Mittwoch, 30. September 2015

Rezension: "Lichtblaue Sommernächte" von Emily Bold

Sie bekommt die Diagnose: Hirntumor. Dabei war ihr Leben doch perfekt. Und wie soll sie jetzt Abschied nehmen und alles zurück lassen?

Allgemeine Infos:
Verlag: Ullstein
Reihe: nein
Originaltitel: Lichtblaue Sommernächte
Erscheinungsdatum: 07.08.2015
Seitenzahl: 384
ISBN: 9783548287065


Klappentext:
Lauren war sich so sicher, glücklich zu sein. Zusammen mit ihrem Mann Tim und den beiden Kindern wohnt sie in einem süßen, kleinen Haus in Vermont und will sogar ihr Studium wieder aufnehmen. Bis der Schicksalsschlag kommt: Diagnose Hirntumor. Lauren will kämpfen, will nicht aufgeben, will bleiben. Aber die Krankheit ist stärker. Laurens Zustand verschlechtert sich. Kann es nicht auch eine Lösung sein, wenn sie selbst entscheidet, wann sie das Leben loslassen wird? Aber wie soll sie das ihrer Familie klarmachen? Ihren Eltern und ihren Kindern? Nach und nach begreift Lauren, dass man mit allem seinen Frieden schließen kann.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich eigentlich ganz schön, wenn auch evtl nen Tucken kitschig. Der Titel klingt total schön und der Klappentext verspricht eine schöne, traurige Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Am Anfang der Geschichte begleitet man Tim, wie er eine Geburtstagsgirlande für seine Tochter aufhängt und seine Gedanken dabei immer wieder abschweifen. Und dann macht er sich mit seinen beiden Töchtern auf den Weg, aber man erfährt nicht wohin. Im nächsten Kapitel befinden wir uns ums Lagerfeuer am See mit Lauren ihrer Familie und ihren Freunden und sie lassen die Zeit Revue passieren. Ich war mittendrin in der Geschichte und wollte mich dazu setzen und teilhaben an den Gesprächen und Erinnerungen.
Die Idee ist nicht unbedingt einmalig, aber dabei kommt es ja auch eher auf die Umsetzung als auf die Grundidee an. Und die hat mir wirklich gefallen. Sozusagen ein Prolog und ein Epilog, dann die eigentliche Geschichte abgewechselt mit Rückblenden und kompletten Erinnerungen.
Man ist sozusagen von Anfang an dabei, wie Lauren Tim kennen lernt und wie sich ihr Leben entwickelt. Immer wieder unterbrochen durch die Szenen am Lagerfeuer, wo man die teilweise bedrückte und teilweise fröhliche Stimmung spürt. Man merkt einfach, was dieser Moment für alle Anwesenden bedeutet, und genau das hat mir so gefallen.
Natürlich hat man die ganze Zeit die Vermutung, worauf es hinaus laufen wird. Aber trotzdem hält die Geschichte erstaunlich viele Überraschungen und Wendungen bereit, die man so vielleicht nicht erwartet hätte.
Das Ende hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Es war ein wunderschöner runder Abschluss für diese tolle Geschichte.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir ziemlich gut gefallen. Ich habe mich total in der Geschichte wiedergefunden und konnte mich in die Charaktere und deren Gedanken und Gefühle hineinversetzen. Es ließ sich einfach unglaublich gut lesen, und hat Tränen und Lächeln bei mir hervorgerufen.


Fazit:
Eine sehr gefühlvolle Geschichte, bei der man einfach weinen und träumen und lachen muss! Die Idee ist beinahe wie immer, aber die Umsetzung hat mir unglaublich gut gefallen. Man war so in der Geschichte drin, auch durch den schönen Schreibstil. Das Ende hat einen wunderschönen, runden Abschluss gebildet, bei dem sicherlich kein Auge trocken bleiben wird. Obwohl der Verlauf irgendwie klar ist, gab es dennoch Überraschungen und Wendungen, die man so nicht erwartet hätte.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der Bücher über Tod und Sterben mag, die von der Schönheit des Lebens erzählen und von der Schwierigkeit, Abschied zu nehmen.

Dienstag, 29. September 2015

Rezension: "Nur ein Horizont entfernt" von Lori Nelson Spielman

Sie bekommt zwei Steine und soll einen zurück schicken, als Zeichen, dass sie vergeben hat. Aber an wen schickt sie ihren zweiten Stein und bittet selbst um Vergebung?

Allgemeine Infos:
Verlag: Fischer
Reihe: nein
Originaltitel: Sweet Forgiveness
Erscheinungsdatum: 18.05.2015
Seitenzahl: 368
ISBN: 9783810523952


