Sonntag, 24. Januar 2016

Rezension: "All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven

Sie stehen beide auf dem Glockenturm und überlegen, ob sie springen oder nicht. Eigentlich kannten sie sich nicht, doch sie kommen sich näher und beginnen eine Reise...

Allgemeine Infos:
Verlag: Limes
Reihe: nein
Originaltitel: All the bright places
Erscheinungsdatum: 28.12.2015
Seitenzahl: 400
ISBN: 9783809026570


Klappentext:
Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover war das erste, was mir positiv aufgefallen ist. Wie gesagt, ich mag Scherenschnitte und dieser hier ist besonders schön so mit dem Mond und den Beiden. Den Titel finde ich auch ziemlich gut gewählt, weil es Finchs Lebensmotto ist. Der Klappentext klingt vielversprechend und zusammen mit den zahlreichen positiven Rezensionen wollte ich dieses Buch unbedingt lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem Moment, wo Finch oben auf dem Glockenturm steht und runter sieht auf die Welt unter ihm. Soll er springen oder nicht? Doch dann bemerkt er ein Mädchen neben ihm, die scheinbar das gleiche vorhat. Er hält sie davon ab und rettet damit nicht nur sie sondern auch sich selbst. Der Einstieg hat mich gepackt und ich wollte wissen, warum sie oben standen und springen wollten.
Die Idee fand ich ziemlich interessant und klang anders als andere Bücher dieser Art. Deshalb wollte ich dieses Buch auch unbedingt lesen.
Das Besondere an der Geschichte sind wohl ihre Charaktere. Finch und Violet haben beide kein leichtes Leben und sind keine normalen Jugendlichen. Finch hat so eine Art, wie man sie nur schwer beschreiben kann. Schade fand ich an dieser Stelle, dass seine Geschichte so im Dunkeln blieb und es dafür keine richtige Erklärung gab. Er war einfach ganz anders. Violet hingegen hat ihre Schwester verloren und verkriecht sie deswegen. Aber Finch schafft es, sie aus diesem Treppenhaus rauszuholen und das tut nicht nur ihr sondern auch ihm ziemlich gut. Was sich zwischen den Beiden entwickelt ist schön, besonders und auch irgendwie anders. Aber es kann einen berühren.
Trotz allem war es nicht so emotional wie ich erwartet hatte. Durch die vielen Rezensionen hatte ich eine gewisse Vorstellung und die wurde leider nicht erfüllt. Mit dem Ende habe ich irgendwie gerechnet und trotzdem hat es mich etwas überrascht. Aber es war einfach so seltsam. Ich hätte es mir deutlich emotionaler vorgestellt. Ich glaube, da hätte die Autorin noch mehr rausholen können.

...Schreibstil:
Eigentlich war ich ziemlich schnell in der Geschichte drin und wollte auch sehr gerne weiter lesen. Die Geschichte wird weitestgehend abwechselnd aus Finchs und Violets Perspektive erzählt. Das fand ich ziemlich gut gelungen, gerade auch weil sich manche Szenen überschnitten haben, so dass man einfach beide Sichtweisen hatte und so genau wusste, was wer denkt.


Fazit:
Ich glaube, meine Erwartungen waren zu groß. An sich war es keine schlechte Geschichte und auch das Ende war toll, aber ich hatte es mir insgesamt viel emotionaler vorgestellt und auch zwischendrin fehlte mir einfach eine Erklärung für Finchs Verhalten. Dennoch war die Idee was Besonders, ebenso wie die Charaktere. Außerdem war der Schreibstil toll und das Ende an sich auch gut gemacht.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine besondere Liebesgeschichte sucht, die mit außergewöhnlichen Charakteren überzeugen kann. Ein Buchtipp für jeden, der "Eleanor & Park" und "Love Letters to the dead" mochte!

Kommentare:

  1. Hi Katja,
    mich konnte das Buch irgendwie auch nicht recht begeistern. Wahrscheinlich ging es mir wie dir, dass einfach meine Erwartungen zu hoch waren. Hinzu kam, dass Lotta das Buch ja sogar zu ihrem Jahreshighlight gemacht hat und dann war ich natürlich gespannt wie ein Flitzebogen.

    Alles in allem war das jetzt nicht unbedingt mein Buch und bei deinen Kritikpunkten kann ich dir nur zustimmen.

    Alles Liebe, Nelly

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  2. Guten Morgen,
    ich bin froh, dass ich nicht die Einzige bin, der es so ging. Inzwischen dachte ich, dass jeder dieses Buch liebt, außer mir. Auch mich erreichten die Emotionen nicht und daher fand ich das Buch auch nicht wirklich gut.
    LG
    Yvonne

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