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Sonntag, 5. November 2017

Blitzlicht-Rezensionen: Dschihad Calling & Magisterium 3 & Die Spur & We all looked up & City of Bones

Heute möchte ich auf dem Blog ein neues Rezensionsformat einführen, die Blitzlicht-Rezensionen. Keinen Klappentext, nur das Cover, eine kurze Meinung dazu und natürlich eine Bewertung. Übrigens sind alle Cover direkt mit der Verlagsseite zum Buch verlinkt.
Warum das Ganze: Momentan herrscht hier durchs Studium etwas Zeitmangel, aber ich möchte trotzdem meine Meinung nicht ungesagt lassen und ein paar Worte über diese Bücher verlieren.
Ich werde selbst mal schauen, wie häufig es Beiträge dieser Art in Zukunft geben wird, da ich versuchen möchte, dass sich nicht mehr so viele Rezensionen ansammeln wie momentan.

"Dschihad Calling" von Christian Linker
Immer noch ein aktuelles Thema wurde bereits vor zwei Jahren in diesem Jugendbuch verpackt und das auf eine sehr eingängige Art und Weise. Ich war direkt in der Geschichte drin und zunächst genauso skeptisch wie Jakob. Doch dann habe ich seinen Wandel hautnah miterlebt, wie er sich Gedanken macht, den Koran entdeckt, seine eigene Verhaltens- & Denkweise ändert und zu sich findet. Irgendwo war es für mich nachvollziehbar und auf der anderen Seite auch unfassbar erschreckend, einen Einblick in diesen Wandel zu bekommen. Vor allem wenn es wie bei Adil so radikal umschlägt. Dabei waren die zwei Perspektiven wirklich großartig umgesetzt!
Ein sehr eingängiges, schockierendes und wichtiges Buch, nicht nur für Jugendliche. Eine Leseempfehlung für jeden, der sich mal mit dem Thema IS und Salafisten aus dessen Sicht befassen möchte und vor allem den Wandel, den man dabei durchmacht.


"Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze" von Cassandra Clare & Holly Black
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir irgendwie gar nicht so leicht, wie gedacht, weil ich schon wieder Dinge aus Band 2 vergessen hatte. Doch dann nahm die Geschichte an Spannung auf, denn jemand scheint hinter Callum her zu sein. Zurück in der Schule lässt auch diese Gefahr nicht nach und so dreht sich dieser Teil um die Suche nach dem Spion. Eine interessante Spurensuche beginnt, bei der Call wieder mal etwas über sich selbst und seine Vergangenheit lernt. Trotz Spannung blieb die Geschichte für mich leider eher etwas mittelmäßig. Zwar fand ich den Verlauf und die Ereignisse gut, aber so ganz konnte es mich einfach nicht überzeugen. Irgendwie verläuft immer alles zu glatt und endet dann so abrupt, wie es auch begonnen hat.


"Die Spur" von Richard Laymon
Dieses Buch lässt mich etwas unentschlossen zurück. Die beiden Handlungsstränge für sich waren eigentlich gut, wobei mir der von Gillian etwas besser gefallen hat einfach von der Geschichte her. Doch warum heißt das Buch "Die Spur", wo es doch noch nicht mal so einen richtigen roten Faden gab. Zwei Drittel lang habe ich zwei komplett voneinander getrennte Geschichten gelesen und hatte eine leichte Ahnung, wie sie sich vielleicht zufällig treffen. Genauso kam es auch, und das hat mich etwas enttäuscht.
Zwar an sich insgesamt spannend, aber zu konstruiert, vorhersehbar und ohne roten Faden bis zum Ende.


"We all looked up" von Tommy Wallach
Dieses Endzeitszenario war eine interessante Ausgangslage für die Konstellation an Jugendlichen, die wir hier antreffen. Sehr unterschiedliche Charaktere mit dementsprechend unterschiedlichen Gedanken, Wünschen und Vorstellungen, wie sie damit umgehen, was sie vielleicht in zehn Wochen erwarten wird. Der Autor hat tolle Protagonisten konstruiert und bei manchen wirklich tolle Wandlungen entwickelt. Ich fand es einfach super interessant und habe selbst überlegt, wie ich mich wohl verhalten würde und wem ich wohl am ähnlichsten wäre.
Insgesamt ein gutes Jugendbuch rund um die Fragen, was wichtig im Leben ist, wovon wir träumen und was wir erreichen wollen.


Hörbuch: "City of Bones" von Cassandra Clare
Vor einigen Jahre habe ich diese Geschichte bereits gelesen und fand sie richtig großartig. Entdeckt auf Spotify, wollte ich die ganze Reihe als Hörbücher hören und war direkt vom ersten Teil wieder sehr begeistert. Nicht nur die Geschichte fand ich immer noch total super und spannend. Ich mag einfach die ganze Idee dahinter und den Verlauf, zumindest vom dem was ich noch weiß.
Auch Andrea Sawatzki hat als Sprecherin hier ganze Arbeit geleistet. Zugegeben die ersten Minuten musste ich mich an ihre Stimme gewöhnen, aber dann hat sie für mich perfekt gepasst und die Geschichte lebendig werden lassen.
Ich bin ganz gespannt auf die weiteren Hörbücher und möchte endlich auch mit der Netflix-Serie anfangen.

Sonntag, 24. September 2017

Kurzrezension: "Herzfischen" von Britta Sabbag & Maite Kelly

In ihrem Leben läuft es nicht so und nun möchte sie auch noch das Café ihres Onkels retten. Dafür sucht sie sich die perfekten Männer auf einer Partnerschaftsseite. Dumm nur, dass sie dabei selbst jemandem ins Netz geht...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Herzfischen
Erscheinungsdatum: 08.10.2015
Seitenzahl: 285
ISBN: 9783732505203


Klappentext:
Der ehemalige Kinderstar Josy kommt im Alltag nur schwer zurecht. Als dann das Café ihres geliebten Patenonkels Hugo vor dem Ruin steht, hat sie eine nicht ganz so legale Idee: Sie fischt flirtwillige Männer aus dem Meer der Partnerschaftsseiten im Internet, deren Herzen und Geldbeutel weit offenstehen. Doch einer ihrer ausgenommenen Fische engagiert eine Online-Security-Agentur, und so ist ihr bald der ehrgeizige Simon auf der Spur. Simon und Josefine werfen nun beide ihre Köder aus - doch was passiert, wenn gleich zwei Herzen im Netz landen?

Meine Meinung:
Der Klappentext verspricht ein lustiges Buch mit Liebe drin. Und genau das hält diese Geschichte auch für uns bereit.
Wir lernen Josy kennen, die es im Leben gerade nicht so leicht hat, denn arbeitslos wie sie ist, kann sie nicht so richtig Fuß fassen. Als dann auch noch ihrem Onkel die Pleite droht, möchte sie etwas unternehmen. Schon länger ist sie immerhin auf der Partnerschaftsseite unterwegs und warum nicht einfach mal deren Geld holen?
Simon lernen wir ebenfalls recht zu Anfang kennen, denn sie erzählen immer abwechselnd ihre Geschichte. Lustig wird es, als sie auch im wahren Leben zum ersten Mal aufeinander treffen und sich eigentlich gar nicht ausstehen können.
Durch die beiden Perspektiven bekommen wir ein ganz gutes Bild von Simon und Josy und natürlich auch, wie sie sich kennen lernen und wie sie über den anderen denken. Das hat mir echt gut gefallen und vor allem den Chat der Beiden fand ich schön. Sie waren in diesen Momenten beide einfach so offen und ehrlich.
Gerade zum Ende hin ist die Geschichte nochmal etwas ernster geworden, was ich so anfangs nicht vermutet hätte. Ein guter Abschluss der (Liebes-)Geschichte, wie ich ihn so nicht unbedingt erwartet hätte.

