Sonntag, 25. Dezember 2016

Kurzrezensionen: "Auf den ersten Blick" von Stephanie Perkins & "Briefe vom Weihnachtsmann" von J.R.R. Tolkien

In diesem Buch finden sich die verschiedensten Kurzgeschichten rund um Liebe zum Jahreswechsel von sehr bekannten Jugendbuchautoren. Hier ist garantiert für jeden was dabei!

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: nein
Originaltitel: Auf den ersten Blick
Erscheinungsdatum: 15.09.2016
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783401601830


Klappentext:
Immer an Silvester sieht Mags ihrem besten Freund Noel dabei zu, wie er ein anderes Mädchen um Mitternacht küsst – doch dieses Jahr soll es anders ablaufen, beschließt sie. Der Junge Shy dagegen wird bei einem Schneesturm eingeschneit und findet unverhofft seine große Liebe hinter der nächsten Wohnungstür. Nachdenklich, verspielt, lustig und überraschend anders: Die zwölf Kurzgeschichten bestechen durch die verschiedenen, humorvollen Schreibstile und bieten eine bunte Mischung aus realistischen und fantastischen Geschichten.

Meine Meinung:
Obwohl ich gar nicht so der Kurzgeschichten-Fan bin, hat mich diese Sammlung einfach angesprochen, denn ich mag Liebesgeschichte und viele der Autoren, die daran beteiligt waren. Also habe ich mich regelmäßig abends damit zurück gezogen und mal die ein oder andere Geschichte gelesen.
Es ist eine tolle Mischung von romantisch-realistisch bis verträumt fantastisch, eben nach den Genre, in dem die jeweiligen Autoren auch zu Hause sind. So ist wirklich für jeden was dabei.
Die meisten haben mir gut bis ziemlich gut gefallen, ich hatte nur so zwei drei, in die ich mich so gar nicht einfinden konnte, aber das ist vollkommen ok. Insgesamt spielen sie alle in der Weihnachtszeit bzw zum Jahreswechsel, weshalb sie mich ganz gut in Stimmung versetzen konnten.
Ich empfehle diese Sammlung jedem, der gerne Kurzgeschichte liest, der die namhaften Autoren mag oder der sich auf die Weihnachtszeit bzw den Jahreswechsel einstimmen möchte.



Wer hätte als Kind nicht gerne jedes Jahr einen Brief vom Weihnachtsmann bekommen mit tollen Geschichten und Bildern vom Nordpol?

Allgemeine Infos:
Verlag: Klett Cotta
Reihe: nein
Originaltitel: Letters from Father Christmas
Erscheinungsdatum: 15.10.2016
Seitenzahl: 192
ISBN: 9783608960365


Klappentext:
Die Briefe vom Weihnachtsmann zeigen den Autor J.R.R. Tolkien von seiner gemütvollsten Seite. Der Familienvater hat diese heiteren, atmosphärisch dichten Geschichten eigens für seine Kinder erfunden. Illustrationen und Briefe sind für Leser jeden Alters und ebenso zum Vorlesen geeignet.
Jedes Jahr im Dezember traf für Tolkiens Kinder ein Umschlag mit einer Briefmarke vom Nordpol ein. Er enthielt einen handgeschriebenen Brief und eine schöne farbig ausgestaltete Zeichnung oder Skizzen.
Die Briefe kamen vom Weihnachtsmann und erzählten wunderbare Geschichten vom Leben am Nordpol: davon, wie sich auf einmal alle Rentiere losgerissen hatten und wild herumsprangen, wie der Polarbär auf die Spitze des Nordpols kletterte, um die Zipfelmütze des Weihnachtsmannes zu holen und schließlich durch das Hausdach vom Weihnachtsmann mitten ins Eßzimmer fiel ...


