Freitag, 4. November 2016

Hörbuchrezension: "Zirkus Mirandus" von Cassie Beasley

Den Zirkus Mirandus gibt es nicht nur in Großvaters Geschichten sondern tatsächlich. Und Micah muss ihn finden, denn sein Großvater braucht Hilfe vom Lichtkrümmer, der ihm noch ein Wunder schuldet...

Allgemeine Infos:
Verlag:
Hörcompany
Sprecher: Julian Greis
Reihe: nein
Originaltitel: Circus Mirandus
Erscheinungsdatum: 19.09.2016
Laufzeit: 300 Minuten
ISBN: 9783945709399


Klappentext:
Micah’s Großvater Ephraim hat ihm immer wundervolle Geschichten über den Zirkus Mirandus erzählt, einen magischen Zirkus, den er als Kind besucht hat. Aber jetzt liegt sein Großvater im Sterben und die griesgrämige Großtante Gertrudis ist bei ihnen eingezogen, um sich um Micah zu kümmern. Alle Magie aus Micah’s Kindheit scheint verschwunden zu sein, bis sein Großvater ein Geheimnis mit ihm teilt: der Zirkus Mirandus existiert wirklich und der Lichtkrümmer schuldet ihm ein Wunder. Mit seiner Freundin Jenny Mendoza im Schlepptau macht sich Micah auf die Suche nach dem Zirkus und den Mann, von dem er glaubt, dass er seinen Großvater retten kann.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover finde ich total ansprechend, denn es sieht aus wie der Eingang zum Zirkus oder zu einem speziellen Zelt und zieht den Betrachter förmlich in seinen Bann, wie den Jungen. Natürlich passt der Titel total gut, denn es ist der Name des Zirkus und was sollte da besser passen? Der Klappentext war der Grund für mich, warum ich dieses Buch lesen bzw hören wollte, denn er hat mich mit diesem magischen Zirkus sofort angesprochen. Ich war einfach gespannt auf die magische Geschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt bei Micah zu Hause. Man lernt seinen Großvater kennen, der im Sterben liegt und ihm damals Geschichten vom magischen Zirkus Mirandus erzählt hat, und seine Großtante, die nicht unbedingt sympathisch ist. Also nicht die besten Voraussetzungen und Micah macht sich große Sorgen, bis sein Großvater ihm erzählt, dass alle Geschichten wahr sind: Den magischen Zirkus gibt es wirklich. Damit war meine Neugier sofort geweckt und ich wollte mehr davon erfahren.
Die Idee hat mich ja direkt im Klappentext angesprochen und ich war natürlich total gespannt, wie der magische Zirkus umgesetzt sein würde und welches Wunder der Lichtkrümmer Micahs Großvater noch schuldet.
Einen Teil der Geschichte weiß man von Anfang an, also wie es ausgehen wird. Denn darauf baut einfach irgendwie alles auf und es ist natürlich auch das, was Micah am Meisten beschäftigt und wo er auch alle Hoffnung reinsetzt. Deshalb hatte ich etwas Sorge, dass die Geschichte da durch eine gewisse Moral bekommt und doof wird. Aber irgendwann rückt es für einen Moment, so wie Micah selbst auch, und es schwingt zwar immer noch mit, die Gesundheit von Micahs Opa, aber auf einmal kommt noch eine andere Thematik dazu, nämlich die Freundschaft zu Jenny seiner Schulkameradin.
Sie bildet einen tollen Gegenpol zu Micah, denn sie ist zunächst skeptisch, versucht Micah von seinen Hoffnungen abzubringen, kann sich aber auch super in ihn hineinversetzen und wird ihm einfach eine tolle Freundin, die er dringend braucht.
Den magischen Zirkus fand ich toll dargestellt. Einfach die ganze Magie drum herum, seine Geheimnisse, wie er aufgebaut ist und wie er das Leben von Micahs Opa beeinflusst hat und auch jetzt noch eine zentrale Rolle spielt. Aber eben auch, wie Micah den Zirkus langsam für sich entdeckt und seinen Geheimnissen auf die Spur kommt und so auch dem letzten Wunsch seines Opas, den man tatsächlich erst ganz am Ende erfährt. Das fand ich einen super schönen Abschluss für die Geschichte, weil sich das ganze Buch darum dreht und dann geht es einfach schön zu Ende, weil einfach beide die gleiche Idee hatten und der Zirkus nun auch einen wichtigen Bestandteil von Micahs Leben ausmacht.

...Schreibstil & Sprecher:
Von Julian Greis hatte ich bisher noch nichts gehört, aber ich fand seine Stimme nach wenigen Minuten angenehm. Nicht super herausragend, aber sie hat sich mit der Geschichte entwickelt und passte dann auch gut dazu und zu den einzelnen Charakteren. Besonders die einzelnen Menschen aus dem Zirkus hat er sprachlich toll gestaltet und damit hatten sie direkt was besonderes, was den Zirkus noch mal unterstützt hat.
Cassie Beasley war mir auch bisher noch kein Begriff, denn es ist ihr Debüt. Doch ich war positiv überrascht, Ich hatte ihn fast kindlicher befürchtet, aber er war echt angenehm. Dennoch bleibt er auch in komplexen Situationen verständlich und man kann der Geschichte gut folgen.


Fazit:
Die Geschichte hat mir gut gefallen, der magische Zirkus war eine tolle Grundidee, die ich gut ausgearbeitet fand. Aber eben nicht nur der Zirkus an sich, sondern auch das ausstehende Wunder. Auch die Themen Freundschaft und Trauer sind super dargestellt, gerade auch wie eng Freud und Leid beieinander liegen. Das Ende bildete einfach einen tollen Abschluss der Geschichte! Der Sprecher hat gut zum Zirkus und der Geschichte gepasst - insgesamt also auch als Hörbuch empfehlenswert!
Ich würde diese Geschichte für Kinder ab 10 Jahre empfehlen, die gerne lesen und etwas Magisches suchen, aber eben auch keine richtige High-Fantasy-Geschichte. Eventuell auch etwas um das Thema Trauer und Neuanfang sowie Freundschaft zu bearbeiten, ohne all zu moralisch zu sein. Sie sollten aber schon gerne lesen und auch Spaß an etwas komplexeren Geschichten mitbringen. Ansonsten eine Leseidee für Junggebliebene, die einfach die Idee vom Zirkus Mirandus anspricht und sich auf diese Reise einlassen möchte.

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