Donnerstag, 26. Dezember 2013

Rezension: "Wo die Liebe tötet" von Jennifer Shaw Wolf

Klappentext:
Die Nacht, in der ihr Freund Trip starb, ist für Allie wie ausgelöscht. Alles, was ihr geblieben ist, sind Narben, als ständige Erinnerung an ihn. Sie versucht das nagende Gefühl zu ignorieren, dass der Unfall vielleicht keiner war. Als die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, wird Allie plötzlich zur Hauptverdächtigen. Und bald schon vermischen sich Allies Erinnerungen mit dem dunklen Geheimnis um Trip, das sie zu lange verborgen gehalten hat...


Meinung:
Das Cover finde ich jetzt nicht so besonders, einfach nur rote Schrift. Allerdings das ganze auf einer blassen Seite Text im Hintergrund. Also ingesamt doch ganz nett gemacht. Der Titel hingegen passt eigentlich ganz gut zum Inhalt und ich finde ihn auch angemessen. Der Klappentext gefällt mir, hat die passende Länge und macht neugierig.

Die Idee fand ich ganz gut, aber nicht unbedingt einmalig.

Die Geschichte wird direkt aus Allies Sicht geschrieben. Immer wieder wurden einige Rückblenden eingebaut, die durch kursive Schrift gekennzeichnet waren. Das fand ich wirklich gut. So hat man die aktuelle Geschichte und Allies Vergangenheit mit Trip. Einzig, was mich in dieser Hinsicht gestört hat, war dass es manchmal auch nur ein zwei Sätze waren.
Die ganze Zeit liegt eine bedrückte Stimmung im Buch vor, mit nur wenigen Lichtblicken. Allerdings wird leider schnell klar, welches Geheimnis Trip hat, auch wenn es erst am Ende wirklich beim Namen genannt wird. Kann ich aber gut nachvollziehen.
Spannung hat sich auch erst etwas später aufgebaut durch ein paar Ereignisse. Bis zu dem Punkt schien eigentlich alles klar und ich hatte die ganze Zeit über eine bestimmte Vermutung im Kopf bzw mehrere. Dennoch kam es am Ende anders als erwartet und das hat mich wirklich überrascht. Leider waren die dramatischen Stellen nicht dramatisch genug geschrieben. Das hätte viel intensiver sein können. Aber es gab doch ein paar Wendungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte.
Die Themen um die es in der Geschichte ging, fand ich super: Behinderung, Spoiler bitte markieren Gewalt Familie, Freundschaft, Liebe. 
Auch die Charakter waren gut. Man konnte sich gut in Allie hineinversetzen und hat sofort mit ihr gefüllt. Aber am besten hat mir ihr Bruder gefallen, weil er mir von Anfang an sympathisch war, fast schon etwas mehr als Allie selbst. Aber auch ihr Sandkastenfreund Blake war für mich ein toller Charakter, mit seinen Eigenarten und keinesfalls normal.
Das Ende an sich hat mich dann doch wieder überrascht und war die letzten 40-50 Seiten doch relativ spannend und nur zum Teil vorhersehbar.


Fazit:
Ein guter Thriller, der allerdings von der Problematik her, vorhersehbar ist. Das eigentliche Ende war das Beste im Buch, weil es wirklich spannend war. Die Spannung habe ich vorher im Buch als nicht so intensiv empfunden bzw nur ab und zu. Die Themen, um die es im Buch ging, waren interessant zusammen gestellt und fand ich gut gewählt.
Insgesamt ein gutes Buch mit einigen Schwächen. Ich empfehle es jedem, der gerne mal einen Jugendthriller lesen möchte und sich nicht an teilweise wenig Spannung und leichter Vorhersehbarkeit stört.

Vielen Dank an den Kosmos Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplare!

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