Samstag, 21. Oktober 2017

Hörbuchrezension: "P.S. I still love you" von Jenny Han

Eigentlich wollte sie sich nicht in Peter verlieben, doch dann passiert es doch. Und plötzlich meldet sich John, dessen Brief jetzt erst ankam...
Allgemeine Infos:
Verlag: cbj audio
Sprecher: Leonie Landa
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: P.S I still love you
Erscheinungsdatum: 31.01.2017
Laufzeit: 460 Minuten
ISBN: 9783837138085


Klappentext:
Die 16-jährige Lara Jean hält ihre Gefühle gerne unter Verschluss, doch dem Charme des gut aussehenden Peter kann sie schließlich nicht widerstehen: Die beiden werden bei der Skifreizeit der Schule ein Paar. Dass sie bei einem Kuss im Whirlpool gefilmt werden: peinlich. Dass das Video plötzlich in der ganzen Schule kursiert: ein Desaster. Doch dass sich ausgerechnet jetzt ihr ehemaliger Schwarm John wieder meldet, macht die Liebeswirren perfekt! Kann man eigentlich in zwei Jungen gleichzeitig verliebt sein?


Meine Meinung:
Begeistert vom ersten Teil rund um Lara Jeans Liebesleben, musste ich einfach direkt den zweiten Teil hören und jetzt noch länger auf den Dritten warten. Aber erstmal zum zweiten Teil. Er hat mir wieder genauso gut gefallen wie "To all the boys I've loved before". Ich mag Lara Jean einfach und ihre Art, manchmal auch etwas naiv zu sein, aber insgesamt einfach super niedlich und sympathisch. Was damals alles nur Show war, hat doch Gefühle in ihr ausgelöst, denen sie sich jetzt bewusst wird.
Der Verlauf der Geschichte hat mir ganz gut gefallen. Irgendwie war es ja schon ein bisschen abzusehen, aber natürlich freut es mich umso mehr, dass es auch eingetroffen ist. Doch auch dieses Mal stellt das Highschool-Leben so manche Hürde in den Weg. Schön war auch einfach, dass wir nicht nur mehr über Lara Jean selbst sondern auch über die anderen Charaktere erfahren und sie mir so noch sympathischer bzw unsympathischer wurden. Man fühlt sich einfach direkt wohl mit ihnen.
Tja und plötzlich passiert etwas, mit dem man im ersten Teil noch nicht gerechnet hat und die Geschichte bekommt eine neue Wendung. Oder bleibt doch alles beim Alten? So richtig klar ist es noch nicht, auch nicht Lara Jean selbst.
Die Sprecherin macht ihre Sache wieder richtig gut und erweckt Lara Jean und ihre Geschichte perfekt zum Leben. Ich könnte ihr noch viele weitere Stunden zuhören und werde das hoffentlich auch im dritten Teil wieder können.


Insgesamt konnte der zweite Teil sehr gut mit dem ersten Teil mithalten. Wir verfolgen weiter Lara Jeans Lebens- und Liebesgeschichte, die dank der tollen Protagonistin einfach schön und niedlich ist. Unterstütz wird das Ganze wieder von der sehr passenden Hörbuchsprecherin Leonie Landa, die ich schon während des ersten Teils sehr mochte.
Einfach eine gute Lese-/Hörempfehlung für alle Jugendbuch-Liebhaber, die bereits "To all the boys I've loved before" mochten!

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Kurzrezension: "Für immer tot" von Bernhard Aichner

Sie wurde entführt und lebendig begraben mit einem Handy. Sie kannte den Täter. Doch alles spricht dagegen, vor allem die Zeit...

Allgemeine Infos:
Verlag: btb
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Für immer tot
Erscheinungsdatum: 09.05.2016
Seitenzahl: 240
ISBN: 9783442713677


Klappentext:
Um sie herum ist alles dunkel. Sie hat keine Ahnung, wo sie sich befindet. Neben ihr nur zwei Flaschen Saft und ein Handy – ihre einzige Verbindung zur Außenwelt, zur Polizei und zu ihrem Stiefsohn, dem Totengräber Max Broll. Ihre letzte Erinnerung: Ein Mann ist in ihre Wohnung eingedrungen, hat sie überwältigt, in eine Kiste gepfercht und irgendwo im Wald vergraben. Und sie erinnert sich auch, wer der Mann war: Leopold Wagner, der „Kindermacher“. Das Problem ist nur: Wagner kann es nicht gewesen sein, denn er sitzt seit achtzehn Jahren hinter Gittern.

Meine Meinung:
Ein Seniorenhandy liegt plötzlich in seiner Wohnung. Unter einer Nummer spricht plötzlich seine Stiefmutter mit ihm, sie wurde entführt und lebendig begraben. Das Handy ist ihre einzige Verbindung zur Außenwelt und damit ihre Rettung. Damit beginnt eine große Suchaktion, wie die Stecknadel im Heuhaufen. Außerdem weiß Tilda, wer sie entführt hat. Max und sein bester Freund machen sich an die Ermittlungen, denn die Polizei glaubt ihr nicht.
Die Geschichte hat relativ plötzlich ohne große Einleitung begonnen und wurde auch recht bald spannend. Die ganze Situation ist angespannt und die begleitet uns auch bis zum Ende.
Man lernt die Charaktere erst im Laufe der Zeit kennen, aber insgesamt bleiben sie auch eher blass. Wahrscheinlich wäre das interessanter gewesen, wenn man den ersten Fall von Max Broll schon gekannt hätte. So konnte ich über die wenigen Kapitel nur eine geringe Bindung zu den Personen aufbauen.
Für einen kurzen Krimi war es gut, die Spannungskurve ausreichend und die Ermittlung mit Überraschungen und Hindernissen gespickt.
Das Ende und vor allem die Lösung des Falls fand ich für die Länge gut gemacht und plausibel.

Insgesamt ein eher kurzweiliger aber spannender Krimi. Mir hat er ein paar spannende Lesestunden bereitet, aber ich hätte auch nichts verpasst, wenn ich ihn nicht gelesen hätte. Vielleicht ist es interessanter, wenn man Max Broll bereits durch den ersten Fall kannte. Dennoch fand ich die Idee interessant! Insgesamt also ein spannender Fall mit einer guten Ausgangssituation.
Ich empfehle diesen Krimi jedem, der einen kurzen spannenden Krimi sucht. Ansonsten ein Tipp für alle, die Max Broll bereits schon von seinem vorherigen Fall kennen.

