Mittwoch, 9. April 2014

Rezension: "The Dead & The Gone" von Susan Beth Pfeffer

Allgemeine Infos:
Verlag:
Graphia
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: The Dead & The Gone
Erscheinungsdatum: 18.01.2010
Seitenzahl: 308
ISBN: 9780547258553


Klappentext:
Ob es jemals wieder so wird wie früher? Täglich stellt sich Alex diese Frage. Denn seit der Mond aus seiner Umlaufbahn verschoben wurde, geht es im New Yorker Alltag ums nackte Überleben. In den Fenstern der Hochhäuser brennt kein Licht mehr; kaputte Autos verstopfen die Kreuzungen; Plünderer ziehen durch die Straßen auf der Suche nach den letzten Lebensmitteln. New York ist eine Insel der Armen geworden - wer konnte, hat die Stadt längst verlassen. Verzweifelt kümmert sich Alex um seine Schwestern Briana und Julie. Doch eine Frage wagt er nicht zu stellen: Was, wenn ihre Eltern nicht nur vermisst sind, sondern Schlimmeres passiert ist?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich sehr gut gelungen, es passt zum Inhalt und vermittelt eine düstere Stimmung. Auch der Titel ist sehr gut gewählt. Ebenso der Klappentext passt sehr gut, verrät aber vielleicht schon etwas zu viel.
Das Buch ist unterteilt in mehrere Kapitel und diese wiederum in die einzelnen Tage.

...Grundidee & Verlauf:
Die Idee gefällt mir wirklich gut! Der Mond wird von einem Asteroiten getroffen und gelangt aus seiner Umlaufbahn, wo durch es zu gewaltigen Naturkatastrophen kommt, die auch vor New York City nicht Halt machen. Alex muss ums Überleben kämpfen, aber nicht nur für sich sondern auch für seine Schwestern Bri und Julie.
Die Idee lässt viel Spannung versprechen und die gibt es auch. Ich war sehr gefesselt von der Geschichte und musste weiter lesen, jedoch gab es auch manche Stellen, die sich etwas gezogen bzw wiederholt haben. Das fand ich beim Lesen etwas störend, passte aber eigentlich zu der Geschichte.
Die Geschichte hat mit dem ersten Teil nicht wirklich etwas zu tun, sondern ist mehr eine andere Sichtweise auf die Katastrophe, die sehr realistisch dargestellt wird mit all ihren Problemen und den Ängsten und Hoffnungen der Charaktere.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, so dass sich das Buch gut lesen lässt. Dennoch kommt Spannung auf und man möchte es nicht mehr beiseite legen, bis auf ein paar Wiederholungen.
Die Autorin schafft es, die Situation von Alex und seinen Schwestern so unglaublich authentisch und real darzustellen, dass ich beim Lesen manchmal wirklich Gänsehaut hatte. Außerdem konnte sie mich emotional sehr gut berühren und an manchen Stellen musste ich einfach weinen, weil es so traurig oder auch schön war und ich mich einfach so für die drei gefreut habe.

...Charaktere:
Alex, Bri und Julie, Kevin... Alex ist ein wirklich starker Junge, der sich für seine Schwestern aufopfert und alles tut, damit sie überleben. Er entwickelt sich im Laufe des Buches, was mir sehr gut gefallen hat und sehr authentisch dargestellt war. Das Gleiche gilt aber auch für Julie, trotz ihres jungen Alters wird sie sehr schnell erwachsen und lernt, worauf es ankommt. Bri hingegen bleibt eher etwas naiv, aber auch das fand ich toll!
Kevin ist einfach nur ein toller Kerl, er hilft Alex und unterstützt ihn und die Schwester und will nichts dafür zurück.


Weitere Teile:
1.) Life as we knew it
2.) The dead & the gone
3.) This world we live in


Fazit:
Eine gelungene Dystopie und ein toller zweiter Teil! Die Autorin schafft es, diese ausweglose Katastrophe und die Situation von Alex und seinen Schwestern so toll und authentisch zu schildern!
Leider gab es im Spannungsbereich jedoch Durchhänger, wo die Geschichte dann so vor sich hinplätscherte.
Dennoch empfehle ich dieses Buch jedem, der eine tolle Dystopie sucht, die einen emotional berührt und durch tolle starke Charaktere überzeugt!

