Dienstag, 29. November 2016

Kurzrezensionen: "Das Mädchen auf den Klippen" von Lucinda Riley & "Nur ein Tag" von Martin Baltscheit

Grania kehrt in ihre Heimat zurück und trifft dort auf ein Mädchen, ohne zu ahnen, was diese Begegnung in ihrem Leben und ihrer Vergangenheit verändern wird...

Allgemeine Infos:
Verlag: Goldmann
Reihe: nein
Originaltitel: Girl on the Cliff
Erscheinungsdatum: 15.05.2012
Seitenzahl: 464
ISBN: 9783442477890


Klappentext:
Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan Zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird Grania jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: Am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht sie das Kind an. – Ohne es zu ahnen, stößt Grania durch diese Begegnung die Tür zu einer über Generationen reichenden, tragischen Familiengeschichte auf – ihrer Geschichte.

Meine Meinung:
Der Einstieg war ganz interessant, wie Grania auf das Mädchen trifft und mehr über sie herausfinden möchte. Zeitgleich erfahren wir auch mehr über Grania selbst, warum sie plötzlich wieder zurück in ihre Heimat nach Irland gekommen ist und New York verlassen hat.
Dann springen wir in die Vergangenheit über und finden uns zu Zeiten des zweiten Weltkriegs wieder. Ich brauchte etwas, um mich in die Zeit und die Personen einzufühlen, weil ich mich bis zu dem Zeitpunkt so an Grania gewöhnt hatte. Doch dann war der Handlungsstrang doch recht aufschlussreich und plötzlich war da ein Zusammenhang, den man natürlich schon erahnt hat.
Generell konnte ich mir bei der Geschichte recht viel denken und erahnen. Ganz besonders das Ende hat mich zwar glücklich gemacht, mich aber kaum überrascht. Zu dem hat es sich an manchen Stellen einfach etwas gezogen bzw ich fand es dann einfach nicht so besonders.
Insgesamt war es mir einfach zu vorhersehbar, gerade zum Ende hin, und nicht fesselnd genug, auch wenn es mit den beiden Handlungssträngen gut gemacht war. Aber ich mochte Grania recht gern und Aurora war ein wirklich zauberhaftes Mädchen, das nicht nur mein Herz im Nu erobert hatte. Schön war einfach, dass sie sozusagen ihre Geschichte erzählt hat, mit Anmerkungen aus ihrer jetzigen Sicht.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine schöne, authentische Familiengeschichte sucht, die in Irland spielt und sich bis in den zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit zieht.


Fuchs und Wildschwein genießen ihr glückliches Leben Tag für Tag. Doch dann schlüpft eine Eintagsfliege direkt vor ihren Augen und sie können ihr einfach nicht sagen, dass sie nur einen Tag zu leben denn. Dennoch machen sie ihr den schönsten Tag ihres Lebens...

Allgemeine Infos:
Verlag: Dressler
Reihe: nein
Originaltitel: Nur ein Tag
Erscheinungsdatum: 15.01.2016
Seitenzahl: 112
ISBN: 9783791527024


Klappentext:
Du hast immer genug Zeit, um glücklich zu sein: Als Wildschwein und Fuchs unerwartet Zeugen werden, wie eine bezaubernde Eintagsfliege schlüpft, haben sie ein Problem: wer bringt ihr bloß bei, dass sie nur einen Tag zu leben hat? Kurzerhand behaupten sie, der Fuchs sei derjenige, der bald sterben müsse. Die hübsche Fliege hat gleich eine Idee und verkündet: Dann müsse eben das ganze Leben in einen Tag hinein, mitsamt dem großen Glück!