Samstag, 14. Oktober 2017

Rezension: "Ein ganz neues Leben" von Jojo Moyes

Wie geht Louisas Leben weiter ohne Will? Es scheint ihr unmöglich neue Hoffnung zu schöpfen. Doch dann passiert etwas Unerwartetes...

Allgemeine Infos:
Verlag: Wunderlich
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: After you
Erscheinungsdatum: 24.09.2015
Seitenzahl: 520
ISBN: 9783805250948


Klappentext:
Sechs Monate hatten Louisa Clark und Will Traynor zusammen. Ein ganzes halbes Jahr. Und diese sechs Monate haben beide verändert. Lou ist nicht mehr das Mädchen aus der Kleinstadt, das Angst vor seinen eigenen Träumen hat. Aber sie führt auch nicht das unerschrockene Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Denn wie lebt man weiter, wenn man den Menschen verliert, den man am meisten liebt? Eine Welt ohne Will, das ist für Lou immer noch schwer zu ertragen. Ein einsames Apartment, ein trister Job am Flughafen – Lou existiert, aber ein Leben ist das nicht. Bis es eines Tages an der Tür klingelt – und sich eine Verbindung zu Will auftut, von der niemand geahnt hat. Endlich schöpft Lou wieder Hoffnung. Hoffnung auf ein ganz neues Leben.


Mein Lesegrund:
Ich habe "Ein ganzes halbes Jahr" geliebt und war mir lange unsicher, ob ich die Fortsetzung überhaupt lesen möchte. Denn ich hatte große Angst, dass es mir den genialen Vorgänger kaputt macht. Doch dann hat meine Freundin mich dazu ermutigt und es mir kurzerhand zu Weihnachten geschenkt und nun habe ich mich endlich getraut.

Außerdem habe ich endlich die Verfilmung zu "Ein ganzes halbes Jahr" gesehen, die mir echt gut gefallen hat! Sie hat mich perfekt auf den Nachfolger eingestimmt. 

Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Die Vorgeschichte dürfte an dieser Stelle jedem bekannt sein. Etwa 12-18 Monate später setzt nun diese Geschichte an. Lou hat noch immer mit dem Verlust zu kämpfen und führt ein sehr bescheidenes Leben, mit dem sie auch nicht unbedingt super glücklich ist. Doch dann steht plötzlich jemand vor ihrer Tür. Vielleicht kann sich der ein oder andere schon denken, in welche Richtung es geht. Ich persönlich hatte es in dem Moment nicht erwartet, war also dementsprechend überrascht wie Lou selbst.
Grundsätzlich fand ich die Idee nicht schlecht, der Geschichte jetzt so eine Wendung zu geben. Es war in sofern alles plausibel und nicht übermäßig an den Haaren herbei gezogen. Es war ebenfalls stellenweise eine Achterbahnfahrt, aber nicht so tief emotional wie zuvor. Es gab traurige und lustige Erinnerungen an Will oder Gedanken a'la 'Was würde Will jetzt tun/denken?'
Es bietet sich also irgendwie eine vollkommenen neue Geschichte, die zwar eng mit dem Vorgänger verknüpft ist, aber ihn dennoch nicht kaputt macht. Außerdem treffen wir natürlich die Charaktere von damals wieder und sehen, was aus ihnen geworden ist, wie sie den Verlust verarbeitet haben und wo sie heute im Leben stehen.

...Schreibstil:
Die Autorin behält ihren tollen Schreibstil von "Ein ganzes halbes Jahr" bei und ich konnte wieder genau so gut in die Geschichte eintauchen. Außerdem schafft sie es sehr gut, dass ich mich in Lou und die restlichen Personen, insbesondere der Neuen, echt gut rein versetzen konnte. Aber die Emotionalität von damals konnte sie, mit wenigen Ausnahmen, nicht aufbauen. Was aber vollkommen ok ist, weil ich es auch nicht erwartet habe. 

Fazit:
Trotz großer Skepsis konnte mich die Geschichte von sich überzeugen. Eine neue Geschichte, angeknüpft an "Ein ganzes halbes Jahr", aber keinesfalls ein Abklatsch. Es kommt zwar auch nicht an den Vorgänger ran, aber dennoch war es lesenswert und schön. Zusammen mit Lou erinnern wir uns an Will und deren tolle Zeit. Aber wir gehen auch mit ihr einen neuen Weg, über viele Stolpersteine.
Insgesamt war es eine schöne Fortsetzung, die "Ein ganzes halbes Jahr" nicht kaputt macht. Auch wenn diese Geschichte definitiv nicht mithalten kann, habe ich sie gerne gelesen.

Ich empfehle dieses Buch denen, die wissen möchten, wie es nach Wills Tod mit Lou weiter geht und welche Person nun vielleicht in ihr Leben tritt. Dennoch kann ich an dieser Stelle sagen, ihr könnt es bedenkenlos lesen oder auch lassen. Es ist einfach eine schöne Ergänzung und nochmal eine Erinnerung an damals und über Lous Weg zurück zum Glück.

Freitag, 6. Oktober 2017

Lesestatistik September 2017

Der Herbst hält bei uns Einzug, momentan leider mit viel Regen. Dafür hatte ich vor allem am Anfang einen guten Lesemonat.

gelesene Bücher:
1.)"Bis ans Ende der Geschichte" von Jodi Picoult560 Seiten5 von 5 Wolken
2.)"Silber- Das dritte Buch der Träume" von Kerstin Gier464 Seiten3 von 5 Wolken
3.)"Der Sarg" von Arno Strobel384 Seiten4 von 5 Wolken
4.)"Herfischen" von Britta Sabbag & Maite Kelly285 Seiten3 von 5 Wolken
5.)"To all the Boys I've loved before" von Jenny Han352 Seiten4 von 5 Wolken
6.)"Dustlands- Der Herzstein" von Moira Young448 Seiten5 von 5 Wolken
7.)"Tränenbringer" von Veit Etzold480 Seiten3 von 5 Wolken
8.)"The Magician's Nephew" von C.S. Lewis240 Seiten3 von 5 Wolken (keine Rezension)
9.)"The Lion, the Witch and the Wardrobe" von C.S. Lewis205 Seiten4 von 5 Wolken (keine Rezension)
10.)"The Horse and his Boy" von C.S. Lewis240 Seiten3 von 5 Wolken (keine Rezension)

Damit habe ich im vergangenen Monat 10 Bücher (davon 2 Hörbucher) mit insgesamt 3.658 Seiten gelesen. Das macht in diesem Jahr 72 Bücher mit insgesamt 28.119 Seiten. Damit war dieser Monat kaum schlechter als der Vormonat. Trotzdem kam es mir zum Ende hin so vor, als hätte ich kaum gelesen.

