Sonntag, 7. Dezember 2014

Rezension: "Nachtprinzessin" von Sabine Thiesler

Allgemeine Infos:
Verlag:
Heyne
Reihe: Teil 5 von 7
Originaltitel: Nachtprinzessin
Erscheinungsdatum: 11.03.2013
Seitenzahl: 575
ISBN: 9783453435247


Klappentext:
Das Todesurteil heißt: Ich liebe dich

»Er hatte nicht mehr viel Zeit. Seine Gedanken wirbelten in Panik durcheinander. Wenn er keinen Ausweg fand, war er in ein paar Minuten tot. Sein Mörder flüsterte: "Ich liebe dich", während er ihm die tränenfeuchten Augen küsste und den Schal fester zuzog. "Ich bin es. Deine Prinzessin, deine Principessa. Vergiss das nie."« Eine Mordserie versetzt Berlin in Angst und Schrecken. Ein perfider Mörder, der sich selbst als »Prinzessin« bezeichnet, sucht sich seine Opfer auf den nächtlichen Straßen und erdrosselt sie beim Liebesspiel.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich eigentlich recht schön, auch wenn es nicht so richtig zum Inhalt passt. Den Titel finde ich sehr gut gewählt und trifft den Nagel auf den Kopf. Der Klappentext ist gut gemacht und verrät nicht zu viel, sondern macht neugierig auf das Buch.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer Szene auf einem Schiff, in der ein Mann jemanden über Bord wirft, weil er sich gestört fühlt. Danach war ich gut in der Geschichte drin und gespannt, wie es weiter geht und was es mit dem Prolog auf sich hat.
Die Idee finde ich eigentlich ganz interessant, von einem Serienmörder, der seine Opfer, die er liebt tötet. Einfach mal was anderes, weil er schwul ist. Doch leider war es nicht all zu spannend.
Generell wirkte das Buch für mich mehr so wie die Erzählung des Lebens unseres Protagonisten. Sein Alltag und seine Erlebnisse wurden lang und breit geschildert, und teilweise hat es sich wirklich gezogen.
Es ist einfach keine wirkliche Spannung aufgekommen. Auch nicht durch die Perspektivwechsel, die ich relativ verwirrend fand. Man brauchte immer einen Moment, um sich wieder zu finden, wer das gerade ist und wie der noch mal mit den anderen zusammen hing.
Das Ende war mir einfach zu glatt. Es gab keinerlei Widerstand und alles verlief zu perfekt und zu langweilig irgendwie. Warum das Ganze, wenn es dann so zu Ende geht. Das hat mich doch wirklich enttäuscht.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war für mich nichts besonders. Es gab nicht viel Spannung oder generell fesselnde Stellen. Er konnte mich einfach nicht so vom Hocker hauen.

...Charaktere:
Matthias war für mich eine unheimlich unsympathische Person. So was von arrogant und selbstgefällig. Ich konnte mich einfach nicht wirklich mit ihm anfreunden. Seine Handlungen und Gedanken waren für mich nicht gut nachvollziehbar, aber dennoch hatte er ab und an mal einen netten Moment.
Der Rest blieb recht blass, da es einfach ziemlich viele Personen waren. Einzig Alex stach noch etwas hervor. Irgendwie war er bemitleidenswert, aber auf der anderen Seiten auch ziemlich seltsam.


Fazit:
Ein seltsames Buch und für mich weit entfernt von einem spannenden Thriller. Es fehlt einfach die Spannung, die vielen Personen haben mich verwirrt, und mit dem Hauptcharakter bin ich absolut nicht warm geworden. So ein widerlicher Mensch. Einzig interessant war die Idee, mal etwas anderes, auch mit dem Thema Homosexualität. Außerdem war das Ende ziemlich seltsam und konnte mich nicht zufrieden stellen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen Thriller, mit ganz wenig Spannung sucht, in dem es mal um eine etwas andere Idee geht, nämlich Homosexualität, und einen unsympathischen Protagonisten.

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