Dienstag, 31. März 2015

Neuzugänge #44

März, der Buchmessemonat, und das merkt man auch an den Neuzugängen. Wobei nicht ganz alles von der Messe ist, aber doch das Meiste.

"Funklerwald" von Stefanie Taschinski
Klappentext:
Du kannst alles schaffen, wenn ein Freund dir die Pfote reicht!

Das Luchsmädchen Lumi lebt schon immer im Funklerwald und kennt jeden Baum und jedes Tier rund um ihren Bau. Der Waschbärenjunge Rus kommt ganz neu in den Wald und sucht dort mit seiner Familie eine Heimat. Als Lumi in eine Felsspalte fällt, hilft Rus ihr aus der Patsche. Aber die anderen Funklerwald-Tiere mögen keine Neulinge. Und sie beschließen: Die Waschbären sollen verschwinden! Lumi und Rus müssen ganz schnell einen Weg finden, damit die Waschbären bleiben dürfen. Und dieser Weg führt sie in die gefährlichsten Regionen des Waldes, zu der weisen Fledermaus Maushardt und dem geheimen Wandelbaum …
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"Gated - Die letzten 12 Tage" von Amy Christine Parker
Klappentext:
Bis vor Kurzem glaubte die siebzehnjährige Lyla, die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, in der sie mit ihrer Familie lebt, bewahre sie vor dem Bösen in der Welt und dem bevorstehenden Weltuntergang. Dann trifft sie Cody, einen Jungen von außerhalb, und stellt fest, dass sie in Wahrheit in einem perfiden Unterdrückungssystem gefangen ist. Doch Lylas Versuch, gegen Pioneer, den ebenso charismatischen wie gefährlichen Führer der Gemeinschaft, zu rebellieren, führt zum Kampf . . .
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"Vielleicht mag ich dich morgen" von Mhairi McFarlane
Klappentext:
Wiedersehen macht nicht immer Freude. Schon gar nicht Anna, die nach 16 Jahren beim Klassentreffen mit genau jenem Typen konfrontiert wird, der ihr damals den Schulalltag zur Hölle machte. Damals, als sie noch die ängstliche, pummelige und so gern gehänselte Aureliana war. Wie wenig sie heute als schöne und begehrenswerte Frau mit dem Mädchen von einst gemein hat, wird klar, als James sie nicht erkennt. Er ist fasziniert von der schönen Unbekannten. Anna kann es kaum glauben und wittert ihre Chance: Endlich kann sie ihm alles heimzahlen. Beide ahnen nicht, wie sehr sie das Leben des anderen noch verändern werden. Nicht heute. Aber vielleicht morgen.
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"Lauren, vermisst" von Sophie McKenzie
Klappentext:
Lauren ist vierzehn – und sie ist adoptiert. Sie möchte mehr über ihre Herkunft erfahren, das Problem ist nur, dass ihre Eltern ihr nichts darüber erzählen. Doch dann stößt sie im Internet auf den Bericht über ein kleines Mädchen, das zwei Monate, bevor Lauren in London adoptiert wurde, als vermisst gemeldet wurde. Die Ähnlichkeit zu den Bildern in Laurens eigenem Fotoalbum ist verblüffend. Kann es sein, dass Lauren als kleines Mädchen entführt wurde?
Von einem Moment auf den anderen fühlt sich Laurens ganzes Leben an wie eine Lüge. Sie möchte mehr über ihre biologische Familie wissen – und sie muss herausfinden, ob ihre Adoptiveltern in die Entführung verstrickt waren. Zusammen mit ihrem besten Freund Jam macht Lauren sich auf die Suche. Doch je näher sie der Wahrheit kommen, desto mehr geraten sie in Gefahr ...
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"Wer weiß, was morgen mit uns ist" von Ann Brashares
Klappentext:
Die 17-jährige Prenna lebt mit ihrer Mutter in New York, seit sie zwölf ist. Doch was vorher war und wo sie herkommt, darf sie niemandem erzählen. Eine Pandemie hat Millionen Opfer gefordert, und zusammen mit wenigen anderen ist es Prenna gelungen, in unsere Gegenwart zu entkommen. Jetzt tun sie alles, um ihre Herkunft geheim zu halten. Deshalb gelten strenge Regeln für Prenna: möglichst kein Kontakt zu den Mitschülern, nicht mehr Worte als nötig. Sich mit einem Jungen aus der Schule zu verabreden, ist selbstverständlich ausgeschlossen. Prenna hält sich daran. Bis zu dem Tag, an dem ihr Ethan Jarves begegnet und sie sich Hals über Kopf verliebt …
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"Elizabeth wird vermisst" von Emma Healey
Klappentext:
Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihnen keiner mehr glaubt? Und Sie nicht mehr sicher sind, ob Sie sich selbst noch glauben können? Genauso ergeht es Maud, die an Alzheimer leidet - und die ihre Freundin vermisst. In diesem faszinierenden Roman machen wir uns gemeinsam mit Maud auf die Suche nach der verschwundenen Elizabeth und erleben dabei hautnah, wie hilflos und verletzlich Maud sich selbst und ihrer Umwelt gegenübersteht. Mit überwältigender Intensität und Emotionalität schafft es die erst 28-jährige Autorin, eine völlig neue Sicht auf Alter und Alzheimer zu eröffnen.
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"24 Stunden 24 Autoren"
Klappentext:
Solch einen Tag hat das Grandhotel am Kurfürstendamm noch nicht erlebt: Ein verschwundener Sportstar, ein Mann stürzt aus dem Fenster zu Tode, eine wilde Schießerei – und das sind nur die offensichtlichen Dramen. Denn es gibt auch noch die Liebespaare mit großen und kleinen Nöten, die Gesellschaften, die sich im Verborgenen treffen, die Footballmannschaft, die das Hotel auf den Kopf stellt, den Interpol-Kongress mit zahlreichen erfahrenen Ermittlern und eine Besucherin aus einer anderen Welt.

