Dienstag, 23. Juni 2015

Hörbuchrezension: "Ein Buchladen zum Verlieben" von Katarina Bivald

Allgemeine Infos:
Verlag:
Der Hörverlag
Reihe: nein
Originaltitel: Läsarna i Broken Wheel rekommenderar
Erscheinungsdatum: 11.08.2014
Laufzeit: 815 Minuten
ISBN: 9783844515664


Klappentext:
Eigentlich will die schwedische Buchhändlerin Sara nur ihre 65-jährige Brieffreundin Amy besuchen. Doch als Sara in dem entlegenen Nest in Iowa ankommt, muss sie feststellen, dass Amy gestorben ist. Die skurrile Gruppe der Dorfbewohner nimmt Sara in ihrer Mitte auf. Bald sind sie ihr ans Herz gewachsen, nur ihre Liebe zu Büchern teilen sie nicht. Sara eröffnet kurzerhand eine Buchhandlung und siehe da: Über Umwege werden sogar Nicht-Leser zu Bücherwürmern. Selbst mit dem anfangs so verschlossenen Tom scheint es besser zu laufen. Als ihr Zwei-Monats-Visum abläuft, haben ihre neuen Freunde eine sehr verrückte Idee ...


"Es kann nichts Schlimmes passieren, solange man Geld und Bücher hat."

"Es gibt immer ein Buch für jeden Menschen und für jeden Menschen ein Buch."


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist ganz niedlich mit der Schleife, auf der das Dorf ist, ein paar Bücherstapel und die Silhouette einer lesenden Frau. Es zeigt eben etwas aus der Geschichte. Der Titel klingt total schön und hat mich zusammen mit dem Klappentext neugierig auf die Geschichte gemacht.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt ziemlich unmittelbar damit, dass Sara auf dem Weg nach Broken Wheel ist. Sie ist in Hope angekommen und wartet darauf, abgeholt zu werden. Aber sie kann Amy einfach nicht erreichen. Dabei sollte sie sich doch bei ihr melden. Endlich in Broken Wheel angekommen, muss sie leider erfahren, dass Amy verstorben ist. Verlassen in diesem fremden Dorf entschließt sie sich dennoch, etwas zu bleiben und damit beginnt die Geschichte.
Die Idee fand ich eigentlich ganz schön, irgendwie niedlich. Sara hat eine große Liebe zu Büchern und da durch ihre Brieffreundin Amy gefunden, mit der sie sich seitenlang über Bücher und das Leben unterhält, bis sie sich auf den Weg von Schweden nach Iowa macht, um sie zu besuchen. Dort eröffnet sie dann einen Buchladen, obwohl doch eigentlich niemand in dem Dorf so richtig was damit anfangen kann.
Die ganze Geschichte verläuft ziemlich langsam und gemächlich, man könnte eigentlich schon sagen, die Handlung plätschert teilweise so vor sich hin. Die Dorfbewohner sind erst etwas feindselig gegenüber Sara, doch dann schließen sie sie ins Herz und man erfährt auch ihre einzelnen Geschichte und Sorgen.
Teilweise war die Handlung wirklich total vorhersehbar oder passierte einfach mal nichts. Man lebte so in den Tag hinein und wartete, bis wieder etwas neues passierte. Ganz wie Saras Leben in Broken Wheel.
Dennoch muss ich sagen, dass es mir als Buch wahrscheinlich nicht gefallen hätte. So zum Hören war es noch ganz angenehm, aber zum Selber Lesen wäre mir eindeutig zu wenig passiert.
Das Ende war wiederum ganz schön, auch wenn man es ab einen bestimmten Punkt so voraussehen konnten. Aber trotzdem war es ein runder Rahmen und ein schöner Abschluss der Geschichte.