Insgesamt ist es eine lustige Liebesgeschichte, die doch stellenweise mehr Hintergrund hatte, als ich anfangs dachte. Dennoch war es für mich ein eher kurzweiliger, aber unterhaltsamer Lesespaß.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine lustige, leichte Liebesgeschichte sucht.

Dienstag, 5. September 2017

Hörbuchrezension: "Der Totenzeichner" von Veit Etzold

Dieses Mal ist es ein spezieller Killer, der in Berlin sein Unwesen treibt. Denn evtl kommt er direkt aus den USA nach zehn Jahren Pause...

Allgemeine Infos:
Verlag: Lübbe Audio
Sprecher: Nicole Engeln
Reihe: Teil 4 von 5
Originaltitel: Der Totenzeichner
Erscheinungsdatum: 16.07.2015
Laufzeit: 420 Minuten
ISBN: 9783785750759


Klappentext:
Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It’s not over, till it’s over«.
Ist der Totenzeichner zurückgekehrt?


Meine Meinung:
Es ist nicht mein erstes Buch aus der Clara Vidalis- Reihe, aber das erste von ihnen, was ich als Hörbuch höre. Also für mich nochmal wieder eine neue Erfahrung trotz der bekannten Figuren und Konstellationen.
Nicole Engeln fand ich als Sprecherin ganz gut geeignet. So kam es mir vor, als würde Clara selbst uns die Geschichte erzählen. Jedoch hatte sie bei den anderen Charakteren ein paar Schwächen und so konnte ich bei Dialogen nicht so leicht folgen, wie ich es normalerweise gewöhnt bin. Aber Spannung konnte sie hingegen wieder recht gut aufbauen mit ihrer Stimme.
Der Fall als solcher war direkt zu Beginn etwas Neues, denn ein Teil der Geschichte spielt in den USA und zwar aus Ermittlersicht vor 10 Jahren.
Doch dann geht es gewohnt weiter und die Morde selbst ereignen sich wieder in Berlin und das bekannte Team rund um Clara nimmt die Spur auf.
Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Fall halten soll. Er war gut durch dacht, spannend, aber mit dem Ende bin ich nicht so ganz glücklich. Es passt zwar, ich kann es auch nachvollziehen und es ist schlüssig. Aber ich kann es persönlich einfach nicht gut fassen, dass es sowas geben soll oder geben kann.

Demnächst werde ich wohl eher wieder zum gedruckten Wort greifen, um den Dialogen etwas besser folgen zu können, auch wenn die Sprecherin grundsätzlich gut war. Aber vielleicht lag es auch einfach am Fall selbst, vor allem am Ende, das mich diese Geschichte nicht so spannend und fesselnd unterhalten hat, wie bereits die Teile vorher. Dennoch eine gute Fortsetzung und ein würdiger, interessanter Fall.

Samstag, 5. August 2017

Rezension: "Der Kuss der Lüge" von Mary E. Pearson

Sie soll verheiratet werden, doch flüchtet kurz vorher davor und arbeitet in einem Wirtshaus. Zwei Männer sind mit ihr dort, doch sie wissen genau, wer sie ist...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: The Kiss of Deception
Erscheinungsdatum: 16.02.2017
Seitenzahl: 560
ISBN: 9783846600368


Klappentext:
Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen...


Mein Lesegrund:
Anfangs wollte ich es gar nicht so gerne lesen, weil ich es überall gesehen habe und mir der Hype fast schon wieder zu groß ist, dass ich mich gar nicht so genau mit dem Buch befasst hatte.
Doch dann hat mir Chrissi so sehr davon vorgeschwärmt, es mir ans Herz gelegt und direkt ausgeliehen, dass ich direkt Lust auf die Geschichte bekam. Und da ich auch schon den zweiten Teil hier liegen habe, war ein guter Zeitpunkt.


Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Die ersten Kapitel brauchte ich, um in die Geschichte rein zu kommen, um Lia und ihre Situation und vorallem auch ihren Plan kennen zu lernen. Aber dann war ich drin und bin zusammen mit Lia geflohen und hab so gehofft, dass sie es schafft und nicht auffliegt.
Als Protagonistin hat sie mir ganz gut gefallen. Sie weiß, was sie möchte und stellt sich dafür auch gegen ihre Eltern, geht Gefahren ein und hofft darauf, dass alles gut wird. Aber sie hat eben auch eine verletzliche Seite und ist nicht immer nur stark, was sie einfach authentisch und sympathisch gemacht hat.
Die beiden Männer bleiben zunächst etwas blasser. Aber das ist auch so gedacht. Wir bekommen nach und nach ein paar Informationen zu den beiden und auch einen Namen, aber wir wissen eben nicht, wer von beiden nun wer ist. Genau das macht den Reiz der Geschichte aus. Diese Spannung, dieses Miträtseln und diese Ungewissheit.
Übrigens lag ich falsch mit meiner Vermutung zu den beiden Identitäten, also das war echt gut gemacht und ausgearbeitet.
Dennoch fand ich das letzte Drittel nicht mehr ganz so stark und beeindruckend wie den Anfang. Es war immer noch spannend, und wichtig und gut gemacht. Aber irgendwie fehlte mir da einen Kleinigkeit, um das ganze Buch richtig super erscheinen zu lassen.

...Schreibstil:
Die Autorin hat es so genial geschafft, uns und auch Lia lange im Ungewissen zu lassen, wer der Attentäter und wer der Prinz ist. Denn beide haben eine Perspektive, aber eben auch einen Namen und eben den kennt man nicht.

Fazit:
Trotz meinem anfänglichen Desinteresse hat mich dieses Buch begeistern können. Die Idee war toll, die Umsetzung ziemlich einmalig. Spannend und verworren hat es mich in die Irre geführt. Ich habe lange mitgerätselt und lag trotzdem falsch. Das Ende war gut durchdacht und hat mit einem fiesen Cliffhanger geendet. Trotzdem fehlte mir im letzten Drittel ein bisschen was.
Dieses Buch bekommt eine Leseempfehlung von mir, denn es ist wirklich mal etwas anderes als die üblichen Jugendfantasy / -dystopien, die ich bisher gelesen habe.

Montag, 31. Juli 2017

Hörbuchrezension: "Der Hypnotiseur" von Lars Kepler

Ein Familienmord, bei dem es nur zwei Überlebende gibt. Und Erik Maria Bark soll den Jungen, einen der Überlebenden, hypnotisieren. Doch dabei erfährt er grausame Dinge...

Allgemeine Infos:
Verlag: Lübbe Audio
Sprecher: Wolfram Koch
Reihe: Teil 1 von 6
Originaltitel: Hypnotisören
Erscheinungsdatum: 17.12.2010
Laufzeit: 454 Minuten
ISBN: 9783838766461


Klappentext:
Vor den Toren Stockholms wird an einem Sportplatz die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden Frau und Tochter ebenso bestialisch getötet aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weiteres Familienmitglied gibt, eine Schwester, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss.

