider hatte ich da schon ziemlich schnell eine Vermutung, aber trotzdem war die Geschichte in allen Punkten ganz großartig und konnte mich berühren, fesseln und unterhalten.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon "Die Achse meiner Welt" gelesen hat. Ansonsten ein Lesetipp für jeden, der eine ganz besondere Liebesgeschichte sucht, die es wirklich in sich hat!

Samstag, 5. September 2015

Rezension: "Für alle Tage, die noch kommen" von Teresa Discoll

An ihrem 25. Geburtstag bekommt sie ein Buch von ihrer Mutter, die starb, als sie 8 war. Was möchte sie ihr mitteilen und wie wird es ihr Leben verändern?

Allgemeine Infos:
Verlag: Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Recipes for Melissa
Erscheinungsdatum: 01.09.2015
Seitenzahl: 368
ISBN: 9783426653715


Klappentext:
Wie sage ich meinem Kind, dass ich sterben muss? Gar nicht, beschließt Eleanor, als sie von ihrer Brustkrebserkrankung erfährt. Ihre achtjährige Tochter Melissa soll so lange wie möglich eine unbeschwerte Kindheit haben. Stattdessen sammelt Eleanor Gedanken, Erinnerungen und gemeinsame Erlebnisse in einem Buch, das sie bei ihrem Anwalt hinterlegt. Wie fühlt es sich an, wenn die Mutter ohne Abschied geht? Auch siebzehn Jahre danach fühlt Melissa sich unvollständig. Gerade hat sie den Heiratsantrag ihres Freundes Sam abgelehnt, den sie doch innig liebt. Da bekommt sie ein kleines Buch zugestellt – ein Buch, aus dem noch einmal ihre Mutter zu ihr spricht. Es ist voller Rezepte, für die Küche und fürs Leben. Und voller Liebe. Melissa beginnt zu verstehen, was Eleanor für sie getan hat. Sie erkennt, wie sehr sie geliebt wurde. Und sie weiß jetzt, dass sie es auch kann: der Liebe vertrauen.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich relativ schlicht, aber irgendwie ganz niedlich. Der Titel passt ziemlich gut, jedoch finde ich den Klappentext etwas lang.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem Tag, an dem Melissa das Buch vom Anwalt bekommt und es gar nicht glauben kann, dass es wirklich von ihrer Mutter ist, die vor 17 Jahren gestorben ist. Irgendwie war der Anfang ganz schön, vor allem als man die ersten Seiten des Buchs gelesen hatte.
Die Idee fand ich ganz schön, dass die Mutter für ihre damals achtjährige Tochter ein Buch schreibt, dass ihr im späteren Leben helfen soll, das ganze zu verstehen und ihr wertvolle Ratschläge gibt. Vielleicht nicht unbedingt so einmal von der Idee her, aber ganz schön gemacht und liebevoll durchdacht.
Trotz allem fehlten mir etwas die Emotionen. Ich konnte mich zwar in die Geschichte und die Charaktere hineinversetzen, aber ich habe nicht so mit ihnen mit gelitten, wie ich es von anderen derartigen Geschichte gewöhnt bin und es auch irgendwie erwarte.
Aber ich fand es sehr schön, wie das Buch in die Geschichte eingebunden war. Zum einen natürlich mitzuerleben, wie Melissas Mutter das schreibt und was sie durchmacht, von der Diagnose bis zum Tod und ihre Gedanken und Gefühle währenddessen, aber auch zu sehen, wie Melissa ihre Mutter versteht und sich ihre Tipps zu Herzen nimmt und so selbst anfängt, über ihr Leben nachzudenken und alles, was damit zusammenhängt.
Dennoch fand ich das Buch zu keinem Zeitpunkt langweilig und ich habe es wirklich gerne gelesen, weil es irgendwie interessant war, was Melissas Mutter so geschrieben hat, seien es nun Erinnerungen oder leckere Rezepte.
Das Ende hat mich dann wieder begeistert und mir ein wohliges Gefühl gegeben und mich wirklich zufrieden gestellt.