...Schreibstil & Sprecherin:
Anfangs musste ich mich etwas an die Sprecherin gewöhnen, aber dann fand ich ihre Stimme eigentlich ganz angenehm. Was ich etwas schade fand war, dass sie bei Dialogen nicht so viel die Stimme verstellt hat, dass es teilweise etwas schwierig zu folgen war. Aber insgesamt konnte man ihr recht gut zuhören.
Der Schreibstil war ziemlich leicht verständlich mit relativ kurzen Sätzen. Ich glaube beim Lesen hätte es mich etwas gelangweilt, aber vorgelesen war es ganz nett. Schön fand ich allerdings, dass es unterschiedliche Perspektiven gab und immer mal wieder Amys Briefe an Sara zwischen den Kapiteln waren. Das lief sozusagen nebenher wie eine Parallelgeschichte, was echt schön war.

...Charaktere:
Generell kamen ziemlich viele Charaktere vor. Teilweise mit sehr ähnlichen Namen, so dass ich doch Probleme hatte, sie alle auseinander zu halten. Besonders, wenn sie nur ab und zu mal aufgetaucht sind.
Dennoch waren sie gut dargestellt, immerhin hatte ja auch mehr oder weniger jeder seine eigene kleine Geschichten mit seiner Vergangenheit sowie Sorgen und Problemen. Eigentlich ganz interessant, aber teilweise auch etwas viel. Aber das zeigt mal wieder den Dorfcharakter, dass jeder jeden kennt inklusive ganzer Lebensgeschichte.


Fazit:
Eine Geschichte für Zwischendurch, von der man sich leicht berieseln lassen kann. Die Hauptrolle spielt das kleine Dorf Broken Wheel mit seinen Einwohnern und Saras Liebe zu Büchern und der Buchladen, den sie mit Amys Büchern füllt. Es dreht sich viel um die Bücher und das Leben der einzelnen Bewohner. So erfährt man nicht nur Saras Geschichte, sondern auch die der anderen. Die Idee an sich ist wirklich schön, aber eben auch nur was für nebenbei. Der Sprecherin kann man allerdings ganz gut zuhören.
Ich empfehle dieses Hörbuch jedem, der etwas Leichtes für nebenbei sucht, wo man vielleicht nicht allzu viel nachdenken muss und sich eher berieseln lassen kann. Vielleicht genau das Richtige für den Sommer oder zum Abschalten und Entspannen. Eine Geschichte rund um ein charmantes Dorf mit seinen Bewohnern und der Liebe zum Buch.

Montag, 22. Juni 2015

Rezension: "Das Spiel" von Richard Laymon

Jane findet einen Umschlag mit 50$ und ihrem Namen drauf. Sie wird zu einem Spiel eingeladen, bei dem sie immer mehr Geld gewinnen kann, wenn sie um Mitternacht eine Aufgabe löst...

Allgemeine Infos:
Verlag: Heyne Hardcore
Reihe: nein
Originaltitel: Into the Dark
Erscheinungsdatum: 05.03.2007
Seitenzahl: 493
ISBN: 9783453675353


Klappentext:
Eines Tages erhält die junge Bibliothekarin Jane einen Fünfzig-Dollar-Schein und die Aufforderung, sich an einem ominösen „Spiel“ zu beteiligen: Wenn sie jeweils mitternachts eine bestimmte Aufgabe löst, dann verdoppelt sich ihre Belohnung. Sie macht mit. Die ersten Aufgaben sind noch leicht, doch sie werden härter – bis es kein Zurück mehr gibt: Das „Spiel“ artet zu reinstem Terror aus ....


