Mittwoch, 2. März 2016

Rezension: "Ein Bild von dir" von Jojo Moyes

Zwei Frauen, ein Jahrhundert auseinander und doch sind ihre Schicksale irgendwie verbunden, nämlich durch ein Gemälde. Und beide müssen etwas opfern, um ihr Glück zu finden...

Allgemeine Infos:
Verlag: Rowohlt
Reihe: nein
Originaltitel: The girl you left behind
Erscheinungsdatum: 23.01.2015
Seitenzahl: 544
ISBN: 9783499269721


Klappentext:
Zwei Paare – getrennt durch ein Jahrhundert, verbunden durch ein Gemälde.
Während um sie herum der Erste Weltkrieg tobt, versucht Sophie stark zu sein – für ihre Familie, für ihren Mann Édouard, der auf Seiten Frankreichs kämpft. Nur ein Gemälde ist ihr geblieben, das sie an ihr gemeinsames Glück erinnert. Ein Porträt, das Édouard einst von ihr malte. Und das ihn jetzt retten soll …
Hundert Jahre später. Liv trauert um ihren Mann David. Vor vier Jahren ist er gestorben, viel zu früh. Livs kostbarster Besitz: ein Gemälde, das er ihr einst schenkte. Der Maler: Édouard. Das Modell: Sophie. Als ihr dieses Gemälde genommen werden soll, ist sie bereit, alles zu opfern. Auch das eigene Glück …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Die Cover von Jojo Moyes finde ich immer relativ schön mit den Scherenschnitten und auch dieses hier ist wieder gut gelungen. Der Titel passt zum Inhalt und der Klappentext klingt interessant. Da ich bisher alle Bücher von Jojo Moyes gelesen habe, war für mich klar, dass ich dieses auch lesen muss, besonders jetzt nachdem ich die Vorgeschichte gelesen habe.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mitten in Sophies Alltag. Frankreich befindet sich im Krieg und ist von den Deutschen besetzt. Man war einfach direkt im Geschehen drin und wollte wissen, wie es weiter geht. Vor allem ab dem Zeitpunkt, an dem das Gemälde das erste Mal aufgetaucht ist. Schließlich war ich total gespannt drauf, wie es später bei Liv gelandet ist.
Die Idee der beiden Frauen und den eigentlich vollkommen verschiedenen Schicksalen, die trotzdem miteinander verbunden sind, fand ich ziemlich interessant und ich war wahnsinnig gespannt darauf, wie es denn miteinander in Verbindung steht. Und vor allem was das Gemälde damit zu tun hat.
Jojo Moyes hat mit diesem Buch mal eine andere Richtung eingeschlagen, nämlich irgendwie die Ansätze einer Familiengeschichte, aber irgendwie auch nicht so ganz. Es war einfach mal etwas anderes von ihr, was mir aber nicht ganz so gut gefallen hat.
Die zwei Handlungsstränge hatten einfach einen ganz anderen Schwerpunkt und der Teil von Sophie hat mir eindeutig besser gefallen. Irgendwie war es viel authentischer und dramatischer. Klar war der von Liv auch gut, aber da konnte ich mich einfach nicht ganz so rein finden bzw mitfühlen, wie es angebracht wäre.
Das Ende war auf der einen Seite ziemlich tragisch und auf der anderen Seite echt schön. Es war einfach ein guter runder Abschluss der beiden verschiedenen Erzählstränge.

...Schreibstil:
Entsprechend der etwas anderen Geschichte war auch der Schreibstil etwas anders. Aber insgesamt wusste ich ja, was mich erwartet auch bedingt durch die Vorgeschichte, und es hat mir eigentlich gefallen.


Fazit:
Nach der Vorgeschichte nun die richtige Geschichte von Liv und Sophie. Der Schreibstil war toll und auch die Art, wie die Geschichte aufgebaut war, hat mir gefallen. Doch irgendwie war es einfach nicht die typische Moyes, wie ich sie vorher gelesen habe. Mit der Geschichte hat sie versucht, eine andere Richtung einzuschlagen, die mir aber eben nicht ganz so gut gefallen hat. Leider fand ich nur einen der beiden Erzählstränge richtig großartig, aber der zweite, der von Liv, konnte mich einfach nicht in seiner Gänze begeistern. Dafür war das Ende ein guter Abschluss, aber auch da konnte mich Sophie mehr überzeugen als Liv.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon "Die Tage in Paris" gelesen hat und der gerne die eigentliche Geschichte von Liv und Sophie erfahren will. Ansonsten ein Tipp für jeden Paris-Fan, der einen schönen Roman sucht.


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