Er setzt sich mit dem Arzt und Hypnotiseur Erik Maria Bark in Verbindung. Er will, dass Bark den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhört. Bark hatte sich jedoch wegen eines traumatischen Erlebnisses geschworen, niemals mehr zu hypnotisieren. Aber es geht hier um ein Menschenleben. Es gelingt ihm schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren ...


Meine Meinung:
Lars Kepler gibt es ja nun auch schon einige Jahre und irgendwie bin ich immer drum herum geschlichen, und jetzt endlich habe ich den ersten Band gehört/gelesen.
Das Thema der Hypnose finde ich ja super spannend, weil es diesen unbekannten Reiz hat und man damit so unglaublich viele Möglichkeiten hat und ich in der Geschichte auch wieder viel zum Thema erfahren habe. Denn Erik Maria Bark ist die Hauptperson. Zunächst soll er den Jungen nur hypnotisieren, was er eigentlich seit Jahren nicht mehr macht. Denn etwas ist damals passiert. Doch dann befindet er sich selbst plötzlich im Mittelpunkt des Geschehens und wir erfahren ganz viel über ihn und das, was damals passiert ist.
Da kommen wir auch zu meinem großen Kritikpunkt an der Reihe: Die Reihe dreht sich um den Kommissar Joona Linna, doch der bleibt recht blass im Hintergrund. Klar hat er auch seine Perspektive, aber man erfährt zu wenig über ihn, als dass ich ihn wirklich als Protagonisten wahrgenommen habe und nur wegen ihm an der Reihe dran bleiben werden. Vielleicht war das auch nur im ersten Band so und wird in den Folgebänden besser. Deshalb könnte ich mir durchaus vorstellen, mal in den zweiten Teil reinzuhören. Denn immerhin der Schreibstil von Lars Kepler hat mir ganz gut gefallen.
Lediglich der Sprecher erschien mir an manchen Stellen nicht so passend. Denn wenn es richtig spannend wurde, hat er genauso monoton weiter gelesen wie auch vorher. Keine Spur von Spannung, Tempo oder besonderer Betonung der Situation. Das hat mir schon gefehlt und hätte das Hörbuch für mich noch einmal aufgewertet. Denn irgendwie steht und fällt alles mit der Stimme der Sprechers.
Dafür hat mir die Geschichte und der Fall als solches ganz gut gefallen. Es war echt spannend und durchdacht. Anfangs hätte ich wirklich nicht geahnt, dass es sich in diese Richtung entwickelt und dass es dabei eher ein bisschen vom aktuellen Fall abdriftet. Denn hier geht es um Eriks Vergangenheit, die durch Rückblenden lebendig und greifbar wurde.
Insgesamt ein guter Thriller, der mir allerdings als Buch besser gefallen hätte, als als Hörbuch. Deshalb gibt es für das Hörbuch auch nur 3 von 5 Wolken, weil mir die Spannung beim Sprecher fehlte. Rein von der Geschichte her, wären es 4 von 5 und damit eine gute Leseempfehlung!

Samstag, 1. Juli 2017

Kurzrezension: "Todeswächter" von Veit Etzold

Ein neuer Fall für Clara Vidalis, doch dieses Mal scheint es mehr als einen Täter zu geben...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Teil 3 von ?
Originaltitel: Todeswächter
Erscheinungsdatum: 15.08.2014
Seitenzahl: 445
ISBN: 9783404169917


Klappentext:
Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, steht vor dem bislang rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Eine Serie grausamer Morde erschüttert die Hauptstadt. Zwischen den Opfern gibt es keine Verbindung – außer der Handschrift des Täters: Die Leichen wurden nach ihrem Tod auffällig in Szene gesetzt, in ihren Mundhöhlen findet die Polizei antike Münzen. Doch das Merkwürdigste: Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass der Täter sich über einen längeren Zeitraum bei seinen Opfern aufgehalten hat. Allerdings ist die an den Tatorten sichergestellte DNA jedes Mal eine andere. Sind hier womöglich mehrere Mörder am Werk?

Meine Meinung:
Dieser Fall ist wirklich mal ganz anders aufgebaut, als die vorherigen Fälle von Clara und ihrem Team, bei denen ich sie schon begleitet habe. Denn ihnen fehlt zunächst eine eindeutige Spur, doch dann beginnt eine rasante, interessante Jagd.
Dieses Mal tauchen wir etwas tiefer ein in die griechische Mythologie, genauer in die Sage rund um den Totenfluss und den Fährmann und andere Geschichte, die sich um dieses Thema ranken. Das fand ich schon ziemlich interessant, vom Thema her und wie es mit dem aktuellen Fall zusammenhängt.
Die zwei Perspektiven haben mir gut gefallen, einmal aus Claras Sicht und einmal von einem kleinen Jungen, den wir zunächst nicht genauer kennen. Seine Geschichte schreitet zeitlich viel schneller voran und hat mich berührt. Einfach keine leichte Kindheit und ein schweres Schicksal, was jemanden lange prägt.
Irgendwann hatte ich auch schon meine erste Vermutung, aber glaubt mir, die war nicht ganz richtig und das Buch konnte mich noch einmal richtig überraschen. Ich hatte den entscheidenden Einfall nur wenige Seiten vor Clara selbst und dann ging hatte die Geschichte nochmal ein rasantes Tempo.
Das Ende war mal definitiv anders, berührender und irgendwie trotzdem grausam, aber vor allem rund und schlüssig! Aber auch vom Fall her war es schon recht raffiniert, aber nichts für schwache Nerven.
Insgesamt tanzt dieser Fall von Clara Vidalis etwas aus der Reihe der zwei vorherigen Fälle. Dennoch hat er mir spannende, rasante Lesestunden beschert. Gut gemacht, interessant und irgendwie anders.

Donnerstag, 2. März 2017

Hörbuchrezension: "Zerbrechlich" von Jodi Picoult

Charlotte liebt ihre kleine Willow über alles und hat sie sehr lange erwartet. Doch dann ist Willow krank, gar zerbrechlich, und das stellt alles auf den Kopf und stellt Charlotte vor eine schwierige Entscheidung...

Allgemeine Infos:
Verlag: Lübbe Audio
Sprecher: Marie Bierstedt, Nicole Engeln, Dana Geissler, Matthias Koeberlin  uvm.
Reihe: nein
Originaltitel: Handle with Care
Erscheinungsdatum: 25.09.2010
Laufzeit: 420 Minuten
ISBN: 9783838766973


Klappentext:
Willow, ihr lang ersehntes Kind, ist perfekt. Das ist das Erste, was Charlotte O’Keefe hört, als sie ihr Baby auf dem Ultraschallbild sieht. Ja, es ist perfekt. Daran ändert auch Willows Krankheit nichts. Charlotte liebt ihr Kind abgöttisch und will nur eins: es beschützen. Denn Willow braucht allen Schutz der Welt. Beim kleinsten Stoß brechen ihre Knochen. Jedoch auch ihr Herz kann brechen. Das scheint Charlotte zu vergessen, als sie vor Gericht das Geld für die richtige Behandlung erkämpfen will. Die Krankheit hätte früh erkannt und die Eltern gewarnt werden können. Charlotte muss jedoch behaupten, ihr geliebtes Kind sei besser nie geboren worden ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover gefällt mir eigentlich ganz gut, auch wenn es nicht unbedingt super gut zur Geschichte passt sondern eher etwas neutraler ist. Dafür ist der Titel super und der Klappentext hat mich direkt angesprochen. Nach "Beim Leben meiner Schwester" wollte ich schon lange noch etwas von Jodi Picoult lesen und so hab ich die Chance des SUB-Abbaus genutzt und habe zu diesem Titel gegriffen. Warum lag er nur so lange da?

