Montag, 27. Juni 2016

Rezension: "Die längste Nacht" von Isabel Abedi

Sie findet ein Manuskript bei ihrem Vater, dass irgendetwas mit ihr macht. Wenig später findet sie sich genau in diesem Dorf wieder, dem Ort des Manuskripts. Und auch dieser Ort verändert sie, ruft Erinnerungen in ihr wach...

Allgemeine Infos:
Verlag: Arena
Reihe: nein
Originaltitel: Die längste Nacht
Erscheinungsdatum: 15.03.2016
Seitenzahl: 408
ISBN: 9783401061894


Klappentext:
Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet – aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah – in jener längsten Nacht ...


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover gefällt mir eigentlich ganz gut, auch wenn es nichts mit dem Inhalt zu tun hat. Der Titel hingegen passt zum Inhalt und der Klappentext ist evtl etwas zu lang, aber macht auf jeden Fall neugierig.
Ich habe bisher alle Jugendbücher von Isabel Abedi verschlungen und fand sie auch alle großartig. Um so größer war natürlich meine Freude, als ich gesehen habe, dass ein neues Jugendbuch von ihr erscheint.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt zu der Zeit von Vitas Schulabschluss. Ihre beiden Freunde und sie stehen kurz vor ihrer Europareise, auf die sich Vita schon ganz besonders freut, schließlich entkommt sie so einfach mal ihrem Alltag und ihrer Familie. Denn seit dem Unfall damals reden sie nicht mehr wirklich miteinander. Kurz bevor es losgeht, findet Vita das Manuskript, aber weiß nicht wirklich, warum sie dabei so ein seltsames Gefühl hat.
Damit war ich eigentlich ziemlich schnell in der Geschichte drin und wollte natürlich auch wissen, was es mit dem Manuskript auf sich hat.
Die Idee fand ich ziemlich interessant. Die Sache mit dem Manuskript klang interessant, vor allem dass sie nachher an genau dem kleinen Dorf landet, um das es dort auch geht. Dort trifft sie auf Luca, mit dem sie sich dann auch auf Anhieb gut versteht. Das hat mir so als Einstieg und Idee erst mal gut gefallen, zu mal ich als Leser ja auch schon weiß, dass noch was spannendes passiert, zumindest prophezeit es der Klappentext und darauf war ich noch gespannter.
Ich konnte mich super in dieses Gefühl des Schulabschlusses hineinversetzen, die Freiheit, die Vita und ihre Freunde auf einmal haben und die Reise, die sie planen.
Dennoch hat es irgendwie lange gebraucht, bis wirklich was passiert ist. Klar sie hatten einen tollen Reiseabschnitt im Dorf und haben Luca kennen gelernt, aber bis man sozusagen das erste über die längste Nacht erfahren hat, hat etwas die Hälfte des Buchs gedauert.
Dann war es allerdings recht spannend gemacht. Was ist damals in der längsten Nacht passiert? Jeder scheint die Wahrheit zu kennen, aber niemand möchte drüber reden oder erzählen nur Halbwahrheiten. Doch Vita lässt keine Ruhe und kommt den Geschehnissen Schritt für Schritt auf die Spur, was nicht nur sie sondern auch Luca verändert. Der spannende Teil war eigentlich ziemlich gut gemacht, aber es hat eben einfach so lange gedauert, bis es so spannend wurde, wie im Klappentext angekündigt.
Das Ende war gut. Es war ein schöner Abschluss der Geschichte, alles war geklärt und sie konnten mit dem Damals abschließen und damit leben, das Geschehene akzeptieren. Einfach ein schöner, runder Abschluss.

...Schreibstil:
Isabel Abedi konnte Vitas Gedanken und Gefühle gut einfangen. Ich war mitten drin in der Nach-dem-Abi-Freizeit und der Vorfreude vor der Europareise. Das hat sie echt schön dargestellt. Sehr gelungen fand ich auch immer wieder die Kapitel vom Verfasser des Manuskriptes, der immer mal wieder Situation dargestellt hat. Und jedes Mal habe ich drüber nachgedacht, wer es ist und wer sozusagen das Meiste zu verbergen hat.


Fazit:
Bisher waren alle Abedi-Jugendbücher großartig, aber dieses hier konnte für mich definitiv nicht mithalten. Die Idee klang vielversprechend, der Einstieg war gut und die Charaktere interessant. Auch der Schreibstil hat mir gefallen, aber die Geschichte hat einfach zu lange gebraucht, um in Schwung zu kommen bzw um das zu erfüllen, was im Klappentext versprochen wurde. Ich hätte mir die Spannung einfach nur schon zu einem früheren Zeitpunkt gewünscht. Denn der zweite Teil war echt spannend und gut gemacht.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen atmosphärischen Jugendbuch sucht, der Sommerfeeling und Italien und einen kleinen Roadtrip verspricht. Obendrauf gibt es noch eine Liebesgeschichte und sozusagen ein spannendes Familiengeheimnis.

1 Kommentar:

  1. Erstmal finde ich es gut, dass du sagst, dass bisher alle Bücher der Autrin gut waren, denn ich habe noch eins auf meinem SuB ;) und dann ist es natürlich schade, dass dieser Band nicht mithalten konnte, aber ich hoffe, dass dir die nächsten Bücher mehr "Glück" bringen.

    LG Piglet <3

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