Mein SUB hat einen Stand von 68 Büchern und 19 eBooks. Damit konnte ich weitere fünf Bücher abbauen und bin momentan sehr zufrieden damit. Vielleicht schaffe ich es ja bis Jahresende sogar unter die 80? Außerdem gab es diesen Monat mal wieder zwei neue Bücher für mich.
1.)"Tränenbringer" von Veit EtzoldRezensionsexemplar
2.)"Winterwassertief" von Lilly Lindnergekauft

Mein Monatshighlight ist eindeutig der Roman von Jodi Picoult, denn er hat mich begeistert, berührt und beschäftigt wie schon lange kein Buch mehr. 

Was war im September so los?
Die erste Monatshälfte war recht ruhig, ich bin sehr gut zum Lesen gekommen und habe das eine oder andere mit Freunden unternommen wie Spieleabende und Essen gehen.
Die zweite Hälfte standen dann meine Vorkurse in Mathe und Chemie an. Und damit für mich das erste Mal Uniluft. Sie liefen ganz gut und ich bin vom Stoff her froh, dass ich ihn nochmal wieder erwecken und auffrischen konnte. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich in den Wochen deutlich weniger gelesen habe als vorher. Zumindest fühlt es sich so an. 

Was plane ich für den Oktober?
Diese Woche konnte ich in Ruhe nochmal nach Hause fahren, meine To-Dos bearbeiten, lesen, bloggen, häkeln und faulenzen.
Nächste Woche steht dann die O-Woche an und das Programm verspricht, ganz interessant zu werden. Vielleicht lerne ich dort auch endlich mal mehr als ein zwei Leute kennen, denn das hat bisher noch nicht so gut geklappt.
Und dann starten die ersten Vorlesungen. Meinen Stundenplan habe ich bereits und bis auf einen Kurs stehen alle Zeiten schon fest. Sieht auf den ersten Blick ganz schön viel aus. Mal gucken, wie es so wird, wie ich mich am besten organisiere und wie und wann ich lesen werde.
Außerdem werde ich ab Ende Oktober wieder bei Thalia arbeiten. Dieses Mal allerdings als Weihnachtsaushilfe, also auch nur bis Ende Dezember. Ich freue mich schon drauf, auch wenn es teilweise mit der Uni zusammen auch etwas stressig wird. 

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Rezension: "Tränenbringer" von Veit Etzold

Der fünfte Fall für Clara Vidalis. Er bringt nicht nur sie, sondern auch mich an meine Grenzen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Knaur
Reihe: Teil 5 von 5
Originaltitel: Tränenbringer
Erscheinungsdatum: 01.09.2017
Seitenzahl: 480
ISBN: 9783426520697


Klappentext:
Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!


Mein Lesegrund:
Anfangen mit seinen Jugendbüchern, habe ich recht schnell auch die Clara-Vidalis-Reihe für mich entdeckt und bisher alle vier Teile gerne gelesen. So habe ich mich umso mehr gefreut, als der Verlag mir den fünften Teil zur Rezension angeboten hat.

An dieser Stelle, vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar!

Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, bei dem ich schon mal kurz schlucken musste. Aber das kennt man so eigentlich von seinen Büchern. Sie sind nie ganz ohne, nichts für schwache Nerven und Zartbesaitete.
Dennoch war dieses Buch krasser als seine Vorherigen. Etzold wählt als Täter immer die 'richtigen' Psychopathen, mit diversen Fetischen und Grausamkeiten. Das ist soweit auch vollkommen ok, weil man ja weiß, auf was man sich einlässt. Aber in diesem Buch übertrifft er sich selbst, und beschreibt viel detaillierter, als es gut ist. Das ist wirklich mein großer Kritikpunkt an diesem Buch: Es ist unnötig detailliert und damit selbst für mich, die gerne auch von den 'krassen' Tätern liest und nicht so zartbesaitet ist, einfach zu viel. Manche Passagen vor allem aus der Täterperspektive waren einfach nur übertrieben grausam und widerlich. Das wurde glücklicherweise zum Ende des Buches besser.
Zu dem kam mir dieser Fall irgendwie zu glatt vor. Anfangs hatten sie so überhaupt keine Spur vom Täter und auch keine Ahnung und plötzlich von jetzt auf gleich können sie sich alles zusammen reimen. An vielen Stellen war es schon plausibel, aber einfach zum Ende hin zu schnell und zu problemlos von der Lösung her.
Von den Charakteren her mochte ich die Geschichte sehr gerne, weil ich Clara und ihre Truppe echt sympathisch finde und wie sie untereinander sind und agieren. Da gab es auch dieses Mal nichts auszusetzen.

...Schreibstil:
Der Autor hat eine gute Art, Spannung aufzubauen und seine Figuren währenddessen weiter zu entwickeln. Damit konnte er mich bisher immer ganz gut packen, mit den unterschiedlichen Perspektiven von Clara und dem Täter. So hat er auch dieses Mal wieder eine gute Spannung aufgebaut, zumindest bis zu einem gewissen Punkt. 

Fazit:
Deshalb lässt mich der fünfte Teil etwas zwie gespalten zurück. Normalerweise lese ich die Bücher von Veit Etzold ganz gern und mag auch manchmal diese Grausamkeit und das Perfide. Aber das war mir hier eindeutig zu viel des Guten und stellenweise einfach nur ekelig. Dennoch war die Geschichte an sich gut, auch wenn der Fall insgesamt zum Ende hin zu glatt ablief. Grundsätzlich fand ich ihn und gerade auch den Täter aber nicht schlecht konstruiert.
Würde ich die Protagonistin und ihr Team nicht so sympathisch finden, hätte das Buch auch keine 3 von 5 Wolken mehr bekommen.

Ich empfehle dieses Buch denen, die wirklich keine schwachen Nerven haben, denn es ist grausam und ekelig. Aber dennoch spannend und somit ein Psychothriller mit einem sehr grausamen, krassen Täter.
Wer jedoch noch nie einen Veit Etzold gelesen hat, sollte wohl eher zu "Final Cut" von ihm greifen.

