Dienstag, 4. Dezember 2018

Rezension: "Schmerzmacher" von Veit Etzold

"Ein neuer Fall wartet auf Clara Vidalis und vielleicht ist es der Schlimmste ihres ganzen Lebens..."

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knaur
Reihe: Teil 7 von bisher 7
Originaltitel: Schmerzmacher
Erscheinungsdatum: 01.10.2018
Seitenzahl: 372
ISBN: 978-3-426-52112-0


Klappentext:
Hauptkommissarin Clara Vidalis findet sich in einem Albtraum wieder, als mehrere Tötungsdelikte, die als Suizide getarnt sind auftauchen, in denen die DNS von Ingo M. sichergestellt wird – desselben Ingo M., der vor über zwanzig Jahren ihre kleine Schwester missbraucht und ermordet hat. Und dessen sterbliche Überreste in der Berliner Rechtsmedizin seziert wurden. Wie kann es sein, dass ein Toter mordet, wieder und wieder? Und warum hat sich sein Modus Operandi, die Handschrift jedes Mörders, so verändert? Die Wahrheit ist handfester und zugleich entsetzlicher, als Clara es sich in ihren dunkelsten Nächten ausgemalt hat.

An dieser Stelle vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

Meine Meinung:
Vorweg möchte ich sagen, dass ihr die vorherigen Bände der Clara Vidalis Reihe nicht unbedingt gelesen haben müsst, da die Fälle mit Ende des Buches ebenfalls abgeschlossen sind. Somit könnt ihr auch "Schmerzmacher" eigenständig lesen. Dennoch macht die Geschichte und ihre Entwicklung nochmal mehr Spaß, wenn man "Final Cut" schon kennt.

Die Idee hat mir echt gut gefallen. Ich war erst ein bisschen skeptisch, als ich noch nicht wusste, was mich erwartet bzw wie es letztendlich umgesetzt sein würde. Aber schon nach wenigen Kapiteln und einem Brief wollte ich mehr wissen.

Teilweise war mir die Geschichte jedoch zu politisch. Es hat zwar vom Inhalt her richtig gut gepasst, aber leider hat der Autor mich zwischendurch für ein paar Seiten einfach thematisch verloren.

Davon abgesehen war es stellenweise auch einfach zu krass, zu perfide. Leider habe ich das Gefühl, das der Autor versucht, dem Vorgänger noch eine Schippe drauf zu setzen. Vielleicht mag es aber auch an mir liegen, dass ich das einfach nicht mehr unbedingt in Büchern brauche, zumindest nicht in dem Ausmaß. Hingegen hat es grundsätzlich gut zur Geschichte und zum Setting gepasst.

Die Auflösung hat mir wiederum gut gefallen. Es war rund und zumindest für mich auch nicht vorhersehbar. Ganz im Gegenteil ich war wirklich überrascht. Besonders nach der scheinbar ausweglosen, weitreichenden Situation, an der Clara und ihr Team zu rätseln hatten.

Fazit:
Insgesamt habe ich den neuen Fall von Clara Vidalis gerne gelesen. Ich fand es interessant, auf welche Weise Bezug zu "Final Cut" genommen wurde, der für mich der beste Teil der Reihe war. Wie dennoch eine vollkommen eigenständige Geschichte geschaffen wurde, die mich jedoch teilweise durch ihren politischen Schwerpunkt nicht ganz abholen konnte. Außerdem war es mir an machen Stellen zu perfide von der Thematik her.
Dennoch gab es eine Menge Spannung und gerade die Auflösung hat für mich nochmal wieder viel raus geholt.
Somit kann ich euch "Schmerzmacher" empfehlen, wenn ihr vielleicht schon "Final Cut" kennt. Aber selbst wenn nicht, werdet ihr mit der Geschichte hoffentlich spannende Lesestunden haben.

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