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist etwas abstrakt, aber nicht unbedingt schlecht. Der Titel passt perfekt zur Geschichte und beschreibt es wie der Klappentext ziemlich genau.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt in der Bibliothek, in der Jane arbeitet. Sie findet den Umschlag und denkt sich nichts dabei. Bis er nach Feierabend immer noch da ist und sie ihn öffnet. Damit beginnt das Spiel und die Aufgabe, den nächsten Umschlag zu finden. Ich war ziemlich schnell in der Geschichte drin und wollte unbedingt wissen, was es mit dem Spiel auf sich hat.
Die Idee fand ich total genial. Ein Spiel, in dem Aufgaben gelöst werden müssen und der Gewinn sich jedes Mal verdoppelt. Ausgerechnet Jane wurde ohne jeglichen Grund ausgesucht und stellt sich der Herausforderung, ohne zu wissen, worauf das Ganze noch hinaus laufen wird und was sie bei der nächsten Aufgabe erwartet.
Ich war von Anfang an echt total gefesselt an das Buch und musste einfach weiter lesen. Durch das Spiel war direkt Spannung da und blieb bis wirklich ganz zum Ende. Zwischendrin mal eine kurze Verschnaufpause, in der ich es trotzdem nicht an die Seite legen konnte. Ich habe die ganze Zeit während des Lesens über eine mögliche Auflösung nachgedacht und hatte einfach absolut keine Idee. Es gab keinerlei Anhaltspunkt und das hat es noch einmal spannender gemacht.
Die Aufgaben sind wirklich ganz unterschiedlich. Manche total harmlos, andere etwas seltsam und wieder andere total pervers. Eben ein richtiges Horrorbuch. Laymon scheint einfach einen Faible für Skurriles und Perverses zu haben, denn das gab es zu genüge.
Das Ende war noch einmal total krass und unglaublich spannend. Dass es sich noch einmal so zuspitzen würde, hätte ich fast nicht mehr für möglich gehalten. Aber dennoch stört mich eine winzige Kleinigkeit. Es gibt nämlich keine richtige Erklärung. Auf der einen Seite schade, aber auf der anderen Seite macht es die Geschichte noch mal skurriler und spannender. Eben wie so ein richtiger Horrorfilm. Alles ist möglich!

...Schreibstil:
Der Schreibstil war der Hammer! So spannend und packend, wirklich von den ersten Seiten an bis zum Ende, hatte ich schon lange nicht mehr. Diese vermeintlich simple Idee, die sich dann zu sowas entpuppt und dabei so spannend bleibt, dass ich das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen konnte, obwohl ich echt müde war.

...Charaktere:
Jane war mir von Anfang an sympathisch. Immerhin ist sie Bibliothekarin und ihre paar Selbstzweifel haben sie echt liebenswürdig gemacht. Ausgerechnet sie, eine normale Person, wird für dieses Spiel ausgewählt und nimmt daran teil. Doch irgendwann war sie so in dem Bann, dass sie nicht mehr aufhören konnte und ihr Verstand abgeschaltet hat, sie etwas naiv wurde.
Dann wäre da noch Brace, den Jane eher durch Zufall kennen lernt. Er ist ebenfalls interessiert an dem Spiel und hilft Jane dabei, die Aufgaben zu erfüllen. Zumindest, bis es ihm verboten wird. Und dann bekommt er seine Zweifel, versucht sie davon abzubringen und mit dem Spiel aufzuhören. Doch vergeblich.
Ganz viel mehr Personen außer den Beiden und MOG gibt es nicht, zumindest niemand der wichtig wäre. Über MOG erfährt man ziemlich wenig, aber das ist nun mal Sinn und Zweck.


Fazit:
Mich hat schon lange kein Buch mehr so gefesselt! Eine Spannung, die sich direkt aufbaut und durchweg bis zum Ende bleibt. Ein Schreibstil, der mich total gefesselt hat, so dass ich das Buch noch nicht mal vor Müdigkeit aus der Hand legen konnte. Und ein Spiel, was nicht skurriler und perverser sein könnte. Das Ende war bis auf einen kleinen Kritikpunkt total super und eigentlich ein guter, schauriger Abschluss.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal ein spannendes Buch lesen möchte, dass skurril und pervers ist und total in Richtung Horror geht. Definitiv nichts für schwache Nerven, aber für spannende Lesestunden und einen bleibenden Eindruck!