...Schreibstil:
Die Autorin schreibt in recht klaren Worten und hat dabei leider nicht so viele Emotionen geweckt, wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte. Dafür waren die Perspektiven wirklich gut gewählt. Da gab es zum einen Melissa und ihre Mutter, als sie das Buch schreibt. Aber auch Melissas Vater in der Gegenwart, wie es ihm nach 17 Jahren geht und wie er darüber denkt. Die verschiedenen Blickwinkel waren wirklich interessant und gut miteinander verwoben.


Fazit:
Eine schöne Geschichte, von der ich mir jedoch etwas mehr versprochen hätte. Die Idee war wirklich niedlich und schön, wenn auch nicht unbedingt so einmalig. Die Perspektiven waren total super gewählt und haben genau die richtigen Einblicke in die Geschichte gegeben. Leider fehlte es mir etwas an Emotionen, wie man es von anderen Geschichte dieser Art kennt. Dafür ließ es sich ziemlich gut lesen und war interessant und das Ende hat mich wohlig zufrieden gestellt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der etwas über das Leben und Abschiednehmen lesen möchte.

Mittwoch, 2. September 2015

Rezension: "Eisige Schwestern" von S.K. Tremayne

Der eine Zwilling kam tragisch ums Leben und plötzlich behauptet Kirstie doch nicht Kirstie sondern Lydia zu sein und ein Albtraum beginnt. Welcher Zwilling ist tatsächlich gestorben?

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: The Ice Twins
Erscheinungsdatum: 04.05.2015
Seitenzahl: 400
ISBN: 9783426516355


Klappentext:
Ein Jahr nachdem die sechsjährige Lydia durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, sind ihre Eltern Sarah und Angus psychisch am Ende. Um neu anzufangen, ziehen sie zusammen mit Lydias Zwillingsschwester Kirstie auf eine atemberaubend schöne Privatinsel der schottischen Hebriden. Doch auch hier finden sie keine Ruhe. Kirstie behauptet steif und fest, sie sei in Wirklichkeit Lydia, die Eltern hätten den falschen Zwilling beerdigt. Bald hüllen Winternebel die Insel ein, Angus ist beruflich oft abwesend, und bei Sarah schleicht sich das unheimliche Gefühl ein, etwas stimme nicht. Zunehmend fragt sie sich, welches ihrer Mädchen lebt. Als ein heftiger Sturm aufzieht, sind Sarah und Kirstie komplett isoliert und den Geistern der Vergangenheit ausgeliefert.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover sieht wirklich düster und geheimnisvoll aus mit den beiden Zwillingen und dem Leuchtturm. Der Titel passt total gut zum Inhalt, weil die Zwillinge damals so genannt wurden. Der Klappentext klingt total schaurig und hat mir richtig Lust auf die Geschichte gemacht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt ziemlich mitten im Leben der Familie und man erfährt von dem tragischen Tod von Lydia und erlebt das Leid mit, dass die Familie besonders Sarah nach einem Jahr immer noch zu tragen haben. Und schon kommt die Szene, als Kirstie behauptet, sie sei Lydia und Kirstie wäre damals gestorben. Womit alles ins Wanken gerät. Welches Kind ist damals gestorben? Welches Kind wurde beerdigt und um welches haben sie getrauert und welches steht noch vor ihnen?
Die Idee fand ich total interessant und irgendwie so noch nicht da gewesen. Ich war sehr gespannt, wie daraus ein Thriller entstehen soll und was mich noch erwarten wird.
Der Spannungsbogen war relativ zu Beginn angelegt mit den beiden Zwillingen, die einfach bis aufs kleinste Detail vollkommen identisch sind, so dass sie nicht zu unterscheiden sind, von niemandem. Außerdem der Plan der Familie, noch einmal neu anzufangen und auf eine kleine schottische Insel zu ziehen, auf der nur sie als Familie sind und die man auch nur mit einem Boot oder zu Fuß übers Watt per Ebbe erreichen kann. Dabei muss man mal sagen, dass rein inhaltlich gar nicht so viel passiert ist, aber dennoch war es spannend, wenn auch erst so richtig im letzten Drittel.
Die ganze Atmosphäre auf der Insel war ziemlich mysteriös, sehr geheimnisvoll und irgendwie echt gruselig. Die Situation spitze sich immer mehr zu und besonders im letzten Drittel war ich absolut gefesselt von der Atmosphäre und der Geschichte, dass ich einfach weiter lesen musste.
Das Ende war der absolute Hammer! Dieser Epilog und die letzten Sätze haben mich noch einmal richtig gefesselt und mir das Ausmaß der Geschichte noch einmal vor Augen geführt. Das hätte ich so einfach nicht erwartet und jagt mir noch immer einen Schauer über den Rücken, wenn ich darüber nachdenke.