„24 Stunden – 24 Autoren“ erzählt Stunde für Stunde dieses Tages. Je eine Stunde wurde von einem Autor geschrieben. Mit seiner Hauptfigur – wohlbekannt aus den eigenen Werken. Dabei wechseln sich die Genres ab: Krimi mit Liebesroman, Fantasy mit Thriller, Science Fiction mit Humor. Jedes Kapitel ist eine kleine Geschichte für sich. Alle zusammen verbindet der roten Faden der großen Frage: Wer steckt hinter den ominösen Ereignissen des Tages?
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"Rock War - Unter Strom" von Robert Muchamore
Klappentext:
Drei Teens. Der Wettkampf ihres Lebens. Es winken Geld, Ruhm, und eine Karriere als Rockstar.

Jay spielt Gitarre und schreibt Songs – doch seine Großfamilie und ein miserabler Drummer verhindern seinen größten Traum: Rockstar zu werden. Summer hat für kaum etwas anderes Zeit, als ihre schwerkranke Großmutter zu pflegen. Doch Summers Stimme ist dazu gemacht, Millionen zu begeistern – wenn ihr Lampenfieber es zulässt. Dylan liebt nichts mehr als das Nichtstun. Erst als der Rugby-Coach seiner Schule droht, ihn auf dem Rasen zu atomisieren, tritt Dylan widerstrebend einer Band bei – und entdeckt sein Talent. Alle drei stehen kurz vor dem größten Wettkampf ihres Lebens. Und sie spielen um alles.
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"Mit uns der Wind" von Bettina Belitz
Klappentext:
Mona kennt ihn nur von den Videos auf YouTube. Es berührt sie tief, wenn er sich mit seinem Power-Kite der Willkür des Windes überlässt. Als sie herausfindet, dass ihr „Drachenreiter“ ein populäres Rockmusikfestival besuchen will, überredet Mona ihren Bruder Manuel, sie dorthin mitzunehmen. Keine Selbstverständlichkeit für Mona, denn sie leidet unter einer seltenen Form von Narkolepsie: Sie schläft bei aufregenden Gefühlen regelmäßig ein. Eigentlich fährt Adrian nur zu dem Festival, weil er endlich bei der schönen Helen landen will. Doch dann läuft ihm dieses zierliche Mädchen mit dem Drachentatoo über den Weg. Ziemlich hübsch die Kleine, aber als sie endlich in seinen Armen liegt, schläft sie plötzlich ein. Wie merkwürdig ist das denn?
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"Die Seiten der Welt" von Kai Meyer
Klappentext:
Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.
Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.
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"Schlusstakt" von Arno Strobel
Klappentext:
Sing um dein Leben!
Für Vicky scheint ein Traum wahr geworden zu sein: Sie hat es bei der neuen Castingshow in die letzte Runde auf einer abgelegenen Südsee-Insel geschafft und hat nun die Chance auf 2 Millionen Euro und einen Plattenvertrag. Aber der Wettbewerb ist nicht nur hart, sondern tödlich. Vickis Mitbewohnerin Carolin wird am Strand gefunden – erschlagen. Wer ist zu so einer Tat fähig? War es einer der Kandidaten, die Carolin in den Fights aus dem Wettbewerb gedrängt hat? Die Anspannung wird zu einem wahren Nervenkrieg, denn der Mörder muss noch auf der Insel sein …
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"Wir wollten nichts. Wir wollten alles" von Glenn Ringtved
