Samstag, 16. Januar 2016

Rezension: "Seelenangst" von Veit Etzold

Er nennt sich "Der Drache" und tötet bedeutende Leute mit wichtiger Position. Und der Weg führt direkt zum Chef-Exorzisten des Vatikan... Clara steht vor einem schwierigen Fall.

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Teil 2 von ?
Originaltitel: Seelenangst
Erscheinungsdatum: 16.08.2013
Seitenzahl: 414
ISBN: 9783404168446


Klappentext:
Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, hat gerade die Folgen ihrer Hetzjagd auf den Serienkiller „Der Namenlose“ verkraftet, als die Hauptstadt von einer neuen, noch perfideren Mordserie erschüttert wird. Ein Mann, der sich „Der Drache“ nennt, ist von einer grausamen Mission erfüllt: Er tötet Menschen, die nur nach außen hin eine vorbildliche gesellschaftliche Funktion ausüben. Und mit seinem satanistischen Hintergrund, seiner absoluten Besessenheit weist er Clara den Weg nach Rom: zum Chef-Exorzisten des Vatikans …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover finde ich eigentlich ganz cool, auch wenn es ziemlich schlicht gehalten ist. Aber trotzdem reizt es mich. Der Titel ist kurz und prägnant, aber passt sehr gut zum Inhalt. Der Klappentext hat mich direkt angesprochen und ich wollte es unbedingt lesen, da mir schon "Final Cut" von ihm wahnsinnig gut gefallen hat.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einer ziemlich widerlichen Szene, die mich aber irgendwie auch sofort gepackt hat. Der Leser trifft das erste Mal den Drachen und lernt seine Gedanken kennen bzw bekommt einen kurzen Eindruck. Anschließend trifft man wieder auf Clara Vidalis und ihre tägliche Arbeit und die Erinnerung an den letzten Fall. Damit war ich endgültig wieder vollkommen in der Geschichte drin.
Die Idee klang irgendwie ziemlich interessant. Ein Mörder, der nur bestimmte Personen mit gesellschaftlicher Funktion tötet, der zu dem noch eine Verbindung zu Satan hat.
Ein bisschen kann man es mit Dan Brown vergleichen. Nicht mit den Verschwörungen sondern mit den Sagen und Legenden rund um Satan und Exorzismus. Klar ist es irgendwie speziell, aber macht den Reiz dieser Geschichte aus. Dazu kommen Psychothrillerelemente und teilweise sehr widerliche Szenen. Also definitiv nichts für schwache Nerven. Dennoch braucht man da ein paar Seiten, um sich ins Thema zu finden und etwas suspekt bleibt es trotzdem.
Das Ende konnte mich vollkommen überraschen. Das hätte ich wirklich nicht erwartet. Wirklich alles aber nicht das. Veit Etzold schafft es einfach Fährten zu legen und Spannung zu erzeugen, die einfach nicht wahr sind bzw total falsch sind, aber man glaubt ihm einfach aufs Wort und wird dann um so mehr überrascht.

...Schreibstil:
Der Schreibstil von Veit Etzold gefällt mir einfach wahnsinnig gut. Nach wenigen Seiten war ich direkt von der Geschichte gefesselt und die erste Spannung war schon da. Dazu kommen die unterschiedlichen Perspektiven, die sehr gut aufgebaut und spannend gemacht sind. Brutale Szenen, psychologische Ermittlungen und alte Sagen. Das alles zusammen verknüpft macht ziemlich viel Spannung.


Fazit:
Die Idee ist wieder ähnlich dem ersten Buch von Veit Etzold, aber doch wieder ganz ganz anders. Es geht um vollkommen andere und ungewöhnliche Themen, aber trotzdem ist es zwischenzeitlich psychologisch und sehr widerlich und blutig. Dennoch ist es einfach ein sehr spezielles Thema, in das man sich erst mal rein finden muss. Außerdem kann die Geschichte einfach durch ein absolut geniales Ende überzeugen und einen tollen spannenden Schreibstil.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon "Final Cut" gelesen hat. Ansonsten etwas für jeden, dem Dan Brown gefallen hat, auch wenn es dieses Mal nicht um Verschwörungstheorien geht. Ansonsten einfach ein Thrillertyp für jeden, der Psychothriller, die auch etwas widerlicher sind.

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