...Schreibstil:
Der Autor schafft es einfach eine unglaubliche Atmosphäre zu erzeugen, die das ganze Buch und einfach einen Großteil der Spannung ausmacht. Dazu die vollkommen identischen Zwillinge und diese sich immer weiter zuspitzende Situation von allem. So geht Spannung, auch wenn inhaltlich gar nicht so viel passiert ist.


Fazit:
So eine Geschichte habe ich noch nicht gelesen! Der Anfang ist bedacht und dann kommt die erste Wendung und der erste Schreck. Dann der Ortswechsel und die Atmosphäre wird perfekt aufgebaut. Dann kehrt etwas Ruhe ein und dann geht es richtig los, die Situation spitzt sich zu, man stellt Vermutungen an und weiß nicht mehr, was man glauben soll. Dabei passiert rein inhaltlich nicht viel und der richtige Hammer kommt erst im letzten Drittel, wo man absolut gefesselt ist und mit einem Hammer Ende zurück gelassen wird.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen absolut atmosphärischen Thriller lesen möchte, der viel Spannung bereit hält, die einfach von der Atmosphäre herruft und weniger vom inhaltlichen. Außerdem ist es einfach nicht so blutig und deshalb auch etwas für nicht so schwache Seelen.

Montag, 25. Mai 2015

Rezension: "Passagier 23" von Sebastian Fitzek

Immer wieder verschwinden Passagiere auf Kreuzfahrten. Aber was ist, wenn sie plötzlich wieder auftauchen?

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Passagier 23
Erscheinungsdatum: 30.10.2014
Seitenzahl: 429
ISBN: 9783426199190


Klappentext:
Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover passt total gut zum Inhalt und sieht geheimnisvoll und düster aus. Der Titel ist natürlich total gut gewählt. Der Klappentext klingt total spannend und hat mich wahnsinnig neugierig auf die Geschichte gemacht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer Szene auf dem Schiff. Der Doktor wirft irgendetwas über Bord und kümmert sich anschließend um ein Mädchen, das sich verlaufen hat. Dann schwenkt die Handlung um zu Martin Schwartz, wie er auf einem Spezialeinsatz ist. Eigentlich war ich sofort in der Geschichte drin und wollte wissen, was auf dem Schiff passiert ist und was noch passieren wird. Und natürlich auch, wie die Geschichte vom Klappentext damit zusammenhängt.
Die Idee konnte mich total begeistern. Dass Menschen auf Kreuzfahrten verschwinden, war mir bisher gar nicht so bewusst, macht aber durchaus Sinn. Daraus dann einen Thriller zu schreiben, bei dem ein verschwundener Passagier nach zwei Monaten wieder auftaucht, klingt unglaublich spannend und lässt auf eine spannende Geschichte hoffen.
Wie gesagt, ich war ziemlich bald mitten drin und der Geschichte und musste einfach weiter lesen. Auf einmal waren schon die ersten 150 Seiten rum und ich wollte noch mehr lesen. Die Spannung packt einen einfach von Anfang an und lässt einen erst ganz am Ende wieder los bzw kurz vorher.
Das Ende fand ich wirklich super, denn das hätte ich irgendwie so nicht erwartet. Absolut nicht. Meine Theorien waren ganz andere und dann sowas. Wirklich total überraschend und spannend. Und dann kam da noch der Epilog, an den ich gar nicht mehr gedacht hatte, weil ich den Anfang nicht mehr so präsent hatte, weil vieles andere überwog. Den fand ich komisch, also den Epilog. Klar war der auch spannend und hat dem ganzen einen tollen Rahmen gegeben und hat super abgeschlossen, aber ich persönlich hätte ihn nicht unbedingt gebraucht. Aber das tut der Geschichte und der Spannung keineswegs einen Abbruch.