...Grundidee & Verlauf:
Das Thema ist ziemlich beeindruckend und moralisch. Dafür ist die Autorin eigentlich auch bekannt, aber diese Geschichte hat es wirklich in sich. Kann man als Mutter vor Gericht sagen, dass man sein Wunschkind abgetrieben hätte, wenn man vorher von der Krankheit erfahren hätte? Obwohl man es doch eigentlich über alles liebt und man dabei die eigene Familie zerstören könnte?
Es ist definitiv kein leichtes Thema, aber trotzdem hat mich die Geschichte unglaublich gefesselt und die schönen Momente haben mich richtig gefreut. Genauso gut habe ich aber auch mitgelitten und gehofft und mich gefragt, was jeder für sich für Entscheidungen treffen wird. Denn bei diesem Thema ist es wirklich schwierig sich für ein Richtig oder Falsch zu entscheiden.
Genau diesen persönlichen Zwiespalt und den Konflikt beleuchtet die Autorin auf eine sehr gute und authentische Art und Weise, dass man wirklich beide Seiten verstehen kann. Ich wusste und weiß es immer noch nicht, für was ich mich entscheiden würde.
Aber neben all den Problemen freut man sich einfach über das Leben von Willows Familie, ihrem Alltag, an dem man teilnimmt und neben viel Kummer und Sorge auch einfach Spaß hat und lachen kann. Denn trotz allem ist Willow einfach ein zauberhaftes, aufgewecktes, kleines Mädchen, das man direkt in sein Herz schließen muss und das man ebenso vor allem Bösen beschützen möchte.
Die Geschichte lebt einfach durch ihre Charaktere, weswegen ich auch das Hörbuch so gelungen fand.
Das Ende hatte es wirklich noch mal in sich. Es gab einen kleinen Ausblick, wie es nach ein paar Jahren in der Familie aussieht und plötzlich war da ein Kapitel aus Willows Sicht, was mich sehr berührt hat. Insgesamt ein guter, wenn auch harter Abschluss.

...Schreibstil & Sprecher:
Ja die Sprecheranzahl hat mich auch auf den ersten Blick erschlagen, denn es sind ca sieben verschiedene Stimmen, eben genau für jede Perspektive eine.  Ich hatte anfangs etwas Sorge, dass die alle durcheinander lesen, aber dem war glücklicherweise nicht so. Denn jede Stimme leiht einem Charakter bzw seiner Perspektive die Stimme und das hat ziemlich gut gepasst und war super angenehm und abwechslungsreich. Nur sehr selten war ich etwas verwirrt.
Generell fand ich die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Geschichte klasse. Denn so hat man ein umfassendes Bild über die ganze Situation bekommen und kannte einfach alle Aspekte und natürlich auch die Gefühle und Gedanken der einzelnen Personen, was hierbei echt wichtig war.


Fazit:
Eine super interessante, fesselnde und spannende Geschichte, die mich von Anfang an bis jetzt noch zum Nachdenken gebracht hat. Mit den unterschiedlichen Personen, Perspektiven und Sprechern wird es einfach nicht langweilig und ich wollte die ganze Zeit wissen, wie es weiter geht.
Diese Geschichte ist eine absolute Empfehlung, denn sie hat mich berührt und begeistert wie schon lange keine mehr!
Ich empfehle dieses Hörbuch jedem, der sich auf einen besonderen Roman einlassen möchte, der fesselt, moralisch ist, aber nicht belehrend, nachdenklich macht, mich zum Weinen und zum Lachen gebracht hat. Einfach eine super Geschichte, auch als Buch sehr zu empfehlen!

Donnerstag, 23. Februar 2017

Rezension: "Ich bin an deiner Seite" von John Shors

Seine Frau Kate ist gestorben, doch sie schickt ihn mit einem letzten Brief auf eine Reise mit seiner Tochter. Sie sollen wieder lachen können und Freude haben, während sie immer an ihrer Seite sein wird...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: The Wishing Trees
Erscheinungsdatum: 17.08.2012
Seitenzahl: 448
ISBN: 9783838715544


Klappentext:
Monate nach dem Tod seiner Frau Kate findet Ian einen Brief mit Kates letzter Bitte: Er soll sich mit ihrer Tochter Mattie auf eine Reise begeben. Doch Vater und Tochter sind einander fremd geworden. So sehr schmerzt Mattie der Verlust, so sehr quält es Ian, die Orte zu besuchen, an denen ihre Liebe begann. Doch Kate selbst hilft ihnen, zurück ins Leben zu finden ? mit Briefen voller Liebe und der Versicherung: »Ich bin an Deiner Seite.«


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover finde ich recht schön, auch wenn es vielleicht ein bisschen kitschig ist. aber ich mag den Brief im Hintergrund und der Titel passt sehr gut, denn genau das ist auch irgendwie das Motto der Reise bzw der Geschichte. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und mich neugierig gemacht auf die Geschichte.
Dieses Buch habe ich damals bei den Mängelexemplaren gefunden und irgendwie hat es mich direkt angesprochen, denn ich mag solche Geschichten recht gerne und irgendwie hat es mich etwas an 'P.S. Ich liebe dich' erinnert, auch wenn es doch ganz anders ist.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte startet relativ direkt und man lernt Ian und seine Tochter Mattie kennen, wie sie zusammen einschlafen und dabei beide an ihre kürzlich verstorbene Frau bzw Mutter denken und drüber reden. Kurz drauf findet Ian den letzten Brief seiner Frau und wird mit der Idee der Reise konfrontiert. Ich war wirklich gespannt, denn für jeden Abschnitt der Reise wird es auch einen Brief von Kate für jeden der Beiden geben.
Die Idee hat mich im ersten Moment her schon etwas an "P.S Ich liebe dich" erinnert, aber dann war es doch irgendwie anders. Schließlich geht es um eine Familie, die ihre Mutter verloren hat und die durch eine Reise wieder zu ihrem Glück findet. Insofern ähnlich und doch ganz anders, aber echt schön.
Anfangs hatte ich ein wenig die Sorge, dass sich die Geschichte ziehen könnte, weil es irgendwie immer ein ähnliches Schema gab. Aber dem war überhaupt nicht so. Teilweise auf den Spuren von Kate und Ian und teilweise vollkommen neue Wege gehend, haben Mattie und Ian wieder zu ihrer Freude und auch irgendwie zueinander und auch zu Kate gefunden. Es war einfach eine echt tolle Entwicklung, die Beide auf eine sehr individuelle Weise mitgemacht haben.
Das Ganze wurde mit einem tollen, vielleicht etwas vorhersehbaren Ende abgerundet, was aber einfach gut zur Geschichte passte.