Sonntag, 21. Juni 2015

Leipziger Buchmesse 2015

Ja, ich weiß, dass die Leipziger Buchmesse schon ziemlich genau ein halbes Jahr zurück liegt. Und deshalb wird es langsam auch mal Zeit für meinen Messebericht. Nicht, dass er nicht schon länger fertig gewesen wäre, aber irgendwie bin ich nie dazu gekommen, ihn zu veröffentlichen, weil so viele Rezensionen dazwischen kamen. Aber hier ist er jetzt und in vier Monaten ist schon wieder Frankfurter Buchmesse^^

Donnerstag - Tag 1
Der Tag begann für mich um 6 Uhr, die letzten Sachen wurden gepackt und um 8 Uhr machte ich mich mit zwei Freundinnen auf den Weg Richtung Leipzig oder besser gesagt Halle, wo unsere Wohnung war. Dort kamen wir auch bereits nach 3,5 Stunden an, ohne uns großartig zu verfahren.
Unsere Wohnung war wirklich sehr schön und geräumig, auch wenn manche Elektrogeräte nicht so funktioniert haben, wie sie sollten.
Von da aus ging es für mich dann Richtung Halle Hauptbahnhof und dann mit der S-Bahn zur Messe.
Nachdem ich das Pressezentrum gefunden hatte und der Ausweis aktiviert war, ging es für mich in die heiligen Hallen und ich war glücklich. So führte mich mein Weg auch schon in Halle 2, wo ich mich wohl die meiste Zeit aufhalten würde.




Mein erster Punkt auf der langen Liste der Veranstaltungen war die Lesung zu "Heldentage" von Sabine Raml. Ich hatte vorher schon einiges über das Buch gehört und dachte mir, ich nutze die Gelegenheit und höre mir das mal an. Leider muss ich sagen, dass ich nicht so überzeugt von der Geschichte war. So kann ich es immer hin von der Wunschliste streichen.







Anschließend führte mein Weg in Halle 3 zur Lesung von Wiebke Lorenz zu "Bald ruhest du auch". Das erste Buch von ihr "Alles muss versteckt sein" hatte mir ja gut gefallen und deshalb war ich sehr gespannt, was die Autorin jetzt zu Papier gebracht hatte. Fest steht, ich muss das Buch unbedingt haben. Das klingt so wahnsinnig spannend und jetzt habe ich schon wieder mehrere positive Meinungen gehört. Leider habe ich es mir nicht gekauft und signieren lassen, weil ich mich mit der lieben Mandy verquatscht habe. Aber das bereue ich nicht. Es ist immer wieder toll, mit dir zu reden, und ich habe ja auch schon genug Bücher^^ Nächstes Mal müssen wir übrigens mal ein Foto zusammen machen. Generell sollte ich mal mehr Fotos machen.


Zurück in Halle 2 sicherte ich mir einen gemütlichen Platz in der ersten Reihe um der Lesung und dem Gespräch von Glenn Ringtved zu "Wir wollten nichts. Wir wollten alles" zu lauschen. Gelesen wurde von Ulrich Sonnenberg, der später auch das kleine Interview mit dem Autor führte, der ursprünglich aus Dänemark kommt, aber auch deutsch versteht und sogar ein wenig sprechen kann. Trotzdem hat er die meisten Fragen auf englisch oder dänisch beantwortet. Das Gespräch war wahnsinnig interessant, leider habe ich mir jedoch keine Notizen gemacht, um euch davon erzählen zu können.
Das Buch wurde dann auch gleich gekauft und ich habe die Chance zum Signieren genutzt.

Danach machte ich mich langsam auf den Weg Richtung Ausgang, da ich recht müde war. Der erste Tag Buchmesse war vorbei. Die Zeit geht einfach immer viel zu schnell rum. Aber es war ja auch nur ein halber Tag und es sollten ja noch drei folgen.


Freitag - Tag 2



Nach dem ersten Schlendern durch die Halle 2 ging es für mich zur Fantasy Leseinsel, wo Kai Meyer aus "Die Seiten der Welt" lesen sollte. Eigentlich wollte ich damals in Frankfurt schon dahin, aber da haben wir es leider nicht geschafft. Deshalb wollte ich die Gelegenheit unbedingt dieses Mal nutzen.
Kai Meyer hatte tags zuvor den Seraph für sein Buch gewonnen, weshalb ich natürlich um so gespannter war. Die Lesung war toll und hat mich total neugierig gemacht und es stand für mich fest, das musst du einfach kaufen. Also stellte ich mich in die lange Schlange zum Signieren an und wartete geduldig.







