Samstag, 5. März 2016

Hörbuchrezension: "Dustlands - Die Entführung" von Moira Young

Sabas Bruder Lugh wird entführt und sie setzt alles daran, ihn zu finden. Dabei setzt sie ihr Leben aufs Spiel und macht sich auf den Weg zu einer gefährlichen Reise...

Allgemeine Infos:
Verlag:
Der Hörverlag
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Blood red road
Erscheinungsdatum: 27.12.2011
Laufzeit: 430 Minuten
ISBN: 9783844508994


Klappentext:
In einer Welt nach unserer Zeit kämpft eine junge Frau um die Befreiung ihres Zwillingsbruders – und für die Freiheit eines ganzen Landes
Die 18-jährige Saba lebt sehr abgeschieden mit ihrem Vater, ihrem Zwillingsbruder Lugh und ihrer kleinen Schwester Emmi am Silverlake – bis eines Tages vier bewaffnete Reiter ihren Bruder entführen. Saba schwört, Lugh zu finden und zu befreien. Auf ihrem abenteuerlichen Weg lernt sie die Welt jenseits des Silverlake kennen: ein Land, in dem es keine Zivilisation mehr gibt, keine Bücher mehr, keine normalen Verkehrsmittel. Es wird von einem durchgedrehten König beherrscht, der die Bevölkerung mit einer Droge und mit seinen Soldaten, den Tonton, in Schach hält. In Hopetown muss Saba in der Arena kämpfen, aber sie trifft dort auch auf einen Mann, der sie liebt, und findet Freunde, die ihr bei ihrer Suche helfen.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist ganz interessant gestaltet und passt zum Titel und zum Inhalt. Der Klappentext klingt total interessant, so dass ich damals bei dem Gewinnspiel für das Hörbuch einfach mitmachen musste, zu mal mir sogar eine Kollegin von der Reihe erzählt hat.

...Grundidee & Verlauf:
Zu Beginn der Geschichte ist man einfach mitten in Sabas Alltag mit Lugh, ihrem Vater und ihrer kleinen ungeliebten Schwester. Bis plötzlich verschiedene Dinge passieren und Lugh entführt wird. Ab da beginnt die Geschichte, Fahrt aufzunehmen und wird schon mal ziemlich interessant, so dass ich einfach nur weiter hören wollte.
Die Idee ist einfach mal was Neues. Die Geschichte lässt sich gut im Genre Dystopien einordnen, wo man ja eigentlich alles kennt, aber dieses hier ist wirklich mal etwas neues. Glaubt ihr nicht, ist aber wirklich so. Es ist eine Reise, eine Rettung, eine Veränderung, eine neue Welt, wobei die unserer gar nicht so unähnlich ist.
Eigentlich konnte mich direkt gut in Saba reinfühlen, hatte aber auch manche Momente, wo ich ihre Ansichten nicht ganz teilen konnte oder wollte. Aber das ist normal und eigentlich auch gut so. Aber auch die anderen Charaktere fand ich toll. Diese ganz verschiedenen Charaktere die sie auf dem Weg zu Lugh trifft, sind mir mal mehr mal weniger ans Herz gewachsen. Aber sie waren so toll dargestellt und haben die Reise bzw den Weg nicht öde und langweilig werden lassen sondern interessant und abwechslungsreich.
Aber nicht nur die Charaktere haben die Geschichte spannend gemacht sondern auch die verschiedenen Stationen, die Saba auf ihrem Weg durchläuft. Irgendwie war es einfach spannend gemacht und ich wollte die ganze Zeit weiter hören und hatte keinen Punkt, an dem ich dachte, jetzt kannst du es auch gut sein lassen.
Das Ende war natürlich der Höhepunkt und hatte es deswegen noch mal in sich. Aber es war für den ersten Teil ein toller Abschluss und ein so fieses, wenn auch nur halb offenes Ende, dass ich die Reihe auf jeden Fall weiter lesen werde. Denn leider gibt es Band 2 und 3 nicht als Hörbuch, weil es nicht so viele begeisterte Stimmen dazu gab, wie mir der Verlag erzählt hat. Ziemlich schade, aber dann lese ich es eben selbst.

...Schreibstil & Sprecherin:
Laura Maire war mir bisher noch nie begegnet, aber das die Geschichte spannend klang, habe ich sie ausprobiert und sie hat mich einfach nach wenigen Minuten in ihren Bann gezogen. Ihre Stimme war sehr angenehm, zu hören. Ich fand es großartig, wie sie die unterschiedlichen Personen zum Leben erweckt hat. Und auch wie sie die Spannung vermittelt hat, war richtig klasse.
Ganz viel kann ich zum Schreibstil gar nicht sagen, außer dass ich ihn nicht als störend oder komisch empfunden habe, sondern einfach als guten Schreibstil, den ich auch gerne gelesen hätte.