Montag, 7. April 2014

Wochenrückblick KW 14 #7

Eine beinahe-Urlaubs-Woche ging zu Ende :)

Gelesen

Diese beiden Bücher haben mich letzte Woche begleitet:
Hier habe ich euch wieder die Rezensionen verlinkt, auch wenn es die zu "The dead & the gone" erst morgen gibt. 

"Ein Tag im März" habe ich zusammen mit meiner lieben Rosa gelesen, was wirklich schön war. Aber auch das Buch war einfach wunderschön und so bewegend. Es bekommt einfach eine Leseempfehlung nein eine Lesepflicht für jeden!
"The dead & the gone" war das einzige englische Buch auf meinem SUB und irgendwie hatte ich da letzte Woche Lust drauf. Es konnte mich wirklich fesseln und begeistern, hatte aber leider auch ein paar Durchhänger. Für Dystopiefans bekommt es jedenfalls eine Leseempfehlung!

Angefangen

Wie schon in der Lesestatistik erwähnt, nehme ich an der Leserunde zu diesem Buch teil, was ich dann morgen beginnen werde.
Kennt ihr das Buch? Habt ihr es schon gelesen oder wollt ihr es noch? Und wenn ja, wie fandet ihr es so?

Erlebt

Die Woche kam mir wirklich vor, wie eine beinahe-Urlaubs-Woche, da ich nur Dienstag und Donnerstag gearbeitet habe, was wirklich selten wenig ist. 
An den freien Tagen habe ich vergeblich versucht, den Rasenmäher in Gang zu bringen, aber irgendwie scheint die Technik kaputt zu sein, weswegen ich mir andere Gartenarbeiten gesucht habe. 
Mittwoch war dann die allerletzte Tanzstunde mit meinem Kurs und dem tollen Tanzlehrer. Das hat mich schon traurig gemacht, aber die Nachricht, dass mein eigentlicher Tanzpartner nun doch weitertanzt, hat mich doch wieder etwas glücklicher gemacht.
Womit wir dann auch direkt bei meinem Bronzediplom wären. Ich hatte ja erzählt, dass ich mit einem Alternativtanzpartner tanzen muss, der aber so im Nachhinein gesehen gar nicht so schlecht war. Er konnte ganz gut führen, hat aber auch ein paar Fehler gemacht, weshalb wir die Aufgaben nur erfüllt und nicht optimal erfüllt haben. Aber das ist eben so und eigentlich doch recht gut, dafür dass wir vorher nur einmal zusammen getanzt haben. Und nun bin ich offiziell im Sonntagskurs mit ziemlich seltsamen Leuten.
Außerdem habe ich endlich die Motivation gefunden, meinen Kleiderschrank auszumisten. Es ist doch mehr zusammen gekommen als erwartet, was die Woche noch weggebracht wird. Aber nun ist wieder mehr Platz im Schrank und die Übersicht, was ich überhaupt besitze^^

Sonntag, 6. April 2014

Rezension: "Ein Tag im März" von Jessica Thompson

Allgemeine Infos:
Verlag:
Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Three little words
Erscheinungsdatum: 22.11.2013
Seitenzahl: 427
ISBN: 9783404169252


Klappentext:
Adam ist jedes Mal nervös, wenn er die schöne Unbekannte an Tisch zehn bedienen muss. Die junge Frau kommt täglich in sein Café, bestellt einen koffeinfreien Latte mit einem Stück Zucker, sitzt stundenlang dort und sieht mit unfassbarer Traurigkeit zu, wie die Welt an ihr vorbeizieht. Was Adam nicht weiß: Bryony hat einen schlimmen Verlust erlitten, denn sie hat Max, den Menschen, den sie am meisten liebte, durch einen tragischen Unfall verloren. Ein einziger Augenblick an einem milden Frühlingsabend im März hat ihr Leben für immer verändert. Um ins Leben zurückzufinden, braucht sie die Kraft, verzeihen zu können – und die Liebe eines Menschen ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich total schön mit den einzelnen kleinen Sachen, auch wenn es so abstrakt ist, passt es irgendwie zum Inhalt. Auch der Titel trifft den Nagel auf den Kopf und ist ziemlich gut gewählt, wenn auch eher neutral gehalten. Den englischen Titel finde ich aber eigentlich viel passender! So wie Cover und Titel mag ich auch den Klappentext sehr gern.
Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, die mit einem Satz aus dem Kapitel tituliert sind sowie Ort und Zeitangabe.