Klappentext:
Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem Brief beigelegt sind zwei kleine runde Steine und eine Anleitung. Einen Stein soll sie als Zeichen dafür zurücksenden, dass sie ihrer früheren Klassenkameradin vergibt. Den anderen soll sie an jemanden schicken, den sie selbst um Verzeihung bitten möchte. Hannah weiß sofort, wer das sein könnte: ihre Mutter. Aber soll sie wirklich zurück zu den schmerzhaften Ereignissen von damals und die Auseinandersetzung mit dem Menschen suchen, der sie am besten kennt? Denn Hannah hat etwas getan, das das Leben ihrer Mutter für immer verändert hat …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich eigentlich echt schön und passt auch gut zum ersten Roman der Autorin. Der Titel klingt schön und verspricht zusammen mit dem Klappentext eine schöne Geschichte über das Leben und zum Träumen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem Tag, an dem Hannah ihren Brief bekommt oder besser gesagt mit dem Tag, an dem sie ihn wieder aus ihrer Schublade kramt und sich daran erinnert. Immerhin ist es schon eine gewisse Zeit her, dass sie diesen Brief verhielt. Irgendwie hatte ich etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte rein zu kommen, denn es ging viel um Hannahs Alltag und das war mir nicht so zugänglich.
Die Idee mit den Vergebungssteinen und den Briefen fand ich wirklich schön. Jeder hat irgendwem zu vergeben und möchte auch irgendwie, dass einem vergeben wird. Da durch kann sich ein eigenes Leben und das eines Anderen ganz schön verändern. Und genau das zeigt dieses Buch.
Den Anfang fand ich wie gesagt etwas schwierig, weil ich zunächst mit Hannah und ihrem Leben warm werden musste. Aber dann ging es und ich habe mich wohlgefühlt. Leider gab es immer wieder ein paar Abschnitte in der Geschichte, die sich gezogen haben. Aber die eigentliche Geschichte war sehr schön und toll aus dem Leben gegriffen. Es gab Wendungen und Entwicklungen, die mich überzeugen konnten.
Das Ende fand ich ziemlich perfekt vielleicht etwas zu perfekt. Aber es passte toll zum Rest der Geschichte und hat für mich einen tollen Abschluss gebildet.

...Schreibstil:
Anfangs hatte ich mit dem Schreibstil bzw der Geschichte etwas Schwierigkeiten. Aber später habe ich mich damit total wohlgefühlt und es ließ sich ziemlich gut lesen. Man konnte so in die Geschichte eintauchen und wurde nur von einigen Stellen gestört, die sich etwas gezogen haben.


Fazit:
Eine schöne Geschichte, die vollkommen aus dem Leben gegriffen ist. Die Idee fand ich wunderschön und das Ende auch. Leider war der Einstieg etwas schwierig, weil ich etwas brauchte, um mit Hannah warm zu werden. Ansonsten war die Geschichte super aufgebaut und hatte nur wenige Längen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon "Morgen kommt ein neuer Himmel" toll fand. Oder jedem, der ein Buch über Vergebung und das Leben sucht, das zum Nachdenken anregt, aber auch sehr gut unterhält und einen den Alltag entfliehen lässt.

Montag, 28. September 2015

Rezension: "Die Insel" von Richard Laymon

Ein perfides Spiel, auf einer abgelegenen Insel. Was als Unfall beginnt, entpuppt sich als abgekatertes Spiel...

Allgemeine Infos:
Verlag: Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: Island
Erscheinungsdatum: 03.07.2006
Seitenzahl: 576
ISBN: 9783453675117


Klappentext:
Nach der Explosion ihrer Jacht finden sich acht junge Urlauber auf einer einsamen Südseeinsel wieder, weitab von jeder Zivilisation. Was als Abenteuer beginnt – früher oder später wird sie ja bestimmt jemand retten, denken sie –, entwickelt sich jedoch zu einem Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint: als nämlich einer von ihnen auf bestialische Art und Weise ermordet wird und sich herausstellt, dass die Explosion der Jacht kein Unfall war …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist recht passend zum Inhalt gewählt, genau so aussagekräftig wie der Titel. Der Klappentext klingt spannend und auf so eine Geschichte habe ich mich auch gefreut.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer kurzen Einführung, wie es dazu kam, dass sie jetzt auf der Insel sind und wie die derzeitige Situation ist. Das war eigentlich recht interessant vor allem auch wegen der Art Tagebuch-Form.
Die Idee mit dem Unfall und der einsamen Insel und dem Unfall, der doch kein Unfall war, klingt eigentlich total vielversprechend. Alleine durch das Setting baut sich schon eine Spannung auf, vor allem wenn der Mörder mit auf der Insel ist und es kein Entkommen gibt.
Doch leider war das mit der Spannung nicht so. Klar anfangs war es wirklich spannend und generell ziemlich interessant mit der Insel und dem Überleben, was man sich so einfallen lässt. Doch leider ließ die Spannung nach und ich hatte nicht mehr so die Lust weiter zu lesen. Man wusste ja eh, wer es war und wie es verlaufen würde. Doch dann ist es noch dazu ziemlich pervers und abstoßend geworden. Das ist zwar irgendwie so typisch für Laymon, aber das fand ich doch etwas heftig. Das hätte man so wirklich nicht gebraucht und hat auch nicht zur Spannung beigetragen.
Das Ende konnte mich auch nicht wirklich überzeugen. Denn irgendwie hat es mich nicht glücklich gemacht und es war auch kein runder Abschluss. Also schon ein Abschluss, aber nicht zufriedenstellend.

...Schreibstil:
Letztes Mal konnte mich der Autor mit seinem Schreibstil echt überzeugen, einfach total spannend und fesselnd und genau das habe ich dieses Mal auch erwartet. Doch leider war das nicht ganz der Fall. Es fehlte einfach an Spannung.


Fazit:
Leider hat es mich wirklich enttäuscht. Die Idee war wirklich toll und sehr vielversprechend. Aber leider legte sich die Begeisterung, denn es fehlte einfach an Spannung. Außerdem ist es ziemlich widerlich und pervers geworden. Dazu ein nicht zufriedenstellendes Ende. Dabei war die Idee so gut und die Atmosphäre sowie der Schauplatz.