...Schreibstil:
Fitzek schafft es einfach, mit wenigen Worten und innerhalb kürzester Zeit viel Spannung aufzubauen. Man ist einfach total gefesselt von der Geschichte und dann wechselt er die Perspektive und man erfährt was neues und will doch unbedingt bei dem Einen weiter lesen und dann kommt wieder eine andere Sichtweise und man ist einfach nur so unglaublich neugierig, wie es weiter geht und die Seiten fliegen dahin.

...Charaktere:
Martin hat einen schweren Verlust erlitten, weshalb er sich um so mehr in seine Arbeit stürzt und dafür auch jegliches Risiko eingeht. Als er dann von dem Mädchen erfährt, begibt er sich aufs Schiff und man merkt deutlich, dass ihn das irgendwie verändert. Er denkt etwas mehr nach und analysiert. Ich fand ihn eine wirklich interessante Persönlichkeit, gut beschrieben und passend zur Geschichte.
Auch die anderen Personen waren super beschrieben. Nicht unbedingt so stereotypisch, wie man es gewöhnt ist, sondern individuell und einfallsreich.


Fazit:
Ein Thriller, der mich begeistern konnte und mir viele spannende Lesestunden beschert hat! Eine unglaublich interessante Idee mit einem ungewöhnlichen Schauplatz, dazu der tolle, spannende Schreibstil von Sebastian Fitzek und gut ausgearbeitete Charaktere haben dieses Buch zu etwas besonderem für mich gemacht. Dennoch gibt es einen kleinen Abzug wegen dem Epilog, der meiner Meinung nach etwas überflüssig war. Aber sonst war das Ende super spannend!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon andere Bücher von Fitzek gelesen hat und dem sein Schreibstil gefällt. Ansonsten eine Thrillerempfehlung für jeden, der es zwar grausam aber nicht ganz so blutig mag, mit verstrickter Handlung. Oder einfach jemand, der sich für die 'dunkle' Seite der Kreuzfahrt interessiert.

Montag, 4. Mai 2015

Rezension: "Vielleicht mag ich dich morgen" von Mhairi McFarlane

In der Schule mochtet ihr euch nicht, doch dann trifft ihr euch wieder und verliebt euch in einander...


Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: nein
Originaltitel: Here's looking at you
Erscheinungsdatum: 04.05.2015
Seitenzahl: 490
ISBN: 9783426516478


Klappentext:
Wiedersehen macht nicht immer Freude. Schon gar nicht Anna, die nach 16 Jahren beim Klassentreffen mit genau jenem Typen konfrontiert wird, der ihr damals den Schulalltag zur Hölle machte. Damals, als sie noch die ängstliche, pummelige und so gern gehänselte Aureliana war. Wie wenig sie heute als schöne und begehrenswerte Frau mit dem Mädchen von einst gemein hat, wird klar, als James sie nicht erkennt. Er ist fasziniert von der schönen Unbekannten. Anna kann es kaum glauben und wittert ihre Chance: Endlich kann sie ihm alles heimzahlen. Beide ahnen nicht, wie sehr sie das Leben des anderen noch verändern werden. Nicht heute. Aber vielleicht morgen.


