Donnerstag, 17. September 2015

Rezension: "Der Galimat und ich" von Paul Maar

Jims größter Wunsch ist es, erwachsen zu sein, dann wäre sein Leben um einiges leichter. Bis plötzlich der Galimat auftaucht und sein Wunsch in greifbare Nähe rückt...

Allgemeine Infos:
Verlag: Oetinger
Reihe: nein
Originaltitel: Der Galimat und ich
Erscheinungsdatum: 20.02.2015
Seitenzahl: 256
ISBN: 9783789142963


Klappentext:
Der zehnjährige Jim hat nur einen Wunsch: Er möchte auf der Stelle erwachsen sein. Da taucht eines Abends plötzlich der Galimat, ein kugelförmiges Wesen, in Jims Zimmer auf. Gali bringt alle Haushaltsgeräte durcheinander und materialisiert für Jim eine Pille, durch die er für kurze Zeit erwachsen wird. Jetzt kann Jim es den fiesen Mitschülern und seinem blöden Lehrer zeigen! Doch erstens macht das weniger Spaß, als er dachte, und zweitens freundet er sich genau jetzt mit Rebekka aus seiner Klasse an. Eigentlich will Jim nie wieder eine Erwachsenwerden-Pille nehmen. Aber dann braucht Rebekka seine Hilfe.


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist schön bunt gehalten, wie es sich für ein Kinderbuch gehört. Außerdem sagt der Titel direkt aus, worum es geht und auch der Klappentext ist so gestaltet. Jedoch finde ich, dass er etwas viel verrät.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit der Nacht, in der Gali in Jims Zimmer auftaucht und die Beiden sich kennen lernen. Genau wie Jim ist man als Leser total unwissend und deshalb erwartet einen eine interessante Geschichte.
Die Idee mit dem Galimat fand ich eigentlich richtig niedlich. Vor allem dass er Sachen materialisieren kann und so Jims Wunsch erfüllen könnte, klang vielversprechend und hat mich neugierig gemacht.
Leider erfährt man ziemlich wenig über den Galimat an sich. Klar bekommt man eine kurze Beschreibung, was es mit ihm auf sich hat und was es kann, aber er bleibt einfach ziemlich oberflächlich. Vielleicht reicht Kindern das aber auch, wobei sie ja eigentlich relativ neugierig sind und alles ganz genau wissen möchten. Oder sie denken sich den Rest selbst.
Außerdem braucht es recht lange, bis die Geschichte in Fahrt kommt. Die ersten fünfzig bis hundert Seiten lernt man erst einmal den Galimat, Jim, seine Familie und die Probleme und Sorgen kennen. Das finde ich bei einem Kinderbuch von 250 Seiten schon lange.
Danach geht es allerdings lustig und turbulent weiter. Gali kann Dinge materialisieren und tut es auch. Außerdem bekommt Jim die Chance darauf, dass ihm sein Wunsch erfüllt wird.
Das Ende war ein guter, runder Abschluss der Geschichte und hat mir gefallen. Auch wenn ich hätte noch länger über Gali und Jim lesen können.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten mit kurzen Sätzen, so dass man sie eben auch mit 8 Jahren versteht und seinen Spaß an der Geschichte hat. Das ganze wird durch liebevolle Zeichnungen unterstützt, die die Geschichte noch einmal veranschaulichen.


Fazit:
Ein schönes Kinderbuch vom Sams-Schöpfer! Die Idee ist sehr liebevoll und altersgerecht. Bei der Umsetzung gibt es ein paar kleine Kritikpunkte, aber das liegt vielleicht einfach daran, dass ich nicht mehr im Zielgruppenalter bin und da deswegen andere Anforderungen habe. Trotzdem eine schöne Geschichte für Kinder ab 8 mit einem gut verständlichen Schreibstil.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein Kinderbuch ab 8 Jahren sucht, dass sich mit den Themen, Freundschaft und Familie, aber auch Wünschen, Reue und Verantwortung beschäftigt und das ganze liebevoll aufgearbeitet in einer verständlichen Sprache und eingängigen Zeichnungen.

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