Montag, 3. September 2012

Rezension: Schneewittchenfalle von Krystina Kuhn

Inhalt:
Stella zieht nach dem Unfalltod ihrer Mutter und ihres kleinen Bruders Sven auf eine Nordsee Insel. Ihr Vater  möchte dort dieses Ereignis vergessen. So jedoch nicht Stella: Sie möchte sich erinnern, da sie den Unfall und die Woche zuvor komplett vergessen hat. Was ist damals wirklich geschehen? Hat ihre Mutter wirklich Selbstmord begehen wollen....

Meinung:
Ich fand, dass der Klappentext bzw. der Inhalt sich eigentlich ganz gut angehört hat. Das Thema Amnesie finde ich sowieso sehr spannend. Menschen vergessen bestimmte Dinge, um sich zu schützen. Und irgendwann kommen diese schrecklichen Geschehnisse wieder ans Tageslicht. Genau den Prozess macht Stella durch. Sie möchte sich unbedingt an den Unfall und die Zeit kurz vorher erinnern. Jedoch kann sie es nicht.
Immer wieder kommen Stella Gedankenbruchstücke. Zuerst weiß sie nur noch, dass jemand ihren Namen gerufen hat. An diese Erinnerung knüpfen sich weitere an, bis sie gegen Ende des Buches die ganze Wahrheit kennt.
Stella ist für mich sehr realistisch dargestellt: Sie ist verzweifelt, weil sie vergessen hat und traurig, weil ihr ein Teil ihrer Familie fehlt. Aus diesem Grund möchte sie in der Schule erst einmal nicht auffallen und tut es dann aber doch. Nämlich durch ihre Freundin Mary. Mary wirkte auf mich etwas seltsam. Sie tendiert stark Richtung Gothic und ist somit das komplette Gegenteil von Stella. Hinzu kommt noch Robin, Marys Schwarm, mit dem Stella sich später auch noch sehr gut versteht. Die beiden verbindet vor allem die Leidenschaft fürs Gitarre spielen.
Dann gibt es noch Stellas Vater und die alte Freundin von ihm, Pat. Diese war ebenfalls auch die beste Freundin von Stellas Mutter. Pat kümmert sich sehr um Stella und möchte, dass sie ein möglichst einfaches Leben hat, nach ihrem großen Verlust. Jedoch scheint sie ihr auch irgendetwas bedeutendes zu verschweigen.
Da dieses Buch als Thriller beschrieben wurde, erwartet man auch Spannung. Auf die muss man allerdings sehr lange warten. Denn erst gegen Ende baut sich Spannung auf, die auch relativ schnell wieder abgebaut wird. Das fand ich sehr schade. Zwar werden schon am Anfang gewisse Andeutungen gemacht, diese lassen allerdings keine Spannung aufkommen.
Insgesamt würde ich sagen, dass dieser 'Thriller' eher für die 12- bis 14-jährigen ist. Mir hatte das Buch einfach zu wenig Spannung. Da bin ich von Krystina Kuhn wirklich anderes gewohnt. Die Idee der Geschichte war okay, jedoch schon etwas unrealistisch.

Zitate:
"Ein Gesicht sagt alles über einen Menschen aus."
"Wünsche sind wie Masern oder Mumps. Sie gehen vorüber und nur selten bleiben Narben."

Fazit:

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