Montag, 22. August 2016

Kurzrezensionen: "Wo bist du?" von Marc Levy & "Lauren, vermisst" von Sophie McKenzie

Susan und Philip lieben sich, bis Susan sich entschließt, nach Honduras zu gehen und Philip zurück zu lassen. Nach vielen Jahren voller Briefe steht plötzlich Susans Tochter vor seiner Tür. Doch wo ist Susan?

Allgemeine Infos:
Verlag: Blanvalet
Reihe: nein
Originaltitel: Où es-tu?
Erscheinungsdatum: 19.08.2013
Seitenzahl: 304
ISBN: 9783442381661


Klappentext:
Als Jugendliche schworen sich Philip und Susan ewige Liebe. Doch das Leben hatte andere Pläne mit ihnen. Während die abenteuerlustige Susan als Entwicklungshelferin nach Honduras fliegt, wartet der ruhige Philip in New York auf sie. Vom Leben des anderen kennen sie nur das, was sie sich in ihren zahlreichen Briefen schreiben.
So vergeht Jahr für Jahr. Bis eines Tages ein kleines Mädchen vor Philips Tür steht: Susans Tochter. Aber wo ist Susan? Nun ist es an Philip, sein Versprechen von einst zu halten: Immer für sie da zu sein und für sie sogar bis ans Ende der Welt zu gehen …

Meine Meinung:
Die bisherigen Bücher von Marc Levy konnten mich bis auf eine Ausnahme absolut begeistern, weil er so einen tollen Schreibstil hat und immer so viel hinter der eigentlichen Geschichte verborgen ist. Mit diesen Erwartungen ging ich an diese Liebesgeschichte und wurde leider enttäuscht. Den Schreibstil fand ich zäh. Zumindest in den Briefen. Die eigentlichen Geschehnisse von Susan und Philip, sie sich live erlebt haben, ließen sich recht gut lesen, aber hatten auch nicht diese Tiefe, wie ich sie kannte.
Klar es gab auch schöne Teile der Geschichte, vor allem als Susans Tochter dann bei Philip war, sich nach und nach eingelebt hat und ihrer Mutter nacheiferte. Wie sich Philips Familie an sie gewöhnt hat und so. Das war echt schön. Aber sonst war die Geschichte eher durchschnittlich und nicht sonderlich interessant. Außerdem fand ich Susan zwischenzeitlich von ihrer Art her anstrengend, wie sei mit Philip umgegangen ist und wie stur und egoistisch sie zwischendurch war. Dadurch wirkte die Liebesgeschichte irgendwie auch nur sehr einseitig und gar nicht so romantisch und gefühlvoll. Auf der anderen Seite habe ich sie natürlich für das bewundert, was sie macht und warum sie nach Honduras gegangen ist.
Dieses Geschichte lässt mich einfach sehr zwiegespalten und enttäuscht zurück. Ich hatte einfach was anderes erwartet, als es letztendlich war. Das können leider auch die guten und schönen Stellen nicht gänzlich ausgleichen, dafür bin ich leider von Marc Levy Schöneres gewohnt.


Lauren soll einen Aufsatz schreiben 'Wer bin ich?' Diese Frage beschäftigt sie, denn sie ist adoptiert und möchte Antworten, die ihre Eltern ihr nicht geben. Doch kann es sein, dass ihre Vermutung stimmt und sie damals wirklich entführt wurde?

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Girl, missing
Erscheinungsdatum: 17.05.2013
Seitenzahl: 286
ISBN: 9783414823434


Klappentext:
Lauren ist vierzehn – und sie ist adoptiert. Sie möchte mehr über ihre Herkunft erfahren, das Problem ist nur, dass ihre Eltern ihr nichts darüber erzählen. Doch dann stößt sie im Internet auf den Bericht über ein kleines Mädchen, das zwei Monate, bevor Lauren in London adoptiert wurde, als vermisst gemeldet wurde. Die Ähnlichkeit zu den Bildern in Laurens eigenem Fotoalbum ist verblüffend. Kann es sein, dass Lauren als kleines Mädchen entführt wurde?

Meine Meinung:
Dieses Buch lag wirklich lange auf meinem SUB doch nun hatte ich irgendwie Lust auf etwas Kurzes und war gespannt auf die Geschichte. Sie beginnt, wie oben erwähnt, mit dem Aufsatz und Laurens Vermutung.
Mir persönlich verrät der Klappentext ja schon zu viel und zusammen mit den ersten drei Kapiteln kann man sich schon fast die komplette Geschichte denken. Das stimmte zum Teil auch, denn viel war dann wirklich so, wie ich es mir dachte. Doch dann wurde es tatsächlich noch spannend und es kam zu unerwarteten Wendungen, die ich so vorher nicht gedacht hätte. Es steckte einfach noch mehr hinter der Geschichte. Gut, ob das nun so realistisch war, bleibt eine andere Frage. Ich kann mir schon vorstellen, dass es gerade in Amerika so vorkommen kann und viel gemauschelt wird.
Insgesamt eine interessante Geschichte eines adoptierten Mädchens, dass mehr über ihre Vergangenheit raus finden möchte, aber nicht freiwillig Antworten bekommt. Ein kurzweiliges, spannendes Lesevergnügen mit einer kleinen schönen Liebesgeschichte dabei.

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