Freitag, 12. April 2019

Rezension: "Der Tod auf dem Nil" von Agatha Christie

"Eine Leiche auf einer Kreuzfahrt, und alle scheinen ein Motiv zu haben..."

Allgemeine Infos:
Verlag: Atlantik
Reihe: nein
Originaltitel: Death on the Nile
Erscheinungsdatum: 08.09.2014
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783455650020


Klappentext:
Hercule Poirot freut sich auf eine erholsame Kreuzfahrt auf dem Nil. Doch dazu kommt es nicht. Auch Linnet Ridgeway hat sich den Verlauf ihrer Flitterwochen wohl anders vorgestellt. Die junge, bildschöne Millionenerbin wird tot aufgefunden, und Poirots Ermittlungskünste sind gefragt. Fast jeder der Mitreisenden hat ein Motiv.

Meine Meinung:
Anfangs fühlte ich mich etwas erschlagen. Auf den ersten 60 Seiten habe ich so unglaublich viele verschiedene Personen kennen gelernt, die nur teilweise etwas miteinander zu tun hatten. Waren sie alle wichtig? Ich hatte wirklich die Befürchtung, dass ich nicht in die Geschichte rein kommen würde.
Wie es der Zufall so will, fahren so ziemlich alle nach Ägypten und finden sich bei einer Kreuzfahrt auf dem Nil wieder. Man merkt bereits Spannungen zwischen den Gästen, Sympatien aber auch Abneigungen nimmt man schnell wahr. Doch wo bleibt der Mord?
Es dauerte für meinen Geschmack ein bisschen, bis die Geschichte wirklich in Fahrt kam. Dann waren auch plötzlich mehr Spannung und die Greifbarkeit der Personen für mich da. Doch wer war der Täter?
Gefühlt hatte plötzlich jeder ein Motiv, alle Vermutungen könnten richtig sein. Zwar muss ich sagen, dass ich bereits zu Beginn der Geschichte eine Vermutung hatte, mit der ich richtig liegen sollte, aber trotzdem wurde ich gut hinters Licht geführt. Es werden viele falsche Fährten gelegt, Andeutungen gemacht und Verdächtige in den Raum gestellt. Über jede Äußerung habe ich nachgedacht und hielt sie plötzlich auch für plausibel. Dieses Knäuel löst sich tatsächlich auch erst sehr zum Ende der Geschichte und hält dadurch einen konstanten Spannungsbogen aufrecht.
Lediglich das Ende war mir dann doch etwas zu dramatisch. Die Erklärungen der Tat und des Motivs fand ich insgesamt schlüssig und nachvollziehbar und auch die falschen Fährten konnten sich gut aufklären. Trotzdem hätte ich die letzten zwei drei Seiten so nicht gebraucht.

Fazit:
Mein erstes Buch von Agatha Christie und ich bin froh, dass noch zwei weitere auf meinem SUB liegen. Ich mochte die Atmosphäre der Geschichte sehr gerne und insgesamt den Schreibstil der Autorin.
Auch wenn der Anfang etwas zäh war, gab es ab dem Mord sehr viel Spannung und durch die falschen Fährten wurde das Lesen nicht langweilig, auch wenn ich eine richtige Vermutung am Anfang hatte.
Zwischendurch war es mir stellenweise zwar ein bisschen zu dramatisch, aber alles in allem war es ein richtig guter Krimi! Spannend, zum Miträtseln dank Details und falscher Fährten.

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