Samstag, 30. September 2017

Kurzrezension: "Dustlands - Der Herzstein" von Moira Young

Saba konnte ihren Zwillingsbruder retten, doch nun muss sie Jack finden, ihre große Liebe. Doch auf ihrer Reise durch die Dustlands muss sie einige Gefahren bestehen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Fischer /FJB
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Rebel Heart
Erscheinungsdatum: 23.04.2015
Seitenzahl: 448
ISBN: 9783596191321


Klappentext:
Sabas Zwillingsbruder wird von Soldaten verschleppt. Sie schwört, ihn zu finden und zu befreien. Mit dem Mut der Verzweiflung macht sie sich auf einen Weg voller Gefahren, Gewalt und Verrat. Sie kann niemandem vertrauen - auch nicht dem Mann, der ihr das Leben rettet.

Meine Meinung:
Es ist schon etwas her, dass ich den ersten Teil damals als Hörbuch gehört habe. Dank einer Zusammenfassung war das Vergangene wieder präsent und der Einstieg in die Geschichte fiel mir dementsprechend recht leicht.
Die Spannung war ziemlich schnell wieder aufgebaut und ich wollte unbedingt mehr erfahren, wollte Saba und die Anderen auf ihrer Reise begleiten, möglichst schnell alle Gefahren überwinden und Jack finden. Doch das wäre natürlich zu einfach und so gibt es wieder gefährliche Situationen und Feinde. Zu dem hält die Geschichte viele Wendungen und Überraschungen bereit. Also was dieses Mal so passiert ist, damit hätte ich nicht gerechnet und habe es auch nicht geahnt.
Saba selbst war dieses Mal noch interessanter als Protagonistin. Denn die Geschehnisse aus dem ersten Teil haben sie verändert, ihre Persönlichkeit und ihr derzeitiges Handeln. Außerdem merkt man einfach, welche Veränderung sie durch gemacht hat und wie es sie auch beeinflusst. Aber auch den anderen merkt man die vergangenen Ereignisse an, so auch Emmi und Lugh. Außerdem treffen wir nicht nur neue Charaktere, sondern auch alte Bekannte.
Man bekommt schon eine ganz leichte Ahnung, wohin es im dritten Teil führen wird. Dennoch bleibt da viel Luft nach oben für Spekulationen, besonders nach dem rasanten Ende von Teil zwei. Da ist einfach so viel auf einmal passiert und alles war wichtig. Echt ein super Abschluss für diesen Band!
Ich mag einfach die dystopische Welt, die die Autorin hier erschaffen hat. Sowohl landschaftlich echt gut ausgearbeitet, als auch von den Ereignissen und Personen. Das hat mir damals schon direkt gefallen und hat sich dieses Mal auch weiter fortgesetzt.

Insgesamt eine tolle Fortsetzung von "Dustlands - Die Entführung". Wieder genauso spannend, mit einem tollen Schreibstil und vor allem mit einer sehr interessanten und sympathischen Protagonistin und weiteren alten und neuen Charakteren. Endlich mal ein zweiter Teil, der sich sehen lassen kann und nicht deutlich schwächer ist als der Einstieg.
Ich empfehle "Dustlands - Die Entführung" einfach jedem, der auf der Suche nach einer tollen Dystopie ist!

Donnerstag, 28. September 2017

Hörbuchrezension: "To all the boys I've loved before" von Jenny Han

Sie hat an jeden Jungen, in den sie verliebt war, einen Liebesbrief geschrieben und ihn sicher zu Hause aufbewahrt. Doch plötzlich erreichen sie ihre Empfänger...
Allgemeine Infos:
Verlag: cbj audio
Sprecher: Leonie Landa
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: To all the boys I've loved before
Erscheinungsdatum: 29.08.2016
Laufzeit: 442 Minuten
ISBN: 9783837136364


Klappentext:
Lara Jeans Liebesleben war bisher eher unspektakulär – um nicht zu sagen: Sie hatte keines. Unsterblich verliebt war sie zwar schon oft, z. B. in den Freund ihrer großen Schwester. Doch sie traut sich nicht, sich jemandem anzuvertrauen. Ihre Gefühle fasst sie in Liebesbriefe, die sie in ihrer geliebten Hutschachtel versteckt. Niemand kennt ihr Geheimnis, bis zu dem Tag, als auf mysteriöse Weise alle fünf Briefe zu ihren Empfängern gelangen und Lara Jeans bisher rein imaginäres Liebesleben außer Kontrolle gerät.


Meine Meinung:
Schon nach wenigen Minuten war ich in der Geschichte drin, weil mir die Stimme von Leonie Landa einfach direkt gefallen hat. Sie hat Lara Jean für mich einfach optimal verkörpert und die ganze Geschichte gut gelesen und untermalt.
Lara Jean ist eigentlich eine typische 17-jährige mit den ganz alltäglichen Problemen. Zunächst erfahren wir viel über sie und ihre Familie und was sie für ein tolles Verhältnis zu ihrer großen Schwester hat, die jedoch zum Studieren weggeht. Und schon bald erfahren wir auch von den Liebesbriefen, die Lara Jean an jeden Jungen geschrieben hat, in den sie mal verliebt war. Doch plötzlich passt das, was nie passieren sollte: Ein Brief bzw alle erreichen ihren Empfänger und damit geht das Problem los. Denn besonders einer sollte nie davon erfahren.
So entwickelt sich eine leicht turbulente, lustige aber auch emotionale Geschichte rund ums Verlieben und Verliebt sein.
Die Idee hat mir gut gefallen und war einfach mal etwas anderes, als andere Jugendbücher dieser Art. Die ganze Geschichte über gibt es einige Aufs und Abs, die aber auch nicht zu übertrieben oder gezwungen gewirkt haben.
Das Ende bleibt natürlich etwas offen und wir dürfen gespannt sein, wie es bei Lara Jean weiter geht. Denn "P.S I still love you" ist glücklicherweise schon erschienen. Wohingegen wir auf den dritten Teil in der deutschen Übersetzung noch etwas warten müssen.

Insgesamt einfach ein schönes Jugendbuch mit einer sympathischen, niedlichen Protagonistin. Hauptthemen sind Verliebtsein und die erste Beziehung, sowie ein paar alltägliche Probleme.
Mir hat das Hörbuch dank der Sprecherin gut gefallen und ich bin schon echt gespannt auf den zweiten Teil, den ich ebenfalls als Hörbuch habe.
Einfach eine gute Lese-/Hörempfehlung für alle Jugendbuch-Liebhaber!