Meine Meinung:
Eine sehr süße und liebevolle Vorlesegeschichte für Kinder ab 6 Jahren mit einer wunderschönen Idee!
Sie handelt von Freundschaft, Glück, der Schönheit des Lebens und natürlich auch dem Abschied und dem Tod. Aber letzteres wirklich auch nur am Ende, auch wenn man natürlich während des Lesens weiß, dass alles darauf hinaus laufen wird. Die Fliege allerdings denkt, dass der Fuchs seinen letzten Tag hat und bereit ihm einen wunderschönen Tag zu mit allen Stationen des Lebens.
Die drei waren wirklich sehr verschiedene Charaktere, die tatsächlich keinen definierten Namen bekommen haben, was aber nicht weiter schlimm war. Ich muss zugeben, dass ich den Fuchs nicht ganz so gerne mochte, weil er mir manchmal etwas besserwisserisch oder arrogant vorkam. Ansonsten waren die drei ein ganz tolles Team, das einem einfach ans Herz wächst.
Insgesamt fand ich die Geschichte einfach schön gemacht, von Anfang bis Ende. Auch wenn man natürlich weiß, worauf es hinausläuft, ist es sowohl für Kinder als auch für Erwachsene einfach eine tolle Geschichte, die berührt und ans Herz geht und natürlich eine tolle Moral hat - sei jeden Tag glücklich und genieße den Augenblick!

Sonntag, 20. November 2016

Hörbuchrezension: "Demon Road - Hölle und Highway" von Derek Landy

Amber hat definitiv keine normalen Eltern, denn sie wollen sie fressen, um ihre Kräfte zu stärken, immerhin sind sie Dämonen. Aber nicht nur sie, sondern auch Amber, die vor ihren Eltern flieht und versucht, ihrem Schicksal zu entkommen....

Allgemeine Infos:
Verlag:
Hörcompany
Sprecher: Rainer Strecker
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Demon Road
Erscheinungsdatum: 19.09.2016
Laufzeit: 630 Minuten
ISBN: 9783945709320


Klappentext:
Amber Lamont ist 16 Jahre alt, als sie feststellen muss, dass ihre eigenen Eltern sie gerne zum Abendessen verspeisen möchten. Nur so könnten sie ihre „Kräfte“ wieder aufladen. Alles klar: Ambers Eltern sind waschechte Dämonen. Seitdem ist Amber auf der Flucht. Quer durch die USA entkommt sie auf der Demon Road, einem magischen Straßennetz, das unheimliche Orte und schauerlichste Wesen miteinander verbindet. Sie trifft auf Vampire, Hexen und untote Serienkiller. Und erfährt nach und nach, was für teuflische Kräfte in ihr stecken. Denn während ihre Eltern einst nur durch einen Handel zu Monstern geworden sind, ist Amber Lamont Dämonin von Geburt an!


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist ganz gut gestaltet und passt gut zum Inhalt. Die Farbkombination ist vom Kontrast her allerdings nicht ganz so gelungen. Dafür finde ich den Titel auch gut gewählt. Der Klappentext klang irgendwie ganz interessant und ich wollte gerne mehr von der Geschichte erfahren, auch wenn ich noch nie was von Derek Landy gelesen hatte. Das ändert sich jetzt.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt in Ambers Schule, als ihre Eltern ein Gespräch mit dem Direktor führen und ich mir schon irgendwie dachte, das sind auch keine normalen Eltern. Man merkt einfach direkt, dass sie kein gewöhnliches Familienverhältnis untereinander haben, sondern erstaunlich distanziert zueinander sind.
Die Idee klang nach einer interessanten Fantasygeschichte und ich war gespannt, was es mit der Demon Road auf sich hat und natürlich mit Ambers Eltern und Amber selbst. Außerdem mag ich Roadtrip-Geschichten, vor allem wenn man dabei noch einem Geheimnis auf die Spur kommt.
Anfangs brauchte ich ein bisschen, um richtig in der Geschichte anzukommen. Dann war ich richtig drin und es wurde mit jedem weiteren Kapitel und jeder weiteren Person immer etwas seltsamer. Ich fand es bis zu einem bestimmten Punkt echt spannend und interessant, als der Roadtrip auf der Demon Road sozusagen seinen Anfang nahm. Da habe ich es allerdings schade gefunden, dass es da so wenig Hintergrundinformationen zu gab, also zur Demon Road.
Doch je mehr Leute sie trafen, je häufiger sie irgendwo Halt machten, um neue Infos zu bekommen, desto übertriebener fand ich es. Es kann doch nicht an jeder Ecke irgendwas geben, auch wenn sie auf der Demon Road unterwegs sind. Aber plötzlich gibt es alle möglichen Arten an Wesen und das Vorhersehbare vom Anfang hat sich auch noch bestätigt.
Stellenweise fand ich es auch zu ausführlich und nicht packend genug. Als Hörbuch hätte man es an solchen Stellen vielleicht etwas kürzen können.
Das Ende bildete einen runden Abschluss der Geschichte, der wirklich spannend gemacht war, dramatisch und actionreich. Natürlich bleibt die Geschichte an dieser Stelle schon offen, immerhin wird es noch zwei weitere Teile geben, die ich jedoch nicht unbedingt lesen werde.

