Montag, 9. März 2015

Rezension: "Der Rosie-Effekt" von Graeme Simsion

Die Geschichte um Don und Rosie geht weiter: Rosie ist schwanger und Don möchte der perfekte Vater werden...


Allgemeine Infos:
Verlag: Fischer
Reihe: Teil 2 von 2
Originaltitel: The Rosie Effect
Erscheinungsdatum: 28.10.2014
Seitenzahl: 322
ISBN: 9783810522580


Klappentext:
O Baby! Für Don, den unwahrscheinlichsten romantischen Helden, den es je gab, geht’s nach dem Happy-End geht’s erst richtig los.

Don Tillmans »Ehefrau-Projekt« hat geklappt. Er lebt mit Rosie in New York. Und Rosie ist schwanger. Don will natürlich der brillanteste werdende Vater aller Zeiten sein, stürzt sich in die Forschung und entwickelt einen wissenschaftlich exakten Schwangerschafts-Zeitplan für Rosie.
Aber seine ungewöhnlichen Recherchemethoden führen erstmal dazu, dass er verhaftet wird. Was Rosie auf keinen Fall erfahren darf, um ihre Beziehung nicht zu belasten. Also muss Don improvisieren, seinen Freund Gene einspannen und Lydia, die Sozialarbeiterin, davon überzeugen, dass er ein Superdad sein wird. Bei alledem übersieht er fast das Wichtigste: seine Liebe zu Rosie und die Gefahr, sie genau dann zu verlieren, wenn sie ihn am meisten braucht.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Dieses Mal ist das Cover nicht pink sondern blau und springt damit auch wieder ins Auge, außerdem ist der Scherenschnitt geblieben. Der Titel passt mal wieder recht gut zum Inhalt. Der Klappentext ist gut gestaltet, aber mir persönlich verrät er zu viel zum Inhalt.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit dem Tag, an dem Rosie Don erzählt, dass sie schwanger ist. Mit der Situation kann er zunächst nicht so gut umgehen, aber er lebt sich rein. Schon in den ersten Kapitel  werde im Nebensatz immer mal wieder Geschehnisse von damals genannt, so dass man eigentlich relativ schnell wieder in der Geschichte drin ist.
Ehrlich gesagt stand ich der Idee einer Fortsetzung etwas skeptisch gegenüber, da für mich die Geschichte nach dem ersten Buch abgeschlossen war. Na ja jetzt ist Rosie schwanger und Don versucht ein möglichst guter Vater zu sein. An sich keine schlechte Idee, aber irgendwie bin ich mit dem Buch nicht warm geworden.
Irgendwie waren die Situationen für mich nicht so überraschend wie noch im ersten Buch. Ich kann gar nicht mal so genau sagen, warum ich das so empfinde. Aber teilweise hat es sich beim Lesen etwas gezogen oder es sollte noch mal etwas Spannung erzeugen. Und irgendwie war es mir manchmal auch etwas zu viel Hinundher.
Das Ende habe ich irgendwie so erwartet und ich fand es gut und passend. Ein wirklich positives Ende und ich hoffe, dass es auch wirklich ein Ende bleibt und nicht noch irgendwas nachkommt.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war wie ich es gewohnt war, teilweise etwas hochgestochen und wissenschaftlich. Aber das spiegelt eben Don wieder und passt deshalb gut zum Buch und zum Gesamten.
Was mich etwas gestört hat, waren die vielen Auflistungen. Ich weiß nicht mehr, ob die im ersten Teil auch so häufig vorkamen, aber dieses Mal haben sie mich gestört.

...Charaktere:
Don ist immer noch der verrückte Wissenschafter von damals, dennoch hat sich einiges in seinem Leben getan. Er hat sich durch Rosie positiv verändert und einige seiner Verhaltensweisen von damals sozusagen abgeschafft. Doch so ganz ist er nicht raus, denn als er von der Schwangerschaft erfährt, möchte er beispielsweise das Standardessensmodell wieder einführen. An sich fand ich Don immer noch sehr liebenswürdig, aber manche Entscheidungen und Verhaltensweise von ihm konnte ich absolut nicht nachvollziehen. Diese ganze Geheimhaltung und so hat mich wirklich genervt.
Rosie fand ich nach wie vor ziemlich klasse. Sie ist irgendwie einfach das totale Gegenteil von Don und man merkt, das die Beiden sehr glücklich miteinander sind. Ihre Zweifel und Gedanken konnte ich sehr gut nachvollziehen und wahrscheinlich hätte ich mich genau so gefühlt. In diesem Teil war sie einfach meine Lieblingsperson.
Aber auch die Freunde waren toll dargestellt, alle sehr individuell mit ihren eigenen Problemen, was ich mal ganz abwechslungsreich fand.

Fazit:
Eine Fortsetzung, der ich anfangs skeptisch gegenüber stand und die mich leider auch nicht so begeistern konnte, wie ihr Vorgänger. Die Idee war an sich wirklich niedlich, aber ich bin nicht richtig mit der Geschichte warm geworden. Dazu trug unter anderem auch  Dons Verhalten bei, was ich in manchen Situationen nicht nachvollziehen konnte. Da durch kam es auch zu dem oben erwähnten Hin und Her. Ansonsten waren die restlichen Charaktere super dargestellt und der Schreibstil gefiel mir auch nach wie vor relativ gut, auch wenn mich eine Kleinigkeit genervt hat.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon den ersten Teil "Das Rosie-Projekt" gelesen und hat und davon restlos begeistert war und sich da eine Fortsetzung durchaus vorstellen könnte. Bestimmt könnt ihr euch damit mehr anfreunden als ich, weil ich anfangs schon recht skeptisch war.

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