...Grundidee & Verlauf:
Von der Idee bin ich einfach nur total begeistert! Was ich anfangs nicht ganz verstanden hatte, wurde später zu einem großen Ganzen!
Bryony verliert ihren Freund Max bei einem tragischen Unfall an einem Tag im März. Seit dem geht sie öfters ins Cafè, wo Adam arbeitet. Er weiß nicht, warum sie immer dort ist und was in ihrem Leben los ist...
Aber nicht nur Bryonys Leben hat sich an diesem Tag im März verändert, sondern auch das von ein paar anderen Personen.
Anfangs war mir überhaupt nicht klar, was es mit denen auf sich hatte, irgendwann kam mir jedoch ein kleiner Verdacht. Aber es ist alles viel komplexer, als ich zu jenem Zeitpunkt annahm. Es geht um so viel mehr, nämlich um Vergebung und Verzeihen!
Es gab einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, die mich schockiert haben, mich zum Weinen brachten aber auch zum Lachen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist nicht unbedingt außergewöhnlich, aber er passt zum Buch und hat mir gefallen. Die Autorin schafft es, so viel zu verraten, dass man unbedingt weiter lesen möchte, aber auch nicht zu viel, dass es plötzlich langweilig wäre.
Die ganze Zeit hat sie den roten Faden in der Geschichte verwoben, wo einem vieles erst im Nachhinein wirklich bewusst wird.
Jedes Kapitel beginnt mit einer neuen Perspektive. Was ich anfangs etwas seltsam fand, war nachher so unglaublich passend und perfekt.

...Charaktere:
Bryony und Max, Adam, Sara und Tom, Rachel und Rita, Lisa, Keon und Tynice, Eddie..
Auch wenn es vielleicht viele Personen sind, die auch fast alle ihre eigene Perspektive haben, ist es keineswegs zu viel! Jede Person ist so authentisch und mit Liebe zum Detail dargestellt, als wäre jede die Hauptperson und irgendwie sind sie auch alle wichtig. Anfangs konnte ich mit so einigen nichts wirklich anfangen und habe mich gewundert, was sie denn da zu suchen haben. Aber nach und nach ergibt alles Sinn und wird ein großes Ganzes, das begeistert!
Besonders gefallen hat mir die Entwicklung jedes Einzelnen im Laufe der Geschichte.


Zitate:
"Einige unserer Entscheidungen durchleben wir nicht nur einmal, sondern tausendmal, und erinnern uns an sie füt den Rest unseres Lebens." (S. 385)

"Vergeben heißt, einen Gefangenen freizulassen, nur um zu entdecken, dass man selbst der Gefangene war. -Lewis B. Smedes " (S. 427)


Fazit:
Ich kann meine Begeisterung nur schwer in Worte fassen und ich habe Angst, diesem Buch nicht gerecht zu werden. Es ist ein wundervolles Buch über Vergebung und das Leben, was wirklich zählt und wie ein Ereignis uns verändern kann.
Auch wenn ich anfangs etwas komplett anderes erwartet hätte, konnte es mich mit seiner etwas 'anderen' Geschichte restlos begeistern. Es hat mich zum Nachdenken gebracht, aber auch zum Hoffen, Lachen und Weinen.
Ich empfehle dieses Buch einfach jedem, weil es so wundervoll ist, nicht nur von der Idee sondern vor allem von der Umsetzung. Auch nach Tagen beschäftigt es mich immer noch, weil es einfach so anders ist!