Sonntag, 12. Juni 2016

Rezension: "Es scheint die Sonne noch so schön" von Barbara Vine

Eine Gruppe Jugendliche, die ausgelassen feiern und in den Tag hinein leben. Doch zehn Jahre später werden an diesem Ort zwei Skelette gefunden...

Allgemeine Infos:
Verlag: Diogenes
Reihe: nein
Originaltitel: A Fatal Inversion
Erscheinungsdatum: 28.10.2015
Seitenzahl: 467
ISBN: 9783257224177


Klappentext:
Ein langer, heißer Sommer im Jahr 1976. Eine zufällig zusammengewürfelte Gruppe junger Leute sammelt sich um Adam, der ein altes Haus in Suffolk geerbt hat. Sorglos leben sie in den Tag hinein, lieben, stehlen, existieren. Zehn Jahre später werden auf dem bizarren Tierfriedhof des Ortes zwei Skelette gefunden – das einer jungen Frau und das eines Säuglings...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover finde ich schon etwas seltsam und auch der Titel klingt nicht unbedingt nach einem Krimi/Thriller, der Klappentext dafür schon. Damals habe ich das Buch von einem lieben Kollegen zum Wichteln bekommen, weil es ein absolutes Herzensbuch von ihm ist. Aus diesem Grund habe ich mich drauf eingelassen und es gelesen, um ihm gerecht zu werden und mal was Neues auszuprobieren.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt eigentlich am Flughafen. Adam möchte mit seiner Frau verreisen und sieht aus dem Augenwinkel einen Inder. Doch er kann nicht genau sagen, ob es der von früher war oder nicht. Doch er erinnert sich an Troremmos und dass er seiner Frau noch nie von früher erzählt hat.
Zuvor haben wir jedoch von einem Leichenfund auf einem alten Tierfriedhof lesen, irgendwo in Suffolk. Eigentlich war ich gespannt auf die Geschichte, was damals in dem Haus passiert ist und was der Leichenfund damit zu tun hat.
Die Idee an sich gut angehört und mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Denn natürlich wollte ich auch wissen, was damals dort passiert ist.
Doch irgendwie bin ich mit der Geschichte nicht richtig warm geworden, was wohl am Schreibstil lag. Außerdem zog sich das Ganze, was früher passiert ist und was heute bei den einzelnen Personen, die damals dabei waren, passiert. Die verschiedenen Perspektiven fand ich gut und interessant, aber leider bin ich mit dem Schreibstil nicht klar gekommen.
Das Ende wurde dann etwas spannender, aber im Großen und Ganzen blieb es wie der Rest, eher ruhig und nüchtern erzählt.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war speziell. Also nicht unbedingt so außergewöhnlich, aber einfach so ungewohnt für einen Krimi. Es kam einfach nicht so richtig die Spannung auf. Es war nicht so packend. Eher ruhig und nüchtern im Erzählen. Denn das Meiste wurde einfach in der Gegenwart oder rückblickend erzählt. Da liegt auch das nächste Problem, die Übergänge zwischen Hier und Damals waren nahtlos und manchmal wusste ich nicht, wo ich war.
Dennoch konnte die Autorin die damalige Zeit der 70er gut einfangen und darstellen, mit dem Leben in Kommunen und ihren Charakteren aus unterschiedlichen Lebensbereichen und Hintergründen.


Fazit:
Es ist kein schlechtes Buch, denn die Idee hat mir gut gefallen und generell auch der Verlauf. Doch ich bin einfach nicht mit dem Schreibstil warm geworden und habe mich deshalb nicht so in die Geschichte einfinden können. Wahrscheinlich bin ich einfach zu jung dafür, denn die Geschichte spielt in den 70er und meine Kollegen, aus der Generation fanden das Buch genial.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal einen anderen Krimi lesen möchte und vielleicht auch die 70er miterlebt hat, denn dann ist es ein tolles Portrait der damaligen Zeit, verpackt in einer interessanten Geschichte.

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