...Schreibstil:
Den Schreibstil mochte ich direkt von Anfang an. Denn der Autor nimmt uns mit auf eine schöne und gleichzeitig emotionale Reise. Ich konnte mich super in Ian und Mattie hineinversetzen und habe mit ihnen gefühlt, egal ob sie glück oder traurig waren. Außerdem schafft der Autor es super gut die verschiedenen Reiseländer und ihre Kulturen und Menschen sehr authentisch darzustellen. Ich hatte direkt selbst Lust auf eine Rundreise dieser Art.

Fazit:
Es ist einfach eine richtig schöne Geschichte fürs Herz zum Lachen und Weinen, sich freuen und natürlich auch um im Kopf mit nach Asien zu reisen. Ich habe es echt gerne gelesen und auch das Ende hat einfach einen tollen Abschluss der Geschichte gebildet.
Auch wenn es schon etwas älter ist und nur noch als Mängelexemplar oder eBook erhältlich ist, lohnt es sich auf jeden Fall, mal einen Blick reinzuwerfen.
Ein Geheimtipp für jeden, der ein tolles Buch sucht, einen schönen Schmöker, eine tolle Geschichte über Familie und Glück.




Montag, 13. Februar 2017

Kurzrezensionen: "Magisterium - Der kupferne Handschuh" von Cassandra Clare & Holly Block & "Wie ein Licht in der Nacht" von Nicholas Sparks

Callum und seine Freunde haben die erste Pforte durchschritten. Jetzt heißt es, mehr über seine Familie und seine Vergangenheit herausfinden und wem er trauen kann...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Teil 2 von 5
Originaltitel: Magisterium - The Copper Gauntlet
Erscheinungsdatum: 08.10.2015
Seitenzahl: 304
ISBN: 9783846600177


Klappentext:
Callum hat am Ende des ersten Schuljahrs die erste Pforte durchschritten: Nun kann ihm niemand mehr seine Zauberkräfte nehmen. Das zweite Schuljahr steht an, doch schon wieder liegt das größte Abenteuer für Call außerhalb des Magisteriums. Er muss herausfinden, welche Rolle sein Vater Alastair bei all dem gespielt hat, was kurz nach Calls Geburt beim Eismassaker passiert ist. Kann es sein, dass Alastair ein Verbündeter des Feindes ist? Was bedeutet das für Callum? Und wem kann er jetzt überhaupt noch vertrauen?

Meine Meinung:
Der erste Band hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen und deshalb hatte ich auch gewisse Erwartungen an die Fortsetzung. Teilweise wusste ich jedoch nicht mehr ganz genau, was als letztes passiert war und so brauchte ich einige Seiten, bis ich mich wieder eingefunden hatte.
Schnell war ich wieder in der Schule und Callums Leben drin, doch dieses Mal war es anders. Eine wichtige Frage stand die ganze Geschichte über im Raum und Callum hatte kaum noch andere Themen und Gedanken. Das fand ich teilweise doch ein bisschen eintönig und ich hätte gerne mehr über die Kräfte und die Ausbildung als solche erfahren, was einfach dieses Mal eher weniger das Thema war.
Dennoch war es für die Fortsetzung der Geschichte wichtig und ich freue mich nun immer noch darauf, wie es weiter gehen wird mit Callum, seinen Freunden und dem Magisterium. Trotzdem hätte ich mir in diesem Teil etwas mehr Abwechslung und mehr Infos über das Magisterium gewünscht, zusätzlich zu den restlichen Hintergründen.



Katie möchte ihre Vergangenheit hinter sich lassen und so verschlägt es sie in den kleinen Küstenort Southport, wo sie sich dennoch distanziert verhält. Doch nach und nach gewinnt Alex ihr Vertrauen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: Safe Heaven
Erscheinungsdatum: 13.08.2012
Seitenzahl: 464
ISBN: 9783453408678


Klappentext:
Niemand im Küstenort Southport weiß, wer die neue Einwohnerin Katie ist und woher sie kommt. Sie lebt komplett zurückgezogen und vermeidet jeden Kontakt mit anderen. Erst dem jungen Witwer Alex, der zwei kleine Kinder hat, gelingt es langsam und behutsam, ihr näherzukommen. Doch Katie hütet ein dunkles Geheimnis. Wird sie für die Liebe alles aufs Spiel setzen?


Meine Meinung:
Ich liebe die Bücher von Nicholas Sparks, seine Geschichten, die Schicksale, die großen Gefühle, die Dramatik und den Schreibstil. Ganz besonders seinen älteren Werken merkt man das einfach an!
Doch auch diese Geschichte berührte mein Herz und ließ mich am Ende die ein oder andere Träne weinen.
Weder Katie noch Alex haben eine einfache Vergangenheit, die eine läuft ihrem Zuhause und ihrer Vergangenheit davon, während der andere mit dem Tod seiner geliebten Frau klar kommen muss. Doch langsam nähern sich die Beiden einander an und fangen an, Freundschaft zu schließen und einander zu vertrauen. Doch es geht eben nicht nur um das Glück der Beiden, sondern gerade auch um Katies Vergangenheit, die sie immer wieder einholt, und so spricht die Geschichte durchaus auch ernste Themen an.
Das Setting der Geschichte ist einfach traumhaft: Der kleine Küstenort Southport hat sich direkt in mein Herz geschlichen und bietet einfach einen tollen Platz für die Geschichte und hat in mir Sehnsucht nach Sommer und Meer verursacht.
Außerdem hat das Ganze irgendwie eine magische Wendung, die man evtl vorher schon erahnen konnte, die aber trotzdem einfach irgendwie wunderschön ist.
Insgesamt also eine tolle Geschichte fürs Herz, eine tiefgründige Liebesgeschichte, die an der amerikanischen Küste spielt, und einem zum Träumen und Verlieben einlädt!

Freitag, 20. Januar 2017

Rezension: "Die Zeitwanderer" von Stephen Lawhead

Du glaubst nicht an Zeitreisen, bis plötzlich an Mann vor dir steht, der behauptet dein Urgroßvater zu sein, und dich mitnimmt....

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Teil 1 von 5
Originaltitel: Bright Empires 1 - The Skin Map
Erscheinungsdatum: 10.09.2015
Seitenzahl: 430
ISBN: 9783404207985


Klappentext:
Es gibt sie tatsächlich: Die sagenumwobenen Ley-Linien. Uralte unsichtbare Pfade, die zu anderen Zeiten und in andere Welten führen ...
Eines Abends begegnet Kit Livingstone seinem seit Jahrzehnten verschollenen Urgroßvater, der ihm eröffnet ein Zeitreisender zu sein. Natürlich glaubt Kit ihm kein Wort, doch dann verschlägt es Kits Freundin Wilhelmina auf einem dieser Pfade ins Unbekannte. Eine abenteuerliche Suche durch Raum und Zeit beginnt!


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover hat mich so ziemlich als erstes angesprochen, weil es so schön geheimnisvoll aussieht. Zeitreisen finde ich ja eh richtig super und deshalb sprach mich der Klappentext auch direkt an und das Buch war gekauft.