Klappentext:
Lässt nicht los: Liebe, die absoluter nicht sein kann. Zwei Leichen werden aus dem Limfjord gezogen: Liam und Louise. Ihre Hände sind mit Handschellen aneinandergekettet. Alle Indizien weisen auf Selbstmord hin. Louises Eltern zerbrechen fast am Tod ihrer Tochter, doch ihr Vater klammert sich daran, die Wahrheit herauszufinden. Als er Louises Tagebuch findet, eröffnet sich ihm das Leben, das seine Tochter und Liam in den vergangenen Monaten geführt haben.
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"Nicht mein Märchen" von E.M. Tippetts
Klappentext:
Stellt euch vor, Robert Pattinson taucht an eurer Haustür auf und will euch mit Eiscreme füttern, aber ihr hattet nie Interesse daran, die Twilight-Filme zu sehen. Eure Mitbewohnerin und jede andere Frau in der Nachbarschaft werden fast ohnmächtig, aber irgendwie fühlt ihr euch zu dem Typen einfach nicht hingezogen.
So ähnlich ergeht es auch Chloe Winters. Gezeichnet von einer schweren Kindheit war sie gezwungen ihr Leben sehr pragmatisch anzugehen, sie schlägt sich als Studentin in Albuquerque durch und gehört nicht zu den Leuten, die an Märchen glauben.
Eines Tages aber kommt Hollywood-Superstar Jason Vanderholt zurück in seine Heimatstadt Albuquerque um dort einen Film zu drehen. Er entschließt sich, bei den Statisten vorbeizuschauen, zu denen auch Chloe gehört. Die sieht in dem Schauspieler, der bei jeder anderen Frau die Knie weich werden lässt, aber nicht gerade ihren Traummann. Sie nimmt nur einen Typen mit einem seltsamen Job und eigener Entourage wahr, der sie zweifellos in fünf Minuten wieder vergessen haben wird.
Aber Jason sieht in ihr mehr als nur ein weiteres hübsches Gesicht. Chloe kommt ihm bekannt vor und er hat eine Menge Fragen an sie, die sie lieber nicht beantworten möchte. Diese ganze Geschichte ist einfach nicht ihr Märchen.
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"Open Minds - Gefährliche Gedanken" von Susan Kaye Quinn
Klappentext:
Wenn jeder Gedanken liest, kann ein Geheimnis eine gefährliche Sache sein.

Die sechzehnjährige Kira Moore ist eine Null, jemand der weder Gedanken lesen, noch von anderen gelesen werden kann. Nullen sind Außenseiter, denen man nicht vertrauen kann, weswegen sie auch keine Chancen bei Raf hat, einem normalen Gedankenleser und ihrem besten Freund, in den sie heimlich verliebt ist. Als sie aus Versehen die Kontrolle über Rafs Verstand übernimmt und ihn dadurch beinahe umbringt, versucht Kira ihre unheimliche, neue Fähigkeit vor ihrer Familie und dem zunehmend misstrauischer werdenden Raf zu verbergen. Aber sie verstrickt sich in ihren Lügen und wird immer tiefer in eine geheime Unterwelt voller Gedankenkontrollierer gezogen. Den Verstand all derer zu kontrollieren, die ihr am Herzen liegen, ist dabei nur eine von vielen gefährlichen Entscheidungen, die noch vor ihr liegen.
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"Eine Handvoll Sommerglück" von Heike Wanner
Klappentext:
Ein Sommer auf der Alm und eine Freundschaft über den Tod hinaus