Anschließend ging es für mich direkt weiter zur nächsten Lesung, ebenfalls in Halle 2. Arno Strobel hat aus einem neuen Jugendthriller "Schlusstakt" gelesen. Es geht um eine Castingshow, bei denen sich die Teilnehmer auf einer einsamen Insel in den Malediven einigen Aufgaben stellen müssen. Die Idee klang so interessant, dass ich mir die Lesung mal angehört habe, und sie konnte mich überzeugen. Leider wurde nicht an der Lesebude sondern am Loewestand mitten in der Halle signiert und das hätte zeitlich nicht gepasst. Also habe ich es mir nicht gekauft und signieren lassen. Aber das Schicksal hielt da noch ein Türchen offen^^






Danach habe ich zum ersten Mal die Bloggerlounge aufgesucht, die es dieses Jahr zum ersten Mal gab. Leider habe ich natürlich kein Foto gemacht, das habe ich irgendwie verpennt. Die Idee der Bloggerlounge fand ich wirklich gut, einen Bereich für uns mit Sitzmöglichkeiten, Tischen zum Arbeiten inklusive Steckdosen, und einer kleinen Snackbar, wo es kostenlos Tee und Kaffee gab. Die Bloggerlounge befand sich in Halle 5, also weit ab vom Getümmel, aber leider auch etwas weit weg vom eigentlichen Geschehen. Da ich mich hauptsächlich in Halle 2 und 3 aufgehalten habe, war der Weg doch immer etwas weit, und vor allem am Samstag schon eine Tortur durch die Massen.
Aber zum eigentlich Punkt. Um 14 Uhr sollte in der Bloggerlounge ein inoffizielles Bloggertreffen stattfinden. Auf dem Weg dorthin bzw davor traf ich die liebe Chrissi zusammen mit ihrer Arbeitskollegin und ihrem Freund. Für ein kurzes Pläuschchen hat es gereicht, leider haben wir uns danach nicht noch einmal getroffen. Aber wir sehen uns ja schon im Mai wieder, wenn wir zusammen in Seckbach sind.
Außerdem habe ich endlich Chimiko kennen gelernt, mit der ich immer relativ häufig bei Twitter schreibe. Neu kennen gelernt habe ich Hannah, mit der ich später noch etwas durch die Hallen gelaufen bin, zum nächsten Programmpunkt. Endlich mal etwas geredet und sogar ein Foto gemacht habe ich mit der lieben Karin. Ansonsten habe ich mal wieder keine Fotos gemacht. Brösel durfte natürlich auch nicht fehlen^^ Und Mandy habe ich auch wieder getroffen.
Die liebe Diana habe ich auch zum ersten Mal getroffen und sie war mir sofort sympathisch. Irgendwann tauchten auch noch Sophia und Sabine auf, mit denen Hannah und ich uns noch einige Minuten unterhielten.

Wie schon geschrieben, ging es anschließend zum nächsten Programmpunkt, dem Randomhouse Blog'n'Talk. Kurz vorher trafen wir noch Jassi und Lotta, die den gleichen Weg hatten wie wir. Nach einer sehr netten Begrüßung bei Randomhouse ging das allgemeine Chaos eigentlich los.
Es waren viele Autoren anwesend, von denen ich jedoch die wenigsten kannte, geschweige denn ein Buch von ihnen gelesen hatte. Einzig Erik Axl Sund, aber da hatte ich mein Buch leider nicht mit. Vielleicht hätte man mal im Vorfeld eine Liste per Mail schicken können, welche Autoren denn bei dem Treffen anwesend sein würden.
Damit ging dann eigentlich auch der zweite Tag zu Ende und ich quetschte mich in den vollen Zug Richtung Halle. Irgendwie fand ich den Tag wirklich anstrengend und ich bin sehr schnell an dem Abend eingeschlafen.