...Schreibstil & Sprecher:
Rainer Strecker sagt mir vom Namen her zwar was, aber bisher hatte ich noch nichts von ihm gehört. Anfangs fand ich seine Stimmlage auch etwas gewöhnungsbedürftig und war mir unsicher, ob es zur Geschichte passt. Doch dann habe ich mich dran gewöhnt und die meisten Charaktere hat er ganz gut gesprochen. Aber ich weiß nicht, ob es mein Lieblingssprecher dafür war.
Derek Landy hat seine zweite Reihe geschrieben, dennoch ist es für mich das erste Buch, was ich von ihm gelesen habe. Eigentlich fand ich seinen Schreibstil aber ganz angenehm und könnte mir gut vorstellen, auch mal was aus seiner Skulduggery-Reihe zu lesen. 


Fazit:
Ich mochte den Anfang und das Ende eigentlich, ebenso wie die drei vier Hauptpersonen, auch wenn Amber manchmal etwas anstrengend war. Die restlichen Geschichte war zwar interessant, aber eher übertrieben und für mich zu viel auf einmal. Leider brauchte ich etwas, um mit dem Sprecher warm zu werden, anschließend hatte ich mich an ihn gewöhnt. Vielleicht hätte ich es als Buch auch noch einmal etwas anders empfunden als als Hörbuch. Irgendwie konnte mich der Großteil der Geschichte nicht überzeugen, wobei ich die Grundidee eigentlich gut fand, immerhin mag ich Roadtrips. Dennoch war es so als Zeitvertreib beim Hören nebenbei gar keine so schlechte Wahl.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne Highfantasy liest und Roadtrips mag, eigentlich eine interessante Kombination. Für Fans von Rainer Strecker kann ich das Hörbuch empfehlen sonst würde ich eher das Buch empfehlen.

Kurzrezensionen: "Als ich erwachte" von Cynthia Swanson & "Auf Null" von Catharina Junk

Katharyn wacht in einem fremden Bett auf, den Mann und die Kinder kennt sie nicht, in einem Leben, das sie eigentlich nicht hat. Dann wacht sie auf und ist wieder in ihrem alten Leben. Doch welches ist nun das Richtige?

Allgemeine Infos:
Verlag: Diana
Reihe: nein
Originaltitel: The Bookseller
Erscheinungsdatum: 03.03.2015
Seitenzahl: 432
ISBN: 9783453291669


Klappentext:
Eines Morgens erwacht Katharyn in einem fremden Bett. Neben ihr liegt ein gut aussehender Mann, der behauptet, ihr Ehemann zu sein. Doch sie ist nicht verheiratet, sondern alleinstehend und stolze Inhaberin einer Buchhandlung. Auch die Kinder, die ins Schlafzimmer stürmen, kennt sie nicht. Dieser Traum lässt sie nicht los, denn immer wieder kehrt sie nachts zu der fremden Familie zurück. Katharyn bleibt keine Wahl: Sie muss herausfinden, in welches Leben sie gehört – doch wird sie die Wahrheit ertragen?

