Mittwoch, 29. März 2017

Kurzrezension: "Wenn ich bleibe" von Gayle Forman

Mia steht vor der Entscheidung, ihren Traum von der Musik zu folgen, oder bei ihrer Familie und ihrem Freund zu bleiben. Doch dann kommt alles anders und sie steht schließlich vor einer gänzlich anderen Entscheidung... 

Allgemeine Infos:
Verlag: Blanvalet
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: If I stay
Erscheinungsdatum: 18.08.2014
Seitenzahl: 304
ISBN: 9783442384044


Klappentext:
Mia muss sich entscheiden: Soll sie bei ihrem Freund Adam und ihrer Familie bleiben – oder ihrer großen Liebe zur klassischen Musik folgen und mit ihrem Cello nach New York gehen? Was, wenn sie Adam dadurch verliert? Und dann ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr, wie es war: Auf eisglatter Fahrbahn rast ein Lkw in das Auto, in dem Mia sitzt. Mit ihrer Familie. Sie verliert alles und steht schließlich vor der einzigen Entscheidung des Lebens: Bleiben oder gehen? Lieben oder sterben?

Meine Meinung:
Lange lag es bei mir auf dem SUB und endlich habe ich es gelesen. Doch leider habe ich mir glaube ich zu viel von der Geschichte erhofft.
Die Idee an sich fand ich eigentlich ganz interessant und auch die ganze Verbindung zur Musik war mal was anderes. Vor allem nicht nur zur klassischen Musik, sondern auch durch Adam zur Rockmusik.
Mia war mir super sympathisch, ich mochte sie einfach direkt von Anfang an. Ihre ganze Art und Weise fand ich einfach toll. Aber mit Adam bin ich stellenweise nicht ganz warm geworden. Er war zwar nett, aber ich konnte mich nicht so gänzlich in ihn verlieben, wie es Mia konnte.
Aber irgendwie war der Schreibstil gar nicht so schön, wie ich es von anderen ihrer Bücher kannte. Ich kann auch gar nicht mal so genau sagen, was mir gefehlt hat. Denn es war echt gut erzählt. Ich mochte den Wechsel zwischen der jetzigen Situation und den vielen Rückblenden zu früher und wie alles begann zwischen Mia und Adam.
Das Ende war zwar relativ offen, aber mir hat es gut gefallen. Es muss nicht immer ein ganzes geschlossenes Ende geben, denn so war es genau richtig für die Geschichte!
Insgesamt eine schöne, solide Liebesgeschichte, die stark in der Musik verankert ist. Einfach mal etwas anderes, was sich gut lesen lässt.

Mittwoch, 22. März 2017

Kurzrezensionen: "Sie" von Stephen King & "Zerschunden" von Michael Tsokos

Paul Sheldon hat einen schweren Unfall, doch Annie kümmert sich liebevoll um ihn, bis es ihm wieder besser geht. Jedoch ist sie sein größter Fan und hält ihn gefangen und zwingt ihn zu schreiben... 

Allgemeine Infos:
Verlag: Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: Misery
Erscheinungsdatum: 08.02.2011
Seitenzahl: 528
ISBN: 9783453435834


Klappentext:
Schriftsteller Paul hat seine Serienheldin Misery sterben lassen. Nach einem Autounfall hält die Krankenschwester Annie - Pauls "größter Fan" - den verletzten Autor gefangen und zwingt ihn weiterzuschreiben.