"Die Liebe ist eine Droge. Sie ist wie ein Opium, ein Schmerzmittel, um die Einsamkeit des menschlichen Daseins zu lindern. Und wie alle Schmerzmittel betäubt sie die Sinne. Wir finden einen anderen Menschen, verlieren uns dabei selbst und nennen das dann Liebe." (Seite 216)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist eigentlich ganz niedlich mit der Frau und dem Mann, die sich auch am Anfang jedes neuen Kapitels wiederfinden. Der Titel passt total gut zur Geschichte. Der Klappentext klingt wirklich schön und hat mich echt neugierig auf die Geschichte gemacht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem letzten Schulfest und wie Aureliana dort bloß gestellt wurde. Danach gibt es einen Zeitwechsel ins Jetzt und in Annas Leben. Sie hat sich verändert und nach 16 Jahren steht das erste Klassentreffen vor der Tür. Sie ist sich ziemlich unsicher, ob sie überhaupt hingehen soll, immerhin sind die Erinnerungen an damals alles andere als Positiv, denn sie wurde von allen gemobbt.
Die Idee fand ich eigentlich ganz schön. Eine tolle Idee für eine Liebesgeschichte mit einem anderen Hintergrund, nämlich dem Mobbing und der Ausgrenzung von damals.
Irgendwie konnte es mich aber nicht so überzeugen. Die Liebesgeschichte selbst hat recht lange auf sich warten lassen. Zwar war die Geschichte vorher interessant zu lesen, aber ich hatte mir eine wunderschöne Liebesgeschichte erhofft, aber die kam erst recht spät und dann war das Buch auch schon zu Ende.
Es hat also recht lange gedauert, bis es sich entwickelt hat. Außerdem konnte man sich einige Ereignisse schon von vorne herein denken. Nicht unbedingt schlimm, kennt man ja schließlich häufig bei Liebesgeschichten, aber trotzdem schade. Immerhin klang die Idee neuartig.
Dennoch gab es wunderschöne Momente, in dieser Geschichte, die mich zum Schwärmen gebracht haben, die mich überrascht haben, die richtig toll waren.
Das Ende kam dann auch zu flott und wurde zu schnell abgehandelt. Klar war es dramatisch mit Höhepunkt und so, aber es war vorhersehbar, dass es so enden würde und nicht anders.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war echt wunderschön. Die Geschichte ließ sich total gut lesen. Besonders gefallen haben mir die unterschiedlichen Perspektiven von Anna und James. Man wusste beide Sichtweisen, wie jeder denkt, wie jeder die Vergangenheit wahrgenommen hat. Das war total toll und hat richtig gut gepasst.

...Charaktere:
Aureliana oder Anna, wie sie sich später nennt, hatte definitiv keine leichte Schulzeit, und genau das wird ihr auch immer im Gedächtnis bleiben. Dennoch geht sie zum Klassentreffen, wo sie niemand wiedererkennt. Allen voran der Junge, der sie als letztes bloß gestellt hat. Ich hatte total Mitleid mit ihr, als ich von damals gelesen habe. Dennoch konnte ich sie manchmal nicht ganz verstehen. Es gab Situationen, wo sie total trotzig oder naiv reagiert hat, wo es gar keinen Grund zu gab. Und womit sie alles eigentlich nur schlimmer gemacht hat. Trotzdem hat sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt und sozusagen ihre Vergangenheit hinter sich gelassen.
James trifft Anna zum ersten Mal und ist total fasziniert von ihr. Er weiß nicht, wer da vor ihm steht, und es entwickelt sich eine sehr interessante Freundschaft und noch mehr, bis er es heraus findet. Auch er hat sich teilweise seltsam verhalten, ziemlich fies und ungerecht. So stehen sich beide in nichts nach. Doch ebenso wie Anna hat er sich im Laufe der Geschichte entwickelt und das hat mir gut gefallen.
Die Charaktere waren alle toll dargestellt, seien es jetzt Anna und James oder Annas Freunde. Alle waren richtig gut beschrieben und ich konnte sie mir super vorstellen.


Fazit:
Eine nette Liebesgeschichte für Zwischendurch! Die Idee mit dem Mobbing und der Ausgrenzung in Annas Vergangenheit fand ich total interessant, und dass sie dann ausgerechnet ihren letzten 'Peiniger' wieder trifft und sich in ihn verliebt. Die Charaktere waren toll dargestellt, aber teilweise etwas sehr eigensinnig vom Verhalten her, und ich konnte es auch nicht immer nachvollziehen. Dafür hat man sie alle sehr gut kennen gelernt und konnte sich in sie hineinversetzen. Leider fehlte mir in der Geschichte selbst etwas Tempo. Es hat lange gedauert, bis sich die Liebesgeschichte überhaupt entwickelt hat. Außerdem konnte man die meisten Ereignisse schon ziemlich schnell erahnen. Dennoch gab es viele tolle Momente.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine nette Liebesgeschichte für zwischendurch sucht, die mal auf etwas anderen Themen, nämlich Mobbing und Ausgrenzung, beruht. Außerdem sollte jedem bewusst sein, dass die Liebesgeschichte nicht zwingend im Vordergrund steht.