...Grundidee & Verlauf:
Der Einstieg in die Geschichte war relativ ruhig und ich konnte mich sehr gut in die Situation hineinversetzen. Doch schon bald beginnen die ersten merkwürdigen Vorkommnisse und man wird tiefer in die Geschichte gezogen und erfährt gemeinsam mit Kit das erste Mal von den Ley-Linien.
Die Grundidee der Ley-Linien hat mir super gut gefallen. Ich mag einfach Zeitreise-Geschichte mit unterschiedlichen Dimensionen. Auch die Erklärungen dazu fand ich gut gemacht und das Drumherum war einfach klasse. Da gibt es noch im weiteren Verlauf der Geschichte einiges zu entdecken und vieles noch für die nächsten Teile. Außerdem natürlich die Tatsache, dass es die Ley-Linien wirklich gibt mit diesem Erklärungsansatz, hat die Geschichte für mich noch einmal faszinierender gemacht.
Doch schon bald kam für mich ein bisschen die Ernüchterung. Die Geschichte zieht sich. Es passiert recht wenig über einige Kapitel hinweg. Zwar ist die Ausgangssituation ziemlich interessant und verspricht eine spannende Geschichte, aber die hat einfach viel zu viele Länge und hätte auf deutlich schneller abgehandelt werden können.
Zum Ende hin wurde es dafür eigentlich echt spannend und lässt Potential für Band zwei. Doch nach meiner Ernüchterung über die Längen, werde ich auf die Fortsetzung eher verzichten, auch wenn die Geschichte als solche interessant war und ich da gerne mehr erfahren würde.

...Schreibstil:
Generell haben mir die verschiedenen Perspektiven auf die Geschichte gefallen und somit war es mal eine interessante Abwechslung, eben nicht nur von Kit sondern auch von seiner Freundin und den Widersachern zu erfahren. Dabei fand ich Kits Perspektive leider am zähesten, wohin gegen die anderen durchaus ihren Reiz für mich hatten. Leider war der Schreibstil generell nicht so spannend, wie ich ihn mir gewünscht hätte.

Fazit:
Ich hatte einfach etwas mehr erwartet. Die Idee und der Verlauf an sich haben mich total angesprochen. Doch leider hat sich die Geschichte einfach gezogen, was von guten Perspektivwechseln unterbrochen aber nicht ganz aufgehoben werden konnte. Die richtige Spannung war am Anfang da, zwischendurch und besonders zum Schluss, ließ aber zwischendurch wirklich auf sich warten. Schade, denn eigentlich hat die Geschichte und die Idee wirklich Potential gehabt.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der sich für Ley-Linien und Zeitreisen interessiert und beim Anlesen feststellt, dass der Schreibstil das Richtige ist.


Samstag, 7. Januar 2017

Kurzrezensionen: "Leons Erbe" von Michael Theißen & "Sunny Valentine – Von Zirkuskanonen und elefantösen Notfällen" von Irmgard Kramer

Erst verschwindet ihre Schwester spurlos und dann verliert sie ihren Sohn. Katja bekommt einen Anruf und erfährt endlich die Wahrheit...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Leons Erbe
Erscheinungsdatum: 11.07.2016
Seitenzahl: 300
ISBN: 9783741300141


Klappentext:
Für Katja bricht eine Welt zusammen, als ihr Sohn Leon bei einem Autounfall ums Leben kommt. Es ist der zweite schwere Schicksalsschlag in kurzer Zeit. Erst vor sechs Monaten ist ihre Schwester spurlos verschwunden. Als Katja nach Leons Trauerfeier einen Anruf erhält, überschlagen sich die Ereignisse: Ein Notar ist im Besitz einer Kiste, die Leon seiner Mutter vererbt hat. Als Katja die Kiste öffnet, entdeckt sie darin ein Armband, das ihrer Schwester gehörte. Wie ist ihr Sohn in den Besitz dieses Armbandes gekommen? Und warum hat er es bei einem Notar hinterlegt? Was will Leon seiner Mutter aus dem Tod heraus damit sagen? Für Katja beginnt eine Suche nach der Wahrheit – nichtsahnend, dass sie damit die Tür zu einem dunklen Familiengeheimnis öffnet ...

Meine Meinung:
Die Geschichte hat mich bereits auf den ersten Seiten gefesselt. Es fängt einfach rasant und tragisch an und man fiebert eigentlich sofort mit Katja mit.
Doch leider blieben die Charaktere recht oberflächlich. Klar ging es um ihre Gefühle und ihr Leben, aber bis auf Katja und in Ansätzen vielleicht noch Leon, wusste man nur sehr wenig und sie waren einem einfach fern.
Von der Spannung und der Idee her fand ich die Geschichte echt super gemacht. Lange wusste man nicht, was es nun mit dem Armband und Leon auf sich hat und wie Nicci und der Rest in allem drin stecken.
Auch die Auflösung fand ich an sich gut, nur leider wurde sie recht schnell recht unrealistisch und damit war leider auch irgendwie die Spannung weg. Ich hätte mir einfach ein authentischeres, besser dargestelltes Ende gewünscht, gar nicht mal von der Geschichte her ein anderes. Schade, denn an sich war das Buch recht spannend gemacht und gut durchdacht.




Nach seinem Geburtstag fühlt sich seine Herrlichkeit auf einmal unpässlich und lässt niemanden mehr rein. Also macht Sunny sich auf die Suche nach einem Arzt, aber wie soll sie den bloß finden...

Allgemeine Infos:
Verlag: Loewe
Reihe: Teil 4 von 6
Originaltitel: Sunny Valentine – Von Zirkuskanonen und elefantösen Notfällen
Erscheinungsdatum: 19.09.2016
Seitenzahl: 160
ISBN: 9783785583647


Klappentext:
Eines Tages setzt das Haus die Familie Valentine vor die Tür. Es sei unpässlich und möge nicht mehr gestört werden. Sunny erfährt, dass das Haus Fieber hat. Und es gibt nur einen Arzt auf der Welt, der helfen kann. Das Dumme ist nur, dass man ihn nicht finden kann, wenn man ihn sucht – er muss einen selbst finden. Großartig, denkt sich Sunny, als sie plötzlich in einer italienischen Kleinstadt steht und nicht mehr weiter weiß. Glücklicherweise trifft sie auf die Zirkusfamilie Bombastico und deren Elefanten, die Sunny vielleicht helfen können ...