Die Reihe:



Fazit:
Endlich mal eine Geschichte, die mich in all ihren Facetten überzeugen konnte und mich gefesselt hat. Eigentlich hat man ja schon jede Dystopie gelesen, aber diese hier ist komplett anders. Die Charaktere und die verschiedenen Orte machen die Geschichte total spannend und einfach die Idee der Geschichte konnte mich überzeugen. Das ganze wurde von einer tollen Hörbuchsprecherin gesprochen, die mir das Geschehen noch einmal viel näher gebracht hat.
Ich empfehle dieses Hörbuch jedem, der etwas spannendes sucht, der damit leben kann, danach auf das richtige Buch umsteigen zu müssen. Ansonsten ein Lesetipp für jeden Dystopie-Fan oder jeden, der in dieses Genre einsteigen möchte. Einfach mal wieder etwas Neues!

Mittwoch, 2. März 2016

Rezension: "Ein Bild von dir" von Jojo Moyes

Zwei Frauen, ein Jahrhundert auseinander und doch sind ihre Schicksale irgendwie verbunden, nämlich durch ein Gemälde. Und beide müssen etwas opfern, um ihr Glück zu finden...

Allgemeine Infos:
Verlag: Rowohlt
Reihe: nein
Originaltitel: The girl you left behind
Erscheinungsdatum: 23.01.2015
Seitenzahl: 544
ISBN: 9783499269721


Klappentext:
Zwei Paare – getrennt durch ein Jahrhundert, verbunden durch ein Gemälde.
Während um sie herum der Erste Weltkrieg tobt, versucht Sophie stark zu sein – für ihre Familie, für ihren Mann Édouard, der auf Seiten Frankreichs kämpft. Nur ein Gemälde ist ihr geblieben, das sie an ihr gemeinsames Glück erinnert. Ein Porträt, das Édouard einst von ihr malte. Und das ihn jetzt retten soll …
Hundert Jahre später. Liv trauert um ihren Mann David. Vor vier Jahren ist er gestorben, viel zu früh. Livs kostbarster Besitz: ein Gemälde, das er ihr einst schenkte. Der Maler: Édouard. Das Modell: Sophie. Als ihr dieses Gemälde genommen werden soll, ist sie bereit, alles zu opfern. Auch das eigene Glück …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Die Cover von Jojo Moyes finde ich immer relativ schön mit den Scherenschnitten und auch dieses hier ist wieder gut gelungen. Der Titel passt zum Inhalt und der Klappentext klingt interessant. Da ich bisher alle Bücher von Jojo Moyes gelesen habe, war für mich klar, dass ich dieses auch lesen muss, besonders jetzt nachdem ich die Vorgeschichte gelesen habe.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mitten in Sophies Alltag. Frankreich befindet sich im Krieg und ist von den Deutschen besetzt. Man war einfach direkt im Geschehen drin und wollte wissen, wie es weiter geht. Vor allem ab dem Zeitpunkt, an dem das Gemälde das erste Mal aufgetaucht ist. Schließlich war ich total gespannt drauf, wie es später bei Liv gelandet ist.
Die Idee der beiden Frauen und den eigentlich vollkommen verschiedenen Schicksalen, die trotzdem miteinander verbunden sind, fand ich ziemlich interessant und ich war wahnsinnig gespannt darauf, wie es denn miteinander in Verbindung steht. Und vor allem was das Gemälde damit zu tun hat.
Jojo Moyes hat mit diesem Buch mal eine andere Richtung eingeschlagen, nämlich irgendwie die Ansätze einer Familiengeschichte, aber irgendwie auch nicht so ganz. Es war einfach mal etwas anderes von ihr, was mir aber nicht ganz so gut gefallen hat.
Die zwei Handlungsstränge hatten einfach einen ganz anderen Schwerpunkt und der Teil von Sophie hat mir eindeutig besser gefallen. Irgendwie war es viel authentischer und dramatischer. Klar war der von Liv auch gut, aber da konnte ich mich einfach nicht ganz so rein finden bzw mitfühlen, wie es angebracht wäre.
Das Ende war auf der einen Seite ziemlich tragisch und auf der anderen Seite echt schön. Es war einfach ein guter runder Abschluss der beiden verschiedenen Erzählstränge.

...Schreibstil:
Entsprechend der etwas anderen Geschichte war auch der Schreibstil etwas anders. Aber insgesamt wusste ich ja, was mich erwartet auch bedingt durch die Vorgeschichte, und es hat mir eigentlich gefallen.