Meine Meinung:
Lange wollte ich mal einen Stephen King lesen und dann wurde mir dieser hier ans Herz gelegt und ich war ganz gespannt.
Der Einstieg war etwas verwirrend, wie in einem Delirium und genau so sah es zu dem Zeitpunkt in Pauls Kopf aus. Danach wurde es klarer und man hat mit herausgefunden, dass er sich bei Annie befindet und einen ziemlich schweren Unfall hat. Und schon nach wenigen Stunden merkt man, dass mit Annie etwas nicht stimmt und was einen erwartet: Er soll für sie ein Buch schreiben, in dem Misery wieder lebt. Und solange ist er ihr Opfer.
Sie ist schon ziemlich krank im Kopf und das merkt man bereits nach kurzer Zeit. Mal sehen, was da noch so alles passieren wird. Paul versucht irgendwie, das Beste aus der Situation zu machen und fängt an zu schreiben, nachdem er einiges erdulden musste.
Es war ziemlich gut gemacht, dass dann direkt das neue Werk von Paul abgedruckt war und man es direkt lesen kann. Leider bin ich in die Geschichte um Misery weder vom Inhalt noch vom Schreibstil her rein gekommen. Das war mir einfach zu konfus und fern und hat leider meinen Lesefluss etwas gedämpft. Auch einfach vom Verlauf her, fand ich es eher abstrakt.
Ansonsten zog mich die Geschichte mehr und mehr in ihren Sog und ich war immer wieder erschreckt, wie krank Annie eigentlich ist und zu was sie fähig ist.
Insgesamt war es sehr spannend gemacht, King hat einen super fesselnden Schreibstil, doch leider hat es sich für mich trotz Spannung und so einfach etwas gezogen. Ich kann es gar nicht so genau erklären. Denn eigentlich ist immer wieder was passiert und ich wollte auch mehr erfahren. Aber irgendwie fehlte mir dann doch was.
Dennoch freue ich mich auf den nächsten King, den ich lesen werde. Auch wenn ich noch nicht so genau weiß, zu welchem Werk ich greifen werde. Vielleicht war dieses hier einfach nicht so meins, wie ich es erhofft hatte.



Ein Killer, der quer durch Europa reist. Im Verdacht steht ein alter Freund von Fred Abel, dem Rechtsmediziner. Mit allen Mitteln möchte er seine Unschuld beweisen, denn es geht um Zeit...

Allgemeine Infos:
Verlag: Droemer Knauar
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Zerschunden
Erscheinungsdatum: 01.10.2015
Seitenzahl: 432
ISBN: 9783426517895


Klappentext:
Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Seine Opfer: Alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.


Meine Meinung:
Es war einfach mal irgendwie was anderes und irgendwie auch nicht. Dass nicht immer nur die Polizei ermittelt oder ein Kommissar, ist ja nicht unbedingt so neu. Aber dieses Mal kam es mir einfach mal vor, wie etwas anderes, denn der Rechtsmediziner ermittelt selbst, weil ein alter Freund von ihm unter Verdacht steht und er seine Unschuld beweisen möchte. Doch so ganz sicher, ist er sich da auch nicht.
Diese Situation war schon mal ziemlich knifflig, doch da war auch noch die Zeit, die Fred Abel im Nacken saß, denn die Tochter seines Freundes liegt im Sterben und er muss ihn aus der U-Haft holen.
Den Fall selbst fand ich ziemlich interessant gemacht. Gar nicht mal so grausam, wie in vielen anderen Thrillern dieser Art. Grausam war eher die Parallelgeschichte, denn auch hier gab es wieder unterschiedliche Perspektiven, die ich ganz spannend gemacht fand.
Ich mochte Fred Abel einfach gerne! Ein Rechtsmediziner, der mir eigentlich auf Anhieb sympathisch war und mit dem ich gerne auf Verbrecherjagd war und versucht habe, die Spur zu erkennen und dem Täter einen Schritt voraus zu sein.
Währenddessen erfährt man auch ein paar Hintergrundinfos über Rechtsmedizin und Profiler. Da merkt man einfach, dass der Autor vom Fach ist und es ganz anders nochmal beschreiben kann.
Die Auflösung der Geschichte war schlüssig, plausibel und spannend! Insgesamt ein guter Thriller, der für mich einfach mal ein bisschen anders war und aus der Masse hervor sticht. Ich habe ihn gerne gelesen.

Sonntag, 19. März 2017

Hörbuchrezension: "Foxcraft - Die Magie der Füchse" von Inbali Iserles

Isla wächst ziemlich behütet auf, bis sie ihre Familie verliert und sich auf die Suche nach ihrem Bruder macht. Dabei lernt sie mehr über die Füchse und das mehr in ihr steckt, als sie je für möglich hielt. Aber wem kann die kleine Füchsin trauen?