Meine Meinung:
Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, bin ich ein großer Fan der Reihe rund um Sunny Valentine und so musste ich natürlich auch den vierten Band lesen. Dieses Mal muss Sunny einen speziellen Arzt für ihr Haus finden. Doch wie findet man jemanden, der nur dann auftaucht, wenn man nicht nach ihm sucht? Ich habe mich also mal wieder auf eine lustige Geschichte gefreut und wurde nicht enttäuscht.
Gespickt mit liebevollen Zeichnungen machen wir uns mit Sunny auf die Suche nach einem Arzt und treffen unterwegs auf die Zirkusfamilie Bombastico und ihre Elefanten. Den Zirkus hätte ich auch gerne mal besucht und wäre auch direkt da geblieben. So viele tolle Ideen und nette Darsteller, doch eigentlich war sie auf der Suche nach einem Arzt für ihr Haus, den sie natürlich auch bald findet bzw er findet sie.
Einfach wieder eine sehr abenteuerliche und lustige Geschichte, wie auch schon in den vorherigen Teilen. Perfekt für Kinder ab 8 Jahren, die eine spannende Abenteuergeschichte suchen, die mit ein paar liebevollen Bildern gespickt ist.
Wenn ihr Sunny noch nicht kennt, fangt am besten mit "Sunny Valentine- Von Tropenvögeln und königlichen Unterhosen" an :)

Dienstag, 8. November 2016

Rezension: "Der Todeskünstler" von Cody McFadyen

Dieses Mal wird Smoky wieder zu einem Fall gerufen, der es wirklich in sich hat: Sie trifft auf den Todeskünstler und es gibt keine Spur, die zu ihm führt...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Teil 2 von 5
Originaltitel: The Face of Death
Erscheinungsdatum: 12.05.2009
Seitenzahl: 560
ISBN: 9783404162734


Klappentext:
Das Grauen ist hier...
Smoky Barrett riecht den Tod, als sie die Tür öffnet. Der Boden und die Wände sind mit Blut getränkt. Auf dem Bett liegen zwei tote Körper – geschändet, entstellt, ausgeweidet. Neben ihnen kauert ein Mädchen. Der Todeskünstler hat sie besucht. Seit Jahren zerstört er ihr Leben, tötet jeden, der ihr lieb ist. Er will sie in den Wahnsinn treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. Er wird wieder zu ihr kommen ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist wieder sehr schlicht gehalten und damit passend zum ersten Teil der Reihe und zu den noch folgenden Büchern. Es passt mit der Maske dennoch super zur Geschichte. Der Titel ist einfach Programm, denn genau um den Todeskünstler geht es. Auch der Klappentext verspricht eine super spannende Geschichte, auf die ich unglaublich gespannt war, da ich Smoky Barrett schon aus "Die Blutlinie" kannte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt bei Smoky zu Hause. Zunächst recht unspektakulär, denn sie hat Urlaub und möchte sich von einigen Dingen trennen und sich mit Bonnie das Haus neu einrichten. Doch natürlich kommt alles anders als geplant: Smoky erhält einen Anruf, dass sich ein Mädchen umbringt, wenn sie nicht sofort mit ihr reden kann. Woher kennt das Mädchen ihren Namen und was wird Smoky am Tatort erwarten? Schon mal ein gelungener Einstieg, der seicht anfängt und recht schnell an Spannung aufnimmt.
Die Idee klingt einfach richtig spannend. Ein perfider Mörder, der sein Opfer sozusagen als Kunstwerk sieht, es aber nicht selbst tötet, sondern nur das Umfeld, und dabei keinerlei nennenswerte Spuren hinterlässt.
Ich liebe Smoky Barrett als Protagonistin! Die Geschichte lebt einfach von ihrer Vergangenheit, ihrer Gegenwart, ihrer Erfahrung und meistens ist sie auch noch in den Fall verwickelt bzw spielt eine zentrale Rolle dabei. So wie auch dieses Mal. Denn das Mädchen hat sie auserkoren, ihr zu helfen. Mit Smokys unglaublichen Fähigkeit sich in den Täter hinein zu denken, kommt man dem Täter langsam aber wirklich nur langsam näher. Denn der Todeskünstler hinterlässt wenig Spuren.
Aber da ist natürlich noch Sarahs Geschichte, die tief in die Vergangenheit reicht und genau vom Todeskünstler erzählt. Doch niemand schenkt ihr Glauben, weswegen sie sich an Smoky wendet. Die Passagen aus dem Tagebuch waren so unglaublich spannend zu lesen! Davon hätte das ganze Buch handeln können, ich hätte es inhaliert.
Das Ende wurde richtig rasant und es entstand ein regelrechter Wettlauf gegen die Zeit, der spannend zu lesen war, und mich richtig ans Buch gefesselt hat, sodass ich die letzten 150 Seiten an einem Stück lesen musste.

...Schreibstil:
Cody McFadyen überzeugt einfach mal wieder durch seinen Schreibstil! Anders als in anderen Thrillern wird auf große Perspektivwechsel verzichtet. Einzig Sarahs Geschichte wird erzählt, allerdings in Form eines Tagebuches, was wirklich echt spannend geschrieben war. Sonst bleiben wir bei Smoky und sind hautnah bei ihren Gedanken und Ermittlungen dabei.

Die Reihe:



Fazit:
Eine super Idee, aus der echt viel rausgeholt wurde und die für eine große Portion Spannung gesorgt hat schon ziemlich ab Beginn. Manche Kapitel waren super fesselnd, andere eben weniger. Die Geschichte lebt einfach von McFadyens Schreibstil und Smoky Barrett, die einfach eine echt interessante Protagonistin ist!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon "Die Blutlinie" gelesen hat oder der einfach auf der Suche nach einem blutigen, perfiden, spannenden Thriller ist mit einer besonderen Protagonistin.

Freitag, 21. Oktober 2016

Hörbuchrezension: "Die Hüter der Rose" von Rebecca Gablé

John möchte Ritter des Königs werden und nicht dem Weg folgen, den sein Vater für ihn vorsieht. Und sein Wunsch geht in Erfüllung und ihm steht eine turbulente und gefährliche Zeit bevor, die für ihn und England nicht leicht wird...

Allgemeine Infos:
Verlag:
Bastei Lübbe
Sprecher: Martin May
Reihe: Teil 2 von 5
Originaltitel: Die Hüter der Rose
Erscheinungsdatum: 10.10.2015
Laufzeit: 748 Minuten
ISBN: 9783785730508


Klappentext:
England 1413: Als der 13jährige John of Waringham fürchten muss, von seinem Vater in eine kirchliche Laufbahn gedrängt zu werden, reißt er aus und macht sich auf den Weg nach Westminster. Dort begegnet er König Harry und wird an dessen Seite schon jung zum Ritter und Kriegshelden. Doch Harrys plötzlicher Tod stürzt England in eine tiefe Krise, denn sein Sohn und Thronfolger ist gerade 8 Monate alt.


Meinung zu...

...Klappentext & Lesegrund:
Der Klappentext klingt wirklich interessant und ähnelt natürlich irgendwie dem Verlauf des ersten Teils, aber trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Familie Waringham weiter geht. Da mir der erste Teil schon so gut gefallen hatte als Hörbuch, stand direkt fest, dass ich den zweiten Teil auch hören möchte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt auf dem Gut der Waringhams mit alten bekannten Personen, nämlich mit Robin und seinem Sohn John. Ich brauchte gar nicht allzu lange, bis ich wieder in der Geschichte drin war. Klar sind es ziemlich viele Personen, die man schon wieder vergessen hatte, aber nach und nach habe ich mich wieder an sie und ihre Zusammenhänge untereinander erinnern können.
Mir gefällt einfach die Geschichte rund um die Familie Waringham. Man kann es einfach gut beschreiben mit den Worten, immer im Zentrum der Macht, aber nie selbst auf dem Königsthron.
Dieses Mal geht es jedoch nicht um Robin, den wir ausführlich in "Das Lächeln der Fortuna" kennen gelernt haben, sondern um seinen jüngsten Sohn John und sein Leben.
Ich finde es total interessant, ihn beim Erwachsen werden und seinen Entscheidungen und Erlebnissen zu begleiten und nebenher noch seine Entwicklung mitzumachen. Vor allem wie sich seine Sicht auf die Dinge verändert und seine Meinungen, wie er an seinen Aufgaben wächst und vor Herausforderungen gestellt wird. Das Alles vor dem politischen Hintergrund Englands, denn die Geschichte verläuft sehr nah an der des Königs. Da durch bekommt die Geschichte einfach noch mehr Tiefe und realen Bezug.
Es sind zwar unglaublich viele Personen, die wir kennen lernen und die auch teilweise eine wichtige Rolle spielen, aber erstaunlicherweise bekommt man es hin, sie alle zuzuordnen und nur selten wirft man mal welche durcheinander. Es ist erstaunlich, wie schnell einem manche einfach ans Herz wachsen und man so mit ihnen bangt und hofft, obwohl man sie vielleicht noch gar nicht so häufig getroffen hat, einfach weil sie so liebenswürdig sind.

