Dienstag, 9. Juni 2015

Rezension: "Pandemonium" von Lauren Oliver

Damals hast du daran geglaubt, dass man von der Liebe geheilt sein kann. Doch nun hast du dich dem Widerstand angeschlossen und ein Auftrag führt dich wieder in die damalige Welt...

Allgemeine Infos:
Verlag: Carlsen
Reihe: Teil 2 von 3
Originaltitel: Pandemonium
Erscheinungsdatum: 25.10.2012
Seitenzahl: 267
ISBN: 9783551313683


Klappentext:
Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.


"Da geht mir auf, dass die Menschen selbst voller Tunnel sind, voller sich krümmender dunkler Gänge und Höhlen; es ist unmöglich, alle Orte in ihnen zu kennen. Unmöglich, sie sich auch nur vorzustellen." (Seite 202)


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover hat mit dem Gesicht und der Schrift total den Wiedererkennungswert zu Band eins, was mir echt gut gefällt. Den Titel habe ich ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, aber dafür passt der Klappentext ziemlich gut.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt mit einem Traum von Alex, den Lena mitten im Unterricht hatte und nachdem ihr wieder bewusst wird, dass sie ihn am Zaun verloren hat. Somit setzt die Geschichte beinahe nahtlos am ersten Band an. Ich war wieder total drin und wollte wissen, wie es auf einmal zu dieser Situation kommt, vor allem nach dem Ende von Band 1.
Die Idee des Widerstandes gegen die Deliria ist zwar nicht unbedingt außergewöhnlich, aber durchaus passend zur Geschichte. Ich konnte mich gut in die Widerstandsbewegung hineinversetzen und hätte nicht gedacht, dass hinter dieser Idee so viel hinter steckt.
Wie schon gesagt, habe ich mich sofort wirklich gut wieder in die Geschichte hinein gefunden, aber war trotzdem etwas verwirrt. Aber das hat sich ziemlich schnell geklärt, besonders weil die Kapitel in 'damals' und 'jetzt' eingeteilt waren, so dass es auch Sinn ergeben hat. Ich fand es einfach total spannend, sozusagen die beiden Geschichte parallel zu lesen, bzw irgendwie zu wissen, auf was das 'damals' hinaus laufen wird.
Dieses Mal entwickelt sich richtig Dynamik in der Geschichte, einfach durch den Auftrag, den Lena, Raven und Tack ausführen wollen bzw sollen. Und dann passiert etwas, mit dem Lena nicht gerechnet hat, und es wurde echt spannend und bedrohlich. Ich war total in der Geschichte drin und habe mitgefiebert und gehofft. Jedoch fand ich die Auflösung etwas seltsam. Klar macht das irgendwo Sinn, aber so richtig viel dann auch wieder nicht.
Ich hätte nicht gedacht, dass das Ende wirklich so wird, aber irgendwie habe ich es die ganze Zeit im Hinterkopf gehabt und wieder verworfen. Eben so ein richtiger Cliffhanger und ich wollte unbedingt den Abschlussband lesen.

...Schreibstil:
Der Schreibstil ist nach wie vor total in Ordnung. Was mir dieses Mal besonders gut gefallen hat, war die Einteilung der Kapitel in 'damals' und 'jetzt', jeweils aus Lenas Perspektive. Deshalb ließ es sich eigentlich besonders gut lesen.

...Charaktere:
Lena hat sich verändert und sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte noch weiter. Die Erfahrung von damals hat sie zu einer anderen Person gemacht und auch ihr jetziges Leben trägt da erheblich zu bei. Es ist echt interessant zu sehen, welche Entwicklung sie in der Wildnis durch macht und auch was für Schwierigkeiten sie dabei hat. Manchmal fand ich sie jedoch etwas dümmlich bzw naiv vom Verhalten her.
Julian war mir anfangs irgendwie etwas suspekt und auch zum Ende hin wusste ich nicht genau, wie ich ihn einschätzen soll. Klar auch er hat sich verändert und das eigentlich zum Positiven. Aber immer wieder gibt es auch bei ihm kleine Rückschläge oder sein altes Leben holt ihn ein. Dennoch fand ich es toll, was er auf einmal für Kräfte und Handlungen entwickelt.
Die Leute in der Wildnis bleiben teilweise einfach blass, aber das passt gut zur Geschichte. Von den wichtigsten kennt man immerhin ein paar Fakten und man konnte sie sich recht gut vorstellen. Doch andere bleiben einfach total farblos und die habe ich dann auch mehrfach verwechselt.


Fazit:
Die Dystopie rund um die Liebe als Krankheit geht weiter. Noch ein bisschen spannender, vor allem durch die Kapiteleinteilung, liest man sozusagen zwei Geschichten parallel. Die Veränderung der Personen ist total super, ganz besonders natürlich bei Lena. An manchen Stellen war sie jedoch etwas naiv. Die Auflösung fand ich etwas seltsam, aber das Ende war der absolute Cliffhanger. Mein Gedanken ist sozusagen wahr geworden und die Lust auf Band 3 war total groß.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schon "Delirium" gelesen hat und gerne wissen möchte, wie es weiter geht. Ansonsten jedem, der gerne Dystopien liest und Liebesgeschichte mag.

1 Kommentar:

  1. Oh man, ich sollte wirklich endlich einmal all meine angefangene Reihen beenden, bevor ich mir neue Bücher kaufe .... Diese Trilogie ist auch so ein Ding .... "Delirium" fand ich richtig klasse und "Pandemonium" wartet schon viel zu lange auf meinem SuB. Als ich dann von einem fiesen Cliffhanger gehört habe, dachte ich, ich warte einfach noch auf "Requiem", dann muss ich nicht warten .... aber Band 3 ist ja nun auch schon lange erschienen, und "Pandemonium" ist immer noch nicht gelesen .... schlimm, schlimm, schlimm .....

    lg Favola

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