Dienstag, 20. Oktober 2015

Rezension: "Der erste Tag vom Rest meines Lebens" von Lorenzo Marone

Am Ende seines Lebens versucht er noch mal sein Leben zu ändern und macht damit nicht nur sich selbst sondern auch seine Mitmenschen glücklich...

Allgemeine Infos:
Verlag: Piper
Reihe: nein
Originaltitel: La tentazione di essere felici
Erscheinungsdatum: 14.09.2015
Seitenzahl: 288
ISBN: 9783866123960


Klappentext:
Die Erfindung des Glücks
Cesare ist 77 und zieht Bilanz. Von seinen einst hochfliegenden Träumen ist wenig aufgegangen. Seine Methode, mit den Enttäuschungen des Lebens umzugehen: Ironie und Sarkasmus. Das kommt bei seinen Mitmenschen nicht immer gut an. Bis Emma in die Nachbarwohnung zieht. Irgendetwas stimmt nicht mit ihr und ihrem Mann. Das sieht Cesare an Emmas traurigen Augen. Und plötzlich mischt sich Cesare ein. Er hat wieder Mut zu kämpfen. Für seine junge Nachbarin. Für die Liebe. Für das Glück, am Leben zu sein ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist irgendwie ganz schön und soll wahrscheinlich Cesare darstellen, was relativ gelungen ist. Der Titel klingt irgendwie schön und hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Dazu der Klappentext, der irgendwie eine schöne Geschichte verspricht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt eigentlich mitten in Cesares Alltag und man lernt diesen und ihn als Person kennen. Schon nach wenigen Seiten hat man davon einen relativ guten Eindruck bekommen und merkt, dass er ziemlich einsam ist und er selbst merkt das langsam auch, dass er was ändern sollte. Ich war gespannt, wie das vonstatten geht und was später dabei raus kommt, ob es ihn wirklich glücklich macht.
Man lernt Cesare ziemlich schnell kennen, muss sich vielleicht ein paar Seiten an ihn gewöhnen, aber dann schließt man ihn definitiv in sein Herz. Auch wenn er etwas verbohrt und seltsam sein mag, hat er doch ein großes Herz und ist auf dem rechten Weg. Ich glaube, ihr werdet ihn mögen.
Wenn man die Geschichte an sich jetzt mal nüchtern betrachtet, passiert nicht so viel. Es ist eher eine ruhige Erzählung über Cesares Leben, seine Veränderungen, seine Gedanken und Gefühle, aber trotzdem ist es wirklich schön gemacht.
Das Ende hatte es noch mal wirklich in sich und konnte mich begeistern. Ein guter Abschluss für diese Geschichte.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Er war auch recht ruhig gehalten, wie die Geschichte selbst, und deshalb hat es ziemlich gut gepasst. Es lässt sich einfach nur gut weg lesen und ist somit genau die richtige Unterhaltung für einen schönen Nachmittag.


Fazit:
Für Zwischendurch genau das Richtige! Eigentlich ist es eine ruhige Geschichte über einen alten Mann, der noch einmal etwas in seinem Leben verändern möchte, weil er merkt, dass er so nicht weiter machen möchte. Und genau dieser alte Mann wächst einem ziemlich schnell ans Herz und macht die Geschichte einfach aus. Man lebt mit ihm einige Tage und erlebt interessante, schockierende und traurige, aber auch wunderschöne Momente. Begleitet wird das ganze durch einen ebenfalls ruhigen, leichten Schreibstil.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen schönen Roman über das Leben und die Schönheit daran sucht. Über zweite Chancen und Veränderungen.

1 Kommentar:

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