Mittwoch, 23. März 2016

Rezension: "Letzter Bus nach Coffeeville" von J.Paul Henderson

Drei älteste Freunde machen sich in einem alten Bus quer auf den Weg durchs Land und treten damit die Reise ihres Lebens an. Mit dabei viele Erinnerungen und Lebensschicksale...

Allgemeine Infos:
Verlag: Diogenes
Reihe: nein
Originaltitel: Last bus to coffeeville
Erscheinungsdatum: 23.03.2016
Seitenzahl: 528
ISBN: 9783257069594


Klappentext:
Drei in jeder Hinsicht ziemlich älteste Freunde reisen in einem klapprigen Tourbus der Beatles quer durch die USA bis nach Mississippi. Mit an Bord: Alzheimer, die grausame Krankheit des Vergessens. Nach und nach steigen noch andere Passagiere mit kunterbunten Lebensläufen zu, die verrückt genug sind, um es mit so einem heimtückischen Mitreisenden aufzunehmen. Ein Buch, bei dem man ebenso oft Tränen weint wie Tränen lacht und das man dabeihaben will, wenn’s im eigenen Leben mal nichts mehr zu lachen gibt.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover hat mich einfach sofort angesprochen. Diogenes-Cover sind ja bekanntlich weiß, und genau deshalb sticht dieses so hervor. Der Titel klang zusammen mit dem Klappentext einfach total interessant und nach einer Geschichte, die mir gefallen könnte. Als dann das Leseexemplar per Mail kam, musste ich es einfach lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte mit einem Prolog, der mich sehr gut auf die Geschichte eingestimmt hat. Es spielt nämlich auf die Situation aus dem Klappentext an und ich wollte natürlich die Geschichte dahinter wissen und war direkt im Geschehen. Doch nach dem Prolog wurde erst mal Gene ziemlich ausführlich vorgestellt...
Die Idee klang im ersten Moment irgendwie echt schön und interessant. Fast wie so eine typische tragische Lebensgeschichte, bei der Freunde an der Seite sind und noch mal das Leben Revue passieren lassen.
Wie schon gesagt, Gene wurde sehr ausführlich vorgestellt und dann Nancy, und dann Bob. Damit waren die drei Hauptcharaktere komplett und ich hoffte, dass die Geschichte endlich in Fahrt kam. Denn bisher fand ich es eher langweilig und eintönig, denn von der angekündigten Geschichte auf dem Klappentext war noch nichts zu merken. Dafür kannte ich die drei Personen ziemlich ausführlich, was mir aber ehrlich gesagt zu viel war. Denn genauso ging es weiter. Es kamen noch Personen hinzu, die auch diese Reise aus unterschiedlichen Gründen unternahmen und auch die lernte man viele Kapitel lang kennen. Weniger Info wäre mir in diesem Fall echt lieber gewesen.
Dann begann die eigentlich Busreise und die war auch echt interessant und so wie ich mir das vorgestellt hatte. Nur schade, dass es nur die letzten 150 Seiten, die mir richtig gut gefallen haben und der Rest mehr ein sehr langer und ziehender Einstieg war.
Wie schon gesagt, dass Ende fand ich wiederum gut, dafür dass mir der Einstieg und der Hauptteil nicht wirklich gefallen haben. Wäre doch die ganze Geschichte so wie das Ende gewesen.


...Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir nicht ganz so gut gefallen. Ich kann gar nicht mal so genau sagen, woran es lag. Eigentlich war er relativ schlicht gehalten und vielleicht hat genau das mir nicht so gut gefallen. Wahrscheinlich hätte ich mir gewünscht, dass es mehr Emotionen und Gefühle gab. Irgendwie war er mir einfach zu nüchtern und erzählend.


Fazit:
Ich hatte mich auf das Buch gefreut und war echt gespannt auf die Geschichte. Die Idee an sich war auch echt gut gemacht, aber leider hat mir die Umsetzung so gar nicht gefallen. Die Personen wurden viel zu ausführlich vorgestellt, obwohl das bei manchen gar nicht notwendig gewesen wäre und man das hätte deutlich abkürzen können. Außerdem war mir der Schreibstil einfach zu nüchtern und zu unemotional. Die letzten 150 Seiten waren allerdings echt super, nämlich genau so, wie ich mir die ganze Geschichte vorgestellt hätte. Warum konnte nicht das ganze Buch so sein?
Ich empfehle dieses Buch jedem, der gerne eine schöne Geschichte lesen möchte, in der es sich ziemlich viel um die einzelnen Personen dreht und man einen sehr guten Eindruck von jedem Charakter bekommt.

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