Meine Meinung:
Das hätte ich mir als Kind auch gewünscht: Briefe und Zeichnungen vom Weihnachtsmann, vom Nordpol und seinen Bewohnern und allem, was da so passiert, die mir mein Vater jedes Jahr in liebevoller Kleinarbeit gestaltet und verschickt hat.
Genau das Tolkien für seine vier Kinder gemacht und in diesem Buch finden sich alle Briefe übersetzt und mit den dazugehörigen Zeichnungen.
Teilweise waren auch die Originalbriefe abgedruckt oder Teile davon, die man jedoch sehr schlecht lesen konnte aufgrund der kleinen Schrift. Das fand ich schon etwas schade, aber dafür waren die Bilder umso schöner und man hatte ja die deutschen Übersetzungen der kompletten Briefe.
Da hat Tolkien sich wirklich was einfallen lassen, wie der Weihnachtsmann am Nordpol wohnt und wer ihm alles hilft und was sie alles so erleben.
Es war einfach schön zu sehen, dass man den Briefen auch angemerkt hat, dass die Kinder älter werden. Denn auch die Briefe werden komplexer, die Geschichten länger und gehen auf die aktuelle politische Situation des zweiten Weltkriegs ein. Das fand ich echt schön gemacht und auch wie er immer noch an die älteren Kinder denkt und sie lieb grüßen lässt.
Ich muss zugeben, dass ich manche Situationen etwas zu überladen fand, da ist mir einfach zu viel auf einmal passiert und ich hatte das Gefühl, dass es ausgedacht war und dass Tolkien wollte, dass was tolles am Nordpol passiert ist. Aber ich denke, dass es für Kinder einfach total klasse ist!
Es war dann schon etwas traurig, als ich den letzten Brief gelesen habe und der Weihnachtsmann sozusagen Abschied von Priscilla genommen hat und meinte, er wartet auf sie, wenn sie selbst mal Kinder hat. Das war so ein schöner magischer Satz!
Insgesamt lohnt sich das Buch für jeden, der sich auf diesen Zauber einlassen möchte und auch einmal Briefe vom Weihnachtsmann lesen möchte, um hautnah beim Weihnachtsmann und am Nordpol sein zu können. Auch ein toller Tipp zum Vorlesen!

Sonntag, 18. Dezember 2016

Hörbuchrezension: "Mein Herz wird dich finden" von Jessi Kirby

Mia hat ihren Freund verloren und ist auf der Suche nach dem Emfänger seines Spenderherzes. Doch dann trifft sie auf Noah und es ist, als wäre all das nie passiert und die Welt vollkommen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Argon
Sprecher: Annina Braunmiller-Jest
Reihe: nein
Originaltitel: Things We Know by Heart
Erscheinungsdatum: 25.02.2016
Laufzeit: 480 Minuten
ISBN: 9783839847190


Klappentext:
Als Mia und Noah sich zum ersten Mal begegnen, spüren beide, dass sie füreinander bestimmt sind. Es ist, als wäre plötzlich alles wieder in Ordnung. Als wäre Mia nicht der traurigste Mensch auf der Welt. Als wäre ihre große Liebe nicht bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Und als hätte sie Noah nicht verschwiegen, dass sie einander nur begegnet sind, weil sie wissen wollte, wer das Spenderherz ihres Freundes bekommen hat. Doch wie glücklich darf sie eigentlich sein? Und wann wird aus Schweigen Verrat?



Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover finde ich super schön, auch wenn es eigentlich recht schlicht ist. Aber es passt zusammen mit dem Titel und dem Klappentext einfach und hat mich damit schon in den Vorschauen total neugierig gemacht, weil es einfach gut und vielversprechend klang. Jetzt bin ich endlich zum Hörbuch gekommen und habe es keine Minute bereut.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog und dem Tag, an dem Mias Freund Jacob um Leben kam. Nur eine kurze Erinnerung, die ihr am 400. Tag nach seinem Tod abermals in den Sinn kommt, so wie auch schon an den vorherigen 399 Tagen. In der Zeit hat sie Briefe an seine Organemfänger geschrieben und auf Antwort gewartet. Heute steht ein weiteres Treffen hat, dann kennt sie jeden außer den Emfänger von Jacobs Herz. Ich mochte den Einstiegt, weil man direkt weiß, was passiert ist und dann auch direkt in Mias Leben drin ist und ihrer Trauer, ihren Gedanken.
Die Idee kling vielleicht für manchen nach einer kitschigen zu dramatischen Liebesgeschichte. Aber so ist es nicht, mich hat sie sofort angesprochen und ich wusste einfach, dass ich es lesen bzw hören muss. Und es war die absolut richtige Entscheidung, denn die Idee konnte mich vollkommen überzeugen.
Die Liebesgeschichte hat mir richtig super gefallen. Denn sie fällt nicht mit der Tür ins Haus, entwickelt sich sehr langsam und anfangs nahezu ruhig, doch dafür umso schöner. Ihre Vorfreude, sich wieder mit Noah zu treffen und die schönen Stellen, die er ihr zeigt.
Auf der anderen Seite haben wir natürlich Mias Gedanken, ihre Bedenken und ihre Trauer um Jacob. Sie vermisst ihn, hat ein schlechtes Gewissen und natürlich auch die Angst, ihn endgültig loszulassen. Das konnte man super nachvollziehen und sich da hineinversetzen, auch wenn ich mir zwei drei Mal dachte, dass sie schon recht naiv ist. Aber das kann man ihr verzeihen, denn wer weiß schon, wie es uns in der Situation gehen würde. Dazu natürlich noch die Tatsache, dass sie Noah etwas wichtiges verschweigt, was ungesagt zwischen ihnen steht und immer schwieriger für Mia wird, ihm das auch zu sagen.
Das Ende hält noch einmal ein paar Überraschungen und Wendungen bereicht und ist ein ganz toller Abschluss für die Geschichte, die mir damit echt gut gefallen hat!

...Schreibstil & Sprecher:
Ohne Absicht hatte ich die Sprecherin gerade erst bei "Miss You" kennen gelernt und war anfangs etwas irritiert, weil mir die Stimme so bekannt vorkam. Gleichzeitig habe ich mich auch echt gefreut, weil ich sie mag und sie für mich auch super zu dieser Geschichte und zu Mia passte.
Der Schreibstil von Jessi Kirby hat sehr gut zur Geschichte gepasst. Sehr emotional und gefühlvoll schildert sie Mias Leben, ihre Gedanken und Gefühle. Damit konnte sie mich einfach berühren und zum Nachdenken bringen. Lies sich sehr gut hören und hätte ich mir auch beim Lesen super vorstellen können. 


Fazit:
Vielleicht war es einfach nur das richtige Hörbuch mit der richtigen Stimme zur richtigen Zeit, aber mich konnte die Geschichte einfach vollkommen begeistern! Eine tolle Grundidee, eine super schöne Liebesgeschichte, ein tragisches Schicksal, tolle Charaktere, eine gute Hörbuchsprecherin und ein angenehmer Schreibstil! Was will man mehr? Einfach eine tolle Mischung und nicht nur eine einfache Liebesgeschichte, bei der man Angst haben muss, dass sie zu kitschig ist, denn es steckt viel mehr dahinter.
Ich empfehle dieses Hörbuch jedem, der eine schöne Liebesgeschichte sucht, die auch einen Hintergrund hat und nicht nur so vor sich hinplätschert. Aber auch ein Tipp für jeden, der sich für das Thema Organspende interessiert und mal eine tolle, durchdachte Geschichte im Jugendbuchbereich dazu sucht.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Lesestatistik November 2016

Der vorletzte Monat des Jahres hielt sehr unterschiedliche Bücher für mich bereit und wird auch leider wohl der letzte Lesemonat bleiben, in dem ich so viel geschafft habe. Denn im Dezember werden es meistens nur wenige Bücher.

