Montag, 9. November 2015

Rezension: "Das Joshua-Profil" von Sebastian Fitzek

Max ist ein treuer Bürger, der keine Fliege was zu Leide tut, außer in seinen Romanen, mit denen er jedoch nicht so viel Erfolg hat. Aber er wird ein Verbrechen begehen, auch wenn er nichts davon weiß, aber Joshua...

Allgemeine Infos:
Verlag: Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Das Joshua-Profil
Erscheinungsdatum: 26.10.2015
Seitenzahl: 430
ISBN: 9783785725450


Klappentext:
Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover sieht düster aus und passt im übertragenen Sinne zur Geschichte. Titel und Klappentext passen ziemlich gut und machen neugierig. Natürlich musste ich dieses Buch lesen, denn es ist ein neuer Fitzek und nach "Der Blutschule" wollte ich wissen, wie die Beiden zusammenhängen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem Ausschnitt aus der Blutschule, nämlich einem spannenden Schlüsselkapitel. Danach lernt man Max bei seiner Arbeit kennen und in seinem Alltag, man erfährt von seinem Leben. Anfangs musste ich immer dran denken, dass Max der Autor der Blutschule ist und nicht der Protagonist selbst. Trotzdem war ich ziemlich schnell in der Geschichte drin und wollte weiter lesen.
Die Idee fand ich großartig. Predective Policing - Verbrechen vorhersehen, wer sie wann begehen wird. Klingt erschreckend und ist es auch irgendwie, aber bei der Datenspeicherung und -analyse von heute durchaus denkbar und möglich. Ein sehr modernes Thema und deshalb auch eindeutig wieder ein 'neuer' Fitzek.
Die Spannung war ziemlich schnell da und blieb auch fast durchweg da. Die ganze Zeit fragt man sich, wer ist Joshua und woher weiß er so viel und was geht da überhaupt vor sich. Man fliegt durch die Seiten und möchte einfach nur wissen, wie es weiter geht. Man hat Vermutungen und irgendwie auch nicht.
Fest steht, dass man "Die Blutschule" noch einmal anders sieht. Es war gut, dass ich das Buch vorher gelesen hatte, auch wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Aber die Geschichte steht eben damit im Zusammenhang und macht alles etwas griffiger und auch spannender.
Das Ende konnte mich komplett überzeugen. Da war noch einmal richtig Spannung hinter und man hat wirklich mit allem gerechnet. Vorher hätte ich nicht gedacht, dass es noch mal so spannend wird, denn da gab es fast schon eine kleine Länge und alles schien abgeschlossen. Aber das war es ja nicht, wie schon beschrieben. Also insgesamt ein überraschendes, gut durchdachtes Ende.

...Schreibstil:
Muss ich da eigentlich wirklich viel zu sagen? Es ist ein Fitzek und er schreibt auch so. Wäre auch seltsam wenn es nicht so wäre. Spannung bringt er einfach sehr gut rüber mit einer grandiosen Idee und man möchte einfach die ganze Zeit nur weiter lesen.


Fazit:
Ein guter und spannender Fitzek mit erschreckender Realität. Wo Fitzek draufsteht, ist auch Fitzek drin, so weiß man, was einem beim Schreibstil und der Spannung erwartet. Vom Thema her ist es eindeutig ein neuer Fitzek, denn es ist ein wahnsinnig aktuelles und erschreckendes Thema, was jeden betreffen kann, Predective Policing, die Vorhersage von Verbrechen. Glaub ihr nicht, lest dieses Buch! Zusammen mit "Der Blutschule" bekommt man noch mal ein anderes, näheres Leseerlebnis und es wird noch mal spannender. Trotzdem hatte es eine kleine Länge, die am Ende aber vergessen war, denn das Ende hat es wirklich noch mal in sich. Lest diesen Fitzek!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen Thriller lesen möchte mit einem Thema, das nicht aktueller sein könnte. Datenspeicherung und deren Analyse ist in aller Munde und was damit alles möglich ist, zeigt Fitzek uns in sehr spannender und erschreckender Art und Weise. Ein Muss für alle Fitzek-Fans, die auch schon "Noah" und "Passagier 23" gelesen habe und Gefallen daran hatten. Vielleicht auch etwas für jeden, der "Black Out" gelesen hat.

Kommentare:

  1. Hallöchen liebe Katja,
    ich habe dieses Buch einfach verschlungen. :D Ich habe es super gerne gelesen und bin froh, dass ich die Blutschule vorher gelesen habe. Ich kann die negativen Stimmen zum Joshua Profil irgendwie gar nicht verstehen. Aber die Geschmäcker sind eben verschieden. Nicht wahr? :D

    Liebst, Lotta

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  2. Hallo Katja!
    Also ich bin ja eigentlich ein riesen Fitzek-Fan, aber irgendwie hat mich der Klappentext hier einfach abgeschreckt, ich weiß auch nicht. Klingt für mich nicht nach einem typischen Fitzek (war bei "Noah" auch so. Mal sehen, ob ich mich doch noch aufrappeln kann & das Buch lesen werde! :)
    Laut deiner Kritik ist der Roman ja gar nicht mal so schlecht... Sollte ich mir wohl dann nochmal überlegen ;)

    Liebe Grüße
    - Peter

    http://petersbuecherkiste.blogspot.com/

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