Sonntag, 19. Juni 2016

Rezension: "Es wird keine Helden geben" von Anna Seidl

Miriam hört einen Schuss. Ein Mitschüler, Matias, schießt um sich, läuft Amok. Ihr Freund Tobi wird tödlich verletzt und sie kann nichts tun. Wie wird ihr Leben nach diesem Ereignis weiter gehen...

Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: nein
Originaltitel: Es wird keine Helden geben
Erscheinungsdatum: 15.01.2014
Seitenzahl: 256
ISBN: 9783789147463


Klappentext:
Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist sehr neutral und deshalb kann ich weder sagen, dass es mir gefällt noch das nicht. Den Titel hingegen finde ich wirklich interessant gewählt und er bekommt im Buch auch eine schöne Bedeutung. Der Klappentext klingt eigentlich auch ganz ansprechend.
Damals habe ich das Buch als Rezensionsexemplar auf der Buchmesse bekommen und seit fast zwei Jahren lag es nun auf meinem SUB und ich dachte, ich lese es endlich mal.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt direkt in der Schule mitten in der im Klappentext geschilderten Situation. Gerade war noch alles normal und dann hören sie Schüsse. Miriam und ihre beste Freundin bringen sich in Sicherheit, doch Miriam geht nachgucken und sieht Mathias wild um sich schießen. Ihr Freund liegt tot am Boden und dann erschießt Mathias sich selbst. Auf jeden Fall ein krasser Einstieg. Jetzt geht das Leben weiter. Doch wie? Wie verändert so ein Ereignis das eigene Leben und wie kann man überhaupt damit leben?
Die Idee hat mir eigentlich gut gefallen. Amoklauf ist ja nicht so das alltägliche Thema und deshalb war ich neugierig, wie die Autorin dieses Thema umgesetzt hat und natürlich wie Miriam und ihre Freunde mit genau diesem Ereignis umgehen und wie es sie und ihr Leben verändert.
Ich fand es echt gut, wie das Thema dargestellt wurde und auch sehr authentisch, wie so ein Ereignis das Leben verändern und beeinflussen kann. Das merkt man nicht nur bei der Hauptperson Miriam, sondern auch bei ihren Freunden und Mitschülern. Alle gehen sehr unterschiedlich damit um und wollen drüber reden oder eben auch nicht. Ziehen sich zurück, ziehen um oder bleiben und stellen sich dem Geschehen. Versuchen ihr Leben weiter zu leben, und mit dem Geschehenen und dem Verlust umzugehen. Genau damit beschäftigt sich dieses Buch und das macht es auch gut.
Das Ende hat mir gut gefallen. Ein schöner Abschluss der Geschichte, der zeigt, dass Freud und Leid nah beieinander liegen und dass das Leben weiter geht, egal was passiert ist.

...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Es ließ sich gut und einfach lesen und hat auch von Sprache und Wortwahl gut zu Miriam und ihrem Alter gepasst, immerhin wird die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Das hat mir eigentlich echt gut gefallen, weil man so eben auch viele ihrer Gedanken und Gefühle erfahren hat.


Fazit:
Ein starkes Thema für ein Buch, was nicht so oft behandelt wird. Alleine deswegen sticht das Buch schon aus der Masse raus. Aber auch die Umsetzung hat mir gut gefallen. Es ist ein kurzer Abriss, wie ein Amoklauf das Leben und die Person selbst verändern kann. Der Schreibstil und die Charaktere haben das gut dargestellt. Das Ende bildete einen guten Abschluss für die Geschichte, wie man sie selten liest. Dennoch ist es ein recht kurzweiliges Buch, das aber dennoch überzeugen kann.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein Buch über Amoklauf lesen möchte und wie so ein Ereignis das Leben verändern kann, wie man danach weiter leben kann. Vielleicht ist es auch eine super Idee als Schullektüre.

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