gelesene Bücher:
1.)"Teufelsengel" von Monika Feth416 Seiten3 von 5 Wolken
2.)"Als ich erwachte" von Cynthia Swanson432 Seiten3 von 5 Wolken
3.)"Auf Null" von Catharina Junk 592 Seiten4 von 5 Wolken
4.)"Demon Road - Hölle und Highway" von Derek Landy (Hörbuch)480 Seiten2 von 5 Wolken
5.)"Das Mädchen auf den Klippen" von Lucinda Riley464 Seiten3 von 5 Wolken
6.)"Nur ein Tag" von Martin Baltscheit112 Seiten4 von 5 Wolken
7.)"Miss You" von Kate Eberlen (Hörbuch)576 Seiten4 von 5 Wolken
8.)"Das Paket" von Sebastian Fitzek368 Seiten4 von 5 Wolken
9.)"Fremd" von Ursula Poznanski & Arno Strobel400 Seiten3 von 5 Wolken

Damit habe ich im vergangenen Monat 9 Bücher (davon 2 Hörbucher) mit insgesamt 3.840 Seiten gelesen. Das macht in diesem Jahr 91 Bücher mit insgesamt 40.150 Seiten. Insgesamt bin ich zufrieden mit meiner Wahl, auch wenn ich zwischenzeitlich zwei Bücher abgebrochen habe und andere mich nicht so begeistert haben, wie erhofft.

Mein SUB hat einen Stand von 79 Büchern und 29 eBooks. Das ist zwar noch immer über 100, aber im Vergleich zum Oktober konnte ich trotz Neuzugänge meinen SUB abbauen und das ist ja auch schon mal ein guter Weg.
1.)"Das Paket" von Sebastian Fitzekgekauft
2.)"Mein bester letzter Sommer" von Anne FreytagLeseexemplar
3.)"Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" von Lilly LindnerLeseexemplar
4.)"Briefe vom Weihnachtsmann" von J.R.R. Tolkiengekauft

Auch wenn es keine vollen fünf Wolken bekommen hat, war es dennoch am nächsten dran und ist deswegen mein Monatshighlight!

Was war im November so los?
Irgendwie war es so das Übliche, auf der Arbeit ist langsam das Weihnachtsgeschäft angelaufen, was ich deutlich an meiner abendlichen Motivation und Müdigkeit gemerkt habe.
Eigentlich wollte ich wieder regelmäßig schwimmen gehen, aber nach der Arbeit konnte ich mich dazu diesen Monat nicht aufraffen. Deshalb dann im Januar wieder.
Ich bin sogar ein klitzekleines bisschen weiter gekommen beim Häkeln und werde es aber im Dezember beenden, da es ein Weihnachtsgeschenk wird. Danach kann ich eigentlich schon mit dem ersten Geburtstagsgeschenk anfangen.
Mit Freunden habe ich auch wieder so einiges unternommen, von Brunchen bis zu Brettspielen und den ersten Glühwein der Saison trinken, war alles dabei.
Außerdem hatten wir auf der Arbeit unsere Weihnachtsfeier mit mehr oder weniger gutem Essen und interessanten Wichtelgeschenken. Ich erfreue mich jetzt zur dunklen Zeit sehr an meinem großen, tollen, neuen Windlicht :)

Was plane ich für den Dezember?
Na gut der Monat ist jetzt auch schon fast halb rum und die anstrengenden Tage stehen noch bevor. Für den Dezember habe ich eigentlich gar nichts großartig geplant, ich habe mir keine Leseliste zusammen gestellt und möchte einfach nur spontan gucken, wie ich meine Freizeit verbringe. Auf jeden Fall möchte ich mit Freunden über den Weihnachtsmarkt und Silvester ist auch schon geplant.
Alles andere gucke ich, worauf ich Lust habe, wofür Zeit ist und wie viel ich dabei lesen werde.