Meine Meinung:
Die Idee mit den beiden unterschiedlichen Leben, die sie im sozusagen im Traum wechselt, hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen und klang nach einer interessanten Idee. Ich konnte mich gut in beide Leben einfinden und hatte meinen Favoriten unter den Leben, von dem ich einfach viel lieber gelesen habe, weil es schöner war, interessanter. Auch das andere Leben war gut gemacht, aber da hat man mehr gemerkt, dass es in den 60er Jahren spielt, was an sich nicht schlimm ist, aber einfach ein wenig ungewöhnlich.
Doch irgendwie war mir die Geschichte selbst dann nicht stimmig. Also anfangs war alles gut und hat zusammen gepasst und ich konnte der Geschichte gut folgen. Aber gerade zum Ende hin, wo Katharyn sozusagen herausfinden wollte, welches denn nun ihr richtiges Leben ist, wurde es etwas merkwürdig. Vorher konnte man gut das eine und das andere Leben unterscheiden, aber ab dem Zeitpunkt wurde es etwas schwierig. Außerdem war die Erklärung des Ganzen dann so plötzlich und erzwungen. Ich konnte sie irgendwie nachvollziehen, aber so richtig zufriedenstellend und ausführlich war sie nicht.
Deshalb war es leider nur eine nette Geschichte für zwischendurch über zwei verschiedene Versionen eines Lebens, wie es ist und wie es gewesen sein könnte. Und man weiß lange nicht, welches denn jetzt das Richtige ist. Bis auf die endgültige Auflösung hat es mir auch gut gefallen.


Emma hat Schlimmes durchgemacht, doch jetzt scheint es endlich besser für sie zu werden. Doch niemand ahnt, was wirklich in ihrer Familie passiert ist...

Allgemeine Infos:
Verlag: Rowohlt
Reihe: nein
Originaltitel: Barely Breathing
Erscheinungsdatum: 27.11.2014
Seitenzahl: 592
ISBN: 9783733500320


Klappentext:
Emma lebt wieder bei ihrer leiblichen Mutter. Jetzt haben ihre Leiden ein Ende – denkt sie. Doch als sie sich ihrer Vergangenheit stellt, stößt Emma auf dunkle Familiengeheimnisse. Und muss schmerzlich lernen, dass Worte schlimmer verletzen können als körperliche Gewalt.


Meine Meinung:
Eigentlich denkt man, dass es schon genug Krebs-Bücher gibt und man sie alle kennt. Aber dennoch hat mich bei diesem hier der Klappentext direkt angesprochen und ich wusste einfach, dass ich es unbedingt lesen muss und dass es mir gefallen wird.
Genau so war es auch. Insgesamt hat es mir gefallen, denn es war irgendwie anders. Im Prinzip hat die Geschichte zwei Handlungsstränge: Emma, die gerade ins Krankenhaus überwiesen wird und kurz vor ihrer Diagnose steht, und Emma, die aus dem Krankenhaus entlassen wird und in ihr altes Leben zurückkehren kann, weil sie momentan gesund ist. Da durch hat man eine schöne Abwechslung drin und es hat mir Spaß gemacht beides parallel bzw nacheinander zu erfahren, wie alles anfing und wie sie sich jetzt wieder ins Leben einfindet. Denn das bietet einige Erfahrungen und Erlebnisse, die nicht immer alle einfach sind, aber die sie trotzdem ins normale Leben zurück bringen.
Ich mochte Emma als Person echt gerne. Klar konnte ich nicht immer alle ihre Gedanken teilen, aber sie zumindest immer nachvollziehen und mich in sie hineinversetzen. Aber trotzdem drückt sie nicht immer auf die Tränendrüse und bemitleidet sich, sondern möchte wieder gesund werden und dass alles so ist, wie es früher war. Vor allem ihre beste Freundin wieder, denn die fehlt ihr wirklich.
Die Geschichte erzählt einfach von einer mutigen Protagonistin, über ihre Leukämie, ihr Nachhausekommen, ihre Erlebnisse, ihr ins Lebenfinden, ihren Mut, ihre Lebensfreude, Hoffnung Freundschaft und Liebe. Einfach eine tolle Geschichte, die kein typisches Krebsbuch ist!