Sonntag, 24. Juli 2016

Rezension: "Hades" von Candice Fox

Hades, der Herr der Unterwelt, findet zwei halbtote Kinder vor seiner Haustür. Doch er gibt sie nicht auf, kümmert sich um sie, gibt ihnen ein Zuhause. Bis sie später Cops der Sydneyer Mordkommission werden...

Allgemeine Infos:
Verlag: Suhrkamp
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: Hades
Erscheinungsdatum: 09.05.2016
Seitenzahl: 341
ISBN: 9783518466735


Klappentext:
Hades ist der ›Herr der Unterwelt‹ von Sydney. Er weiß alles über das Verbrechen in seiner Stadt, denn auf seiner gigantischen Müllhalde entsorgt er gegen Honorar Menschen, die gewaltsam zu Tode gekommen sind. Dieses Schicksal hätten auch beinahe die Kleinkinder Eden und Eric geteilt, die man bei Hades deponiert hat. Aber die beiden leben noch. Sie wachsen bei Hades auf und werden Top-Cops bei der Mordkommission von Sydney. Das ist jedoch nur ihr eines Gesicht, ihr eines Konzept von »Gerechtigkeit«. Denn schließlich hat Hades Eden und Eric erzogen.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover passt perfekt zum Inhalt und könnte fast schon ein Filmcover sein, weil ich mir das einfach ganz genau so vorstellt habe. Der Titel passt natürlich auch, immerhin nimmt Hades die beiden Kinder auf. Der Klappentext klingt total interessant und war letztendlich genau das, was mich angesprochen hat, als es als Leseexemplar kam. Dazu kam noch meine Freundin, die gesagt hat, dass es gut war.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit genau mit der Situation, wie Hades die beiden Kinder bekommt, um sie sozusagen zu beseitigen. Denn genau dafür ist er bekannt, Leichen verschwinden zu lassen. Doch er bringt es nicht richtig über sich, denn sie leben ja noch, wenn auch schwer verletzt und verängstigt. Langsam päppelt er sie auf und erarbeitet sich ihr Vertrauen.
Die Idee fand ich einfach richtig klasse. Hades als Person hat mich dabei sehr fasziniert, weil er eben nicht nur seine böse Seite hat, sondern auch ein großes Herz, was er ja direkt am Anfang schon unter Beweis stellt. Und dann natürlich Eden und Eric selbst, die später Cops in der Mordkommission werden und man ihnen einfach anmerkt, dass sie etwas zu verbergen haben. Ganz besonders als Eden einen neuen Kollegen Frank bekommt, dem das Ganze irgendwie seltsam vorkommt.
Die Geschichte lebt eigentlich von der Geschichte von Eden und Eric, die so ungewöhnlich, spannend und irgendwie auch perfide ist, dass dabei fast der eigentliche Fall, an dem die beiden mit Frank ermitteln, gar nicht das Hauptaugenmerk der Geschichte ist und eher so nebenher läuft. Vielleicht macht das genau das Besondere und Ungewöhnliche an diesem Buch aus, weil genau das mich fasziniert hat.
Das Ende war so spannend und so fies. Ich würde am liebsten jetzt sofort weiter lesen bzw ich kann es mir einfach nicht so richtig vorstellen, dass das wirklich passiert ist, was passiert ist und dass es so weiter geht, wie es angekündigt war. Die nächsten beiden Teile könnten also ziemlich interessant werden und spannend weiter gehen.

...Schreibstil:
Wir haben mehrere Perspektiven in diesem Thriller, wie es so üblich ist. Doch dabei spielt eine konstant in der Vergangenheit und die macht fast den meisten Reiz der Geschichte aus. Zumindest fand ich die absolut interessant. Natürlich haben wir auch eine Täter-Perspektive, eine Opferpespektive und noch ein paar andere. Das Zusammenspiel der Einzelnen hat zusätzliche Spannung erzeugt und ich fand es gut gemacht.


Fazit:
Lasst euch nicht davon abschrecken, dass Suhrkamp drauf steht. Drin steckt ein super spannender Thriller mit einer ganz neuen, ungewöhnlichen, spannenden und perfiden Geschichte, die nichts für schwache Nerven ist. Sie lebt einfach von ihren Charakteren, deren Geschichte und dem spannenden Schreibstil. Lest einfach mal die ersten drei Kapitel und lasst euch drauf ein, ihr werdet überrascht werden.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal einen neuartigen Thriller sucht, vielleicht ein Geheimtipp für jeden, der mal etwas fernab der Masse sucht, dass es so noch nicht gab. Aber ihr solltet definitiv keine schwachen Nerven haben.

1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Tolle Rezension, jetzt habe ich noch mehr Lust auf das Buch als vorher schon! :-) Ich liebe Bücher mit zwiespältigen Protagonisten. Irgendwie muss ich bei der Geschichte an einen meiner absoluten Lieblingsfilme denken, "Leon, der Profi", in dem sich ein Profikiller unversehens als Ziehvater eines kleinen Mädchens wiederfindet. Kennst du den? Wenn nicht, kann ich ihn nur empfehlen, allerdings unbedingt den Director's Cut, denn die Kinoversion macht aus einem interessanten Thriller-Drama einfach nur einen Actionfilm...

    Mich schreckt der Verlag nicht ab, ich habe nichts gegen Suhrkamp. :-D

    Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfaht durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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