Donnerstag, 30. Juni 2016

Rezension: "Albert muss nach Hause" von Homer Hickam

Er stellt sie vor die Entscheidung: Entweder ihr Mann oder Albert, der Alligator. Damit beginnt eine Reise quer durch Amerika, um Albert nach Hause zu bringen. Doch damit verändert sich auch das Leben von Homer und Elsie...

Allgemeine Infos:
Verlag: HarperCollins
Reihe: nein
Originaltitel: Carrying Albert Home
Erscheinungsdatum: 07.06.2016
Seitenzahl: 528
ISBN: 9783959670227


Klappentext:
"Ich oder der Alligator!"
Keinen Tag länger will Homer Hickam der Ältere sein Badezimmer mit einem bissigen Reptil namens Albert teilen. Als der Bergwerksarbeiter seiner Frau ein Ultimatum stellt, muss Elsie lange überlegen. Schließlich ist ein Leben ohne Alligator doch sinnlos. Wie alles hier in Coalwood, West Virginia. Die ganze trostlose Stadt liegt unter einer schwarzen Staubschicht begraben. Und selbst vor ihrer Ehe hat die Große Depression keinen Halt gemacht. Trotzdem fällt Elsie die Entscheidung – unter einer Bedingung: Sie müssen Albert nach Hause bringen. Zurück nach Florida. In einem alten Buick. Mit Alligator auf dem Rücksitz …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist ganz ansprechend, auch wenn sie Albert eigentlich auf dem Rücksitz transportiert haben. Den Titel finde ich super und auch der Klappentext klingt echt skurril und interessant.
Als das Buch neu im Laden eintraf, war ich zunächst etwas skeptisch, aber irgendwie bin ich den ganzen Tag um das Buch herum geschlichen und habe mich gefragt, ob ich es nicht mal lesen sollte. Dann stand es im Leseexemplar-Regal und ich habs direkt mitgenommen und gelesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt eigentlich direkt mit Homer, Elsie und Albert. Man lernt die drei kennen und ist schon nach dem ersten Kapitel direkt in der Geschichte drin und weiß, warum Homer will, dass Elsie sich entscheidet und man erahnt auch schon, warum es Elsie schwer fällt. Trotzdem war ich gespannt drauf, wie die Reise wird und vor allem wie sie Elsie und Homer verändern wird.
Die Idee klingt erst mal ziemlich skurril, aber der ausschlaggebende Punkt für mich und meine Faszination für diese Geschichte war wohl, dass der Autor im Prinzip die Geschichte seiner Eltern erzählt und das klang für mich gleich viel interessanter. Ansonsten eher ein ungewöhnlicher Roadtrip, immerhin ist ein Alligator und später auch ein Hahn dabei.
Elsie und Homer scheinen auf den ersten Blick ziemlich unterschiedlich zu sein. Homer ist glücklich und das Einzige, was Elsie glücklich zu machen scheint, ist Albert. Doch irgendwie finden sie auf der Reise ihre Gemeinsamkeiten wieder und lernen sich noch mal neu und anders kennen.
Denn auf ihrer Reise erleben sie so einiges. Sie lernen viele unterschiedliche Leute kennen, die ihnen auch nicht immer nur Gutes wollen. Sie verändern sich selbst, testen ihre Grenzen und probieren neue Dinge aus. Es hat schon Spaß gemacht, die Beiden auf dieser Reise und bei ihren Veränderungen und Erfahrungen zu begleiten. Da durch, dass sie viele unterschiedliche Stationen durchlaufen, wird es auch echt nicht langweilig und ich sage euch, dass jeder sein Lieblingskapitel finden wird.
Das Ende war eigentlich echt schön. Denn Elsie und Homer haben sich verändert, sind sich wieder näher gekommen und sind voller neuer Eindrücke.

...Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich wirklich angenehm. Anfangs gibt es eine kleine Einführung des Autors und auch nach jedem großen Abschnitt gibt es einen Kommentar dazu. Das hat mir ziemlich gut gefallen, immerhin erzählt er ja im Buch eigentlich die Geschichte seiner Eltern. Aber auch die Erzählungen selbst fand ich gut geschrieben, sodass es sich locker gelesen hat, aber eben auch nicht zu platt.


Fazit:
Eine skurrile, irgendwie auch wahre Geschichte, die mich genau deswegen fasziniert hat. Ein Roadtrip mit vielen verschieden Stationen, bei der jeder seinen Liebling finden wird. Dazu kommt ein schöner, persönlicher Schreibstil. Denn nach jeder Station gibt es einen kurzen Kommentar vom Autor, was mir die Geschichte noch näher gebracht hat. Die Erzählung lebt einfach von Homer, Elsie und Albert und die, zumindest die ersten Beiden, lernt man wirklich gut kennen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen liebenswürdigen, vielfältigen Roadtrip sucht, bei dem auch ein Alligator und ein Hahn dabei sind. Eindeutig eine Geschichte, die super für den Sommer ist, aber dennoch nicht total platt und eintönig.

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