...Schreibstil & Sprecherin:
Martin May kannte ich ja schon vom ersten Teil und war super froh, dass er auch wieder den zweiten Teil gelesen hat. Denn ich habe mich einfach so an ihn und seine Aussprache und alles gewöhnt gehabt, für mich passt er super zur Geschichte mit seiner Stimme.
Auch mit dem Schreibstil der Autorin kam ich wieder sehr gut klar. Als Buch wäre es mir zu langatmig, aber als Hörbuch ist es richtig gut gemacht und trotzdem interessant geschrieben, auch die Kampfszenen und politischen Diskussionen, die mich ja normalerweise nicht so reizen. 

Die Reihe:



Fazit:
Einfach eine sehr komplexe Geschichte, die aber echt viel Spaß macht, wenn man sich darauf einlässt. Denn sie bringt viel Spannung und Unterhaltung und versetzt einen über Stunden ins Mittelalter nach England und Frankreich und den Krieg zwischen den Beiden. Dabei begleiten wir einen unglaublich tollen Protagonisten, der sich von einem eher trotzigen Kind zu einem super verantwortungsbewussten, mutigen Erwachsenen entwickelt.
Ich empfehle dieses Hörbuch jedem, der schon "Das Lächeln der Fortuna" kennt. Denn man sollte unbedingt die Reihenfolge einhalten, weil man einfach auf alte Bekannte trifft und es dann vom zeitlichen Verlauf her auch logisch ist. Einfach eine tolle Reihe für Fans von historischen Romanen, die im Mittelalter spielen. Oder einfach für England- & Frankreich-Fans.

Samstag, 1. Oktober 2016

Rezension: "Magisterium - Der Weg ins Labyrinth" von Cassandra Clare & Holly Black

Sein Vater hat ihn immer vor der Magie gewarnt und möchte, dass er durch den Aufnahmetest fällt. Doch genau das Gegenteil ist der Fall und Callum gerät in eine Welt, über die er nichts weiß und die ihn trotzdem in seinen Bann zieht. Doch was genau wird ihn erwarten?

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe / One
Reihe: Teil 1 von 5
Originaltitel: Magisterium - The Iron Trial
Erscheinungsdatum: 14.11.2014
Seitenzahl: 332
ISBN: 9783846600047


Klappentext:
Callum hat es nicht leicht: Er hat ein lahmes Bein, zu viel Grips, ein loses Mundwerk und ist dazu auch noch erst 12 Jahre alt. Und außerdem ein angehender Zauberlehrling. Im Magisterium von Master Rufus soll er die Geheimnisse der Magie erkunden. Doch weder die Schule noch der Meister wirken besonders vertrauenerweckend. Und Callum soll Recht behalten: Das erste Schuljahr entwickelt sich zu einer echten Herausforderung. Gut dass der junge Magier neue Freunde findet, die ihm bei seinen unheimlichen Abenteuern beistehen.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das gespiegelte Cover, das man von oben und von unten lesen kann, mit den Mustern finde ich richtig schön gestaltet. Dazu kommt noch ein farbig glitzernder Seitenschnitt. Der Titel ist Programm, denn es geht genau ums Magisterium und den Weg durchs Labyrinth. Der Klappentext klingt ganz interessant, aber hat mich nicht unbedingt so vom Hocker gehauen. Aber die gespaltenen Meinungen und das Cover haben mich einfach neugierig gemacht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem sehr interessanten Prolog, der mich direkt fesseln konnte. Dann springen wir in der Zeit und Callum ist kein Baby mehr sondern 12 Jahre alt und hat es dennoch nicht leicht im Leben mit seiner Behinderung und den Sprüchen, die er sich dazu anhören muss. Doch die Aufnahmeprüfung steht kurz bevor. Den Einstieg fand ich richtig gut und ich war super gespannt auf die Prüfung an sich.
Die Idee hat mir gefallen. Aber es klingt schon sehr wie Harry Potter und das hat mich etwas abgeschreckt und sorgt eben auch für die unterschiedlichen Meinungen zum Buch.
Am Anfang kommt es einem auch ziemlich genau so vor, der arme Junge, der überlebt hat, und es seitdem nicht mehr leicht im Leben hat, aber dann die Chance bekommt, am Magisterium die Aufnahmeprüfung zu machen.
Also ja der Anfang erinnert schon irgendwie an Harry Potter, aber dann wird es tatsächlich eine eigenständige Geschichte und damit wird es viel interessanter und gut. Vorher war es auch gut, aber eben eher abgeklatscht, aber das Eigenständige hat mir wirklich gefallen. Es hat Potential, der Schauplatz ist richtig interessant, Callum und seine Freunde sind auch etwas besonderes. Ich fand es wirklich schön, dass Callum behindert ist und das auch genauso von Anfang an thematisiert wird. Das hat man in Büchern einfach viel zu selten.
Die Welt um Magie und Magisterium fand ich echt interessant gestaltet, mit kleinen besonderen Elementen, dem Schulsystem, aber auch dem Krieg und der Hintergrundgeschichte aus dem Prolog, über die man aber auch noch einmal mehr erfährt und die wahrscheinlich auch in den kommenden Bänden noch eine wichtige Rolle spielen wird.
Das Ende war nochmal richtig spannend und endete mit einem fiesen Cliffhanger. Ich werde auf jeden Fall die Fortsetzung lesen, weil ich einfach wissen möchte, wie es mit Callum seinen Freunden, der Magie und dem Kampf weitergeht.

...Schreibstil:
Den Schreibstil von Cassandra Clare mochte ich bisher immer ganz gerne, Holly Black kannte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Aber dennoch habe ich dem Buch nicht angemerkt, dass es von zwei Autorinnen geschrieben wurde. Ich habe es als sehr angenehm und stellenweise auch sehr spannend empfunden und habe ich mich einfach wohlgefühlt mit der Geschichte.

Die Reihe:



Fazit:
Anfangs erinnert es an Harry Potter, aber ab einem bestimmten Zeitpunkt löst es sich und wird eine tolle, eigenständige Geschichte mit viel Potential und tollen Ideen und einer fesselnden Spannung. Durch den Schreibstil kann man es gut so weg lesen. Fest steht auch, dass ich den zweiten Teil lesen werde und das spricht ja tatsächlich für sich.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine spannende Fantasygeschichte über Magie und Zauberei sucht, die definitiv nicht an Harry Potter rankommt, sondern einen ganz eigenen Weg geht und durch einen tollen Protagonisten überzeugen kann.