Freitag, 8. Juli 2016

Rezension: "Das Juwel - Die Gabe" von Amy Ewing

Sie lebt in einer Welt voller Armut, doch sie hat eine Gabe. Eine Gabe, mit der sie Dinge wachsen lassen kann. Eine Gabe, die andere Leute sich zu Nutzen machen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Fischer
Reihe: Teil 1 von 3
Originaltitel: The Juwel
Erscheinungsdatum: 20.08.2015
Seitenzahl: 448
ISBN: 9783841421043


Klappentext:
Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover finde ich wirklich wunderschön und auch der Titel klingt toll. An sich ist der Klappentext sehr interessant, aber ich stand der Geschichte skeptisch gegenüber, weil meine Freundin es sehr unmoralisch fand. Da mir meine Kollegin die ganze Zeit davon vorgeschwärmt hat, habe ich mich doch mal dran gewagt.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer kleinen Einführung in Violets Leben, wo sie herkommt, wo sie nun lebt und was ihr in naher Zukunft bevorsteht. Ich fand es wirklich interessant, diese völlig andere Welt kennen zu lernen und gleichzeitig auch sehr erschreckend.
Die Idee ist eindeutig mal was Neues. Diese beschriebene Welt mit dem Juwel und der Gabe war schon ziemlich interessant. Die Auktion und was danach kommt jedoch sehr krass.
Es geht um Leihmutterschaft und das auf eine ziemlich krasse Art und Weise. Aber nicht nur das, sondern generell der Umgang mit den Mädchen, die diese Gabe haben, hat mich total erschreckt. Die Umstände, unter denen sie leben, was sie über sich ergehen lassen müssen, ist nicht normal und wird sehr deutlich dargestellt. Die Moral und Ethik ist definitiv ein großer Kritikpunkt an dieser Geschichte, vor allem weil das Buch ab 14 Jahre deklariert ist. Und das finde ich definitiv ungeeignet. Frühestens ab 16, am besten gar nicht als Jugendbuch sondern zur Erwachsenen-Fantasy.
Es ist auf keinen Fall ein schlechtes Buch. Ich fand es wirklich spannend und von der Grundidee und Gesellschaft her super gemacht. Irgendwo war es auch total interessant zu lesen und ich habe mitgefiebert und gehofft. Es hat mich auf jeden Fall in seinen Bann gezogen und aus diesem Grund liegt schon Teil 2 bei mir zu Hause.
Ich hätte mir mehr Infos zu der Entstehung der neuen Stadt und den Gaben an sich gewünscht. Wo kommen sie her und was können sie alles? Ich denke, dass diese noch ungeahnte Ausmaße annehmen können.
Das Ende war ein ziemlicher Cliffhanger. Irgendwie möchte ich unbedingt wissen, wie es weiter geht und irgendwie habe ich auch Angst vor dem, was noch passiert und was uns erwartet.

...Schreibstil:
Eigentlich hatte mich der Schreibstil schon auf den ersten Seiten gefesselt. Sie schreibt so bildhaft und lebendig, dass ich mir die Umgebung und das ganze Leben ziemlich gut vorstellen konnte, manchmal auch zu erschreckend gut.

Die Reihe:



Fazit:
Dieses Buch lässt mich sehr zwiegespalten zurück. Zum einen war es eine völlig neuartige, ungewöhnliche und gewagte Idee, die mich fesseln konnte. Auf der anderen Seite war es moralisch und ethisch sehr fragwürdig und dann noch die zu geringe Altersempfehlung dazu. Es war zwischenzeitlich echt heftig und erschreckend, wie man so mit Menschen umgehen kann. Dennoch fand ich die Geschichte irgendwie spannend und möchte mit gemischten Gefühlen wissen, wie es weiter geht. Allerdings fällt es mir schwer eine passende Empfehlung auszusprechen, weshalb es an dieser Stelle entfällt.

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