Allgemeine Infos:
Verlag: Argon
Sprecher: Cathlen Gawlich
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: Foxcraft
Erscheinungsdatum: 24.09.2015
Laufzeit: 404 Minuten
ISBN: 9783839841044


Klappentext:
Tief verborgen in den Wäldern leben die Füchse wild und ungezähmt. Sie hüten ihre Geheimnisse und pflegen ihre uralte Magie. Doch eine dunkle Gefahr bedroht ihre Welt!
Von all dem ahnt die junge Füchsin Isla nichts. Sie lebt in Frieden und Sicherheit. Doch dann verliert sie ihre Familie – und gerät mitten hinein in den Kampf um das Reich der Füchse. Wem kann Isla noch trauen? Wer ist Freund, wer Feind?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover passt ziemlich gut zum Inhalt und ich finde es eigentlich ganz ansprechend gemacht. Der Titel gefällt mir ebenfalls recht gut. Doch der Klappentext bleibt verhältnismäßig recht unspezifisch, also ich wusste nicht wirklich, was mich in der Geschichte erwartet.
Ich habe das Buch damals auf der Buchmesse als Leseexemplar bekommen und war recht interessiert an der Geschichte, aber eben auch kaum Erwartungen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte startet relativ ruhig, Isla und ihr Bruder spielen miteinander und man lernt auch direkt ihre restliche Familie kennen. Die Idylle und das Leben scheinen perfekt, bis ihr Bau von anderen bösen Füchsen überfallen und Isla von ihrer Familie getrennt wird und sich ins große Knurren flüchtet.
Ich habe tatsächlich ein paar Kapitel gebraucht, bis ich von der Geschichte her drin war und bis mich das Geschehen gepackt hat und ich gerne mehr erfahren wollte. Doch dann war ich irgendwie gefesselt, denn es gab etwas Neues, von dem Isla selbst noch nichts geahnt hat. Es gibt nämlich die Magie der Füchse und das hat der Geschichte eine Handlung gegeben, zusätzlich zur Suche nach ihrem Bruder, die mich interessiert hat und einen gewissen Reiz ausgeübt hat.
Zwischenzeitlich fehlte mir allerdings irgendwie der Erklärungen dahinter. Warum haben die Füchse den Zugang zur alten Magie und was hat es mit den Alten auf sich. Da bleibt einfach noch einiges unbeantwortet, was vielleicht in den folgenden Teilen noch kommt.
Den Knackpunkt der Geschichte habe ich leider schon vorher irgendwie geahnt, aber Isla war etwas blind dafür, obwohl sie schon ein ungutes Gefühl hatte. Vielleicht zeigt sich an der Stelle aber auch, dass ich weiter denke als die eigentliche Zielgruppe.
Trotzdem habe ich der Geschichte einfach gerne gelauscht und irgendwie war es durch die Sprecherin einfach klasse und interessant. Isla ist mir sehr ans Herz gewachsen, denn sie war so alleine und es gab so viel unbekanntes für sie und sie hat sich so tapfer geschlagen und viel riskiert und Angst gehabt. Einfach eine ganz starke Protagonistin, obwohl sie eigentlich so jung und unerfahren ist.
Ganz lustig fand ich die Beschreibungen der Menschenwelt, die bei Isla das große Knurren heißt und natürlich auch alle anderen Dinge unseres Lebens, die bei den Füchsen bzw den Tieren generell ganz anders und interessant wahrgenommen werden.

Sprecher:
Die Sprecherin hat die Geschichte für mich irgendwie ein bisschen ausgemacht. Als ich zwei drei Kapitel gelesen habe, war es für mich einfach nicht das Gleiche. Sie hat die Geschichte einfach so schön lebendig gemacht und damit hat die Geschichte mich ganz anders begeistert und gefesselt. Anfangs fand ich ihre Stimme ungewöhnlich tief, aber nach einigen Minuten fand ich sie sehr passend und habe ich super gerne zugehört. Sie hat es geschafft, wirklich jedem Charakter eine andere Tonlage zu geben, so dass es einfach interessant zu hören war. 


Fazit:
Dieses Hörbuch lebt von ihrer Sprecherin und von der ganz starken, mutigen Protagonistin Isla! Zudem von der ungewöhnlichen Idee, der Fuchsmagie, auch wenn einem dazu ein paar Infos fehlen warum und weshalb. In manchen Momenten für mich vorhersehbar, habe ich trotzdem mitgefiebert und wollte mehr erfahren. Ich habe mich auf jede Minute dieses Hörbuchs gefreut und werde definitv auch den zweiten Teil hören. Immerhin muss ich einfach wissen, wie es mit Isla weiter geht und ob sie ihren Bruder finden wird.
Ich empfehle diese Geschichte jedem, der sich für eine ungewöhnliche Fuchs-Geschichte mit Magie interessiert. Einfach mal etwas anderes, bei dem man recht schnell mitfiebert! Auch schon ein guter Tipp für lesebegeisterte Kinder ab 10 Jahren, die erste Erfahrungen im Fantasy-Bereich sammeln möchten.