Donnerstag, 3. September 2015

Rezension: "Zwei an einem Tag" von David Nicholls

Nach ihrer Abschlussfeier haben sie sich kennen gelernt und die Nacht zusammen durchgemacht. Wo werden sie in einem Jahr stehen oder gar in vierzig? Werden sie sich wiedersehen?

Allgemeine Infos:
Verlag: Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: One day
Erscheinungsdatum: 14.03.2011
Seitenzahl: 544
ISBN: 9783453811843


Klappentext:
»Gerade stelle ich mir dich mit 40 vor!« Es ist der 15. Juli 1988, und Emma und Dexter, beide zwanzig, haben sich gerade bei der Abschlussfeier kennengelernt und die Nacht zusammen durchgemacht. Am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden Sie an genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in den zwanzig darauffolgenden Jahren? Werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können, weiterhin immer gerade knapp verpassen?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover gefällt mir jetzt nicht ganz so gut, auch wenn ich Scherenschnitte normalerweise mag. Dafür gefällt mir der Titel ziemlich gut und ist echt passend gewählt. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, immerhin denkt man manchmal auch so drüber nach.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt direkt mit dem Abend nach der Abschlussfeier, als die Beiden das erste Mal längere Zeit miteinander verbringen. Das erste Kapitel hat mich total gefesselt, einfach der Dialog zwischen den Beiden und das Miteinander haben mich total fasziniert und ich habe mich richtig auf die Geschichte gefreut. Dann kam das zweite Kapitel und ich wurde enttäuscht. Die Beiden sind getrennt voneinander und es gibt nur das Leben des Einzelnen, aber kein Miteinander wie vorher und das fand ich etwas ernüchtern.
Die Idee an sich fand ich wirklich gut. Es geht immer um den 15. Juli, an dem das Leben von Dexter und Emma dargestellt wird, was sich verändert hat und wie es ihnen geht. Pro Kapitel ein Jahr, was sie teilweise sehr lang gemacht hat.
Ich habe sozusagen sehnsüchtig auf die Kapitel oder Situationen gewartet, in den Dex und Em wieder zusammen sind und man das Miteinander lesen kann. Doch da musste man teilweise lange drauf warten. Es ist ja nicht so, dass ich das Einzelne nicht gut fand, aber teilweise hat es sich etwas gezogen. Irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt, dass sie sich jedes Jahr treffen, aber dem war nicht so, was auch irgendwie unrealistisch war, aber das war meine Vorstellung der Geschichte.
Es gab Wendungen in der Geschichte, mit denen ich nicht gerechnet hätte, so beispielsweise kurz vor Ende. Das hat mich wirklich geschockt und noch einmal ein ganz anderes Licht auf die Geschichte geworfen und alles noch einmal anders dargestellt, was mir gut gefallen hat. Das klingt jetzt böse, aber endlich passierte etwas.
Was ich von dem Ende halten soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau.

...Schreibstil:
Der Autor hat es gut geschafft, das Leben der Beiden darzustellen. Man konnte es gut lesen, auch wenn es sich etwas gezogen hat. Am besten haben mir die Szenen gefallen, wo Dex und Em aufeinander trafen, sich unterhalten haben, einfach Zeit miteinander verbracht haben. Das war so schön und zauberhaft beschrieben, dass ich einfach mehr davon wollte.

...Charaktere:
Die Darstellung von Emma und Dexter hat mir toll gefallen. Sie wirken total gegensätzlich und doch fühlen sie sich zueinander hingezogen und passen ganz wunderbar zusammen.
Dexter führt ein Leben voller Frauen, Drogen, Alkohol, einfach allem Negativen. Irgendwie war er manchmal deswegen sogar unsympathisch und irgendwie auch nicht. Lässt sich schwer einordnen.
Emma hingegen versucht mit ihrem Beruf Fuß zu fassen, sattelt noch mal um, verliebt sich, trennt sich, aber alles irgendwie geregelter und positiver als Dexter.
Trotzdem verlieren sie nie den Kontakt zueinander und kommen über alle Streitigkeiten hinweg und finden zueinander.


Fazit:
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, immerhin liebe ich Liebesgeschichten. Aber hier wollte die Begeisterung nicht so richtig überspringen. Ich hatte es mir vielleicht etwas anders vorgestellt, mehr miteinander und weniger Geschichte von den Beiden jeweils alleine. Zwischendrin konnte es mich dafür immer wieder total begeistern, wenn die Beiden zusammen waren. Aber leider war das Dazwischen nicht ganz meins. Dabei waren Dexter und Emma unglaublich gut dargestellt, ich hatte genau Bilder im Kopf und konnte es mir einfach so gut vorstellen.
Trotzdem empfehle ich dieses Buch jedem, der eine schöne Liebesgeschichte sucht, oder einfach ein Buch über eine langjährige Freundschaft.

1 Kommentar:

  1. Oh schade! "Zwei an einem Tag" ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher! Ich liebe diese Geschichte einfach! Aber so ist das einfach...Geschmäcker sind eben verschieden - Gott sei Dank, sag ich trotzdem! ;)
    Liebe Grüße
    Martina

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