Fazit:
Nach der Vorgeschichte nun die richtige Geschichte von Liv und Sophie. Der Schreibstil war toll und auch die Art, wie die Geschichte aufgebaut war, hat mir gefallen. Doch irgendwie war es einfach nicht die typische Moyes, wie ich sie vorher gelesen habe. Mit der Geschichte hat sie versucht, eine andere Richtung einzuschlagen, die mir aber eben nicht ganz so gut gefallen hat. Leider fand ich nur einen der beiden Erzählstränge richtig großartig, aber der zweite, der von Liv, konnte mich einfach nicht in seiner Gänze begeistern. Dafür war das Ende ein guter Abschluss, aber auch da konnte mich Sophie mehr überzeugen als Liv.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon "Die Tage in Paris" gelesen hat und der gerne die eigentliche Geschichte von Liv und Sophie erfahren will. Ansonsten ein Tipp für jeden Paris-Fan, der einen schönen Roman sucht.


Samstag, 27. Februar 2016

Rezension: "Die Tage in Paris" von Jojo Moyes

Liv zieht zu ihrem Ehemann, dem Künstler Édouard, nach Paris und lernt ein völlig neues Leben kennen. Liv hat David geheiratet und zusammen machen sie sich auf zu ihrer Hochzeitsreise nach Paris. Doch auch diese Reise hat ihre Schattenseiten...

Allgemeine Infos:
Verlag: Rowohlt
Reihe: nein
Originaltitel: Honeymoon in Paris
Erscheinungsdatum: 23.01.2015
Seitenzahl: 112
ISBN: 9783499267901


Klappentext:
Die romantische Vorgeschichte zu «Ein Bild von dir».
Honeymoon in Paris …
… davon träumen Brautpaare überall auf der Welt. Sophie und Liv leben diesen Traum. Im Paris der Belle Époque verbringt Sophie die ersten Tage an der Seite ihres Mannes, des Malers Édouard Lefèvre. Die Welt, die er ihr, dem Mädchen aus der Provinz, zeigt, ist aufregend und neu. Doch das Leben als Frau eines verarmten Künstlers hat auch seine Schattenseiten.
Über hundert Jahre später begibt sich eine andere Braut auf Hochzeitsreise in die Stadt der Liebe. Hals über Kopf haben Liv und David geheiratet. Doch die Tage in Paris sind nicht ganz so unbeschwert und romantisch, wie Liv sich das erhofft hat. Hat sie gerade den Fehler ihres Lebens begangen? Erst ein Gemälde bringt die Liebenden einander wieder näher …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist toll gemacht und passt super zur Geschichte und zum Titel. Der Klappentext klingt interessant. Da ich bisher alle Bücher von Jojo Moyes gelesen habe, musste ich natürlich auch ihre beiden Paris-Bücher lesen. Was trifft sich da besser, als mit der Vorgeschichte anzufangen.

...Grundidee & Verlauf:
Hier haben wir mal etwas anderes, nämlich die Vorgeschichte zu "Ein Bild von dir", die sozusagen aus zwei Kurzgeschichten bzw zwei Handlungen besteht.
Auf der einen Seite die Geschichte von Sophie und ihrem Mann Édouard, der als Maler tätig ist. Auf der anderen Seite Liv und David, die zusammen in Paris auf Hochzeitsreise sind.
Beide Frauen sollten eigentlich rund um die Uhr glücklich sein, frisch und glücklich verheiratet, wie sie sind. Doch bei beiden trübt etwas ihre Laune, weil ihre Männer ihnen einfach nicht genug Aufmerksamkeit schenken oder keine Zeit haben.
Doch beide Paare finden im Laufe der Zeit wieder zueinander und zwar in gewisser Weise durch ein Gemälde.

...Schreibstil:
Da es nicht mein erstes Buch von Jojo Moyes ist, weiß ich natürlich, was mich beim Schreibstil erwartet, und habe auch gewisse Anforderungen. Glücklicherweise wurden auch genau diese erfüllt. Ich mag ihren Schreibstil und ihre Art und Weise der Wortwahl einfach richtig gerne. Sie trifft genau den richtigen Ton.

Fazit:
Die Vorgeschichte zu "Ein Bild von dir" - kann man lesen, ist aber nicht zwingend notwendig. Vielleicht ganz schön, weil man vorher die Charaktere schon kennt bzw etwas von deren Hintergrund. Obwohl es nur so wenige Seiten waren, gab es Gefühle und Dramatik und so bin ich mit den vieren nach Paris geflohen und war hautnah dabei.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch "Ein Bild von dir" lesen möchte und sich sozusagen vorab schon in die Geschichte finden möchte. Ansonsten eine Empfehlung für jeden, der eine kurze schöne Geschichte sucht, die in Paris spielt.