Sonntag, 30. November 2014

Rezension: "Letztendlich sind wir dem Universum egal" von David Levithan

Allgemeine Infos:
Verlag:
Fischer
Reihe: Teil 1 von 2
Originaltitel: Every day
Erscheinungsdatum: 24.03.2014
Seitenzahl: 251
ISBN: 9783841422194


Klappentext:
Die Geschichte einer ungewöhnlichen ersten großen Liebe – und ein phantastischer Roman, wie er realistischer nicht sein könnte

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.

Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover ist zwar eigentlich sehr schlicht gehalten, aber die verschiedenen Gesichter passen einfach unglaublich gut zur Geschichte, eben die verschiedenen Personen, in denen A aufwacht. Der Titel gefällt mir sehr gut und bekommt auch eine Bedeutung. Der Klappentext ist toll und sprechend geschrieben und macht Lust, das Buch zu lesen.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt genauso wie für A jeder Tag beginnt: Er wacht in einem neuen Körper auf und muss erst mal herausfinden, wer er ist und was von ihm so verlangt wird. Genau so wie A in die Leben der Körper geworfen wird, wird der Leser in die Geschichte geworfen. Doch dann kommt eine kleine Einführung sozusagen über As Leben und man ist mitten in der Geschichte und ich wollte unbedingt mehr erfahren.
Die Idee jeden morgen in einem anderen Körper aufzuwachen, jeden Tag ein anderes Leben zu leben, kein Leben zwei Mal zu leben, fand ich ziemlich interessant, aber auch sehr berührend. Ich könnte das nicht, einfach nur für einen Tag und dann nie wieder. Doch A hat keine andere Möglichkeit und versucht immer, das Beste daraus zu machen, ohne zu viel zu verändern. Bis er eines Tages Rhiannon begegnet und damit nimmt sein Schicksal seinen Lauf...
Mich hat As Leben unheimlich berührt, da ich es mir eben nicht vorstellen könnte, kein eigenes Leben in dem Sinne zu haben. Vor allem wenn plötzlich Gefühle ins Spiel kommen, die eigentlich niemals wahr werden können. Aber trotzdem hat er den Wunsch und versucht alles.
Auch wenn jeder Tag von A irgendwie ähnlich aufgebaut ist, gab es doch Tage, die anders waren, die mich fesseln konnten, an denen ich gehofft habe. Obwohl jedes Kapitel somit einen ähnlichen Aufbau hatte, hat es sich nicht gezogen.
Das Ende war seltsam. Es hat mich nicht so glücklich gemacht, aber das war auch nicht wirklich zu erwarten. Es gab einfach eine Wendung, die ich so nie erwartet hätte. Aber da ich weiß, dass es noch einen zweiten Teil, zumindest aus Rhiannons Sicht geben wird, kann ich vielleicht besser damit leben.

...Schreibstil:
Der Schreibstil war jetzt nicht unbedingt was besonderes, aber durchaus angenehm. Man konnte die Geschichte sehr gut lesen und ich war voll und ganz drin. Dafür war die Idee ja was besonderes.

...Charaktere:
A hat mich fasziniert. Irgendwie war er für mich von vorn herein männlich, auch wenn er auch in Mädchenkörpern aufwacht. Doch so vom Charakter her. Auch wenn es jeden Tag eine andere Person ist, hat man doch als Leser einiges über A selbst erfahren und ich konnte ihn so gut verstehen und er hat mich ziemlich fasziniert.
Rhiannon ist eine sehr geduldige und unheimlich liebe Person. Ich fand es toll, wie sie mit A umgegangen ist, auch wenn sie anfangs rechts skeptisch war.


Zitate:
"Wir geben uns gern mit okay zufrieden, denn in den meisten Fällen ist okay völlig ausreichen." (S. 9)

"Sich in jemanden zu verlieben, heißt nicht, damit genauer zu wissen, was der andere empfindet. Man weiß nur, was man selbst empfindet." (S. 75)

"Wenn die erste Liebe endet, wird den meisten mit der Zeit klar, dass damit nicht alles vorbei ist. Die Liebe ist für sie noch nicht gestorben. Sie sind für die Liebe noch nicht gestorben. Es wird nie wieder so sein wie bei der ersten, aber in mancher Hinsicht besser." (S. 241)


Fazit:
Ein unglaublich tolles Buch! Die Idee ist wirklich einzigartig und konnte mich berühren. Eine etwas andere Liebesgeschichte, aber irgendwie auch eine Geschichte über das Leben. Die Charaktere haben die Geschichte vor allem ausgemacht und für mich zu einem tollen Buch gemacht!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine Geschichte über das Leben, aber auch über die Liebe lesen möchte. Wo es aber irgendwie auch um mehr geht. Ich kann es so schlecht in Worte fassen, aber lest dieses Buch!

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