Samstag - Tag 3
Für heute stand gar nicht so viel Programm auf meinem Zettel und das war auch ganz gut so, denn es war wirklich voll. Ein Durchkommen war wirklich schwierig und ein Hallenwechsel hat Zeit gekostet. Aber das war zu erwarten und irgendwie liebt man es trotzdem^^





Als erstes stand mal wieder eine Lesung auf dem Plan. Dieses Mal von Jana Frey zu "Liebeskinder". Bisher habe ich nur Gutes über das Buch gehört und auch meine Kollegin hat mir davon vorgeschwärmt. Doch irgendwie muss ich sagen, dass mich die Lesung nicht so überzeugen konnte. Die Autorin war zwar wirklich sympathisch und sie konnte auch interessant vorlesen, aber irgendwie hat mich die Geschichte verwirrt. Das hat die Autorin auch selbst gesagt, dass sie mit jedem Kapitel in der Zeit und Erzählperspektive springt. Aber so alleine vom Zuhören möchte ich das Buch nicht lesen. Vielleicht werde ich mir mal eine Leseprobe dazu durchlesen. 





Danach wechselte ich mal wieder die Lesebude und fand einen schönen Platz in der zweiten Reihe umringt von Kindern. Ja ich war hier genau richtig, denn jetzt las Irmgard Kramer aus "Sunny Valentine - Von Schaumbädern und tanzenden Rollschuhen". Wenn ihr meinen Blog verfolgt, wisst ihr, dass ich das Buch und den ersten Teil bereits rezensiert habe. Den ersten Teil bekam ich damals auf der FBM am Loewestand geschenkt und es konnte mich verzaubert. Genau aus diesem Grund wollte ich mir diese Lesung anhören.
Die Autorin war unglaublich sympathisch und hat die Lesung so schön gestaltet, eben genau richtig für die Altersgruppe ab 8 Jahre. Später gab es für die Kinder noch Papierflieger und eine Anleitung für den perfekten Papierflieger. Außerdem war die Lesung so super. Irmgard Kramer kann einfach perfekt vorlesen, so richtig schön mit verstellten Stimmen und so. Ich hätte ihr ungelogen noch den ganzen Tag zuhören können.
Leider leider hatte ich mein Exemplar von "Sunny Valentine - Von Tropenvögeln und königlichen Unterhosen" in meinem Koffer vergessen. Aber ich habe mich dennoch zum Signieren angestellt und eine wunderschöne Postkarte bekommen. Die Irmgard Kramer war doch auch tatsächlich schon auf meinem Blog und hat sich die beiden Rezensionen durchgelesen und war sehr begeistert, dass es mir in meinem Alter noch so gut gefällt. Das war wirklich ein tolles Messeerlebnis für mich!



Anschließend wollte ich eigentlich zum Gespräch mit Sebastian Fitzek, doch das wurde leider vorgezogen, sodass ich es verpasst habe. Aber auf dem Weg dorthin ergab sich für mich eine andere Chance, die ich natürlich gleich genutzt habe. Arno Strobel hat aus "Schlusstakt" gelesen und anschließend auch signiert. Und zwar nicht wieder irgendwo mitten im Getümmel, sondern direkt an Ort und Stelle, als ich vorbei kam. Ich mir also ganz schnell ein Buch gekauft und mich eingereiht. Da die Schlange nicht so lang war, habe ich mich sogar getraut, nach einem Foto zu fragen. Also nicht nur ein signiertes Buch, sondern auch ein Foto mit Arno Strobel. Da steht meinem ersten Leseerlebnis vom Herrn Strobel also nichts mehr im Wege^^





Jetzt führte mich mein Weg wieder zur Bloggerlounge, wo es ein Gespräch zwischen Bloggern und buchhandel.de geben sollte. Ich dachte, das kann man sich ja mal anhören. An sich fand ich das Konzept auch wirklich interessant. buchhandel.de möchte gern mit Bloggern zusammen arbeiten. Zum einen stellen sie uns Cover zur Verfügung, die bei Veränderungen vom Verlag auch direkt aktualisiert werden. Entweder kann man sie direkt über die Bild-Url oder als Download in drei Größen beziehen. Zum anderen besteht die Möglichkeit, sich auf der Seite anzumelden und den Blog auf der Seite zu verlinken. Außerdem werden die Anfänger der Rezensionen verlinkt und wer weiterlesen möchte, gelangt so automatisch auf den Blog. An sich kein schlechtes Konzept, um den Buchhandel inklusive Onlineshop und Blogger zusammen zu bringen. Bisher habe ich mich dort noch nicht angemeldet, aber ich denke noch drüber nach. 