Der Tod ihrer besten Freundin Alexandra ist für Christine ein Wendepunkt. Kurz entschlossen verlässt sie ihre Familie für einen Sommer und zieht auf eine Alm in den Bergen. Sie hofft auf Ruhe und will ein bisschen zu sich kommen. Doch bald entdeckt sie, dass man erst die Vergangenheit verstehen muss, um die Gegenwart richtig zu genießen …
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"Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich" von Shelly King
Klappentext:
Maggie hat gerade ihren hochdotierten Job in einem kalifornischen Internet-Startup verloren und findet Trost im „Dragonfly Books“, einem verstaubten Antiquariat um die Ecke. Statt auf Jobsuche zu gehen, liest sie eine Schmonzette nach der anderen, freundet sich mit dem schrulligen Besitzer des „Dragonfly“ an und lernt nebenbei den geheimnisvollen Fahrradfreak Rajhit kennen. Ihr bester Freund indessen sorgt sich um Maggies Zukunft und verschafft ihr Zutritt zum Lesezirkel einer wichtigen Managerin von Silicon Valley. D.H. Lawrences "Lady Chatterley" steht auf dem Programm. Als Maggie die uralte Ausgabe bei "Dragonfly Books" aufschlägt, entdeckt sie einen in das Buch gekritzelten Briefwechsel, der sie augenblicklich in ihren Bann zieht. Die leidenschaftlichen Botschaften zwischen zwei unbekannten Liebenden berühren sie zutiefst – und öffnen ungeahnte Türen in ihrem eigenen Leben …
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Montag, 30. März 2015

Rezension: "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers

Ein absolutes Muss für Bücher- & Fantasyliebhaber! Lasst euch entführen nach Buchhaim, wo Literatur nicht nur begeistert, sondern auch gefährlich werden kann.


Allgemeine Infos:
Verlag: Piper
Reihe: Teil 1 von 3 / Teil 4 von 8
Originaltitel: Die Stadt der träumenden Bücher
Erscheinungsdatum: 01.04.2006
Seitenzahl: 476
ISBN: 9783492246880


Klappentext:
Können Bücher wirklich träumen? Bücher können alles, sogar töten!

Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz erbt ein makelloses Manuskript, dessen Geheimnis er ergründen möchte. Die Spur weist nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher … Walter Moers entführt uns in das Zauberreich der Literatur, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Nur wer bereit ist, derartige Risiken in Kauf zu nehmen, möge dem Autor folgen. Allen anderen wünschen wir ein gesundes, aber todlangweiliges Leben!


"Es ist wie beim Schreiben eines Romans: Am Anfang ist alles ganz leicht, die ersten Kapitel schreiben sich mit dem größten Schwung. Aber dann wirst du irgendwann müde, du blickst zurück und siehst, dass du erst die Hälfte hinter dir hast. Du blickst nach vorn und siehst, dass die andere Hälfte noch vor dir liegt. Wenn du dann den Mut verlierst, bist du verloren. Es ist leicht, etwas zu beginnen. Es ist schwer, etwas zu Ende zu bringen." (Seite 436)

