Donnerstag, 22. Oktober 2015

Rezension: "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel

Die Grippe löscht fast die komplette Menschheit aus, doch ein paar wenige überleben und stellen sich dabei ihrem neuen Leben. Immer mit dabei die Erinnerungen an damals...

Allgemeine Infos:
Verlag: Piper
Reihe: nein
Originaltitel: Station Eleven
Erscheinungsdatum: 14.09.2015
Seitenzahl: 416
ISBN: 9783492060226


Klappentext:
Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext & Lesegrund:
Das Cover ist richtig schön und hat mich zusammen mit dem tollen Titel überhaupt erst auf die Geschichte aufmerksam gemacht. Dann kommt der Klappentext, der ganz anders ist als erwartet, aber dennoch sehr interessant. Eine Dystopie? Als Roman? Das könnte interessant werden.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt in einem Theater und einer Aufführung aus Sicht des Publikums. Plötzlich bricht jemand auf der Bühne zusammen und der Trubel geht los. Spannung kommt auf. Ich wollte wissen, wie es weiter geht. Dann geht es weiter und ein Anruf, der alles verändert. Was mich anfangs verwirrt hat, war vergessen, und ich war mittendrin in der Geschichte - im Ausbruch der Georgischen Grippe. Und natürlich wollte ich wissen, wie es weiter geht.
Die Idee fand ich ziemlich gut. Eine Dystopie, wie man sie sonst nur von Jugendbüchern kennt, als Roman. Ich war ziemlich gespannt drauf und musste unbedingt weiter lesen.
Es gab einige verschiedene Perspektive, in die man sich immer erst mal einfinden musste. Nicht mit allen bin ich so gut zurecht gekommen und die Wechsel dazwischen fand ich teilweise etwas verwirrend. Doch irgendwann liefen tatsächlich die Fäden zusammen und alles wurde klarer. Hauptsächlich geht es um die Zeit vor der Grippe und nicht so wahnsinnig viel um die Zeit danach, was ich aber viel interessanter gefunden hätte. Sie hingen alle sehr viel an ihrer Vergangenheit und so nebenbei wurde mal erwähnt, wie ihr Leben jetzt aussieht. So ein bisschen Vergangenheit war auch gut und sinnvoll mir persönlich aber etwas zu viel.
Das Ende war ein angemessener Abschluss der Geschichte. Nichts großartiges aber ganz solide.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war gut und man hat alleine vom Stil her etwas gemerkt, wenn die Perspektive gewechselt hat. Dennoch fand ich die Wechsel immer etwas verwirrend und brauchte einen Moment, um mich einzufinden und mich daran zu erinnern, wer diese Person ist und was vorher passiert ist. Insgesamt ließ es sich aber gut lesen.


Fazit:
Eine Dystopie als Roman. Kann das funktionieren? Die Grundidee war gut, der Schreibstil auch. Die Perspektiven der verschiedenen Personen waren generell gut gewählt, so dass man verschiedene Sichtweisen hatten. Trotzdem haben mich die Wechsel und die Vielzahl der Personen an sich verwirrt. Leider ging es mehr um die Zeit vor der Grippe als danach. Allerdings war die Zeit danach, als das Jetzt, viel spannender und interessanter als teilweise die Vergangenheit. Am Ende liefen alle Fäden zusammen und man konnte die Geschichte gut beenden. Ich hätte mir eindeutig mehr Zukunft gewünscht.
Trotzdem empfehle ich dieses Buch jedem, der einen guten Roman sucht, der das Leben vor und nach einer Katastrophe aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und das alltägliche Leben darstellt. So die klassische Dystopie ist es nicht, aber auch irgendwie nicht so richtig ein normaler Roman.

1 Kommentar:

  1. Ohhhh, wie Schade.
    Hatte das Buch eben in der Hörbuchvorschau entdeckt und mich gefragt, ob das nicht vllt. was wäre.
    Aber gut. Bei 3/5 Wolken werde ich mich auf jeden Fall gegen das Hörbuh entscheiden.

    Grüße
    Chrissi

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