Sonntag, 24. September 2017

Kurzrezension: "Herzfischen" von Britta Sabbag & Maite Kelly

In ihrem Leben läuft es nicht so und nun möchte sie auch noch das Café ihres Onkels retten. Dafür sucht sie sich die perfekten Männer auf einer Partnerschaftsseite. Dumm nur, dass sie dabei selbst jemandem ins Netz geht...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Herzfischen
Erscheinungsdatum: 08.10.2015
Seitenzahl: 285
ISBN: 9783732505203


Klappentext:
Der ehemalige Kinderstar Josy kommt im Alltag nur schwer zurecht. Als dann das Café ihres geliebten Patenonkels Hugo vor dem Ruin steht, hat sie eine nicht ganz so legale Idee: Sie fischt flirtwillige Männer aus dem Meer der Partnerschaftsseiten im Internet, deren Herzen und Geldbeutel weit offenstehen. Doch einer ihrer ausgenommenen Fische engagiert eine Online-Security-Agentur, und so ist ihr bald der ehrgeizige Simon auf der Spur. Simon und Josefine werfen nun beide ihre Köder aus - doch was passiert, wenn gleich zwei Herzen im Netz landen?

Meine Meinung:
Der Klappentext verspricht ein lustiges Buch mit Liebe drin. Und genau das hält diese Geschichte auch für uns bereit.
Wir lernen Josy kennen, die es im Leben gerade nicht so leicht hat, denn arbeitslos wie sie ist, kann sie nicht so richtig Fuß fassen. Als dann auch noch ihrem Onkel die Pleite droht, möchte sie etwas unternehmen. Schon länger ist sie immerhin auf der Partnerschaftsseite unterwegs und warum nicht einfach mal deren Geld holen?
Simon lernen wir ebenfalls recht zu Anfang kennen, denn sie erzählen immer abwechselnd ihre Geschichte. Lustig wird es, als sie auch im wahren Leben zum ersten Mal aufeinander treffen und sich eigentlich gar nicht ausstehen können.
Durch die beiden Perspektiven bekommen wir ein ganz gutes Bild von Simon und Josy und natürlich auch, wie sie sich kennen lernen und wie sie über den anderen denken. Das hat mir echt gut gefallen und vor allem den Chat der Beiden fand ich schön. Sie waren in diesen Momenten beide einfach so offen und ehrlich.
Gerade zum Ende hin ist die Geschichte nochmal etwas ernster geworden, was ich so anfangs nicht vermutet hätte. Ein guter Abschluss der (Liebes-)Geschichte, wie ich ihn so nicht unbedingt erwartet hätte.

Insgesamt ist es eine lustige Liebesgeschichte, die doch stellenweise mehr Hintergrund hatte, als ich anfangs dachte. Dennoch war es für mich ein eher kurzweiliger, aber unterhaltsamer Lesespaß.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine lustige, leichte Liebesgeschichte sucht.

Samstag, 23. September 2017

Hörbuchrezension: "Der Sarg" von Arno Strobel

Lebendig begraben - ein Albtraum einer jungen Frau. 
Gleichzeitig werden Frauen genauso ermordet...

Allgemeine Infos:
Verlag: Argon Verlag
Sprecher: Nicole Engeln
Reihe: nein
Originaltitel: Der Sarg
Erscheinungsdatum: 27.11.2014
Laufzeit: 464 Minuten
ISBN: 9783839892275


Klappentext:
Stell dir vor, du liegst in einem Sarg. Und niemand hört dich schreien.
Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch sobald ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat eine junge Frau einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf, sie ist gefangen, hilflos, panisch. Sie kämpft, will sich befreien und liegt irgendwann einfach wieder in ihrem Bett. Als sei nichts geschehen. Doch da sind Blutergüsse und Kratzspuren an ihren Händen, Armen und Beinen ...


Meine Meinung:
Nicole Engeln hat ja schon mein letztes Hörbuch "Totenzeichner" gelesen, doch dieses Mal fand ich sie viel besser als Sprecherin. Dieses Mal konnte ich die Dialoge gut unterscheiden und sie hat einfach so unglaublich spannend und fesselnd erzählt, dass ich einfach weiter hören musste.
Aber auch die Geschichte konnte mich durch ihre Grundidee und durch Spannung von sich überzeugen.
Dieses Mal gab es für mein Empfinden relativ viele Personen, zu denen man aber recht bald einen Bezug hatte und sie auch auseinander halten konnte. Stark im Gedächtnis bleiben einem dabei Eva, die Frau mit den Albträumen, und der Ermittler Bernd. Beide fand ich gut ausgearbeitet und haben mir in ihrer Rolle gefallen.
Gerade hinter Eva steckt viel Detail, denn sie ist die Hauptperson des Ganzen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe ihre Albtraume auch mitverfolgen können. Und die kamen einem echt real vor.
Besonders zum Ende hin zieht die Geschichte nochmal richtig an mit viel Dynamik und Spannung. Es bildet einen guten, runden Abschluss für die Geschichte und eine echt gelungene Auflösung. Einen klitzekleinen Verdacht in diese Richtung hatte ich schon, aber trotzdem hat es mich überraschen können.

Mein zweiter Thriller von Arno Strobel und wieder konnte er mich mit seiner Geschichte und der Spannung begeistern. Ein ungewöhnlicher Fall mit einer echt guten Auflösung und einigen Stolpersteinen. Vor allem die Sprecherin hat für mich das Hörbuch ausgemacht und die Geschichte damit nochmal verbessert.
Ein Tipp für jeden Thriller-Fan!

Samstag, 16. September 2017

Kurzrezension: "Silber - Das dritte Buch der Träume" von Kerstin Gier

Der Abschluss der Silber-Trilogie: In der Traumwelt läuft es nicht mit rechten Dingen und auch in der Realität geht es turbulent zu...