Der letzte Punkt auf meinem Plan für heute war die Lesung zu "Sternschnuppenstunden" von Rachel McIntyre. Das Buch hat mich irgendwie fasziniert, seit dem es erschienen ist, und aus diesem Grund wollte ich gern die Lesung anhören. Rachel McIntyre hat ein paar Kapitel auf englisch gelesen und später wurden sie noch einmal auf deutsch vorgelesen. Danach folgte ein kurzes Gespräch über das Buch, was sehr interessant war. Aber irgendwie ist der Funke nicht so ganz übergesprungen, dass ich es mir dann auch tatsächlich hätte kaufen wollen. Ich kann mir zwar durchaus vorstellen, es mal zu lesen, und es steht auch auf der Wunschliste, aber manchmal ist das so. 




Sonntag - Tag 4
Der letzte Tag der Messe steht an und leider auch nur ein halber, da wir ja irgendwann auch noch zurück fahren möchten und nicht unbedingt um Mitternacht erst daheim sein wollten. Aber ich habe die letzten Stunden Messeluft noch mal genutzt.




Mal wieder ging es los mit einer Lesung in der Fantasy Leseinsel. Dieses Mal sollte dort Bettina Belitz aus ihrem neuen Buch "Mit uns der Wind" lesen. Die beiden Bücher, die ich bisher von ihr gelesen hatte, haben mir gut gefallen und das Neue klang auch wirklich interessant. Ich liebe ja Charaktere mit interessanten Krankheiten und Mona leidet an einer starken Form von Narkolepsie. Nach der Lesung wusste ich einfach, dieses Buch musst du kaufen und signieren lassen. In der Schlange traf ich dann die liebe Diana wieder. Außerdem haben wir die liebe Lisa kennen gelernt, die auch schon längere Zeit Leserin bei mir ist und immer mal wieder einen netten Kommentar hinterlässt. 





Nach dem Signieren ging es zusammen mit Diana zur Lesung von "Marienkäfertage" von Uticha Marmon. Wir beiden waren recht gespannt und hörten aufmerksam zu. Am Anfang bekam jeder einen kleinen Schokomarienkäfer als Einstimmung, was ich wirklich niedlich fand. Doch leider waren wir beide später der Meinung, dass wir dieses Buch nicht unbedingt lesen müssen. Es hörte sich zwar eigentlich ganz schön an, so nach einer Sommergeschichte, in der irgendwas passiert ist. Aber so unbedingt lesen muss ich das nicht. Vielleicht mal irgendwann, wenn es mehr positive Rezension gibt oder so^^
Anschließend verabschiedeten Diana und ich uns mit dem Versprechen, uns spätestens nächstes Jahr wieder zu sehen :)



Mein letzter Punkt für den Tag bzw für die Leipziger Buchmesse war die Lesung von Rainer Wekwerth zu seinem neuen Jugendbuch "Blink of Time". Die Labyrinth-Trilogie von ihm hat mir schon so wahnsinnig gut gefallen und als ich dann in der Vorschau gesehen habe, dass dieses Jahr ein neuer Reihenauftakt von ihm rauskommt, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme. Meine Kollegin kam auch gleich an und meinte, guck mal das ist doch was für dich^^
Leider fand ich die Lesung nicht so toll. Ich hatte große Schwierigkeiten mit dem Zuhören, weil ich recht weit hinten saß, um mich herum die Menschen sehr unruhig waren, und generell das Mikro etwas leise eingestellt war. Deshalb habe ich leider nicht so viel mitbekommen, aber ich weiß so schon, dass ich es mir sowieso kaufen werde. Ich hatte ja irgendwie noch die Hoffnung, dass man es vielleicht so ganz exklusiv schon erwerben könnte, aber dem war leider nicht so. 


Somit endete die Leipziger Buchmesse 2015 für mich und wir machten uns auf den Weg Richtung Heimat. Es waren vier wundervolle Tage mit tollen Begegnungen, interessanten Buchentdeckungen und vielen Lesungen, die ich mir angehört habe.