Montag, 21. August 2017

Rezension: "Die wahren Märchen meines Lebens" von Barbara Fiorio

Das kann passieren, wenn man einem fremden Mädchen plötzlich die wahren Märchen zum Einschlafen erzählt. Es kann dich und das Mädchen verändern!

Allgemeine Infos:
Verlag: Hoffmann und Campe / Atlantik
Reihe: nein
Originaltitel: Qualcosa di vero
Erscheinungsdatum: 16.05.2017
Seitenzahl: 320
ISBN: 9783455000924


Klappentext:
Giulia ist 40, eine abgebrühte Werbetexterin, die sich für Kinder allenfalls als Gummibärchen-Zielgruppe interessiert. Aber dann stolpert sie eines Nachts beschickert über ihr neunjähriges Nachbarskind Rebecca, das im Nachthemd vor ihrer Wohnungstür kauert. Das Mädchen bittet die Frau um ein Märchen, und nichts ist mehr, wie es vorher war ...


Mein Lesegrund:
Dieses Buch habe ich damals tatsächlich nur auf eine Empfehlung einer lieben Stammkundin von uns gekauft. Sie brachte den Titel mit, ich habe es mir angeguckt und war irgendwie direkt verzaubert. Also für den Laden bestellt und prompt für meinen eigenen SuB gekauft und nun für SuB den Sommer gelesen.


Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte startet tatsächlich mehr oder weniger mit der Szene aus dem Klappentext: Guilia kommt betrunken nach Hause und vor ihrer Wohnungstür steht ein kleines Nachbarmädchen. Sie gewährt ihm eine Nacht auf ihrem Sofa, obwohl sie eigentlich mit Kindern nicht viel anfangen kann. Und Rebecca kommt von nun an jeden Abend wieder und möchte ein Märchen von Guilia hören: Denn nur sie erzählt ihr die wahren Märchen, die die Erwachsen normalerweise nicht erzählen.
Die Idee klang total interessant und schön und ich war gespannt, was noch hinter der Geschichte stecken würde. Und das konnte mich ebenfalls begeistern. Ich mochte die beiden Protagonistinnen wirklich gerne. Sehr unterschiedlich, aber gerade Rebecca ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Vor allem weil ich ja auch ihre Sicht kannte.
Aber es geht eben nicht nur um die wahren Märchen, die ich teilweise so auch noch nicht kannte. Durch die Märchen verändert Guilia Stückchen für Stückchen Rebeccas Leben, ohne es zu merken, und nimmt einen wichtigen Platz ein. Es ist auch einfach schön zu sehen, wie sich vor allem Rebecca immer mehr verändert.
Irgendwie hat die Geschichte mich einfach beeindruckt und berührt. Ich habe zwischenzeitlich wirklich die gemeinen Schulkinder verflucht, mit denen es Rebecca zu tun hat. Oder eben auch mit Guilia und ihrer Liebe mit gelitten und ihr heimlich in den Hintern getreten. Doch dann bekam das Buch zusätzlich noch einen ernsten Anstrich zum Ende hin, den ich gut eingebaut fand und der nicht ohne war, aber eben gut in die gesamte Geschichte passte.
Das Ende war irgendwie schade und schön zugleich. Ein guter Abschluss der Geschichte, aber irgendwie auch etwas traurig.

...Schreibstil:
Die Geschichte wird abwechselnd aus Guilias Sicht als auch aus Rebeccas Sicht erzählt. Das hat sich ziemlich gut ergänzt und einem einen sehr umfassenden Blick auf die Beiden gegeben. Denn gerade Rebecca versteckt sehr vieles, über das sie selbst mit Guilia erst sehr spät redet. 

Fazit:
Die Bewertung dieser Geschichte fällt mir etwas schwer. Es war super schön, so nah am Leben, realistisch und märchenhaft. Ich habe es echt gerne gelesen, mochte die Protagonistinnen und ihre Entwicklungen. Die Erzählweise fand ich toll und einfach das Verhältnis von Guilia und Rebecca hat mir gefallen. Es war einfach eine echt schöne Geschichte, die trotzdem keine fünf Wolken bekommt, weil mir dafür noch ein bisschen was gefehlt hat.
Trotzdem eine Leseempfehlung für diesen besonderen Roman, der die wahren Märchen erzählt und wie diese zwei Personen und deren Leben verändern können.

1 Kommentar:

  1. Ganz tolle und ausführliche Rezi <3 Das Buch hört sich auf jeden fall vielversprechend an, ich habs gleich mal auf die WuLi gepackt, danke für den tollen Tipp <3

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