Allgemeine Infos:
Verlag: Fischer
Reihe: Teil 3 von 3
Originaltitel: Silber - Das dritte Buch der Träume
Erscheinungsdatum: 08.10.2015
Seitenzahl: 464
ISBN: 9783841421685


Klappentext:
Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann. Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut.
Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden …

Meine Meinung:
Dieses Mal bin ich deutlich besser in die Geschichte rein gekommen, da sich das Geschehen nur kurz nach dem Ende des zweiten Teils abspielt.
Im Verhältnis zum zweiten Teil war die Geschichte dieses Mal direkt spannender und dramatischer und konnte mich einfach mehr packen.
Mein großer Kritikpunkt ist aber irgendwie das Ende, das mich etwas unentschlossen zurück lässt, wie ich das Buch letztendlich bewerten soll. Es gab eine Auflösung, die zwar Sinn ergibt, mir aber von den Beweggründen her etwas zu kindisch und simpel war. Ich kann es auf jeden Fall nachvollziehen, aber deswegen das Ganze?
Außerdem bleibt für mich der Knackpunkt aus Teil zwei und drei ohne Erklärung. Arthur treibt seine Machenschaften und es gibt keine wirkliche Erklärung dafür. Bzw die, die es gibt, genügt mir so nicht.
Man muss dazu sagen, dass es insgesamt keine großen Erklärungen rund um die Traumwelt gibt, sie ist einfach da und niemand weiß warum. Aber das ist okay. Damit kann ich leben, denn wer weiß denn nicht, ob es das wirklich so gibt. In so fern kann ich mir auch gut vorstellen, dass jemand da ein Schlupfloch für Bösartigkeiten findet. Aber trotzdem bin ich damit einfach nicht ganz glücklich.
Jedoch wird endlich das große Geheimnis gelüftet und wir erfahren, wer Secrecy ist. Das fand ich ziemlich genial gemacht und auch wie sie versucht haben, das herauszufinden.

Insgesamt mochte ich die Silber-Trilogie. Ich mag das Thema der Träume einfach super gerne und deshalb konnten die Grundidee und das Drumherum bei mir einfach direkt punkten. Auch der Verlauf der Geschichte hat mir soweit ganz gut gefallen. Dennoch fehlt es manchmal an Spannung bzw im letzten Teil vor allem an mehr Hintergrundinfos.
Insgesamt hat mir der Abschluss der Reihe zwar gut gefallen, aber leider auch nicht ganz viel mehr. Es fehlen mir einfach ein paar Informationen und somit bleibt es unter dem Anfangsteil, aber dennoch besser als der zweite Teil. Also eigentlich eine 3,5/5-Bewertung.

Donnerstag, 14. September 2017

Rezension: "Bis ans Ende der Geschichte" von Jodi Picoult

Eine ungewöhnliche Freundschaft, eine Frage von Moral und Schuld, ein lang gehütetes Geheimnis und eine schwerwiegende Wahrheit...

Allgemeine Infos:
Verlag: C. Bertelsmann
Reihe: nein
Originaltitel: The Storyteller
Erscheinungsdatum: 31.08.2015
Seitenzahl: 560
ISBN: 9783570102176


Klappentext:
Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?


Mein Lesegrund:
Dieses Buch wurde mir damals von einem lieben Vertreter ans Herz gelegt, als ich etwas ganz anderes anfragte. Aber Jodi Picoult habe ich vorher schon gelesen und war begeistert, deshalb war ich jetzt neugierig, auch wenn es normalerweise nicht so mein Thema ist.


Meine Meinung zu...

...Grundidee & Verlauf:
Anfangs wusste ich schon, dass dieses Buch anders wird als vorherige der Autorin. Das merkte ich irgendwie schon am Klappentext. Und genau so sollte es auch sein und irgendwie auch nicht.
Dieses Buch hat mich wirklich beschäftigt, dabei war der Anfang zunächst recht harmlos. Wir lernen Sage kennen und ihre Trauergruppe, bei der auch Josef ist. Dieser nimmt immer mehr Platz in Sages Leben ein und die Freundschaft, die sich zwischen ihnen entwickelt, erleben wir hautnah mit.
Bis Josef genug Vertrauen zu ihr entwickelt hat, um ihr von seiner Vergangenheit zu erzählen. Alles beginnt mit einem Foto, auf dem er in einer SS-Uniform zu sehen ist. Er erzählt von seiner Vergangenheit in Deutschland und Sage erfährt immer mehr von dem, was er damals getan hat.
An diesem Punkt habe ich direkt gemerkt, wie gut Jodi Picoult als amerikanische Autorin über das Thema recherchiert hat, denn sie hat einen kleinen Ort für ihre Handlung gewählt, nahe meiner Heimat und alles drum herum aufgebaut und mit wirklichen historischen Fakten untermauert.
Aber neben Josef und Sage gibt es auch noch ihre Großmutter, die ebenfalls während des Kriegs überlebt hat. Ihre Geschichte hat mich, ebenso wie Josefs, sehr tief berührt. Normalerweise liegt mir die Weltkriegsthematik in Büchern nicht so, aber hier war sie großartig. Ich habe mich voll und ganz in der Vergangenheit verloren, habe den Weg von Josef verfolgt und konnte ihn nachvollziehen. Aber auch das Leben ihrer Großmutter ging mir sehr nah, was sie alles getan und ertragen hat und wie sie sich selbst und andere davon ablenkte.
Außerdem kann Sage nicht untätig bleiben, recherchiert hinter seinem Rücken und kommt immer mehr in einen moralischen Zwiespalt. Sie hat wirklich an dem zu kämpfen, was er ihr erzählt und was sie selbst herausfindet.
Auch ich habe mich das während des Lesens gefragt: Was würde ich an ihrer Stelle tun? Ich finde, sie hat genau richtig gehandelt und vor allem das Ende ging mir sehr nah.
Am Ende überschlagen sich wirklich die Ereignisse, es steckt voller Emotionen und Dynamik und hat mich wirklich beschäftigt und tut es noch immer. Als ich das Buch zugeschlagen habe, saß ich da und wusste anfangs nicht, was ich denken soll. Je mehr Abstand zwischen mir und dem Gelesenen liegt, desto bewusster wird mir die Tragweite der Geschichte, die Botschaft, einfach alles. Mich hat schon lange keine Geschichte mehr so intensiv beeindruckt und berührt.

