Samstag, 1. Juli 2017

Kurzrezension: "Todeswächter" von Veit Etzold

Ein neuer Fall für Clara Vidalis, doch dieses Mal scheint es mehr als einen Täter zu geben...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Teil 3 von ?
Originaltitel: Todeswächter
Erscheinungsdatum: 15.08.2014
Seitenzahl: 445
ISBN: 9783404169917


Klappentext:
Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, steht vor dem bislang rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Eine Serie grausamer Morde erschüttert die Hauptstadt. Zwischen den Opfern gibt es keine Verbindung – außer der Handschrift des Täters: Die Leichen wurden nach ihrem Tod auffällig in Szene gesetzt, in ihren Mundhöhlen findet die Polizei antike Münzen. Doch das Merkwürdigste: Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass der Täter sich über einen längeren Zeitraum bei seinen Opfern aufgehalten hat. Allerdings ist die an den Tatorten sichergestellte DNA jedes Mal eine andere. Sind hier womöglich mehrere Mörder am Werk?

Meine Meinung:
Dieser Fall ist wirklich mal ganz anders aufgebaut, als die vorherigen Fälle von Clara und ihrem Team, bei denen ich sie schon begleitet habe. Denn ihnen fehlt zunächst eine eindeutige Spur, doch dann beginnt eine rasante, interessante Jagd.
Dieses Mal tauchen wir etwas tiefer ein in die griechische Mythologie, genauer in die Sage rund um den Totenfluss und den Fährmann und andere Geschichte, die sich um dieses Thema ranken. Das fand ich schon ziemlich interessant, vom Thema her und wie es mit dem aktuellen Fall zusammenhängt.
Die zwei Perspektiven haben mir gut gefallen, einmal aus Claras Sicht und einmal von einem kleinen Jungen, den wir zunächst nicht genauer kennen. Seine Geschichte schreitet zeitlich viel schneller voran und hat mich berührt. Einfach keine leichte Kindheit und ein schweres Schicksal, was jemanden lange prägt.
Irgendwann hatte ich auch schon meine erste Vermutung, aber glaubt mir, die war nicht ganz richtig und das Buch konnte mich noch einmal richtig überraschen. Ich hatte den entscheidenden Einfall nur wenige Seiten vor Clara selbst und dann ging hatte die Geschichte nochmal ein rasantes Tempo.
Das Ende war mal definitiv anders, berührender und irgendwie trotzdem grausam, aber vor allem rund und schlüssig! Aber auch vom Fall her war es schon recht raffiniert, aber nichts für schwache Nerven.
Insgesamt tanzt dieser Fall von Clara Vidalis etwas aus der Reihe der zwei vorherigen Fälle. Dennoch hat er mir spannende, rasante Lesestunden beschert. Gut gemacht, interessant und irgendwie anders.

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