"Von den Sternen kommen wir, zu den Sternen gehen wir. Das Leben ist nur eine Reise in die Ferne." (Seite 465)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Die ganzen Bücher und in der Mitte der Buchling mit dem Buch gefallen mir wahnsinnig gut, weil es auch einfach total gut zur Geschichte passt. Ebenso der Titel ist richtig gelungen. Der Klappentext klingt richtig spannend und hat mich schon seit Jahren angesprochen, bis ich es mir endlich gekauft habe.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer Warnung von Hildegunst von Mythenmetz selbst, dieses Buch, seine Geschichte, nicht weiter zu lesen. Er empfiehlt es jedem und freut sich später über jeden, der sich doch traut, seiner Geschichte zu lauschen. Ich war natürlich total gespannt und wollte unbedingt diese Geschichte erfahren, und sehen, was mich da erwartet.
Die Idee ist einfach der Hammer! Bücher, die nicht einfach nur Bücher sind, sondern auch gefährlich sein können. Auf der Suche nach dem Autor, der das perfekte Manuskript geschrieben hat, macht Hildegunst von Mythenmetzt sich auf nach Buchhaim, der Stadt der Bücher.
Das mag für den ein oder anderen jetzt vielleicht nicht so spannend klingen, aber da irrt ihr euch. Die Geschichte braucht zwar so 30-40 Seiten, bis es so richtig los geht, aber dann lässt einen die Geschichte auch nicht mehr los. Ich habe die ganze Zeit nur gedacht, ich möchte weiter lesen, wieder nach Buchhaim und mit Hildegunst die Welt der Literatur entdecken.
Die Geschichte hat einfach so einen Sog und so eine Faszination auf mich ausgeübt. Es ist so viel passiert und immer wieder gab es etwas neues zu entdecken, in dieser Welt voller Literatur und ungewöhnlichen Dingen. Es gab so viel Spannung und irgendwie ist es nie langweilig geworden. Außerdem waren immer mal wieder Zeichnungen von Walter Moers, die die Geschichte einfach noch mal greifbarer gemacht haben.
Das Ende hat mich mitgenommen. Es war total spannend und berührend, ich habe mitgefiebert und geweint. Einfach ein total gelungenes Ende für diese Geschichte. Ich bin gespannt, wie es im zweiten Teil weiter gehen wird und was dort alles tolles passiert.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach der Hammer! Diese ganzen Bilder, die Walter Moers mir in den Kopf gezaubert hat, diese völlig andere Welt, die Bücher, die Wesen, einfach alles. Eine sehr bildhafte und fesselnde Sprache hat mich in diesem Buch erwartet. Man musste einfach weiter lesen, wollte mehr neue Bilder in seinem Kopf.

...Charaktere:
Die Charaktere wurden dank des tollen Schreibstils ganz wunderbar beschrieben. Da man eh tolle Bilder im Kopf hatte von der Umgebung, galt das selbe auch für die Charaktere. Ab und an gab es ja auch mal eine Skizze von Walter Moers und die Gestalt war endgültig in meinem Kopf verankert.
Hildegunst von Mythenmetz macht sich auf, einen grandiosen Autor zu finden, und begibt sich nach Buchhaim. Fasziniert von der völlig anderen Welt voller Literatur, lässt er sich treiben und versucht dem Manuskript Stück für Stück auf die Spur zu kommen. Dabei zeigt er viel Mut und macht einiges durch, aber erlebt auch sehr schöne Situationen.


Fazit:
Ein Hammerbuch! Eigentlich bin ich nicht der Fantasy-Leser, aber dieses Buch konnte mich einfach nur begeistern. Ein sehr bildhafter und fesselnder Schreibstil, eine völlig andere Welt, eine Geschichte, die sich um die Liebe zur Literatur dreht und eine unglaubliche Spannung.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne High-Fantasy liest oder damit anfangen möchte. Hier überwiegt zwar die Fantasy, aber es geht um die Liebe zur Literatur und generell um eine sehr spannende Geschichte, die ich einfach jedem empfehlen kann, der sich irgendwie mit Fantasy anfreunden kann!

Sonntag, 29. März 2015

Rezension: "Die Geschichte von Blue" von Solominica de Winter

Ein starkes Mädchen mit einem Plan, ihre Liebe zu "Der Zauberer von Oz" und ein Junge, der diese Liebe teilt. Sehr beeindruckend und sehr stark!


Allgemeine Infos:
Verlag: Diogenes
Reihe: nein
Originaltitel: Over the rainbow
Erscheinungsdatum: 27.08.2014
Seitenzahl: 277
ISBN: 9783257300291


Klappentext:
Das ist die Geschichte von Blue, die ihren Vater früh verloren hat, deren Mutter in ihrer völlig eigenen Welt lebt und die sich in einen Menschen verliebt, der vom gleichen Buch besessen ist wie sie: dem ›Zauberer von Oz‹. Wie Dorothy im Buch macht sie sich auf, um jenseits des Regenbogens wieder eine Art Zuhause zu finden – und den Mörder ihres Vaters. Eine Suche, die an einen ganz anderen Ort hinführt, als man am Anfang erwartet.


"Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass Leser länger leben. Wenn das stimmte, würde ich so alt werden wie die Sonne. Ich hasse das Leben. Aber ich liebe das Lesen. Dann musste ich mich wohl für alle Zeit mit Atmen herumschlagen, um meine Liebe zu Bücher zu befriedigen." (Seite 96/97)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Normalerweise sprechen mich diese weißen Diogenes-Cover gar nicht an, aber irgendwie finde ich dieses hier ganz schön so mit den Vögeln. Auch wenn ich nicht unbedingt sagen kann, dass es gut zur Geschichte passt. Der Titel hingegen ist gut gewählt und trifft den Nagel einfach auf den Kopf. Der Klappentext ist gut geschrieben und macht neugierig, ohne zu viel zu verraten.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer direkten Einleitung von Blue selbst. Sie schlägt vor, ihre Geschichte am besten von Anfang an zu erzählen und beginnt so gleich mit dem Bericht über die Rückkehr an den Ort ihrer Kindheit zusammen mit Daisy.
Die Idee fand ich irgendwie schön und beeindruckend: Die Geschichte eines traumatisierten Mädchen, das Rache für ihren Vater geschworen hat. Doch dann trifft sie einen Jungen, der die Leidenschaft für das gleiche Buch hat wie sie "Der Zauberer von Oz", und verliebt sich in ihn. Es beginnt eine sehr vorsichtige und niedliche Liebesgeschichte.
Die Verbindung zum Zauberer von Oz fand ich echt super, irgendwie hat es einfach so gut zur Geschichte gepasst. Blue liebt diese Geschichte einfach über alles, nimmt das Buch überall mit hin, einfach weil es ihr so viel bedeutet.
Eigentlich ist die Geschichte sozusagen eine rückblickende Erzählung von Blue, von ihrem Leben und den Erlebnissen, die sie dahin gebracht haben, wo sie sich letztendlich befindet.
Die Geschichte hatte ein unglaublich starkes, sehr überraschendes Ende. Ich kann da jetzt gar nicht so viel zu sagen, ohne zu viel zu verraten. Es hat mich jedenfalls sehr beeindruckt und war ein großer Abschluss.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hatte irgendwie so seinen ganz eigenen Sog. Auch wenn vielleicht nicht ganz so viel passiert ist, musste ich unbedingt weiter lesen und die Seiten sind wirklich nur so dahin geflogen. Ich wollte einfach mehr von Blue und ihrer Geschichte erfahren und irgendwie hat sich eine Spannung aufgebaut, die man erst am Ende so richtig wahrgenommen hat.

...Charaktere:
Blue ist ein sehr starker Charakter. Eigentlich ist sie erst 12 oder 13 Jahre alt, aber das vergisst man ziemlich schnell. Sie hat einfach einen unheimlich starken Willen und ernste Gedanken, wie es in dem Alter eigentlich nicht üblich sind. Sie hat ihren Vater recht früh verloren, weshalb sie mit dem Sprechen aufgehört hat. Das ganze Leben findet in ihrem Kopf oder in ihrem Buch statt. Ich konnte mich unglaublich gut in sie hineinversetzen, einfach weil sie ihre ganze Geschichte so beeindruckend erzählt.
Charlie ist total liebevoll und mitfühlend. Während alle Blue für verrückt halten, weil sie nicht spricht, zeigt er ihr, wie normal sie ist. Er akzeptiert ihre Ängste und ihr Verhalten und verurteilt sie nicht. Ich mochte ihn und seine Art ziemlich gern und wie er mit Blue umgegangen ist.
Die restlichen Charaktere sind eher etwas blass geblieben, außer vielleicht Daisy, über die man auch noch etwas erfahren hat. Aber das war einfach genau das passende Maß, da sich die Geschichte eben hauptsächlich um Blue dreht.


Fazit:
So eine starke Geschichte hätte ich nicht erwartet. Hinter dem Buch steckt deutlich mehr, als der Klappentext erahnen lässt. Es erwartet einen ein sehr starkes Mädchen, eine große Liebe zu "Der Zauberer von Oz" und eine zaghafte, leichte Liebesgeschichte, außerdem ein absolut starkes, beeindruckendes Ende. Ein Buch mit einem großen Sog und erstaunlich viel Spannung.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein beeindruckendes Buch über ein starkes Mädchen lesen möchte, das viel durchmacht und doch irgendwie ihren Weg findet.