...Schreibstil:
Hier waren die unterschiedlichen Perspektiven einfach perfekt und auch notwendig. Diese Geschichte muss einfach von ihren unterschiedlichen Personen zur passenden Zeit erzählt werden und genau das schafft die Autorin sehr gut. Nicht alle fand ich auf Anhieb spannend, aber sie werden euch in ihren Bann ziehen. Außerdem kann man sich zu 100% in die Charaktere, besonders in Josef und die Großmutter, hinein versetzen. Das hatte ich so intensiv schon lange nicht mehr.
Vor allem diese 'Nebenkapitel', die immer mehr ihren Platz in der Geschichte einnehmen und was es mit ihnen auf sich hat, hat mich sehr beeindruckt und berührt. 

Fazit:
Die Autorin schafft hier erneut ein komplexes, gut recherchiertes Werk, bei dem die Vergangenheit und die schwerwiegende Frage nach Moral und Vergebung im Vordergrund steht. Das Thema ist keinesfalls einfach, aber sehr lesenswert.
Lange konnte mich keine Geschichte mehr auf diese Weise beeindrucken in ihrer Gesamtheit, mit ihren einzelnen Charakteren und deren Geschichten, mit dem Drumherum und vor allem mit der Aussage dahinter. Wahrscheinlich liegt es an ihrem Wahrheitsgehalt, denn genau so war es damals! Und sich das vor Augen zu führen, und dazu die Frage nach Schuld und Vergebung, machen dieses Buch wahrscheinlich so großartig und lesenswert.
Einfach ein beeindruckendes Buch, was wirklich gut recherchiert ist und den Leser in eine Welt entführt, die wir uns so gar nicht vorstellen wollen.

Ich empfehle dieses Buch jedem, der bisher gerne Bücher von Jodi Picoult gelesen hat. Aber auch eine große Empfehlung für jeden, der sich mit der Thematik rund um den zweiten Weltkrieg auf einer menschlichen Ebene und von beiden Seiten beschäftigen möchte.

Donnerstag, 7. September 2017

Lesestatistik August 2017

Der letzte Sommermonat liegt hinter uns und lesetechnisch lief er wirklich toll für mich.

gelesene Bücher:
1.)"Ewig und eins" von Adriana Popescu 320 Seiten4 von 5 Wolken
2.)"Der Bilderwächter" von Monika Feth480 Seiten3 von 5 Wolken
3.)"What if? Was wäre wenn?" von Randall Munroe368 Seiten5 von 5 Wolken
4.)"Two boys kissing - Jede Sekunde zählt" von David Levithan288 Seiten5 von 5 Wolken
5.)"Die wahren Märchen meines Lebens" von Barbara Fiorio320 Seiten4 von 5 Wolken
6.)"Regenbogentänzer" von Nicole Walter352 Seiten3 von 5 Wolken
7.)"Silber - Das zweite Buch der Träume" von Kerstin Gier416 Seiten3 von 5 Wolken
8.)"Witch Hunter" von Virginia Boecker400 Seiten4 von 5 Wolken
9.)"Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt" von Nicholas Gannon 368 Seiten4 von 5 Wolken
10.)"Der Totenzeichner" von Veit Etzold432 Seiten3 von 5 Wolken
11.)"Die Mittwochsbriefe" von Jason F. Wright288 Seiten4 von 5 Wolken

Damit habe ich im vergangenen Monat 11 Bücher (davon 1 Hörbuch) mit insgesamt 4.032 Seiten gelesen. Das macht in diesem Jahr 62 Bücher mit insgesamt 24.461 Seiten. Damit habe ich diesen Monat echt unglaublich viel gelesen, durch die verschiedenen Genre war so einiges dabei.

Mein SUB hat einen Stand von 73 Büchern und 19 eBooks. Damit bleibt der SUB auch diesen Monat unter 100 und ist nochmal um einiges gesunken. Neuzugänge gab es auch diesen Monat nicht, immerhin ging das Buchkaufverbot noch bis zum 20.August und danach konnte ich mich auch beherrschen.

Mein Monatshighlight war dieses großartige und wichtige Jugendbuch, mit einem sehr aktuellen Thema!

Was war im August so los?
Viel gelesen, wie geplant, habe ich auf jeden Fall geschafft. Den Punkt mit der Sonne müssen wir nochmal überdenken. Mal war sie da und leider auch ziemlich häufig nicht.
Dennoch war es ein toller Sommermonat. Viele Abende und gemütliche Runden mit Freunden, ein Feuerwerks-Wettkampf, der sehr genial war. Außerdem hatten wir einen ganz tollen Tag im Zoo Hannover mit perfektem Wetter und einigen Tierbabys.
Außerdem habe ich jetzt auch endlich Netflix und schon das ein oder andere geguckt. So habe ich gespannt "Stranger Things" verfolgt und bin beinahe mit "Tote Mädchen lügen nicht" fertig, da fehlen noch zwei Folgen, die ich wohl dieses Wochenende gucken werde. Das könnte in Zukunft echt mit meiner Lesezeit konkurrieren.

Was plane ich für den September?
Der September wird für mich ein ganz spannender Monat. Denn in der zweiten Hälfte geht es los mit meinen Vorkursen für Mathe und Chemie und nur eine Woche später beginnt auch schon fast das Studentenleben.
Ich bin wirklich aufgeregt und weiß nicht so recht, was mich erwartet. Damit einher geht dann auch ein halber Umzug von Daheim und meinem Freund, was auch noch ganz spannend wird.
Mal gucken, wie viel ich in der zweiten Monatshälfte noch zum Lesen komme, aber zumindest bei Narnia möchte ich dran bleiben. 

Mittwoch, 6. September 2017

Kurzrezension: "Die Mittwochsbriefe" von Jason F. Wright

Jack schrieb Laurel jeden Mittwoch einen Brief, über 40 Jahre ihrer Ehe hinweg. Nach ihrem Tod lesen ihre Kinder genau diese Briefe voller Liebe, Freude und Schicksale...

Allgemeine Infos:
Verlag: Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: The Wednesday Letters
Erscheinungsdatum: 13.09.2010
Seitenzahl: 288
ISBN: 9783453406513


Klappentext:
Fast vierzig Jahre waren Jack und Laurel verheiratet, als sie in derselben Nacht Arm in Arm sterben. Die drei erwachsenen Kinder kommen zum Begräbnis im Elternhaus zusammen – und entdecken im Keller ein Vermächtnis: Tausende von Briefen, die der Vater jeden Mittwoch an die Mutter schrieb. Wunderbare Briefe voller Liebe und Gefühl. Und ein Brief, der ein schreckliches Familiengeheimnis offenbart.

