Mittwoch, 21. Oktober 2015

Rezension: "Das geheime Vermächtnis" von Katherine Webb

Sie kehren zurück in das Haus, wo sie damals ihre Sommer verbrachte und wo in einem Jahr etwas schreckliches passiert ist. Doch was ist damals wirklich vorgefallen, über das niemand reden möchte?

Allgemeine Infos:
Verlag: Diana
Reihe: nein
Originaltitel: The Legacy
Erscheinungsdatum: 08.08.2011
Seitenzahl: 560
ISBN: 9783453355460


Klappentext:
Zwei Schwestern, ein brennendes Geheimnis und eine düstere Vergangenheit …
Nach dem Tod ihrer Großmutter erben die Schwestern Erica und Beth das Gut Storton Manor im englischen Wiltshire. Jahre sind vergangen, seit sie den herrschaftlichen Landsitz zuletzt betraten, zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an ihre Kindheit, als ihr Cousin Henry mit zwölf Jahren spurlos verschwand. Doch die Vergangenheit lässt Erica nicht los. Sie liest alte Briefe ihrer Großmutter und gerät immer tiefer in den Bann eines Familiengeheimnisses, das offenbar seit Generationen auf Storton Manor gehütet wird …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist so das typische Cover für Familiengeschichten - eine idyllische Landschaften und ein altes Gebäude drauf. Aber trotzdem ganz gut gemacht. Der Titel klingt interessant und der Klappentext macht Lust auf eine richtig schöne Familiengeschichte.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit der Ankunft von Beth und Erica in Storton Manor, wo sie viele Sommer ihrer Kindheit verbracht haben. Über dem ganzen liegt eine bedrückte Stimmung und beide sind sie nicht freiwillig hier. Es gehört eher zur Erfüllung des Testaments. Außerdem ist hier damals etwas passiert, über das niemand reden möchte, aber Erica will sich dem unbedingt auf die Spur begeben. Ich war natürlich gespannt, was mich erwarten würde.
Die Idee ist eigentlich wie immer. Das soll nicht heißen, dass sie schlecht ist. Aber irgendwie sind alle Familiengeschichten gleich aufgebaut und diese hier reiht sich da ein, auch wenn Erica sich direkt an etwas von damals erinnern kann, also zumindest weiß, dass was passiert ist.
Man war ziemlich schnell und der Geschichte drin und versuchte auch gleich munter Theorien aufzustellen, was damals passiert ist. Dann wechselte die Perspektive und es Anfang des 20. Jahrhunderts. Ich fand die Zeit lange, bis die beiden Erzählstränge zueinander gefunden haben. Außerdem waren die Kapitel generell sehr lang, aber das mag vielleicht auch nur mich stören. Ansonsten war die Geschichte gut und logisch aufgebaut. Es gab Spannung, Liebe, Intrigen, eben alles was eine gute Familiengeschichte bietet.
Das Ende war ok, auch wenn man nicht wirklich weiß, wie es nun weiter geht. Das Geheimnis wurde aufgeklärt und alles, was damit zusammen hängt. Von daher hat es mir gefallen. Aber die eigentliche Geschichte hatte eben ein offenes Ende. Damit kann man aber auch leben.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war ganz ok, aber meiner Meinung nach nichts rausragendes. Es ließ sich gut weg lesen. Noch besser wäre es mit kürzeren Kapiteln gewesen, aber da hat jeder eine andere Vorliebe.


Fazit:
Eine durchdachte Idee mit einer soliden Umsetzung. Die Kapitel waren mir viel zu lang, aber sonst war der Schreibstil gut zu lesen. Beide Erzählstränge waren gut ausgearbeitet, aber haben gebraucht, bis sie einen Zusammenhang hatten. Vielleicht hätte man die Geschichte in sich etwas kürzen können, auch wenn man gerne vom Leben in beiden Generationen gelesen hat. Das Ende konnte mich weitestgehend überzeugen, auch wenn mich eine Kleinigkeit gestört hat. Alles in allem ein guter, solider Familienroman für Nebenbei.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine schöne Familiengeschichte sucht, die in England spielt und bis Anfang des 20. Jahrhunderts zurück geht.

1 Kommentar:

  1. Hi
    Das Buch liegt bei mir auch noch rum, schade dass es dich aber nicht zu 100% überzeugen konnte. Ich werd auf jeden fall mal reinlesen!
    Liebe Grüße
    Jessi

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