Meine Meinung:
Unter zahlreichen Mängelexemplaren hat mich damals genau diese Geschichte angesprochen. Zusammen mit Titel und Cover passte es einfach in mein Beuteschema nach einer schönen Geschichte mit Liebe drin und einem Hintergrund.
Genau das habe ich bekommen. Eine tolle Liebesgeschichte, deren Protagonisten wir in live leider nur viel zu kurz kennen lernen dürfen. Aber dafür noch lange weiter durch Jacks zauberhafte Briefe und durch Anekdoten und Erinnerungen an die Beiden.
Einfach die Idee der Mittwochsbriefe finde ich total schön. Dass Jack seiner Frau jeder Woche mal einen langen mal einen kurzen Brief geschrieben hat mit allem, was ihm zu dem Zeitpunkt durch den Kopf ging. Dabei war aber eben auch nicht immer alles gut und es gab Herausforderungen und Konflikte, ja auch ein Familiengeheimnis von dem die Kinder bisher noch nichts wussten.
Zugegeben hinter das Geheimnis war ich recht schnell gekommen bzw ich hatte sowas geahnt. Dennoch mochte ich einfach die Atmosphäre der Geschichte mit den Briefen und den Gefühlen und dieser tollen Familie.

Insgesamt ein eher kurzweiliges Buch, das jedoch voller liebevoller Briefe, einer tollen Familie und den verschiedensten Gefühlen und Schicksalsschlägen steckt. Diese Geschichte ist genau das Richtige, um einfach mal ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen. Lasst euch von der Liebe zwischen Jack und Laurel und generell von ihrer tollen Familie verzaubern!

Dienstag, 5. September 2017

Hörbuchrezension: "Der Totenzeichner" von Veit Etzold

Dieses Mal ist es ein spezieller Killer, der in Berlin sein Unwesen treibt. Denn evtl kommt er direkt aus den USA nach zehn Jahren Pause...

Allgemeine Infos:
Verlag: Lübbe Audio
Sprecher: Nicole Engeln
Reihe: Teil 4 von 5
Originaltitel: Der Totenzeichner
Erscheinungsdatum: 16.07.2015
Laufzeit: 420 Minuten
ISBN: 9783785750759


Klappentext:
Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It’s not over, till it’s over«.
Ist der Totenzeichner zurückgekehrt?


Meine Meinung:
Es ist nicht mein erstes Buch aus der Clara Vidalis- Reihe, aber das erste von ihnen, was ich als Hörbuch höre. Also für mich nochmal wieder eine neue Erfahrung trotz der bekannten Figuren und Konstellationen.
Nicole Engeln fand ich als Sprecherin ganz gut geeignet. So kam es mir vor, als würde Clara selbst uns die Geschichte erzählen. Jedoch hatte sie bei den anderen Charakteren ein paar Schwächen und so konnte ich bei Dialogen nicht so leicht folgen, wie ich es normalerweise gewöhnt bin. Aber Spannung konnte sie hingegen wieder recht gut aufbauen mit ihrer Stimme.
Der Fall als solcher war direkt zu Beginn etwas Neues, denn ein Teil der Geschichte spielt in den USA und zwar aus Ermittlersicht vor 10 Jahren.
Doch dann geht es gewohnt weiter und die Morde selbst ereignen sich wieder in Berlin und das bekannte Team rund um Clara nimmt die Spur auf.
Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Fall halten soll. Er war gut durch dacht, spannend, aber mit dem Ende bin ich nicht so ganz glücklich. Es passt zwar, ich kann es auch nachvollziehen und es ist schlüssig. Aber ich kann es persönlich einfach nicht gut fassen, dass es sowas geben soll oder geben kann.

Demnächst werde ich wohl eher wieder zum gedruckten Wort greifen, um den Dialogen etwas besser folgen zu können, auch wenn die Sprecherin grundsätzlich gut war. Aber vielleicht lag es auch einfach am Fall selbst, vor allem am Ende, das mich diese Geschichte nicht so spannend und fesselnd unterhalten hat, wie bereits die Teile vorher. Dennoch eine gute Fortsetzung und ein würdiger, interessanter Fall.

Sonntag, 3. September 2017

Kurzrezension: "Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt" von Nicholas Gannon

Eine wunderschön illustrierte Geschichte voller Fantasie und Abenteuer!

Allgemeine Infos:
Verlag: Coppenrath
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: The Doldrums
Erscheinungsdatum: 04.08.2016
Seitenzahl: 368
ISBN: 9783649619420


Klappentext:
Der 11-jährige Archer will die Welt erforschen, vom Dschungel bis zur Wüste – genau wie seine Großeltern! Doch die verschwanden vor zwei Jahren spurlos bei einer Expedition am Südpol. Seitdem lassen Archers Eltern ihn kaum noch vor die Tür. Schluss mit der Entdecker-Tradition! Doch als eines Tages ein einäugiger Kapitän vor Archers Tür auftaucht und ihm einen Haufen Koffer mit Reiseaufzeichnungen übergibt, steht für Archer fest: Er muss zum Südpol reisen und seine Großeltern finden!

Meine Meinung:
Damals habe ich mich auf Anhieb in dieses Buch verliebt. Die Aufmachung und die Illustrationen sind liebevoll, gezielt eingesetzt und verzaubern nicht nur junge Leser.
Die Geschichte rund um Archer ist ungewöhnlich, denn seine Großeltern sind große Entdecker, die momentan auf einem Eisberg verschollen sind. Archer möchte auch Abenteuer erleben und vor allem seine Großeltern finden. Davon sind seine Eltern jedoch alles andere als begeistert.
Doch was wäre ein Entdecker ohne seine beiden Freunde, und die sind genauso schön ausgearbeitet wie Archer selbst.
Anfangs hatte ich mir etwas anderes unter der Geschichte vorgestellt, doch sie war anders als gedacht. Aber nicht unbedingt schlechter, sondern ebenso interessant und verzaubernd. Ich wurde beim Lesen in eine andere Welt, in ein Abenteuer entführt und konnte mich gemeinsam mit Archer und seinen Freunden auf die ungewöhnliche Reise begeben.

Diese Geschichte verzaubert nicht nur durch sein Cover und seine liebevollen Illustrationen, sondern auch durch die Charaktere und die Geschichte selbst. Ein Buch voller Wundersamen, Abenteuer und Fantasie. Nicht nur für junge Leser ab 10 Jahre eine Empfehlung, sondern für alle Kinderbuch-Liebhaber!